Schlagwort: Klimaschutz

  • Schritt für Schritt findet der Klimawandel seinen Weg in die französischen Schulen

    Schritt für Schritt findet der Klimawandel seinen Weg in die französischen Schulen

    Die Bildung für nachhaltige Entwicklung macht Fortschritte in französischen Lehrbüchern, doch praktische Projekte und ausreichende Schulungen für Lehrer zum Thema Klimawandel bleiben immer noch selten. „Schülern müssen Schlüssel an die Hand gegeben werden, um die Komplexität des Klimas zu verstehen. Heute findet man im Internet viele Unwahrheiten. Wenn man im Unterricht darüber spricht, sorgt man dafür, dass Schüler nicht in falsche Gewissheiten oder Verschwörungstheorien abdriften“, erklärt David Boudeau, Präsident der Vereinigung der französischen Biologie- und Geologielehrer. Die Schule spielt eine wichtige Rolle im Kampf gegen den Klimawandel. Angesichts der Dringlichkeit gewinnen pädagogische Projekte zum Thema in den letzten Jahren immer mehr an Beliebtheit und Gewicht. Ein Beispiel ist „Fresque du Climat“: Seit der Gründung im Jahr 2018 wurden laut der Organisation 300.000 Schüler über die Ursachen und Folgen des Klimawandels aufgeklärt. Vom 25. bis zum 30. März wird eine Woche …

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  • TotalEnergies: Landwirt klagt gegen den Energiegiganten wegen seiner Verantwortung für den Klimawandel

    TotalEnergies: Landwirt klagt gegen den Energiegiganten wegen seiner Verantwortung für den Klimawandel

    Hugues Falys, ein belgischer Landwirt, hat am Mittwoch, dem 13. März, eine Klage gegen den französischen Öl- und Gasriesen TotalEnergies eingereicht, um das Unternehmen für seine Rolle im Klimawandel zur Verantwortung zu ziehen

    Der belgische Bauer klagt unter anderem wegen seiner Ertragsverluste, die durch die Unwetter der letzten Jahre verursacht wurden.

    „Der Klimawandel hat sehr konkrete Auswirkungen auf mich: Ertragsverluste, Mehrarbeit und Stress, wenn man sich mit einem durcheinandergebrachten Anbaukalender auseinandersetzen muss“, erklärte Hugues Falys, Landwirt in der Provinz Hainaut im Westen Belgiens, in einer Pressemitteilung.

    Unterstützung von NGOs
    Der belgische Landwirt kann auf die Unterstützung mehrerer Organisationen, darunter auch Greenpeace, zählen. Sie haben eine zivilrechtliche Klage gegen TotalEnergies vor dem „Unternehmensgericht“, einem belgischen Gericht, das auf Streitigkeiten mit Unternehmen spezialisiert ist, eingereicht.

    Mit dieser Aktion wollen die unterstützenden NGOs „eine der größten multinationalen Konzerne, die in fossilen Energien tätig sind, zur Verantwortung ziehen und sie dazu zwingen, einen glaubwürdigen Übergangsplan zu adoptieren“. Sie fordern „den Stopp von Investitionen in fossile Energieprojekte, eine Reduktion der Treibhausgasemissionen um 60% bis 2030 und eine Reduktion der Gas- und Ölproduktion um 75% bis 2040“.

    TotalEnergies gab an, noch keine offizielle Mitteilung über die Klage erhalten zu haben. Das französische Unternehmen bedauerte „den rechtlichen Schritt, der unternommen wurde“, und argumentierte, dass „die Herausforderung des Klimawandels und der Energiewende nicht in der rechtlichen Verantwortung eines einzelnen Unternehmens liege, sondern vielmehr in der kollektiven Anstrengung der gesamten Gesellschaft“.

    Das multinationale Unternehmen erklärte zudem, im Jahr 2023 fünf Milliarden Dollar in erneuerbare Energien und kohlenstoffarme Technologien investiert zu haben und spricht von einer weiteren Investition von fünf Milliarden Dollar, die für 2024 geplant sei.

    Wie andere Ölmultis wird TotalEnergies regelmäßig von Klima- und Menschenrechtsaktivisten scharf kritisiert. Das Unternehmen sieht sich mehreren Gerichtsverfahren gegen seine Gas- und Ölprojekte gegenüber, darunter das hochumstrittene Tilenga/Eacop-Projekt in Uganda und Tansania.

  • Klimawandel: Stabilisierung oder was wir für unsere Natur tun müssen

    Klimawandel: Stabilisierung oder was wir für unsere Natur tun müssen

    Diesen Artikel haben wir mit Bildern illustriert, die uns die Schönheit unserer Natur vor Augen halten sollen und uns klarmachen, für was wir kämpfen müssen…

    Alle Artikel unserer Serie über den Klimawandel findet ihr unter diesem Link …

    Foto: IvaCastro auf Pixabay

    Um ein Überleben der Menschheit und der Natur, so wie wir sie heute kennen, zu gewährleisten, müssen wir dafür sorgen, dass die jährlichen CO2-Emissionen irgendwann im 21. Jahrhundert ihren Höchststand erreichen und dann relativ schnell zurückgehen.

