Schlagwort: Klimaschutz

  • Wie feiert man klimagerecht Weihnachten?

    Wie feiert man klimagerecht Weihnachten?

    Den Zauber von Weihnachten mit dem Kampf gegen die globale Erderwärmung zu verbinden, ist nicht einfach, aber nichts ist unmöglich. Hier sind einige Tipps – geschenkt!

    In der Vergangenheit verband Weihnachten Traditionen und Konsum, Magie und Überfluss und bringt damit die widersprüchlichen Forderungen zwischen unseren Gewohnheiten und der durch die Klimakrise geforderten Mäßigung zum Vorschein. Das Weihnachtsfest nachhaltiger zu gestalten ist angesichts der kolossalen Emissionen der Industrieländer ein wichtiger Beitrag für das Klima. Sich des zu dieser Jahreszeit so verbreiteten Über-Konsums bewusst zu werden und über Alternativen nachzudenken, ist für jeden möglich.

    Hier einige Tipps, die dabei helfen können.

    Unnötige Geschenke vermeiden!
    Bevor man sich schuldig fühlt, sollte man sich jedoch Grundsätzliches erinnern: Eine bescheidene Familie, die den Black Friday Sale genutzt hat, um ein paar Geschenke Made in China zu bestellen, wird über das Jahr gesehen immer noch weniger Treibhausgase ausstoßen als eine wohlhabende Familie, die Weihnachten auf Bali verbringt und sich Waschlappen aus Bambusfasern und Holzspielzeug schenkt. Am schlimmsten sind die Geschenke, die am Ende der Welt unter schlechten Bedingungen produziert werden und absolut nichts nützen. Die goldene Katze aus Plastik, die winkt und winkt? Der selbsterhitzende Becher? Die Popcornmaschine für eine Person? Die Zahnpasta mit Speckgeschmack? Lustig, ja, aber tödlich für die Umwelt. Ein solches Geschenk trägt durch seine Herstellung, Lieferung und unvermeidliche Entsorgung zur globalen Erwärmung bei und muss – wenn wir Weihnachten nachhaltig klimafreundlich gestalten wollen, aus den Weihnachtspäckchen verschwinden.

    Es gibt viele Alternativen: Von einem Kinoabonnement bis hin zum symbolischen Erwerb eines Stücks Land, das es zu erhalten gilt, dem gepflanzten Baum oder dem umbenannten Stern… Die Möglichkeiten sind endlos. Für die anderen – diejenigen, die etwas Nützliches brauchen, oder die Kinder, die selten Fans von symbolischen Geschenken sind – erlebt die Secondhand-Ware ihre Sternstunden. Umfragen zufolge erwägen zwischen 47% und 64% der Franzosen, zu Weihnachten ein gebrauchtes Geschenk zu machen. Online, über bekannte Websites wie Le Bon Coin oder Vinted, oder in Secondhand-Läden, wie z. B. in den über das ganze Land verteilten Emmaüs-Läden.

    Bei Neuware sollte man, wenn man seinen CO2-Fußabdruck begrenzen will, lokal hergestellte Produkte bevorzugen und Online-Bestellungen vom anderen Ende der Welt vermeiden. In dem Zusammenhang sollte man auch den grünen Versprechungen des Handelsriesen Amazon misstrauen. Das amerikanische Unternehmen versichert zwar, dass es bis 2040 CO2-neutral sein wird, doch sein Modell ist nach wie vor sehr treibhausgasintensiv, wie die Organisation Friends of the Earth feststellt. „Die Emissionen von Amazon sind im letzten Jahr um 19% gestiegen“, kritisierte die NGO im November und erinnerte daran, dass „Amazon den Transport seiner Produkte per Flugzeug um 29% erhöht, um die Verbraucher in weniger als 24 Stunden zu beliefern“. Dies ist neunmal umweltschädlicher als der Straßentransport und hundertmal umweltschädlicher als der Seetransport. Durch unsere Einkäufe angekurbelt, stößt das Unternehmen heute in einem Jahr so viel CO2 aus wie ein Land wie Bolivien.

