Kategorie: Wirtschaft

  • Blackout an der Côte d’Azur: Anarchistische Gruppen bekennen sich zu Sabotage

    Blackout an der Côte d’Azur: Anarchistische Gruppen bekennen sich zu Sabotage

    Ein massiver Stromausfall hat am Samstag, dem 24. Mai 2025, weite Teile der französischen Riviera lahmgelegt – darunter auch Cannes, das sich mitten in der glamourösen Abschlussphase seines weltberühmten Filmfestivals befand. Nun haben sich zwei anonyme Gruppen, die sich selbst als „anarchistische Banden“ bezeichnen, zu dem Sabotageakt bekannt. Ihr Ziel: nicht nur das Festival zu stören, sondern auch ganz allgemein ein Zeichen gegen das „industrielle System“ zu setzen.


    „Coupez!“ – Der Ruf nach Dunkelheit

    In einem anonymen Schreiben erklären die Verfasser, dass sie den Hauptstromverteiler für die Stadt Cannes sabotiert und eine 225-kV-Leitung aus Nizza durchtrennt haben. Ihr erklärtes Ziel: „nicht nur das Festival [von Cannes] zu stören, sondern auch alle industriellen Einrichtungen vom Strom zu trennen“. Sie kritisieren das Festival als Symbol eines „tödlichen Systems“ und schließen mit dem provokanten Satz: „Wir sind nicht auf einem Filmset, aber ‚Cut!‘ fasst unseren Wunsch gut zusammen: dieses System abzuschalten.“


    160.000 Haushalte ohne Strom

    Die Auswirkungen waren erheblich. Die Küstenstädte zwischen Antibes und dem Var sowie einige weiter im Landesinneren gelegene Gemeinden waren von der Stromversorgung abgeschnitten. Der Betreiber RTE musste die betroffene Hochspannungsleitung außer Betrieb nehmen, wodurch rund 160.000 Haushalte ohne Strom waren. Auch drei der vier Träger eines Hochspannungsmastes wurden durchtrennt, was den Verdacht auf einen gezielten Sabotageakt erhärtet.


    Weitere Sabotage in Nizza

    In der Nacht von Samstag auf Sonntag wurde ein weiterer Sabotageakt verübt: Ein Transformator in Nizza wurde in Brand gesetzt, wodurch 45.000 Haushalte betroffen waren. Die Behörden haben eine strafrechtliche Untersuchung eingeleitet. Der Bürgermeister von Nizza verurteilte die Tat scharf und ordnete an, alle sensiblen elektrischen Infrastrukturen der Stadt unter Polizeischutz zu stellen.


    Festival de Cannes: Ein Angriff auf die Kultur?

    Obwohl die Behörden betonen, dass keine direkte Bedrohung für das Festival bestand, war der Zeitpunkt des Angriffs auffällig. Die Stromausfälle unterbrachen mehrere Filmvorführungen, doch die Abschlusszeremonie konnte dank Notstromaggregaten wie geplant stattfinden. Der iranische Regisseur Jafar Panahi wurde für seinen regierungskritischen Film „Es war nur ein Unfall“ mit der Goldenen Palme ausgezeichnet – das sorgte für diplomatische Unruhe.


    Ermittlungen laufen auf Hochtouren

    Die Staatsanwaltschaften prüfen derzeit die Echtheit des Bekennerschreibens. Ein französischer Europaabgeordneter sprach von „Terrorakten“ und forderte eine kompromisslose Verfolgung der Täter. Es wird auch untersucht, ob es Verbindungen zu anderen Sabotageakten in Europa gibt. Der Verdacht liegt nahe, dass hinter den Aktionen eine gut organisierte Gruppe steht.


    Sicherheit der Infrastruktur

    Die jüngsten Ereignisse werfen ein Schlaglicht auf die Verwundbarkeit kritischer Infrastrukturen. Die Behörden stehen nun vor der Herausforderung, die Sicherheit zu gewährleisten und weitere Anschläge dieser Art zu verhindern.

