Kategorie: Wirtschaft

  • Bruno Le Maire: Schon mehr als 1.6 Millionen Franzosen haben Treibstoffbeihilfe beantragt

    Bruno Le Maire: Schon mehr als 1.6 Millionen Franzosen haben Treibstoffbeihilfe beantragt

    Der französische Wirtschaftsminister war am Mittwoch Gast der Sendung „8h30“ auf Franceinfo. „Mehr als 1,6 Millionen“ Franzosen haben die Treibstoffzulage für die einkommensschwächsten Haushalte beantragt, kündigte Bruno Le Maire, Minister für Wirtschaft, Finanzen und industrielle und digitale Souveränität, am Mittwoch auf Franceinfo an. Nach einer ersten Zählung waren bereits am ersten Tag, Montag, dem 16. Januar, laut Wirtschaftsministerium etwa 825.000 Anträge auf der Website der Steuerbehörde gestellt worden.

    10 Millionen Arbeitnehmer betroffenDie staatliche Zulage in Höhe von 100 Euro ist eine einmalige Zahlung für das Jahr 2023 und betrifft Haushalte in den niedrigsten Einkommensstufen. Um anspruchsberechtigt zu sein, darf man im Jahr 2021 nicht mehr als 14.700 Euro, also 1.314 Euro netto pro Monat für eine alleinstehende Person oder 3.941 Euro für ein Paar mit zwei Kindern, versteuert haben. Diese Hilfszahlung ersetzt den…

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  • Streik am 19. Januar: Besteht die Gefahr einer Benzinknappheit?

    Streik am 19. Januar: Besteht die Gefahr einer Benzinknappheit?

    Die Ankündigung des landesweiten Streiks gegen die Rentenreform hat zu einem Ansturm von Autofahrern auf die Tankstellen geführt, insbesondere bei den großen Supermärkten. Aber Carrefour wie auch TotalEnergies melden: Es gibt keinen Grund zur Panik, die Treibstofflager sind gut gefüllt. Dder TotalEnergie-Konzern gibt sich beruhigend: „Die Vorräte sind auf einem sehr hohen Niveau, wodurch wir durchaus in der Lage sind, eine Verbrauchsspitze aufzufangen.“ 25 Transportunternehmen sind bereit, die TotalEnergies-Gruppe im Fall der Fälle zu unterstützen. Sylvain Panas, Regionaldirektor von TotalEnergies, bestätigt das. „Alle unsere Teams stehen bereit, um einer stärkeren Nachfrage gerecht zu werden.“ Das gelte auch, wenn der Konflikt wegen der Rentenreform länger andauert. „Die CGT hat das erklärte Ziel, die Raffinerien und Depots am 19. Januar, am 26. und vielleicht Anfang Februar zu blockieren. Das bedauern wir. Aber wir haben vorausgedacht“, erklärt Sylvain Panas. „Wir haben unsere eigen…

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  • Rentenreform: Wegen Fluglotsenstreiks wird am Donnerstag etwa jeder fünfte Flug in Orly ausfallen

    Rentenreform: Wegen Fluglotsenstreiks wird am Donnerstag etwa jeder fünfte Flug in Orly ausfallen

    Im Rahmen der allgemeinen Streikbewegung am Donnerstag, dem 19. Januar, plant die Zivilluftfahrtsbehörde die Streichung von etwa 20% der geplanten Flüge am Flughafen Orly.

    Die Generaldirektion für Zivilluftfahrt hat am Dienstag, dem 17. Januar, die Fluggesellschaften aufgefordert, aufgrund eines Fluglotsenstreiks im Rahmen des Mobilisierungstages gegen die Rentenreform am Donnerstag präventiv jeden fünften Flug in Orly abzusagen.

    Ein Tag, der sehr schwierig zu werden verspricht.
    „Die Fluggesellschaften müssen ihr ursprünglich für den Flughafen Paris-Orly vorgesehenes Flugprogramm von 5.00 Uhr bis 22.30 Uhr am 19. Januar um 20% reduzieren“, heißt es in einem „Hinweis für Flugmissionen“ (NOTAM), der am Dienstagnachmittag von der französischen Zivilluftfahrtbehörde (DGAC) herausgegeben wurde.

    Nach und nach wird das Ausmaß der zu erwartenden Störungen in mehreren Schlüsselbereichen, vor allem im Verkehrs- und Bildungswesen, deutlich.

