Kategorie: Umwelt

  • Frankreich: Keine neuen Ölheizungen ab 1. Juli mehr erlaubt

    Frankreich: Keine neuen Ölheizungen ab 1. Juli mehr erlaubt

    Ab dem 1. Juli ist es nicht mehr erlaubt, neue ölbefeuerte Heizungen zu installieren, außer in bestimmten Ausnahmen, das sagt eine neue Regelung.

    Das Ziel dieses Verbots ist die Reduzierung der Treibhausgasemissionen, indem der Verbrauch fossiler Brennstoffe verringert wird. Ein Dekret, das am 6. Januar 2022 veröffentlicht wurde, legt die Modalitäten fest.

    Wie auf der Website Service-public.fr erklärt wird, dürfen ab dem 1. Juli neue Geräte zur Heizung oder Warmwasserbereitung, die in Wohn- und Geschäftsräumen installiert werden, eine Obergrenze für Treibhausgasemissionen in der Größenordnung von 300 gCO2eq/KWh (oder 300 Gramm CO2-Äquivalent pro Kilowattstunde) PCI (unterer Heizwert, oder die bei der Verbrennung freigesetzte Wärmemenge) nicht überschreiten. Das bedeutet, dass neue öl- oder kohlebefeuerte Geräte, die diesen Grenzwert in jedem Fall überschreiten, de facto auch beim Hausbau nicht mehr in Frage kommen.

    Das bedeutet jedoch nicht, dass sich Hausbesitzer sofort von bereits installierten und seit Jahren funktionierenden Ölheizungen trennen müssen. Bereits installierte Ölheizungen können weiterhin benutzt werden, solange sie gewartet und repariert werden können. Es dürfen jedoch keinen neuen Ölheizungen eingebaut werden.

    Laut Service-public können in zwei Fällen Ausnahmen beantragt werden: „Die erforderlichen Arbeiten sind technisch unmöglich oder würden gegen Verordnungs- oder Gesetzesbestimmungen bezüglich des Bodenrechts oder des Eigentumsrechts verstoßen“ oder „wenn es kein bestehendes Wärme- oder Erdgasnetz gibt und keine mit diesem Schwellenwert kompatible Ausrüstung ohne notwendige Verstärkung des örtlichen Stromnetzes installiert werden kann“. Allerdings müssen Ausnahmeanträge durch „eine Machbarkeitsstudie zur Energieversorgung“ oder durch eine Stellungnahme eines Fachmanns für Heizungsinstallationen oder eines qualifizierten Energieauditors belegt werden.

    Neue ölbetriebene Heizkessel zu verbieten, scheint richtig und notwendig zu sein. Aber woher die Mittel nehmen, um eine alte Heizung durch anderes Gerät zu ersetzen, wenn sie am Ende ihrer Lebenszeit angekommen ist? Es gibt Beihilfen, die Hausbesitzern bei dieser Investition helfen sollen. Diese Hilfen können laut der Website Service-public.fr bis zu 11.000 Euro betragen.

  • Frankreichs spektakulärer Wasser-Naturpark Gorges du Verdon fast ausgetrocknet

    Frankreichs spektakulärer Wasser-Naturpark Gorges du Verdon fast ausgetrocknet

    Die Verwaltung einer der spektakulärsten Naturparks Frankreichs, der Gorges du Verdon, wollen jetzt Rafting und Schwimmen verbieten, da der Wasserstand in der Schlucht zu niedrig ist. Damit könnte hier zum ersten Mal die gesamte Sommersaison ausfallen.

    Die Gorges du Verdon – die größte Schlucht Europas und im Sommer ein Anziehungspunkt für Wassersportler – ist nach einem regen- und schneearmen Winter im Val d’Allos, Alpes-de-Haute-Provence, von einer starken Dürre betroffen.