    Von Andreas M. Brucker

  • Trump zündet neue Zollbombe: EU und Apple im Visier

    Trump zündet neue Zollbombe: EU und Apple im Visier

    Donald Trump auf der internationalen Handelsbühne – es wird lauter denn je. Mit einer Ankündigung, die selbst abgebrühte Diplomaten ins Grübeln bringt, will der ehemalige US-Präsident ab dem 1. Juni 2025 alle Importe aus der Europäischen Union mit einem 50-prozentigen Zoll belegen. Gleichzeitig droht er mit einem 25-prozentigen Strafzoll auf Smartphones, die nicht in den USA produziert werden – Apples iPhones inklusive.

    Zollkeule statt Verhandlungstisch

    Trump hat offenbar genug vom diplomatischen Geplänkel. In gewohnt kämpferischer Manier poltert er gegen das, was er als unfaire Handelspraktiken der EU bezeichnet. Die Gespräche? Angeblich „festgefahren“. Der Ton? Konfrontativ. Das Ziel? Das gigantische Handelsdefizit von über 235 Milliarden US-Dollar in den Griff bekommen – mit Zöllen als politischem Vorschlaghammer.

    Die Zahlen sind beeindruckend: Waren im Wert von 600 Milliarden US-Dollar fließen jährlich aus der EU in die USA. Trumps Zollplan würde diese Ströme empfindlich treffen – von Autos über Agrarprodukte bis hin zu Luxusgütern.

    iPhone unter Beschuss

    Besonders heftig trifft Trumps Kurs den Tech-Sektor. Apple steht sinnbildlich für die Globalisierung dieser Branche – Design aus Kalifornien, Fertigung in China, Verkauf weltweit. Jetzt verlangt Trump von Apple-Chef Tim Cook die Rückkehr der Produktion in die USA. Und das mit Nachdruck: Wer sich nicht fügt, zahlt drauf. 25 Prozent Zoll auf jedes importierte Smartphone – das könnte den Preis eines iPhones um mehrere Hundert Dollar erhöhen.

    Aber mal ehrlich: Wie realistisch ist das? Die Apple-Fertigungsstraße ist eine komplexe Maschinerie, die nicht mal eben über Nacht verlegt werden kann. Ein Umzug in die USA würde Milliarden verschlingen, neue Infrastruktur erfordern und natürlich auch Jobs in Asien kosten – ganz zu schweigen von den Zeitverzögerungen, die das mit sich bringt.

    Die EU reagiert gereizt

    Natürlich bleibt so eine Ansage nicht unbeantwortet. Aus Brüssel hagelt es Kritik. Die EU pocht auf gegenseitigen Respekt und kündigt an, sich zu wehren, sollte Trump ernst machen. Besonders laut wird Irlands Premierminister, der die Auswirkungen auf sensible Industrien wie Pharma und Halbleiterproduktion anspricht. Verständlich, denn viele dieser Produkte sind elementar für die US-Wirtschaft – ein Bumerang-Effekt scheint also vorprogrammiert.

    Frankreich und Deutschland stellen sich demonstrativ hinter die EU-Kommission. Von Nachgiebigkeit keine Spur – die Fronten verhärten sich. Und damit auch die Aussichten auf eine kurzfristige Entspannung.

    Finanzmärkte im Alarmmodus

    Kaum war Trumps Ankündigung über den Ticker gelaufen, brach an den Börsen wieder Nervosität aus. Der S&P 500 sackte ab, Apples Aktie verlor binnen Stunden über 2,6 Prozent – ein Börsenwert von rund 70 Milliarden Dollar verpuffte quasi über Nacht. Auch Europas Börsen reagierten mit Kursverlusten. Und das ist vermutlich erst der Anfang.

    Denn ökonomisch könnten die neuen Zölle wie ein Brandbeschleuniger wirken: Steigende Preise, gestörte Lieferketten, weniger Konsumfreude. Die Rechnung zahlen am Ende – wie so oft – die Verbraucher. Wer will schon 1.600 Dollar für ein neues iPhone hinblättern?

