Schlagwort: Klimawandel

  • Frost: Jean Castex kündigt Nothilfefonds in Höhe von 20 Millionen Euro an

    Frost: Jean Castex kündigt Nothilfefonds in Höhe von 20 Millionen Euro an

    Der Premierminister und der Landwirtschaftsminister besuchten am Dienstagnachmittag, 5. April, das Departement Tarn-et-Garonne. Gemeinsam kündigten sie die Aktivierung mehrerer Hilfsmaßnahmen für die vom Frost betroffenen Landwirte an. Am Dienstagnachmittag, dem 5. April, besuchte Premierminister Jean Castex gemeinsam mit Landwirtschaftsminister Julien Denormandie die vom Frost betroffenen Obstbauern im Departement Tarn-et-Garonne. „In den nächsten Wochen wird ein Soforthilfefonds eingerichtet, wie wir es im letzten Jahr getan haben, und zwar in Höhe von 20 Millionen Euro“, erklärte Jean Castex. Die Bilanz der Schäden sei noch nicht bekannt, sagte der Premierminister, aber sie werde derzeit erstellt. Die ersten Feststellungen sprechen von Verlusten vor allem an Steinobst und an einigen Kernobstsorten.

    Jean Castex plant außerdem, den nationalen Fonds für Naturkatastrophen in der Landwirtschaft für die am stärksten betroff…

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  • Klima: Griechenland, Irland und die Schweiz wollen auf mehr Windenergie setzen

    Klima: Griechenland, Irland und die Schweiz wollen auf mehr Windenergie setzen

    Die Energiepreise nehmen inzwischen einen wichtigen Platz in den Debatten des Präsidentschaftswahlkampfes in Frankreich ein. Nun haben sich mehrere europäische Länder dafür entschieden, auf mehr Windkraft zu setzen. Dies ist etwa in Griechenland und Irland der Fall. Die Schweiz würde gerne nachziehen.

    In Griechenland werden trotz starker Opposition immer mehr Windkraftanlagen gebaut.
    Die Energiewende veranlasst die liberale griechische Regierung, massiv in Windkraftanlagen zu investieren. Die Bevölkerung in den betroffenen Regionen wehrt sich jedoch seit Jahren vehement dagegen. Überall im Land kommt es zu Demonstrationen gegen die Errichtung von Windkraftanlagen, die oft bis zu 120 Meter hoch sind.

    In Agrafa, auch bekannt als die griechischen Alpen, einer Region von einzigartigem ökologischem Interesse, die als Natura 2000 eingestuft wurde, auf den Inseln Tinos, Andros, in Skyros, auf Kreta – wo mehr als 1.000 Windräder entstehen sollen – auf der Insel Ikaria haben die Einwohner ihre Ablehnung zum Ausdruck gebracht. Aber vor allem auf der Insel Euböa ist der Protest zu spüren. Fast 700 riesige Windräder, so weit das Auge reicht. Und mehrere Dutzend sollen in den kommenden Monaten noch gebaut werden.

    Warum aber entscheidet sich Griechenland dafür, Windkraftanlagen auf seinen Inseln mit hohem Tourismuspotenzial zu errichten? Die letzten Regierungen haben es mit den geltenden Umweltstandards nicht so genau genommen. Es werden Gebiete, die als Natura 2000 eingestuft und somit eigentlich geschützt sind, tendenziell ignoriert. Sogar archäologische Stätten werden beeinträchtigt, wie auf der Insel Andros. Denn es ist viel billiger, Windkraftanlagen auf Bergen und Anhöhen zu installieren als auf dem Meer.

    Die Gegner von Windkraftanlagen fordern die Einhaltung von Umweltstandards. Sie sind nicht gegen Windkraftanlagen an sich, sondern gegen ihre Industrialisierung. Sie wollen sie nach den Bedürfnissen der Einwohner aufstellen, wie auf der Insel Tilos. Was die Regierung mit den Tausenden von Windrädern jedoch tut, ist laut ihren Gegnern, die Energie zu kommerzialisieren. Und der Widerstand ist so groß, dass die Regierung in letzter Zeit mehrere Lizenzen widerrufen und sechs Bergregionen unter besonderen Schutz stellen musste.