    Die Szenarien, um genau das zu erreichen, nennt der Zwischenstaatliche Ausschusses für Klimaänderungen (Intergovernmental Panel on Climate Change – IPCC) „Stabilization scenarios“ – „Stabilisierungs-Szenarien“. Und mit diesen Szenarien und ihrer Bedeutung wollen wir uns heute hier beschäftigen.

    Foto:  Ales Krivec auf Pixabay

    Wie sehen Stabilisierungsszenarien aus?

    Grundsätzlich bestätigen sie erst einmal folgende Aussage: Je länger wir den CO2-Anstieg zulassen, desto höher wird die endgültige CO2-Konzentration sein. Eigentlich logisch, oder?

    Wenn wir den CO2-Gehalt der Atmosphäre bei 550 Teilen pro Million stabilisieren wollen, sollten die CO2-Emissionen auf einen Höchstwert von nicht mehr als 8,7 bis 9 Gigatonnen begrenzt werden, was nicht weit von unserem derzeitigen Stand entfernt ist, und dieser Höchstwert muss vor 2050 erreicht werden. Und sehr wichtig ist dabei: Die Emissionen müssen bis zum Ende des Jahrhunderts unter das Niveau von 1990 von etwa 6 Gigatonnen Kohlenstoff pro Jahr gesenkt werden.

    Foto: PublicDomainPictures auf Pixabay

    Wollten wir den CO2-Gehalt bei 450 Teilen pro Million stabilisieren, was uns aller Wahrscheinlichkeit nach unter der gefährlichen Erwärmung des Planeten von 2 Grad Celsius im Vergleich zur vorindustriellen Zeit gehalten hätte, zeigen die Zahlen, dass wir die Emissionen vor 2010 auf einen Höchststand von etwa siebeneinhalb Gigatonnen pro Jahr hätten bringen und sie bis Mitte dieses Jahrhunderts auf etwa vier Gigatonnen pro Jahr, also etwa 33% unter das Niveau von 1990, senken müssen. Offensichtlich ist dieser Zug aber bereits abgefahren.

    Und für unser verspätetes Handeln werden wir prompt bestraft: Mit jedem Jahr Untätigkeit bei der Senkung unserer Kohlenstoffemissionen wird es immer schwieriger, aufwendiger und teurer, die CO2-Konzentrationen unter dem kritischen Wert von 450 ppm zu stabilisieren.

    Foto: RÜŞTÜ BOZKUŞ auf Pixabay

    Wo stehen wir im Moment? Im Jahr 2016 sah es so aus, als hätten die Kurven der weltweiten Kohlenstoffemissionen ihren Höhepunkt erreicht, würden abflachen und vielleicht sogar langsam zurückgehen. Das hätte darauf hindeuten können, dass die Kohlenstoffemissionen, hervorgerufen durch eine Dekarbonisierung unserer Wirtschaft, trotz des zunehmenden globalen Wirtschaftswachstums nicht weiter ansteigen.

    Nun, ihr habt es schon geahnt, hier kommt das grosse ABER: Nur wenige Jahre später sind die Kohlenstoffemissionen wieder angestiegen. Während es vor einigen Jahren noch so aussah, als ob wir uns auf dem RCP-2,6-Pfad (siehe Artikel: Klimawandel: Szenarien einer einer ungewissen Zukunft) befänden, um die CO2-Konzentration auf unter 450 Teile pro Million zu begrenzen, sieht es jetzt so aus, als ob wir uns eher dem Business-as-usual-Szenario, RCP 8,5, annähern, das zu einer Verdreifachung der CO2-Konzentration bis zum Ende des Jahrhunderts führt, wenn wir nicht sofort erhebliche Anstrengungen zur Verringerung der Emissionen unternehmen.

    Foto: RÜŞTÜ BOZKUŞ auf Pixabay

    Wenn wir die CO2-Konzentration in der Atmosphäre unter 450 ppm stabilisieren wollen, müssen wir die globalen Kohlenstoffemissionen innerhalb dieses Jahrzehnts – also bis etwa 2030 – auf einen Höchststand von unter 10 Giga-Tonnen pro Jahr bringen und sie bis zum Ende dieses Jahrhunderts durch geeignete Umweltschutzmaßnahmen drastisch und kompromisslos auf nahezu Null reduzieren.

    Wenn wir jedoch mit der Verbrennung von Kohlenstoff wie bisher weitermachen, wird das Ziel von 450 Teilen pro Million bald außer Reichweite sein. Und die zu befürchtenden katastrophalen Folgen werden uns hart für unser Nicht-Handeln bestrafen.


    Und um die Sache noch etwas schwerer und spannender zu machen, müssen wir in unseren Stabilisierungs-Szenarien auch die Tatsache berücksichtigen, dass Kohlendioxid nicht das einzige Treibhausgas ist, das durch menschliche Aktivitäten erzeugt wird und den Klimawandel vorantreibt. Methan, Distickstoffoxide, Ozon und andere Schadstoffe haben ebenfalls zugenommen und werden den Prognosen zufolge auch noch weiter zunehmen.