    Bevorzugen Sie Fisch für das Festmahl!
    Ein paar Zahlen, bevor Sie sich die Schürze anziehen: Die Nahrungsmittelproduktion ist für ein Viertel der Treibhausgasemissionen verantwortlich. Weil Wälder abgeholzt werden, um Platz für Agrarland zu schaffen, weil Rinder Methan ausstoßen, weil Maschinen mit Benzin laufen, weil Schlachthäuser und Lebensmittelverarbeitungsanlagen Energie verbrauchen – alles, was wir essen, trägt zu unseren Emissionen bei. Allerdings nicht immer im gleichen Ausmaß, wie die Website OurWorldinData.org zeigt. Dort erfährt man, dass die Viehzucht im Allgemeinen viel mehr Treibhausgase verursacht als Betriebe, die Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte und Getreide anbauen.

    Je mehr Fleisch zu Ihrem Festmahl gehört, desto mehr wird Ihr Teller zur globalen Erwärmung beitragen. Und wenn Sie sich ein vegetarisches Festmahl nicht vorstellen können, sollten Sie dennoch einen Truthahn oder Kapaun dem Rindfleisch vorziehen. Ein Kilo Rindfleisch verursacht zehnmal mehr Emissionen als ein Kilo Geflügelfleisch (99,48 kgCO2eq gegenüber 9,87 kgCO2eq). Und das sogar, wenn es aus der Region stammt: Der Transport macht nur 6% der Gesamtemissionen aus, die Rindfleisch zugeschrieben werden. Denken Sie auch daran, dass Käse manchmal mehr Emissionen verursacht als bestimmte Fleischsorten.

    Und was ist mit Fisch? Ein Kilo emittiert zwischen 5 kgCO2eq (bei Zucht) und 3 kgCO2eq (bei Wildfang.) Hier spielt nicht so sehr die Menge der Emissionen eine Rolle, sondern die Auswirkungen auf die Biodiversität in den Meeren. Der WWF hat 2017 einen praktischen Leitfadenherausgegeben, um Fisch zu konsumieren, ohne die Artenvielfalt zu gefährden. So ist zum Beispiel die Meeräsche eine gute Alternative zum Wolfsbarsch, der unter Überfischung leidet. Der Lachs ist problematischer: Umweltverbände prangern seit Jahren die Bedingungen an, unter denen er gezüchtet wird. Der Lachs wird durch einen Parasiten – die Seelaus – angegriffen und deshalb mit Antibiotika behandelt.

    Wenn Sie geräucherte Forellen dem Lachs vorziehen, können Sie die ökologischen Auswirkungen begrenzen, vor allem, wenn sie aus einer kleinen, handwerklichen Zucht stammen. Wenn Sie das Glück haben, in der Nähe der Küste zu wohnen, finden Sie viele Verkaufsstellen, die Ihnen eine ethische, nachhaltige Fischauswahl mit kurzen Transportwegen anbieten. In anderen Teilen Frankreichs liefern Online-Händler wie Poiscaille oder Hissez-Oh ebenfalls Fisch, der unter nachhaltigen Bedingungen von französischen Fischern gefangen wurde. Das gilt auch für Meeresfrüchte.

    Verzichten Sie auf den Weihnachtsbaum!
    Das wachsende Umweltbewusstsein der Franzosen hat den Weihnachtsbaum zum Gegenstand einer erwachenden Polemik gemacht. Das Ja oder das Nein zum Weihnachtsbaum wird zu einer politischen Entscheidung. Klar ist, dass die Entscheidung, keinen Weihnachtsbaum aufzustellen, die umweltfreundliche Alternative ist, aber in einem Viertel der Haushalte Frankreichs ist er immer noch zu finden, insbesondere wenn Kinder im Haushalt leben, wie eine Untersuchung der Agentur Kantar für France AgriMer wenig überraschend feststellt. Im Jahr 2019 wurden in Frankreich 5,8 Millionen „natürliche“ Tannenbäume verkauft.

    Die Vermietung ist noch nicht weit verbreitet, entwickelt sich aber zunehmend. Anbieter wie Ecosapin und Treezmas, die damit werben, den Baum nach den Feiertagen wieder einzupflanzen oder zu recyceln hoffen auf einen grösseren Marktanteil. Denn 4.000 bis 5.000 Hektar (und ein Jahrzehnt!) für den Anbau von Tannenbäumen zu verwenden, die einen Monat später im Müll landen, ist natürlich ökologisch wenig sinnvoll. Allerdings ist der natürliche Tannenbaum immer noch „grüner“ als der künstliche. Auf ihrer Website versichert die französische Vereinigung für natürliche Weihnachtsbäume, dass „die äquivalenten CO2-Emissionen für den gesamten Lebenszyklus auf Jahresbasis 3,1 kg für den natürlichen Baum und 8,1 kg für den künstlichen Baum betragen (48,3 kg für die gesamte Lebensdauer des Baumes)“.

