Kategorie: Umwelt

  • Unwetter treffen den Südwesten hart: Bäume umgestürzt, Stromnetz und SNCF-Verkehr gestört

    Unwetter treffen den Südwesten hart: Bäume umgestürzt, Stromnetz und SNCF-Verkehr gestört

    Wie von Météo France angekündigt, zogen am gestrigen Donnerstag heftige Gewitter durch den westlichen Teil Südfrankreichs und richteten große Schäden an. In Saint-Sulpice-la-Pointe wurde ein Kind durch einen umstürzenden Baum verletzt.

    102 km/h Windgeschwindigkeit bei Cos, in der Nähe von Foix. 105 km/h in Balma-Lasbordes, in der Nähe von Toulouse, und Böen bis 112 km/h in Saint-Félix-Lauragais: Die Stürme, die gestern, 17. Juni, am späten Nachmittag über die Region Occitanie zogen, haben ihre Spuren hinterlassen. In der Stadt Saint-Sulpice (Tarn) stürzte ein hundertjähriger Baum auf zwei fahrende Fahrzeuge. In einem von ihnen wurde ein dreijähriges Kind am Kopf verletzt. Bei Eintreffen der Feuerwehr bei Bewusstsein, wurde es in die pädiatrische Notaufnahme des Krankenhauses in Toulouse gebracht.

    Eine Gewitterzone traf Toulouse und seine Umgebung
    Gegen 18 Uhr zog eine besonders aktive Gewitterlinie über die Haute-Garonne und die Region Toulouse.

    61 betroffene Gemeinden in der Haute-Garonne, mehr als 200 Interventionen der Feuerwehr
    Zwischen 17 Uhr, dem Beginn der stürmischen Episode am 17. Juni, und 1.30 Uhr an diesem Freitagmorgen haben die Feuerwehrleute der Haute-Garonne genau 207 Einsätze durchgeführt. Auf die Straße gestürzte Bäume und Stromleitungen, beschädigte Dächer, Verkehrsunfälle oder Überschwemmungen: Mehr als 100 Feuerwehrleute waren gleichzeitig vor Ort im Einsatz. 40 Einsatzfahrzeuge waren in den 61 Gemeinden des Departements im Einsatz, die von der Unwetterepisode betroffen waren.

    Viele gesperrte Straßen werden auch heute Morgen noch blockiert bleiben, bevor sie geräumt sein werden. Viele Stromleitungen sind zerstört und 15.000 Haushalte sind heute Morgen noch ohne Strom.
    Auch Toulouse blieb nicht verschont. Besonders heftige Windböen rasten über die Stadt, in einem von Blitzen erleuchteten Himmel. Im Stadtteil Carmes, im Zentrum von Toulouse, löste sich ein Stromkabel und verursachte große Funken. Zum Glück wurden keine Verletzten gemeldet.

    Das gleiche Szenario im Departement Tarn, wo sich auch die Einsätze die Feuerwehrleute vervielfacht haben. Die Departement-Straße D.988 war gestern Abend wegen Ästen und umgestürzten Bäumen auf der Fahrbahn zwischen Gaillac und L’Isle sur Tarn gesperrt.

    Der SNCF-Verkehr bleibt aufgrund des Unwetters nachhaltig gestört. Mehrere Linien zwischen Aude und Ariège wurden gestrichen, vor allem die Linien zwischen St. Sulpice und Albi-Rodez-Figeac-Mazamet sowie zwischen Foix und Latour.

  • Klimawandel: Klage gegen 5 Minister wegen Untätigkeit

    Klimawandel: Klage gegen 5 Minister wegen Untätigkeit

    In einem exklusiven Interview mit Brut und Le Monde kündigen die Aktivistin Camille Etienne und der Europaabgeordnete Pierre Larrouturou an, dass sie eine Klage gegen fünf Minister wegen Untätigkeit gegenüber dem Klimawandel einreichen werden.

