Kategorie: Wirtschaft

  • Wasserpreis: Französische Gemeinden führen progressive Tarife ein

    Wasserpreis: Französische Gemeinden führen progressive Tarife ein

    In einer Gemeinde im Departement Tarn sind die ersten Liter Wasser für die Einwohner kostenlos. Aber die Preise für diejenigen, die am meisten verbrauchen, steigen deutlich. Seit drei Jahren zahlen die Einwohner von Burlats (Tarn) nur einen Teil ihrer Wasserrechnung. Auf diese Weise erhalten sie pro Haushalt 20.000 Liter Wasser von der Gemeindeverwaltung geschenkt. „Bei all den Rechnungen, die auf uns zukommen, tut das dem Geldbeutel gut“, freut sich die Rentnerin Monique Seince auf dem Sender France 3. Seit drei Jahren schon kommen die 2.000 Einwohner dieser Gemeinde in den Genuss einer teilweisen Kostenfreiheit. Der Bürgermeister hält die Ausgabe der Gemeinde in Höhe von 40.000 Euro für seine Bürger für notwendig. Fünfzehn kostenlose Kubikmeter „Man schätzt, dass man praktisch 50 L Wasser pro Person und Tag braucht, um leben zu können. (…) Unseren Bürgern Wasser zu schenken, war eine Geste, die wir machen mussten“, erklärt Serge Serieys, Bürgermeister von Burlats. Auch in der Stadt…

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  • Pizzakette führt wiederverwendbare Boxen für Pizzas zum Mitnehmen ein

    Pizzakette führt wiederverwendbare Boxen für Pizzas zum Mitnehmen ein

    Seit dem 1. Januar 2023 ist das Gesetz gegen Verschwendung für eine Kreislaufwirtschaft (Agec) verschärft worden. Neue Maßnahmen verbieten künftig Einwegverpackungen für vor Ort im Schnellrestaurant eingenommene Speisen. Eine Pizzakette hat jetzt eine wiederverwendbare Schachtel für ihre Pizzen zum Mitnehmen eingeführt. Wie in jeder Pizzeria wurden auch bei „Pizzas Bonici“ jeden Tag Dutzende von Kartons verwendet, um die zum Mitnehmen bestellten Pizzen zu verpacken. Seit kurzer Zeit bietet das Geschäft jedoch eine umweltfreundlichere Alternative zu den Einwegkartons an. Abwaschbare und wiederverwendbare runde Schachteln, die für eine lange Lebensdauer konzipiert sind. Eine nachhaltige Verpackung zum Preis von neun Euro, die auf Anregung einiger Kunden eingeführt wurde. „Wir haben Kunden, die ihre Pizzen mit Tellern abholen. Wir müssen auf wiederverwendbare Verpackungen umsteigen“, erklärt ein Verkäufer gegenüber France Télévisions. Die Idee für die neue Box entstand vor sechs Monaten. Sie wird in Deutschland hergestellt und kam Anfang 2023 in Umlauf. „Wir suchten nach einem System, um die Tonnen von weggeworfenen Kartons vermeiden zu können. Wir haben jeden Monat einen Sattelschlepper voll mit Pizzakartons gehabt. Das sind viele Abfälle, die im Unterschied zu Speisefett nicht unbedingt wiederverwertbar sind“, erklärt der Geschäftsführer des Franchiseunternehmens. Nach dem Ende des Einweggeschirrs in der Gastronomie für Mahlzeiten vor Ort möchte Pizzas Bonici so eine weitere Anstrengung im Kampf gegen die Verschwendung unternehmen. Die Kunden sind noch geteilter Meinung. Während einige von der Idee begeistert sind, kritisieren andere gewisse Grenzen des Systems: „Es ist eine gute Idee, aber es bereitet Sorgen in Bezug auf die Hygiene. Man muss sie waschen, das verbraucht Wasser“, meint ein Kunde. Der wiederverwendbare Pizzakarton befindet sich noch in der Experimentierphase, ist aber ab sofort in allen 73 Filialen dieser Marke erhältlich. Kunden, die den wiederverwendbaren Pizzakarton kaufen, bekommen eine Pizza geschenkt.
  • Streiks wegen Rentenreform: Elisabeth Borne fordert Gewerkschaften zur Verantwortung auf