    Foto: Quang Nguyen Vinh auf Pixabay

    Wie können wir diese anderen Gase berücksichtigen? Dafür hat die Wissenschaft das Konzept des CO2-Äquivalents entwickelt. Die Wirkung all dieser anderen Treibhausgase kann man berücksichtigen, indem wir das Äquivalent der CO2-Konzentration in Bezug zu den gesamten Auswirkungen der Kombination aller anderen Treibhausgase setzen.

    Wenn wir aber nun die Auswirkungen durch den Anstieg von Methan, Ozon und anderen anthropogenen Treibhausgasen berücksichtigen, dann entspricht das Ergebnis einer Erhöhung der CO2-Konzentration auf einem wesentlich höheren Niveau, nämlich von etwa 485 Teilen pro Million.

    Mit anderen Worten: Der aktuelle Gesamtwert unter Berücksichtigung der CO2-Konzentration und des CO2-Äquivalents aus den anderen Treibhausgasen liegt bei etwa 485 Teilen pro Million.

    Wie man sich vorstellen kann, hat diese Tatsache erhebliche Verwirrung gestiftet und einige Kommentatoren dazu veranlasst, fälschlicherweise Alarm zu schlagen, dass es bereits zu spät sei, die CO2-Konzentration unter 450 ppm zu stabilisieren, um die Überschreitung des Grenzwertes zu vermeiden, der als gefährliche anthropogene Störung des Klimasystems festgelegt wurde.

    Wenn nun das CO2 und das Äquivalent der anderen Gase 485 Teile pro Million erreicht hat, bedeutet das wirklich, dass wir bereits jetzt der Nettoerwärmung und ihren Folgen, die bei einer Konzentration von 485 Teilen pro Million CO2 in der Atmosphäre zu erwarten ist, nicht mehr entkommen können?

    Die sibyllinische Antwort auf diese Frage lautet: Ja und nein, das wird sich zeigen.

    Denn bei diesen ganzen Berechnungen haben wir bisher etwas vergessen, nämlich dass Treibhausgase nicht der einzige bedeutende anthropogene Einfluss des Menschen auf das Klima sind. Wir wissen, dass die Produktion von Sulfataerosolen und anderen Aerosolen schon in der Vergangenheit eine wichtige Rolle bei der Abkühlung wesentlicher Regionen der Kontinente der nördlichen Hemisphäre gespielt hat, insbesondere während des letzten Jahrhunderts.

    Die möglicherweise genaueste Schätzung der Auswirkung dieses kühlenden anthropogenen Einflusses auf die Atmosphäre, die allerdings immer noch recht unsicher ist, liegt bei maximal -0,8 Watt pro Quadratmeter, was in einem Stabiliserungs-Szenario der Konzentration von 60 Teilen CO2 pro Million in der Atmosphäre entspricht, die wir von 485 Teilen pro Million abziehen können. Damit erhalten wir 425 Teile pro Million, was der derzeitigen CO2-Konzentration von etwa 410 Teilen pro Million nahekommt.

    Foto: David Mark auf Pixabay

    Wenn wir also nicht nur die Wirkung aller anderen Treibhausgase, sondern auch die ausgleichende kühlende Wirkung der anthropogenen Aerosole berücksichtigen, landen wir ungefähr dort, wo wir uns anfangs auch gesehen haben, als wir lediglich die Wirkung der steigenden atmosphärischen CO2-Konzentration durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe betrachteten. Es ist daher eine zulässige Vereinfachung, das atmosphärische CO2 allein zu betrachten, sozusagen als Annäherungswert für den gesamten anthropogenen Einfluss auf die Erwärmung des Klimas.

    Um den heutigen Artikel über Stabilisierungs-Szenarien abzuschließen, fassen wir kurz zusammen: Diese Szenarien zielen darauf ab, die atmosphärische CO2-Konzentration auf einem bestimmten Niveau zu stabilisieren, und je niedriger das angestrebte Stabilisierungsniveau ist, desto niedriger und früher muss der Spitzenwert und damit die Umkehrung der Kohlenstoffemissionen eintreten.

    Foto: Sasin Tipchai auf Pixabay

    Aus diesen Berechnungen und Szenarien definiert sich die verantwortungsvolle und anspruchsvolle Aufgabe, die auf unsere Gesellschaft zukommt:

    Um eine Stabilisierung auf weniger als dem Doppelten des vorindustriellen Niveaus zu erreichen, müssen die Emissionen innerhalb der nächsten Jahrzehnte ihre Spitze erreichen und bis Mitte dieses Jahrhunderts auf 80% unter das Niveau von 1990 gesenkt werden.

    Die schönen Fotos, mit denen wir den heutigen Artikel illustriert haben, zeigen uns mit aller Deutlichkeit, was wir zu verlieren haben, wenn wir nicht sofort beginnen, für unsere Natur zu kämpfen.