    „Unser Ziel ist es, sie aufzuwecken. Damit sie sich ihrer Verantwortung stellen.“

    Die Aktivistin Camille Etienne und der Europaabgeordnete Pierre Larrouturou kündigen an, eine Klage gegen 5 Minister wegen Untätigkeit im Klimaschutz einzureichen. Das betrifft Jean Castex, den Premierminister, Barbara Pompili, Emmanuelle Wargon, Jean-Baptiste Djebbari und Bruno Le Maire. „Wir haben das Klima vergessen, obwohl wir uns mitten in einer Hitzewelle befinden, und es ist wichtig, sich immer wieder daran zu erinnern, dass alles zusammenhängt und dass wir jetzt die Folgen der globalen Erwärmung erleben, dass sie durch ihre Untätigkeit Menschen zu Grunde gehen lassen“, sagte Camille Etienne. Auch Pierre Larrouturou verweist auf die Tausenden von Toten aufgrund dieser klimatischen Veränderung, und er erzählt, dass er nach einer Reise nach Mali die Augen nicht mehr verschliessen kann: „Sie sagen, dass das Klima so viele Menschen töten wird wie Aids.“

    Eine 50-fache Erhöhung der Sterblichkeit bis zum Ende des Jahrhunderts
    Die Klage stützt sich auf Artikel 223-7 des Strafgesetzbuchs. Dieser bestraft die Unterlassung der „Bekämpfung einer Katastrophe, die so beschaffen ist, dass sie eine Gefahr für die Sicherheit von Menschen darstellt“ mit zwei Jahren Gefängnis und einer Geldstrafe von 30.000 Euro. „Météo France sagt uns, dass sich die Sterblichkeit aufgrund von Hitzewellen bis zum Ende des Jahrhunderts um das 50-fache erhöhen wird“, mahnt Pierre Larrouturou.

    In einem solchen Szenario hat nur der oberste Gerichtshof der Republik die Befugnis, Minister für Handlungen zu verurteilen, die sie in Ausübung ihres Amtes begangen haben. So verurteilte er im März 2021 den ehemaligen Minister François Léotard in der Karachi-Affäre zu einer Geldstrafe von 100.000 € und einer zweijährigen Haftstrafe auf Bewährung.

  • Unwetter: Der Südwesten von heftigen Gewittern bedroht

    Unwetter: Der Südwesten von heftigen Gewittern bedroht

    Météo France hat 17 Departements im Südwesten Frankreichs wegen starker Gewitter, die für diesen Donnerstag erwartet werden, auf Alarmstufe Orange gesetzt. Die Rhone ist seit Mittwoch auf Alarmstufe „Hitzewelle“.

    Nach einer großen Hitzewelle wird der Westen nun von schlechtem Wetter und besonders heftigen Gewitterepisoden heimgesucht. An diesem Donnerstag, dem 17. Juni, hat Meteo France zunächst 13 Departements in Alarmstufe Orange versetzt, da Unwetter und schwere Regenfällen erwartet werden. Die Rhone ist wegen der anhaltenden „Hitzewelle“ in Alarmbereitschaft versetzt worden.

    Im Südwesten waren heute Morgen 12 Departements von dem Gewitter-Alarm betroffen: Deux-Sèvres, Charente, Charente-Maritime, Dordogne, Gironde, Lot-et-Garonne, Gers, Landes, Pyrénées-Atlantiques, Hautes-Pyrénées, Haute-Garonne und Ariège. Fünf weitere Departements wurden auf Alarmstufe Orange gesetzt: Corrèze, Lot, Tarn-et-Garonne, Vienne und Haute-Vienne.

    „Im Laufe des Nachmittags werden sich im Südwesten des Landes Gewitter entwickeln. Sie werden im Laufe der Stunden immer zahlreicher und führen gelegentlich zu sehr starken Niederschlagsmengen (in der Größenordnung von 50 bis 80 mm in drei Stunden). Sie können von Hagel, starken Windböen und anhaltender elektrischer Aktivität begleitet sein. Eine Entspannung wird erst in der Nacht von Donnerstag auf Freitag kommen“, warnt Météo-France auf seiner Website.

    Schon in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag kam es an der Atlantikküste zu heftigen Sturmepisoden. Auch im Norden des Landes kam es zu zahlreichen Blitzentladungen.

