Schlagwort: Klimaschutz

  • Elisabeth Borne stellt ihren Plan für ein grünes Frankreich vor

    Elisabeth Borne stellt ihren Plan für ein grünes Frankreich vor

    Regierungschefin Élisabeth Borne bekräftigte am Donnerstag ihren Willen, die ökologische Umstellung Frankreichs zu beschleunigen. Die 22 Punkte, die die Premierministerin unter der Überschrift „France nation verte“ bearbeiten möchte, umfassen Mobilität, Wohnen, Produktion, Konsum sowie die Wiederherstellung der Biodiversität und der Ökosysteme. Die französische Premierministerin Élisabeth Borne erklärt, sie wolle 22 grosse Baustellen im Rahmen ihrer ökologischen Planung in Angriff nehmen, die sie unter dem Namen „France nation verte“ nun vorstellt. „Wir haben 22 Baustellen identifiziert, die in die Bereiche des täglichen Lebens gehören: Mobilität, Wohnen, unsere Art zu produzieren und zu konsumieren, zu denen die Wiederherstellung der Biodiversität und unserer Ökosysteme (Wasser, Böden, Wälder, Ozeane) hinzukommt, und jede Baustelle wird mit Aktionsplänen angegangen“, so die Premierministerin in einem Interview mit der Zeitung Libération, das am Donnerstag, dem 20. Oktober online geste…

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  • Emmanuel Macron: Neue Regierungsstrategie für die Herausforderungen des Herbstes

    Emmanuel Macron: Neue Regierungsstrategie für die Herausforderungen des Herbstes

    Der Präsident der Republik und die Premierministerin haben am Mittwoch mit der gesamten Regierung eine Strategie ausgearbeitet, die darauf abzielt, Klimaschutz, Energieeffizienz und Kaufkraftsicherung miteinander zu verbinden. Den Ministern wurden Fahrpläne sowie „eine Liste von 60 prioritären Politikbereichen“ übermittelt, wie Elisabeth Borne mitteilte. „Transparenz“, „Zuhören“, „Effizienz“: Emmanuel Macron und Élisabeth Borne haben am Mittwoch, dem 31. August, die gesamte Regierung zusammengerufen, um eine neue Strategie festzulegen, die von diesen drei Prinzipien geleitet werden soll, mit der schwierigen Aufgabe, Klimaschutz, Energieeinsparung und die Stützung der Kaufkraft miteinander in Einklang zu bringen. Die Minister erhielten Fahrpläne, die veröffentlicht werden sollen, sowie „eine Liste von 60 vorrangigen Politikbereichen der Regierung mit genauen Zielen“, wie die Premierministerin auf einer Pressekonferenz im Anschluss an die Sitzung mitteilte. Nach einem kurzen Ministerrat …

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  • Luftfahrt: Die Linke will Privatjets verbieten – die Regierung denkt über eine Regulierung nach

    Luftfahrt: Die Linke will Privatjets verbieten – die Regierung denkt über eine Regulierung nach

    Die Frage nach der Nutzung von Privatjets stellt sich in Frankreich mit zunehmender Dringlichkeit. Während grüne Abgeordnete ein Verbot anstreben, denkt Verkehrsminister Clément Beaune über eine Regulierung ihrer Nutzung nach. Die Sängerin Taylor Swift, der Filmemacher Steven Spielberg und die Milliardäre Bernard Arnault und Vincent Bolloré wurden diesen Sommer in den sozialen Netzwerken wegen ihrer zahlreichen Reisen in Privatjets an den Pranger gestellt. Nun zeigt auch der Verkehrsminister Clément Beaune mit dem Finger auf diese Flüge und denkt darüber nach, sie „für mehr Fairness“ zu regulieren. „Ich denke, wir müssen handeln und die Flüge mit Privatjets regulieren. Sie sind das Symbol einer Zweiklassengesellschaft“, sagte er in der Zeitung Le Parisien. Fünf Flüge an einem Tag für Vincent Bolloré.Drei Möglichkeiten könnten zur Debatte stehen: die Besitzer in die Verantwortung nehmen und sie auffordern, ihre Reisen zu mäßigen, sie zu mehr Transparenz zwingen, indem sie ihre Flugstrec…