    Foto: Waldemar Pache auf Pixabay

    In diesem Sinne: Farbenprächtige Grüsse aus dem schönen Süden Frankreichs, bleibt wachsam und schützt unsere Natur!

    Andreas M. Brucker, Redaktionsleitung Nachrichten.fr

    Alle Artikel unserer Serie über den Klimawandel findet ihr unter diesem Link …

  • Wie feiert man klimagerecht Weihnachten?

    Wie feiert man klimagerecht Weihnachten?

    Den Zauber von Weihnachten mit dem Kampf gegen die globale Erderwärmung zu verbinden, ist nicht einfach, aber nichts ist unmöglich. Hier sind einige Tipps – geschenkt!

    In der Vergangenheit verband Weihnachten Traditionen und Konsum, Magie und Überfluss und bringt damit die widersprüchlichen Forderungen zwischen unseren Gewohnheiten und der durch die Klimakrise geforderten Mäßigung zum Vorschein. Das Weihnachtsfest nachhaltiger zu gestalten ist angesichts der kolossalen Emissionen der Industrieländer ein wichtiger Beitrag für das Klima. Sich des zu dieser Jahreszeit so verbreiteten Über-Konsums bewusst zu werden und über Alternativen nachzudenken, ist für jeden möglich.

    Hier einige Tipps, die dabei helfen können.

    Unnötige Geschenke vermeiden!
    Bevor man sich schuldig fühlt, sollte man sich jedoch Grundsätzliches erinnern: Eine bescheidene Familie, die den Black Friday Sale genutzt hat, um ein paar Geschenke Made in China zu bestellen, wird über das Jahr gesehen immer noch weniger Treibhausgase ausstoßen als eine wohlhabende Familie, die Weihnachten auf Bali verbringt und sich Waschlappen aus Bambusfasern und Holzspielzeug schenkt. Am schlimmsten sind die Geschenke, die am Ende der Welt unter schlechten Bedingungen produziert werden und absolut nichts nützen. Die goldene Katze aus Plastik, die winkt und winkt? Der selbsterhitzende Becher? Die Popcornmaschine für eine Person? Die Zahnpasta mit Speckgeschmack? Lustig, ja, aber tödlich für die Umwelt. Ein solches Geschenk trägt durch seine Herstellung, Lieferung und unvermeidliche Entsorgung zur globalen Erwärmung bei und muss – wenn wir Weihnachten nachhaltig klimafreundlich gestalten wollen, aus den Weihnachtspäckchen verschwinden.

    Es gibt viele Alternativen: Von einem Kinoabonnement bis hin zum symbolischen Erwerb eines Stücks Land, das es zu erhalten gilt, dem gepflanzten Baum oder dem umbenannten Stern… Die Möglichkeiten sind endlos. Für die anderen – diejenigen, die etwas Nützliches brauchen, oder die Kinder, die selten Fans von symbolischen Geschenken sind – erlebt die Secondhand-Ware ihre Sternstunden. Umfragen zufolge erwägen zwischen 47% und 64% der Franzosen, zu Weihnachten ein gebrauchtes Geschenk zu machen. Online, über bekannte Websites wie Le Bon Coin oder Vinted, oder in Secondhand-Läden, wie z. B. in den über das ganze Land verteilten Emmaüs-Läden.

    Bei Neuware sollte man, wenn man seinen CO2-Fußabdruck begrenzen will, lokal hergestellte Produkte bevorzugen und Online-Bestellungen vom anderen Ende der Welt vermeiden. In dem Zusammenhang sollte man auch den grünen Versprechungen des Handelsriesen Amazon misstrauen. Das amerikanische Unternehmen versichert zwar, dass es bis 2040 CO2-neutral sein wird, doch sein Modell ist nach wie vor sehr treibhausgasintensiv, wie die Organisation Friends of the Earth feststellt. „Die Emissionen von Amazon sind im letzten Jahr um 19% gestiegen“, kritisierte die NGO im November und erinnerte daran, dass „Amazon den Transport seiner Produkte per Flugzeug um 29% erhöht, um die Verbraucher in weniger als 24 Stunden zu beliefern“. Dies ist neunmal umweltschädlicher als der Straßentransport und hundertmal umweltschädlicher als der Seetransport. Durch unsere Einkäufe angekurbelt, stößt das Unternehmen heute in einem Jahr so viel CO2 aus wie ein Land wie Bolivien.

    Bevorzugen Sie Fisch für das Festmahl!
    Ein paar Zahlen, bevor Sie sich die Schürze anziehen: Die Nahrungsmittelproduktion ist für ein Viertel der Treibhausgasemissionen verantwortlich. Weil Wälder abgeholzt werden, um Platz für Agrarland zu schaffen, weil Rinder Methan ausstoßen, weil Maschinen mit Benzin laufen, weil Schlachthäuser und Lebensmittelverarbeitungsanlagen Energie verbrauchen – alles, was wir essen, trägt zu unseren Emissionen bei. Allerdings nicht immer im gleichen Ausmaß, wie die Website OurWorldinData.org zeigt. Dort erfährt man, dass die Viehzucht im Allgemeinen viel mehr Treibhausgase verursacht als Betriebe, die Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte und Getreide anbauen.

