Schlagwort: Polizei

  • „Er bekommt einen Faustschlag ins Gesicht“: Polizeigewalt im Zentralkommissariat in Toulouse

    „Er bekommt einen Faustschlag ins Gesicht“: Polizeigewalt im Zentralkommissariat in Toulouse

    Die Videokameras des Zentralkommissariats in Toulouse zeigen, wie ein Polizist einem Mann in Handschellen einen Faustschlag versetzt. Ein Verfahren wurde eingeleitet. Das Opfer wurde von den Taten, denen es verdächtigt worden war, inzwischen entlastet.

    0.40 Uhr Sonntag, 25. Juni 2023. Zentralkommissariat in Toulouse. Ein Mann sitzt mit Handschellen an eine Bank gefesselt und wartet auf die verlesung seiner Rechte. Er trägt eine Umhängetasche über der Schulter.

    Ein Polizeibeamter geht an ihm vorbei und schlägt ihm mit der Faust ins Gesicht. Der Mann sinkt zu Boden. Die auf die Bank gerichtete Kamera des Videoprotektors hat alles gefilmt.

    „Wir sehen hier Bilder von Polizeigewalt“, sagen Emmanuelle Franck und Alexandre Martin, die Anwälte des Mannes in Handschellen, bei der Anhörung im Schnellverfahren am Dienstag. Der Mann muss sich wegen Besitzes von Betäubungsmitteln vor Gericht verantworten.

    Ursprünglich wurde er wegen häuslicher Gewalt angeklagt, was jedoch eingestellt wurde. Später musste er sich wegen Morddrohungen gegen einen Polizisten verantworten. Diese Anklage wurde ebenfalls fallen gelassen, als die Bilder der Kameras gesichtet wurden.

    Dann kam das Kokain. „Um 0.40 Uhr hatte er noch seine Umhängetasche, der Polizist riss sie ihm weg“, beschreibt Anwalt Franck die Vorfälle. „Danach weiß man bis 1.25 Uhr nicht, was damit passiert. Da unterschreibt derselbe Polizist, ein Protokoll über den Fund von Betäubungsmitteln…“.

    Auch die Verlesung der Rechte in Polizeigewahrsam ist nichtig. „Sie soll um 0.40 Uhr stattgefunden haben, aber das ist nicht möglich, denn bei der Auswertung des Videos bekommt er um 0.40 Uhr einen Faustschlag ins Gesicht“, so die Anwältin. „Wir fordern Sie auf, das gesamte Verfahren aufzuheben“.

    Nach eingehender Beratung sprach das Gericht den Angeklagten, in dessen Strafregister bereits zahlreiche Verurteilungen verzeichnet waren, dann von allen Vorwürfen frei. Er wurde auf freien Fuß gesetzt. Seine Anwälte bestehen nun darauf, dass er einen Gerichtsmediziner aufsuchen darf, um die Folgen des Faustschlags beurteilen zu lassen.

  • Frankreich: Staatsrat erlaubt den Einsatz von Drohnen durch Ordnungskräfte

    Frankreich: Staatsrat erlaubt den Einsatz von Drohnen durch Ordnungskräfte

    Es „gibt keinen ernsthaften Zweifel an der Rechtmäßigkeit“ des im April veröffentlichten Dekrets, das der Polizei die Verwendung von Drohnen erlaubt, so der Richter. Der Richter für einstweilige Verfügungen des Staatsrats hat am Mittwoch den Einsatz von mit Kameras ausgestatteten Drohnen durch die Ordnungskräfte genehmigt. In seinem Beschluss stellte er fest, dass es „keine ernsthaften Zweifel an der Rechtmäßigkeit“ des im April veröffentlichten Dekrets gibt, das der Polizei den Einsatz solcher Drohnen erlaubt. Das höchste französische Verwaltungsgericht war von der Vereinigung zur Verteidigung der verfassungsmäßigen Freiheiten (Adelico) mit einer einstweiligen Verfügung befasst worden, in der es aufgefordert wurde, das Dekret, auf dessen Grundlage Präfekten unter anderem den Überflug von Demonstrationszügen am 1. Mai genehmigt hatten, im Eilverfahren auszusetzen. Der Staatsrat entschied in seinem Beschluss: „Es gibt keinen ernsthaften Zweifel an der Rechtmäßigkeit dieses Dekrets anges…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Roubaix: Vier Menschen, darunter drei Polizisten im Einsatz, sterben bei Verkehrsunfall

