Kategorie: Wirtschaft

  • Frankreich: Carrefour bietet eine neuartige Versicherung zur Erhaltung der Kaufkraft an

    Frankreich: Carrefour bietet eine neuartige Versicherung zur Erhaltung der Kaufkraft an

    Die Carrefour-Gruppe führt eine neuartige Versicherung ein, mit der die Versicherten auch dann weiter einkaufen können, wenn besondere Lebensumstände zu einem Kaufkraftverlust führen.

    Für die Unfälle des Lebens gewappnet sein und auch bei einem schweren Schicksalsschlag und damit einem plötzlichen Verlust der Kaufkraft weiter einkaufen können? Dies soll der neue Service, den der Einzelhandelsriese Carrefour in Partnerschaft mit CNP Assurances anbietet, leisten.

    Diese Kaufkraftgarantie, wie der Carrefour die Versicherung nennt, gibt es in mehreren Formeln. Zunächst gibt es die Option „course protect“, für die eine monatliche Gebühr von 2,90 € bis 3,90 € zu entrichten ist. Im Falle einer Arbeitsunfähigkeit oder eines Arbeitsplatzverlustes erhält der Versicherte dann jeden Monat Einkaufsgutscheine in Höhe von 75 bis 150€. Bei schwerer Invalidität oder Verlust der Selbstständigkeit ist ebenfalls eine Entschädigung von 500€ vorgesehen.

    Carrefour bietet ausserdem ein weiteres Deckungssystem an, das zwar teurer ist, aber mehr Entschädigungen bietet, nämlich zwischen 300 und 500 € pro Monat. Es handelt sich um die Optionen „budget protect’“, die 5,90€ bis 8,90€ pro Monat kostet. Diese Versicherung sieht auch eine „Entschädigung von 1000 € im Falle einer schweren Behinderung oder des Verlusts der Selbstständigkeit vor, um bei Schwierigkeiten, die sich auf das Haushaltseinkommen auswirken, einkaufen und seine Ausgaben begleichen zu können“, so der Einzelhändler in seiner Pressemitteilung.

    Diese Versicherungsangebote richten sich an Personen zwischen 18 und 80 Jahren. Berechtigt sind Studierende, Arbeitnehmer im privaten und öffentlichen Sektor, Selbstständige und Rentner.

    Carrefour gibt außerdem an, einen „Inflationsbooster“ in die Garantie eingebaut zu haben. Das heißt, dass die Höhe der Einkaufsgutscheine und der Entschädigungen bis zu 10 % nach oben angepasst wird, wenn die Inflation zwischen dem Jahr der Zeichnung und dem Eintritt des Schadensfalls ansteigt.

  • Limoges: Die Stadtverwaltung organisiert kostenlose Gemüseverteilungen

    Limoges: Die Stadtverwaltung organisiert kostenlose Gemüseverteilungen

    Wie schon seit einem Jahr üblich, organisierte die Stadtverwaltung von Limoges (Departement Haute-Vienne) am Donnerstag, dem 7. Dezember, eine kostenlose Kartoffelverteilung. Am Donnerstagmorgen, 7. Dezember, eilt eine Bewohnerin von Limoges (Haute-Vienne) mit ihrer Einkaufstasche auf den Place de l’Eglise. Hier werden Kartoffeln von der Stadtverwaltung kostenlos verteilt. „Das ist eine sehr schöne Initiative“, findet sie. Den ganzen Vormittag über marschieren die Einwohner von Limoges vor der Kirche auf und gehen mit gefüllten Taschen wieder weg. Insgesamt wurden allein an dieser Ausgabestelle drei Tonnen Kartoffeln an die Bürger von Limoges verschenkt. Über 7 Tonnen Kartoffeln wurden verteilt.Seit einem Jahr organisiert die Stadtverwaltung regelmäßig kostenlose Gemüseverteilungen. „Es sind Überschüsse aus der Schulspeisung“, erklärt Nadine Rivet, stellvertretende Bürgermeisterin und Projektleiterin. Innerhalb von zwei Tagen verteilte die Stadtverwaltung von Limoges über 7 Tonnen Kart…

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  • Wirtschaft: Franzosen arbeiten anscheinend weniger als ihre europäischen Nachbarn

    Wirtschaft: Franzosen arbeiten anscheinend weniger als ihre europäischen Nachbarn