    Ein Schachzug mit Risiken

    Trump spielt ein gefährliches Spiel – keine Frage. Er setzt auf maximale Eskalation in der Hoffnung, dass seine Gegner einknicken. Doch was, wenn die EU sich nicht beeindrucken lässt? Was, wenn Apple nicht mitspielt? Dann könnte sich sein Plan ins Gegenteil verkehren. Statt wirtschaftlicher Stärke droht dann ein veritabler Handelskrieg, bei dem alle verlieren.

    Gleichzeitig könnte der Konflikt die politische Weltlage neu ordnen. China, bislang Trumps Lieblingsgegner, rückt in der Rhetorik plötzlich in den Hintergrund. Stattdessen gerät Europa ins Fadenkreuz – eine überraschende Wendung, die internationale Bündnisse ins Wanken bringen könnte.

    Und nun?

    Die Uhr tickt. Der 1. Juni steht vor der Tür und mit ihm die Frage: Bleibt es bei der Drohung oder zieht Trump tatsächlich die Zollschraube an? Die Antwort darauf wird nicht nur in Washington und Brüssel mit Spannung erwartet, sondern weltweit. Denn was hier passiert, betrifft weit mehr als nur Handelszahlen – es geht um das wirtschaftliche Gleichgewicht der westlichen Welt.

    Klingt dramatisch? Ist es auch.

    Von C. Hatty

  • Tod auf dem Wasser: Wie ein Kind in Arcachon starb – und was das über die Risiken im Fischereisektor verrät

    Tod auf dem Wasser: Wie ein Kind in Arcachon starb – und was das über die Risiken im Fischereisektor verrät

    Der 21. Mai 2025 wird für viele Menschen in Arcachon in tragischer Erinnerung bleiben. An diesem Mittwoch verlor ein achtjähriger Junge sein Leben, als sein kleines Segelboot mit einer Fischereibarke kollidierte. Was wie ein tragischer Unfall beginnt, entpuppt sich bald als erschütterndes Beispiel dafür, wie Drogenkonsum und Regelmissachtung in einem gefährlichen Arbeitsumfeld zu tödlichen Konsequenzen führen können. Der verantwortliche Kapitän – ein 30-jähriger Mann – wurde positiv auf Cannabis und Kokain getestet. Laut eigener Aussage hatte er am Vorabend konsumiert und am Unglückstag zu schnell in einer klar regulierten Zone manövriert, obwohl Nebel und schlechte Sichtverhältnisse herrschten. Ein gravierender Regelverstoß, der nicht nur einen kleinen Jungen das Leben kostete, sondern auch die Öffentlichkeit aufhorchen lässt. Die unsichtbare Last in der Fischerei Was trieb den Kapitän zu solch rücksichtlosem Verhalten? Die Ermittlungen deuten auf ein tiefer liegendes Problem hin, das…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Kommentar: Bremsen Sie sich, Herr Darmanin!

    Kommentar: Bremsen Sie sich, Herr Darmanin!

    Manchmal fragt man sich, ob Politiker eigentlich noch wissen, wie normale Menschen leben. Gérald Darmanin, Frankreichs Justizminister, schlägt allen Ernstes vor, das Bargeld abzuschaffen – um den Drogenhandel zu bekämpfen. Ein Vorschlag, der klingt, als hätte er ihn zwischen zwei Meetings mit Beratern für „innere Sicherheit“ und „digitale Zukunft“ mal eben aus dem Hut gezogen. Und dabei vergessen: Bargeld ist kein Problem – es ist für viele ein letzter Halt.

    Es geht hier nicht nur um Scheine und Münzen.

    Es geht um Vertrauen. Um Freiheit. Um das Gefühl, selbst zu bestimmen, wie man mit seinem Geld umgeht. Um die Oma auf dem Wochenmarkt, die ihre Erdbeeren verkauft – für Bargeld. Um den Bauarbeiter, der am Wochenende ein bisschen was nebenbei macht – bar. Um die Friseurin, die sich das Monatsende mit ein paar 10-Euro-Scheinen Trinkgeld rettet – bar. Um all die Menschen, die nicht jeden Schritt digital dokumentieren wollen.