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  • Frankreich wird wahrscheinlich seine Klimaziele für 2030 nicht erreichen

    Frankreich wird wahrscheinlich seine Klimaziele für 2030 nicht erreichen

    Trotz eines rückläufigen Trends bei den Emissionen sind die Klimaschutzmaßnahmen Frankreichs immer noch „unzureichend“, urteilte der Hohe Klimarat am Mittwoch und warnte vor „großen Risiken“, wenn die Ziele für 2030 nicht erreicht werden. Der Jahresbericht des HCC, einer unabhängigen Behörde, die bereits seit ihrer Gründung durch Emmanuel Macron jedes Jahr die „unzureichende“ Reaktion des Staates auf die globale Erwärmung kritisiert, enthält auch in diesem Jahr eine deutliche Warnung. Die Klimakrise macht ihre Auswirkungen in Frankreich mit einer Vervielfachung von Hitzewellen, Dürren oder extremen Regenfällen immer deutlicher spürbar. „Ich bin froh über das, was bisher getan wurde. Jetzt müssen wir aber den Gang wechseln, wir brauchen einen Sprung vorwärts in der Klimaaktion“, fasst die Präsidentin, die Klimatologin Corinne Le Quéré, gegenüber der Agentur AFP zusammen. Der Sprung sei notwendig, weil „große Risiken, die von Frankreich gesetzten Ziele zur Reduzierung der Treibhausgase nicht zu erreichen, fortbestehen“, heißt es in dem Bericht. Frankreich hat sich verpflichtet, seine Emissionen bis 2030 um 40% im Vergleich zu 1990 zu senken. Zu diesem Zweck legt die Nationale Kohlenstoffarme Strategie (SNBC) Emissionsobergrenzen fest, doch bereits das erste „Kohlenstoffbudget“ 2015-2018 wurde überschritten. Anschliessend hat die Regierung die Obergrenzen für 2019-2023 angehoben und damit die Massnahmen zur CO2-Reduzierung de facto verschoben. Der Zeitraum 2019-2021 blieb trotz eines „teilweisen Aufschwungs“ im Jahr 2021 unter dem geplanten Kohlenstoffbudget, allerdings hauptsächlich aufgrund der Pandemie und der Anhebung der Obergrenzen, so das HCC. Der Bericht stellt jedoch auch positive Entwicklungen fest, darunter neue Regeln für die Energieeffizienz neuer Gebäude oder die Entwicklung kohlenstofffreier Energien in der Landwirtschaft. Und zum ersten Mal sind im Jahr 2021 sind die Emissionen aller großen Sektoren rückläufig, auch wenn für die Landwirtschaft und den Verkehr dieser Rückgang „noch bestätigt werden muss“. Das Ziel Frankreichs sollte laut HCC bis 2030 bei -50% liegen. In dem Zeitraum, der Frankreich bis 2030 bleibt, müsste der Emissionsrückgang mehr als verdoppelt werden, um eine jährliche Emissionssenkung von 4,7% zu erreichen. Das entspricht einem Rückgang um durchschnittlich 16 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent pro Jahr gegenüber 8 Millionen Tonnen pro Jahr im letzten Jahrzehnt. Die bisherige Strategie sieht nur einen Rückgang um 12 Mio. t CO2-Äquivalente pro Jahr vor (durchschnittlich -3,2% pro Jahr). das Büro der Premierministerin verspricht: „Wir werden bis September alle neuen Bausteine auf den Tisch legen, mit denen wir das Ziel für 2030 erreichen können, und das wird Gegenstand von Konsultationen sein müssen.“ Abgesehen von der Kritik begrüßt der Hohe Rat, dass die Premierministerin nun direkt für die ökologische Planung zuständig ist, und empfiehlt insbesondere eine mehrjährige Programmierung der Klimafinanzierung. Um eine notwendige Sichtbarkeit für Unternehmen, Haushalte und öffentliche Einrichtungen zu schaffen. Der Bericht plädiert auch für eine „starke Umstrukturierung“ der Forst- und Holzwirtschaft, die als „Kohlenstoffsenke“ für die Erreichung der Kohlenstoffneutralität bis 2050 von entscheidender Bedeutung sind. Ihre Speicherkapazitäten fielen zwischen 2013 und 2019, bevor sie sich 2020 wieder erholten, und absorbierten in diesem Zeitraum 60% weniger als erwartet.
  • Bioethanol im Tank: Ansturm auf die Umrüstungssets