    Der Wassermangel hat zu einer „historischen“ Notsituation geführt und die lokalen Behörden in dem Gebiet dazu veranlasst, bestimmte Aktivitäten zu verbieten und die Öffnung des Wasserparks in diesem Sommer zu untersagen.

    In den Gorges du Verdon, die jährlich bis zu 1 Million Besucher erleben, wurde bereits in früheren Sommern das Rafting und Schwimmen verboten, aber die diesjährige Schließung kommt aussergewöhnlich früh und es ist das erste Mal, dass eine ganze Sommersaison ausfällt.

    Lesen Sie auch: Hitzewelle: Müssen wir in Zukunft das Schlimmste befürchten?

    Der Wasserstand des Stausees Lac de Sainte-Croix, der vom Verdon gefüllt wird, ist bereits auf einem spätsommerlich-niedrigen Niveau. Wassersport ist auf dem See vorerst noch erlaubt, aber es ist fraglich, ob das den ganzen Juli und August über geöffnet der Fall sein kann.

    Der Stromversorger EDF, der den Stausee betriebt, hat eine Mindestwassermenge im Verdon aufrechterhalten, um die Tier- und Pflanzenwelt zu schützen und die Trinkwasserversorgung der Städte im Süden, darunter Marseille, und die landwirtschaftliche Bewässerung sicherzustellen. Außerdem hat die EDF die Stromerzeugung aus Wasserkraft für sechs Monate eingestellt, um die Wasserversorgung nicht zu gefährden.

    „Es ist wichtig, dass sowohl die Einwohner als auch die Touristen über diese außergewöhnliche Situation Bescheid wissen“, sagt die Präfektin der Alpes-de-Haute-Provence, Violaine Démaret.

    Auch der Wasserstand des Lac de Castillon, der in 900 m Höhe in den Alpen liegt, ist auf weniger als 40cm gesunken und liegt damit etwa 5m unter dem normalen Stand, so der Bürgermeister von Saint-André-les-Alpes gegenüber der Zeitung Le Figaro.

  • Waldbrand in den östlichen Pyrenäen: Autobahn A9 gesperrt und 100 Einwohner evakuiert

    Waldbrand in den östlichen Pyrenäen: Autobahn A9 gesperrt und 100 Einwohner evakuiert

    Waldbrände führten zu einer vorübergehenden Sperrung der Autobahn A9 zwischen Narbonne und Perpignan sowie zu einer mehrstündigen Unterbrechung des Zugverkehrs zwischen den beiden Städten.

    Die Feuerwehr im Departement Pyrénées-Orientales versuchte am Dienstag, mehrere Brände zu löschen, darunter ein heftiges Feuer, das in der Gemeinde Opoul-Perillos (Pyrénées-Orientales) ausgebrochen war und fast 1.000 Hektar Vegetation vernichtet hat.

    Es gab keine Verletzten, aber etwa 300 Personen wurden aus der Gemeinde Salses-le-Château evakuiert, darunter 81 Urlauber eines Campingplatzes, die in der Mehrzweckhalle untergebracht wurden, wie die Präfektur des Departements Pyrénées-Orientales in einer Pressemitteilung erklärte. Das Feuer veranlasste die Behörden außerdem dazu, die Autobahn A9 zwischen Leucate und Perpignan in beide Richtungen zu sperren, was zu starken Behinderungen führte. Der Zugverkehr zwischen Narbonne und Perpignan, der für mehrere Stunden unterbrochen war, wurde am späten Nachmittag wieder aufgenommen.

    In Opoul-Perillos „schreitet das Feuer weiter voran und die Situation ist nicht unter Kontrolle“, wie die Feuerwehr des Departements gegenüber der Presse mitteilte. Am Donnerstag Morgen waren bereits 1.100 Hektar Vegetation verbrannt. Rund 200 Feuerwehrleute aus dem Departement Pyrénées-Orientales und Hunderte weitere, die zur Verstärkung aus den benachbarten Departements gekommen waren, versuchen die Feuer unter Kontrolle zu bringen. Nach Angaben der Präfektur wurde eine Stromleitung in Opoul-Périllos zerstört und 600 Haushalte sind von der Stromversorgung abgeschnitten.

