Das regnerische Wetter in einem Großteil Frankreichs macht auch die Skifahrer nicht glücklich. Météo-France hat heute vier alpine Departements (Savoyen, Haute-Savoie, Ain und Isère) auf Warnstufe Orange für Regen und Überschwemmung gesetzt.
Ausserdem ist die Lawinengefahr in allen Bergmassiven von Hochsavoyen groß. Im Einzelnen wird sie in den Massiven Beaufortain, Haute-Tarentaise, Vanoise, Haute-Maurienne und Maurienne als sich stark entwickelnd und im Massif des Bauges als erheblich eingestuft.
„Mit dem einsetzenden Regen werden am Mittwoch zahlreiche feuchte Lawinen ausgelöst, die die gesamte vorhandene Schneedecke mitreißen können. Diese Lawinen können exponierte Straßenabschnitte und Berginfrastrukturen erreichen“, warnt Météo-France.
Eine gefährliche Kombination aus Schnee und Regen
Die Schneefälle auf 1800-2000 Metern hielten die ganze Nacht von Dienstag auf Mittwoch an, erklärt Météo-France, die intensivere Niederschläge „ab Mittwochmorgen, begleitet von einer sehr deutlichen Erwärmung“ vorhersagt.
Die Folge: „Viele feuchte Lawinen werden am Mittwoch mit dem aufkommenden Regen ausgelöst und können die gesamte vorhandene Schneedecke mitreißen“, so Météo France.
Unter dem Kernkraftwerk Tricastin im Departement Drôme wurde im Grundwasser ein anormales Vorkommen von Tritium festgestellt. Die Leitung des Kraftwerks versichert, dass das Wasser im Fundament des Werks eingeschlossen ist und auf keinen Fall nach außen gelangen kann.
Es handelt sich um das zweite gemeldete Tritiumleck innerhalb von zwei Jahren. Die Leitung des Kernkraftwerks Tricastin in der Drôme erklärte am Dienstag, dass sie am 15. Dezember ein „signifikantes Umweltereignis“ bei der Atomaufsichtsbehörde gemeldet habe.
Im Grundwasser, das sich in dem unterirdischen Fundament des Kraftwerks befindet, wurden ungewöhnlich hohe Mengen des radioaktiven Stoffes Tritium festgestellt. Ein Wert von 1.000 Bq/l ist bereits meldepflichtig, am 12. Dezember wurde ein Spitzenwert von 28.900 Bq/l Tritium gemessen.
Das Kraftwerk erklärt, dass das verseuchte Wasser in der Struktur des Fundaments eingeschlossen ist, „wie in einer Schachtel“, und keine Gefahr für die äußere Umgebung darstellen kann. Die Tritiumwerte sind derzeit wieder auf 11.000 Bq/Liter gesunken. Das radioaktive Material wird jedoch voraussichtlich „einige Monate“ nachzuweisen sein.
Die Kraftwerksleitung meldete, sie wisse, woher das Leck komme: Drei Wochen zuvor habe ein Betriebsmanöver zu einer Überfüllung eines Tanks geführt, aus dem 900 Liter Abwasser ausgetreten seien. Diese Abwässer flossen in eine Flusswasserrinne und sickerten dann in den Grundwasserspiegel unter dem Kraftwerk.
In Frankreich gibt es derzeit eine Debatte über Sicherheit und Nachhaltigkeit der Atomenergie, die durch Ankündigungen Emmanuel Macrons hinsichtlich des weiteren Ausbaus der Kernenergie in Frankreich angekurbelt wurde.
Mitte Dezember erntete der Austernzüchter Gireg Berder in seinem Austernpark in Carantec (Finistère) eine 2,22 kg schwere Auster. Ein Fund, der den bisherigen Rekord noch um einige Gramm übertrifft.
Der Austern-Betrieb Les Huîtres de Pen Al Lann in Carantec im Finistère hat vor wenigen Tagen eine riesige, 2,22 kg schwere Auster geerntet, berichtet Ouest-France. Ein Rekordgewicht: Sie übertrifft den vorherigen Fund vom Oktober 2020, der ebenfalls in Carantec, aber in einem anderen Betrieb gemacht wurde, um einige Gramm.
Eine „vergessene“ Auster Laut Gireg Berder, dem Chef des Austernparks, in dem die Riesenauster gefunden wurde, ist sie 26,5 Zentimeter lang, 13 Zentimeter breit und 10 Zentimeter dick. „Diese Auster wurde in einer Ecke des Parks gefunden, in der wir 2006 gesät hatten. Wir haben diese Stelle seit Jahren nicht mehr bearbeitet.“ Die Auster wurde also 15 Jahre lang im Sand „vergessen“.