    Streiks wegen Rentenreform: Elisabeth Borne fordert Gewerkschaften zur Verantwortung auf

    „Bestraft nicht die Franzosen!“ Alle französischen Gewerkschaften rufen die Arbeitnehmer dazu auf, am 19. Januar gegen die geplante Rentenreform auf die Straße zu gehen. Die Premierministerin richtete während eines Besuchs des Departements Val-de-Marne einen Appell an die Gewerkschaften. Élisabeth Borne hat am Donnerstag die Gewerkschaften dazu aufgerufen, „die Franzosen nicht zu bestrafen“, indem sie gegen die Rentenreform mobilisieren. „Für die Gewerkschaften ist das ein Aufruf zur Verantwortung“, sagte die Premierministerin am Rande einer Besuchs des Disneyland Paris. „Es gibt ein Streikrecht, es gibt ein Demonstrationsrecht“, aber „es ist auch wichtig, die Franzosen nicht zu bestrafen“, warnte sie, nachdem die CGT die Gefahr einer erneuten Blockade der französischen Raffinerien heraufbeschwört. „Man kann streiken, aber man muss auch auf den Alltag unserer Mitbürger achten“, betonte die Regierungschefin vor Journalisten. „Wir befinden uns in einer Zeit, die kompliziert sein kann, mi…

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  • Airbus bleibt mit 661 in 2022 ausgelieferten Flugzeugen gegenüber Boeing die weltweite Nr. 1

    Airbus bleibt mit 661 in 2022 ausgelieferten Flugzeugen gegenüber Boeing die weltweite Nr. 1

    Trotz aller Lieferschwierigkeiten gelang es Airbus, im Jahr 2022 immerhin 661 Flugzeuge auszuliefern (geplant waren 700). Boeing hingegen lieferte nur 480 Flugzeuge aus.

    Airbus holt sich erneut den Titel des Weltmarktführers in der Zivilluftfahrt. Am Dienstagabend gab der Flugzeughersteller aus Toulouse bekannt, dass er im Jahr 2022 661 Flugzeuge (+8% im Vergleich zu 2021) an 84 Fluggesellschaften ausgeliefert hat. Das sind 181 Flugzeuge mehr als der Erzrivale Boeing, der im vergangenen Jahr aufgrund von Schwierigkeiten mit seinen beiden Hauptprodukten, der 737 und dem 787 Dreamliner, nur 480 Flugzeuge ausliefern konnte. Airbus ist daher zwar nach wie vor die Nummer eins der Welt, hat seine Ambitionen jedoch nach unten korrigiert.

    661 Auslieferungen und 820 Nettobestellungen im Jahr 2022 für Airbus. Grafik: Airbus

    Vor einem Jahr hatte der Flugzeughersteller aus Toulouse noch mit 720 Auslieferungen gerechnet. Im Laufe des Jahres war das Ziel aufgrund von Lieferverzögerungen, insbesondere bei den LEAP-Triebwerken, auf 700 Flugzeuge korrigiert worden. Auch dieses Ziel wurde schließlich um 39 Flugzeuge verfehlt, so dass die Zahl der ausgelieferten Flugzeuge auf 661 zurückging. Bei den nicht ausgelieferten Flugzeugen handelt es sich hauptsächlich um den A320. Das Modell litt besonders unter der Unterbrechung der Lieferkette mehrerer Komponenten, insbesondere bei der Kabinenausstattung. Im Jahr 2022 wurden nur 483 A320 ausgeliefert, gegenüber 516 im Jahr 2021. Bei den Langstreckenflugzeugen hingegen bestätigte sich der starke Aufschwung mit 32 ausgelieferten A330 (gegenüber 18 im Jahr 2021) und vor allem 60 A350 (gegenüber 55 im Jahr 2021).

