Schlagwort: Polizeieinsatz

  • Hubschrauberabsturz im Loiret: Justiz untersucht die Ursachen der Tragödie

    Hubschrauberabsturz im Loiret: Justiz untersucht die Ursachen der Tragödie

    Nach dem Absturz eines Hubschraubers der französischen Gendarmerie im Département Loiret hat die Justiz die Ermittlungen aufgenommen. Das Unglück ereignete sich am Sonntag, dem 7. Juni 2026, in der Gemeinde Bray-Saint-Aignan während eines Sucheinsatzes nach einer vermissten Person. Ein Gendarm kam dabei ums Leben, zwei weitere Besatzungsmitglieder erlitten schwere Verletzungen. Bei dem Todesopfer handelt es sich um den Adjudanten Dorian Larigaudrie. Die Pilotin des Hubschraubers sowie der Bordmechaniker überlebten den Absturz, befinden sich jedoch mit schweren Verletzungen in medizinischer Behandlung. Der Vorfall hat weit über die Region hinaus Betroffenheit ausgelöst und erneut die Gefahren verdeutlicht, denen Einsatzkräfte bei Such- und Rettungsmissionen ausgesetzt sind. Die Staatsanwaltschaft leitete inzwischen ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung sowie fahrlässiger Zerstörung von Eigentum ein. Eine solche juristische Einstufung gehört in…

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  • Kommentar: Willkommen in der digitalen Steinzeit

    Kommentar: Willkommen in der digitalen Steinzeit

    Früher brauchte es Gerüchteküchen, Stammtische und mindestens ein paar Tage, bis sich eine absurde Behauptung durch eine Stadt fraß. Heute genügt ein TikTok-Video, ein dramatischer Soundeffekt und drei Sekunden Aufmerksamkeitsspanne – und schon rennen Dutzende junge Menschen los, als hätte jemand per Feueralarm die Vernunft ausgeschaltet.

    Straßburg liefert dafür das jüngste Beispiel.

    Eine erfundene Meldung über einen angeblich von der Polizei getöteten Jugendlichen verbreitet sich online. Niemand prüft. Niemand fragt nach. Niemand denkt nach. Warum auch? Denken gilt inzwischen offenbar als veraltete Technologie – ungefähr so modern wie ein Faxgerät.

    Also marschieren Jugendliche ins Stadtzentrum, zerstören städtisches Mobiliar, legen den Verkehr lahm und reagieren auf etwas, das nie passiert ist.

    Man muss diese Entwicklung fast bewundern.

    Die Menschheit hat Jahrtausende gebraucht, um Lesen, Schreiben, Wissenschaft und kritisches Denken zu entwickeln. Universitäten entstanden, Bibliotheken wurden gebaut, Aufklärung und Bildung erkämpft. Und nun? Nun reicht ein Video mit dramatischer Musik, um all diese Errungenschaften in wenigen Minuten über Bord zu werfen.

    Herzlichen Glückwunsch.

    Wir haben das Wissen der gesamten Menschheit auf dem Smartphone in der Hosentasche und nutzen dieses Gerät doch nur, um ungeprüfte Gerüchte weiterzuleiten.

    Was für ein Fortschritt.

    Die sozialen Medien wurden einst als Werkzeuge der Vernetzung gefeiert. Sie sollten Menschen verbinden, Wissen verbreiten und demokratische Teilhabe stärken. Stattdessen verwandeln sie sich immer häufiger in gigantische Beschleuniger für Empörung, Hysterie und kollektive Kurzschlüsse.

    Die Ironie könnte größer kaum sein.

    Nie zuvor hatten so viele Menschen Zugriff auf so viele Informationen. Gleichzeitig scheint die Fähigkeit, zwischen Wahrheit und Unsinn zu unterscheiden, schneller zu verschwinden als ein Snapchat-Post.

    Besonders erschreckend ist die Geschwindigkeit. Zwischen der Veröffentlichung einer Falschmeldung und den ersten Ausschreitungen liegen heute oft nur Stunden. Früher musste ein Gerücht wenigstens noch den Weg durch Nachbarschaften, Cafés und Schulhöfe finden. Heute springt es mit Lichtgeschwindigkeit durch Millionen Smartphones.

    Und jeder Klick wirkt wie ein kleiner Applaus für die Lüge.