    In Rivesaltes, etwa 10 km weiter südlich, gab es einen weiteren, kleineren Brand, bei dem dennoch 90 Feuerwehrleute im Einsatz waren. Sie evakuierten über 100 Personen, deren Häuser vom Feuer bedroht waren. Auch hier musste die Bahnlinie zeitweise gesperrt werden.

    In Saint-Féliu d’Avall, westlich von Perpignan, brach ein weiteres Feuer am Rande der RN 116 aus. „Die verkehrsachse ist in beiden Fahrtrichtungen gesperrt“, meldete die Präfektur. „Die Situation ist bei diesen beiden letzten Bränden fast unter Kontrolle“, so die Feuerwehr, die jedoch weiterhin Personal vor Ort hat, um ein Wiederaufflammen der gelöschten Flächen zu verhindern.

  • UNO ruft bei Eröffnung ihrer Weltkonferenz in Lissabon den „Notstand der Ozeane“ aus

    UNO ruft bei Eröffnung ihrer Weltkonferenz in Lissabon den „Notstand der Ozeane“ aus

    Fünf Tage lang werden Tausende von Menschen über die Zukunft der Meere nachdenken, um Lösungen für die Überfischung, die Plastikverschmutzung oder die Versauerung der Meere zu finden.

    Die UNO will so versuchen, Lösungen für die Probleme der Ozeane zu finden. Tausende von Politikern, Experten und Umweltschützern sind auf Einladung der Vereinten Nationen ab Montag, dem 27. Juni, für fünf Tage zu einer Konferenz in Lissabon (Portugal) zusammengekommen. „Wir stehen derzeit vor dem, was ich einen Notstand der Ozeane nennen würde“, sagte der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Antonio Guterres.

    Die Meere, die mehr als zwei Drittel der Erdoberfläche bedecken, erzeugen die Hälfte des Sauerstoffs, den wir einatmen, und sind eine lebenswichtige Proteinquelle für das tägliche Leben von Milliarden von Menschen.

    Der Ozean spielt darüber hinaus eine regulierende Rolle, indem er die Auswirkungen des Klimawandels abmildert. Da er jedoch etwa ein Viertel der CO2-Verschmutzung absorbiert, obwohl die Emissionen in den letzten sechzig Jahren um 50% gestiegen sind, ist der Ozean saurer geworden. Das destabilisiert die aquatischen Nahrungsketten und verringert die Fähigkeit der Weltmeere, immer mehr Kohlendioxid zu binden. Da der Ozean mehr als 90% des durch die globale Erwärmung verursachten Wärmeüberschusses aufnimmt, leidet er auch unter mächtigen Meereshitzewellen, die wertvolle Korallenriffe zerstören.

    Eines der vielen Themen, die auf der Konferenz angesprochen werden, ist die Plastikverschmutzung. Laut einem aktuellen Bericht der OECD wird sich die Verschmutzung bis 2060 auf eine Milliarde Tonnen pro Jahr verdreifachen. Schon jetzt sterben jedes Jahr eine Million Vögel und über 100.000 Meeressäuger an Mikroplastik. Auch die Überfischung gibt Anlass zur Sorge: „Mindestens ein Drittel der wilden Fischbestände wird zu stark befischt und weniger als 10% des Ozeans sind geschützt“, kommentiert Kathryn Mathews, wissenschaftliche Leiterin der amerikanischen NGO Oceana.

    Die Debatte wird sich auch um ein mögliches Moratorium drehen, um den Meeresboden vor dem Bergbau auf der Suche nach seltenen Metallen zu schützen, die für die Herstellung von Batterien für die florierende Elektrofahrzeugbranche benötigt werden. Eine Koalition aus fast 100 Ländern befürwortet die Einrichtung von Schutzzonen, die 30% der Ozeane und Landflächen der Erde abdecken sollen.