    Irland versucht, die erzeugte Energie zu speichern.
    In Irland hat sich die Regierung ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: 80% erneuerbare Energien bis 2030, doppelt so viel wie in Frankreich. Die irische Regierung setzt insbesondere auf die Speicherung der überschüssigen Energie, die von Windkraftanlagen in windreichen Zeiten erzeugt wird. So soll verhindert werden, dass fossile Brennstoffe in der Energieversorgung eine wichtige Rolle spielen.

    In mehreren Buchten des Landes wird derzeit nach Möglichkeiten gesucht, die überschüssige Energie unter dem Meeresspiegel zu speichern. Denn bei fossilen Energieträgern ist es einfacher, das Energie-Angebot an die Nachfrage anzupassen. Man muss nur mehr produzieren, wenn die Nachfrage steigt, z. B. im Winter. Windkraftanlagen sind wetterabhängig. Irland sucht nach einem Weg, die große Menge an Energie, die während Zeiten starker Winde erzeugt wird, nicht zu verlieren. Umgekehrt soll der Strom aus Windkraft aber auch bei Windstille nicht ausgehen, wie es im letzten Sommer eineinhalb Monate lang der Fall war.

    Bis zum Ende des Jahrzehnts will man diese grüne Energie mehrere Wochen lang in Unterwasser-Salzkavernen in Form von Wasserstoff speichern können, einem Gas, das für das Transportwesen und die Industrie weiterverarbeitet werden kann. Und der Vorteil dieser Technik ist, dass sie im Gegensatz zur Speicherung in Batterien umweltfreundlich ist.

    Der Anstieg der Energiepreise in den letzten Wochen – unter anderem aufgrund des Krieges in der Ukraine – hat den Übergang zu nachhaltigen Energiequellen noch dringlicher gemacht. Das Projekt zur Stromspeicherung wurde vor Beginn der russischen Invasion gestartet, doch jetzt macht es wirklich Sinn. Vor allem in einem Land wie Irland, das vom Meer umgeben ist und dem es daher kaum möglich ist, einen Austausch von grüner Energie zwischen zwei Ländern zu erreichen. Irland muss diese Probleme gewissermaßen alleine und vor seinen europäischen Nachbarn lösen.

    Zu beachten ist auch, dass es in Irland keine Kernenergie gibt, diese ist dort illegal. Wenn das Land also aus den fossilen Brennstoffen aussteigen und den Anteil der erneuerbaren Energien bis 2030 verfünffachen will, muss es insbesonders auf die Speicherung setzen.

    Die Windenergie in der Schweiz ist Gegenstand gerichtlicher Auseinandersetzungen.
    Im Gegensatz zu den Beispielen aus Irland und Griechenland tritt die Schweiz im Moment auf der Stelle. Dort macht die Windenergie bisher nur 0,25 % der gesamten Stromerzeugung aus, mit 41 Windkraftanlagen, die über das ganze Land verteilt sind. Das ist wenig für ein Land, das bis 2050 CO2-neutral sein will und beschlossen hat, langfristig auf Atomkraft zu verzichten. Im Sommer kann sich die Schweiz auf ihre Wasserkraftstaudämme verlassen. Im Winter muss jedoch Strom aus den umweltschädlichen Kohle- und Gaskraftwerken in Deutschland importiert werden.

    Windenergie ist neben der Solarenergie einer der Wege, wie die Schweiz ihre Ziele im Kampf gegen den Klimawandel einhalten und gleichzeitig ihre Energieautonomie sichern will. Wenn Windkraftanlagen strategisch so wichtig sind, warum steht die Schweiz im europäischen Vergleich so schlecht da?

    Ein Grund für die Verzögerung ist die Vielzahl an Gerichtsverfahren, die ebenso zahlreich sind wie die Windparkprojekte in der Schweiz. So dauerte es beispielsweise 23 Jahre, bis die sechs Windräder in Sainte-Croix wegen der vielen Gerichtsverfahren das Licht der Welt erblicken konnten.

    Die Folge ist, dass Schweizer Unternehmen zehnmal mehr Windkraftanlagen im Ausland bauen als in der Schweiz, aber das könnte sich ändern. Die Behörden wollen die Klagemöglichkeiten einschränken. Sehr zum Leidwesen der Anwohnerverbände, die gegen Windkraftanlagen sind und von einer Verweigerung der Demokratie sprechen.

