Kategorie: Umwelt

  • Klima: Frankreichs Anstrengungen sind immer noch unzureichend

    Klima: Frankreichs Anstrengungen sind immer noch unzureichend

    Der Hohe Rat für das Klima urteilt, dass Frankreich sein Ziel, die CO2-Emissionen bis 2030 um 40% zu reduzieren, so nicht erreichen kann. Die Bemühungen Frankreichs im Kampf gegen die globale Erwärmung seien noch „unzureichend“, um die Ziele zu erreichen, urteilt am Dienstag, 29. Juni, der Hohe Rat für Klimafragen (HCC). Die gleiche Schlussfolgerung hatte das Institut bereits 2019 gezogen. Frankreich hat sich verpflichtet, seine CO2-Emissionen bis 2030 um 40% im Vergleich zu 1990 zu reduzieren. Aber die Europäischen Union zielt nun darauf ab, die Emissionen bis 2030 auf 55% zu reduzieren, was Paris zwingt, seine Ziele zu überarbeiten. „Aufgrund der in Frankreich aufgelaufenen Verzögerung wird sich die derzeitige jährliche Reduktionsrate praktisch verdoppeln müssen, um mindestens 3,0% ab 2021 und 3,3% im Durchschnitt über den Zeitraum 2024-2028 zu erreichen“, warnt der Bericht, der auch eine Schwächung der französischen Wälder und ihrer Fähigkeit zur Co2-Bindung feststellt. Während das …

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  • Anti-Hagel-Netze zum Schutz der Beaujolais-Weinberge

    Anti-Hagel-Netze zum Schutz der Beaujolais-Weinberge

    Es gibt sie seit 2015. Immer mehr Winzer versuchen mit Anti-Hagel-Netzen, ihre Weinberge zu schützen. Im Beaujolais haben nun mehrere Dutzend solche Netze installiert.

    Seit einigen Wochen machen die entfesselten Elemente in einem großen Teil Frankreichs den Landwirten das Leben schwer. Mehrere Weinberge wurden von heftigen Gewitterstürmen getroffen, die von Hagel begleitet wurden. Das von den Winzern am meisten gefürchtete Wetter-Phänomen sind Hagelkörner, die die Arbeit eines ganzen Jahres in nur wenigen Minuten zerstören können.

    Um dieses Katastrophenszenario zu vermeiden und die Verluste zu begrenzen, haben sich einige Winzer in mehreren Departements inzwischen mit Anti-Hagel-Netzen ausgerüstet. Ein Schutzsystem, das von der Inao, dem Nationalen Institut für Herkunft und Qualität, validiert wurde. Zwei sehr widerstandsfähige Netze werden auf jeder Seite der Rebzeile gespannt und schützen die Vegetation vor Hagelkörnern. „Die Trauben sind durch das Netz geschützt, ebenso das Holz und die Blätter. Mit diesem Schutz gewinnen wir an Sicherheit“, versichert Rémi Vincent, technischer Leiter des Maison Jean Loron in Régnié-Durette, an der Rhône gegenüber Franceinfo. Eine praktische und effektive Lösung, um sich vor den Unbilden des Wetters zu schützen. Doch die Investition hat ihren Preis: fast 10.000 Euro pro Hektar. Einmal installiert, kann man mit diesem System, das etwa fünfzehn Jahre hält, die schädlichen Auswirkungen von Hagel auf die Ernte um etwa 90% verringern.

  • Wetter: Ein heftiger Hagelsturm hat heute das Departement Vosges getroffen

    Wetter: Ein heftiger Hagelsturm hat heute das Departement Vosges getroffen

    Bis zu 60 cm Hagel fielen am heutigen Dienstag in Plombières-les-Bains.

    Ein sehr heftiger Hagelsturm traf am Dienstagmittag, 29. Juni, das Departement Vosges, wo örtlich mehrere Dutzend Zentimeter Hagel niedergingen und die Menschen zwangen, Ende Juni noch mal ihre Schneeschaufeln und Pflüge herauszuholen.