    Je mehr Fleisch zu Ihrem Festmahl gehört, desto mehr wird Ihr Teller zur globalen Erwärmung beitragen. Und wenn Sie sich ein vegetarisches Festmahl nicht vorstellen können, sollten Sie dennoch einen Truthahn oder Kapaun dem Rindfleisch vorziehen. Ein Kilo Rindfleisch verursacht zehnmal mehr Emissionen als ein Kilo Geflügelfleisch (99,48 kgCO2eq gegenüber 9,87 kgCO2eq). Und das sogar, wenn es aus der Region stammt: Der Transport macht nur 6% der Gesamtemissionen aus, die Rindfleisch zugeschrieben werden. Denken Sie auch daran, dass Käse manchmal mehr Emissionen verursacht als bestimmte Fleischsorten.

    Und was ist mit Fisch? Ein Kilo emittiert zwischen 5 kgCO2eq (bei Zucht) und 3 kgCO2eq (bei Wildfang.) Hier spielt nicht so sehr die Menge der Emissionen eine Rolle, sondern die Auswirkungen auf die Biodiversität in den Meeren. Der WWF hat 2017 einen praktischen Leitfadenherausgegeben, um Fisch zu konsumieren, ohne die Artenvielfalt zu gefährden. So ist zum Beispiel die Meeräsche eine gute Alternative zum Wolfsbarsch, der unter Überfischung leidet. Der Lachs ist problematischer: Umweltverbände prangern seit Jahren die Bedingungen an, unter denen er gezüchtet wird. Der Lachs wird durch einen Parasiten – die Seelaus – angegriffen und deshalb mit Antibiotika behandelt.

    Wenn Sie geräucherte Forellen dem Lachs vorziehen, können Sie die ökologischen Auswirkungen begrenzen, vor allem, wenn sie aus einer kleinen, handwerklichen Zucht stammen. Wenn Sie das Glück haben, in der Nähe der Küste zu wohnen, finden Sie viele Verkaufsstellen, die Ihnen eine ethische, nachhaltige Fischauswahl mit kurzen Transportwegen anbieten. In anderen Teilen Frankreichs liefern Online-Händler wie Poiscaille oder Hissez-Oh ebenfalls Fisch, der unter nachhaltigen Bedingungen von französischen Fischern gefangen wurde. Das gilt auch für Meeresfrüchte.

    Verzichten Sie auf den Weihnachtsbaum!
    Das wachsende Umweltbewusstsein der Franzosen hat den Weihnachtsbaum zum Gegenstand einer erwachenden Polemik gemacht. Das Ja oder das Nein zum Weihnachtsbaum wird zu einer politischen Entscheidung. Klar ist, dass die Entscheidung, keinen Weihnachtsbaum aufzustellen, die umweltfreundliche Alternative ist, aber in einem Viertel der Haushalte Frankreichs ist er immer noch zu finden, insbesondere wenn Kinder im Haushalt leben, wie eine Untersuchung der Agentur Kantar für France AgriMer wenig überraschend feststellt. Im Jahr 2019 wurden in Frankreich 5,8 Millionen „natürliche“ Tannenbäume verkauft.

    Die Vermietung ist noch nicht weit verbreitet, entwickelt sich aber zunehmend. Anbieter wie Ecosapin und Treezmas, die damit werben, den Baum nach den Feiertagen wieder einzupflanzen oder zu recyceln hoffen auf einen grösseren Marktanteil. Denn 4.000 bis 5.000 Hektar (und ein Jahrzehnt!) für den Anbau von Tannenbäumen zu verwenden, die einen Monat später im Müll landen, ist natürlich ökologisch wenig sinnvoll. Allerdings ist der natürliche Tannenbaum immer noch „grüner“ als der künstliche. Auf ihrer Website versichert die französische Vereinigung für natürliche Weihnachtsbäume, dass „die äquivalenten CO2-Emissionen für den gesamten Lebenszyklus auf Jahresbasis 3,1 kg für den natürlichen Baum und 8,1 kg für den künstlichen Baum betragen (48,3 kg für die gesamte Lebensdauer des Baumes)“.

    Außerdem werden laut der Agence de la transition écologique (Ademe) 80% der von den Franzosen gekauften natürlichen Weihnachtsbäume in Frankreich angebaut. Künstliche Tannenbäume, die im Ausland hergestellt werden, müssen mindestens zehn Jahre, die Ademe schätzt sogar 20 Jahre, jedes Jahr wieder aus dem Keller geholt werden, um die mit ihrer Herstellung und ihrem Transport verbundenen Emissionen zu kompensieren.