  • Tornado fordert in den Niederlanden einen Toten und sieben Verletzte

    Tornado fordert in den Niederlanden einen Toten und sieben Verletzte

    Ein Tornado forderte am Montag, dem 27. Juni, in der niederländischen Küstenstadt Zierikzee mindestens einen Toten und sieben Verletzte. Der Tornado war seit drei Jahrzehnten das erste Naturereignis dieser Art in den Niederlanden, das tödlich verlief.

    Ein Tornado forderte am Montag, dem 27. Juni, in einer niederländischen Küstenstadt den Tod eines Menschen und verletzte sieben weitere. „Die Schäden in mehreren Straßen von Zierikzee sind beträchtlich. Neben herabgefallenen Dachziegeln und umgestürzten Bäumen wurden die Dächer von vier Häusern komplett zerstört“, teilten die Behörden der Provinz Zeeland im Südwesten der Niederlande mit.

    Bei der getöteten Person handelte es sich um einen Touristen, der im Hafenbereich der Stadt von einem Dachziegel am Kopf getroffen wurde, berichtete die Lokalzeitung Provinciale Zeeuwse Courant.

    Bilder in sozialen Netzwerken zeigten Trümmer, die von einer wirbelnden Luftsäule weggetragen wurden, und einen großen weißen Trichter aus Wolken vor einem dunklen Himmel.

    Ein seltenes Phänomen in den Niederlanden
    Mindestens 20 Wohnungen wurden vorübergehend unbewohnbar gemacht und die Behörden richteten eine Unterkunft für die Betroffenen ein.

    In den Niederlanden gab es bereits mehrere Tornados, aber das letzte Mal wurde laut der niederländischen Wetterbehörde KNMI im Jahr 1992 ein Mensch getötet. Weitere Tornados gab es in den Jahren 1967, 1972 und 1981. „Heftige Wirbelstürme, auch Tornados genannt, sind in unserem Land selten“, stellte die KNMI auf ihrer Webseite fest. „Das Gebiet, in dem sie auftreten, ist in der Regel nicht größer als eine schmale Piste, die zwei bis mehrere Dutzend Kilometer lang und einige hundert Meter breit ist“, sagt die KNMI.

  • Welche Geräte verbrauchen bei uns zu Hause am meisten Energie und wie können wir Geld sparen?

    Welche Geräte verbrauchen bei uns zu Hause am meisten Energie und wie können wir Geld sparen?

    Mehrere französische Energieunternehmen haben die Franzosen dazu aufgerufen, „sofort“ Einsparungen bei ihrem Energieverbrauch vorzunehmen. Hier einige Tipps, wie man Energie sparen und die Kosten senken kann.

    Am Sonntag, dem 26. Juni, forderten die Geschäftsführer von TotalEnergies, EDF und Engie in einem in der französischen Zeitung JDD veröffentlichten Beitrag die Franzosen auf, ihren Verbrauch von Kraftstoff, Öl, Strom und Gas „sofort“ zu reduzieren, um der Gefahr einer Verknappung und eines Preisanstiegs zu begegnen. Eine ähnliche Aufforderung hatte Jean-François Carenco, der Vorsitzende der französischen Energieregulierungskommission (CRE), bereits im März formuliert: „In Frankreich muss ab sofort Gas und Strom eingespart werden, sonst könnte es im nächsten Winter problematisch werden“.

    Lesen Sie auch: Energieversorger: Franzosen müssen Verbrauch von Öl, Gas und Strom senken!

    Hier einige Möglichkeiten, wie man seinen Energieverbrauch im täglichen Leben senken kann.