    Bioethanol im Tank: Ansturm auf die Umrüstungssets

    Immer mehr Franzosen beschliessen, ihr Fahrzeug auf Bioethanol umzurüsten, um den steigenden Kraftstoffpreisen entgegenzuwirken. Der Kauf von Umrüstungssets ist innerhalb weniger Monate explosionsartig angestiegen.

    Angesichts der steigenden Kraftstoffpreise steigen immer mehr Autofahrer in Frankreich auf Bioethanol um. Innerhalb eines Jahres hat sich die Zahl der Installationen von Umrüstungssets verachtfacht. Vincent Gonzales, der mit seinem Auto mehr als 1.000 Kilometer pro Woche zurücklegt, erklärt gegenüber Franceinfo, dass seine Spritrechnung von etwa „100 bis 110 Euro alle drei Tage“ auf „maximal 40 Euro“ für die gleiche Anzahl von Kilometern zurückgegangen ist. Innerhalb von vier Monaten hat sich die Umrüstung, für die er 1.200 Euro bezahlt hatte, also bereits rentiert. David Soublin, ein Automechaniker aus dem Großraum Paris, hat seit dem Anstieg der Kraftstoffpreise etwa zehnmal so viele Umrüstungen durchgeführt, als zuvor.

    Prämien für die Umrüstung
    Die Umstellung wird in manchen Regionen sogar gefördert, sie bieten eine finanzielle Unterstützung für die Umstellung auf Bioethanol an. Dies ist zum Beispiel in der Region Hauts-de-France der Fall, die bereits seit drei Jahren eine Prämie von bis zu 400 Euro anbietet. Der Andrang ist jedoch so groß geworden, dass die Präfektur beschlossen hat, die Förderungen nur noch für Geringverdiener anzubieten.

  • Angesichts der Klimakrise beschließen Studenten den Boykott bestimmter Unternehmen

    Angesichts der Klimakrise beschließen Studenten den Boykott bestimmter Unternehmen

    Sie nennen sich „Bifurqueurs“. Immer mehr Studenten von französischen Elitehochschulen weigern sich, für Unternehmen zu arbeiten, die nicht genug für die Umwelt tun, und rufen angesichts der Klimadringlichkeit zu einem Umdenken auf.

    Es war Anfang Mai, bei der Abschlussfeier der Ingenieurschule Agro Paris Tech. Acht Studenten kommen auf die Bühne, jeder mit einem kleinen Zettel in der Hand. Sie wenden sich an ihre Mitschüler und Kollegen mit einer Botschaft des Aufbruchs. „Agro Paris Tech bildet jedes Jahr Hunderte von Schülern aus, um in der Industrie auf verschiedene Arten zu arbeiten (…) Diese Jobs zu wählen, bedeutet, allen zu schaden, indem man den Interessen einiger weniger dient“, sagt einer von ihnen.

    Das Video machte schnell die Runde in den sozialen Netzwerken. Die Studenten bezeichnen sich selbst als „Bifurkatoren“. Mit anderen Worten: Sie weigern sich, an einem System teilzunehmen, das ihrer Meinung nach die Natur und die biologische Vielfalt zerstört. Es handelt sich um eine Art Elitenrevolte, wie Julia, eine der acht Studenten, erklärt: „Wir glauben nicht daran, dass wir die Dinge von innen heraus ändern können. Innerhalb des Systems glauben wir, dass eher das System uns verändern wird, als dass wir es verändern werden.“

    Sie wollen nützlich sein und das Bewusstsein für die globale Erwärmung schärfen: Welche Berufswahlmöglichkeiten hat die grüne Jugend?