    Laut einer Studie des Instituts Rexecode, behindert diese französische Besonderheit die Entwicklung der Wirtschaft Frankreichs. In Europa ist Frankreich das Land, in dem am wenigsten gearbeitet wird, gleich nach Finnland. Französische Vollzeiterwerbstätige arbeiten in einem Jahr im Durchschnitt 1.664 Stunden, während es im Rest des Kontinents durchschnittlich 1.792 Stunden sind. Diese Zahlen sind das Ergebnis einer Studie des Instituts Rexecode, das Eurostat-Daten aus dem Jahr 2022 zusammengestellt hat, also offizielle Daten, die von jedem Land übermittelt werden. Franzosen arbeiten im Jahr 65 Stunden weniger als die Spanier und bis zu drei Wochen weniger als die Deutschen. Diejenigen, die in Europa am meisten arbeiten, sind die Rumänen, Polen oder auch die Griechen. Laut dem Institut Rexecode lässt sich diese geringe Arbeitszeit durch mehrere Faktoren erklären. Zunächst einmal liegt es an der 35-Stunden-Woche, deren Auswirkungen auch mehr als 20 Jahre nach ihrer Einführung noch deutli…

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  • Französisches Einrichtungshaus Habitat unter Insolvenz-Verwaltung gestellt

    Französisches Einrichtungshaus Habitat unter Insolvenz-Verwaltung gestellt

    Die Kette mit 25 Geschäften und 450 Beschäftigten bereitet einen Sanierungsplan vor.

    Eine weitere französische Handelskette befindet sich in großen Problemen. Das Unternehmen Habitat, das auf Möbel und Haushaltswaren spezialisiert ist, wurde am Mittwoch, dem 6. Dezember vom Handelsgericht Bobigny (Seine-Saint-Denis) unter gerichtliche Aufsicht gestellt, wie die Geschäftsleitung gegenüber der Nachrichtenagentur AFP bekannt gab.

    Habitat, eine Kette von 25 Geschäften, die nach eigenen Angaben 450 Mitarbeiter beschäftigt, hat am Donnerstag angekündigt, dass sie aufgrund „tiefgreifender finanzieller Schwierigkeiten“ einen Antrag auf gerichtliches Sanierungsverfahren gestellt habe und erklärte, „einen Sanierungsplan durch Fortführung vorzubereiten, um dauerhaft wieder eine Rentabilität zu erreichen“.

    Am 30. November bereits versprach das Unternehmen, dass sein „oberstes Ziel“ darin bestehe, „die Bezahlung aller Lieferanten und die Auslieferung der Bestellungen an die Kunden in einem ruhigen und der Situation angepassten Rahmen zu gewährleisten“. Die Geschäftsleitung kündigte außerdem an, dass „eine kürzlich durchgeführte strategische Überprüfung, zu Maßnahmen geführt hat, um die Situation zu bereinigen, einschließlich der Kündigung des Generaldirektors von Habitat, Franck Deshayes“.

    Nach Angaben des französischen Sozial- und Wirtschaftsausschusses (CSE) wird Habitat den Beschäftigten die Novembergehälter nicht auszahlen und Thierry Le Guénic, der Eigentümer des Unternehmens, wird sich an die staatlichen Lohngarantiesysteme wenden, die „logischerweise einspringen“ müssten, hieß es in einer Mitteilung an die Beschäftigten, die der Nachrichtenagentur AFP vorliegt.

  • Umwelt: Ein Unternehmen in Nizza bietet umweltfreundliche Lieferdienste an

    Umwelt: Ein Unternehmen in Nizza bietet umweltfreundliche Lieferdienste an

    Ein Unternehmen in Nizza versucht, die CO2-Emissionen bei Zustellungen in der Stadt zu reduzieren. Die Pakete werden mit Elektro-LKWs in kleine Lagerhäuser im Stadtzentrum gebracht. Anschließend werden sie mit Cargo-Fahrrädern ausgeliefert.

    In Nizza (Departement Alpes-Maritimes) hat ein Logistikunternehmen eine neue und nachhaltige Lösung für die umweltfreundliche Auslieferung von Waren eingeführt. Zunächst kommen die Pakete wie überall mit LKWs an. Danach aber wurde die Logistik neu gestaltet, während die Lieferungen auf mehrere Schultern verteilt werden. „Wir hatten die Idee, zunächst alle Pakete für die Kunden in einem Viertel in einem einzigen Fahrzeug zusammenzufassen“, sagt Franck Cannata, Geschäftsführer des Transportunternehmens, auf dem Sender France 2.