    Kühlschrank / Gefrierschrank
    Das ist unbestreitbar das Haushaltsgerät mit dem höchsten Energieverbrauch in jeder Wohnung. Laut der Agence de la transition écologique (Ademe) verbraucht ein Kühl-/Gefrierschrank im Durchschnitt 346 Kilowattstunden (kWh). Diese Zahl variiert natürlich je nach Modell, Marke und Nutzung.

    Um den Verbrauch eines Kühlschranks zu senken, gibt es ein paar einfache Tricks.

    • Anordnung der Lebensmittel: Füllen Sie Ihren Kühlschrank nicht komplett mit Lebensmitteln, denn die gekühlte Luft muss im Inneren zirkulieren können.
    • Halten Sie ihn von Wärmequellen fern und stellen Sie ihn nicht in die direkte Sonneneinstrahlung. Im Sommer sollte man ihn etwas weiter von der Wand entfernt aufstellen, damit der Kondensator besser belüftet wird. Überprüfen Sie regelmäßig, ob die Lüftungsöffnung nicht durch Staub verstopft ist.
    • Stellen Sie die Temperatur Ihres Geräts richtig ein: Senken Sie die Kühltemperatur nicht auf unter 4 °C. Lassen Sie außerdem die Kühlschranktür nicht zu lange offen, denn das führt zu einem übermäßigen Energieverbrauch.

    Denken Sie daran, Ihren Gefrierschrank oder das Gefrierfach regelmäßig abzutauen.

    Wäschetrockner und Waschmaschine
    Diese Geräte verbrauchen im Durchschnitt etwa 301 Kilowattstunden pro Jahr. Der Wäschetrockner ist dabei besonders energieintensiv.

    Wenn es möglich ist, sollte man die Wäsche bei gutem Wetter an der frischen Luft trocknen. Wenn das nicht möglich ist, schleudern Sie Ihre Wäsche vor dem Trocknen ausgiebig, damit weniger Wasser zurückbleibt das Trocknen nicht so lange dauert. Auch sollte man die Geräte nicht überladen: Sie verbrauchen viel mehr, wenn sie bis zum Rand gefüllt sind! Das gilt übrigens auch für den Geschirrspüler …

    Schließlich sollte man wissen, dass das Waschen von Wäsche bei 30°C dreimal weniger Energie als bei 90°C verbraucht: Bevorzugen Sie also das Waschen bei niedrigen Temperaturen.

    Fernseher
    Unser Hauskino ist ein Energiefresser! Im Durchschnitt verbraucht ein Fernseher 187 Kilowattstunden pro Jahr. Diese Zahl ist umso wichtiger, als das Fernsehen bei den Franzosen besonders beliebt ist und sie ihre TV-Geräte im Durchschnitt jeden Tag 3,5 Stunden lang laufen lassen. Der Energieverbrauch des Fernsehers hängt allerdings von mehreren Parametern ab: der Größe, seiner Auflösung, seiner Frequenz… Um wirklich Geld zu sparen, ist die Wahl des richtigen Geräts beim Kauf daher von entscheidender Bedeutung.

    Andere Geräte rund um den Fernseher können die Energierechnung noch weiter belasten: Set-Top-Boxen, Spielkonsolen, DVD-Player etc. All diese Geräte verbrauchen im Stand-by-Modus Energie. Wenn sie nicht benutzt werden, sollte unbedingt der Stecker gezogen werden: „Durch das komplette Ausschalten können bis zu 10% der Stromrechnung eingespart werden und auch das Material wird geschont“, erklärt die französische Umweltagentur (Ademe).

    Weitere nützliche Tipps
    Bei der derzeitigen Hitze wünschen wir uns alle eine Klimaanlage, um das Innere unserer Wohnungen angenehm zu kühlen. Aber Achtung: Diese Geräte verbrauchen meist mehr als man denkt, ohne unbedingt den erwarteten Komfort zu bieten. Eine mobile Klimaanlage der Klasse A mit einer Leistung von 2,5 kW kostet im Monat mehr als 130 € und kann bis zu 2,5 Mal mehr verbrauchen als eine fest installierte Klimaanlage und fast 30 Mal mehr als ein Ventilator! Wo möglich, sollten man daher Ventilatoren bevorzugen.