    Roubaix: Vier Menschen, darunter drei Polizisten im Einsatz, sterben bei Verkehrsunfall

    Der Unfall ereignete sich auf der Landstraße 700 in der Nähe von Villeneuve-d’Ascq. Drei Beamte der Polizeistation Roubaix und eine weitere Person starben.

    Bei einem Verkehrsunfall am Sonntag, dem 21. Mai, auf der Departementstraße 700 in der Nähe von Villeneuve-d’Ascq (Nord) kamen vier Menschen ums Leben, darunter drei Polizisten, wie die Präfektur des Departements Nord in einer Pressemitteilung bekannt gab. „Bei einem Einsatz am Sonntag, dem 21. Mai 2023, war ein Fahrzeug der nationalen Polizei in einen Verkehrsunfall auf der RD 700 verwickelt“, heißt es in der Erklärung. Drei Beamte der Polizeistation von Roubaix starben bei dem Unfall, ebenso wie „der Fahrer des zweiten Fahrzeugs“.

    Im Polizeifahrzeug befand sich auch eine „Zivilperson, die von den Beamten betreut wurde“. Diese befand sich am Sonntagmorgen in Lebensgefahr und wurde in das Roger-Salengro-Krankenhaus in Lille gebracht, so die Präfektur. Laut der Aussage einer Polizeiquelle gegenüber France Télévisions ereignete sich der Unfall, als die Polizisten die minderjährige Person ins Krankenhaus begleiten wollten.

    In der Mitteilung der Präfektur des Departements Nord heißt es außerdem, dass sich auch ein Insasse des zweiten Fahrzeugs in Lebensgefahr befinde und in das Krankenhaus in Lille gebracht wurde. „Meine Gedanken sind bei den Familien der Opfer, denen ich mein Beileid ausspreche. Volle Unterstützung für die Verletzten“, äußerte sich Innenminister Gérald Darmanin am Sonntag.

  • Drohnen während der Demonstrationen am 1. Mai: Test für die Olympischen Spiele 2024

    Drohnen während der Demonstrationen am 1. Mai: Test für die Olympischen Spiele 2024

    Der Polizeipräfekt von Paris, Laurent Nuñez meint, dass Drohnen für die Eröffnungszeremonie der Olympischen Spiele 2024 in Paris „unverzichtbar“ sein werden.

    Die Drohnen, die bei den Demonstrationen am 1. Mai eingesetzt wurden, seien „eine Art Test“ im Hinblick auf die Olympischen Spiele 2024 in Paris, sagte der Pariser Polizeipräfekt am Dienstag, dem 2. Mai, auf Franceinfo. Die Drohnen flogen über den Demonstrationen in Paris, Lyon und Bordeaux. „Es ist ein ergänzendes Mittel“ für die Polizisten und Gendarmen bei der „Prävention von Störungen der öffentlichen Ordnung“, betonte Laurent Nuñez.

    Drohnen, die Bilder in Echtzeit übertragen, ermöglichen es, „die Ordnungskräfte neu zu positionieren“ und „festzustellen, wo sich die Risikogruppen befinden“. Laut dem Pariser Polizeipräfekten konnten auf der Pariser Demonstration mithilfe dieser Überwachung aus der Luft „vier gewalttätige schwarze Blöcke“ im Vorfeld des Demonstrationszuges identifiziert werden. Bilder, die die Ordnungskräfte „mit ihren normalen Kameras nicht sehen“ könnten.

