Schlagwort: Klimawandel

  • „Die Affäre des Jahrhunderts“: Französischer Staat entgeht einem Zwangsgeld von 1.1 Milliarden Euro

    „Die Affäre des Jahrhunderts“: Französischer Staat entgeht einem Zwangsgeld von 1.1 Milliarden Euro

    NGOs, die sich zu einem Kollektiv zusammengeschlossen hatten, klagten vor Gericht, dass Frankreich seine Verpflichtungen zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen nicht einhält, und beantragten ein Zwangsgeld gegen den Staat.

    Das Gericht hat den im Kollektiv „L’Affaire du siècle“ zusammengeschlossenen NGOs nicht Recht gegeben. Diese hatten ein Zwangsgeld in Höhe von 1,1 Milliarden Euro gegen den französischen Staat gefordert, dem sie unzureichende Maßnahmen gegen die globale Erwärmung vorwarfen. In seinem Urteil vom Freitag, dem 22. Dezember, vertrat das Verwaltungsgericht von Paris die Auffassung, dass die „Wiedergutmachung des ökologischen Schadens zwar verspätet, aber nunmehr vollständig“ sei, da der Staat „gemäß der ihm erteilten Anordnung Maßnahmen ergriffen oder umgesetzt hat, die geeignet sind, den fraglichen Schaden zu beheben“.

    Das Gericht folgte der Meinung des öffentlichen Berichterstatters, der bei der Anhörung am 8. Dezember erklärt hatte, dass die jüngsten Daten zu den nationalen CO2-Emissionen, nämlich ein Rückgang um 4,3 % für das Jahr 2023 und um 2,7 % für 2022, „die Annahme erlauben, dass der Schaden vollständig wiedergutgemacht wurde“. Der französische Staat wurde erneut von mehreren Umweltverbänden (Notre affaire à tous, Greenpeace, Oxfam) verklagt, die die Meinung sind, dass Frankreich seine Verpflichtungen zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen nicht einhalte.

    Im Februar 2021 hatte das Verwaltungsgericht Paris den Klägern in einem ersten Urteil Recht gegeben und den Staat für die Nichteinhaltung seiner Verpflichtungen und den daraus resultierenden „ökologischen Schaden“ verantwortlich erklärt. Im Oktober desselben Jahres ordnete das Gericht dann an, dass die 15 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent, die Frankreich im Vergleich zu seinen Zielen für 2015-2018 zu viel emittiert hatte, bis spätestens zum 31. Dezember 2022 ausgeglichen werden müssen.

    Die NGOs waren der Ansicht, dass dieses Urteil nicht umgesetzt worden war, und forderten diesmal im Rahmen eines neuen Verfahrens, das im Juni 2023 eingeleitet wurde, finanzielle Strafen. Das geforderte Zwangsgeld in Höhe von 1,1 Milliarden Euro entsprach nach den Berechnungen der NGOs neun bereits aufgelaufenen Halbjahren der Verzögerung.

  • Wie feiert man klimagerecht Weihnachten?

    Wie feiert man klimagerecht Weihnachten?

    Den Zauber von Weihnachten mit dem Kampf gegen die globale Erderwärmung zu verbinden, ist nicht einfach, aber nichts ist unmöglich. Hier sind einige Tipps – geschenkt!

    In der Vergangenheit verband Weihnachten Traditionen und Konsum, Magie und Überfluss und bringt damit die widersprüchlichen Forderungen zwischen unseren Gewohnheiten und der durch die Klimakrise geforderten Mäßigung zum Vorschein. Das Weihnachtsfest nachhaltiger zu gestalten ist angesichts der kolossalen Emissionen der Industrieländer ein wichtiger Beitrag für das Klima. Sich des zu dieser Jahreszeit so verbreiteten Über-Konsums bewusst zu werden und über Alternativen nachzudenken, ist für jeden möglich.

    Hier einige Tipps, die dabei helfen können.