    Im Winter spielt oft die Heizung die Hauptrolle auf der häuslichen Energierechnung. Die Umweltagentur Ademe rät deshalb: „Senken Sie die Temperatur Ihrer Heizung während der Heizperiode um durchschnittlich ein Grad, so können Sie Ihre Rechnung um mindestens 7% senken“.

    Top 10 der Geräte, die in privaten Wohnungen am meisten Strom verbrauchen
    (Rangliste der  französischen Umweltagentur Ademe)

    • Kühl-/Gefrierkombination (346 kWh/Jahr)
    • Wäschetrockner und Waschmaschine (301 kWh/Jahr)
    • Gefrierschrank (288kWh/Jahr)
    • Fernseher (187 kWh/Jahr)
    • Kühlschrank (166 kWh/Jahr)
    • Geschirrspüler (162kWh/Jahr)
    • Elektrischer Backofen (146 kWh/Jahr)
    • Kochplatten (131 kWh/Jahr)
    • Stationärer Computer (123 kWh/Jahr)
    • Videospielkonsole (103 kWh/Jahr)
  • Energieversorgung: Regierung erwägt Wiedereröffnung des Kohlekraftwerks in Saint-Avold

    Energieversorgung: Regierung erwägt Wiedereröffnung des Kohlekraftwerks in Saint-Avold

    Angesichts der steigenden Gas- und Strompreise kündigte die Regierung am Sonntag, 26. Juni, an, dass sie die Wiedereröffnung des Kohlekraftwerks Saint-Avold im Département Moselle erwägt. Es war erst im März dieses Jahres geschlossen worden. Dichter weißer Rauch soll bald wieder in den Himmel über Saint-Avold (Moselle) steigen. Die Regierung erwägt in einem neuen Gesetzentwurf, das Kohlekraftwerk der Stadt, das am 31. März 2022 nach 71 Jahren Betrieb geschlossen worden war, für den nächsten Winter wieder zu aktivieren. Da die russischen Gasimporte gegen Null gehen, muss die Stromversorgung Frankreichs jetzt anders gesichert werden. Der Staat hatte sich eigentlich dafür entschieden, die Kohle, die billiger und wettbewerbsfähiger als Gas ist, aufzugeben, weil sie fast dreimal so umweltschädlich ist. Es wird keine russische Kohle verwendet werden. „Wenn wir uns der Umweltgefahren der Kohle voll bewusst sind, sollten wir uns kollektiv um Sparsamkeit bemühen, indem wir unseren Stromverbrauc…

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  • Energieversorger: Franzosen müssen Verbrauch von Öl, Gas und Strom senken!

    Energieversorger: Franzosen müssen Verbrauch von Öl, Gas und Strom senken!

    Ende 2022 drohen Knappheit und explodierende Preise. In einem offenen Brief rufen die drei Chefs von TotalÉnergies, EDF und Engie die Franzosen dazu auf, ihren Verbrauch von Treibstoff, Öl, Strom und Gas zu reduzieren. Es ist ein beispielloser Notruf. In einem am Sonntag, den 26. Juni, veröffentlichten offenen Brief fordern die Chefs von Engie, EDF und TotalÉnergies die Franzosen auf, ihren Öl-, Gas- und Stromverbrauch sofort zu senken. „Die Anstrengungen müssen sofort, kollektiv und massiv sein. Jede Geste zählt“, so die Unterzeichner. Ihrer Meinung nach ist das eine Notwendigkeit, um eine Energieknappheit im nächsten Winter zu vermeiden. Aufgrund des Krieges in der Ukraine kommt kein russisches Gas mehr in Frankreich an und die Importe aus anderen Ländern können diesen Mangel nicht vollständig ausgleichen. Die Stromerzeugung ist ebenfalls angespannt, da mehrere Atomreaktoren derzeit wegen Wartungsarbeiten abgeschaltet sind. Um Energie zu sparen gibt es einige sehr einfache Tipps. Beispielsweise sollte man daran denken, den Gefrierschrank regelmässig abzutauen – das spart Strom. Töpfe beim Kochen abzudecken spart 25% Energie und das Eco-Programm des Geschirrspülers spart bis zu 45% Strom. Wenn man die Heizung im Schlafzimmer um 1°C herunterdreht, sinkt der Energieverbrauch um 7%. Umweltverbände sind der Meinung, dass zunächst der Staat, die Kommunen und Unternehmen notwendige Maßnahmen für Energieeinsparungen ergreifen müssen.
  • Mittelmeer: Der „Drückerfisch“ beisst Badegäste an der Côte d’Azur