    Außerdem werden laut der Agence de la transition écologique (Ademe) 80% der von den Franzosen gekauften natürlichen Weihnachtsbäume in Frankreich angebaut. Künstliche Tannenbäume, die im Ausland hergestellt werden, müssen mindestens zehn Jahre, die Ademe schätzt sogar 20 Jahre, jedes Jahr wieder aus dem Keller geholt werden, um die mit ihrer Herstellung und ihrem Transport verbundenen Emissionen zu kompensieren.

    Ganz sicher ist, dass die Tanne im Topf die verantwortungsvollste Option ist. Der Baum kann nach den Feiertagen wieder in den Garten gepflanzt werden, wenn er während seines kurzen Aufenthalts im Wohnzimmer gut behandelt wird. Es wird empfohlen, den Baum weniger als eine Woche im Haus aufzustellen, ihn von Wärmequellen fernzuhalten und ihn natürlich nicht mit Kunstschnee zu besprühen. Und wenn man keinen Garten hat, dann gibt es Anbieter wie Ecosapin und Treezmas, die die Abholung von Weihnachtsbäumen organisieren, die dann wieder eingepflanzt oder kompostiert werden, um als Mulch oder Erde in den Gärten der Natur beim Wachsen zu helfen.

  • Emmanuel Macron kündigt Bau eines Forschungsschiffes für die Polarmeere an

    Emmanuel Macron kündigt Bau eines Forschungsschiffes für die Polarmeere an

    Das Schiff wird den Namen des ehemaligen französischen Premierministers Michel Rocard tragen, der der erste Botschafter Frankreichs für die Pole war, wie Macron erklärte. Ein besonderes Schiff soll helfen, die Pole zu retten. Emmanuel Macron kündigte am Freitag, dem 10. November, zum Abschluss eines Gipfeltreffens über die Pole und polaren Gletscher in Paris den Bau eines französischen Schiffes als Teil der internationalen Polarforschung an, in die Frankreich bis 2030 etwa eine Milliarde Euro investieren will.

    Das Schiff, das zwischen Nouméa (Neukaledonien) und Hobart (Australien) stationiert sein wird und durch das meterdicke Eis der Polarmeere navigieren kann, wird zwischen dem Westpazifik und der Antarktis pendeln. Es wird den Namen des ehemaligen Premierministers Michel Rocard tragen, der der erste Botschafter Frankreichs für die Polregionen war, wie Emmanuel Macron erklärte. Angesichts des Zusammenbruchs der Gletscher des P…

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  • Emmanuel Macron in den Nachrichten von France 2 und TF1: Treibstoffbeihilfe und Einwanderung…

    Emmanuel Macron in den Nachrichten von France 2 und TF1: Treibstoffbeihilfe und Einwanderung…

    Emmanuel Macron war am Sonntag in den 20-Uhr-Nachrichten der Sender TF1 und France 2 zu Gast. Der Präsident machte bemerkenswerte Ankündigungen, insbesondere in Bezug auf Kraftstoffpreise und die Kaufkraft der Franzosen. Der Präsident der Republik war am Sonntag, dem 24. September, in den 20-Uhr-Nachrichten der Fernsehsender France 2 und TF1 zu Gast. Der Staatschef blickte zunächst auf eine „historische Woche“ zurück, in der er den britischen König Charles III. und Papst Franziskus mitten in der Rugby-Weltmeisterschaft in Marseille empfangen hatte. Der Staatschef ging außerdem auf die Themen Kaufkraft, Ökologie, Einwanderung und einige internationale Fragen ein.  Zum Thema Einwanderung: „Wir können nicht das ganze Elend der Welt aufnehmen“.Auf die Situation der Migranten auf Lampedusa angesprochen, geht Emmanuel Macron auch auf die Rede des Papstes in Marseille am vergangenen Samstag ein. Der Staatschef sagt, dass „der Papst Recht hat, wenn er zu einem Umdenken angesichts der Gleichgül…