    Trotz ihrer Abschlüsse an den bekanntesten französischen Hochschulen haben diese Studenten nun andere Pläne. Für einige könnte es die Gründung einer kollektiven Farm sein. Die meisten aber sind der Meinung, dass es die lokale Ebene ist, die die Gesellschaft so verändern kann, dass sie wieder mit den natürlichen Grenzen und Begebenheiten nachhaltig vereinbar wird.

    Junge französische Agraringenieure nicht die einzigen, die sich auflehnen. Aber bei ihnen handelt es sich um eine erste radikale Bewegung. Die anderen Aktionen sind eher konventionell. So haben beispielsweise die HEC und die Écoles Normales Supérieures offene Briefe veröffentlicht, nachdem vor vier Jahren ein Kollektiv mit dem Namen „Pour un réveil écologique“ (Für ein ökologisches Erwachen) gegründet wurde, um auf Schulen und Unternehmen Einfluss zu nehmen. Das Manifest wurde von 30.000 Hochschul-Absolventen unterzeichnet.

    Ihr Ziel ist es, von innen heraus auf das Klima aufmerksam zu machen, erklärt Rémi Vanel, Ingenieur und Mitglied des Kollektivs: „Wir haben das Glück, dass wir uns unser Unternehmen aussuchen können. Wir haben einen gewissen Handlungsspielraum. Wir werden also ein Unternehmen auswählen können, das sich wirklich engagiert und in dem wir etwas verändern können. Wie sieht die Strategie des Unternehmens aus? Welche Unternehmenspolitik wurde eingeführt, um diese Themen zu behandeln?“

    „Es ist besser, bestimmte Unternehmen zu boykottieren und zu Unternehmen zu gehen, die diese Themen wirklich berücksichtigen“, sagt Rémi Vanel, Ingenieur und Mitglied des Kollektivs „Pour un réveil écologique“ (Für ein ökologisches Erwachen) gegenüber Franceinfo.

    Für die Einen ist es eine Revolte, für die Anderen ein Erwachen. Allen gemeinsam ist das steigende Engagement einer Generation für das Klima. Die jungen Leute begnügen sich nicht mehr damit, den Müll zu sortieren, erklärt Théo Rougier, ein Aktivist und Organisator der Klimamärsche. „Es gibt eine Generation, die schon ein bisschen zu sehr im System verankert ist. Das sind Leute, die heute zwischen 40 und 50 Jahre alt sind, die einen Kredit aufgenommen und drei Kinder zu ernähren haben. Sie können noch so sehr auf diese Themen sensibilisiert sein, es ist kompliziert für sie, aus diesem System auszusteigen“, erklärt Rougier. „Deshalb findet der Umschwung in der Generation der 18- bis 24-Jährigen statt…“

    Junge Menschen mit höheren Ansprüchen an den Klimaschutz
    Gelingt es aber diesen Studenten wirklich, Einfluss auf die Unternehmen zu nehmen? Der Chef der Personalverantwortlichen in Frankreich, Benoît Serre, versichert gegenüber Franceinfo, dass das mittlerweile tatsächlich der Fall ist. Da Ingenieure sehr gefragt sind, müssen sich die Unternehmen als beispielhaft erweisen, wenn sie Studierende der Grandes Ecoles anziehen wollen. „Die gesamte neue Generation, insbesondere nach der Pandemie, ist in diesen Fragen ziemlich anspruchsvoll. Wir merken das, weil sie uns darauf ansprechen, wenn wir sie anwerben wollen.“

    Auch die Schulen tragen mittlerweile der neuen Bewegung Rechnung. Die Elite-Universität HEC in Paris zum Beispiel hat kürzlich ihr Programm überarbeitet, um die neuen klimatischen Anforderungen ihrer Studenten zu integrieren.