    Unnötige Geschenke vermeiden!
    Bevor man sich schuldig fühlt, sollte man sich jedoch Grundsätzliches erinnern: Eine bescheidene Familie, die den Black Friday Sale genutzt hat, um ein paar Geschenke Made in China zu bestellen, wird über das Jahr gesehen immer noch weniger Treibhausgase ausstoßen als eine wohlhabende Familie, die Weihnachten auf Bali verbringt und sich Waschlappen aus Bambusfasern und Holzspielzeug schenkt. Am schlimmsten sind die Geschenke, die am Ende der Welt unter schlechten Bedingungen produziert werden und absolut nichts nützen. Die goldene Katze aus Plastik, die winkt und winkt? Der selbsterhitzende Becher? Die Popcornmaschine für eine Person? Die Zahnpasta mit Speckgeschmack? Lustig, ja, aber tödlich für die Umwelt. Ein solches Geschenk trägt durch seine Herstellung, Lieferung und unvermeidliche Entsorgung zur globalen Erwärmung bei und muss – wenn wir Weihnachten nachhaltig klimafreundlich gestalten wollen, aus den Weihnachtspäckchen verschwinden.

    Es gibt viele Alternativen: Von einem Kinoabonnement bis hin zum symbolischen Erwerb eines Stücks Land, das es zu erhalten gilt, dem gepflanzten Baum oder dem umbenannten Stern… Die Möglichkeiten sind endlos. Für die anderen – diejenigen, die etwas Nützliches brauchen, oder die Kinder, die selten Fans von symbolischen Geschenken sind – erlebt die Secondhand-Ware ihre Sternstunden. Umfragen zufolge erwägen zwischen 47% und 64% der Franzosen, zu Weihnachten ein gebrauchtes Geschenk zu machen. Online, über bekannte Websites wie Le Bon Coin oder Vinted, oder in Secondhand-Läden, wie z. B. in den über das ganze Land verteilten Emmaüs-Läden.

    Bei Neuware sollte man, wenn man seinen CO2-Fußabdruck begrenzen will, lokal hergestellte Produkte bevorzugen und Online-Bestellungen vom anderen Ende der Welt vermeiden. In dem Zusammenhang sollte man auch den grünen Versprechungen des Handelsriesen Amazon misstrauen. Das amerikanische Unternehmen versichert zwar, dass es bis 2040 CO2-neutral sein wird, doch sein Modell ist nach wie vor sehr treibhausgasintensiv, wie die Organisation Friends of the Earth feststellt. „Die Emissionen von Amazon sind im letzten Jahr um 19% gestiegen“, kritisierte die NGO im November und erinnerte daran, dass „Amazon den Transport seiner Produkte per Flugzeug um 29% erhöht, um die Verbraucher in weniger als 24 Stunden zu beliefern“. Dies ist neunmal umweltschädlicher als der Straßentransport und hundertmal umweltschädlicher als der Seetransport. Durch unsere Einkäufe angekurbelt, stößt das Unternehmen heute in einem Jahr so viel CO2 aus wie ein Land wie Bolivien.

    Bevorzugen Sie Fisch für das Festmahl!
    Ein paar Zahlen, bevor Sie sich die Schürze anziehen: Die Nahrungsmittelproduktion ist für ein Viertel der Treibhausgasemissionen verantwortlich. Weil Wälder abgeholzt werden, um Platz für Agrarland zu schaffen, weil Rinder Methan ausstoßen, weil Maschinen mit Benzin laufen, weil Schlachthäuser und Lebensmittelverarbeitungsanlagen Energie verbrauchen – alles, was wir essen, trägt zu unseren Emissionen bei. Allerdings nicht immer im gleichen Ausmaß, wie die Website OurWorldinData.org zeigt. Dort erfährt man, dass die Viehzucht im Allgemeinen viel mehr Treibhausgase verursacht als Betriebe, die Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte und Getreide anbauen.

    Je mehr Fleisch zu Ihrem Festmahl gehört, desto mehr wird Ihr Teller zur globalen Erwärmung beitragen. Und wenn Sie sich ein vegetarisches Festmahl nicht vorstellen können, sollten Sie dennoch einen Truthahn oder Kapaun dem Rindfleisch vorziehen. Ein Kilo Rindfleisch verursacht zehnmal mehr Emissionen als ein Kilo Geflügelfleisch (99,48 kgCO2eq gegenüber 9,87 kgCO2eq). Und das sogar, wenn es aus der Region stammt: Der Transport macht nur 6% der Gesamtemissionen aus, die Rindfleisch zugeschrieben werden. Denken Sie auch daran, dass Käse manchmal mehr Emissionen verursacht als bestimmte Fleischsorten.