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  • Paris-2024 soll die „grünste“ Olympiade der Geschichte werden

    Paris-2024 soll die „grünste“ Olympiade der Geschichte werden

    Mit dem erklärten Ziel, seinen CO2-Fußabdruck im Vergleich zu den vorherigen Olympischen Spielen in Rio und London zu halbieren, verspricht Paris-2024 „historische“ Spiele für das Klima. Die Organisation verfügt zwar über wichtige Trümpfe, um diese Herausforderung zu meistern, doch mehrere Unwägbarkeiten, insbesondere im Bereich des Transports, werfen die Frage auf, ob Paris in der Lage sein wird, dem ehrgeizigen Ziel gerecht zu werden. Die Olympischen und Paralympischen Spiele in Paris sollen „historisch für das Klima“ werden, wiederholt der Präsident des Organisationskomitees von Paris-2024, Tony Estanguet, immer wieder. Auch die Bürgermeisterin von Paris, Anne Hidalgo, erinnert regelmäßig daran, dass die Ökologie ein zentraler Punkt der Bewerbung der Hauptstadt um die Ausrichtung der Spiele war. Wie weit ist dieses Ziel ein Jahr vor dem Startschuss gediehen, nachdem in den letzten Monaten mehrere Polemiken die grünen Versprechungen getrübt haben? Kann Paris-2024 den hohen Ansprüchen überhaupt gerecht werden? Die Messlatte wurde sehr hoch gelegt: Der CO2-Fußabdruck der Spiele soll im Vergleich zu früheren Veranstaltungen halbiert werden. Rio 2016 und London 2012 haben 3,6 Millionen bzw. 3,4 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent, die Einheit zur Messung der Treibhausgasemissionen, ausgestoßen. Die Organisatoren haben sich ein CO2-Gesamtziel von maximal 1,5 Millionen Tonnen CO2 gesetzt, das nicht überschritten werden darf. Das ist sogar weniger als bei den Olympischen Spielen in Tokio, die wegen der Covid-19-Epidemie ohne Zuschauer auskommen mussten und trotzdem 1,9 Millionen Tonnen CO2 erreichten. Laut dem Organisationskomitee verteilt sich das Kohlenstoffbudget auf drei Bereiche: Reisen (34 %), Bauten (33 %) und Operationen – Verpflegung, Unterbringung, Logistik usw. (33 %). Ohne auf Details einzugehen, versichert man auf der Seite von Paris-2024, dass ein Jahr vor dem Startschuss der Olympischen Spiele alles nach Plan verläuft. Um die „grünsten Olympischen Spiele der Geschichte“ durchzuführen, sind sich die Experten einig, dass die Organisatoren einen großen Trumpf in der Hand haben: Sie können auf ein Maximum an bereits bestehender Infrastruktur zurückgreifen. Die Leichtathletik wird im Stade de France (in Seine-Saint-Denis) stattfinden, der Radsport im Velodrom von Saint-Quentin-en-Yvelines (Yvelines), einige Basketballwettbewerbe in Bercy; das Grand Palais auf dem Champ-de-Mars (in Paris selbst) wird Judo oder Rugby beherbergen… Insgesamt sind also etwa 95 % der Austragungsorte der Olympischen Spiele bereits gebaut. Das spart erhebliche Mengen an CO2 ein, da nur sehr wenige Neubauten notwendig sind. Nur drei Gebäude müssen speziell für die Olympischen Spiele gebaut werden: das Wassersportzentrum in Saint-Denis, das Athletendorf und das Mediendorf. Damit werden die schlechten Erinnerungen an die Spiele in Athen 2004 oder Rio 2016 in weite Ferne rücken. Damals wurden mehrere gigantische Sport- und Kultureinrichtungen gebaut, die nach einigen Monaten wieder aufgegeben wurden, weil sie zu teuer waren, um sie dauerhaft zu unterhalten und wiederzuverwenden. Darüber hinaus planen die Organisatoren, alle Sportanlagen an das öffentliche Stromnetz anzuschließen und vollständig auf Dieselgeneratoren zu verzichten. Derzeit wird die Beleuchtung des Stade de France an Spielabenden von mit Diesel betriebenen Generatoren versorgt. Für die Olympischen Spiele sollten diese nur noch sehr beschränkt eingesetzt und mit Biokraftstoff betrieben werden. Dadurch allein könnten 13.000 Tonnen CO2 eingespart werden. In der Frage der Umweltverschmutzung hebt das Organisationskomitee seine Bemühungen zur Förderung der Wiederverwendung und der Kreislaufwirtschaft hervor. Die 42.000 Stühle, 10.000 Bürotische, 6.000 Regale oder auch die 800 Arbeitsplätze, die für die Olympischen Spiele verwendet werden, werden nach der Veranstaltung wiederverwertet. Drei Viertel werden als Second-Hand-Ware weiterverkauft oder verschenkt, ein Teil wird recycelt oder zur Herstellung anderer Produkte wiederverwendet. Bei den rund 13 Millionen Mahlzeiten, die serviert werden sollen, hat man den Ehrgeiz, 25 % Produkte zu servieren, die aus einem Umkreis von weniger als 250 km von den olympischen Stätten stammen, und das vegetarische Angebot stark zu erhöhen. Andere Projekte haben allerdings viel Kritik von Umweltschützern auf sich gezogen. Das symbolträchtigste unter ihnen ist die Betonierung der Arbeitergärten von Aubervilliers, um das olympische Schwimmbad zu bauen. Ebenso mussten, um das Mediendorf in Dugny, Seine-Saint-Denis, aus dem Boden zu stampfen, sieben Hektar Parkfläche betoniert und 40 Jahre alte Bäume gefällt werden. Zwei Maßnahmen, die als schwere Beeinträchtigung der biologischen Vielfalt wahrgenommen werden. Der Verkehr als Schattenseite Zwar sollen die verschiedenen Pariser Austragungsorte der Olympischen Spiele in einem Umkreis von 10 Kilometern um das olympische Dorf liegen und alle mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sein, aber das löst nicht die Frage, wie die Millionen von Zuschauern und Sportlern aus der ganzen Welt anreisen sollen. Das kann die anderen unternommenen Anstrengungen untergraben. Wie soll man internationale Besucher davon abhalten, auf dem Luftweg nach Paris zu reisen? Die Herkunftsländer der Zuschauer werden erst nach dem Ende des Ticketverkaufs Ende 2023 bekannt sein. In der Zwischenzeit versichern die Organisatoren, dass sie „den Zug fördern“ wollen, kündigen aber bislang keine konkreten Maßnahmen an.
  • Klima: Wohlhabende unterstützen laut einer Studie eher geplante Umweltmaßnahmen