    Eine Organisation, die es ermöglicht, auf hunderte Lieferwagen zu verzichten.
    Für die Lieferungen in Nizza ersetzen vier LKWs 100 Kleintransporter und reduzieren die Anzahl der gefahrenen Kilometer drastisch. Diese Lkw sind elektrisch betrieben und ersetzen die bisherigen Dieselfahrzeuge. Die neuen Fahrzeuge deponieren ihre Ladung in kleinen Lagerhäusern im Stadtzentrum. Die Waren werden dann in für Lieferungen geeigneten Lastenfahrrädern zu den Kunden transportiert. 40 solcher Lastenfahrräder sind derzeit in Nizza bereits für Lieferungen im Einsatz.

  • Goldpreis erreicht Allzeithoch: Sollte man jetzt seinen Schmuck verkaufen?

    Goldpreis erreicht Allzeithoch: Sollte man jetzt seinen Schmuck verkaufen?

    Ist es angesichts der Tatsache, dass der Goldpreis auf einem historischen Höchststand angekommen ist, eine gute Idee, jetzt seine Halsketten, Ringe oder Münzen zu verkaufen?

    Der Goldpreis erreicht neue Höchststände. Am Montag, dem 4. Dezember, stieg der Preis auf über 2.100 Dollar für eine Unze. Das entspricht einem Anstieg von 15% innerhalb eines Jahres. Damit wurde der bisherige historische Rekord, der 2020 während der Covid-19-Pandemie aufgestellt wurde, übertroffen.

    Der Anstieg des Goldpreises lässt sich durch mehrere Faktoren erklären. Erstens ist Gold ein sicherer Hafen, sobald es Krisen gibt, vor allem geopolitische Krisen. Gold ist allein seit dem Aufflammen des gewaltsamen israelisch-palästinensischen Konflikts um fast 13% gestiegen.

    Eine weitere Erklärung sind Käufe der Zentralbanken. Schwellenländer wie China, Russland und Indien verringern ihre Dollarreserven und kaufen heute lieber Gold, wodurch der Kurs steigt.

    Ist also jetzt der richtige Zeitpunkt, um sein Gold zu verkaufen, egal ob in Form von Schmuck, Barren oder Münzen? Tatsächlich ist das Preisniveau derzeit sehr hoch. Wer also seit Jahren Gold besitzt könnte zumindest einen Teil des Wertzuwaches mitzunehmen und ihn zu Geld machen.

    Es ist jedoch schwierig, Vorhersagen über die weitere Goldpreis-Entwicklung zu treffen. Wenn sich die Kämpfe im Gaza-Streifen auf den gesamten Nahen Osten ausweiten, wird der Goldpreis weiter deutlich steigen. Wenn sich die Lage hingegen beruhigt, wird er sinken. Analysten sind der Meinung, dass der Kurs des Goldes derzeit hoch bleiben und es keinen schnellen Rückgang geben wird.

    Wer sein Gold verkaufen möchte, sollte sich unbedingt an spezialisierte Geschäfte wenden und das Internet vermeiden. In manchen Fällen kann man auch gerne seine Bank um Rat befragen.

    Beim Weiterverkauf von physischem Gold sind mehrere Dinge zu beachten. Zunächst einmal wird der Ankaufspreis von einer reihe anderer Faktoren als dem Kurs abhängen. Soi ist es zum Beispiel wichtig, dass Münzen in gutem Zustand sind, so neu wie möglich. Sonst kann es einen Wertverlust geben. Bei Schmuck spielt meist das Gewicht des Goldes die entscheidende Rolle. Das Goldgewicht bei Schmuck ermöglicht es allerdings oft nicht, den Betrag zu erreichen, dem einer Besitzerin oder einem Besitzer der Schmuck „wert ist“.

    Wichtig und unbedingt zu beachten:

    Beim Verkauf eines Schmuckstücks ab einem Betrag von 5.000 € muss in Frankreich eine Steuer entrichtet werden, die sich auf 6,5 % des Preises beläuft. Darunter muss keine Steuer gezahlt werden.