    Und was ist mit Fisch? Ein Kilo emittiert zwischen 5 kgCO2eq (bei Zucht) und 3 kgCO2eq (bei Wildfang.) Hier spielt nicht so sehr die Menge der Emissionen eine Rolle, sondern die Auswirkungen auf die Biodiversität in den Meeren. Der WWF hat 2017 einen praktischen Leitfadenherausgegeben, um Fisch zu konsumieren, ohne die Artenvielfalt zu gefährden. So ist zum Beispiel die Meeräsche eine gute Alternative zum Wolfsbarsch, der unter Überfischung leidet. Der Lachs ist problematischer: Umweltverbände prangern seit Jahren die Bedingungen an, unter denen er gezüchtet wird. Der Lachs wird durch einen Parasiten – die Seelaus – angegriffen und deshalb mit Antibiotika behandelt.

    Wenn Sie geräucherte Forellen dem Lachs vorziehen, können Sie die ökologischen Auswirkungen begrenzen, vor allem, wenn sie aus einer kleinen, handwerklichen Zucht stammen. Wenn Sie das Glück haben, in der Nähe der Küste zu wohnen, finden Sie viele Verkaufsstellen, die Ihnen eine ethische, nachhaltige Fischauswahl mit kurzen Transportwegen anbieten. In anderen Teilen Frankreichs liefern Online-Händler wie Poiscaille oder Hissez-Oh ebenfalls Fisch, der unter nachhaltigen Bedingungen von französischen Fischern gefangen wurde. Das gilt auch für Meeresfrüchte.

    Verzichten Sie auf den Weihnachtsbaum!
    Das wachsende Umweltbewusstsein der Franzosen hat den Weihnachtsbaum zum Gegenstand einer erwachenden Polemik gemacht. Das Ja oder das Nein zum Weihnachtsbaum wird zu einer politischen Entscheidung. Klar ist, dass die Entscheidung, keinen Weihnachtsbaum aufzustellen, die umweltfreundliche Alternative ist, aber in einem Viertel der Haushalte Frankreichs ist er immer noch zu finden, insbesondere wenn Kinder im Haushalt leben, wie eine Untersuchung der Agentur Kantar für France AgriMer wenig überraschend feststellt. Im Jahr 2019 wurden in Frankreich 5,8 Millionen „natürliche“ Tannenbäume verkauft.

    Die Vermietung ist noch nicht weit verbreitet, entwickelt sich aber zunehmend. Anbieter wie Ecosapin und Treezmas, die damit werben, den Baum nach den Feiertagen wieder einzupflanzen oder zu recyceln hoffen auf einen grösseren Marktanteil. Denn 4.000 bis 5.000 Hektar (und ein Jahrzehnt!) für den Anbau von Tannenbäumen zu verwenden, die einen Monat später im Müll landen, ist natürlich ökologisch wenig sinnvoll. Allerdings ist der natürliche Tannenbaum immer noch „grüner“ als der künstliche. Auf ihrer Website versichert die französische Vereinigung für natürliche Weihnachtsbäume, dass „die äquivalenten CO2-Emissionen für den gesamten Lebenszyklus auf Jahresbasis 3,1 kg für den natürlichen Baum und 8,1 kg für den künstlichen Baum betragen (48,3 kg für die gesamte Lebensdauer des Baumes)“.

    Außerdem werden laut der Agence de la transition écologique (Ademe) 80% der von den Franzosen gekauften natürlichen Weihnachtsbäume in Frankreich angebaut. Künstliche Tannenbäume, die im Ausland hergestellt werden, müssen mindestens zehn Jahre, die Ademe schätzt sogar 20 Jahre, jedes Jahr wieder aus dem Keller geholt werden, um die mit ihrer Herstellung und ihrem Transport verbundenen Emissionen zu kompensieren.

    Ganz sicher ist, dass die Tanne im Topf die verantwortungsvollste Option ist. Der Baum kann nach den Feiertagen wieder in den Garten gepflanzt werden, wenn er während seines kurzen Aufenthalts im Wohnzimmer gut behandelt wird. Es wird empfohlen, den Baum weniger als eine Woche im Haus aufzustellen, ihn von Wärmequellen fernzuhalten und ihn natürlich nicht mit Kunstschnee zu besprühen. Und wenn man keinen Garten hat, dann gibt es Anbieter wie Ecosapin und Treezmas, die die Abholung von Weihnachtsbäumen organisieren, die dann wieder eingepflanzt oder kompostiert werden, um als Mulch oder Erde in den Gärten der Natur beim Wachsen zu helfen.