  • Klimakrise: Welche Präsidentschaftskandidaten halten das Pariser Abkommen ein?

    Klimakrise: Welche Präsidentschaftskandidaten halten das Pariser Abkommen ein?

    Wer die Präsidentschaftswahlen gewinnt, muss wichtige Entscheidungen treffen, um die globale Erwärmung zu begrenzen. In Zusammenarbeit mit dem Verein Les Shifters bietet Franceinfo heute eine detaillierte Analyse der von den Elysee-Anwärtern vorgeschlagenen Maßnahmen. Sind die Programme der Kandidaten mit den Zielen des Pariser Abkommens vereinbar? Diese Frage wollte Franceinfo wenige Tage vor der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen 2022 beantworten. Hier Überblick über die Bewertung der Programme und für jeden Kandidaten eine Zusammenfassung der Analyse des Vereins Les Shifters. Die vollständige Bewertung findet man auf dieser Website. Kein Kandidat erfüllt die Ziele des Pariser Abkommens vollständig Die Analyse der zwölf Wahlprogramme zeigt, dass die Kandidaten insgesamt weit von den Zielen des Pariser Klimaabkommens entfernt sind. kein Kandidat präsentiert einen Plan mit Maßnahmen, die kohärent und detailliert genug sind, um dem Pariser Abkommen „sehr nahe“ zu kommen. Diejenigen…

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  • Waldbrände werden regelmäßig und immer öfter auftreten

    Waldbrände werden regelmäßig und immer öfter auftreten

    Am Wochenende kam es vor allem in den Alpes-Maritimes zu Bränden wegen einer zu trockenen Vegetation, was im Jahr 2022 sehr früh auftrat.

    Oberst Sylvain Besson, stellvertretender Direktor der Feuerwehr des Departements Hérault, sagte am Montag, 28. März, im französischen Nachrichtensender Franceinfo, dass Vegetationsbrände „regelmäßig wiederkehren und schließlich zur Gewohnheit werden“ dürften, wenn man sich die Projektionen über die nächsten 20 Jahre anschaut. Zu ungewöhnlich frühen Bränden kam es am Wochenende vor allem in den Alpes-Maritimes aufgrund einer in dieser Jahreszeit noch nie dagewesenen Trockenheit als Folge des menschengemachten Klimawandels.

    Sylvain Besson meint, dass die Regenfälle der letzten Wochen es zwar ermöglicht haben, einen Teil des Wasserdefizits aufzufüllen, aber eben nicht vollständig. In den nächsten Wochen muss die Entwicklung bis zum Sommer genau beobachtet werden. Die Sorge vor Bränden in den Alpes-de-Hautes-Provence und den Hautes-Alpes wächst.

    In den Alpes-Maritimes und dem Departement Bouches-du-Rhône, aber auch in den Departements nördlich der Loire, die normalerweise seit Jahren keine solchen Probleme haben, wie Maine-et-Loire und Charente-Maritime, wurden an diesem Wochenende 30 Hektar vom Feuer zerstört. Das ist außergewöhnlich, aber die 20-Jahres-Projektionen der Klimaforscher zeigen, dass solche Situationen regelmäßig wiederkehren und schließlich zur Gewohnheit werden.

    Wie passen sich Bevölkerung und Behörden an diese neue Situation an?

    Eine umfassende Politik der Prävention und Aufklärung der Bevölkerung, aber natürlich auch die Bekämpfung erfordern eine dienststellenübergreifende Arbeit der Behörden. 

    Eine neue Raumplanung, um den Brandschutz zu verbessern und Wasserstellen zu errichten, ist gefordert. Unter der Schirmherrschaft der Direktion für zivile Sicherheit, des Innenministeriums und des nationalen Verbands der französischen Feuerwehr wurden Diskussionen angestossen, um sich angemessen auf das Auftreten dieser neuen menschgemachten Naturgefahren vorzubereiten.

    Welche Regeln muss man unbedingt beachten, um die Gefahr von Bränden zu vermeiden?