    Natürlich tragen nicht allein Jugendliche die Verantwortung. Sie wachsen in einer digitalen Welt auf, in der Aufmerksamkeit mehr zählt als Wahrheit. Plattformen belohnen nicht denjenigen, der recht hat. Sie belohnen denjenigen, der am lautesten schreit, am meisten schockiert und die stärksten Emotionen auslöst.

    Wut verkauft sich besser als Fakten.

    Empörung klickt besser als Recherche.

    Panik läuft besser als Vernunft.

    Das Ergebnis sehen wir immer häufiger auf den Straßen.

    Eine Gesellschaft, die sich für hochmodern hält, reagiert auf digitale Rauchzeichen wie ein Stamm in der Vorzeit auf das Trommeln am Horizont. Jemand ruft etwas. Die Masse rennt los. Fragen werden später gestellt – wenn überhaupt.

    Die eigentliche Tragödie besteht darin, dass die technischen Möglichkeiten grandios sind. Noch nie war Bildung so zugänglich. Noch nie konnten Fakten so schnell überprüft werden. Noch nie standen so viele Informationsquellen offen.

    Doch statt die digitale Welt als Bibliothek zu nutzen, behandeln viele sie wie eine Gerüchtekneipe ohne Sperrstunde.

    Vielleicht liegt genau darin die bitterste Erkenntnis: Technologischer Fortschritt macht Menschen nicht automatisch klüger. Ein Smartphone ersetzt kein Urteilsvermögen. Schnelles Internet ersetzt keine Bildung. Und hundert Millionen Videos ersetzen keine einzige eigene Überlegung.

    Die moderne Welt besitzt künstliche Intelligenz, Quantencomputer und Raumfahrtprogramme.

    Doch manchmal genügt ein erfundenes TikTok-Video, um zu zeigen, dass wir geistig wieder dort angekommen sind, wo unsere Vorfahren vor Tausenden Jahren standen:

    Am Lagerfeuer.

    Jemand erzählt eine Geschichte.

    Und alle glauben sie.

    Ein Kommentar von Andreas M. Brucker

  • Ein TikTok-Gerücht genügt: Straßburger Innenstadt wird zum Schauplatz spontaner Jugendmobilisierung

    Ein TikTok-Gerücht genügt: Straßburger Innenstadt wird zum Schauplatz spontaner Jugendmobilisierung

    Ein einziger Beitrag in den sozialen Netzwerken hat gereicht, um in Straßburg innerhalb kürzester Zeit Dutzende Jugendliche auf die Straße zu bringen. Was als vermeintliche Nachricht über einen tödlichen Polizeieinsatz begann, entwickelte sich am Abend des 6. Juni zu einer spontanen Versammlung im Herzen der elsässischen Metropole – mit Sachbeschädigungen, Polizeieinsätzen und zahlreichen offenen Fragen. Die Nachricht verbreitete sich rasend schnell über TikTok. In mehreren Videos wurde behauptet, ein Jugendlicher sei von der Polizei getötet worden. Die Beiträge zeigten teils schockierende Bilder und riefen junge Menschen dazu auf, sich umgehend im Stadtzentrum zu versammeln. Obwohl sich die Meldung kurze Zeit später als frei erfunden herausstellte, hatte sie ihre Wirkung bereits entfaltet. Innerhalb weniger Minuten strömten zahlreiche Jugendliche in den Bereich rund um den Place de l’Homme-de-Fer, einen der zentralen Verkehrsknotenpunkte Straßburgs. Augenzeugen berichteten von Gruppen…

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  • Kommentar: Zwischen Meisterfeier und Tränengas – Frankreichs seltsame Tradition der Eskalation

    Kommentar: Zwischen Meisterfeier und Tränengas – Frankreichs seltsame Tradition der Eskalation

    Warum eigentlich?

    Warum muss in Frankreich aus nahezu jeder großen Menschenansammlung früher oder später ein sicherheitspolitisches Großexperiment werden? Warum reicht es nicht, wenn Hunderttausende Menschen einfach feiern, jubeln, singen und nach Hause gehen? Warum scheint immer jemand der Meinung zu sein, dass der Duft von Tränengas unverzichtbar zum nationalen Veranstaltungskalender gehört?

    Paris Saint-Germain gewinnt die Champions League. Ein historischer Moment für viele Fans. Die Straßen füllen sich mit Freude, Emotionen und Begeisterung. Für einen kurzen Augenblick könnte man meinen, die Menschen würden einfach gemeinsam feiern.