  • Seine-Maritime: In Dieppe werden Jakobsmuscheln für fünf Euro pro Kilo verscherbelt

    Seine-Maritime: In Dieppe werden Jakobsmuscheln für fünf Euro pro Kilo verscherbelt

    Die Jakobsmuschel ist eines der wichtigsten Produkte zum Jahresende in Frankreich. Seit Anfang Januar ist sie für die Verbraucher allerdings weniger attraktiv. Die Preise sind zu Beginn des Jahres stark gesunken, das Angebot ist höher als die Nachfrage.

    Fünf Euro für ein Kilo Jakobsmuscheln auf dem Fischmarkt in Dieppe (Seine-Maritime). Seit Beginn der Saison waren die Preise noch nie so niedrig. Ein Schnäppchen für die Kunden. „Die Kaufkraft ist im Moment für alle ziemlich niedrig. Wenn man sich eine kleine persönliche Freude machen will, tut es gut, etwas weniger zu bezahlen“, sagt ein Mann auf dem Sender France 3.

    Viele Muscheln
    Die Zahl der Verbraucher ist seit dem Ende der Weihnachtsfeiertage zurückgegangen, die Preise sind gesunken, da die Bestände immer noch groß sind. „Es grosse Bestände an Muscheln, immer mehr. Die Ressourcen zu schonen ist gut. Aber in Dieppe lagen wir vor ein oder zwei Jahren noch bei 40 Tonnen pro Tag, jetzt sind es 60“, erklärt Miguel Marguerie, Reedereibesitzer und Muschelfischer. Um die Bestände zu regulieren, haben die Präfektur und die Seefahrtsbehörden die Anzahl der Anlandungen pro Tag von vier auf drei reduziert.

  • Blue Monday: Gibt es den deprimierendsten Tag des Jahres wirklich?

    Blue Monday: Gibt es den deprimierendsten Tag des Jahres wirklich?

    der Blue Monday tauchte erstmals 2005 unter dem Deckmantel einer pseudomathematischen Formel auf. Es handelt sich aber um eine reine Marketing-Erfindung ohne jegliche wissenschaftliche Grundlage.

    Es besteht die Gefahr, dass wir dem Blue Monday auch in diesem Jahr nicht entkommen. Wie schon seit ein paar Jahren werden wir wahrscheinlich hören oder lesen, dass dieser Montag – immer der dritte im Januar – der deprimierendste Tag des Jahres ist. Ein Tag, der einen Namen hat: Blue Monday. Dabei handelt es sich aber um eine reine Marketing-Erfindung.

    der Blue Monday wurde 2005 mithilfe der folgenden mathematischen Formel definiert: [W = (D-d)] x TQ : M x Na. Dabei steht „W“ für das Wetter, „D-d“ für die Schulden, die während der Feiertage gemacht wurden, und die Fähigkeit, diese mit dem Januargehalt zurückzuzahlen, „T“ für die Zeit seit Weihnachten, „Q“ für die Zeit seit den Vorsätzen zu Beginn des Jahres. Das Ganze wird durch den Motivationsmangel „M“ geteilt, der wiederum mit dem Handlungsbedarf „Na“ multipliziert wird.

    Werbegag für ein Reisebüro
    Natürlich gibt es keine wissenschaftliche Grundlage für diese Formel. Sie war in einer Pressemitteilung enthalten, die von der Kommunikationsagentur Porter Novelli im Auftrag der britischen Reisekette und -agentur Sky Travel, die von 1994 bis 2010 existierte, verfasst worden war. Man behauptete, den traurigsten Tag des Jahres mithilfe des Psychologen Cliff Arnall berechnet zu haben. Cliff Arnall wurde in der Pressemitteilung als Psychologe an der Universität von Cardiff (Vereinigtes Königreich) vorgestellt, was er jedoch nicht wirklich war. Er hatte lediglich für kurze Zeit Abendkurse an einer mit der Universität verbundenen Einrichtung gegeben.

    Die Werbeagentur Porter Novelli hatte bei mehreren Akademikern nachgefragt, um ihrer Idee durch deren Unterschrift Glaubwürdigkeit zu verleihen. Und das gegen Bezahlung. Dies berichtete der britische Psychiater und Autor Ben Goldacre im Dezember 2006 in der britischen Tageszeitung The Guardian. Er sagte, er habe zahlreiche Nachrichten von Forschern erhalten, die ihm von dem Werbemanöver berichteten.