Um sie zu öffnen, wird man wohl mit „Hammer und Meißel“ rangehen müssen. Denn selbst in dieser Größe ist die Auster essbar, bestätigt der Austernzüchter. Sie wurde übrigens an einen Kunden des Betriebs verkauft.
Der Ausbruch des Vulkans auf La Palma hatte am 19. September begonnen. Er gilt nun offiziell als beendet: Seit dem 13. Dezember gab es keine signifikanten Eruptionen mehr.
Der Vulkan Cumbre Vieja ist nach 85 Tagen wieder zur Ruhe zurückgekehrt. Der Ausbruch auf der spanischen Insel La Palma, der erhebliche Schäden verursacht hat, wurde am Samstag offiziell für „beendet“ erklärt. Die Behörden gehen davon aus, dass der Ausbruch am 13. Dezember zum Stillstand gekommen ist. „Heute kann das wissenschaftliche Komitee es sagen (…) der Ausbruch ist beendet“, gab Julio Pérez, der Direktor des Vulkanischen Notfallplans der Kanarischen Inseln (Pevolca), auf einer Pressekonferenz am Samstag bekannt. „Es gibt keine Lava mehr, keine signifikanten Gasemissionen, keine signifikanten seismischen Erschütterungen“, meinte der Verantwortliche und erinnerte daran, dass dieser Ausbruch zwischen dem 19. September und dem 13. Dezember „85 Tage und 8 Stunden“ gedauert hat.
📌Y hoy se cumplen 92 días del inicio de la #erupción del volcán de La Palma. Por esta razón, el #Telenoticias1 ampliará su informativo y @fueradeplanotv ofrecerá un especial este domingo.
🗓️Este domingo ⌚️A partir de las 14.30 (TN1) horas y 16.00 horas (Fuera de Plano) pic.twitter.com/xo8F1WHMEo
Jetzt ist der Cumbre Vieja im Ruhezustand, die Lavaströme sind schwarz, verhärtet und eine Schicht aus schwarzer Asche hat sich wie ein Schleier über die Insel gelegt. Es wird viele Jahre dauern, um das Gelände zu säubern, die Asche zu räumen und zerstörte Häuser und Infrastruktur wieder aufzubauen.
„Das Ende des Ausbruchs bedeutet nicht, dass es keine Gefahr mehr gibt“, warnte Julio Pérez und fügte hinzu, dass „die Risiken und Gefahren weiterhin bestehen“. Es können weiterhin giftige Gase freigesetzt werden und die Lava wird lange brauchen, um abzukühlen. Ganz zu schweigen von der Gefahr durch Erdrutsche. Vulkanische Aktivitäten sind Teil der Geschichte von La Palma, die wie die anderen sechs Inseln des Kanarischen Archipels – der im Atlantischen Ozean vor der Nordwestküste Afrikas liegt – vulkanischen Ursprungs ist.
Keine Opfer Dies war jedoch der längste Ausbruch, den die Insel in den letzten Jahren erlebt hat, und der erste seit 50 Jahren, nach den Ausbrüchen des Vulkans San Juan im Jahr 1949 und des Teneguia im Jahr 1971. Trotz der langen Dauer und der beeindruckenden Bilder von geschmolzenen Lavaströmen gab es glücklicherweise keine Todesopfer, doch die Schäden waren enorm: Mehr als 7.000 Menschen wurden evakuiert, von denen etwa 500 noch in Hotels leben, und fast 3.000 Gebäude wurden zerstört.
Die Lava bedeckt 1.219 Hektar der Insel und vergrößerte sie sogar: Die Ströme, die das Meer erreichten, verfestigten sich und bildeten zwei Halbinseln, wodurch die Insel im Süden um 43,5 Hektar und im Norden um 5 Hektar vergrößert wurde, wie die örtlichen Behörden am Samstag mitteilten.
Die 83.000 Einwohner von La Palma werden die Erdstöße, den Ascheregen, die giftigen Gase und den Rauch, der aus dem Vulkankegel entwich, nicht vergessen. Viele Häuser mussten in aller Eile evakuiert werden und die Aktivitäten des Vulkans beherrschten wochenlang die spanischen Fernsehnachrichten: Häuser und Gebäude versanken, Straßen verschwanden unter den Lavaströmen und es kam zu spektakulären Salzwasserfontänen, als die Lava ins Meer floss.