    Drogenhandel bekämpfen, schön und gut. Aber mit einem Vorschlag, der das Leben von Millionen verändert und kriminalisiert, wer Bargeld nutzt? Das ist übergriffig. Und gefährlich.

    Natürlich ist der digitale Zahlungsverkehr praktisch. Natürlich soll man Verbrechen verfolgen können. Aber nicht um den Preis der Selbstbestimmung. Und nicht mit einem Vorschlag, der suggeriert: Wer bar zahlt, hat etwas zu verbergen.

    Ganz ehrlich: Wie wäre es, Herr Minister, wenn Sie zuerst bei den wirklichen Problemen ansetzen – bei maroden Ermittlungsstrukturen, bei überlasteten Polizeieinheiten, bei korrupten Netzwerken? Da wäre genug zu tun.

    Was Sie da vorhaben, ist ein Generalverdacht gegen alle. Und das ist nicht mutig – das ist bequem. Und ignorant.

    Bremsen Sie sich, Herr Darmanin! Bevor wir in einem Land aufwachen, in dem man für einen Fünfziger bar schon schief angeschaut wird. Das wollen wir nicht.

    Und das brauchen wir auch nicht.

    Von C. Hatty

  • Protest gegen rechtsgerichteten Medien-Chef Bolloré: Widerstand auf dem Wasser und an Land

    Protest gegen rechtsgerichteten Medien-Chef Bolloré: Widerstand auf dem Wasser und an Land

    Was als spektakuläre Protestaktion auf See geplant war, wurde zu einem lautstarken Aufstand am Strand. Trotz eines strikten Verbots durch die Präfektur haben am 24. Mai 2025 rund 300 Menschen in Fouesnant klargemacht: Der Einfluss von Vincent Bolloré, dem umstrittenen rechtsgerichteten Medienmogul, ist für sie ein Angriff auf die Demokratie – und sie wollen das nicht länger hinnehmen. Segel gegen die Medienmacht Eigentlich sollte es ein symbolträchtiger Protest im Archipel der Glénan werden. Ziel: Die Insel Loc’h, im Privatbesitz der Familie Bolloré. Doch die Behörden schoben dem einen Riegel vor – angeblich aus Sorge um Sicherheitsvorkehrungen und den Schutz des ökologisch sensiblen Gebiets, das unter dem Schutzprogramm Natura 2000 steht. Die Demonstranten ließen sich davon nicht beirren. Statt auf dem Wasser, verliehen sie ihrem Protest auf dem Strand Ausdruck. Am Cap-Coz in Fouesnant entstand ein buntes, lautstarkes Bild des Widerstands. Transparente flatterten im Wind, Sprechchöre …

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Verheerende Regenfluten in Lavandou: Urlaubsidylle zerstört und Sommersaison in Gefahr

    Verheerende Regenfluten in Lavandou: Urlaubsidylle zerstört und Sommersaison in Gefahr

    Das mediterrane Paradies an der Côte d’Azur ist kaum wiederzuerkennen. Am 20. Mai 2025 prasselten innerhalb weniger Stunden bis zu 255 Liter Regen pro m2 auf Le Lavandou herab – eine Sintflut, die die malerische Küstenstadt in einen Krisenmodus versetzte. Statt Sonnenbaden am Strand hieß es plötzlich: retten, bergen, hoffen.

    Cavalière im Wasserstrudel Insbesondere das Quartier Cavalière wurde vom Unwetter regelrecht überrannt. Autos trieben durch die Straßen, Brücken wurden unterspült, Strommasten umgerissen. Der Ortsteil sieht jetzt aus wie nach einem Erdbeben – nur dass das Beben aus dem Himmel kam. Zwei Senioren verloren ihr Leben. Sie wurden von den rasch ansteigenden Fluten überrascht – ein Albtraum inmitten des eigentlich so friedlichen Küstenorts. Bürgermeister Gil Bernardi sprach von einer „Apokalypse“ – einem Ereignis, das alle bisherigen Vorstellungen sprengte.

