Kategorie: Umwelt

  • Zyklon auf La Réunion: 12 Schwerverletzte und „das Schlimmste ist noch nicht vorbei“

    Zyklon auf La Réunion: 12 Schwerverletzte und „das Schlimmste ist noch nicht vorbei“

    „Der Zyklon bewegt sich mit einer Geschwindigkeit von 6 km/h auf einer west-südwestlichen Bahn“, sagte der Präfekt von La Réunion bei einer Pressekonferenz. Er schätze, dass er „im Laufe des Vormittags am nächsten an der Insel vorbeikommen wird, (…) etwa 180 km von der Küste entfernt“.

    Der Präfekt der Insel Réunion, Jacques Billant, beklagte zwölf Verletzte in der Nacht durch den vorbeiziehenden Zyklon Batsirai und warnte am Donnerstagmorgen, dass „das Schlimmste noch nicht vorbei ist“, und dass der Tag von starken Regenfällen geprägt sein wird. „Um 07:00 Uhr (3:00 Uhr GMT) befand sich (der Zyklon) 205 km nördlich von La Réunion. Er bewegt sich mit einer Geschwindigkeit von 6 km/h auf einer west-südwestlichen Bahn“, erklärte der Präfekt bei einer Pressekonferenz. Er schätzte, dass er „im Laufe des Vormittags am nächsten an der Insel vobeikommen wird, (…) etwa 180 km von der Küste entfernt“.

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    12 Schwerverletzte
    „Der größte Teil der Niederschläge steht noch bevor, also Vorsicht, wenn Sie in der Nähe von Wasserläufen wohnen“, warnte der Präfekt. Die Insel beklagt bisher „12 Verletzte: 10 Personen, die eine Kohlenmonoxidvergiftung erlitten, ein Feuerwehrmann, der während eines Einsatzes bei einem Pavillonbrand einen Stromschlag erlitt, und ein Verletzter nach einem Sturz von einem Dach“.

    Am Donnerstagmorgen waren 30.000 der 860.000 Einwohner der Insel im Indischen Ozean von einer vorbeugenden Abschaltung der Wasserversorgung betroffen, um die Anlagen zu schonen. Bis zu 61.000 Haushalte erlebten Stromausfälle. „Dank der Mobilisierung der EDF-Teams konnten 25.000 Kunden über Fernwartung wieder mit Strom versorgt werden“, aber „36.000 Haushalte sind derzeit noch ohne Strom“, so der Präfekt.

  • Europa: Atomkraft und Gas von der EU-Kommission als nachhaltige Energien eingestuft

    Europa: Atomkraft und Gas von der EU-Kommission als nachhaltige Energien eingestuft

    Es ist ein Vorschlag der Europäischen Kommission: Brüssel beabsichtigt, Gas und Atomkraft als nachhaltige Energien zu klassifizieren. Obwohl es die Meinungen innerhalb der EU spaltet, wird diese neue Klassifizierung die Finanzierung weiterer Atomreaktoren erleichtern.

    Es ist eine Revolution in der Welt der Energie: Die Europäische Kommission hat am Mittwoch, den 02. Februar, die Schaffung eines umstrittenen „grünen“ Labels für Atom- und Gaskraftwerke angekündigt, das unter bestimmten Bedingungen ihren Beitrag zum Kampf gegen den Klimawandel anerkennt.

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    Das Vorhaben, das die 27 EU-Mitgliedstaaten spaltet, hat bereits den Zorn vieler Umwelt-NGOs und die Zweifel der Finanzwelt geweckt. Am Morgen einigten sich die EU-Kommissare bei ihrer wöchentlichen Sitzung auf eine Liste von Kriterien, mit denen Investitionen in Atom- oder Gaskraftwerke zur Stromerzeugung als „nachhaltig“ eingestuft werden können. Ein Privileg, das bislang nur erneuerbaren Energien vorbehalten war.