    Wenn es trocken und gleichzeitig windig ist, insbesondere bei Windgeschwindigkeiten von über 40 km/h, soll man das Verbrennen im Garten oder die Verwendung von funkenerzeugenden Werkzeugen wie Trennschleifern oder Ähnlichem unbedingt vermeiden, da es sonst zu einem Brand mit schlimmen Folgen kommen kann. Jetzt ist auch die Zeit, in der Haus- und Gartenbesitzer Ihren gesetzlichen Verpflichtungen zur Grundstücksreinigung nachkommen müssen. Im März/April verlangt der Gesetzgeber in vielen Regionen Frankreichs die Reinigung der Grundstücke von abgestorbenen Pflanzenresten aus dem Vorjahr. Zugewucherte Grundstücke sind immer öfter für die Entstehung grösserer Brände und teure Feuerwehreinsätze verantwortlich.

  • Zehntausende demonstrieren in Frankreich für das Klima

    Zehntausende demonstrieren in Frankreich für das Klima

    Zehntausende Menschen haben am Samstag in ganz Frankreich protestiert, um im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen im nächsten Monat mehr Aufmerksamkeit für die Klimakrise zu fordern.

    Die Klimakrise war Gegenstand von gerade mal 1,5 Prozent der Gesprächsthemen in der Medienberichterstattung im Wahlkampf vom 28. Februar bis zum 6. März, wie eine aktuelle Untersuchung von Nichtregierungsorganisationen für Klimagerechtigkeit ergab.

    Nach Angaben der Organisatoren nahmen gestern landesweit 80.000 Personen an Demonstrationen für das Klima teil, darunter 32.000 in Paris. Das Innenministerium zählte jedoch nur etwa 40.000 Teilnehmer, davon 11.000 in der Hauptstadt.

    Darüber hinaus schrieb das Réseau Action Climat in einem Tweet, dass für fast 94% der Franzosen der Klimawandel ein wichtiges Anliegen ist. Weiter heißt es: „Wir prangern diese Untätigkeit an… Wir können nicht weitere fünf Jahre warten“. Diese Zahl stammt aus einer kürzlich durchgeführten IPSOS-Umfrage, in der 47% der Befragten der Meinung waren, dass der Klimawandel eine Priorität sein sollte. Für 94% der Franzosen ist der Klimawandel ein „wichtiges Thema“.

  • Präsidentschaftswahlen: 8 von 10 Franzosen sorgen sich um die Umwelt und den Klimawandel

    Präsidentschaftswahlen: 8 von 10 Franzosen sorgen sich um die Umwelt und den Klimawandel

    Laut einer Umfrage von Ipsos-Sopra Steria für France Télévisions sind 80% der Franzosen „besorgt über den Schutz der Umwelt und den Klimawandel“. Die Umwelt- und Klimakrise beunruhigt die Franzosen. Dies zeigt eine Umfrage von Ipsos-Sopra Steria für France Télévisions, die am Donnerstag, dem 3. März veröffentlicht wurde. Auf die Frage „Würden Sie generell sagen, dass Sie über den Umweltschutz und den Klimawandel besorgt sind oder nicht?“ antworteten 80% der Befragten mit „Ja“. Von diesen gaben sogar 25% an, „sehr besorgt“ zu sein. Diese Sorge ist bei den Jüngeren am stärksten ausgeprägt (92% bei den unter 35-Jährigen). Trotz dieser Besorgnis hat die wirtschaftliche und soziale Lage häufig Vorrang vor der ökologischen Dringlichkeit. Der Umfrage zufolge unterstützen 55% der Franzosen die folgende Aussage: „Angesichts der wirtschaftlichen und sozialen Lage müssen schnelle und energische Maßnahmen ergriffen werden, auch wenn dies bedeutet, die Umweltfrage vorerst in den Hintergrund zu stel…

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  • IPCC-Klimabericht: „Irreversible Auswirkungen“ – alarmierende Bilanz der Wissenschaftler

    IPCC-Klimabericht: „Irreversible Auswirkungen“ – alarmierende Bilanz der Wissenschaftler

    „Die wissenschaftlichen Beweise sind eindeutig: Der Klimawandel ist eine Bedrohung für das menschliche Überleben und die Gesundheit des Planeten“, betont der neue IPCC-Bericht und unterstreicht die Notwendigkeit, sowohl zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen als auch zur Vorbereitung auf immer schlimmere Katastrophen zu handeln.