    Für Edelmetalle, wie Goldmünzen oder Barren, gilt eine andere Regelung. Privatpersonen haben zwei Möglichkeiten: Entweder zahlen sie eine Pauschalsteuer von 11,5 % auf den Verkaufsbetrag; oder sie können sich für die Regelung für Kapitalgewinne in der jährlichen Steuererklärung entscheiden.

    Die Steuer dann auf Kapitalgewinne wird aus der Differenz zwischen dem Verkaufs- und dem Ankaufspreis berechnet. Man dafür muss allerdings in der Lage sein, das Datum und den Ankaufspreis zu belegen. Wer zum Beispiel eine Goldmünze von der Großmutter erhalten hat und daher keinen Kaufnachweis besitzt, kann diese Regelung nicht in Anspruch nehmen. Die Steuer beträgt dann 36,2 % auf Kapitalgewinne mit einem jährlichen Abschlag von 5 % ab dem dritten Jahr des Besitzes. Das läuft darauf hinaus, dass man ab einer Haltedauer von 22 Jahren komplett von der Steuer befreit ist.

  • Strom- und Gaskosten: Wie die französische Regierung den Verbrauchern auch im Jahr 2024 helfen will

    Strom- und Gaskosten: Wie die französische Regierung den Verbrauchern auch im Jahr 2024 helfen will

    Die Minister Bruno Le Maire und Olivia Grégoire haben am Freitagmorgen bekannt gegeben, wie die Verbraucher in Frankreich im Jahr 2024 bei ihren Energiekosten unterstützt werden sollen.

    Die Rechnungen für Strom und Gas steigen seit mehreren Jahren. Der Ausbruch des Krieges in der Ukraine hat die Situation noch deutlich verschärft. Angesichts der Inflation hat die Regierung seit 2021 einen Preisdeckel für Haushalte und kleine Unternehmen eingeführt, um den Preisanstieg zu begrenzen.

    Seit Anfang 2023 sind die Gas- und Strompreise auf den französischen Energiemärkten aufgrund der höheren Verfügbarkeit der Kernkraftwerke und der Sparsamkeit der Verbraucher wieder stark gesunken.

    Für das Jahr 2024 hat die Regierung erneut verschiedene Maßnahmen angekündigt.

    Für Einzelhaushalte wird 2024 der Preisdeckel beibehalten und damit der Anstieg der Strompreise auf maximal 10 % begrenzt.

    Kunden, die in Sozialwohnungen oder Eigentumswohnungen in größeren Wohneinheiten mit Gas- oder Stromheizung leben und während der Energiekrise einen Vertrag mit einem hohen Festpreis abgeschlossen haben, können eine weitere Unterstützung in Anspruch nehmen: Wenn die Rechnung das Niveau der regulierten Stromtarife von 2024 oder das Niveau des für das erste Halbjahr 2023 festgelegten Gaspreisdeckels mit 30 % oder mehr übersteigt, übernimmt der Staat 75 % der Rechnung.

    Für gewerbliche Verbraucher, deren Größe einem sehr kleinen Unternehmen entspricht (TPE, Vereine, Gebietskörperschaften), wird die Preisobergrenze von 280 €/MWh bis 2024 verlängert. Dies gilt auch für kleine gewerbliche Verbraucher mit Verträgen, die vor dem 30. Juni 2012 abgeschlossen wurden.
    Für gewerbliche Verbraucher, die nicht unter die 280-€/MWh-Preisobergrenze fallen und die vor dem 30. Juni 2023 einen Vertrag unterzeichnet haben, der 2024 noch gültig ist, wird es erneut gestaffelte Preisdeckelungen oder Zuschüsse geben.

  • Frankreich: Verkauf von Holzöfen „explodiert“ regelrecht

    Frankreich: Verkauf von Holzöfen „explodiert“ regelrecht

    „Innerhalb von zwei Jahren haben wir die Zahl der verkauften Holzöfen verdreifacht“, freut sich der Geschäftsführer eines Ofen-Geschäftes.