    Klima: Wohlhabende unterstützen laut einer Studie eher geplante Umweltmaßnahmen

    Für eine Mehrheit der Franzosen ist die Umwelt eines der wichtigsten Anliegen, aber die Unterstützung für Umweltmaßnahmen variiert je nach Wohnort und Lebensstandard deutlich.

    „Umweltprobleme scheinen eine der Hauptsorgen der Franzosen zu sein“, bestätigt am Dienstag die jährliche Umfrage der Direction de la recherche, des études, de l’évaluation et des statistiques (DREES), der statistischen Abteilung des Gesundheitsministeriums.

    Die Umfrage unter 4.000 Personen, die mindestens 18 Jahre alt sind, ergab jedoch, dass im Kampf gegen den Klimawandel die Bewohner der Region Paris und sozial besser gestellte Personen Umweltmaßnahmen stärker unterstützen als andere soziale Gruppen und die Bewohner ländlicher Gemeinden.

    „Einkommen und Wohnort sind zwei Faktoren, die sich auf den Grad der Akzeptanz von Umweltmaßnahmen auswirken“, schreibt die DREES in ihrer Studie. Demnach befürworten beispielsweise 57 % der Bewohner der Region Paris die Erhöhung der CO2-Steuer, während es bei den Bewohnern ländlicher Gemeinden nur 20 % und bei den Bewohnern anderer Städte etwa ein Drittel sind.

    Bei den Führungskräften befürworten 47 % gegenüber 35 % aller Befragten entsprechende Umweltmaßnahmen. Insgesamt stoßen Maßnahmen, die auf einen kohlenstoffarmen Lebensstil abzielen, aber unmittelbare negative Auswirkungen auf die Kaufkraft haben und den Alltag beeinträchtigen könnten, „auf weniger Zustimmung“.