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    Diese Klassifizierung soll dabei helfen, private Gelder für Aktivitäten zu mobilisieren, die die Treibhausgasemissionen reduzieren. Sie ist Teil des Ziels der EU, bis 2050 CO2-neutral zu werden. „Heute erreichen wir einen weiteren wichtigen Schritt“ hin zu diesem Ziel. „Wir müssen alle uns zur Verfügung stehenden Instrumente nutzen, denn wir haben weniger als 30 Jahre Zeit, um dies zu erreichen“, sagte die EU-Kommissarin für Finanzdienstleistungen, Mairead McGuinness, auf einer Pressekonferenz. Frankreich, das seine Kernenergiebranche als Quelle für kohlenstofffreien Strom wiederbeleben will, und mitteleuropäische Länder wie Polen und die Tschechische Republik, die ihre stark verschmutzenden Kohlekraftwerke ersetzen müssen, haben die Initiative unterstützt.

    Umweltschützer kritisieren jedoch die Einbeziehung von Gaskraftwerken, die CO2 ausstoßen, und der Atomkraft wegen ihres radioaktiven Abfalls und des Unfallrisikos. Eine kleine Gruppe von Ländern, darunter Österreich und Luxemburg, die von Deutschland angeführt wurden, kämpfte darum, die Atomenergie auszuschließen. Berlin, das immer noch Kohlekraftwerke betreibt, setzt auf den Aufschwung von Wind- und Solarenergie sowie auf neue Gaskraftwerke, um seine Versorgung zu sichern, trotz der Kritik an seiner Abhängigkeit von Russland. Österreich, Dänemark, die Niederlande und Schweden haben das „grüne“ Label für Gas in einem gemeinsamen Brief angefochten.

    Brüssel antwortet, dass die erneuerbaren Energien, die bereits von der Kommission mit dem Gütesiegel versehen wurden und weiterhin eine Priorität der europäischen Politik darstellen, aufgrund ihrer von Umwelteinflüssen und daher unsicheren Produktion allein nicht in der Lage sein werden, die steigende Stromnachfrage zu decken. Daher ist es notwendig, übergangsweise auch Investitionen in stabilere und steuerbarere Energieerzeugung zu fördern. Die Kommission argumentiert, dass der Text die Fondsunternehmen dazu verpflichtet, ihre gesamten Gas- und Atomaktivitäten offenzulegen, so dass Investoren, die dies wünschen, diese aus ihrem Portfolio ausschließen können.

    Das Dokument war am Abend des 31. Dezember an die 27 EU-Staaten verschickt worden. Seitdem hat es sich trotz Kritik kaum verändert. Es enthält strenge Bedingungen für Atom- und Gaskraftwerke, darunter eine zeitliche Begrenzung und die Verpflichtung, die besten verfügbaren Technologien einzusetzen. Für den Bau neuer Atomkraftwerke müssen die Projekte vor 2045 eine Baugenehmigung erhalten haben. Arbeiten, die die Lebensdauer bestehender Kraftwerke verlängern, müssen vor 2040 genehmigt werden.

    Für Gas schreibt die Kommission eine Obergrenze für CO2-Emissionen vor: weniger als 100 g pro kWh, eine Schwelle, die nach Meinung von Experten mit den derzeitigen Technologien nicht erreichbar ist. Für Kraftwerke, die ihre Baugenehmigung vor dem 31. Dezember 2030 erhalten, wird der Grenzwert auf 270 g angehoben, sofern sie ältere Werke ersetzen, die wesentlich mehr Schadstoffe ausstoßen. Während eines Zeitraums von vier bis sechs Monaten, der am Mittwoch beginnt, kann das Europäische Parlament den Text mit einfacher Mehrheit ablehnen. Theoretisch könnte sich auch der Europäische Rat dagegen aussprechen, sofern sich mindestens 20 Mitgliedsstaaten einig werden, was derzeit jedoch außer Reichweite zu sein scheint.

  • Zyklon auf La Réunion: Alarmstufe Rot – Einwohner sollen in ihren Häusern bleiben

    Zyklon auf La Réunion: Alarmstufe Rot – Einwohner sollen in ihren Häusern bleiben

    Der tropische Wirbelsturm mit dem Namen „Batsirai“ soll am Donnerstag über La Réunion hinwegziehen. Die Behörden haben die Alarmstufe Rot ausgerufen und fordern die Einwohner auf, „unter keinen Umständen“ ihre Häuser zu verlassen.