Drei Monate lang war die kleine, stark vom Tourismus abhängige Insel wie gelähmt, mit mehrfachen Schließungen des Flughafens von La Palma. Die Lava hat auch den Bananenplantagen schwer zugesetzt, dem zweiten Schlüsselsektor der lokalen Wirtschaft. Von den 70.000 Hektar der Insel werden 10% landwirtschaftlich genutzt, und davon 43% für den Bananenanbau.
Die Schäden könnten sich auf bis zu 900 Millionen Euro belaufen, schätzten die lokalen Behörden am Samstag. Die spanische Regierung, deren Chef Pedro Sánchez mehrmals vor Ort war, versprach 225 Millionen Euro an Soforthilfen, die unter anderem für den Bau von Häusern und den Kauf von Gütern des täglichen Bedarfs sowie für direkte Subventionen für Landwirte und Fischer bestimmt sind. Madrid forderte die Europäische Kommission außerdem auf, den Solidaritätsfonds der Europäischen Union für La Palma zu aktivieren.
Die Mauthäuschen zwischen Paris und Caen werden 2024 verschwinden, die Strecke wird jedoch weiterhin kostenpflichtig sein. Die Autobahnstrecke wird die erste mit „Free-Flow“ in Frankreich sein. Ziel: Zeitersparnis für die Fahrer und weniger CO2 in der Atmosphäre.
Auf den ersten Blick dürfte die Nachricht die 270.000 Autofahrer, die täglich die Autobahn zwischen Paris und Caen benutzen, sehr erfreut haben. Die Mautstellen werden abgeschafft. Die fünf Mautstellen, die entlang der 210 km langen Strecke den Verkehr behindern, werden verschwinden. Die Freude war jedoch nur von kurzer Dauer: Die Autobahn A13-A14 wird auch weiterhin gebührenpflichtig bleiben.
Die Mautstellen werden in der zweiten Hälfte des Jahres 2023 abgebaut und durch Messstellen ersetzt, die „mit Elektronik vollgestopft“ sind, wie Arnaud Quemard, Generaldirektor der Autobahngesellschaft Sapn, gegenüber France Bleu Normandie erklärte. Diese Säulen werden den Fahrzeugtyp, die Nummernschilder und das Vorhandensein oder Nichtvorhandensein von elektronischen Mautsystemen erfassen. Autofahrer, die nicht über eine entsprechende Ausstattung verfügen, müssen auf die Website der Autobahngesellschaft gehen, ihr Kennzeichen eingeben und ihre Fahrt bezahlen.
Die Autobahn Paris-Normandie wird die erste „Free-Flow“-Autobahn Frankreichs werden, wie Premierminister Jean Castex, der am Mittwochmorgen vor Ort war, ankündigte.
Das Ziel ist eine Zeitersparnis für die Autofahrer, die dann zwischen Paris und Caen nicht mehr fünfmal an einer Mautstelle anhalten müssen. Die 28 Hektar, die mit Mautstellen überbaut sind, werden der Natur zurückgegeben. Außerdem wird die Abschaffung der Mautstellen zu einer Verringerung der Schadstoff- und Treibhausgasemissionen führen, da schätzungsweise 9.500.000 Liter Kraftstoff pro Jahr eingespart werden können.
Der Umbau wird 120 Millionen Euro kosten. Und wer wird einen Teil davon bezahlen? Die Autofahrer natürlich. Die Tarife werden drei Jahre lang um 0,2% pro Jahr steigen. Die Inbetriebnahme des neuen Systems ist für 2024 geplant.
Der heutige Dienstag, der 21. Dezember, markiert ein astronomisches Phänomens: die Wintersonnenwende. Es handelt sich dabei um den ersten Tag des Winters und den Tag mit den wenigsten Sonnenstunden des Jahres.
Der 21. Dezember wird zwar – wie jeder andere Tag auch – 24 Stunden dauern, aber die Nacht wird sich über fast 16 Stunden erstrecken! Nach den Beobachtungen und Berechnungen des Instituts für Himmelsmechanik und Ephemeridenberechnung (IMCCE) wird die Wintersonnenwende um 16 Uhr 59 Minuten 19,49 Sekunden Pariser Zeit stattfinden, d. h. um „15h 59m 19,49s“ Weltzeit.
Die Wintersonnenwende ist der Zeitpunkt, an dem unsere nördliche Hemisphäre Streiflicht mit geringer Wärmewirkung erhält und der Nordpol sogar ganz im Dunkeln liegt. Parallel dazu wird auf der Südhalbkugel der Sommer beginnen.
Ab dem Tag nach der Wintersonnenwende, also ab dem 22. Dezember, werden die Tage allmählich wieder länger. Heute steht Sonne in unserer nördlichen Hemisphäre am ihrem tiefsten Punkt am Himmel.
