Kategorie: Wirtschaft

  • Skandal in Toulouse: 16 Tonnen vergammeltes Fleisch in Supermarkt gefunden

    Skandal in Toulouse: 16 Tonnen vergammeltes Fleisch in Supermarkt gefunden

    Ein Supermarkt im Viertel Mirail in Toulouse steht derzeit im Zentrum eines beispiellosen Lebensmittelskandals. Bei einer Kontrolle durch die Polizei und die Verbraucherschutzbehörde wurden dort 16 Tonnen verdorbenes Fleisch entdeckt – einige Produkte waren seit 2021 abgelaufen. Die Behörden reagierten prompt und entfernten die Ware aus dem Verkauf. Ein Lager voller Gesundheitsrisiken Am 4. Juni 2025 führten Beamte der Polizei Haute-Garonne gemeinsam mit der Direction Départementale de la Protection des Populations (DDPP) eine Inspektion in dem betroffenen Supermarkt durch. Dabei stießen sie auf schockierende Zustände: Palettenweise lagerten Fleischprodukte, deren Haltbarkeitsdatum teils um mehr als drei Jahre überschritten war. Fotos der Polizei zeigen die Ausmaße des Fundes.

    Die verdorbenen Waren wurden umgehend aus dem Verkehr gezogen. Laut Polizeiangaben war das Fleisch teilweise seit 2021 abgelaufen. Die Produkte wurden entsorgt, um eine Gefährdung der Verbraucher auszuschließen….

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  • MaPrimeRénov‘ auf Eis: Warum der plötzliche Stopp für so viel Wirbel sorgt

    MaPrimeRénov‘ auf Eis: Warum der plötzliche Stopp für so viel Wirbel sorgt

    MaPrimeRénov‘ galt bisher als Herzstück der französischen Klimapolitik im Gebäudesektor – jetzt ist der Turbo plötzlich auf Standgas geschaltet. Die überraschende Ankündigung der französischen Regierung, das beliebte Förderprogramm für energetische Sanierungen vorübergehend auszusetzen, sorgt für Empörung und Verunsicherung. Doch was steckt wirklich dahinter?

    Der Ansturm war zu groß – und nicht immer ehrlich Laut Wirtschaftsminister Éric Lombard habe die Regierung keine andere Wahl gehabt. Die Zahl der Anträge sei regelrecht explodiert. Zeitweise seien die zuständigen Stellen schlicht überfordert gewesen – überlastet, überrannt, ausgehebelt. Gleichzeitig kam ein heikler Punkt ans Licht: Missbrauch. Rund 16.000 Anträge – das sind etwa 12 Prozent – stuft das Wirtschaftsministerium mittlerweile als „verdächtig“ ein. Betrugsversuche, unvollständige Angaben, Scheinunternehmen: Das Vertrauen ins System hat Risse bekommen. Und diese Risse will man nun stopfen. Nicht mit Pflaster, sondern mit…

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  • BDR Thermea schockt das Elsass: 320 Jobs fallen weg – was steckt dahinter?

    BDR Thermea schockt das Elsass: 320 Jobs fallen weg – was steckt dahinter?

    Die kleine Gemeinde Mertzwiller im Herzen des Elsass erlebt gerade ein Beben. Nicht seismisch, sondern wirtschaftlich – und menschlich. Die traditionsreiche Heizungs- und Klimatechnik-Firma BDR Thermea, eng verbunden mit dem Namen De Dietrich, streicht 320 Stellen und stellt die Produktion bis Ende 2027 komplett ein. Ein Paukenschlag, der die Region hart trifft. Warum der Kahlschlag? Offiziell lautet die Begründung: wirtschaftlich schwierig. Die Nachfrage nach Wärmepumpen – dem einstigen Hoffnungsträger der Branche – ist eingebrochen. Das Minus bei den Bestellungen? Gewaltig. 14 Prozent weniger bei Wärmepumpen, 22 Prozent bei wandmontierten Heizkesseln und satte 33 Prozent bei bodenstehenden Modellen. Dazu ein Verlust von 17 Millionen Euro im Jahr 2023 – die Zahlen sprechen eine bittere Sprache. Doch reicht das wirklich aus, um ein Werk mit über 300 Beschäftigten zu schließen? Ein Aufschrei geht durch die Hallen Die Reaktionen der Mitarbeiter sind erschütternd. Viele von ihnen haben Ja…

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  • Poilâne in der Krise: Hygieneskandal erschüttert französische Traditionsbäckerei