    Vor einigen Jahren war Charles Moralès technischer Leiter einer dänischen Fabrik, die Holzöfen der Marke Scan Line auf dem französischen Markt verkaufte. Dann beschloss er, das Geschäft eines Kunden zu übernehmen. Seit etwa 2 Jahren hat sich das Geschäft weitgehend zugunsten von Brennholz, das halb so teuer wie Heizöl und dreimal so preiswert wie Strom ist, verändert. Zwei Energiequellen, die vor allem aufgrund des Krieges in der Ukraine einen historischen Höhenflug erlebt haben. Innerhalb weniger Jahre ist die Scan Line Pyrénées-Gruppe erheblich gewachsen und verfügt heute über fünf Geschäfte in den Pyrénées-Atlantiques und den Hautes-Pyrénées sowie ein Unternehmen, das sich auf den Kundenservice spezialisiert hat.

    „Innerhalb von zwei Jahren haben wir die Zahl der verkauften Holzöfen verdreifacht“, freut sich der Geschäftsführer der Gruppe. „Der Markt ist in den Hautes-Pyrénées besonders interessant, da es hier eine ländliche Kundschaft gibt, die gerne zu dieser Art des Heizens zurückkehren möchte, vor allem dank der Weiterentwicklung der Technologien und der besseren Effizienz der Geräte. Die Franzosen wussten nicht viel über das System des skandinavischen Holzofens, der etwa dreimal weniger Holz verbraucht als ein Kamin oder eine offene Feuerstelle und das ganze Haus durch Konvektion heizen kann. Jetzt nutzen unsere Kunden diesen Ofen als Hauptheizung und nicht mehr als Zusatzheizung“, sagt Gerschäftsführer Charles Moralès.

    Um der explosionsartigen Nachfrage in einem sich rasch entwickelnden Sektor gerecht zu werden und die Kunden innerhalb von etwa fünf Wochen beliefern zu können, haben sie vorausschauend etwa 600 Geräte eingelagert und die Teams sehr deutlich verstärkt. „Wir wollten den Fehler einiger unserer Konkurrenten vermeiden, die aufgrund des starken Nachfragedrucks vor allem in Deutschland mit enormen Lieferproblemen konfrontiert waren“.

  • Streikaufruf in allen Casino-Supermärkten bis Ende Dezember

    Streikaufruf in allen Casino-Supermärkten bis Ende Dezember

    Nachdem der finanziell angeschlagene Einzelhandels-Konzern sich bereit erklärt hat, Filialen an Konkurrenten zu verkaufen, rufen die Gewerkschaften von Casino zur allgemeinen Mobilisierung der Angestellten auf.

    Die Gewerkschaften der Supermarktkette Casino rufen die Angestellten ab Dienstag, dem 5. Dezember, zu einer allgemeinen Mobilisierung auf, da der in finanziellen Schwierigkeiten steckende Konzern sich bereit erklärt hat, Geschäfte an Konkurrenten zu verkaufen. Die aus Monoprix, Franprix, Pao de Acucar oder Exito bestehende Gruppe, die Ende 2022 noch 200.000 Beschäftigte zählte, davon 50.000 in Frankreich, befindet sich in sehr starken Turbulenzen. Die Gewerkschaften haben vom 5. bis 31. Dezember einen Streik angekündigt, der „alle Beschäftigten und Geschäftsführer der Gruppe“ betrifft.

    Ende Juli wurde mit den Gläubigern der Gruppe eine erste Einigung über eine Umstrukturierung der Verschuldung erzielt, die mit einem Wechsel in der Aktionärsstruktur einherging, bei dem der tschechische Milliardär Daniel Kretinsky, der Franzose Marc Ladreit de Lacharrière und der britische Fonds Attestor die Kontrolle über die Gruppe übernahmen.

    In der Zwischenzeit verbesserte sich die wirtschaftliche Lage von Casino jedoch nicht. Der Konzern erklärte sich bereit, „Interessenbekundungen“ von Konkurrenten für den Kauf von Hypermärkten und Supermärkten zu prüfen. Aus mit der Angelegenheit vertrauten Quellen verlautete, dass alle größeren Geschäfte der Gruppe verkauft werden könnten. Die Gewerkschaften befürchten, dass es zu einem Ausverkauf zu lasten der Belegschaft kommen könnte.

    Die Konkurrenten Auchan und Intermarché haben ein Angebot für alle Geschäfte eingereicht, wie ein Vertreter von Auchan, Serge Papin, am Donnerstagabend im Sender BFM Business öffentlich mitteilte. Es wurden wohl auch noch weitere Angebote eingereicht, die jedoch nicht öffentlich bestätigt wurden.