Die Erdneigung führt dazu, dass die Nordhalbkugel der Erde zur Sommersonnenwende der Sonne zugeneigt ist (die Nordhalbkugel ist dann der Sonne stärker ausgesetzt und die Tage sind länger als die Nächte). Umgekehrt neigt sich die Erde zur Wintersonnenwende auf die entgegengesetzte Seite, so dass die Nordhalbkugel der Sonne weniger ausgesetzt ist und die Tage kürzer sind als die Nächte. Die Tage werden nach der Wintersonnenwende unmerklich länger. Die Sonne geht jeden Tag etwas später unter.
In vielen Zivilisationen wird dieses astronomische Phänomen wegen der langsamen Rückkehr des Lichts nach der dunklen Winterzeit gefeiert.
Im Departement Gers wurden drastische Maßnahmen rund um eine Farm in Manciet ergriffen, wo am 16. Dezember ein Fall von Vogelgrippe festgestellt wurde.
Nachdem am 16. Dezember in einer Entenfarm im Departement Gers ein H5N1-Ausbruch festgestellt worden war, gab die Präfektur am Montag bekannt, dass sie die präventive Tötung des Geflügels auf sieben weiteren Farmen im Departement angeordnet hat.
Die Entenfarm in der Gemeinde Manciet wurde „entvölkert und desinfiziert“ und die präventive Schlachtung der Enten auf zwei weiteren Höfen im Gers, die epidemiologisch mit dem Ausbruch in Verbindung stehen, wurde eingeleitet. Die Notschlachtung „wird ebenfalls durchgeführt werden“ auf fünf weiteren Höfen in einem Umkreis von drei Kilometern, wie es in einer Pressemitteilung heißt.
Die Präfektur erklärte, dass „das Ziel darin besteht, die Verbreitung des hoch pathogenen Virus“ zu begrenzen, und erinnerte daran, dass „eine Schutzzone (3 km) und eine Überwachungszone (10 km) um den ersten Ausbruch herum eingerichtet wurden“ und „der Transport von Geflügel in diesen Zonen, in denen strenge Gesundheitsmaßnahmen eingehalten werden müssen, verboten ist“. Der Ausbruch der Vogelgrippe in Manciet ist nach sieben Ausbrüchen im Departement Nord bereits der achte in Frankreich.
In Frankreich gibt es etwa 20.000 Farmen, auf denen Geflügel für Fleisch, Eier oder Stopfleber gezüchtet wird, wobei der Südwesten Frankreichs das Hauptproduktionsgebiet ist. Die Vogelgrippeviren werden durch Zugvögel in Europa verbreitet. Nach Angaben des französischen Landwirtschaftsministeriums sind derzeit 29 Länder auf dem gesamten europäischen Kontinent betroffen. Es gibt fast 400 Ausbrüche in landwirtschaftlichen Betrieben und 700 Fälle bei Wildtieren.
Der Sommer 2021 war zwar nicht so heiß wie die vorangegangenen, aber die globale Erwärmung hat sich dadurch nicht verlangsamt. Météo France hat seine Jahresbilanz gezogen, und 2021 als eines der zehn wärmsten Jahre eingestuft, die jemals weltweit gemessen wurden.
Im Jahr 2021 ähnelte kein Monat dem vorherigen. Unerwartete und heftige Wetterphänomene trafen verschiedene Regionen Frankreichs. „Man kann 2021 als ein Jahr nahe der Norm bezeichnen, aber mit vielen Kontrasten, wenn man es genauer betrachtet. Ein Jahr, das wahrscheinlich eine Atempause im Klimawandel darstellt, verglichen mit dem, was wir in den nächsten Jahren erleben werden“, erklärt Matthieu Sorel von Météo France gegenüber France 3.
Die Temperaturen lagen über dem Durchschnitt der letzten 30 Jahre. So gefährdete der Spätfrost im April die Ernte in den Weinbergen und Obstplantagen. Heftige Gewitter und Überschwemmungen verwüsteten das Departement Gard und den Südwesten. Der Sand aus der Sahara überzog den Südosten des Landes mit einer ockerfarbenen Schicht. Die Niederschlagssumme enstprach zwar den normalen Jahreswerten, aber trotz des regnerischen Sommers lagen die Temperaturen um 0,2% über dem Durchschnitt der letzten 30 Jahre. Der Temperaturanstieg in Frankreich liegt jedoch deutlich unter den europäischen und weltweiten Messwerten für 2021. Die Welt wird tatsächlich immer wärmer.