  • Klima: Erde auf dem Weg zu einer Erwärmung von 2,5 bis 2,9°C – das Pariser Abkommen bereits überholt?

    Klima: Erde auf dem Weg zu einer Erwärmung von 2,5 bis 2,9°C – das Pariser Abkommen bereits überholt?

    Die von den Staaten umgesetzten Klimaschutzverpflichtungen halten unseren Planeten auf einem katastrophalen Erwärmungspfad von bis zu 2,9°C bis Ende dieses Jahrhunderts, weit über die von der internationalen Gemeinschaft festgelegten Grenzen hinaus, warnt die UN am Montag und fordert die G20 dringend dazu auf, sehr viel ehrgeiziger zu sein.

    Dies geht aus dem neuesten Bericht des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) über die wachsende Lücke zwischen den Erfordernissen und den Ergebnissen bei der Emissionsreduzierung hervor, der jedes Jahr vor der COP veröffentlicht wird.

    Die Umsetzung der derzeitigen Klimazusagen aller Länder weltweit wird den Anstieg nur auf 2,9°C begrenzen, wenn man ihre bedingungslosen Zusagen für die Zukunft berücksichtigt – die nicht an Bedingungen für externe Unterstützung geknüpft sind -, so das Dokument, das kurz vor Beginn der großen Klimaverhandlungen in Dubai im Rahmen der COP28 (30. November bis 12. Dezember) veröffentlicht wurde.

    Die Erwärmung könnte sich auf 2,5°C verringern, wenn man die bedingten Verpflichtungen (z.B. bedingt durch Finanzmittel oder Anstrengungen anderer Länder) mit einbezieht.

    Die Veröffentlichung dieser Untersuchung folgt auf einen anderen UN-Bericht, der Mitte November veröffentlicht wurde und zu dem Schluss kam, dass die derzeitigen Verpflichtungen der Länder zwischen 2019 und 2030 zu einem Emissionsrückgang von nur 2% führen, anstatt der 43%, die nötig wären, um die Erwärmung auf 1,5°C zu begrenzen.

    „Wir haben eine Menge Arbeit vor uns, weil wir im Moment überhaupt nicht dort sind, wo wir sein sollten“ und „wir müssen unsere CO2-Emissionen phänomenal reduzieren“, sagte Inger Andersen, die Exekutivdirektorin des UNEP, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

    „Angesichts der Intensität der Klimaauswirkungen, die wir bereits erleben, ist keines dieser beiden Ergebnisse wünschenswert“, betonte sie und bezog sich dabei auf die Spanne von 2,5 bis 2,9°C.

    Die festgestellten Erwärmungsniveaus sind viel zu hoch, um zu hoffen, dass die grausamsten Auswirkungen des Klimawandels, die sich bereits heute in unkontrollierbaren Bränden, verheerenden Überschwemmungen oder Dürren, die Menschen um Einkommen und Nahrung bringen, äußern, noch eingedämmt werden können.

    Der am Montag veröffentlichte Bericht zeigt sich besorgt über eine „Beschleunigung“ der erreichten Rekorde beim Klimawandel.
    Es ist bereits ziemlich sicher, dass das Jahr 2023 das wärmste Jahr sein wird, das jemals weltweit gemessen wurde. Das geht aus Daten der europäischen Copernicus-Beobachtungsstelle hervor.

    Die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) hat außerdem bekannt gegeben, dass die Konzentration von Treibhausgasen, die für den Klimawandel verantwortlich sind, im Jahr 2022 neue Rekordwerte erreicht hat.

    Diese düsteren Aussichten verdeutlichen auch das Risiko, dass die Ziele des Pariser Abkommens von 2015 ganz un gar nicht eingehalten werden. Das Pariser Abkommen hatte das Ziel, den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur „deutlich unter 2°C“ zu halten und weitere Anstrengungen zu unternehmen, um ihn auf 1,5°C zu begrenzen.