  • Weltneuheit in der Champagne: Ein Flugzeug fliegt mit Biokraftstoff aus Rübensaft

    Weltneuheit in der Champagne: Ein Flugzeug fliegt mit Biokraftstoff aus Rübensaft

    Zwei Firmen, eine deutsche und eine französische, haben einen 97%igen Biokraftstoff für den Einsatz in der Freizeitfliegerei entwickelt. Dies ist eine Weltneuheit und dieser Biokraftstoff könnte bald das Benzin für Leichtflugzeuge ersetzen.

    Bekannt sind Rote Bete für ihre gesundheitlichen Vorteile, aber keiner sah sie als Treibstofflieferant für Flugzeuge. Am Dienstag, 15. Juni, flog nun eine Rihn DR107, ein kleines Kunstflugzeug, eine Stunde lang mit einem zu 97% mit Biokraftstoff auf Rote-Bete-Saft-Basis gefüllten Tank. Für diese Weltpremiere flog Bastien Le Roux, Berufspilot und Luftfahrtingenieur, von Saarbrücken in Deutschland nach Prunay in der Champagne. Für den Piloten gibt es keinen Unterschied zwischen einem herkömmlichen Kraftstoff und diesem Biokraftstoff. „Natürlich brauchen wir mehr Zeit, um wirklich vergleichbare Daten zu haben. Kann zum Beispiel die Langlebigkeit des Motors durch die Verwendung dieses Kraftstoffs beeinträchtigt werden? Aber auf dem heutigen Flug wurden keine Unterschiede oder Anomalien festgestellt, was ein gutes Zeichen für die Zukunft ist“, sagt Bastien Le Roux.

    Angesichts der Kritik organisiert sich die Luftfahrtindustrie neu
    Angesichts des mangelnden Vertrauens von Verbrauchern auf der ganzen Welt, die auf der Suche nach umweltverträglichen Reisen sind, versucht die Luftfahrtindustrie jetzt mit allen Mitteln, Alternativen zu finden. Alles wird untersucht, um so wenig wie möglich zu CO2 auszustossen, von der Form des Flugzeugs bis hin zum verwendeten Motor, aber vor allem der Treibstoff steht an erster Stelle. Rote Bete, aber auch Speiseöle oder Seetang werden als Alternativen geprobt.

    Eine deutsch-französische Allianz steht hinter diesem Biokraftstoff für Freizeitflugzeuge, der irgendwann Avgas100LL, das Benzin, das die meisten kolbengetriebenen Flugzeuge benötigen, ersetzen könnte. In Europa werden 100 Millionen Liter pro Jahr für diese Leichtflugzeuge verwendet, in den Vereinigten Staaten bis zu 900 Millionen Liter.
    Natürlich steckt die Entwicklung von Biokraftstoffen für Flugzeuge noch in den Kinderschuhen und viele Tests müssen erst noch absolviert werden, insbesondere zur Verträglichkeit der verschiedenen Biokraftstoffe mit den verschiedenen Flugzeug-Typen. Dieser für Freizeitflugzeuge entwickelte Treibstoff kann zum Beispiel Avgas100LL ersetzen, aber seine Wirksamkeit als Ersatz für das in Langstreckenflugzeugen verwendete Kerosin muss erst noch nachgewiesen werden.

    Biokraftstoffe für die Luftfahrt, ein Sektor der Zukunft
    Ursprünglich auf Biokraftstoffe für Autos positioniert, hat sich Global BioEnergie, das französische Start-up, das diesen Rihn DR107 flugfähig gemacht hat, nun auf Biokraftstoffe für Flugzeuge umorientiert: „Mit dem Phänomen ‚Air Shame‘, das in Schweden geboren wurde und sich dann in ganz Europa und der Welt verbreitete, ist nun jedem bewusst, dass der Flugverkehr die Umwelt enorm belastet und dass Lösungen gefunden werden müssen“, erklärt Marc Delcourt, Mitbegründer und CEO des Unternehmens. „Eine Lösung ist, mit dem Reisen aufzuhören, eine andere ist, Technologien zu entwickeln, die eine geringere Umweltbelastung ermöglichen.“
    Wohl wissend, dass Biokraftstoff für Flugzeuge ein Wachstumssektor ist, hat Global Bioenergies bereits den bevorstehenden Aufbau einer Produktionseinheit in Pomacle in der Champagne angekündigt.