    Doch dann passiert das, was in Frankreich inzwischen fast schon ritualhaften Charakter besitzt.

    Sirenen.

    Polizeiketten.

    Rauchschwaden.

    Und natürlich die unvermeidliche politische Debatte darüber, wer nun eigentlich schuld ist.

    Manchmal fragt man sich, ob in den Einsatzplänen irgendwo der Satz steht: „Ab einer bestimmten Anzahl fröhlicher Bürger ist automatisch die maximale Eskalationsstufe einzuleiten.“

    Natürlich gibt es Gewalttäter. Natürlich gibt es Chaoten, die jede Gelegenheit nutzen, um Autos anzuzünden, Schaufenster einzuschlagen oder Polizisten anzugreifen. Niemand mit gesundem Menschenverstand wird das verteidigen.

    Doch genau deshalb wirkt die französische Reflexreaktion oft so befremdlich. Statt gezielt gegen die Störer vorzugehen, entsteht regelmäßig der Eindruck, als würden ganze Menschenmengen unter Generalverdacht gestellt. Familien, Jugendliche, Fußballfans, Touristen – alle geraten plötzlich in ein Umfeld, das eher an einen Ausnahmezustand erinnert als an eine Sportfeier.

    Und dann wundert man sich über Spannungen.

    Wer hätte das ahnen können?

    Wenn Menschen zwischen Bengalos, Absperrgittern und Tränengasschwaden stehen, entwickelt sich selten eine entspannte Volksfeststimmung. Überraschenderweise reagieren Menschen auf Druck nicht immer mit Dankbarkeit.

    Besonders bemerkenswert ist dabei die politische Routine. Die einen verteidigen jede Maßnahme der Sicherheitskräfte, als ginge es um die Rettung der Republik. Die anderen tun so, als hätten ausschließlich die Behörden für die Ausschreitungen gesorgt. Dazwischen verschwindet die Realität irgendwo im Nebel – manchmal wortwörtlich.

    Dabei müsste die eigentliche Frage lauten: Warum gelingt es anderen Ländern regelmäßig, riesige Menschenmengen feiern zu lassen, ohne dass daraus ein gesellschaftlicher Stresstest wird?

    In Frankreich hingegen scheint jede Großveranstaltung einem unausgesprochenen Drehbuch zu folgen. Erst die Euphorie. Dann die Eskalation. Danach die Fernsehdebatten. Schließlich die gegenseitigen Schuldzuweisungen.

    Und wenige Wochen später beginnt alles von vorn.

    Vielleicht ist das die eigentliche Tragik. Nicht die Gewalt einiger Randalierer. Nicht die politischen Streitereien. Sondern die Tatsache, dass viele Franzosen längst damit rechnen. Als gehöre es einfach dazu.

    Eine Meisterfeier ohne Polizeikontroverse?

    Ohne Tränengas?

    Ohne brennende Mülltonnen?

    Fast schon verdächtig.

    Man möchte den Verantwortlichen manchmal zurufen: Lasst die Menschen doch einfach feiern. Nicht jede Menschenmenge ist ein Sicherheitsrisiko. Nicht jede jubelnde Masse ist eine Bedrohung für den Staat. Und nicht jede Nacht voller Emotionen muss zwangsläufig in einer Wolke aus Rauch und politischer Empörung enden.

    Doch vielleicht ist genau das inzwischen das französische Problem: Die Übertreibung ist längst kein Ausrutscher mehr.

    Sie ist zur Gewohnheit geworden.

    Von C. Hatty

  • PSG-Feierlichkeiten eskalieren: Frankreich streitet über Polizeieinsätze und öffentliche Sicherheit

    PSG-Feierlichkeiten eskalieren: Frankreich streitet über Polizeieinsätze und öffentliche Sicherheit

    Der Triumph von Paris Saint-Germain in der Champions League sollte ein Abend der Freude, des Stolzes und der ausgelassenen Feierlichkeiten werden. Stattdessen lösten die Ereignisse nach dem Schlusspfiff eine politische Debatte aus, die weit über den Fußball hinausreicht. Ausschreitungen in mehreren französischen Städten, hunderte Festnahmen und heftige Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften haben eine alte Streitfrage mit neuer Wucht zurück auf die Tagesordnung gebracht: Wie weit darf der Staat bei der Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung gehen?