    Das Ziel der Aktion: Die Menschen sollten glauben, dass an einem bestimmten Tag im Januar ein Tiefpunkt erreicht ist und dass das Heilmittel darin besteht, den nächsten großen Urlaub zu planen und sich ein Flugticket zu kaufen, um dem Alltag zu entfliehen. Am besten weit weg und in die Sonne. der vermeintliche Universitätswissenschaftler Cliff Arnall bestätigte das bereits 2010 gegenüber dem britischen Telegraph.

    „Ich wurde ursprünglich gebeten, den meiner Meinung nach besten Tag für die Buchung eines Sommerurlaubs zu bestimmen.“ Das sagte Cliff Arnall gegenüber der britischen Tageszeitung „The Telegraph“.

    Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Blue Monday aus dem Hut gezaubert wurde, um den Konsum anzukurbeln. Bis heute nutzen Marken und Händler weiterhin diesen „gefälschten“ besonderen Tag, um zu versuchen, ihre Produkte zu verkaufen. Eine italienische Kaffeemarke teilte im Jahr 2020 ein Video auf Facebook, in dem sie die Vorteile ihrer Getränke bei der Bewältigung des „deprimierendsten Tages des Jahres“ anpries.

    Die Winterdepression allerdings existiert tatsächlich.
    Psychologen weisen darauf hin, dass es zwei Arten von Depressionen gibt: einige sind saisonal bedingt, andere nicht. In der nördlichen Hemisphäre kann eine winterbedingte Depression aufgrund des Lichtmangels zwischen Ende Dezember und Ende März auftreten. Es gibt vielleicht keinen Blue Monday, aber sehr wohl den Blue Winter. Menschen reagieren empfindlich auf Lichtschwankungen, was zur Entwicklung von Lichttherapien gegen Depressionen geführt hat. Der Blue Monday könnte jedoch auch als Einladung verstanden werden, nach draußen zu gehen, sich dem Licht auszusetzen und Menschen zu treffen, um gegen den Winterblues anzukämpfen.

    Cliff Arnall seinerseits scheint den Blue Monday, zu dessen Popularisierung er beigetragen hat, inzwischen mit Abstand zu betrachten. „Eines Tages wurde mir klar, dass die Idee des blue monday der Welt nicht so geholfen hatte, wie ich es mir erhofft hatte“, erklärte er 2016 in einem auf YouTube zu sehenden Clip des Fremdenverkehrsamtes der Kanarischen Inseln. Damals setzte er sich für ihre „Abschaffung“ ein und startete in sozialen Netzwerken den Hashtag #Stopbluemonday, um „das Internet mit optimistischen Posts zu füllen“.

    Inzwischen gibt es sogar den Yellow Day, der der glücklichste Tag des Jahres sein soll und auf den dritten Freitag im Juni fällt. Dieser Tag, der ebenfalls 2005 mithilfe einer anderen pseudowissenschaftlichen Formel entstand, war in Zusammenarbeit mit der Eisdiele Wall’s entwickelt worden, berichtet der Guardian. 

  • Streik am 19. Januar: Mit welchen Störungen ist am Donnerstag in Frankreich zu rechnen?

    Streik am 19. Januar: Mit welchen Störungen ist am Donnerstag in Frankreich zu rechnen?

    Protest gegen die Regierung und ihre Rentenreform. Das ist das Ziel französischer Gewerkschaften aus allen Wirtschaftsbereichen, die am 19. September 2023 zu einem landesweiten Streik aufgerufen haben. Als Reaktion auf die von der Regierung am 10. Januar 2023 vorgelegte Rentenreform haben die Gewerkschaften Streik, Demonstrationen und Proteste angekündigt. Der für Donnerstag, den 19. Januar, angesetzte Streik wird ein Test auf mehreren Ebenen für die Gewerkschaften sein, die bereits eine Fortsetzung der Protestbewegung angekündigt haben. Ein „Faustschlagtag“, ein „mächtiger“ Streik… Die SNCF hält mit ihren Warnungen über die Streiks an diesem Donnerstag nicht hinterm Berg. Die aus CGT, Unsa, SUD und CFDT bestehende Gewerkschaftsgruppe erklärt ihre „totale Opposition gegen die Erhöhung des gesetzlichen Renteneintrittsalters auf 64 Jahre, begleitet von einer Erhöhung der Beitragsdauer“. Da es derzeit schwierig ist, die wirklichen Auswirkungen auf das Zugangebot abzuschätzen, werden die…

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  • Energiekosten: Bürgermeister zahlt Kleinbetrieben sechs Monate lang die Miete