  • Wetter: Nach der Hitzewelle kommen die Gewitter

    Wetter: Nach der Hitzewelle kommen die Gewitter

    In den betroffenen Gebieten besteht die Gefahr von „zunehmend schweren Gewittern“.

    Am Mittwoch, dem 16. Juni, hat Météo France 28 Departements unter Warnstufe orange und 46 weitere unter Warnstufe gelb gestellt. Vom Westen bis zur Mitte Frankreichs riskieren diese Departements schwere Gewitter nach den Hitzerekordwerten des Tages. Die Gewitter sollen sich außerdem „ab heute Nachmittag und bis zur nächsten Nacht intensivieren und ausdehnen“, warnen die Meteorologen.

    Die Bretagne und die Basse-Normandie werden am Nachmittag als erstes betroffen sein. In den Côtes d’Armor, Ille et Vilaine, Manche und Calvados können starke Gewitter, Hagel sowie „starke elektrische Aktivität“ auftreten. Die Warnungen werden sich dann auf einen großen Teil des Südwestens und abends und in der Nacht auf die an die Ile-de-France angrenzenden Departements erstrecken. In der Mitte des Vormittags kamen drei neue Departements hinzu: Seine-Maritime, Eure und Corrèze.

    Lokal könnten diese Stürme langanhaltend und stationär sein, teilt Météo France mit. Daher werden heute Nachmittag in den nordwestlichen Regionen erhebliche Niederschlagsmengen von 40 bis 50 mm erwartet. „Weitere heftige Gewitter werden vom Baskenland heraufziehen und sich heute Abend und in der Nacht auf die gesamte Aquitaine, Poitou-Charentes, einen Teil des Limousin, die Region Centre, Anjou und dann den Süden der Normandie ausbreiten“.

    Gewitter, die zu Hagel, intensivem Blitzschlag sowie „plötzlichen Windböen, die örtlich 100 km/h erreichen können“ führen können. Die Unwetter sollen sich in der Nacht abschwächen und „leicht abgeschwächt in der Region Paris“ ankommen.

    Liste der Departements mit Warnstufe orange: Pyrénées-Atlantiques, Landes, Gironde, Lot-et-Garonne, Charente-Maritime, Charente, Dordogne, Creuse, Haute-Vienne, Vienne, Deux-Sèvres, Indre, Cher, Loiret, Loir-et-Cher, Eure-et-Loire, Indre-et-Loire, Maine-et-Loire, Sarthe, Orne, Mayenne, Ille-et-Vilaine, Calvados, Manche, Côtes-d’Armor.

  • Klimagesetz: Nach Werbe-Flugzeugen will die Regierung nun auch Werbeboote verbieten

    Klimagesetz: Nach Werbe-Flugzeugen will die Regierung nun auch Werbeboote verbieten

    Der von der Regierung eingebrachte Änderungsantrag wurde von den Senatoren jedoch während der ersten Lesung des Klimagesetzes abgelehnt.

    Nach den Flugzeugen, die die bekannten Werbe-Transparente zogen, erklärte die Regierung am Dienstag, dem 15. Juni, dass sie auch Boote verbieten wolle, die in der Nähe von Stränden eingesetzt werden, um Werbebotschaften zu zeigen. Ein entsprechender Änderungsantrag der Regierung wurde während der ersten Lesung des „Klima- und Resilienz“-Gesetzes dem Senat vorgelegt.

    Umweltministerin Barbara Pompili, die den Text vor den Senatoren verteidigte, wollte sich für einen „globalen Schutz der Strände“ gegen diese Art von Werbung einsetzen und berief sich darauf, dass „Urlauber ein Recht auf ein wenig Ruhe haben“. „Wir verbieten nicht die Werbung per Flugzeug an den Stränden, damit sie per Boot zurückkommt“, sagte sie.

    Das letzte Wort hat die Nationalversammlung
    Der Änderungsantrag der Regierung zielt jedoch nur auf kommerzielle Werbung ab und lässt de facto Werbung „für Sportereignisse, insbesondere nautische Veranstaltungen“ zu, die auf solchen Schiffe transportiert werden könnten, sagte die Ministerin.