    „Stark kontrollierte“ Nutzung von Drohnen.
    Bei den Olympischen Spielen 2024 werden Drohnen laut dem Pariser Polizeipräfekten für die Eröffnungszeremonie „unverzichtbar“ sein. Sie werden auch nützlich sein, um „die Wettkampfstätten, das olympische Dorf oder das Mediendorf zu sichern“.

    Laurent Nuñez versichert, dass ihre Verwendung in Bezug auf die „Dauer und den Umfang“ „sehr eingeschränkt“ sei. Die Bilder werden nur im Falle von festgestellter Gewalt und für eine Dauer von maximal sieben Tagen gespeichert. Das Ziel sei, so Nuñez, „nützlich für die Sicherheitskräfte“ und dem „Schutz der öffentlichen Freiheiten“ zu sein.

  • Demonstrationen am 1. Mai: 406 Polizisten und Gendarmen verletzt

    Demonstrationen am 1. Mai: 406 Polizisten und Gendarmen verletzt

    Insgesamt wurden bei den Demonstrationen am 1. Mai in ganz Frankreich 540 Personen festgenommen, davon 305 in Paris, gab Innenminister Gérald Darmanin am Dienstag bekannt. 406 Polizisten und Gendarmen seien im ganzen Land am Rande von Demonstrationen verletzt worden. Allein in der französischen Hauptstadt wurden 259 Polizisten und Gendarmen verletzt, wie der Innenminister auf dem Sender BFMTV erklärte. „Wir müssen die härtesten strafrechtlichen Sanktionen gegen diejenigen durchsetzen, die die Ordnungskräfte angreifen“, fügte er hinzu und forderte ein entsprechendes Gesetz. https://twitter.com/JulesRavel1/status/1653028679516057601…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • 1. Mai: 12.000 Sicherheitskräfte und Drohnen…

    1. Mai: 12.000 Sicherheitskräfte und Drohnen…

    Die CGT rief nach der Verabschiedung der umstrittenen Rentenreform zu einer nie dagewesenen und außergewöhnlich starken Mobilisierung auf. Das Innenministerium will, ein „historisches“ Dispositiv an Sicherheitskräften einzusetzen, auch die Gewerkschaften haben ihre Ordnungsdienste verstärkt. „In großer Zahl kommen“ und „auf die Pauke hauen“. Das ist das Motto der Gewerkschaftsführer von CGT und CFDT für die Mobilisierung am heutigen Montag, dem 1. Mai, dem Internationalen Tag der Arbeitnehmer. Traditionell sind an diesem Tag sowieso Demonstrationen geplant, aber in diesem Jahr wollen die Gewerkschaften diesen Tag zu dem größten Aufmarsch seit der Verkündung der umstrittenen Rentenreform machen. Die CGT verspricht eine „beispiellose und außergewöhnliche“ Mobilisierung. Laut Informationen, die Franceinfo von den Sicherheitsbehörden erhalten hat, werden von diesen auf nationaler Ebene etwa „500.000 bis 650.000 Teilnehmer“ erwartet. Das sind fünf- bis sechsmal mehr als im letzten Jahr. Die…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Unglaublich: Einsatzkommando verwechselt Haus und holt Rentnerpaar aus dem Bett

    Unglaublich: Einsatzkommando verwechselt Haus und holt Rentnerpaar aus dem Bett

    Ein Ehepaar in den Sechzigern bekam im Departement Ille-et-Vilaine in den Morgenstunden des  Dienstags unerwarteten Besuch. Rund 20 Polizisten des Einsatzkommandos RAID stürmten im Rahmen einer Ermittlung gegen den Drogenschmuggel ihr Haus, dumm nur, dass es das falsche Haus war.

    In der Bretagne erlebte ein Rentnerpaar aus Guignen, Ille-et-Vilaine, am Dienstag, dem 11. April, wie etwa 20 Polizisten des Sondereinsatzkommandos RAID in ihr Haus stürmten. Die Beamten handelten im Rahmen einer Ermittlung wegen Drogenhandels, hatten sich aber in der Adresse geirrt, berichtet der Sender France Bleu Armorique.