    Die von der Regierung vorgeschlagenen Maßnahmen zur Bewältigung des Klimawandels finden also keine einhellige Zustimmung. 84 % der befragten Franzosen gaben an, dass sie „besorgt“ über „Probleme im Zusammenhang mit der Umwelt“ sind. Dies ist sogar ihre zweitgrößte Sorge, nach dem Lohnniveau und der Kaufkraft (91%) und noch vor der Angst vor Armut (83%), der Zukunft des Rentensystems (80%) und Sexismus und Gewalt gegen Frauen (78%).

  • Energiewende: Französischer Staat wird laut Elisabeth Borne 2024 zusätzlich 7 Milliarden Euro bereitstellen

    Energiewende: Französischer Staat wird laut Elisabeth Borne 2024 zusätzlich 7 Milliarden Euro bereitstellen

    Diese Investition soll dazu dienen, „energetische Erneuerungen, öffentliche Verkehrsmittel, erneuerbare Energien und den Übergang zur Landwirtschaft zu finanzieren“. Der französische Staat wird 2024 zusätzliche 7 Milliarden Euro bereitstellen, um das Tempo der Reduzierung der Treibhausgasemissionen in Frankreich zu verdoppeln und die Ziele für 2030 einzuhalten, kündigte die Premierministerin am Samstag, dem 8. Juli, in einem Interview mit der Zeitung Le Parisien an. So sollen „im Jahr 2024 7 Milliarden mehr als 2023 für die Finanzierung des ökologischen Übergangs“ ausgegeben werden. „Eine beispiellose Investition“ Ende 2023 hatte die Regierung bereits angekündigt, 2 Milliarden Euro zu mobilisieren, um den Grünen Fonds zu speisen, der ökologische Projekte von lokalen Gebietskörperschaften begleiten soll. „Dies ist eine beispiellose Investition des Staates, die dazu dienen wird, energetische Renovierungen, öffentliche Verkehrsmittel, erneuerbare Energien und den Übergang in der Landwirts…

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  • Klima: Frankreich liegt im Rennen um den ökologischen Wandel hinten

    Klima: Frankreich liegt im Rennen um den ökologischen Wandel hinten

    Frankreich ist nicht ausreichend auf den Klimawandel vorbereitet. Dies ist das Fazit des fünften Berichts des Hohen Klimarats, der Frankreich mit den Ereignissen im Jahr 2022 überfordert sieht.

    2022 war ein symbolträchtiges Jahr für die Sichtbarkeit der Folgen des Klimawandels. Brände in bislang verschonten Gebieten wurden beobachtet. 72.000 Hektar Wald und Landschaft brannten ab. Es kam zu heftigen Hagelschlägen, die Bilanz ist düster. Der einzige positive Punkt in diesem Bericht ist, dass Frankreich seine Treibhausgasemissionen senkt: minus 2,7 % bis Ende 2022. Um die gesteckten Ziele zu erreichen, müsste das bisherige Tempo bis 2030 jedoch verdoppelt werden.

    Zusätzliche Milliarden Euro sind erforderlich.
    Das Baugewerbe und die Industrie haben sich sichtbar bemüht. Energie und Verkehr aber längst nicht genug. Um den ökologischen Wandel zu finanzieren, wären dem Bericht zufolge bis 2030 jährlich 30 Milliarden Euro zusätzlich nötig. Dies könnte unter anderem dazu dienen, Wälder zu retten, die durch Abholzungen und Waldsterben immer weniger Kohlenstoff binden. Das Baumsterben ist in den letzten zehn Jahren um 50% angestiegen.

  • Extinction Rebellion: Spektakuläre Aktion der Aktivisten wegen der Untätigkeit im Klimaschutz

    Extinction Rebellion: Spektakuläre Aktion der Aktivisten wegen der Untätigkeit im Klimaschutz

    Aktivisten der Gruppe „Extinction Rebellion“ haben am Donnerstagmorgen ein Banner an der Mediathek in Toulouse aufgehängt, um die Untätigkeit gegen die globale Erwärmung anzuprangern.

    „Forum 0 Ambitionen – 100 % Greenwashing“. Diese groß geschriebene Botschaft war am Donnerstagmorgen auf einem Banner zu lesen, das am Torbogen der Mediathek José-Cabanis im Marengo-Viertel in Toulouse aufgehängt wurde.