    Ganz sicher ist, dass die Tanne im Topf die verantwortungsvollste Option ist. Der Baum kann nach den Feiertagen wieder in den Garten gepflanzt werden, wenn er während seines kurzen Aufenthalts im Wohnzimmer gut behandelt wird. Es wird empfohlen, den Baum weniger als eine Woche im Haus aufzustellen, ihn von Wärmequellen fernzuhalten und ihn natürlich nicht mit Kunstschnee zu besprühen. Und wenn man keinen Garten hat, dann gibt es Anbieter wie Ecosapin und Treezmas, die die Abholung von Weihnachtsbäumen organisieren, die dann wieder eingepflanzt oder kompostiert werden, um als Mulch oder Erde in den Gärten der Natur beim Wachsen zu helfen.

  • Emmanuel Macron kündigt Bau eines Forschungsschiffes für die Polarmeere an

    Emmanuel Macron kündigt Bau eines Forschungsschiffes für die Polarmeere an

    Das Schiff wird den Namen des ehemaligen französischen Premierministers Michel Rocard tragen, der der erste Botschafter Frankreichs für die Pole war, wie Macron erklärte. Ein besonderes Schiff soll helfen, die Pole zu retten. Emmanuel Macron kündigte am Freitag, dem 10. November, zum Abschluss eines Gipfeltreffens über die Pole und polaren Gletscher in Paris den Bau eines französischen Schiffes als Teil der internationalen Polarforschung an, in die Frankreich bis 2030 etwa eine Milliarde Euro investieren will.

    Das Schiff, das zwischen Nouméa (Neukaledonien) und Hobart (Australien) stationiert sein wird und durch das meterdicke Eis der Polarmeere navigieren kann, wird zwischen dem Westpazifik und der Antarktis pendeln. Es wird den Namen des ehemaligen Premierministers Michel Rocard tragen, der der erste Botschafter Frankreichs für die Polregionen war, wie Emmanuel Macron erklärte. Angesichts des Zusammenbruchs der Gletscher des P…

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  • Emmanuel Macron in den Nachrichten von France 2 und TF1: Treibstoffbeihilfe und Einwanderung…

    Emmanuel Macron in den Nachrichten von France 2 und TF1: Treibstoffbeihilfe und Einwanderung…

    Emmanuel Macron war am Sonntag in den 20-Uhr-Nachrichten der Sender TF1 und France 2 zu Gast. Der Präsident machte bemerkenswerte Ankündigungen, insbesondere in Bezug auf Kraftstoffpreise und die Kaufkraft der Franzosen. Der Präsident der Republik war am Sonntag, dem 24. September, in den 20-Uhr-Nachrichten der Fernsehsender France 2 und TF1 zu Gast. Der Staatschef blickte zunächst auf eine „historische Woche“ zurück, in der er den britischen König Charles III. und Papst Franziskus mitten in der Rugby-Weltmeisterschaft in Marseille empfangen hatte. Der Staatschef ging außerdem auf die Themen Kaufkraft, Ökologie, Einwanderung und einige internationale Fragen ein.  Zum Thema Einwanderung: „Wir können nicht das ganze Elend der Welt aufnehmen“.Auf die Situation der Migranten auf Lampedusa angesprochen, geht Emmanuel Macron auch auf die Rede des Papstes in Marseille am vergangenen Samstag ein. Der Staatschef sagt, dass „der Papst Recht hat, wenn er zu einem Umdenken angesichts der Gleichgül…

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  • Paris-2024 soll die „grünste“ Olympiade der Geschichte werden