    Im Zentrum der Kontroverse steht ein Satz, der inzwischen quer durch die politischen Lager diskutiert wird. Die linke Abgeordnete Clémence Guetté warf den Sicherheitskräften vor, während der Feierlichkeiten „Granaten auf Familien“ geworfen zu haben. Die Aussage entwickelte sich binnen weniger Stunden zu einem politischen Symbol.

    Während in Paris rund um die Champs-Élysées und das Stadion Parc des Princes zahlreiche Zusammenstöße gemeldet wurden, kam es auch in anderen Städten zu Sachbeschädigungen, Plünderungen und Bränden. Nach Angaben des Innenministeriums wurden landesweit mehrere hundert Menschen festgenommen. Dutzende Polizisten erlitten Verletzungen im Einsatz.

    Für die linksgerichtete Partei La France insoumise liegt das eigentliche Problem jedoch nicht allein bei den Randalierern. Ihre Vertreter kritisieren die Strategie der Sicherheitskräfte und werfen den Behörden vor, friedliche Feiernde und gewaltbereite Gruppen nicht ausreichend voneinander getrennt zu haben. Aus ihrer Sicht trafen manche Maßnahmen auch Menschen, die lediglich den sportlichen Erfolg ihres Vereins feiern wollten.

    Der Koordinator der Partei, Manuel Bompard, richtet den Blick zudem auf die Vorbereitung der Feierlichkeiten. Nach seiner Einschätzung hätte die Einrichtung offizieller Fan-Zonen dazu beitragen können, die Menschenmengen besser zu lenken und Spannungen frühzeitig zu entschärfen. Wer Tausende begeisterte Anhänger ohne klaren Rahmen feiern lasse, dürfe sich über chaotische Zustände nicht wundern – so lautet die Argumentation.

    Auf der anderen Seite des politischen Spektrums fällt die Bewertung völlig anders aus.

    Vertreter der konservativen und rechten Parteien sehen die Ausschreitungen vor allem als Ausdruck eines zunehmenden Problems mit Gewalt und Respektlosigkeit gegenüber staatlichen Institutionen. Für sie stehen nicht mögliche Fehler der Polizei im Mittelpunkt, sondern die Täter, die Geschäfte verwüsteten, Fahrzeuge in Brand setzten und Sicherheitskräfte angriffen. Entsprechend deutlich fällt die Unterstützung für die eingesetzten Beamten aus.

    Auch die Regierung verteidigt ihr Vorgehen. Innenminister Laurent Nuñez betonte, die Lage sei trotz der Größe der Menschenansammlungen weitgehend unter Kontrolle geblieben. Die Sicherheitskräfte hätten schnell auf Brände, Angriffe und gefährliche Situationen reagiert. Aus Sicht des Ministeriums zeigen die hohen Festnahmezahlen vielmehr, dass die Polizei konsequent gehandelt habe.

    Die Auseinandersetzung erinnert an frühere Debatten in Frankreich. Bereits während der Proteste der Gelbwestenbewegung oder bei den Demonstrationen gegen die Rentenreform standen die Methoden der Polizei regelmäßig in der Kritik. Menschenrechtsorganisationen und linke Parteien beklagten wiederholt einen unverhältnismäßigen Einsatz von Gewalt. Polizeigewerkschaften wiederum verweisen auf eine zunehmende Aggressivität gegenüber Beamten und argumentieren, dass Einsätze unter immer schwierigeren Bedingungen stattfinden.

    Genau hier verläuft die politische Bruchlinie. Die einen sehen in den Ereignissen einen Beleg für eine zu harte Polizeidoktrin. Die anderen betrachten dieselben Bilder als Beweis dafür, dass der Staat noch entschlossener gegen Gewalttäter vorgehen müsse.

    Der Fußball dient dabei lediglich als Auslöser. Tatsächlich geht es um grundsätzliche Fragen: Wie viel Sicherheit erwartet die Gesellschaft? Wie viel Freiheit vertragen große Menschenansammlungen? Und welche Mittel dürfen Behörden einsetzen, wenn Feiern in Gewalt umschlagen?

    Die Diskussion dürfte Frankreich noch länger beschäftigen. Während Ermittler die Ausschreitungen aufarbeiten und Politiker ihre Positionen schärfen, zeigt sich erneut, wie schnell sportliche Euphorie in eine gesellschaftliche Grundsatzdebatte umschlagen kann. Zwischen Jubel, Chaos und politischen Schuldzuweisungen bleibt eine Frage offen: Wo liegt die richtige Balance zwischen öffentlicher Sicherheit und den Freiheiten einer demokratischen Gesellschaft?