    Der Sturm kam in der Mitte des Morgens aus dem Süden des Departements und zog „durch das Val d’Ajol und Plombières-les-Bains und zog in Richtung Remiremont und Bruyères weiter“, sagte Romain Munier, Verantwortlicher für Kommunikation bei der Feuerwehr des Departements, gegenüber der Agentur AFP. In Plombières-les-Bains „gab es bis zu 60 Zentimeter hohe Hagelberge“, während in der Gegend von Bruyères „bis zu 10 Liter Wasser pro M2 in nur sechs Minuten“ fielen, fügte er hinzu. Meteo France hat den gesamten Nordosten des Landes, also 54 Departements, unter Unwetterwarnungen gestellt.

  • Frühjahrsfrost hat die Preise für Obst und Gemüse in die Höhe schnellen lassen

    Frühjahrsfrost hat die Preise für Obst und Gemüse in die Höhe schnellen lassen

    Der Preis für Kirschen hat sich dieses Jahr im Vergleich zur letzten Saison annähernd verdoppelt und liegt bei etwa 7 Euro pro Kilo. Pfirsiche, Nektarinen und Aprikosen sind ebenfalls teurer.

    Auf einem Markt in Lyon (Rhône) müssen die Kunden 2 bis 3 Euro mehr für ein Kilo Kirschen bezahlen. Der Frühjahrsfrost hat den Preis für diese Luxusfrucht in diesem Sommer tatsächlich mächtig in die Höhe schnellen lassen. Verglichen mit dem Fünfjahresdurchschnitt befindet sich die Obstproduktion in diesem Jahr im freien Fall. So sind die Mengen bei Kirschen um 62%, bei Aprikosen um 64% und bei Pfirsichen und Nektarinen um 42% gesunken; Schuld daran ist das Wetter im April.

    Obstplantagen in Frankreich wurden im April in zwei aufeinanderfolgenden Nächten Opfer von Frost. Insgesamt waren 80% der Kirschen beschädigt. Heute sind die Äste nur spärlich mit Früchten bewachsen, was die Ernte erschwert. „Es gibt so wenige von ihnen, dass es wirklich miserabel ist. So eine Auswahl ist wirklich nicht interessant. Normalerweise ernten wir alle zwanzig Minuten einen Eimer ab, und jetzt dauert es eine Stunde, anderthalb Stunden, um einen Eimer abzuernten“, sagte eine Pflückerin vor der Kamera von France 3 . Der Sommer hat gerade erst begonnen, aber in den Geschäften konkurrieren die französischen Kirschen bereits mit spanischen Sorten, die zwar nicht besser, oft dafür aber preiswerter sind.

  • Vogeljagd mit Leim vom Staatsrat für illegal erklärt

    Vogeljagd mit Leim vom Staatsrat für illegal erklärt

    Das von Umweltverbänden angerufene Oberverwaltungsgericht entschied, dass „diese Technik in der vorliegenden Form nicht erlaubt sein kann“.

    Dies ist ein Sieg für die Vogelschutzverbände. Am Montag, 28. Juni, erklärte der Staatsrat die Leimjagd für illegal. „Nach Befragung des Gerichtshofs der Europäischen Union erklärt der Staatsrat die französische Verordnung, die die Jagd auf Drosseln und Amseln mit Leim erlaubt, für nichtig, weil sie gegen europäisches Recht verstößt“, so das oberste Verwaltungsgericht in einer Erklärung.

    „Es ist nicht erwiesen, dass die anderen Vögel, die mit dieser Methode versehentlich gefangen werden, nur in geringer Zahl und ohne ernsthafte Folgen gefangen werden. Außerdem reicht die Tatsache, dass es sich um eine ‚traditionelle‘ Jagdmethode handelt, nicht aus, um eine Ausnahmeregelung zu rechtfertigen“, so der Staatsrat. Diese Entscheidung beendet einen jahrelangen Kampf zwischen Befürwortern und Gegnern dieser umstrittenen Methode, die darin besteht, Stöcke mit Klebstoff zu beschichten, um darauf landende Vögel lebend zu fangen.

    „Keine französische Regierung wird jetzt den Hebel der Ausnahmeregelungen benutzen können, um die europäische Vogelschutzrichtlinie zu umgehen“, freut sich die Liga für Vogelschutz in einer Erklärung.