    Im vergangenen Jahr verzeichnete Airbus 1.078 Brutto-Neubestellungen bzw. 820 Nettobestellungen, wenn man die Stornierungen abzieht. Am 31. Dezember 2022 belief sich der Auftragsbestand von Airbus auf 7.239 Flugzeuge, was einer Produktionszeit von fast zehn Jahren für die Werke in Toulouse, Deutschland, den USA und China entspricht. „Die beträchtlichen Auftragseingänge für alle unsere Flugzeugfamilien, einschließlich der Frachtflugzeuge, spiegeln die Stärke und Wettbewerbsfähigkeit unserer Produktpalette wider. Wir setzen unsere Anstrengungen fort, um unseren Auftragsbestand zu erfüllen“, sagte Guillaume Faury, Chief Executive Officer von Airbus.

    Auch 2023 bleibt noch ein schwieriges Jahr
    Laut Airbus-Chef Guillaume Faury werden die Probleme in den Lieferketten noch mindestens bis Juni 2023 andauern, da „die chaotische Situation in China“ und die Energiekrise die Produktion vieler Zulieferer stören. „2023 wird ein sehr komplexes Jahr für unsere Zuliefererkette bleiben“, warnte er gestern Abend auf einer Pressekonferenz. Für 2023 will das Airbus-Management noch keine Lieferprognose abgeben.

  • Das meistbesuchte Kino der Welt befindet sich in Paris

    Das meistbesuchte Kino der Welt befindet sich in Paris

    Mit mehr als 2,22 Millionen Zuschauern errang das UGC Ciné Cité Les Halles in Paris den Titel des größten Kinos der Welt. Das Kino UGC Ciné Cité Les Halles im ersten Arrondissement von Paris ist mit über 2,22 Millionen Besuchern das größte Kino der Welt, wie aus den am Mittwoch, dem 11. Januar veröf…

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  • Rentenreform in Frankreich: So wollen Gewerkschaften die Regierung zum Rückzug zwingen

    Rentenreform in Frankreich: So wollen Gewerkschaften die Regierung zum Rückzug zwingen

    Elisabeth Borne hat am Dienstagabend den Regierungsentwurf zur Reform des Rentensystems vorgestellt. Sofort im Anschluss daran riefen die Gewerkschaften zu einem ersten Streik- und Demonstrationstag am 19. Januar auf. Es dauerte nicht lange – weniger als zwei Stunden -, bis die Gewerkschaften am Dienstag, dem 10. Januar, auf die Ankündigungen von Elisabeth Borne zur Rentenreform mit scharfen Worten reagierten. „Wir werden dafür kämpfen, dass dieser Gesetzentwurf nicht verabschiedet wird, und das wird nicht nur in der Nationalversammlung geschehen“, sagte der Chef der Gewerkschaft CGT, Philippe Martinez. Der Vorsitzende der Gewerkschaft CFDT, Laurent Berger, spricht von „einer der brutalsten Rentenreformen der letzten 30 Jahre“. Nach einem Treffen in Paris riefen die acht größten französischen Gewerkschaften (CFDT, CGT, FO, CFE-CGC, CFTC, Unsa, Solidaires, FSU) zu einem ersten Tag mit Demonstrationen und Streiks am 19. Januar auf. „Die Regierung hat es geschafft, alle Gewerkschaften zus…

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  • Energie: Frankreich exportiert seit Ende Dezember wieder Strom

    Energie: Frankreich exportiert seit Ende Dezember wieder Strom

    Diese Entwicklung ist auf den bisher sehr milden Winter, eine höhere Windkraftproduktion und die Bemühungen des Stromerzeugers EDF zurückzuführen, abgeschaltete Atomreaktoren wieder ans Netz zu bringen.

    Zum ersten Mal seit Monaten war Frankreich zum Jahreswechsel 2023 wieder ein Nettoexporteur von Strom. „Seit dem 1. Januar beläuft sich der Nettoexportsaldo von Strom auf 1,4 Terawattstunden (TWh)“, erklärte der Betreiber des Hoch- und Höchstspannungsnetzes, RTE, am Dienstag, dem 10. Januar, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Dieser Saldo entspricht der Leistung, die in einem Jahr von 450.000 Haushalten verbraucht wird.

    Der Wiederanstieg der Atomstromproduktion, das milde Winterwetter, das verhindert, dass die Heizungen zu sehr aufgedreht werden, und günstige Winde für die Windenergieerzeugung führen dazu, dass Frankreich zumindest vorübergehend wieder mehr Strom in seine europäischen Nachbarländer exportiert als es importiert.