    Die Umweltaktivisten von Extinction Rebellion kletterten am heutigen Donnerstag kurz nach 8 Uhr morgens an der Fassade des Gebäudes hoch und hängten das Transparent auf, um „fünf Jahre Untätigkeit“ zwischen COP21 und COP26 anzuprangern. Die Aktivisten, verstehen sich als Anhänger des zivilen Ungehorsams.

    Im 6. Stock der Mediathek von Toulouse findet vom 1. bis 3. Juni ein von der Toulouse School of Economics (TSE) organisiertes Forum zum Thema „Das Gemeinwohl retten, Opfer und Chancen“ statt, bei dem sich zahlreiche Wirtschaftsmanager, Akteure aus Verbänden oder gewählte Vertreter um den Nobelpreisträger Jean Tirole versammeln, um „Antworten auf die Herausforderungen zu finden, denen sich der Planet gegenübersieht“.
    Kurz nach Beginn der Aktion waren sowohl die Stadtpolizei als auch die Nationalpolizei vor Ort.

  • Französischer Ölkonzern TotalEnergies wegen Untätigkeit beim Klimaschutz vor Gericht

    Französischer Ölkonzern TotalEnergies wegen Untätigkeit beim Klimaschutz vor Gericht

    Am Mittwoch findet eine Anhörung im Pariser Gerichtsgebäude statt. Eine neue Etappe in der Klage, die seit Januar 2020 von 16 Gebietskörperschaften und sechs Umweltverbänden gegen den französischen Ölkonzern geführt wird. Ein verfahren, das sich noch mehrere Jahre hinziehen könnte.

    Auf der einen Seite stehen die Anwälte von TotalEnergies. Auf der anderen Seite stehen die Anwälte eines Kollektivs von NGOs und lokalen Behörden. Am Mittwoch, dem 31. Mai, wird jeder seine Argumente vor einem Richter im Pariser Gericht vortragen und verteidigen. Das ist ein weiterer Schritt in dem Verfahren, das im Januar 2020 gegen die Ölgesellschaft wegen Untätigkeit im Klimaschutzbereich angestrengt wurde. „Bei der Anhörung wird es nicht um den Inhalt, sondern um die Form gehen“, erklärt François de Cambiaire, einer der Anwälte des klagenden Kollektivs.

    Der Rechtsstreit begann am 28. Januar 2020, als ein Kollektiv, das aus 14 Gebietskörperschaften, darunter Grenoble, und fünf Verbänden besteht, TotalEnergies vor dem Gericht in Nanterre (Hauts-de-Seine) verklagte. „Wir fordern Total im Rahmen seiner Sorgfaltspflicht auf, Maßnahmen zu ergreifen, um seinen CO2-Fußabdruck zu reduzieren“, erklärte Sébastien Mabile, Anwalt des Kollektivs, damals auf Franceinfo.

    Seit Inkrafttreten des Gesetzes vom 27. März 2017 über die Sorgfaltspflicht sind bestimmte multinationale Unternehmen verpflichtet, „schwere Verstöße gegen die Menschenrechte, die Gesundheit und Sicherheit von Personen sowie die Umwelt zu verhindern“, und zwar sowohl in Frankreich als auch bei ihren ausländischen Subunternehmern und Lieferanten. Diese Maßnahmen müssen in einem Vigilanzplan veröffentlicht und wirksam umgesetzt werden. Im „Fall der Nichterfüllung“ und nach einer „Mahnung“ kann die Justiz eingeschaltet werden. Dies hat das Kollektiv getan.

    Der Ölkonzern Total ist allein für etwa 1 % der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich. Das bedeutet, dass er einen CO2-Fußabdruck hat, der dem aller 67 Millionen Franzosen zusammen entspricht. Die Kläger fordern TotalEnergies daher auf, entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, um bis 2050 CO2-Neutralität zu erreichen, um die globale Erwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen.

    TotalEnergies hat von Anfang an den „Weg des Rechtsstreits“ in Frage gestellt, der seiner Meinung nach nicht „angemessen“ ist, um auf die „Klimafrage“ zu reagieren. Die Anwälte des Konzerns erheben eine „Einrede der Unzuständigkeit“ des Gerichts in Nanterre und sind der Ansicht, dass der Rechtsstreit vor einem Handelsgericht verhandelt werden sollte, insbesondere weil die Sorgfaltspflicht im Handelsgesetzbuch verankert ist.