    Poilâne in der Krise: Hygieneskandal erschüttert französische Traditionsbäckerei

    Eine der renommiertesten Bäckereien Frankreichs steht am Pranger: Die Poilâne-Manufaktur im südwestlich von Paris gelegenen Bièvres wurde nach einem schockierenden Hygienebericht geschlossen. Mäusekot, tote Ratten und verfaulte Lebensmittel – was klingt wie aus einem Albtraum, ist bittere Realität für das Traditionshaus, das seit fast einem Jahrhundert für exzellentes Brot steht. Kontrolle mit Schockeffekt Am 28. Mai 2025 führte die französische Verbraucherschutzbehörde DDPP eine unangekündigte Kontrolle durch. Was die Beamten vorfanden, übertraf alle Befürchtungen: Ein Ort, der eher an ein verlassenes Lager als an eine Lebensmittelmanufaktur erinnerte. Überall Spuren von Nagetieren, deren Ausscheidungen und sogar Kadaver. Dazu ein Insektenparadies – krabbelnd, fliegend, lebendig wie tot. Verunreinigte Lebensmittel, verschmutzte Lagerflächen und ungepflegte Gerätschaften rundeten das Bild ab. Die Reaktion kam prompt: Die Präfektur des Départements Essonne ordnete noch am selben Tag ein…

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  • Schockkur für den Staatshaushalt: Droht 2026 eine „Nullrunde“ für ganz Frankreich?

    Schockkur für den Staatshaushalt: Droht 2026 eine „Nullrunde“ für ganz Frankreich?

    Frankreich steht finanziell am Abgrund: Mit einer Staatsverschuldung von 113 % des Bruttoinlandsprodukts und einem für 2025 prognostizierten Haushaltsdefizit von 5,4 % plant Premierminister François Bayrou für das Jahr 2026 einen radikalen Sparkurs. Im Zentrum steht dabei eine Maßnahme, die viele Menschen aufhorchen lässt – und bei nicht wenigen für Bauchschmerzen sorgt: eine sogenannte „année blanche“, eine staatlich verordnete Nullrunde. Was steckt hinter der „année blanche“? Die Idee ist simpel, aber mit weitreichenden Folgen: 2026 sollen zentrale staatliche Ausgaben eingefroren werden. Weder die Zahlungen an Städte und Gemeinden noch Sozialleistungen oder Renten würden an die Inflation angepasst. Alles bleibt auf dem Stand von 2025 – ein Jahr lang Stillstand beim Geldfluss aus der Staatskasse. Konkret betroffen wären unter anderem das Kindergeld, der RSA (eine Form der Sozialhilfe), Wohngeld, Renten sowie die Gehälter der Beamtinnen und Beamten. Kurz gesagt: Alle, die auf staatlich…

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  • Verkehrschaos in Bordeaux: Taxis blockieren Flughafen und Hauptbahnhof

    Verkehrschaos in Bordeaux: Taxis blockieren Flughafen und Hauptbahnhof

    Am 4. und 5. Juni 2025 wird Bordeaux zur Bühne eines massiven Protests: Zwischen 6 und 20 Uhr richten Taxifahrer rund um den Flughafen Mérignac sowie an der Gare Saint-Jean sogenannte Barrages filtrants ein – kontrollierte Straßensperren, die den Verkehr stark ausbremsen. Wer an diesen Tagen einen Flug erreichen oder mit dem Zug verreisen möchte, braucht starke Nerven, gute Planung oder beides. Warum das Ganze? Es geht um mehr als nur ein paar Cent pro Kilometer: Frankreichs Taxifahrer wehren sich gegen eine neue Regelung der Krankenversicherung, die massive Veränderungen im Bereich des Krankentransports mit sich bringt. Diese sieht unter anderem geringere Rückerstattungen und mehr Sammeltransporte für Patienten vor. Für viele Taxiunternehmen – gerade in ländlichen Regionen – steht damit das wirtschaftliche Überleben auf dem Spiel. „Wir sind keine Lieferdienste!“, empört sich ein Fahrer im Gespräch mit einem lokalen Radiosender. „Wir kümmern uns um Menschen, oft Kranke oder Ältere, nic…

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  • Macrons Wachsfigur „entführt“: Greenpeace protestiert gegen Frankreichs Russland-Deals

    Macrons Wachsfigur „entführt“: Greenpeace protestiert gegen Frankreichs Russland-Deals

    So eine Protestaktion sieht man selten: Statt Plakaten oder Megafonen inszeniert Greenpeace eine Aktion, die geradezu filmreif wirkt. Schauplatz: das Musée Grévin in Paris. Ziel: Frankreichs Energiepolitik und die zwiespältige Beziehung zu Russland.