    „Im optimistischsten Szenario liegt die Wahrscheinlichkeit, die Erwärmung auf 1,5°C zu begrenzen, heute bei nur noch 14%“, berechnet das UNEP.
    Um die Ziele des Pariser Abkommens doch noch einzuhalten, werden sehr ehrgeizige Maßnahmen zur Emissionsreduzierung erforderlich sein, die „deutlich verstärkt“ werden müssen, so die in Nairobi ansässige UN-Umweltorganisation.

    „Wenn man sieht, dass die G20-Gruppe für 76% der weltweiten Emissionen verantwortlich ist, weiß man, wer die grundlegende Verantwortung übernehmen muss“. Die großen Volkswirtschaften wie zum Beispiel die USA, die EU, China, Saudi-Arabien müssen ihre Anstrengungen dramatisch erhöhen.

    „Es gibt 193 Länder auf der Welt und das, was die ärmeren 173 tun, wird keinen Unterschied machen“, betont Inger Andersen von der UNEP. Bis 2030 müssen die weltweiten Emissionen um 28% niedriger sein, als es die derzeitige Politik erwarten lässt, um unter 2°C zu bleiben, und um 42% niedriger, um die ehrgeizigere Grenze von 1,5°C zu erreichen.

  • Emmanuel Macron kündigt Bau eines Forschungsschiffes für die Polarmeere an

    Emmanuel Macron kündigt Bau eines Forschungsschiffes für die Polarmeere an

    Das Schiff wird den Namen des ehemaligen französischen Premierministers Michel Rocard tragen, der der erste Botschafter Frankreichs für die Pole war, wie Macron erklärte. Ein besonderes Schiff soll helfen, die Pole zu retten. Emmanuel Macron kündigte am Freitag, dem 10. November, zum Abschluss eines Gipfeltreffens über die Pole und polaren Gletscher in Paris den Bau eines französischen Schiffes als Teil der internationalen Polarforschung an, in die Frankreich bis 2030 etwa eine Milliarde Euro investieren will.

    Das Schiff, das zwischen Nouméa (Neukaledonien) und Hobart (Australien) stationiert sein wird und durch das meterdicke Eis der Polarmeere navigieren kann, wird zwischen dem Westpazifik und der Antarktis pendeln. Es wird den Namen des ehemaligen Premierministers Michel Rocard tragen, der der erste Botschafter Frankreichs für die Polregionen war, wie Emmanuel Macron erklärte. Angesichts des Zusammenbruchs der Gletscher des P…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Oktober 2023 ist der wärmste weltweit jemals gemessene Oktober – fünfter Monatsrekord in Folge

    Oktober 2023 ist der wärmste weltweit jemals gemessene Oktober – fünfter Monatsrekord in Folge

    Die Welt hat gerade den wärmsten Oktober seit Beginn der Aufzeichnungen erlebt, meldete das europäische Kopernicus-Observatorium am Mittwoch, dem 8. November.

    Der Oktober 2023 war der wärmste Monat Oktober, der je weltweit gemessen wurde, und setzte damit eine Reihe von Monatsrekorden fort, die im Juni begannen, wie der europäische Kopernikus-Atmosphärenüberwachungsdienst am Mittwoch mitteilte.

    Diese neuen Erkenntnisse, die Dürren, die gleichbedeutend mit Hungersnöten sind und zu verheerenden Bränden oder verstärkten Wirbelstürmen führen, nähren die Warnungen der Wissenschaftler, die den Hintergrund der 28. Klimakonferenz der Vereinten Nationen in Dubai (30. November bis 12. Dezember) bilden werden.

    „Wir können mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sagen, dass 2023 das wärmste Jahr in der Geschichte der Wetteraufzeichnungen sein wird“ und „das Gefühl, dass wir dringend ehrgeizige Klimamaßnahmen ergreifen müssen, war noch nie so stark, wie im Vorfeld der COP28“, sagte Samantha Burgess, stellvertretende Leiterin der Abteilung Klimawandel (C3S) bei Kopernikus, in einer Pressemitteilung.

    Der vergangene Monat mit einer durchschnittlichen Temperatur von 15,38°C auf der Erdoberfläche übertrifft laut Copernicus den bisherigen Rekord vom Oktober 2019 um 0,4°C. Die Anomalie der globalen Temperaturen sei „außergewöhnlich“. Der Oktober 2023 ist „1,7°C wärmer als der Durchschnitt eines Oktobers im Zeitraum 1850-1900“, vor den Treibhausgasemissionen der Menschheit, so die Beobachtungsstelle weiter.