Am Freitag, dem 10. Dezember, ergab die alle zehn Jahre durchgeführte Landwirtschaftszählung, dass Frankreich innerhalb von zehn Jahren fast 100.000 landwirtschaftliche Betriebe verloren hat. Die Zählung zeigte auch, dass die verbliebenen Betriebe größer geworden sind und nun durchschnittlich 69 Hektar groß sind, das sind 14 Hektar mehr als im Jahr 2010.
Innerhalb von zehn Jahren hat Frankreich rund 100.000 landwirtschaftliche Betriebe verloren. Laut der Landwirtschaftszählung 2020 zeigt sich, dass es in Frankreich nur noch 389.000 Betriebe gibt, die landwirtschaftliche Fläche jedoch nahezu unverändert geblieben ist.
„Zwar nimmt die Zahl der Betriebe seit den 1970er Jahren kontinuierlich ab, doch ist die Abwärtsdynamik weniger stark als im vorangegangenen Jahrzehnt: Der Rückgang betrug zwischen 2010 und 2020 -2,3 % pro Jahr, gegenüber -3,0 % pro Jahr zwischen 2000 und 2010“, schränkt das Landwirtschaftsministerium ein.
Die zehnjährige Zählung zeigt, dass die Betriebe größer geworden sind und nun im Durchschnitt 69 Hektar bearbeiten, das sind 14 Hektar mehr als 2010 (+25 %). „Das ist eine Zunahme, die noch angemessen ist. Wir sind weit entfernt von der Größe einiger Betriebe außerhalb Europas, wie in den USA, wo die durchschnittliche Größe 178 Hektar beträgt“, meint das Büro des Landwirtschaftsministers Julien Denormandie.
Die landwirtschaftliche Nutzfläche Frankreichs hat sich stabilisiert und ist in den letzten zehn Jahren nur um 1% zurückgegangen. Sie umfasst 26,7 Millionen Hektar, was fast 50% der Fläche Frankreichs (55 Millionen Hektar) entspricht. Im Jahr 2020 hatten 759.000 Menschen einen festen Arbeitsplatz in landwirtschaftlichen Betrieben. Das entspricht 583.000 Vollzeitarbeitsplätzen, was einem Rückgang von 12% in 10 Jahren entspricht.
Derzeit sind 58% der Betriebsleiter und Mitbetreiber 50 Jahre oder älter, eine Zahl, die seit 2010 um 6 Punkte gestiegen ist. „Das Ministerium räumt ein: „Dies zeigt eine gewisse Überalterung der landwirtschaftlichen Bevölkerung und die Notwendigkeit, eine proaktive Politik zur Förderung des Generationswechsels in der Landwirtschaft einzuleiten“.
Auf dem französischen Bauernhof setzt sich eine diversifizierte Landwirtschaft durch, in der die pflanzliche Produktion mittlerweile überwiegt. Derzeit sind 52% der Betriebe auf die pflanzliche Produktion spezialisiert, zehn Jahre zuvor waren es noch 45%. Ihre Zahl ist weniger stark gesunken (-9 %) als der Durchschnitt (-21 %) der Betriebe. Im Gegensatz dazu verzeichneten die auf Viehzucht spezialisierten Betriebe einen Rückgang um 31%. Noch stärker war der Rückgang (-41%) bei den Betrieben, die mehrere Arten der Tierhaltung (Milch und Fleisch) kombinieren, oder bei den Betrieben, die Ackerbau und Viehzucht miteinander verbinden (-41%).
Der Hohe Rat für Klimafragen prangert in einer am Freitag veröffentlichten Stellungnahme den mangelnden Ehrgeiz der „Klimaaktionspläne“ der Ministerien an und urteilt, dass diese „eher einer Auflistung bereits bestehender oder geplanter Maßnahmen entsprechen, als einem Instrument zur Steuerung der französischen Klimastrategie“.
Die „Klimaaktionspläne“ der Ministerien begnügen sich weitgehend mit einer „Auflistung“ der bestehenden Maßnahmen, ohne eine echte „Steuerung“ einzuführen, die es Frankreich ermöglichen würde, seine Klimaziele zu erreichen, bedauert der Hohe Rat für Klimaschutz (HCC) in einer am Freitag, dem 10. Dezember, veröffentlichten Stellungnahme.
Auf Empfehlung des HCC hatte der Premierminister zehn Ministerien mit der Ausarbeitung dieser Aktionspläne beauftragt, die darauf abzielen sollen, die öffentlichen Maßnahmen stärker mit den Klimazielen Frankreichs in Einklang zu bringen, insbesondere die Senkung der Treibhausgasemissionen um 40% bis 2030 im Vergleich zu 1990.
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