    „Der extrem niedrige Verbrauch, Windkraftanlagen, die auf Hochtouren produzieren, und Kernkraft, die in dem von RTE prognostizierten Durchschnitt produziert, all das führt dazu, dass wir Nettoexporteur von Strom sind und niemand mehr von Stromausfällen spricht“, so RTE in der Erklärung.

    Laut RTE ist Frankreich bereits seit der ersten Woche der Weihnachtsferien wieder zum Nettoexporteur geworden, also genau das Gegenteil der Situation von 2022. Bei einer historisch niedrigen Stromerzeugung durch Kernenergie, die 2022 nur 275-285 TWh betrug, war Frankreich fast das ganze Jahr über (außer im Februar, Mai und ab Ende Dezember) Nettoimporteur von Strom. Das war seit 42 Jahren nicht mehr vorgekommen.

    Historisch gesehen war Frankreich das größte Stromexportland in Europa, musste 2022 aber Strom aus Spanien, Deutschland oder dem Vereinigten Königreich importieren, um Stromausfälle zu vermeiden. Im vergangenen Jahr sah sich Frankreich mit einem bisher beispiellosen Stillstand seiner Kernkraftwerke konfrontiert, da Wartungsarbeiten an Reaktoren durchgeführt werden mussten und länger dauerten als geplant. Ende 2021 wurden Korrosionsprobleme an Teilen von Rohrleitungen, die für die Sicherheit der Kraftwerke entscheidend sind, entdeckt, was langwierige Reparaturen erforderlich machten. Frankreich konnte im Sommer auch kaum auf seine Staudämme zurückgreifen, die unter der beispiellosen Dürre des Jahres 2022 litten. In diesem Herbst hat sich auch hier die Situation teilweise wieder entspannt.

  • Rentenreform: Was die Franzosen ab dem 1. September 2023 erwartet

    Rentenreform: Was die Franzosen ab dem 1. September 2023 erwartet

    Die Regierung hat am Dienstag, dem 10. Januar, die lang angekündigte Rentenreform vorgestellt. Das gesetzliche Rentenalter wird schrittweise bis auf 64 Jahre im Jahr 2030 angehoben. Die Regierung setzt auch bestehenden Sonderregelungen ein Ende. Nach monatelangen Diskussionen hat Elisabeth Borne am Dienstag, dem 10. Januar, den Entwurf der Rentenreform vorgestellt, der von der Regierung als „gerecht“ und „sozial fortschrittlich“ bezeichnet wird. Der Text legt das gesetzliche Renteneintrittsalter auf 64 Jahre fest. Ab dem 1. September 2023 wird es um drei Monate pro Geburtsjahr angehoben, um am Ende des Fünfjahreszeitraums im Mai 2027 63 Jahre und drei Monate und 2030 64 Jahre zu erreichen. Beitragsdauer auf 43 Jahre angehobenDie Beitragsdauer wird von 42 auf 43 Jahre angehoben. Der Entwurf sieht außerdem das Ende der meisten derzeit bestehenden Sonderregelungen vor und legt die Mindestrente auf 1.193 Euro brutto fest. Die Regierung lockert außerdem die Maßnahme „Verschleiß am Arbeitspl…

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  • Eine in Grenoble entwickelte App soll den Energieverbrauch von Privatpersonen senken

    Eine in Grenoble entwickelte App soll den Energieverbrauch von Privatpersonen senken

    Im Zeitalter der Energieeinsparung hat das Start-up-Unternehmen Survoltage eine Anwendung für die breite Öffentlichkeit herausgebracht, die Privatpersonen bei ihrem Energieverbrauch begleiten soll. Ziel ist es, die Anwender dazu zu bewegen, bestimmte energieintensive Gewohnheiten zu ändern.