    Energiekosten: Bürgermeister zahlt Kleinbetrieben sechs Monate lang die Miete

    Im Departement Val-d’Oise beschloss ein Bürgermeister, seinen Handwerkern zu Hilfe zu eilen, die ihre explodierenden Stromrechnungen nicht mehr bezahlen können, indem ihnen sechs Monate lang die Miete zahlt. 50 km von Paris entfernt liegt der kleine Ort Sagy (Val-d’Oise), eine Gemeinde mit 1.200 Einwohnern, die stolz darauf ist, ihre kleinen Geschäfte und Handwerksbetriebe bis heute behalten zu haben. Doch die explodierenden Strompreise sind zu einer Bedrohung zum Beispiel für die Bäckerei geworden. Der Preis pro Megawattstunde stieg innerhalb eines Jahres von 75 auf 277 Euro. Die Obergrenze von 280 Euro, die der Staat mit den Anbietern ausgehandelt hat, wird also an der schwierigen Situation des Betriebes nichts ändern. „Das bedeutet, Menschen arbeitslos zu machen, es bedeutet, auch weniger Produkte anzubieten und somit bedeutet es irgendwann den Tod des Unternehmens“, befürchtet Amélie Kerjan, Mitgeschäftsführerin der Bäckerei, auf dem Sender France 2. Eine Nachbarin, die ebenfalls e…

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  • Preise für Mobilfunk und Internet werden in Frankreich im Jahr 2023 steigen

    Preise für Mobilfunk und Internet werden in Frankreich im Jahr 2023 steigen

    Französische Telefonanbieter werden in den nächsten Wochen möglicherweise die Tarife erhöhen: Schuld daran sind die steigenden Kosten, sagen die Unternehmen. Die Inflation und die steigenden Betriebskosten der französischen Telefonanbieter werden im Jahr 2023 zu höheren Rechnungen für die Kunden führen. Die Preise der Pauschaltarife für neue Nutzer aber auch für Personen, die bereits einen Mobilfunk- und/oder Internetvertrag besitzen, könnten sich somit in den nächsten Monaten ändern. Schon bisher sind die Preise für Handytarife mit mehr als 10 Gigabyte Datenvolumen innerhalb eines Jahres bereits um 20% gestiegen: Der Durchschnittspreis stieg von 16 auf 19,17 Euro. Der Anstieg in 2023 wird je nach den verschiedenen Anbietern und Paketen von einigen Dutzend Cent bis zu mehreren Euro reichen. Unabhängig von Angebot und Tarif müssen die Anbieter die Kunden allerdings im Voraus über eine Erhöhung informieren. Der Anbieter Bouygues hat seinen Kunden bereits mitgeteilt, dass bei vielen Tarifen eine Erhöhung ansteht. Das preisgünstige Paket B&You wird um einen Euro teurer, und das Paket Bbox für 41,99 Euro wird auf 43,99 Euro steigen, also zwei Euro teurer werden. Beim Anbieter SFR wird die Erhöhung ab Februar je nach Paket zwischen 0,69 und 0,99 Euro pro Monat liegen. Der Betreiber begnügte sich mit einer Beilage zu der Januar-Rechnung, um die Neuigkeit anzukündigen, ohne Erinnerung per E-Mail oder SMS. Das könnte der gesetzlichen Informationspflicht gegenüber den Kunden nicht genügen. Der Telefonanbieter Orange wird ebenfalls Erhöhungen der meisten seiner Mobilfunk- und Festnetzpakete um 1 und 2 Euro ankündigen, allerdings mit einer kleinen Verzögerung: März oder April je nach Abonnement. Das Grundabonnement mit Sozialrabatt soll jedoch nicht erhöht werden, und der Vorzugstarif für Personen mit geringem Einkommen soll sogar sinken. Im Gegensatz zu den anderen Anbietern wird Free die Preise für seine 2-Euro- und 19,99-Euro-Abonnements in den nächsten Jahren nicht ändern, was den Regeln entspricht, die sich der Konzern selbst auferlegt hat. Normalerweise können Kunden solche Preisänderungen, die nach L. 224-33 des französischen Verbraucherschutzgesetzes zulässig sind, nicht anfechten, außer bei ganz bestimmten Vertragsbedingungen. Eine genaue Prüfung der Bedingungen, die im jeweiligen Vertrag angegeben sind, ist angeraten. Kunden haben vier Monate Zeit, um ihr Abonnement kostenlos zu kündigen: Wem die Preiserhöhung nicht passt, kann also versuchen, ein günstigeres Abonnement bei einem anderen Anbieter zu finden.
  • TikTok in Frankreich wegen Verwendung von Cookies zu einer Geldstrafe von 5 Millionen Euro verurteilt

    TikTok in Frankreich wegen Verwendung von Cookies zu einer Geldstrafe von 5 Millionen Euro verurteilt

    Das chinesische Social-Network TikTok muss wegen illegaler Verfahren bei der Datensammlung in Frankreich jetzt eine hohe Geldstrafe zahlen.