    Jede weitere Verzögerung im Kampf gegen den Klimawandel kann die kleine Chance verspielen, der Menschheit doch noch eine „lebenswerte Zukunft“ zu sichern, warnten die UN-Klimaexperten (IPCC) am Montag. Die globale Erwärmung hat bereits „großflächige negative Auswirkungen“ auf Mensch und Natur verursacht, von denen einige „irreversibel“ sind, so der neue Bericht der UN-Klimaexperten, der am Montag veröffentlicht wurde.

    „Die Zunahme von Wetter- und Klimaextremen hat zu irreversiblen Auswirkungen geführt, welche Mensch und Natur über ihre Anpassungsfähigkeit hinaus belasten können“, betont der IPCC und schätzt, dass selbst ein vorübergehendes Überschreiten der Schwelle von +1,5°C Erwärmung im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter weitere „irreversible“ Schäden an empfindlichen Ökosystemen wie den Polen, Küsten und Bergen verursachen könnte.

    UN-Generalsekretär Antonio Guterres beklagte am Montag den „kriminellen“ Führungsmangel der Weltpolitiker im Kampf gegen die Erderwärmung an und reagierte damit auf den wissenschaftlichen Bericht, der das „Leid“ der von Katastrophen heimgesuchten Menschheit beschreibt. Der am Montag veröffentlichte Bericht der UN-Klimaexperten (IPCC) „ist eine Sammlung menschlichen Leids und eine vernichtende Anklage gegen das Versagen der Staats- und Regierungschefs im Kampf gegen den Klimawandel“, sagte Guterres und beklagte einen regelrechten „kriminellen Verzicht auf Führung“.

    3,3 bis 3,6 Milliarden Menschen bereits „sehr gefährdet“ durch die Auswirkungen der globalen Erwärmung
    Zwischen 3,3 und 3,6 Milliarden Menschen, also fast die Hälfte aller Menschen auf der Erde, sind laut dem neuen Bericht bereits „sehr gefährdet“ durch die Auswirkungen der globalen Erwärmung. Und die regional und sogar innerhalb von Regionen unterschiedliche Anfälligkeit wird durch Unterschiede in der sozioökonomischen Entwicklung oder auch durch die nicht nachhaltige Nutzung von Land und Ozeanen gefördert, so der IPCC.

    Zwischen 3 und 14% der Arten an Land sind vom Aussterben bedroht
    Die durch den Klimawandel verursachten Schäden an der biologischen Vielfalt werden weiter zunehmen, zwischen 3 und 14% der Landarten werden vom Aussterben bedroht sein, selbst wenn die Erwärmung auf +1,5°C begrenzt wird, prognostizierten die UN-Klimaexperten. Unter Hinweis auf die „fundamentale“ Bedeutung von Ökosystemen, um eine „resiliente“ Entwicklung gegenüber der Erwärmung zu ermöglichen, fordert der Bericht, „etwa 30 bis 50% der Oberfläche“ des Planeten zu schützen, auf dem Land, in den Ozeanen und in Süßwassergebieten.

    1 Milliarde Menschen leben bis 2050 in bedrohten Küstengebieten
    Etwa eine Milliarde Menschen könnten bis 2050 in Küstengebieten leben, die durch steigende Meeresspiegel und Überflutung bei Stürmen bedroht sind, so der neue Bericht der UN-Klimaexperten.

    Aufgrund von Bevölkerungsbewegungen, die zu Konzentrationen an den Küsten führen, insbesondere in großen Megastädten, die knapp über dem Meeresspiegel liegen, „könnten mittelfristig und unter allen Szenarien“ der Treibhausgasemissionen „etwa eine Milliarde Menschen von küstennahen Klimagefahren bedroht sein“, stellt der IPCC fest. 2020 lebten 896 Millionen Menschen, d.h. 11% der Bevölkerung, in niedrigen Küstengebieten.

  • Klima: UN-Experten schlagen erneut Alarm

    Klima: UN-Experten schlagen erneut Alarm

    Der IPCC wird am Montag einen neuen Klimabericht vorlegen, in dem er erneut vor den verheerenden Folgen des Klimawandels warnt.

    Die UN-Klimaexperten (IPCC) werden am Montag in ihrem neuen Bericht ein wahrscheinlich kataklysmisches Bild der Auswirkungen des sich beschleunigenden Klimawandels auf die Menschheit zeichnen, trotz wiederholter Aufrufe, die Treibhausgasemissionen schnell zu reduzieren.