  • Gewitter: Für 11 Departements „hohes Risiko von gewaltsamen Wetterphänomenen“

    Gewitter: Für 11 Departements „hohes Risiko von gewaltsamen Wetterphänomenen“

    Und wieder kommen die Gewitter. Météo France hat elf französische Departements auf Warnstufe Orange gesetzt.

    Die schweren Gewitter setzen sich am Montag, 28. Juni, über Teilen Frankreichs fort. Vom Norden des Zentralmassivs bis zum Jura-Gebirge ist das Risiko besonders hoch, das die Gewitter mancherorts auch von starkem Hagel begleitet werden. Météo France spricht von einer „stark stürmischen Situation im Sommer“, die „eine besondere Wachsamkeit erfordert, da ein starkes Risiko von gewaltsamen Wetterphänomenen besteht“.

    Météo France hat elf Departements unter Warnstufe Orange gestellt: Allier (03), Puy-de-Dôme (63), Loire (42), Rhône (69), Bas-Rhin (67), Haut-Rhin (68), Territoire de Belfort (90), Doubs (25), Jura (39), Haute-Savoie (74), Ain (01).

    „Die neue Gewitterwelle dehnt sich heute Nachmittag bis in den Nordosten des Zentralmassivs aus“, so Météo France. „Die Gewitter vermehren sich und breiten sich schnell nach Norden aus. In der Nähe der Schweizer und deutschen Grenze besteht bis zur Nachtmitte die Gefahr von heftigen Gewittern mit Hagel, starken Windböen von bis zu 100 km/h und hoher Niederschlagsintensität von etwa 30 Litern pro Quadratmeter.

    „Die Gewitteraktivität wird aber in der Nacht von Montag auf Dienstag deutlich abnehmen“, so Météo France.

  • Wetter: Schlammlawine im Puy-de-Dôme nach heftigen Unwettern

    Wetter: Schlammlawine im Puy-de-Dôme nach heftigen Unwettern

    Ein heftiger Sturm verursachten am Sonntagabend in Sauvagnat-Sainte-Marthe (Puy-de-Dôme) eine Schlammlawine sowie zahlreiche Einsätze der Feuerwehren im Departement, teilte die Präfektur mit.

    Eine Schlammlawine, die durch starken Regen verursacht wurde, drang in die Straßen der 500-Einwohner-Stadt Sauvagnat-Sainte-Marthe ein und verursachte eine teilweise Sperrung der nahe gelegenen Autobahn A75 in der Nacht von Sonntag auf Montag.

    Mehrere Autos wurden laut der regionalen Tageszeitung ‚La Montagne‘ von den Schlammlawinen mitgerissen und beschädigt.

    Winde über 80km/h
    Am Sonntagabend zogen mehrere sehr intensive Gewitterzellen über das Departement Puy-de-Dôme und verursachten Hagel, sehr starke Regenfälle und heftige Windböen (in Issoire wurden bis zu 82 km/h gemessen).

    Die höchsten Niederschläge erreichten lokal 50 bis 60 Liter pro Quadratmeter in sechs Stunden.
    Am Sonntagabend führte die Feuerwehr 126 Einsätze im Puy-de-Dôme durch, insbesondere in den Gemeinden Cournon-d’Auvergne, Lezoux und Issoire.

    Das Streckennetz der SNCF war durch umgestürzte Bäume auf den Strecken Clermont-Thiers, Clermont-Morvans und Clermont-Vichy stark beeinträchtigt. Die Aufräumarbeiten sind zur Zeit noch im Gange, aber die Strecke Clermont-Paris konnte dank der bereits in der Nacht durchgeführten Arbeiten wieder geöffnet werden.

    Die Warnstufe Orange für Gewitter wird am Montag bis 18 Uhr beibehalten, während die Warnstufe „Flutregen“ auf Gelb herabgestuft wurde.