    Was wie ein Krimi beginnt: Der Raub der Wachsfigur

    Am Vormittag des 2. Juni erscheinen drei vermeintliche Museumsbesucher im Musée Grévin. Zwei Frauen, ein Mann. Unauffällig, wie Touristen. Doch hinter den Kulissen folgt der Rollentausch: Mit Museumsuniformen ausgestattet, nehmen sie die 40.000 Euro teure Wachsfigur von Präsident Emmanuel Macron an sich. In einer Decke versteckt, verlassen sie mit ihr das Gebäude durch einen Notausgang – unbehelligt.

    Was wie ein Diebstahl klingt, war laut Greenpeace nur eine Leihgabe mit politischer Botschaft. Und die ließ nicht lange auf sich warten.

    Erst die Botschaft, dann eine Botschaft

    Noch am selben Tag landet Macrons Double vor der russischen Botschaft im 16. Pariser Arrondissement. Dazu ein Banner in kyrillischer Schrift und das Schild „Business is business“. Falsche Geldscheine wirbeln durch die Luft – eine plakative Anklage gegen die wirtschaftlichen Verbindungen Frankreichs zu Russland. Es wirkt wie eine Szene aus einem satirischen Theaterstück – nur dass der Ernst des Themas kein bisschen gespielt ist.

    Greenpeace rechnet ab

    Jean-François Julliard, Chef von Greenpeace Frankreich, bringt die Motivation auf den Punkt: Frankreichs Haltung zur Ukraine sei widersprüchlich. Politische Unterstützung hier – energiepolitische Abhängigkeit dort. Besonders brisant: Frankreich zählt zu den größten Abnehmern von russischem Flüssigerdgas in Europa. Verträge mit Laufzeiten bis 2041 zementieren diese Verbindung.

    Was bedeutet das in der Praxis? Gas, chemische Düngemittel, Uran – alles weiter importiert, als gäbe es keine Sanktionen oder geopolitische Spannungen.

    EDF im Visier: Ein neuer Schauplatz

    Am Abend des 3. Juni erreicht die Aktion ihren zweiten Höhepunkt: Greenpeace stellt die Macron-Figur vor dem Hauptsitz von EDF (Électricité de France) auf. Diesmal mit einem weiteren Statement: „Poutine-Macron Alliés radioactifs“ – Putin und Macron als strahlende Partner.

    Greenpeace kritisiert insbesondere die EDF-Tochter Framatome. Diese importiere weiterhin angereichertes Uran aus Russland, um französische Atomkraftwerke zu betreiben. Man fragt sich unweigerlich: Wie passt das zur europäischen Haltung gegenüber dem Kreml?

    Die Rückgabe mit Stil – und Stachel

    Nach der Inszenierung informiert Greenpeace die Behörden sowie die Museumsleitung. Die Statue sei – so Julliard – „zurückgebracht“, denn sie sei ja nur „geliehen“ gewesen. Eine fast schon charmante Note inmitten einer knallharten Anklage. Jetzt liegt es am Museum, sich seinen Präsidenten wieder abzuholen.

    Ein Rückgriff auf alte Protest-Traditionen

    Interessanterweise ist das Musée Grévin nicht zum ersten Mal Schauplatz politisch motivierter Kunstaktionen. Schon 1980 verschwand die Figur von Valéry Giscard d’Estaing – damals als Protest gegen eine neue Steuer. Dieses Mal jedoch steht nicht der nationale Fiskus im Mittelpunkt, sondern globale Energiepolitik.

    Kunst als Katalysator

    Die Aktion ist mehr als ein PR-Stunt. Sie ist ein Weckruf, verpackt in einer originellen Form des Protests. Frankreichs energiepolitisches Verhalten – insbesondere die langjährigen Verträge mit russischen Energiekonzernen – widerspricht dem politischen Bild, das nach außen vermittelt wird.

    In einer Zeit, in der Energiepolitik nicht nur ökonomische, sondern auch moralische Fragen aufwirft, liefert Greenpeace eine überraschende, aber messerscharfe Antwort: Ihr redet von Souveränität und Solidarität – aber eure Deals sagen etwas anderes.

    Die Wirkung? Noch offen

    Wie die französische Regierung auf diese Aktion reagiert, bleibt offen. Doch eines ist sicher: Die Debatte ist entfacht – und dürfte weiter lodern. Vielleicht braucht es manchmal ein bisschen Theater, damit unbequeme Wahrheiten sichtbar werden.