    Das Motto der HEC lautet: „Einfluss zu nehmen, nicht nur auf die Wirtschaft, sondern auf die Gesellschaft im weitesten Sinne, ist die wichtigste Berufung der HEC Paris.“

  • Energie und Treibstoffe für Schiffe und Flugzeuge der Zukunft

    Energie und Treibstoffe für Schiffe und Flugzeuge der Zukunft

    Der Konflikt in der Ukraine verdeutlicht die Abhängigkeit Europas von fossilen Energieträgern, auch im Verkehrsbereich. Dekarbonisierte Energieträger in Verkehr und Transport stellen daher nicht nur eine ökologische Notwendigkeit, sondern auch eine strategische Chance dar.

    Die Luft- und Seefahrt ist in hohem Maße von fossilen, aus Erdöl gewonnenen Energiequellen abhängig, allen voran Kerosin und Schweröl. Aber es gibt Lösungen…

    Es gibt zahlreiche Energielösungen, die auf die verschiedenen Verwendungszwecke zugeschnitten sind. Wind für Segelfrachtschiffe der Firma VPLP oder Passagiersegelboote von Sailcoop. In der Luftfahrt spricht man von SAFs, für Sustainable Aviation Fuels (nachhaltige Luftfahrtkraftstoffe): Zum Beispiel synthetisches Kerosin, einem Kraftstoff aus grünem Wasserstoff und CO2, das in Fabrikschornsteinen gewonnen wird.

    Auch Biokraftstoffe aus Pflanzenrückständen können eine Lösung sein, sofern sie nicht mit der Nahrungsmittelproduktion konkurrieren. Airbus arbeitet außerdem an flüssigem Wasserstoff, der kompakter ist, aber konstant bei -256 Grad gehalten werden muss. Diese Energiequelle setzt allerdings eine neue Organisation innerhalb der Flughafeninfrastruktur voraus.

    ASuf Seiten der Schifffahrt wird Ammoniak, eine chemische Verbindung aus Wasserstoff und Stickstoff, wahrscheinlich einen wichtigen Platz einnehmen, vorausgesetzt, dass die Risiken seiner Toxizität angemessen berücksichtigt werden können. Die Reedereien wenden sich auch verflüssigten Erdgas (LNG) zu, das bereits in anderen Bereichen weit verbreitet ist.

    LNG stammt jedoch zum Teil aus amerikanischem Frackinggas – ein Skandal für Umweltschützer und ein Problem für die neue Regierung, gerade hat nämlich ein wichtiger französischer Energiekonzern einen großen Vertrag mit den USA unterzeichnet hat.

    Die Produktionsketten neu erfinden
    Wasserstoff wird heute noch zu über 90% aus fossilen Energiequellen gewonnen. Um nachhaltig zu sein, muss er durch Wasserelektrolyse mithilfe von Sonnen- oder Windenergie hergestellt werden.

    Um den Bedarf der energieintensivsten Verkehrsmittel zu decken, sind hohe Investitionen in die Wasserstoff-Herstellung und -Speicherung erforderlich: In der Normandie wurde das größte Projekt zur Produktion von erneuerbarem Wasserstoff in einer Größenordnung von 200 Megawatt angekündigt.

    Die zukünftigen „Eldorados“ für Investoren in nachhaltige Kraftstoffe sind also Länder mit hoher Sonneneinstrahlung, die eine höhere Investitionsrendite bieten.

    Der Übergang zu kohlenstoffarmen Energien ist auf Dauer nicht nur eine technologische, sondern auch eine politische Revolution. Denn sobald Energie fast überall auf der Welt erzeugt werden kann, wird dies viele Abhängigkeiten und damit die geopolitische Landkarte durcheinander bringen.