    Monique und Pierre wurden um 6 Uhr morgens von lauten Explosionen geweckt: „Die ganze Tür wurde weggeblasen“, sagte Pierre, „das hat uns aufgeschreckt“. Das Paar rannte daraufhin aus dem Schlafzimmer und sah sich rund zwanzig vermummten und schwerbewaffneten Polizisten gegenüber. „Sie drückten uns an die Wand, hielten uns die Hände über den Kopf und zielten mit ihren Waffen auf uns. Wir waren wie gelähmt, wir verstanden nicht, wir haben uns nichts vorzuwerfen“, schildert der Rentner im Gespräch mit dem Sender France Bleu Armorique das traumatisierende Erlebnis.

    Die Polizisten durchsuchen einen großen Teil des Hauses, öffnen alle Schränke und fragen das Paar schließlich nach seiner genauen Adresse. „Und dann stellen sie fest, dass sie sich in der Hausnummer geirrt haben, im Haus!“, erzählt Pierre, „da kippt die Stimmung direkt um. Es tat ihnen allen leid. Einige sind bei uns geblieben, um zu sehen, wie es uns geht“. Die Polizisten boten dem Paar psychologische Hilfe an und informierten sie über mögliche Entschädigungen, insbesondere für die Reparatur der Tür.

    „Ich hoffe, dass die Polizisten auch darüber lachen! Denn mit Google Maps findet man heutzutage alles. Aber sie landen im falschen Haus“, sagt Pierre gegenüber France Bleu Armorique.

    Obwohl sie im Moment „sehr schockiert“ waren, lehnten die Rentner psychologische Hilfe ab: „Wir bekommen immer wieder große Lachanfälle, wenn wir daran denken, also brauchen wir das nicht. Unsere Freunde und Verwandten rufen uns an, um zu verstehen, was passiert ist. Man macht Witze darüber, dass ich ein Drogenbaron bin, dass Guignen eine Drehscheibe ist, aber ich bin keineswegs Pablo Escobar“, lacht der 60-Jährige.

    Der Staatsanwalt von Rennes, Philippe Astruc, hatte seinerseits eine Erklärung parat: „Es gab ein Missverständnis, es gibt keine Hausnummern und keine individuellen Briefkästen“, sagte er und fügte hinzu, dass es für solche Fälle ein Entschädigungsverfahren des Justizministeriums gebe.

  • Straßburg: Teenager springt auf der Flucht vor der Polizei ins Wasser und wird vermisst

    Straßburg: Teenager springt auf der Flucht vor der Polizei ins Wasser und wird vermisst

    Ein Jugendlicher wird seit dem 2. April in Straßburg vermisst. An diesem Tag sprang er ins Wasser, weil er von der Polizei verfolgt wurde. Die Familie des jungen Mannes reichte jetzt Klage wegen „unterlassener Hilfeleistung“ ein. Der Jugendliche ist seither vermisst.

    Die Familie eines 17-jährigen Jungen, der seit dem 2. April vermisst wird, nachdem er ins Wasser gesprungen war, als er von der Polizei verfolgt wurde, hat Anzeige wegen „unterlassener Hilfeleistung für eine Person in Gefahr“ erstattet, wie die Staatsanwaltschaft Straßburg am Ostersonntag mitteilte.

    Der junge Mann, der am Sonntag, dem 2. April, mit zwei seiner Cousins in einem gestohlenen Fahrzeug in der Gegend der Cité de l’Ill unterwegs war, hatte die Flucht ergriffen, um einer Polizeikontrolle zu entgehen. Auf seiner Flucht war er in den Ill, einen Fluss, der an Straßburg grenzt, gesprungen.

    Taucher waren noch am selben Abend vor Ort.
    Daraufhin wurden am selben Abend Taucher der Feuerwehr eingesetzt. Die Suche nach dem Teenager blieb jedoch bislang erfolglos.

    Die beiden anderen jungen Männer, die sich in dem gleichen Fahrzeug befanden, einer volljährig, der andere minderjährig, wurden im Laufe der Woche in Polizeigewahrsam genommen. Sie wurden ohne weitere Anklage wieder auf freien Fuß gesetzt, die Ermittlungen dauern an.