    Infrastruktur in Trümmern Die moderne Kläranlage…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Tomaten-Krise in Frankreich: Wenn heimische Bauern gegen Billigimporte kämpfen

    Tomaten-Krise in Frankreich: Wenn heimische Bauern gegen Billigimporte kämpfen

    Frankreichs Tomatenbauern stehen unter Druck – und zwar gewaltig. Seit Wochen machen sie lautstark auf ein Problem aufmerksam, das nicht nur ihre Existenz bedroht, sondern ein Symptom tiefer liegender Ungleichgewichte im europäischen Agrarmarkt ist. Die Konkurrenz aus Marokko bringt die französische Landwirtschaft ins Wanken – mit drastischen Folgen.


    Preis-Schock auf dem Markt

    Ein Blick auf das Preisschild reicht aus, um die ganze Misere zu verstehen: Marokkanische Kirschtomaten gibt es für 99 Cent pro Schale. Die französische Variante kostet im Vergleich stolze 1,50 Euro. Warum dieser Unterschied? Die Antwort ist ebenso einfach wie bitter: Günstigere Arbeitskräfte, niedrigere Sozialabgaben und geringere Produktionskosten im Ausland machen es möglich. Die EU-Handelsabkommen setzen dem Ganzen die Krone auf – fast zollfrei strömen marokkanische Tomaten auf den europäischen Markt.

    Die Folge? Französische Tomaten bleiben liegen. Oder schlimmer – sie landen auf dem Kompost.


    Wenn Bauern in den Supermarkt marschieren

    In der Bretagne ist der Unmut über diese Entwicklung in handfeste Aktionen umgeschlagen. Tomatenproduzenten besuchten Supermärkte – nicht zum Einkaufen, sondern um fremde Ware sichtbar zu machen. „Herkunft: Marokko“ prangte plötzlich auf vielen Verpackungen. Ein stiller, aber eindringlicher Protest. Die Botschaft: Liebe Kundinnen und Kunden, schaut genauer hin, was ihr da kauft.

    Mit dieser ungewöhnlichen Aktion wollen die Landwirte nicht nur aufklären, sondern auch den Handel unter Druck setzen. Denn wenn niemand mehr zur ausländischen Billigtomate greift, bleibt sie im Regal liegen – ein kleiner Sieg für die Regionalität.


    Verlorene Ernte, verlorene Hoffnung

    Das Problem ist größer als ein paar Etiketten. Viele Produzenten berichten, dass sie einen Teil ihrer Ernte gar nicht mehr verkaufen können. Die Nachfrage sinkt, weil der Preisunterschied zu groß ist. Das Resultat: volle Gewächshäuser, leere Konten, blanke Nerven.

    Für manche Höfe ist das mehr als ein wirtschaftliches Problem – es geht ums Überleben. Familienbetriebe, die über Generationen hinweg Tomaten angebaut haben, stehen plötzlich mit dem Rücken zur Wand. Und mit ihnen verschwindet ein Stück kulinarische Kultur und landwirtschaftliches Know-how.


    Billig ist nicht immer besser

    Es drängt sich eine Frage auf: Was ist uns regionale Landwirtschaft wirklich wert? Die marokkanische Tomate mag auf den ersten Blick günstiger sein, doch der wahre Preis zeigt sich anderswo – in geschlossenen Betrieben, in Arbeitslosigkeit und in einem schleichenden Verlust an Selbstversorgung.

    Die französischen Bauern fordern daher nicht weniger als eine Agrarwende. Sie wollen fairen Wettbewerb, mehr Transparenz im Handel und vor allem eines: Dass sich Qualität und Herkunft wieder lohnen. Die Politik ist gefragt, aber auch die Verbraucher – denn wer kauft, hat Macht.


    Ein Plädoyer für Regionalität

    Tomaten aus der Bretagne oder Provence sind mehr als nur Gemüse. Sie stehen für Geschmack, Handwerk, Tradition – und ein Versprechen, dass Landwirtschaft auch in Zeiten der Globalisierung Bestand haben kann. Doch dafür braucht es Spielregeln, die Fairness garantieren.

