Schlagwort: Kaufkraft

  • Shrinkflation: Auch große Marken täuschen die Kunden

    Shrinkflation: Auch große Marken täuschen die Kunden

    Es gibt die Inflation, die auf den Preisschildern sichtbar ist, aber es gibt auch eine versteckte Inflation: die Shrinkflation. Bei dieser Praxis wird das Gewicht eines Artikels vom Hersteller gesenkt, während der Verkaufspreis steigt.

    Das Gewicht eines Artikels zu reduzieren und gleichzeitig den Preis zu erhöhen – das Resultat nennt sich Shrinkflation. Diese Marketingtechnik, mit der sich die Preise aufblähen lassen, wird bei grossen und namhaften Herstellern immer beliebter. In Zeiten der Inflation merken das natürlich auch die Verbraucher. „Manchmal öffne ich die gleichen Packungen, die ich normalerweise kaufe, und sehe, dass die Menge im Inneren abgenommen hat“, stellt ein Mann gegenüber dem Sender Franceinfo fest. Als Beispiel ein Packung Chips der Marke Lay’s. Die Menge des Produkts hat sich um 50 Gramm verringert. Der Preis pro Kilogramm ist gleichzeitig jedoch von 9,67 € auf 12,08 € gestiegen.

    Dasselbe gilt für eine Flasche Lipton: 25 Zentiliter weniger, aber der Literpreis des Getränks ist um 20 Cent gestiegen ist. Da etwa 40 Produkte von solchen Praktiken betroffen sind, beschloss jetzt die Leitung des Einzelhandelsunternehmens Carrefour, die Initiative zu ergreifen. „Wir werden verlangen, dass in allen unseren Filialen Etiketten auf den Produkten angebracht werden, bei denen wir Shrinkflation feststellen“, erklärte der CIO Alexandre Bompard. Tatsächlich ist Shrinkflation in Frankreich nicht illegal und die Begründungen der Industrie für Preiserhöhungen sind manchmal an Fantasie kaum zu überbieten.

  • Provence-Alpes-Côte d’Azur: Energiegutschein über 250 Euro für Haushalte mit niedrigem Einkommen

    Provence-Alpes-Côte d’Azur: Energiegutschein über 250 Euro für Haushalte mit niedrigem Einkommen

    Die Region Provence-Alpes-Côte d’Azur wird einen Energiescheck in Höhe von 250 Euro für Haushalte mit einem Steuereinkommen von unter 13.240 Euro pro Jahr auszahlen. Etwa 100.000 Haushalte sind von der Maßnahme betroffen. Am Mittwochmorgen, dem 6. September, erfreute die Ankündigung einer Hilfszahlung zur Begleichung der Energierechnung in Höhe von 250 Euro die von der Maßnahme betroffenen Einwohner der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur (PACA). Um in den Genuss dieses Zuschusses zu kommen, darf das steuerliche Einkommen des Haushalts höchstens 13.240 Euro pro Jahr betragen. Der Scheck richtet sich also an die haushalte mit den niedrigsten Einkommen. Um diese Maßnahme zu finanzieren, wandte sich die Region PACA an die Europäische Union. Es wurden 25 Millionen Euro mobilisiert. „Man meldet sich ab dem 19. September auf der Website der Region an und wird vor dem 25. Dezember bezahlt, es wird also sehr schnell gehen“, sagt Renaud Muselier, Präsident des Regionalrats der Region PACA. Insges…

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  • Lebensmittelpreise: Französischer Wirtschaftsminister kritisiert Nestlé, Pepsi und Unilever

    Lebensmittelpreise: Französischer Wirtschaftsminister kritisiert Nestlé, Pepsi und Unilever

    Der französische Wirtschaftsminister Bruno Le Maire war am Donnerstag nach einem Treffen mit Vertretern des französischen Lebensmittelhandels Gast des Fernsehsenders France 2. Le Maire griff Industrieunternehmen an, die seiner Meinung nach „viel mehr tun könnten“, um den aktuellen Preisanstieg zu bekämpfen. Bruno Le Maire nennt Namen. Der französische Wirtschaftsminister, der am Donnerstag zu Gast im Fernsehsender France 2 war, nannte die Namen von Industrieunternehmen, die seiner Meinung nach „viel mehr tun könnten“, um den Preisanstieg bei Lebensmitteln in Frankreich zu bekämpfen. Dazu zählen groß0e Unternehmen wie Nestlé, Pepsi oder Unilever, „sehr große multinationale Unternehmen, die ein wenig, aber nicht viel getan haben“, so der Minister. „Ich denke, sie könnten noch viel mehr tun“. Bruno Le Maire lobte dagegen Industrieunternehmen, die „das Spiel gespielt“ und Preissenkungen angekündigt hatten, wie der Nudelspezialist Barilla oder der Ölriese Avril, ein Unternehmen, dessen Präs…