    Die Präfektur von La Réunion hat am Mittwoch, dem 2. Februar, die Alarmstufe Rot des Plans Orsec (Organisation de la réponse de sécurité civile) ausgerufen. Nach Angaben der Behörden wird der tropische Wirbelsturm mit dem Namen „Batsirai“ am Donnerstag, den 3. Februar, gegen 4 Uhr morgens nördlich an der Insel vorbeiziehen, „in einer Entfernung zwischen 120 und 200 Kilometern“. In ihrer Erklärung forderte die Präfektur von La Réunion die Bewohner auf, „sich bis 19 Uhr in Sicherheit zu bringen“ und „unter keinen Umständen das Haus zu verlassen“.

    „Eine Verschlechterung der Wetterbedingungen (Wind, Regen, Wellengang) wird ab heute Abend eintreten und sich den ganzen Donnerstag über fortsetzen, auch nachdem der Zyklon vorübergezogen ist“, informiert die Präfektur. Laut Météo France werden vor Ort Böen mit einer Geschwindigkeit von fast 200 km/h erwartet. Météo France hat den Zyklon „sehr gefährlich“ eingestuft.

    Derzeit befindet sich der Zyklon noch 285 km von der Insel entfernt und bewegt sich mit knapp 20 km/h in westsüdwestlicher Richtung. In der Nähe des Wirbelsturms erreichen die Windgeschwindigkeiten derzeit 195 km/h, was einem schweren Hurrikan der Kategorie 4 auf der Saffir-Simpson-Skala entspricht. Die Böen in der Nähe des Auges des Sturms werden auf 280 km/h geschätzt.
  • Wetter: Im Departement Aude wurden Windböen mit fast 140 km/h gemessen

    Wetter: Im Departement Aude wurden Windböen mit fast 140 km/h gemessen

    Meteo France registrierte im Departement Aude rekordverdächtige Windböen: Spitzenwerte von 139 km/h wurden am frühen Abend des 01. Februar in Durban-Corbières gemessen. Der Tramontane genannte Wind blies auch in der Region Narbonne sehr stark.

    Einmal mehr hat der Tramontane zugeschlagen. Am Dienstag, dem 1. Februar, hatte Meteo France für das Departement Aude die Warnstufe Orange wegen der Gefahr von starken Winden ausgerufen. Nach Angaben der Wetterbehörde war für den frühen Abend eine besonders heftige Windepisode vorhergesagt, insbesondere zwischen den Corbières und dem Narbonnais.

    „Die heftigen Böen können in den Orten, die dem Phänomen ausgesetzt sind, vorübergehend stärker ausfallen“, erklärte Météo France in seiner Pressemitteilung. Tatsächlich registrierte die Wetterorganisation besonders starke Windböen: In Durban-Corbières fiel der Rekord für den Monat Februar: Der Tramontane blies mit 139,3 km/h. Der vorherige Rekord war am 05. Februar 2015 aufgestellt worden: Damals wurden Böen mit 124,9 km/h beobachtet.

    Rund um Narbonne blies der Tramontane diese Jahr auch besonders stark: Spitzenwerte von 137,5 km/h wurden gemessen. Am 24. Januar 2009 hatte Météo France in Narbonne 158,8 km/h gemessen.

  • Ein „Sonnensturm“ wird am Mittwoch auf die Erde zu rasen

    Ein „Sonnensturm“ wird am Mittwoch auf die Erde zu rasen

    Seit einigen Monaten ist die Sonne in einen neuen Aktivitätszyklus eingetreten. Starke „Sonnenstürme“ treten auf, von denen einer am Mittwoch, dem 2. Februar, auf die Erde treffen wird.

    Am 29. Januar dieses Jahres stieß die Sonne nach einem neuen Aktivitätszyklus Plasma aus. Die Folge: Es kam zu „solaren“ Stürmen. In der vergangenen Woche wurde eine Sonneneruption vom Satelliten Soho entdeckt. Das Space Weather Prediction Center der Nasa gab am Montag, dem 31. Januar, eine entsprechende Meldung heraus.