    Von Andreas M. Brucker

  • Frankreich gegen Fast Fashion: Wie der Senat den Textil-Giganten auf die Finger schaut

    Frankreich gegen Fast Fashion: Wie der Senat den Textil-Giganten auf die Finger schaut

    In Paris geht es gerade heiß her – zumindest politisch. Der französische Senat diskutiert über ein Gesetz, das die Modewelt verändern könnte. Zielscheibe: Die Fast-Fashion-Industrie. Genauer gesagt: ihre rasant wachsenden chinesischen Player wie Shein und Temu, die mit täglichen Neuheiten und Billigpreisen das Internet fluten. Aber wie weit reicht dieser Gesetzentwurf wirklich? Was ist Fast Fashion überhaupt? Erstmals will Frankreich den Begriff „Fast Fashion“ gesetzlich definieren – und das gleich mit mehreren Haken: hohe Produktionsmengen, ständige Kollektionserneuerungen, kaum Anreize zur Reparatur und Kleidung mit eingebautem Verfallsdatum. Das trifft ins Mark der Strategie von Plattformen wie Shein, die mit Tausenden neuen Artikeln pro Tag genau dieses Modell perfektioniert haben. Die Idee: Wer so produziert, schädigt nicht nur die Umwelt, sondern auch faire Arbeitsbedingungen weltweit. Und deshalb soll dieser Wahnsinn gestoppt – oder wenigstens gebremst – werden. Der Gesetzesvors…

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  • Shein im Visier: Greenwashing-Vorwürfe und eine Anzeige bei der Werbeaufsicht

    Shein im Visier: Greenwashing-Vorwürfe und eine Anzeige bei der Werbeaufsicht

    Die Fast-Fashion-Marke Shein gerät erneut in die Schlagzeilen – diesmal wegen ihrer Umweltversprechen. Die Umweltorganisation France Nature Environnement (FNE) hat beim französischen Werberat (Jury de Déontologie Publicitaire, kurz JDP) eine Beschwerde gegen Shein eingereicht. Der Vorwurf: Greenwashing. Umweltfreundlich? Von wegen! Mit Slogans wie „Für eine nachhaltigere Mode“ oder „Netto-Null-Emissionen spätestens bis 2050“ wirbt Shein derzeit in einer groß angelegten Kampagne. QR-Codes auf Werbeanzeigen führen zu Webseiten, die das angebliche Umweltengagement des Unternehmens unterstreichen sollen. Doch die FNE zweifelt an der Ehrlichkeit dieser Botschaften. Axèle Gibert, Sprecherin der Organisation, bringt es auf den Punkt: Die Kampagne sei „unlauter, irreführend und geeignet, Konsumenten über die Realität der angebotenen Produkte zu täuschen“. Denn unter dem grünen Deckmantel verbergen sich laut FNE altbekannte Probleme – darunter maßlose Überproduktion, aggressive Konsumanreize, A…

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  • Macrons Asienreise: Wirtschaftliche Erfolge und diplomatische Ambitionen im Schatten medialer Kontroversen

    Macrons Asienreise: Wirtschaftliche Erfolge und diplomatische Ambitionen im Schatten medialer Kontroversen

    Emmanuel Macrons sechstägige Reise durch Südostasien, die ihn vom 26. bis 31. Mai 2025 nach Vietnam, Indonesien und Singapur führte, markierte einen bedeutenden Schritt in Frankreichs Bestrebungen, seine Rolle im indo-pazifischen Raum zu festigen. Begleitet von einer hochkarätigen Wirtschaftsdelegation, erzielte der französische Präsident beachtliche wirtschaftliche Erfolge und positionierte sich zugleich als Verfechter einer eigenständigen europäischen Außenpolitik. Dennoch wurde die diplomatische Offensive teilweise von einer medialen Kontroverse überschattet. Wirtschaftliche Durchbrüche in Vietnam und Indonesien In Vietnam unterzeichnete Macron Verträge im Gesamtwert von 9 Milliarden Euro. Hervorzuheben ist die Bestellung von 20 Airbus A330neo durch die vietnamesische Fluggesellschaft VietJet. Weitere Abkommen betrafen die Bereiche Energie, Transport, Satellitentechnologie und Pharmazie. Ein bemerkenswertes Projekt ist der Bau eines Tiefseehafens in Hai Phong durch CMA CGM in Zusamm…

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