    Die Commission Nationale Internet et Libertés (CNIL) hat am 29. Dezember TikTok, das führende soziale Netzwerk unter Jugendlichen, mit einer Geldstrafe von 5 Millionen Euro belegt. Als Grund wurde die Verwendung von Cookies durch die chinesische Plattform angegeben.

    Cookies dienen dazu, Informationen über das Surfverhalten der Nutzer zu sammeln: Sie müssen in Europa ausdrücklich akzeptiert werden. Die CNIL, die die Anwendung von Cookies in Frankreich überwacht, hat zwischen Mai 2020 und Juni 2022 Kontrollen auf der Website des sozialen Netzwerks sowie in den von TikTok bereitgestellten Dokumenten durchgeführt.

    Die Ergebnisse dieser Untersuchungen zeigen, dass TikTok „seinen Verpflichtungen gemäß Artikel 82 des Gesetzes über Informatik und Freiheiten nicht nachgekommen ist“, das die Verwendung von Cookies regelt. Insbesondere ist es verpflichtend, Lösungen anzubieten, die das Ablehnen von Cookies genauso einfach machen wie das Akzeptieren von Cookies.

    Im Fall von TikTok war die Schaltfläche zur Ablehnung von Cookies jedoch weniger leicht zugänglich und erforderte mehrere Klicks, im Gegensatz zu einem einzigen Klick zur Akzeptanz der Cookies.

    Laut der französischen Behörde läuft „die Komplexität des Ablehnungsmechanismus in Wirklichkeit darauf hinaus, die Nutzer davon abzuhalten, Cookies abzulehnen, und sie dazu zu bringen, die Bequemlichkeit der Schaltfläche „Alles akzeptieren“ zu bevorzugen“. Diese Methode verletze „die Freiheit der Zustimmung von Internetnutzern“.

    Die Nutzer von TikTok wurden außerdem nicht genau über die Gründe für die Datensammlung mit Hilfe von Cookies auf der Website informiert, was ein weiterer Verstoß gegen Artikel 82 des Gesetzes über Informatik und Freiheiten ist. Die Höhe der Geldstrafe wurde nicht nur aufgrund der Verstöße, sondern auch aufgrund der „Anzahl der betroffenen Personen, insbesondere Minderjährige“ sowie „der zahlreichen früheren Mitteilungen der CNIL“ gerechtfertigt.

  • Justiz: Zuckerfabrikant wegen Verschmutzung des Flusses Schelde verurteilt

    Justiz: Zuckerfabrikant wegen Verschmutzung des Flusses Schelde verurteilt

    Ein Gericht in Lille im Norden Frankreichs verurteilte den Zuckerhersteller Téréos am Donnerstag, dem 12. Januar, zu einer Geldstrafe von 500.000 Euro.

    Am Donnerstag, dem 12. Januar, verurteilte ein Gericht in Lille (Nordfrankreich) den Zuckerhersteller Téréos wegen moralischer und ökologischer Schäden zu einer Geldstrafe von 500.000 Euro, da er fahrlässig gehandelt und den Fluss Schelde verschmutzt habe. Das Unternehmen muss außerdem mehrere Umwelt- und Gebietsverbände entschädigen. „Ich für meinen Teil bin zufrieden zu sehen, dass der ökologische Schaden einmal mehr anerkannt und entschädigt wird. Verschmutzung ist teuer“, sagte Corinne Lepage, Staatsanwältin der Region Wallonien auf dem Sender France 3.

    Im April 2020 verendeten Dutzende Tonnen Fische im Scheldekanal, nachdem ein Damm in der Nähe der Fabrik Escaudoeuvres gebrochen war und 100.000 m3 verunreinigtes Wasser in den Fluss freigesetzt wurden, was verheerende Folgen für die Tier- und Pflanzenwelt hatte. Der Anwalt von Téréos bedauerte die Härte des Urteils und wies darauf hin, dass eine Verpflichtung zur Wiedergutmachung des Schadens nicht anerkannt werde. Die Geschäftsführung von Téréos hat jetzt zehn Tage Zeit, um gegen das Urteil Berufung einzulegen.