    Intermarché hatte bereits vor einigen Monaten mit Casino den Kauf von 119 Geschäften plus etwa 60 Optionen vereinbart. Die Nr. 3 der Branche in Frankreich (hinter Carrefour) will 4.000 betroffene Beschäftigte übernehmen, aber die Gewerkschaften befürchten, dass sie schlechtere soziale Bedingungen als bei Casino vorfinden werden.

    In Saint-Etienne eine Versammlung vor dem Hauptsitz geplant. Anschließend soll ein Demonstrationszug zur Präfektur und zum Rathaus stattfinden.

  • Auto: Das Handy als Autoschlüssel der Zukunft

    Auto: Das Handy als Autoschlüssel der Zukunft

    Haben die Fernbedienung und der Zündschlüssel bald ausgedient? Die JUMPWG arbeitet an einem Standard, der die Automobil-, Telekommunikations- und Mobilfunkbranche zusammenbringt. Künftig wird man von seinem Telefon aus die Autotüren öffnen oder die Zündung einschalten.

    Nach der Kurbel, dem Zündschlüssel und der Fernbedienung ist es nun das Telefon, das unsere Autos in Zukunft öffnen und starten wird. Seltsamerweise könnte der gute alte physische Schlüssel zu einer kostenpflichtigen Option werden, die man extra bestellen muss. Ansonsten wird alles mit dem Telefon erledigt, sei es das Öffnen der Türen oder das Einschalten der Zündung.

    Das wird genau so funktionieren wie heute: entweder indem man das Handy neben den Schalthebel legt, um den Motor zu starten, oder indem man es in der Tasche mit sich führt. Möglich wird dies durch einen Standard, der von der Joint ultra-wideband mac phy working group (JUMPWG) festgelegt wurde, in der alle Giganten der Automobil-, Telekommunikations- und Mobilfunkbranche vertreten sind. Ihr Ziel ist es, alle Hersteller an einen Tisch zu bringen, um sich auf einen einzigen, für alle gültigen Standard zu einigen. Denn heute machen zwar Tesla, Apple, Ford, Samsung et cetera alle etwas. Aber jeder kocht sein Süppchen in seiner eigenen Ecke.

    Sicherer als ein kontaktloser Schlüssel
    Wenn man sein Telefon verliert oder es einem gestohlen wird, wird es leider so sein wie heute, wenn einem die Autoschlüssel gestohlen werden. Mit einer Nuance: Man wird den Schlüssel sehr schnell in ein anderes Telefon umprogrammieren können (ähnlich wie man es mit Bankkarten tun kann).

    Man hat sich allerdings für das Telefon entschieden, weil es schwerer zu hacken ist als ein Schlüssel. Es ist ein echter Computer, es hat einen Code, Gesichtserkennung oder Fingerabdrücke. Fast jeder Autobesitzer kennt die Autohack-Wettbewerbe auf TikTok und hat schon mal von all den Geräten gehört, die die Signale von kontaktlosen Schlüsseln abfangen können. Bei Telefonen ist die Wahrscheinlichkeit, dass dies geschieht, wesentlich geringer.

    Funktioniert auch bei leerem Akku.
    Sogar wenn der Akku des Telefons leer ist, funktioniert es immer noch, aber nicht mehr aus der Ferne. Man wird das Telefon auf die Tür legen müssen, um zu öffnen, und auf das Armaturenbrett, um zu starten. Im Grunde wird dann nur von der drahtlosen Technologie auf die NFC-Technologie (bekannt von der kontaktlosen Bezahlung mit Bankkarten) umgestellt. Das bedeutet, dass man keinen Strom für die Übertragung des Signals braucht.

    Es gibt noch viele weitere Vorteile, die sich aus der Digitalisierung von Autoschlüsseln ergeben. Man denke nur an Autovermieter oder Carsharing-Dienste, die es einfacher haben, zeitlich begrenzte Schlüssel zu vergeben oder Geschwindigkeitsbeschränkungen oder Beschränkungen für den Bereich, in dem sich das Auto bewegen darf, einzuführen. Ein Problem, das jedoch nicht vergessen werden sollte, ist ine verstärkte Abhängigkeit von unseren Telefonen.