  • Rentenreform: Zwischen 500 und 1.000 gewaltbereite Radikale am Donnerstag in Paris erwartet

    Rentenreform: Zwischen 500 und 1.000 gewaltbereite Radikale am Donnerstag in Paris erwartet

    Am Donnerstag, dem 6. April, dem 11. Tag der Mobilisierung gegen die Rentenreform, werden nach Schätzungen der Pariser Polizeipräfektur zwischen 60.000 und 90.000 Demonstranten auf die Straßen der Hauptstadt gehen, um ihre Unzufriedenheit auszudrücken. Unter ihnen könnten voraussichtlich zwischen 500 und 1.000 gewaltbereite Radikale sein.

    Für den 11. Tag der Mobilisierung gegen die Rentenreform am Donnerstag, dem 6. April, schätzt die Pariser Polizei, dass zwischen 60.000 und 90.000 Demonstranten auf die Straßen der Hauptstadt gehen werden. Das berichtete der Sender Europe 1. Demnach dürfte die Mobilisierung im Vergleich zum vorherigen Mobilisierungstag, an dem laut Innenministerium 93.000 Menschen in Paris gezählt wurden (450.000 laut CGT), zurückgehen.

    Erneut verstärkte Sicherheitsvorkehrungen?
    Am 28. März hatte das Innenministerium angesichts der drohenden Ausschreitungen ein verstärktes Aufgebot von 5.500 Polizisten und Gendarmen allein in Paris aufgestellt. Insgesamt waren 13.000 Angehörige der Ordnungskräfte im ganzen Land einsatzbereit, um die Demonstrationen friedlich zu halten. „Ein beispielloses Dispositiv“, so der Innenminister damals. Angesichts der zunehmenden Radikalität könnten solch umfangreiche Polizeikräfte am Donnerstag erneut mobilisiert werden

  • Mann zu Boden gedrückt und teilweise entblößt: Ermittlungen gegen Polizisten in Lyon eingeleitet

    Mann zu Boden gedrückt und teilweise entblößt: Ermittlungen gegen Polizisten in Lyon eingeleitet

    Am Rande einer Demonstration gegen Polizeigewalt in Lyon wurde ein Mann von einem Polizisten zu Boden gerissen und teilweise entblößt, wie Videos in den sozialen Netzwerken zeigen. Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen eingeleitet.

    Nach der Verbreitung eines Videos in sozialen Netzwerken, das einen Mann zeigt, der nach einem Handgemenge mit einem Polizisten am Rande einer Demonstration in Lyon teilweise entblößt am Boden liegt, wurde eine Untersuchung eingeleitet, berichtet die Staatsanwaltschaft von Lyon. Die Ermittlungen wurden der Inspection générale de la police nationale (IGPN, „Polizei der Polizei“) wegen des Vorwurfs der Gewalt durch eine Amtsperson übertragen.

    Das Video zeigt einen Mann, der nachts auf offener Straße von einem Mitglied der Ordnungskräfte zu Boden gerissen wird und teilweise entblößt und mit heruntergelassener Hose auf dem Boden endet. Laut dem Twitter-Account Lyon Insurrection ereignete sich die Szene bereits am Donnerstagabend.

    https://twitter.com/LyonInsurrectio/status/1641875191608270863

    An diesem Abend hatten sich etwa 3.000 Demonstranten versammelt, um „gegen Polizeigewalt“ zu protestieren. Eine städtische Polizeistation wurde beschädigt, ihre Scheiben eingeschlagen, Glascontainer wurden umgeworfen und mehrere Müllton entzündet.
    Innenminister Gérald Darmanin gab in einem Interview mit der Zeitung Journal du Dimanche heute bekannt, dass seit Beginn der Mobilisierung gegen die Rentenreform „36 gerichtliche Untersuchungen“ durch die IGPN und zwei durch die IGGN (das Pendant für Gendarmen) eingeleitet worden seien.