    In dem Bulletin heißt es: „Mehrere Analysen der Prognostiker deuten auf eine Ankunft auf der Erde von Ende des 1. Februar bis Anfang des 2. Februar hin“. „Alle Bedingungen für einen geomagnetischen Sturm werden wahrscheinlich bis zum 3. Februar in abgeschwächtem Ausmaß anhalten“, heißt es in dem Bulletin weiter.

    Es wurde ein koronaler Massenauswurf (CME), eine Plasmablase, beobachtet. Wenn der CME stark ist, kann er bei seiner Wechselwirkung mit dem Magnetfeld der Erde magnetische Stürme auslösen, wenn er den Planeten erreicht. Ein Szenario, das sehr wahrscheinlich ist, da sich die beobachtete Gasblase auf die Erde zubewegt. Andererseits dürften die Folgen dieser Wechselwirkung recht begrenzt sein, da die Intensität des Sturms nur mäßig ist. In einigen elektrischen Systemen in großer Höhe kann es zu Überspannungen kommen, Transformatoren werden beeinträchtigt, Umlaufbahnen von Satelliten können gestört werden und natürlich sind Polarlichter leichter zu beobachten: Das könnten laut der Zeitschrift Sciences et Avenir die Folgen dieses Sonnensturmes sein.

  • Covid-19: Hamster können laut einer Studie das Virus auf Menschen übertragen

    Covid-19: Hamster können laut einer Studie das Virus auf Menschen übertragen

    Nach dem Nerz ist der Hamster das zweite Tier, das das Virus laut einer in The Lancet veröffentlichten Studie auf den Menschen übertragen kann. Laut einer neuen Studie kann die Delta-Variante des Coronavirus vom Menschen auf den Hamster übertragen werden und auch vom Hamster auf den Menschen zurück übertragen werden. Nach dem Nerz wäre damit der Hamster das zweite Tier, das das Virus auf den Menschen übertragen könnte, so die wissenschaftliche Veröffentlichung. Mehrere Tiere können sich mit Covid-19 infizieren, aber das Bemerkenswerte am Hamster ist, dass er das Virus offenbar auch auf den Menschen übertragen kann. Dies könnte ein Grund dafür sein, dass das Virus trotz der Covid-Null-Politik der chinesischen Regierung nach Hongkong zurückgekehrt ist. 2.000 Hamster in Hongkong getötet Anscheinend wurde die erste Übertragung vom Hamster auf den Menschen am 15. Januar 2022 in Hongkong entdeckt. Dabei soll es sich um ein aus den Niederlanden importiertes Tier gehandelt haben, das das Virus…

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  • Pyrenäen: Ein Erdbeben der Stärke 3.8 erschütterte Andorra in der vergangenen Nacht

    Pyrenäen: Ein Erdbeben der Stärke 3.8 erschütterte Andorra in der vergangenen Nacht

    In Andorra wurden in der Nacht von Montag auf Dienstag, 01. Februar 2022, die Einwohner durch ein Erdbeben der Stärke 3,8 aus dem Schlaf gerissen.

    In Andorra hat die Erde gebebt. Ein Erdbeben der Stärke 3,8 wurde um 3.03 Uhr in der Nacht von Montag auf Dienstag von den Erdbebenüberwachungszebtren registriert. Ein Beben mit einer eher ungewöhnlichen Stärke. Das Epizentrum befand sich in einer Tiefe von fünf Kilometern.

    In Andorra wurde ein Erdbeben der Stärke 3,8 gemessen.
    Zwischen 3.00 und 8.00 Uhr wurden sieben weitere Erdstösse mit einer Magnitude zwischen 1,6 und 2,3 registriert. Die Nacht war unruhig im Pyrenäenmassiv, ein Beben der Stärke 1,9 war auch in der Umgebung von Tarbes zu spüren.

    In den Pyrenäen kommt es jährlich zu mehr als 500 Erdbeben, die von der Bevölkerung oft nicht gespürt werden. Ein Großteil davon überschreitet die Magnitude 3 nicht. Aber auch einige Beben der Stärke 4 finden hier jedes Jahr statt.