    Denn wenn wir weiter zulassen, dass Preis alles schlägt, werden bald nicht nur Tomaten aus Frankreich verschwinden. Dann wird auch der letzte junge Landwirt sagen: „Das tu ich mir nicht mehr an.“

    Vielleicht ist es an der Zeit, beim nächsten Einkauf zweimal hinzuschauen. Denn hinter jeder Tomate steckt eine Geschichte – manchmal sogar eine ganze Existenz.

    Von C. Hatty

  • Goldfieber in der Bretagne: Zwischen Hoffnung und heftiger Kritik

    Goldfieber in der Bretagne: Zwischen Hoffnung und heftiger Kritik

    In der Bretagne bahnt sich etwas an, das fast an einen Westernfilm erinnert – Goldsuche. Doch was nach romantischer Schatzsuche klingt, sorgt vielerorts für Aufregung, Widerstand und ernste Debatten. Drei Anträge auf exklusive Schürfrechte durch die Firma Breizh Ressources lassen derzeit die Emotionen hochkochen. Die Rückkehr des Bergbaus – ausgerechnet in der Bretagne? Die Bretagne war schon früher Schauplatz intensiver Bergbautätigkeit. Nun nimmt die Region wieder eine Schlüsselrolle ein – diesmal in einer Zeit, in der der Bedarf an strategischen Metallen für Technologien der Zukunft massiv steigt. Die Firma Breizh Ressources, Tochter des kanadischen Unternehmens Aurania Resources, hat gleich drei sogenannte PER (Permis Exclusifs de Recherche) beantragt – mit den mythisch klingenden Namen EPONA, TARANIS und BÉLÉNOS. Insgesamt geht es um eine Fläche von über 850 Quadratkilometern in der Bretagne und im angrenzenden Pays de la Loire. Was steckt hinter diesen Namen?

    EPONA betrifft 51 k…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Macron will zurückrudern: Europas Unternehmen künftig ohne Regeln im Menschenrechts- und Umweltschutz?

    Macron will zurückrudern: Europas Unternehmen künftig ohne Regeln im Menschenrechts- und Umweltschutz?

    Es war ein historischer Meilenstein: Mit der Verabschiedung der EU-Richtlinie über die unternehmerische Sorgfaltspflicht (CS3D) im April 2024 schien Europa einen klaren Kurs einzuschlagen – hin zu mehr Verantwortung von Großunternehmen gegenüber Mensch und Umwelt. Doch nun, kaum ein Jahr später, stellt Frankreichs Präsident Emmanuel Macron diesen Kurs offen infrage. Und zwar auf einem denkbar symbolträchtigen Schauplatz: dem „Choose France“-Wirtschaftsgipfel. Was ist passiert? Die CS3D verpflichtet große Unternehmen in der EU, entlang ihrer gesamten Wertschöpfungskette auf Menschenrechte und Umweltschutz zu achten. Das betrifft nicht nur die eigene Produktion, sondern auch Zulieferer und Subunternehmen – egal wo auf der Welt sie sitzen. Inspiriert wurde die Richtlinie von einem französischen Gesetz aus dem Jahr 2017. Ironischerweise stammt also der Ursprung der Regelung genau aus dem Land, das nun einen Rückzieher machen will. Macrons Argument: Die Richtlinie schade der Wettbewerbsfähi…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Katastrophe im Var: Tote, Zerstörung – und Hoffnung auf Hilfe vom Staat

    Katastrophe im Var: Tote, Zerstörung – und Hoffnung auf Hilfe vom Staat

    Als am 20. Mai 2025 im südfranzösischen Département Var der Himmel seine Schleusen öffnete, hatte niemand mit einem solchen Unwetter gerechnet. Binnen Stunden wurde aus einem gewöhnlichen Regentag ein Albtraum – mit tödlichen Folgen.

    Drei Menschen starben in den Fluten, Häuser wurden verwüstet, Straßen und Brücken weggespült. Jetzt fordern Bürgermeister, Minister und Bürger gemeinsam: Der Staat muss handeln – und zwar schnell.


    Wenn der Regen alles mit sich reißt

    Besonders schlimm traf es die Orte Lavandou und Vidauban. In einem Stadtteil von Lavandou, Cavalière, fielen unglaubliche 256 Liter/m2 Regen in einer einzigen Stunde. Vidauban erlebte innerhalb von sechs Stunden eine Wassermenge, die sonst in drei Monaten fällt – 185,9 Liter/m2.