    Seit Januar ist die Durchschnittstemperatur die wärmste, die je in den ersten zehn Monaten eines Jahres gemessen wurde: Nämlich 1,43°C über dem Klima der Jahre 1850-1900.

  • Sturm Ciaran: Hat die Erderwärmung einen Einfluss auf Häufigkeit und Intensität von Stürmen?

    Sturm Ciaran: Hat die Erderwärmung einen Einfluss auf Häufigkeit und Intensität von Stürmen?

    Der ungewöhnlich starke Herbststurm Ciaran wird am Donnerstag das nordwestliche Viertel Frankreichs heimsuchen. Sein Ausmaß wirft Fragen auf: Ist die Häufigkeit und Intensität von Stürmen aufgrund der bisherigen globalen Erwärmung tatsächlich höher?

    Böen von über 200 km/h, Gefahr von Überschwemmungen und Flutwellen. Der Nordwesten Frankreichs erlebt seit Mittwochabend den ungewöhnlich starken Herbststurm Ciaran, dessen Intensität einmal wieder die Frage aufwirft: Wie wirkt sich die globale Erwärmung auf die Häufigkeit und Gewalt von Stürmen aus?

    Météo-France sagt dazu: „Im Gegensatz zur Entwicklung von Hitzewellen gibt es keinen klaren wissenschaftlichen Konsens über die Auswirkungen des Klimawandels auf die Entwicklung der Häufigkeit oder Intensität von Stürmen in Frankreich“, so die Wetterbehörde. „Seit mehr als 40 Jahren ist kein signifikanter Trend in Bezug auf solche Entwicklungen zu beobachten“.

    Intensivere Regenfälle
    Der Zusammenhang zwischen Klimawandel und Stürmen ist nicht eindeutig geklärt, aber es ist bekannt, dass die Regenfälle, die solche Tiefdruckgebiete über Frankreich mit sich bringen, immer intensiver werden. Der Grund dafür ist die Erwärmung des Wassers im Atlantik und dem Mittelmeer.

    Der Klimatologe Christophe Cassou erklärt auf X: „Bei sich entsprechenden Stürmen sind die Niederschläge heute stärker, weil die wärmere Atmosphäre mehr potenziell ’niederschlagsfähiges‘ Wasser enthält, sowohl lokal als auch in den Tropen, das dann durch atmosphärische Strömungen nach Europa transportiert wird.“

    In einem allgemeinen Kontext der Klimaerwärmung „werden bestimmte wichtige Prozesse bei der Entstehung von Stürmen verstärkt, während andere vermindert werden“, erklärt Christophe Cassou. So ist „das Risiko von Küstenüberflutungen höher, ganz einfach weil der durchschnittliche Meeresspiegel höher ist“.

    In einem Interview mit dem Sender TF1Info erklärt der Klimatologe: „In diesem Klima, das sich erwärmt (…) gibt es Faktoren, die die Entstehung von Stürmen begünstigen, die intensiviert werden, aber andere, die abgeschwächt werden. Zum Beispiel werden die Nord-Süd-Temperaturkontraste schwächer, obwohl sie zu den Voraussetzungen für die Entstehung von Stürmen gehören. Andere Prozesse, die mit dem Austausch von Energie zusammenhängen, werden jedoch verstärkt. Eine Zunahme der Häufigkeit von Stürmen ist derzeit nicht zu beobachten. Es fällt auf, dass sie tendenziell weiter nördlich ziehen, aber man kann noch nicht sagen, warum.“

    Andere Klimatologen haben schon vor einigen Jahren eine Faustformel aufgestellt: Jedes Grad der durchschnittlichen weiteren Erderwärmung bringt etwa 7% mehr Stürme, die etwa 7% stärker und zerstörerischer sein können.

    Die kommenden Jahre werden uns zeigen, wie die unser jeweiliges Wetter vom Klimawandel beeinflusst werden wird.