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  • Inflation in Frankreich: Intermarché-Chef sieht Preisrückgang nicht vor März 2024

    Inflation in Frankreich: Intermarché-Chef sieht Preisrückgang nicht vor März 2024

    Nach dem starken Anstieg der Preise in den französischen Supermärkten lässt der Preisrückgang auf sich warten. Der Präsident der Intermarché-Gruppe rechnet nicht vor März 2024 mit einer Verbesserung.

    Der Preis für Einkäufe in französischen Supermärkten wird in nächster Zeit leider nicht sinken. Zwar werden hier und da in den Regalen sinkende Preise angezeigt, aber der Beginn einer Stabilisierung oder einer durchgängigen Senkung der Preise aller Marken in den großen Einzelhandelsketten ist noch nicht zu bemerken.

    Marken wie Panzani oder Lesieur hätten ihre Preise nach unten angepasst. „Andere tun es nicht“, sagte Thierry Cotillard, Vorsitzender der Handelsgruppe Les Mousquetaires (Intermarché, Netto, Bricorama), am Mittwochmorgen auf dem Sender RTL. Dabei sind die Preise für viele Rohstoffe inzwischen rückläufig und dieser Rückgang sollte sich auch in den Regalen widerspiegeln. „Wir stellen im Moment mehr Preisrückgänge bei Rohstoffen als -erhöhungen fest, zum Beispiel bei Öl, Weizen, Papier“.

    Ein negatives Beispiel bietet die Marke „Lu“ mit ihren berühmten Keksen „Petit Beurre“. Der Weizenpreis ist im Vergleich zum Januar 2022 um 6 % gesunken. Dennoch werden die Petit Beurre-Kekse bis zu 21 % teurer verkauft als vor einem Jahr.

    Thierry Cotillard versicherte auf RTL, dass Intermarché die Preissenkungen bei den Rohstoffen für seine Eigenmarken an den Handel weitergibt. Bei den großen nationalen Marken sei dies nicht der Fall. „Bei den nationalen Marken ist der Hersteller gesetzlich nicht verpflichtet, die Preise neu zu verhandeln“. Aus diesem Grund erwartet der Einzelhandel eine Verbesserung nicht vor März 2024, wenn die Industrie und die großen Einzelhandelsunternehmen dann ihre Einkaufspreise für das laufende Jahr 2024 neu verhandeln.

  • Inflation in Frankreich: Das neue Schuljahr startet unter dem Einfluss steigender Preise

    Inflation in Frankreich: Das neue Schuljahr startet unter dem Einfluss steigender Preise

    In diesem August sind die Lebensmittelpreise in Frankreich im Jahresvergleich um 12,4 % gestiegen. Zusammen mit den Benzinpreisen, den Strompreisen und allem anderen ist die vom Staat versprochene Beruhigung der Lage bei der Kaufkraft in weite Ferne gerückt. Inflation bleibt das Schlüsselwort des Beginns des neuen Schuljahres. Ende des Sommers 2023 tut der anstehende Schulanfang dem Geldbeutel der Eltern besonders weh. Zum Beispiel der Zucker verzeichnet bei den Handelsmarken im August 2023 einen Preisanstieg von 40 % im Vergleich zum Vorjahr. Die Preise einiger Produkte gehen also weiterhin durch die Decke. „Ob Eier, Butter, Käse, diese Art von Produkten, man spürt wirklich, dass es einen Anstieg gibt“, stellt ein Verbraucher auf dem Sender France 2 fest. Vor dem Sommer hatte hatte die Regierung noch versprochen, die Preise durch neue Verhandlungen zwischen Herstellern und dem Einzehlandel zu senken. „Im Herbst werden wir eine sichtbare Preissenkung in den Regalen sehen“, hatte Olivia…

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  • Tourismus: Korsika erlebt deutlichen Rückgang der Touristenzahlen

    Tourismus: Korsika erlebt deutlichen Rückgang der Touristenzahlen

    In diesem Sommer erlebt Korsika einen spürbaren Rückgang der Touristenzahlen. Der Hauptgrund dafür ist die Inflation und die schwindende Kaufkraft der Franzosen.