    Das Gericht in Nanterre war jedoch anderer Meinung und lehnte am 11. Februar 2021 den Antrag von TotalEnergies ab und erklärte sich damit für zuständig, über den Fall zu urteilen. Neun Monate später wurde diese Entscheidung vom Berufungsgericht in Versailles bestätigt. Anschliessend erkannte der Kassationshof in einem Urteil vom 15. Dezember 2021 die Zuständigkeit der Regionalgerichte in allen Klagen an, die im Zusammenhang mit der Sorgfaltspflicht vor Gericht gebracht wurden. Bevor dann allerdings das Parlament einige Tage später beschloss, diese vollständig dem Pariser Gerichtshof zu übertragen, wo der Fall im März 2022 landete.

    Während der Fall seinen Weg durch die Gerichte fortsetzt, wächst die Koalition aus Verbänden und Gebietskörperschaften, die TotalEnergies verklagt hat. Bisher sind 16 Gebietskörperschaften und sechs Verbände an der Klage gegen TotalEnergies beteiligt. Bei einer Anhörung am 21. September 2022 erklärten die Städte Paris und New York offiziell ihren Beitritt, gefolgt von Amnesty International und der Stadt Poitiers.

    „Um den Anstieg der globalen Temperatur unter 2°C zu halten, muss das Pariser Abkommen unbedingt eingehalten werden. Einige denken jedoch weiterhin an ihre finanziellen Interessen vor dem kollektiven Interesse und dem Schutz des Lebens auf der Erde“, erklärte die Bürgermeisterin von Paris, Anne Hidalgo, die die Gelegenheit sieht, „einen weltweiten Akteur im Energiebereich dazu zu zwingen, das Pariser Abkommen einzuhalten“.

    In diesem Fall ist man jedoch noch weit von einer Debatte über den Inhalt entfernt. Als der Fall im März 2022 an das Pariser Gericht überwiesen wurde, wurde, wie es bei komplexen Zivilverfahren üblich ist, ein sogenannter „juge de la mise en état“ ernannt. Seine Aufgabe ist es, für einen fairen Ablauf des Zivilprozesses zu sorgen. Vor ihm wird an diesem Mittwoch die Anhörung stattfinden.

    Jede Partei wird ihre Anträge zu den von TotalEnergies vorgebrachten Verfahrenseinreden und Einreden vortragen. Ausserdem hoffen die Kläger, TotalEnergies dazu zwingen zu können, „alle neuen Projekte zur Ausbeutung fossiler Energien auszusetzen“, bis der Fall inhaltlich geprüft ist. Die Anwälte erwarten ein langwieriges Verfahren und rechnen nicht mit einer Hauptsacheverhandlung vor 2024 oder 2025 oder sogar noch später.

  • Klima: Zahl der Flüge mit Privatjets nimmt stark zu – Frankreich schneidet besonders schlecht ab

    Klima: Zahl der Flüge mit Privatjets nimmt stark zu – Frankreich schneidet besonders schlecht ab

    Im Jahr 2022 ist die Zahl der Flüge mit Privatjets in Frankreich und Europa stark angestiegen. Laut einem neuen Bericht von Greenpeace Central and Eastern Europe ist die Zahl der Flüge mit Privatjets im letzten Jahr um ganze 64% gestiegen. Eine weitere beunruhigende Tatsache ist, dass sich die Emissionen von Privatjets zwischen 2021 und 2022 mehr als verdoppelt haben und damit die durchschnittlichen jährlichen CO2-Emissionen von 550.000 Einwohnern der Europäischen Union übersteigen. Laut Greenpeace waren von den 572.806 Flügen, die im Jahr 2022 stattfanden, 55% kurze oder sehr kurze Reisen von weniger als 750 km, die leicht mit dem Zug hätten durchgeführt werden können. Frankreich schneidet besonders schlecht ab. Wie die Greenpeace berichtet, befinden sich vier französische Strecken unter den Top 4 der 10 europäischen Strecken, die von Privatjets am häufigsten beflogen werden: Paris-London, Nizza-London, Paris-Genf und Paris-Nizza. Im Jahr 2022 war Frankreich das Land mit den meisten P…

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