  • 8 von 10 Franzosen haben „Öko-Angst“ – Frauen sind stärker betroffen als Männer

    8 von 10 Franzosen haben „Öko-Angst“ – Frauen sind stärker betroffen als Männer

    Der Bericht des Wirtschafts-, Sozial- und Umweltrats (CESE) über die Lage Frankreichs zeigt, dass die Franzosen sich wirklich Sorgen um den Klimawandel machen. Der Bericht geht detailliert auf die am stärksten betroffenen Bevölkerungsgruppen ein und listet die von den Franzosen in ihrem Alltag umgesetzten Maßnahmen auf.

    Sommer mit 40 Grad, Überschwemmungen – die Auswirkungen des Klimawandels auf unser Leben sind bereits gravierend. Für viele Franzosen sind die Prognosen der Experten über die Zukunft unseres Planeten eine echte Quelle der Angst. Ein Gefühl der Ohnmacht, Wut über die Untätigkeit der Entscheidungsträger, Sorge vor direkten Auswirkungen auf unsere Lebensentscheidungen – das sind die Symptome dessen, was man „Öko-Angst“ nennt. Ein zeitgenössisches Übel, das laut einem aktuellen Bericht des CESE inzwischen fast 8 von 10 Franzosen betreffen soll.

    Der Bericht stellt außerdem fest, dass Frauen stärker von dieser Umweltangst betroffen sind, als Männer. 86 % der Frauen geben an, sich über den Zustand des Planeten Sorgen zu machen, während es bei den Männern 74 % sind. Überraschenderweise ist die Altersgruppe der unter 35-Jährigen in dieser Studie nicht überrepräsentiert, wie man meinen könnte.

    Um die Öko-Angst zu bekämpfen, entscheiden sich immer mehr Franzosen dafür, etwas zu tun, um sich angesichts des Klimawandels nicht mehr so hilflos zu fühlen. 80 % der Befragten geben an, dass es ihnen ein echtes Anliegen ist, ihre persönlichen Auswirkungen auf die Umwelt zu minimieren. 90% geben an, dass sie ihren CO2-Fußabdruck durch Recycling und Second-Hand-Käufe verringern. An zweiter Stelle folgt die Änderung allgemeiner Konsumgewohnheiten wie das Herunterdrehen der Heizung im Winter (79%).

    Ein Faktor scheint den guten Absichten der Befragten jedoch im Wege zu stehen: das Budget. Es soll für 37 % der Franzosen ein Hindernis für ein nachhaltigeres Verhalten sein. Manchmal muss man bereit sein, mehr Geld auszugeben, um weniger Energie zu verbrauchen, z. B. indem man den Zug dem Flugzeug vorzieht…

  • Mit 4805.59 Metern aktueller Höhe hat der Gipfel des Mont Blanc in zwei Jahren 2.22 Meter an Höhe verloren

    Mit 4805.59 Metern aktueller Höhe hat der Gipfel des Mont Blanc in zwei Jahren 2.22 Meter an Höhe verloren

    Vom 14. bis 16. September 20023 wurde der Mont Blanc erneut vermessen. Am Donnerstag, dem 5. Oktober, wurde das Ergebnis bekannt gegeben: Der höchste Gipfel Europas hat jetzt eine Höhe von 4805,59. Das sind 2,22 Meter weniger als bei der letzten Vermessung im Jahr 2021.

    Die Geografielehrbücher werden neu gedruckt werden müssen: Der Mont Blanc hat nur noch eine Höhe von 4805,59 Metern und hat in den vergangenen zwei Jahren mehr als 2 Meter verloren.

    Nachdem der Berg seit 2001 alle zwei Jahre vermessen wird, stellen die Wissenschaftler seit 2007, als er noch über 4.810 Meter hoch war, einen deutlichen Abwärtstrend fest. „Wir werden nun beobachten müssen, ob sich der Abwärtstrend der Höhe des Mont Blanc in den nächsten Jahren fortsetzt oder ob in zwei oder vier Jahren der Gipfel wieder höher wird. Aber wir haben das Gefühl, dass wir eine Abnahme der Eisdicke erleben“, erklärt Ludovic Ravanel, Forschungsleiter am CNRS in Chambéry und Geomorphologe, gegenüber dem sender Franceinfo.