    In den Pyrenäen hatte sich auch das letzte tödliche Erdbeben in Frankreich ereignet. Am 13. August 1967 ist in Arette im Departement Pyrénées-Atlantiques ein Mensch bei einem Erdbeben ums Leben gekommen. Ein Beben der Stärke 5,3 auf der Richterskala hatte damals in 62 Gemeinden Schäden verursacht und 2.283 Häuser beschädigt.

  • Präsidentschaftswahlen in Frankreich: Forscher besorgt über fehlende Klimadebatten

    Präsidentschaftswahlen in Frankreich: Forscher besorgt über fehlende Klimadebatten

    In einem am Dienstag, dem 1. Februar 2022 veröffentlichten offenen Brief bedauern fast 1.400 Forscher, dass Fragen zu Klima, Ozean, Biodiversität oder Umweltverschmutzung im Präsidentschaftswahlkampf nicht stärker thematisiert werden. Fast 1.400 Forscher sind besorgt über das „Fehlen einer demokratischen Debatte“ über Klima und Biodiversität im Präsidentschaftswahlkampf und drängen die Kandidaten, sich zu diesen wichtigen Themen zu äußern. Dies fordern sie in einem Beitrag, der am 1. Februar auf der Website von franceinfo veröffentlicht wurde. Obwohl die Programme der meisten wichtigen Präsidentschaftskandidaten, von Jean-Luc Mélenchon bis Marine Le Pen, mehr oder weniger detaillierte Vorschläge im Zusammenhang mit der Klima- und Umweltkrise enthalten, hat das Thema Mühe, sich in den Debatten durchzusetzen, die bisher fast ausschliesslich von Fragen zur Kaufkraft oder der Einwanderung dominiert werden. „Wir stellen mit Besorgnis fest, dass es im Präsidentschaftswahlkampf keine demokrat…

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  • Eine Entwicklung aus Südwestfrankreich könnte die Automobilindustrie verändern

    Eine Entwicklung aus Südwestfrankreich könnte die Automobilindustrie verändern

    ARM Engineering, einem Unternehmen aus dem Tarn, ist es gelungen, einen neuen grünen Kraftstoff zu entwickeln, der auf Methanolbasis hergestellt wird. Er funktioniert sowohl bei Verbrennungsmotoren als auch bei Elektromotoren mit Brennstoffzellen.

    In Kürze könnte auf der Rennstrecke von Albi ein Rekord von weltweiter Bedeutung aufgestellt werden. Ein Rekord, der die Automobilindustrie verändern könnte. Das Unternehmen ARM Engineering aus dem Departement Tarn wird versuchen, mit einem umgebauten Elektro-Zoé 1.500 km zurückzulegen. Auf diese Weise soll der von einem Toyota gehaltene Streckenrekord für ein Elektrofahrzeug mit Brennstoffzellenantrieb von 1.360 km gebrochen werden.

    Um dies zu erreichen, verfügt das Unternehmen aus dem Tarn über eine revolutionäre Waffe: G-H3, ein grüner Kraftstoff der zweiten Generation auf Methanolbasis. Er wird aus 100% erneuerbaren Materialien wie Dung und Pflanzenresten hergestellt.

    ARM Engineering mit Sitz in Montans ist ein Forschungs- und Entwicklungsunternehmen, das innovative Lösungen für den Transportmarkt anbieten soll. ARM ist insbesondere auf die Umrüstung von Autos auf Superethanol spezialisiert. Die Firmenchefs Marc Lambec und Fabien Julian wollten aber noch einen Schritt weiter gehen.

    Hier kommt G-H3 ins Spiel. Früher wurde Methanol auf Benzinbasis hergestellt, heute ist es 100% grün, warum sollte es nicht auch für normale Fahrzeuge geeignet sein? Und es funktioniert! Sowohl für Verbrennungsmotoren als auch für Elektromotoren mit Brennstoffzellen, wobei G-H3 den Wasserstoff ersetzt.