  • Umwelt: Im Meer biologisch abbaubare Kunststoffe von französischen Forschern entwickelt

    Umwelt: Im Meer biologisch abbaubare Kunststoffe von französischen Forschern entwickelt

    Wissenschaftler des Labors für mikrobielle Ozeanographie in Banyuls-sur-Mer, in den östlichen Pyrenäen, hoffen, in ein paar Jahren die biologisch abbaubare Verpackungen zum Schutz der Meere anbieten zu können.

    „Wir werden nie alles, was wir in die Flüsse und ins Meer gelangen lassen, wieder herausholen können. Das ist offensichtlich. Die Lösungen müssen also vorgelagert sein. Die Wissenschaft wird innovativ sein müssen, um unsere Art von Plastik zu verändern, aber die Lösung wird sicher nicht in der Reinigung der Strände oder der Ozeane liegen“, sagt der Biologe Jean-François Ghiglione im Magazin „13h15 le samedi“ auf France 2. Der Forscher am CNRS hat 2019 bereits eine „Mikroplastik-Forschungsmission“ an Bord des Forschungsschiffes Tara durchgeführt.

    Für ihn und seine Kollegin Anne-Leïla Meistertzheim, ebenfalls Mitglied des Labors für mikrobielle Ozeanographie in Banyuls-sur-Mer (Pyrénées-Orientales), besteht die einzige Lösung des Problems in der Tat darin, neue, in der natürlichen Umgebung biologisch abbaubare Kunststoffe zu erfinden. Die wissenschaftler testen verschiedene Plastikarten. Einige davon werden aus Erdöl hergestellt, andere aus Algen, Kartoffeln, Zuckerrohr oder sogar Bakterien… Letztere, die viel schneller zerfallen, können konkrete Lösungen für Verpackungshersteller werden.

    „Wir werden Lösungen für unsere Verpackungen finden müssen…“
    „Bei dem Tütenplastik, das wir kennen, sehen wir nicht wirklich eine biologische Zersetzung. Über mehrere Jahre hinweg verändert es sich nicht“, sagt die Forscherin. Bei Plastiktüten dagegen, die aus Bakterien hergestellt werden, ist der biologische Abbauprozess bereits nach fünfzehn Tagen in vollem Gange. Das Wasser, das für die Tests benutzt wird, wird aus dem Mittelmeer direkt vor der Küste in der Nähe ihres Labors entnommen, um die realen Bedingungen des Abbaus dieser Kunststoffe in der Natur zu imitieren.

    Jean-François Ghiglione erklärt den innovativen Ansatz: „Wenn sogenannte biologisch abbaubare Kunststoffe getestet werden, werden sie üblicherweise im Kompost getestet, unter Bedingungen, die nichts mit der Umwelt zu tun haben. Ein industrieller Kompost muss sich auf 60 oder 70 Grad erwärmen, um den Abbau dieser Kunststoffe zu ermöglichen. Wenn wir sie ins Meer werfen, werden sie nicht biologisch abgebaut. Unser Ziel ist es, Kunststoffe zu entwickeln, die im Meer wirklich biologisch abbaubar sein werden, und der Industrie verschiedene Produkte vorzuschlagen. In vier oder fünf Jahren muss es soweit sein, Lösungen für Verpackungen zu haben. Und ich denke, wir werden es schaffen…“

  • Warum werden wir dieses Jahr von den Fliegen heimgesucht?

    Warum werden wir dieses Jahr von den Fliegen heimgesucht?

    Es wird kaum jemandem entgangen sein: Wir sind seit ein paar Tagen von Heerscharen von Fliegen überfallen worden. Doch was ist die Ursache für dieses Phänomen?

    Sie sind da, auf dem Land, in den Städten… Überall haben sich Fliegen angesiedelt. Eine regelrechte Invasion, deren Gründe zunächst rätselhaft erscheinen, so auch für die Bewohner der Region Lot-et-Garonne, die kürzlich feststellen mussten, dass sie von diesen Insekten regelrecht heimgesucht werden.