    Nach zwei Wochen Online-Verhandlungen und Verhandlungen hinter verschlossenen Türen, die mehr als einen Tag überzogen, enthüllt das IPCC um 11.00 Uhr GMT die „Zusammenfassung für Entscheidungsträger“, eine Art politisch brisante Zusammenfassung der Tausenden von Seiten des neuesten wissenschaftlichen Klimaberichts, der von 270 Forschern aus 67 Ländern erstellt wurde.

    „Der Einsatz war noch nie so hoch“
    Und obwohl die Veröffentlichung von der russischen Invasion in der Ukraine überschattet werden könnte, „muss der Bericht mehr leisten, als nur Schlagzeilen zu machen“, betonte Stephen Cornelius, Beobachter des WWF, gegenüber der Agentur AFP.

    „Er wird die internationale und nationale Politik für die nächsten sechs oder sieben Jahre untermauern“, bis zum nächsten IPCC-Bewertungszyklus, sagt Cornelius. „Seine Schlussfolgerungen werden für Entscheidungsträger auf der ganzen Welt von größter Bedeutung sein“, hatte bereits der IPCC-Vorsitzende Hoesung Lee Mitte Februar hinsichtlich der wichtigkeit des IPCC-Berichts betont: „Der Bedarf war noch nie größer, weil noch nie so viel auf dem Spiel stand“.

    „Die Zukunft ist jetzt“, betonte Alexandre Magnan, einer der Autoren des Berichts.

  • Präsidentschaftswahlen 2022: Wie sieht Emmanuel Macrons Bilanz in Sachen Umwelt aus?

    Präsidentschaftswahlen 2022: Wie sieht Emmanuel Macrons Bilanz in Sachen Umwelt aus?

    Weniger als zwei Monate vor der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen bleibt die Frage, was während der fünfjährigen Amtszeit für die Ökologie getan oder nicht getan wurde. Von der vom Staatschef verkündeten Strategie über die tatsächlich ergriffenen Maßnahmen bis hin zu denjenigen, die im Kampf gegen den Klimawandel vergessen wurden. „Wir haben einen weiten Weg zurückgelegt. Aber wir haben uns verspätet.“ Als Emmanuel Macron am Donnerstag, dem 10. Februar, seinen Plan für die Energiezukunft Frankreichs vorstellte, räumte er ein, dass die Windenergie im Land nur schwer in Schwung kommt. Die Ankündigungen des Staatschefs, zwei Monate vor den Präsidentschaftswahlen, werfen Fragen zur Bilanz seiner fünfjährigen Amtszeit im Umweltbereich auf. Ökologie ist nicht in der DNA von Emmanuel Macron verankert. „Er ist ein ehemaliger Finanzinspektor, der an den Staat glaubt, einen produktivistischen Staat“, erinnert Bruno Cautrès, Forscher am CNRS, in einem Artikel von Franceinfo. „Er glaubt an d…

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  • Präsidentschaftswahlen in Frankreich: Forscher besorgt über fehlende Klimadebatten

    Präsidentschaftswahlen in Frankreich: Forscher besorgt über fehlende Klimadebatten

    In einem am Dienstag, dem 1. Februar 2022 veröffentlichten offenen Brief bedauern fast 1.400 Forscher, dass Fragen zu Klima, Ozean, Biodiversität oder Umweltverschmutzung im Präsidentschaftswahlkampf nicht stärker thematisiert werden. Fast 1.400 Forscher sind besorgt über das „Fehlen einer demokratischen Debatte“ über Klima und Biodiversität im Präsidentschaftswahlkampf und drängen die Kandidaten, sich zu diesen wichtigen Themen zu äußern. Dies fordern sie in einem Beitrag, der am 1. Februar auf der Website von franceinfo veröffentlicht wurde. Obwohl die Programme der meisten wichtigen Präsidentschaftskandidaten, von Jean-Luc Mélenchon bis Marine Le Pen, mehr oder weniger detaillierte Vorschläge im Zusammenhang mit der Klima- und Umweltkrise enthalten, hat das Thema Mühe, sich in den Debatten durchzusetzen, die bisher fast ausschliesslich von Fragen zur Kaufkraft oder der Einwanderung dominiert werden. „Wir stellen mit Besorgnis fest, dass es im Präsidentschaftswahlkampf keine demokrat…

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