    Andreas M. Brucker

  • PSG-Triumph: Paris bereitet sich auf Massenfeier vor – überschattet durch hunderte Festnahmen

    PSG-Triumph: Paris bereitet sich auf Massenfeier vor – überschattet durch hunderte Festnahmen

    Paris erwartet an diesem Sonntag zehntausende Fans zur offiziellen Feier des historischen Champions-League-Triumphs von Paris Saint-Germain. Auf dem Champ-de-Mars am Fuße des Eiffelturms werden zwischen 85.000 und 90.000 Menschen erwartet. Die Zugänge sind seit 14 Uhr geöffnet. Die PSG-Spieler wollen den Europapokal auf einer eigens errichteten, rund 450 Meter langen Bühne präsentieren.

    Die Feierlichkeiten finden nach einer Nacht großer Begeisterung, aber auch erheblicher Spannungen statt. In Paris und anderen französischen Städten kam es im Anschluss an den Finalsieg zu zahlreichen Ausschreitungen. Besonders betroffen waren die Champs-Élysées sowie das Umfeld des Parc des Princes.

    Nach Angaben der Behörden wurden landesweit 780 Personen festgenommen, davon rund 480 in der Region Paris. Zudem wurden 57 Angehörige der Sicherheitskräfte verletzt. Die Vorfälle umfassten unter anderem Sachbeschädigungen, Brandstiftungen, Plünderungen sowie den Einsatz von Feuerwerkskörpern gegen Polizeikräfte.

    Die Pariser Staatsanwaltschaft teilte mit, dass 277 Personen, darunter 82 Minderjährige, in Polizeigewahrsam genommen wurden. Ihnen werden unter anderem Gewalttaten, Diebstähle und Sachbeschädigungen vorgeworfen.

    Der Kontrast zwischen sportlicher Euphorie und den nächtlichen Ausschreitungen ist deutlich. Während PSG den größten Erfolg seiner Vereinsgeschichte feiert, wurde die Freude vieler Anhänger durch die Gewalt einer vergleichsweise kleinen Gruppe überschattet.

    Trotz der Vorfälle halten die Behörden an den offiziellen Feierlichkeiten fest. Für die Veranstaltungen in Paris wurde ein umfangreiches Sicherheitskonzept umgesetzt. Im gesamten Land sind rund 22.000 Polizisten und Gendarmen im Einsatz. Rund um den Champ-de-Mars kommt es zudem zu erheblichen Verkehrs- und Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr.

    Neben der Fanfeier ist auch ein Empfang der Mannschaft im Élysée-Palast vorgesehen. Die französische Hauptstadt hofft damit, den sportlichen Erfolg des Vereins in einem geordneten und festlichen Rahmen zu würdigen.

    Autor: P. Tiko

  • Tödliche Messerattacke vor Diskothek in Saint-Brieuc erschüttert die Innenstadt

    Tödliche Messerattacke vor Diskothek in Saint-Brieuc erschüttert die Innenstadt

    Mitten in der Nacht, dort, wo Musik, Stimmengewirr und das flackernde Licht der Ausgehmeile sonst das Stadtbild prägen, endete ein Streit in Saint-Brieuc auf brutale Weise tödlich. In den frühen Morgenstunden des 24. April 2026, gegen zwei Uhr, wurde ein 35-jähriger Mann vor der Diskothek „Le Tropical“ auf der Place du Chai im Herzen der bretonischen Stadt Saint-Brieuc Opfer einer tödlichen Messerattacke. Nach ersten Erkenntnissen kam es in unmittelbarer Nähe des Nachtlokals zu einer gewaltsamen Auseinandersetzung, ehe dem Mann ein Messerstich in den Brustkorb versetzt wurde. Rettungskräfte trafen rasch am Tatort ein, doch jede Hilfe kam zu spät. Das Opfer starb noch vor Ort. Der mutmaßliche Täter flüchtete gemeinsam mit mehreren Begleitpersonen noch vor dem Eintreffen der Polizei. Die Fahndung lief unmittelbar an, während die Staatsanwaltschaft von Saint-Brieuc ein Ermittlungsverfahren wegen Mordes einleitete. Besonders im Fokus der Ermittler stehen nun die zahlreichen Überwachungskam…