    „Angesichts des Niederschlagsmangels seit zwei Wintern und der beiden Hitzewellen in den Jahren 2022 und 2023 entspricht die gemessene Höhe dem Klima, das wir seit zwei Jahren haben“, ergänzt Luc Moreau, Glaziologe am Edytem-Labor in Chamonix (Hochsavoyen), auch auf dem Sender Franceinfo. „Das geht in Richtung einer Dürre, die eine Folge der globalen Klimaerwärmung in Europa, insbesondere in den Alpen, ist.“ Bis zum Jahr 2100 wird die Mehrheit der Gletscher auf der Erde verschwunden sein. So wird auch der Mont Blanc in den kommenden Jahrzehnten immer weniger weiß sein. In den nächsten 30 bis 50 Jahren werden auch auf dem Gipfel vermehrt positive Temperaturen auftreten, die Eiskappe wird schmelzen und an Dicke verlieren.

  • Globaler Hitzerekord: Die Welt hat noch nie einen so warmen September erlebt

    Globaler Hitzerekord: Die Welt hat noch nie einen so warmen September erlebt

    Mit einer durchschnittlichen Temperatur von 16,38°C auf der gesamten Erdoberfläche stellt der vergangene Monat eine beispiellose Anomalie dar und übertrifft den Rekord von September 2020 um überraschende 0,5°C.

    September 2023 war der wärmste September, der jemals weltweit aufgezeichnet wurde und der bisherige Rekord aus dem Jahr 2020 wurde ein halbes Grad übertroffen. Damit wurde eine im Juni begonnene Serie von weltweiten Wärmerekorden fortgesetzt. Laut der Monatsbilanz der europäischen Kopernikus-Atmosphärenüberwachungsdienstes (Copernicus Atmosphere Monitoring Service), die am Donnerstag, dem 5. Oktober veröffentlicht wurde, ist der vergangene Monat mit einer durchschnittlichen Temperatur von 16,38°C auf der gesamten Erdoberfläche in der Tat eine „beispiellose Anomalie“ und übertrifft den bisherigen Rekord von September 2020 um besorgniserregende 0,5°C. Der September 2023 ist „1,75°C wärmer als der durchschnittliche September im Zeitraum 1850-1900“, so Kopernicus.

    Auf dem Weg zu einem neuen Wärmerekord für das gesamte Jahr 2023.
    „Dieser extreme Monat“ September könnte das Jahr 2023 auf den zweifelhaften Ehrenplatz bringen, das wärmste Jahr seit der vorindustriellen Zeit zu werden, sagte Samantha Burgess, die stellvertretende Leiterin der Abteilung Klimawandel (C3S) von Kopernikus, in einer Pressemitteilung. Tatsächlich ist die globale Durchschnittstemperatur in den ersten neun Monaten eines Jahres noch nie so warm gewesen und lag 2023b 1,40°C über dem Klima der Jahre 1850-1900, bevor die Treibhausgasemissionen der Menschheit das Klima beeinflussten. Wir sind dem Grenzwert des Pariser Abkommens (1,5°C über dem vorindustriellen Zeitalter) näher als je zuvor.

  • Klima: September 2023 kann der wärmste je in Frankreich gemessene September werden

    Klima: September 2023 kann der wärmste je in Frankreich gemessene September werden

    Die Woche ab Montag, dem 25. September, wird durch einen erneuten Wärmeeinbruch voraussichtlich den September 2023  zum heißesten September machen, der jemals in Frankreich gemessen wurde.

    Im Becken von Arcachon (Gironde) scheint sich der Sommer verlängert zu haben. Die Temperaturen sind besorgniserregend hoch. Der erneute Wärmeeinbruch in der Woche ab Montag, dem 25. September, dürfte den September 2023 zum heißesten September machen, der jemals in Frankreich gemessen wurde. In Lyon (Rhône) werden heute 31 °C gemessen, in Toulouse (Haute-Garonne) die ganze Woche über 30 °C und in Paris bis zu 28 °C.

    Auch der Oktober soll Rekorde brechen
    Den Wetterfröschen zufolge wird auch der Oktober in Frankreich Rekorde brechen. „Ab kommenden Sonntag, dem ersten Tag des Oktobers, werden sicherlich monatliche Temperaturrekorde gebrochen werden, zumindest im Südwesten, wo in der Region Toulouse und in ganz Okzitanien Temperaturen von über 30°C erwartet werden“, sagt der Klimatologe Patrick Marlière auf dem Sender France 2. Der September ist der 20. Monat in Folge, in dem die Temperaturen die für Frankreich normalen Jahreszeitenwerte überschreiten.