    Paris-2024 soll die „grünste“ Olympiade der Geschichte werden

    Mit dem erklärten Ziel, seinen CO2-Fußabdruck im Vergleich zu den vorherigen Olympischen Spielen in Rio und London zu halbieren, verspricht Paris-2024 „historische“ Spiele für das Klima. Die Organisation verfügt zwar über wichtige Trümpfe, um diese Herausforderung zu meistern, doch mehrere Unwägbarkeiten, insbesondere im Bereich des Transports, werfen die Frage auf, ob Paris in der Lage sein wird, dem ehrgeizigen Ziel gerecht zu werden. Die Olympischen und Paralympischen Spiele in Paris sollen „historisch für das Klima“ werden, wiederholt der Präsident des Organisationskomitees von Paris-2024, Tony Estanguet, immer wieder. Auch die Bürgermeisterin von Paris, Anne Hidalgo, erinnert regelmäßig daran, dass die Ökologie ein zentraler Punkt der Bewerbung der Hauptstadt um die Ausrichtung der Spiele war. Wie weit ist dieses Ziel ein Jahr vor dem Startschuss gediehen, nachdem in den letzten Monaten mehrere Polemiken die grünen Versprechungen getrübt haben? Kann Paris-2024 den hohen Ansprüchen überhaupt gerecht werden? Die Messlatte wurde sehr hoch gelegt: Der CO2-Fußabdruck der Spiele soll im Vergleich zu früheren Veranstaltungen halbiert werden. Rio 2016 und London 2012 haben 3,6 Millionen bzw. 3,4 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent, die Einheit zur Messung der Treibhausgasemissionen, ausgestoßen. Die Organisatoren haben sich ein CO2-Gesamtziel von maximal 1,5 Millionen Tonnen CO2 gesetzt, das nicht überschritten werden darf. Das ist sogar weniger als bei den Olympischen Spielen in Tokio, die wegen der Covid-19-Epidemie ohne Zuschauer auskommen mussten und trotzdem 1,9 Millionen Tonnen CO2 erreichten. Laut dem Organisationskomitee verteilt sich das Kohlenstoffbudget auf drei Bereiche: Reisen (34 %), Bauten (33 %) und Operationen – Verpflegung, Unterbringung, Logistik usw. (33 %). Ohne auf Details einzugehen, versichert man auf der Seite von Paris-2024, dass ein Jahr vor dem Startschuss der Olympischen Spiele alles nach Plan verläuft. Um die „grünsten Olympischen Spiele der Geschichte“ durchzuführen, sind sich die Experten einig, dass die Organisatoren einen großen Trumpf in der Hand haben: Sie können auf ein Maximum an bereits bestehender Infrastruktur zurückgreifen. Die Leichtathletik wird im Stade de France (in Seine-Saint-Denis) stattfinden, der Radsport im Velodrom von Saint-Quentin-en-Yvelines (Yvelines), einige Basketballwettbewerbe in Bercy; das Grand Palais auf dem Champ-de-Mars (in Paris selbst) wird Judo oder Rugby beherbergen… Insgesamt sind also etwa 95 % der Austragungsorte der Olympischen Spiele bereits gebaut. Das spart erhebliche Mengen an CO2 ein, da nur sehr wenige Neubauten notwendig sind. Nur drei Gebäude müssen speziell für die Olympischen Spiele gebaut werden: das Wassersportzentrum in Saint-Denis, das Athletendorf und das Mediendorf. Damit werden die schlechten Erinnerungen an die Spiele in Athen 2004 oder Rio 2016 in weite Ferne rücken. Damals wurden mehrere gigantische Sport- und Kultureinrichtungen gebaut, die nach einigen Monaten wieder aufgegeben wurden, weil sie zu teuer waren, um sie dauerhaft zu unterhalten und wiederzuverwenden. Darüber hinaus planen die Organisatoren, alle Sportanlagen an das öffentliche Stromnetz anzuschließen und vollständig auf Dieselgeneratoren zu verzichten. Derzeit wird die Beleuchtung des Stade de France an Spielabenden von mit Diesel betriebenen Generatoren versorgt. Für die Olympischen Spiele sollten diese nur noch sehr beschränkt eingesetzt und mit Biokraftstoff betrieben werden. Dadurch allein könnten 13.000 Tonnen CO2 eingespart werden. In der Frage der Umweltverschmutzung hebt das Organisationskomitee seine Bemühungen zur Förderung der Wiederverwendung und der Kreislaufwirtschaft hervor. Die 42.000 Stühle, 10.000 Bürotische, 6.000 Regale oder auch die 800 Arbeitsplätze, die für die Olympischen Spiele verwendet werden, werden nach der Veranstaltung wiederverwertet. Drei Viertel werden als Second-Hand-Ware weiterverkauft oder verschenkt, ein Teil wird recycelt oder zur Herstellung anderer Produkte wiederverwendet. Bei den rund 13 Millionen Mahlzeiten, die serviert werden sollen, hat man den Ehrgeiz, 25 % Produkte zu servieren, die aus einem Umkreis von weniger als 250 km von den olympischen Stätten stammen, und das vegetarische Angebot stark zu erhöhen. Andere Projekte haben allerdings viel Kritik von Umweltschützern auf sich gezogen. Das symbolträchtigste unter ihnen ist die Betonierung der Arbeitergärten von Aubervilliers, um das olympische Schwimmbad zu bauen. Ebenso mussten, um das Mediendorf in Dugny, Seine-Saint-Denis, aus dem Boden zu stampfen, sieben Hektar Parkfläche betoniert und 40 Jahre alte Bäume gefällt werden. Zwei Maßnahmen, die als schwere Beeinträchtigung der biologischen Vielfalt wahrgenommen werden. Der Verkehr als Schattenseite Zwar sollen die verschiedenen Pariser Austragungsorte der Olympischen Spiele in einem Umkreis von 10 Kilometern um das olympische Dorf liegen und alle mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sein, aber das löst nicht die Frage, wie die Millionen von Zuschauern und Sportlern aus der ganzen Welt anreisen sollen. Das kann die anderen unternommenen Anstrengungen untergraben. Wie soll man internationale Besucher davon abhalten, auf dem Luftweg nach Paris zu reisen? Die Herkunftsländer der Zuschauer werden erst nach dem Ende des Ticketverkaufs Ende 2023 bekannt sein. In der Zwischenzeit versichern die Organisatoren, dass sie „den Zug fördern“ wollen, kündigen aber bislang keine konkreten Maßnahmen an.
  • Klima: Wohlhabende unterstützen laut einer Studie eher geplante Umweltmaßnahmen

    Klima: Wohlhabende unterstützen laut einer Studie eher geplante Umweltmaßnahmen

    Für eine Mehrheit der Franzosen ist die Umwelt eines der wichtigsten Anliegen, aber die Unterstützung für Umweltmaßnahmen variiert je nach Wohnort und Lebensstandard deutlich.