    Von den Senatoren abgelehnt, könnte der Änderungsantrag der Regierung in der zweiten Lesung in der Nationalversammlung, die das letzte Wort in Gesetzesangelegenheiten hat, erneut eingebracht werden. Das von den Abgeordneten in erster Lesung beschlossene Verbot von Werbeflugzeugen ab dem nächsten Jahr wurde von den Senatoren ebenfalls abgelehnt.

  • Wetter: Mittwoch wird grosse Hitze erwartet

    Wetter: Mittwoch wird grosse Hitze erwartet

    Am Mittwoch, 16. Juni, wird in Frankreich eine neue Hitzewelle erwartet.

    Hohe Temperaturen mit mehr als 35°C in mehreren Regionen werden am Mittwoch, 16. Juni, laut Meteo-France in Frankreich erwartet, als Teil einer bemerkenswerten Hitzeepisode so früh in der Saison. „Wir befinden uns in einer anhaltenden Episode von starker Hitze“, erklärte der Meteorologe Steven Testelin gegenüber der Agentur AFP. Ihm zufolge handelt es sich nicht um eine normale Hitzewelle, sondern um eine intensive Hitze, bei der die sehr hohen Temperaturen auch nachts nicht richtig sinken.

    Das Thermometer kletterte vor allem im Süden bereits in den letzten Tagen kräftig in die Höhe und lag am Montag in einigen Gebieten mit 5 bis 10 °C über den jahreszeitlichen Normen.

    Allerdings werden ab dem Abend des Mittwochs von Westen her stürmische Gewitter und damit auch Abkühlung erwartet, so Meteo France. In den folgenden Tagen werden sie sich in Richtung Osten bewegen, was allmählich einen Rückgang der Temperaturen und das Ende dieser Episode starker Hitze im ganzen Land mit sich bringen wird.

  • Roter Schnee in den Alpen: Was ist das „Gletscherblut“, dieses Phänomen, das Wissenschaftlern Sorgen bereitet?

    Roter Schnee in den Alpen: Was ist das „Gletscherblut“, dieses Phänomen, das Wissenschaftlern Sorgen bereitet?

    Wenn der Sommer naht, wird der Schnee in den französischen Alpen scharlachrot. Ein rätselhaftes Phänomen, das Wissenschaftler beunruhigt.

    Immer wenn der Sommer naht, färben sich die Schneedecken in den französischen Alpen rot. Ein Phänomen, das die Einheimischen als „Blut der Gletscher“ bezeichnen und das bei Wissenschaftlern Besorgnis hervorruft. Tatsächlich sind es rote Mikroalgen, die sich so stark vermehren, dass sie am Ende den Schnee färben. Sie sind auch im Winter vorhanden, sind aber aufgrund ihrer Anzahl und grünen Farbe weniger sichtbar.

    „Wenn die Sonnenstrahlen sehr stark werden, etwa ab Mai, bauen die Algen ein Schild aus roten Molekülen auf, die wie Sonnencreme wirken. Das fällt auch mit der Zeit zusammen, in der sie sich vermehren und auf den Berggipfeln surreale Landschaften bieten“, erklärt Eric Maréchal, Forschungsleiter am Labor für Zell- und Pflanzenphysiologie in Grenoble, gegenüber Le Parisien.

    Das Phänomen hat jedoch in den letzten Jahren spürbar zugenommen. Und es ist möglich, dass der Anstieg des CO2 in der Atmosphäre, von dem sich die Algen ernähren, eine der Ursachen dafür ist. Außerdem beschleunigen diese Mikroalgen das Schmelzen von Schnee. „Leider begünstigt die rote Färbung das Abschmelzen der Gletscher, indem sie den Albedo-Effekt des Schnees unterdrückt. Es reflektiert weniger Sonnenstrahlung, erwärmt sich und schmilzt schneller. In Gebieten ohne Gletscher verkürzt sich dadurch die Dauer der Schneedecke, was wiederum Auswirkungen auf die Wasserversorgung von Dämmen und die landwirtschaftliche Bewässerung in den Ebenen hat“, sagt Éric Maréchal.