  • Elisabeth Borne vor der Herausforderung der „ökologischen Planung“

    Elisabeth Borne vor der Herausforderung der „ökologischen Planung“

    Die am Montag zur Premierministerin ernannte Elisabeth Borne wird persönlich für die „ökologische Planung“ zuständig sein, ein von der Linken entliehenes Konzept, das seit den Präsidentschaftswahlen in aller Munde ist. Wie wird diese Planung nach französischem Vorbild funktionieren? Ist sie in der Lage, den ökologischen Wandel in Frankreich zu beschleunigen?  Die von Emmanuel Macron in der Endrunde der Präsidentschaftswahlen versprochene „ökologische Planung“, ein Konzept, das die Koordinierung der öffentlichen Politik zur Erreichung langfristiger Umweltziele bezeichnet, soll nun von Elisabeth Borne umgesetzt werden. Der Begriff wurde erstmals 2008 von Jean-Luc Mélenchon benutzt, dem Vorsitzenden der Partei La France insoumise (LFI), der sich wiederum von der industriellen Planung inspirieren ließ, die in den 1920er Jahren in der UdSSR und später nach dem Zweiten Weltkrieg auch in Frankreich eingeführt wurde. Gleich nach ihrem Amtsantritt am Montag, dem 16. Mai, versicherte die neue Pr…

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  • „Tag der Überschreitung“ in Frankreich: Tipps des WWF zur Eindämmung der globalen Erwärmung

    „Tag der Überschreitung“ in Frankreich: Tipps des WWF zur Eindämmung der globalen Erwärmung

    Emmanuel Macron empfing am Mittwoch, dem 4. Mai, im Élysée-Palast mehrere Klimaexperten, um seinen Überlegungen zur ökologischen Planung neue Impulse zu geben. Bei dieser Gelegenheit überreichte ihm der WWF Frankreich eine Studie mit sehr konkreten Ansätzen zur Beschleunigung eines ökologischen Übergangs. Heute ist Donnerstag, der 5. Mai, der „Erdüberlastungstag“ für Frankreich. Anders ausgedrückt: Wenn der gesamte Planet so leben würde wie wir, wären alle Rohstoffe, Fische, Bäume oder Agrarprodukte, die die Erde uns in einem Jahr liefern kann, bereits verbraucht. Laut dem World Wildlife Fund ist es möglich, dieses Datum in einem einzigen Fünfjahreszeitraum um 25 Tage nach hinten zu verschieben, was noch nie zuvor geschehen wäre. In einer 60-seitigen Studie legt der WWF sehr konkrete und realistische Ziele fest, die bis 2027 erreicht werden können. Hier nur einige Beispiele: Halbierung des Pestizideinsatzes, 25% der Anbauflächen sollen biologisch bewirtschaftet werden, jedes Jahr solle…

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  • Seit der Präsidentschaftswahl wenden sich enttäuschte Wähler NGOs und Umweltverbänden zu

    Seit der Präsidentschaftswahl wenden sich enttäuschte Wähler NGOs und Umweltverbänden zu

    In der zweiten Runde der Präsidentschaftswahlen fühlten sich viele umweltbewusste Wähler von keinem der beiden Finalisten vertreten und wenden sich daher nun NGOs und Umweltverbänden zu. Viele Wähler fanden sich im zweiten Wahlgang wieder, ohne einen Kandidaten, der sich ihrer Meinung nach ausreichend für den Klimaschutz einsetzte. Viele von ihnen wollen nun mit entsprechenden NGOs arbeiten. 530 neue Aktivisten in einer Woche bei Alternatiba. Bei der Organisation Alternatiba stellt man einen außergewöhnlichen „Wahleffekt“ fest. 530 Personen haben innerhalb einer Woche beantragt, sich der Bewegung anzuschließen. Der jüngste Präsidentschaftswahlkampf hat wieder einmal gezeigt, dass das Klima unter französischen Politikern nur schwer Gehör findet. Daher muss man sich laut Théo Rougier, Koordinator der Klimamärsche und Sprecher des Kollektivs Maintenant ou jamais, anders engagieren. Er erklärt: „Es wäre falsch zu denken, dass dies das Ende der Politik und der Beginn einer Aktion ist, die …

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