    Wo bleiben in diesem Jahr die Touristen? Die Ufer des Flusses Restonica (Haute-Corse) sind fast menschenleer. Einige Familien genießen die Ruhe des Flusses – zu ihrem eigenen Erstaunen, wenn man die Jahreszeit bedenkt. Auch auf einem nahen Campingplatz herrscht keine großes Treiben. Es stehen zahlreiche Stellplätze zur Verfügung, nur wenige Wohnwagen haben sich eingefunden. Der Mangel an Touristen wird sich in der finanziellen Bilanz der Branche bemerkbar machen. „In diesem Juli sehen wir einen großen Unterschied, etwa 30 % weniger“, erklärt Jeannine Mariotti, Geschäftsführerin des Campingplatzes in Tuani dem Sender France 3.

    Die gleiche Situation herrscht in einem Restaurant im Tal. In den 25 Jahren seines Bestehens erlebt das Lokal eine seiner schlechtesten Saisons. Über die Ursachen dieses trüben Sommers herrscht Einigkeit. „Wir bekommen die finanzielle Krise zu spüren“, sagt Jean-Christophe Barrau, Manager des Hotels Arena Le Refuge. Korsika leidet auch unter der Konkurrenz anderer Mittelmeerziele, die in dieser Zeit der Inflation erschwinglicher sind. Der Tourismussektor auf Korsika muss sich also wohl eine neue Strategie überlegen, um für Touristen wieder attraktiv zu werden.

  • Kaufkraft: Mehrere Millionen französische Beamte sollen eine Sonderprämie erhalten

    Kaufkraft: Mehrere Millionen französische Beamte sollen eine Sonderprämie erhalten

    Französische Beamte können bis zum Ende des Jahres eine Sonderprämie zwischen 300 und 800 Euro erhalten. Sie müssen jedoch bestimmte Bedingungen erfüllen, um Anspruch darauf zu haben.

    Die am 12. Juni vom Minister für den öffentlichen Dienst, Stanislas Guerini, angekündigte Sonderprämie für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes wird vor Ende des Jahres 2023 ausgezahlt.

    Gemäß einem Erlass vom 31. Juli betrifft diese Prämie die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes des Staates, des öffentlichen Dienstes der Krankenhäuser und die Angehörigen des Militärs. Nach Angaben der Regierung sollen etwa 70 % der Krankenhausbediensteten und die Hälfte der Staatsbediensteten die Prämie erhalten.

    Die Website Service-Public listet die kumulativen Bedingungen auf, die erfüllt sein müssen, um die Sonderprämie zu erhalten:

    Vor dem 1. Januar 2023 von einem öffentlichen Arbeitgeber eingestellt oder ernannt worden sein und am 30. Juni 2023 noch im Amt sein. Zwischen dem 1. Juli 2022 und dem 30. Juni 2023 ein Gehalt von höchstens 39.000 € brutto erhalten zu haben, d. h. maximal 3.250 € brutto pro Monat.

    Die Beträge der Prämie werden zwischen 300 und 800 Euro betragen, je nach Berechnung auf der Grundlage des zwischen dem 1. Juli 2022 und dem 30. Juni 2023 erhaltenen Bruttogehalts.

    • Bei einem Gehalt bis zu 23.700 € gibt es eine Prämie von 800 €.
    • Bei einem Gehalt über 23.700 € und bis höchstens 27.300 € beträgt die Prämie 700 €.
    • Bei einem Gehalt über 27.300 € und bis höchstens 29.160 € beträgt die Prämie 600 €.
    • Bei einem Gehalt über 29.160 € und höchstens 30.840 € beträgt die Prämie 500 €.
    • Bei einem Gehalt über 30.840 € und höchstens 32.280 € beträgt die Prämie 400 €.
    • Bei einem Gehalt über 32.280 € und höchstens 33.600 € beträgt die Prämie 350 €.
    • Bei einem Gehalt über 33.600 € und bis zu 39.000 € beträgt die Prämie 300 €.
  • Kaufkraft: Einkaufen in Deutschland ist für viele Franzosen eine kostengünstige Lösung

    Kaufkraft: Einkaufen in Deutschland ist für viele Franzosen eine kostengünstige Lösung

    Im derzeitigen inflationären Umfeld fahren viele Bewohner der französischen Grenzgebiete nach Deutschland, um ihre Einkäufe zu erledigen. Diese Lösung erweist sich als kostengünstig – wenn man weiß, wie man es anstellt.