    Jeff und Joris, zwei Unternehmer aus Grenoble, haben sich gemeinsam eine App ausgedacht, mit der jeder seine Stromrechnung senken kann. In Zeiten explodierender Energiepreise soll ihre Anwendung Privatpersonen auf ihre täglichen Stromverbrauchsspitzen aufmerksam machen, die in der Regel um 12 Uhr und 19 Uhr auftreten. Das Ziel ist einfach: Anreize schaffen, energieintensive Gewohnheiten zu ändern, die die Umwelt stark belasten. „Warum man sich von den Stromverbrauchsspitzen absetzen muss. Weil der zu hohe Stromverbrauch zu diesen Zeiten zehnmal so umweltschädlich ist. Das ist nicht unbedingt jedem bewusst. Das ist es, was Survoltage den Privatpersonen nahe bringen will: eine Verschiebung des Verbrauchs“, erläutert Mitbegründer Jeff Knoepfli.

    Die kostenlose Survoltage-App ist mit dem Linky-Zähler des Nutzers verbunden und schlägt ihm in Echtzeit vor, die Nutzung eines bestimmten Geräts zu verschieben. „Nach der Installation werden Sie über Verbrauchsspitzen benachrichtigt und ermutigt, zu Hause etwas zu unternehmen. Wie zum Beispiel den Sollwert Ihrer Heizung zu senken.“

    Christian und Delphine, ein Paar aus dem Pays Voironnais, überwachen die Warnungen von Survoltage auf ihrem Handy. „Jeder sieht, dass eine globale Erwärmung kommt, in unserem kleinen Maßstab haben wir ein Interesse daran, dazu beizutragen, dass weniger Strom verbraucht wird, um an der gemeinsamen Anstrengung teilzunehmen“, ist Christian überzeugt. Survoltage will sogar die Bemühungen der Anwender belohnen: Sie können mit EWatt-Punkten in der App belohnt werden, so Mitbegründer Joris. Langfristig möchte das Start-up diese Punkte in Geld umwandeln.

    Anfang 2023 hat die App bereits 50.000 Nutzer. Personen, die durch kleine Gesten im Alltag und einen kontrollierten Verbrauch bis zu 8% ihrer Stromrechnungen einsparen können.

  • Knallrosa Himmel mitten in der Nacht – was war da los in Belgien?

    Knallrosa Himmel mitten in der Nacht – was war da los in Belgien?

    Der Himmel über mehreren Provinzen Flanderns in Belgien färbte sich am Dienstag, dem 10. Januar, mitten in der Nacht leuchtend rosa. Eine Farbe, die alles andere als natürlich ist. Es gibt eine Erklärung…

    Die Einwohner mehrerer Provinzen im Norden Belgiens sahen am Dienstag, dem 10. Januar, einen Himmel in absolut verblüffenden Farben. Weder blau, noch weiß, noch grau: Der Himmel war in ein besonders kräftiges und leuchtendes Rosa getaucht.

    Mitten in der Nacht teilte ein Internetnutzer der Welt seine Verblüffung auf Twitter mit: „Unsere Straße um 00:45 Uhr. Kann mir jemand dieses Phänomen erklären? Es war wirklich so wie auf dem Foto“.

    https://twitter.com/Tom_Berth_/status/1612782978144555008

    Auch wenn diese Farbe nicht natürlich ist, hat sie doch eine verblüffend einfache Erklärung, die manchen Bewohnern dieser Ecke Ostflanderns bekannt ist. In der Stadt Kruisem gibt es große Gewächshäuser, in denen Tomaten angebaut werden. Um diese mitten im Winter in einer Region anbauen zu können, in der es viel kälter ist als in Spanien, verwenden die Landwirte LED-Lichter. Sowohl blaues als auch rotes Licht. Das rote Licht dient dazu, ein besseres Pflanzenwachstum zu gewährleisten, die blauen sorgen dafür, dass die Pflanzen kompakt bleiben.

    Wie ein von der Tageszeitung Nieuwsblad befragter Meteorologe erklärt, war die Wolkendecke in der vergangenen Nacht in der Region sehr niedrig. Das Ergebnis: Die Mischung aus den starken roten und blauen LEDs färbte die Wolkendecke magentafarben ein. Der rosa Farbton spiegelte sich an den Wolken und breitete sich so am Himmel aus.

    In der betreffenden belgischen Region befinden sich nicht nur große Gewächshäuser für den Anbau von Tomaten, sondernauch eine große Fischzucht.