    Ein älteres Ehepaar wurde vom Wasser überrascht und konnte sich nicht retten. Eine 81-jährige Frau starb in ihrem Auto, das von den Wassermassen regelrecht verschluckt wurde.

    Diese Zahlen zu den Regenmengen wirken abstrakt – aber jeder, der jemals knietief im Wasser durch seine Küche waten musste, weiß: Hier geht’s nicht nur um Statistik. Es geht um Menschenleben. Um Existenzen.


    Politik reagiert – schnell und mit klaren Worten

    Schon wenige Stunden nach den ersten Notrufen machten sich hochrangige Beamte ein Bild vor Ort. François-Noël Buffet vom Innenministerium wollte sich von den Schäden persönlich überzeugen. Präsident Emmanuel Macron versprach Solidarität – eine Geste, die mehr als nur Trost sein soll. Sie soll vor allem Hoffnung geben.

    Die betroffenen Kommunen fordern nun offiziell die Anerkennung des „état de catastrophe naturelle“. Diese staatliche Einstufung ist in Frankreich der entscheidende Hebel für schnelle finanzielle Hilfe. Wer durch Naturgewalten alles verliert, soll zumindest eine faire Entschädigung erhalten.


    Was bedeutet eigentlich „Katastrophenzustand“?

    Die Prozedur klingt nüchtern, doch sie entscheidet über die Zukunft vieler Familien. Betroffene Gemeinden müssen beim Präfekten eine Anfrage stellen. Anschließend prüft eine interministerielle Kommission die Daten: Wie stark war das Ereignis, wie ungewöhnlich ist es, welche Schäden liegen vor?

    Gibt es grünes Licht, erscheint ein entsprechender Erlass im „Journal Officiel“. Dann beginnt für die Opfer der Countdown: Innerhalb von zehn Tagen müssen sie ihren Schaden der Versicherung melden. Klingt bürokratisch? Ist es auch – aber alternativlos.


    Millionenschäden – und das kurz vor der Urlaubssaison

    Der wirtschaftliche Schaden ist gewaltig. In Lavandou spricht Bürgermeister Gil Bernardi von „Szenen wie im Krieg“. Straßen wurden aufgerissen, Brücken fortgespült, Strom- und Wasserleitungen beschädigt. Nicht zu vergessen: Die Tourismusbranche steht vor einem Desaster.

    Hotels bleiben erleben Stornierungen, Strände sind vermatscht, und Wanderwege gesperrt. Für viele kleine Betriebe in der Region ist die Hauptsaison der Lebensnerv – und dieser wurde nun brutal in Mitleidenschaft gezogen.


    Der Klimawandel klopft an – und zwar mit Nachdruck

    Solche Extremwetterlagen sind längst keine Einzelfälle mehr. Wer denkt, der Süden Frankreichs sei vor Naturgewalten sicher, wird Jahr für Jahr eines Besseren belehrt. Inzwischen häufen sich die Starkregenereignisse, Stürme und Dürreperioden.

    Reicht es da, immer wieder nur die Trümmer wegzuräumen? Oder müssen wir endlich anfangen, unser Denken und Handeln radikal zu ändern?

    Stadtplaner, Klimaforscher und Lokalpolitiker fordern genau das: neue Baukonzepte, Frühwarnsysteme, renaturierte Flächen. Denn der beste Schutz gegen Hochwasser ist nicht der Sandsack, sondern ein kluges, vorausschauendes Konzept.

    Die Anerkennung des Katastrophenzustands im Var ist nicht nur eine notwendige Maßnahme für schnelle Hilfe. Sie ist auch ein Symbol – dafür, dass sich Politik, Gesellschaft und Wirtschaft endlich den neuen Realitäten stellen müssen.

    Denn das nächste Unwetter kommt bestimmt. Die Frage ist: Wollen wir dann wieder nur reagieren – oder beginnen wir endlich, vorauszudenken?

    Von Andreas M. Brucker