    Über die deutsche Grenze fahren, um weniger zu bezahlen. Alain Bohn verwaltet sein Einkaufsbudget auf den Euro genau. Bevor er sich auf den Weg macht, durchforstet der Mann aus Châtenois (Bas-Rhin) deutsche und französische Werbebroschüren, um die niedrigsten Preise zu finden. Auf der anderen Seite des Rheins ist nämlich nicht alles billiger. Der Elsässer lebt 30 Minuten von deutschen Geschäften entfernt. Die Hin- und Rückfahrt kostet ihn etwa 5 Euro an Treibstoff. Einige Produkte wie Katzenfutter oder Vanillezucker werden im Vergleich zu französischen Geschäften in Deutschland nur halb so teuer angeboten.

    500 Euro Ersparnis im Jahr
    Die Ersparnisse summieren sich sehr schnell. Insgesamt gab der Familienvater bei seinem Einkauf 161 Euro aus, das sind rund 50 Euro weniger als bei einem entsprechenden Einkauf in Frankreich. Anschließend geht der Einkauf in einem Drogeriemarkt für Reinigungs- und Hygieneprodukte weiter. Alain Bohn reist etwa alle zwei Monate nach Deutschland. Er reduziert auf diese Weise seine Ausgaben um fast 500 Euro pro Jahr. Vor seiner Rückkehr macht er einen letzten Abstecher zur Zapfsäule und spart 7 Euro bei seiner Tankfüllung Diesel.

  • Kaufkraft: Die Gemeinde Denain bietet allen Einwohnern eine Unterstützung von 50 Euro an

    Kaufkraft: Die Gemeinde Denain bietet allen Einwohnern eine Unterstützung von 50 Euro an

    In Denain im Norden Frankreichs bekommen alle Einwohner einen Zuschuss von 50 Euro, um den steigenden Preisen entgegenzuwirken. Die Gemeinde hatte dieses Experiment bereits im letzten Jahr durchgeführt, sehr zur Freude der Einwohner. Vor dem Rathaus von Denain (Nord) bildete sich schon lange vor der Öffnung der Türen eine Schlange. Die Einwohner haben es eilig, ihren Scheck zu erhalten. „Das tut gut, vor allem bei all dem, was im Moment teurer wird“, bekräftigt eine Frau auf dem Sender France 2. Die Gemeinde bietet 50 Euro pro Haushalt ohne Bedürftigkeitsprüfung, eine willkommene Anschubaktion in einer Stadt, in der 30 % der Bevölkerung arbeitslos sind. Die Aktion kostete die Gemeinde im letzten Jahr 400.000 Euro. Im letzten Jahr wurden 6.231 Schecks verteilt, was die Gemeinde insgesamt 400.000 Euro kostete, was immerhin 2 % des städtischen Haushalts entsprach. Die Stadtverwaltung hatte bei anderen Ausgaben gekürzt. „Wir machen es dieses Jahr wieder, weil die Leute es brauchen. Wenn di…

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  • Inflation in Frankreich: Die südöstlichen Departements sind besonders betroffen

    Inflation in Frankreich: Die südöstlichen Departements sind besonders betroffen

    Die Inflation ist nicht überall in Frankreich gleich hoch. Die Höhe der Preise hängt auch davon ab, wo man lebt. Bouches-du-Rhône ist eines der Departements, in denen der Preisanstieg am stärksten ist.

    Bouches-du-Rhône, Var und Alpes-Maritimes sind die drei Departements, in denen das Leben teurer ist als in anderen Regionen Frankreichs. Laut einer NielseniQ-Studie sind die Inflationsraten in diesen Departements jetzt auf 8,4 % gestiegen und liegen damit über dem nationalen Durchschnitt. Auf einem Markt in La Ciotat spüren es auch die Kunden. „Es ist im Vergleich zu den Vorjahren gestiegen“, sagt eine Frau auf dem Sender France 3. Ein Mann versichert, dass „es so nicht weitergehen kann“. Hier scheinen die Franzosen auf ihre Kaufkraft besonders zu achten.

    „Die Leute sind sehr vorsichtig“
    Einige Ladenbesitzer stellen einen Rückgang der Kundenzahlen fest. „Der Sonntag ist ein bisschen ein Ausnahmetag. […] An den anderen Tagen, an denen gearbeitet wird, sind die Leute sehr vorsichtig. Sie achten darauf, was sie kaufen“, sagt der Kaufmann Roland Chabriel. Die Händler sind gezwungen, ihre Preise zu erhöhen, und die Franzosen befinden sich in der Zwickmühle. Laut Banque de France soll die Inflation bis zum Ende des Jahres allmählich zurückgehen.