    Diese Mikroalgen haben aber auch ihre Vorteile. Sie sind reich an Antioxidantien und könnten im Kampf gegen die Zellalterung interessant sein.

  • Wetter: Grosse Hitze – fast 40°C im Südwesten an diesem Sonntagnachmittag

    Wetter: Grosse Hitze – fast 40°C im Südwesten an diesem Sonntagnachmittag

    Météo France hatte für diesen Sonntag im Südwesten Temperaturen über 35°C angekündigt. Die 35°C wurden am späten Nachmittag in Okzitanien weitgehend überschritten. Für Mittwoch ist eine weitere Hitzespitze angekündigt.

    An diesem Sonntagnachmittag wurden in Südwestfrankreich fast 40°C erreicht. Eine Temperatur von 39,1°C wurde in Cabestany in den östlichen Pyrenäen gemessen. Überall in den Pyrenees-Orientales war es sehr, sehr heiß mit 37,8°C in Céret, 37,7°C in Le Boulou und 37,1°C in Perpignan, inklusive Föhneffekt, so La Chaîne Météo.

    Viel Sonne und vor allem grosse Hitze gab es bei 33,9°C in Carcassonne, 33,7°C in Toulouse-Francazal, 33,6°C in Muret, 33,4°C in Toulouse-Blagnac oder 33,1°C in Montauban, laut den Messwerten von Météo Ciel am späten Nachmittag.

    Auch andernorts in Okzitanien und Neu-Aquitanien wurden die 30°C weitgehend überschritten mit 32,8°C in Pau, 32,7°C in Auch, 32,4°C in Agen, 31,7°C in Tarbes, 31,3°C in Saint-Girons und 30,8°C in Gourdon. Nur Aveyron blieb unter der 30°C-Marke mit 29°C in Millau und 28,4°C in Rodez.

    Eine neue Hitzespitze am Mittwoch
    Die grosse Hitze wird sich in der nächsten Woche fortsetzen. Météo France prognostiziert Höchstwerte zwischen 35°C und 37°C in der Nähe des Mittelmeers und heiße Nächte, oft über 20°C.

    Am Mittwoch wird ein landesweiter Hitzehöhepunkt erwartet, bevor es zu teils kräftigen Gewittern und damit auch einem Temperaturrückgang kommen soll.

  • Bouches-du-Rhône : Die Feuersaison beginnt stark – warnt die Feuerwehr

    Bouches-du-Rhône : Die Feuersaison beginnt stark – warnt die Feuerwehr

    Ein Feuer zerstörte am Samstag, 12. Juni, 20 Hektar in Arles, so die Feuerwehr in den Bouches-du-Rhône.

    „Die Feuersaison ist bereits in vollem Gange“, warnte die Feuerwehr der Bouches-du-Rhône am Sonntag, 13. Juni, auf France Bleu Provence. Mit der starken Hitze, dem Mangel an Regen und dem immer wieder aufkommenden Wind, rufen sie zu höchster Wachsamkeit auf.

    Allein an diesem Samstag, 12. Juni, zerstörte ein Feuer 20 Hektar Brachland bei Arles, „in einem Sektor, der normalerweise feucht ist“, so Denis Bargès von der Feuerwehr Bouches-du-Rhône gegenüber France Bleu Provence. „Es hat nicht genug geregnet, und das spüren wir. Wir haben bereits jetzt große Brandherde, die die Einsatzkräfte mobilisieren“.

    An diesem Sonntag, 13. Juni, rückte die Feuerwehr zu einem weiteren Brand am Rande der Autobahn in der Nähe von Arles aus. Das Feuer wurde vermutlich durch eine aus einem Autofenster geworfene Zigarettenkippe verursacht, so die Feuerwehr. „Sie sollten auf keinen Fall Zigarettenstummel aus dem Autofenster werfen. Es sollte auch vermieden werden, zu dieser Zeit draußen Feuer zu machen. Ausserdem sollten Vorsichtsmaßnahmen beachtet werden, wenn man einen Grill anmacht“, betont Denis Bargès am Mikrofon von France Bleu.