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  • Tödlicher Polizeieinsatz in Marseille: Verkehrskontrolle eskaliert binnen Sekunden

    Tödlicher Polizeieinsatz in Marseille: Verkehrskontrolle eskaliert binnen Sekunden

    Was als routinemäßige Verkehrskontrolle im 11. Arrondissement von Marseille begann, endete am Donnerstagabend in einer tödlichen Eskalation. Ein 26-jähriger Mann wurde von einem Beamten der Stadtpolizei erschossen, nachdem die Situation nach ersten Ermittlungen dramatisch außer Kontrolle geraten war. Der Mann saß am Steuer seines Fahrzeugs und soll während der Fahrt ein Mobiltelefon benutzt haben, weswegen kommunale Polizeibeamte ihn stoppen wollten. Doch statt kooperativ zu sein, griff der Fahrer laut den bisherigen Erkenntnissen die Polizisten mit einem Messer an. Die Lage spitzte sich blitzartig zu. Als der Mann das Fahrzeug verließ – weiterhin mit einem Messer bewaffnet –, gab ein Stadtpolizist drei Schüsse ab. Der Beamte berief sich auf Notwehr. Gegen 18 Uhr wurde der Tod des Mannes festgestellt. Für die drei beteiligten Beamten, zwischen 22 und 52 Jahre alt, begann unmittelbar danach die psychologische Aufarbeitung. Sie wurden in eine spezielle Betreuungseinheit des Krankenhauses…

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  • Tödliche Polizeikollision in Sartrouville erschüttert Frankreich

    Tödliche Polizeikollision in Sartrouville erschüttert Frankreich

    Ein tragischer Vorfall in Sartrouville, nordwestlich von Paris, hat Frankreich erneut mit voller Wucht an die heikle Frage polizeilicher Verfolgungsfahrten erinnert. Am späten Abend des 22. April wurde ein 81-jähriger Fußgänger von einem Fahrzeug der Brigade anticriminalité, kurz BAC, erfasst und tödlich verletzt. Die Beamten befanden sich Berichten zufolge im Einsatz, um einen flüchtenden Autofahrer zu stoppen. Gegen 23 Uhr kam es zur verhängnisvollen Kollision – ein Aufprall von enormer Wucht, der dem alten Mann keine Chance ließ. Für die Familie des Opfers begann damit ein Albtraum. Mohamed El Bachiri, wie französische Medien den Verstorbenen identifizierten, hinterlässt Angehörige, die nun verzweifelt Antworten suchen. Sein Sohn fand deutliche Worte und fordert lückenlose Aufklärung. Es gehe um Gerechtigkeit, um Wahrheit, um die Frage, wie ein Routineeinsatz in eine solche Katastrophe münden konnte. Solche Sätze brennen sich ein – weil sie weit über den Einzelfall hinausweisen. Die…

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  • Noisiel unter Spannung: Festnahmen nach nächtlichen Unruhen in der Île-de-France

    Noisiel unter Spannung: Festnahmen nach nächtlichen Unruhen in der Île-de-France

    Montagabend, kurz nach 21 Uhr.In der ruhigen Wohnstadt Noisiel, östlich von Paris im Département Seine-et-Marne, eskalierte eine Situation, die inzwischen weit über die Region hinaus Aufmerksamkeit erregt. Mehrere Zwischenfälle mit städtischer Gewalt führten zu einer Reihe von Polizeieinsätzen – und schließlich zu sieben Festnahmen. Der zentrale Vorfall spielte sich in Noisiel selbst ab. Drei junge Männer im Alter zwischen 18 und 23 Jahren gerieten dort ins Visier der Polizei. Nach ersten Erkenntnissen der Justiz standen zwei von ihnen bereits unter einem behördlichen Aufenthaltsverbot für bestimmte Orte. Der dritte wird verdächtigt, zur Rebellion gegen die Polizeikräfte aufgerufen zu haben. Der Einsatz erfolgte nicht ohne Vorgeschichte.Zuvor war es in der Umgebung zu Auseinandersetzungen gekommen, bei denen Feuerwerksmörser gegen Einsatzkräfte eingesetzt wurden. Diese pyrotechnischen Geschosse haben sich in den vergangenen Jahren zu einem beinahe typischen Element nächtlicher Konfront…

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