    Vorboten von Stürmen
    Dieses Phänomen ist, das hoffen wir alle, vorübergehend und ist auf drei Faktoren zurückzuführen, insbesondere aber auf das aktuelle Wetter. „Wenn Sie viele Fliegen in Ihrer Wohnung entdecken, ist das ein Zeichen für ein Gewitter“, erklärt Michel Collin vom Forschungsbüro für Entomologie. Bei der drückenden Hitze in den Tage, die Gewitterperioden vorausgehen, entwickeln sich die Würmer schneller und somit ist die Vermehrung der Insekten beschleunigt.

    Im Allgemeinen hat das Wetter einen starken Einfluss auf das Vorhandensein oder Fehlen von Insekten, wie z. B. Mücken, die sich mit der Hitze stärker entwickeln, unterstützt noch dazu durch die Fäulnis von Obst.

    Glücklicherweise wird dieses Phänomen einer Fliegenplage, so schnell wieder verschwinden, wie es auftritt. „Fliegen haben in diesem kurzen Intermezzo keine Zeit, sich zu vermehren“, ergänzt Michel Collin. Außerdem ist es nicht gefährlich, mit vielen Fliegen zu leben, auch wenn es sehr unangenehm ist. „Bei Fliegen gibt es keine großen Risiken. Es ist jedoch zu beachten, um welche Art von Fliege es sich handelt. Haben wir es zum Beispiel mit Pferdebremsen zu tun, dann es gefährlich werden. Blutfressende Fliegen werden uns beißen und wir werden unter Juckreiz leiden…“

    Andere Dinge können mit einer punktuellen Invasion des Insekts in Verbindung gebracht werden: „Es ist möglich, dass ein Tier verwest, dass man sich in der Nähe eines Stalls oder eines Getreidesilos befindet“, führt der Entomologe aus. Tatsächlich wirkt so ungefähr alles, was für uns abstoßend ist, wie Fäkalien oder Fäulnis, ausgesprochen anziehend auf Fliegen.

    Und bei großer Hitze ziehen sie sich in unser Haus oder Wohnung zurück, um sich abzukühlen. Wir müssen dann nur geduldig sein und auf das Ende der Gewittertage und die Rückkehr kühlerer Temperaturen warten.

  • Venedig: „Acqua alta“ nun auch im Sommer…

    Venedig: „Acqua alta“ nun auch im Sommer…

    Seit 1990 ist der Meeresspiegel im Verhältnis zu den Häusern in Venedig um durchschnittlich 30 Zentimeter angestiegen. In der Nacht von Mittwoch, dem 23. auf Donnerstag, dem 24. Juni, erlebte die Stadt ein Hochwasser, das berühmte „acqua alta“.

    Theoretisch gibt es in Venedig im Sommer kein acqua alta. Doch in der Nacht von Mittwoch, 23. auf Donnerstag, 24. Juni – die zweite Nacht in Folge – füllte das Wasser der Lagune den Markusplatz. Es war die Gelegenheit für die Besucher, erstaunliche Fotos zu machen und im ursprünglichen Sinn des Wortes auf dem Wasser zu gehen. „Es ist schön, es reflektiert alle Lichter. Wir sind das erste Mal in Venedig“, sagt ein französisches Paar.

    Das Schlimmste steht noch bevor, warnen Wissenschaftler
    In Venedig steigt das Meer immer mehr, und die Stadt versinkt in der Lagune. 32 Zentimeter sind seit 1990 verloren gegangen. Hinter der hübschen Postkartenansicht verbirgt sich eine reale Bedrohung. Bei der derzeitigen Geschwindigkeit des steigenden Wassers werden die Fundamente der Paläste Schwierigkeiten haben, standzuhalten. Die Erdgeschosse der Häuser sind zunehmend verwaist. Außerdem ist der Markusdom, der im 11. Jahrhundert erbaut wurde, den Fluten ausgesetzt wie nie zuvor in der Geschichte. Dort musste man Pumpen fest installieren.

    Für Wissenschaftler steht das Schlimmste noch bevor. „Die Perioden mit außergewöhnlichen Überschwemmungen werden häufiger werden, da der Meeresspiegel ständig steigt. Früher hatten wir zwei oder drei Überschwemmungen im Jahr. Jetzt werden es mindestens 20 sein“, sagt Georg Umgiesser, Ozeanograph am italienischen Nationalen Forschungszentrum, gegenüber France 2.