    „Umweltprobleme scheinen eine der Hauptsorgen der Franzosen zu sein“, bestätigt am Dienstag die jährliche Umfrage der Direction de la recherche, des études, de l’évaluation et des statistiques (DREES), der statistischen Abteilung des Gesundheitsministeriums.

    Die Umfrage unter 4.000 Personen, die mindestens 18 Jahre alt sind, ergab jedoch, dass im Kampf gegen den Klimawandel die Bewohner der Region Paris und sozial besser gestellte Personen Umweltmaßnahmen stärker unterstützen als andere soziale Gruppen und die Bewohner ländlicher Gemeinden.

    „Einkommen und Wohnort sind zwei Faktoren, die sich auf den Grad der Akzeptanz von Umweltmaßnahmen auswirken“, schreibt die DREES in ihrer Studie. Demnach befürworten beispielsweise 57 % der Bewohner der Region Paris die Erhöhung der CO2-Steuer, während es bei den Bewohnern ländlicher Gemeinden nur 20 % und bei den Bewohnern anderer Städte etwa ein Drittel sind.

    Bei den Führungskräften befürworten 47 % gegenüber 35 % aller Befragten entsprechende Umweltmaßnahmen. Insgesamt stoßen Maßnahmen, die auf einen kohlenstoffarmen Lebensstil abzielen, aber unmittelbare negative Auswirkungen auf die Kaufkraft haben und den Alltag beeinträchtigen könnten, „auf weniger Zustimmung“.

    Die von der Regierung vorgeschlagenen Maßnahmen zur Bewältigung des Klimawandels finden also keine einhellige Zustimmung. 84 % der befragten Franzosen gaben an, dass sie „besorgt“ über „Probleme im Zusammenhang mit der Umwelt“ sind. Dies ist sogar ihre zweitgrößte Sorge, nach dem Lohnniveau und der Kaufkraft (91%) und noch vor der Angst vor Armut (83%), der Zukunft des Rentensystems (80%) und Sexismus und Gewalt gegen Frauen (78%).

  • Energiewende: Französischer Staat wird laut Elisabeth Borne 2024 zusätzlich 7 Milliarden Euro bereitstellen

    Energiewende: Französischer Staat wird laut Elisabeth Borne 2024 zusätzlich 7 Milliarden Euro bereitstellen

    Diese Investition soll dazu dienen, „energetische Erneuerungen, öffentliche Verkehrsmittel, erneuerbare Energien und den Übergang zur Landwirtschaft zu finanzieren“. Der französische Staat wird 2024 zusätzliche 7 Milliarden Euro bereitstellen, um das Tempo der Reduzierung der Treibhausgasemissionen in Frankreich zu verdoppeln und die Ziele für 2030 einzuhalten, kündigte die Premierministerin am Samstag, dem 8. Juli, in einem Interview mit der Zeitung Le Parisien an. So sollen „im Jahr 2024 7 Milliarden mehr als 2023 für die Finanzierung des ökologischen Übergangs“ ausgegeben werden. „Eine beispiellose Investition“ Ende 2023 hatte die Regierung bereits angekündigt, 2 Milliarden Euro zu mobilisieren, um den Grünen Fonds zu speisen, der ökologische Projekte von lokalen Gebietskörperschaften begleiten soll. „Dies ist eine beispiellose Investition des Staates, die dazu dienen wird, energetische Renovierungen, öffentliche Verkehrsmittel, erneuerbare Energien und den Übergang in der Landwirts…

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  • Klima: Frankreich liegt im Rennen um den ökologischen Wandel hinten

    Klima: Frankreich liegt im Rennen um den ökologischen Wandel hinten

    Frankreich ist nicht ausreichend auf den Klimawandel vorbereitet. Dies ist das Fazit des fünften Berichts des Hohen Klimarats, der Frankreich mit den Ereignissen im Jahr 2022 überfordert sieht.

    2022 war ein symbolträchtiges Jahr für die Sichtbarkeit der Folgen des Klimawandels. Brände in bislang verschonten Gebieten wurden beobachtet. 72.000 Hektar Wald und Landschaft brannten ab. Es kam zu heftigen Hagelschlägen, die Bilanz ist düster. Der einzige positive Punkt in diesem Bericht ist, dass Frankreich seine Treibhausgasemissionen senkt: minus 2,7 % bis Ende 2022. Um die gesteckten Ziele zu erreichen, müsste das bisherige Tempo bis 2030 jedoch verdoppelt werden.

    Zusätzliche Milliarden Euro sind erforderlich.
    Das Baugewerbe und die Industrie haben sich sichtbar bemüht. Energie und Verkehr aber längst nicht genug. Um den ökologischen Wandel zu finanzieren, wären dem Bericht zufolge bis 2030 jährlich 30 Milliarden Euro zusätzlich nötig. Dies könnte unter anderem dazu dienen, Wälder zu retten, die durch Abholzungen und Waldsterben immer weniger Kohlenstoff binden. Das Baumsterben ist in den letzten zehn Jahren um 50% angestiegen.