    Und die CO2-Bilanz ist wesentlich günstiger: halb so hoch wie bei Ethanol und 80% niedriger als bei einem normalen Benzinfahrzeug. Die Kraftstoffkosten sind wesentlich geringer. Da G-H3 flüssig ist, kann es an der Zapfsäule wie herkömmliches Benzin abgegeben werden. Und mit G-H3 kommen viel weniger Feinstaub und Stickstoffdioxin aus dem Auspuff.

    Bei Autos mit Verbrennungsmotor kann das Unternehmen bereits jetzt eine Umstellung auf G-H3 durchführen. Die Kosten dafür schätzt ARM auf 1.800 bis 2.500 Euro.
    Für den Elektroantrieb funktioniert das Verfahren auch, aber einige Teile müssen noch miniaturisiert und die Brennstoffzelle verkleinert werden. Die Umstellung wird also wesentlich teurer. „Wir sind kein Industrieunternehmen. Ideal wäre es, unser Patent zu verkaufen oder zu lizenzieren“, meint Firmenchef Marc Lambec.

    Der große für Besitzer von Elektro-Fahrzeugen wäre, dass das Auto deutlich an Reichweite gewinnt. Die ARM-Tüftler haben bereits einen ersten Test mit mit einer Reichweite von 800 km durchgeführt.

    Aber all das ist nur mit dem G-H3-Treibstoff möglich. Und bislang wird der nur von einem dänischen Unternehmen hergestellt. Damit das Unternehmen den G-H3-Kraftstoff in größerem Umfang vertreiben kann, muss er vom Staat freigegeben und es auf die Liste der erlaubten Kraftstoffe schaffen. Danach müssen noch die Händler und Tankstellen mitspielen. Der Weg zum Endkunden könnte also noch lang sein.
    „Auf dem Papier sieht es gut aus, aber es wird wahrscheinlich viele Widerstände geben“, befürchtet Marc Lambec.

    „In der Tat, wenn man will, kann man die Umweltverschmutzung leicht reduzieren, ohne durch die Gesetzgebung zu gehen. Ich bin sehr stolz darauf, das zu zeigen. Ich hätte nie gedacht, dass ich das jemals in meinem Leben machen würde“, gesteht der leidenschaftliche Autofahrer und Tüftler, der nach eigenen Aussagen ürsprünglich eigentlich überhaupt nicht umweltbewusst war, dem aber bewusst geworden ist, dass es lebenswichtig für uns alle geworden ist, den CO2-Ausstoss so schnell wie möglich zu verringern.

    Mit ihrer Erfindung wollen Lambec und sein Partner das Made in France bei grüner Technologie in den Vordergrund stellen. Seiner Meinung nach könnte man die Herstellung des G-H3-Treibstoffs mit Hilfe von Landwirten weitgehend lokalisieren. Derzeit kommt G-H3 aus Dänemark, aber wenn es lokal hergestellt würde, wäre die CO2-Bilanz noch besser.

  • Frankreich führt Verbot von Gasheizungen in Privathäusern und Wohnungen ein

    Frankreich führt Verbot von Gasheizungen in Privathäusern und Wohnungen ein

    Im Rahmen der Bemühungen um energieeffizienteren Wohnraum verbietet Frankreich Gasheizkessel in Wohngebäuden. Aufgrund der französischen Umweltvorschriften ist es ab Anfang 2022 faktisch unmöglich, in einem neu gebauten Haus einen Gasheizkessel zu installieren. Diese Regelung gilt für alle, die ab dem 1. Januar 2022 eine Baugenehmigung beantragt haben. Vorerst gilt diese Regelung nur für Neubauten, nicht aber für Renovierungsprojekte oder den Austausch bestehender Heizungsanlagen. Ziel dieser Regelung ist es, die Treibhausgasemissionen zu verringern. Das Gesetz setzt die maximalen CO2-Emissionen von Haushaltsheizungen auf 4 kg pro Jahr fest – ein Grenzwert, der von jedem Gaskessel schnell überschritten würde. In Gebieten jedoch, in denen eine neue Gasversorgung vor Januar 2022 genehmigt wurde, können diejenigen, die vor Ende 2023 einen Antrag auf Baugenehmigung stellen, weiterhin auch Gaskessel installieren. Für neu errichtete Kollektivwohnungen – z. B. Wohnblocks – werden schrittweise…

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