    Mittelmeer: Der „Drückerfisch“ beisst Badegäste an der Côte d’Azur

    Urlauber, die in der Gegend von Antibes und Cannes badeten, wurden von Drückerfischen gebissen. Aber was ist das überhaupt für ein Fisch?

    Seit einem Monat beißt der Drückerfisch in der Gegend von Antibes und Cannes, nur wenige Meter vom Strand entfernt, überraschend in die Beine der Badegäste, wie der Sender BFMTV berichtet. „Der Mann einer Freundin, der vor zwei Wochen von einem Fisch vor der Küste gebissen wurde, hat ein bisschen geblutet. Das macht ein bisschen Angst, aber es ist nicht so schlimm“, berichtet eine Urlauberin auf BFMTV.

    Der Gemeine Drückerfisch (Balistes capriscus) ist ein Fisch, der normalerweise nur in tropischen Gewässern wie der Karibik vorkommt. Gelegentlich findet man ihn auch im Mittelmeer. Er ist sehr neugierig und gesellig, kann aber auch aggressiv werden, wenn er sich bedroht fühlt. Das Tier gilt als nicht invasive Art und kann bis zu 60 Zentimeter groß werden. Es ernährt sich von Seeigeln und hat sehr starke Schneidezähne am Ende des Mauls.

    Drückerfischbisse waren bereits 2020 in Sant-Raphaël im Departement Var oder in Leucate im Departement Aude gemeldet worden. Wie Pascal Romans vom Konservatorium in Banyuls damals gegenüber der Zeitung La Dépêche du Midi erklärte, könnte sich das Tier „in der Fortpflanzungsphase“ befinden: „In tropischen Gewässern ist es unmöglich, sich einem Drückerfischnest zu nähern…“ Bei der Begegnung mit dem Drückerfisch empfiehlt der Experte, den Fisch mit einem Kescher zu fangen und ihn dann von der Küste weg ins offene Meer zu verbringen.

  • Tsunami im Mittelmeer: Welche Gebiete in Frankreich sind am meisten gefährdet?

    Tsunami im Mittelmeer: Welche Gebiete in Frankreich sind am meisten gefährdet?

    Die UNESCO hat vor einem sehr hohen Tsunami-Risiko im Mittelmeerraum in den nächsten 30 Jahren gewarnt. In Frankreich könnte die Côte d’Azur besonders gefährdet sein.

    Für die UNESCO ist das Risiko, dass sich in den nächsten dreißig Jahren ein Tsunami im Mittelmeer ereignet, „sehr hoch“. Die Organisation der Vereinten Nationen hat sogar ihr Programm „Tsunami Ready“ zur Verhinderung einer Katastrophe auf bestimmte Gebiete in Frankreich ausgeweitet. Das Mittelmeer ist groß und die Risiken betreffen auch griechische Inseln oder ägyptische Städte, aber einige Gebiete an der Côte d’Azur sind im Falle eines Tsunamis besonders stark gefährdet.

    Lesen sie auch: Unesco warnt vor “sehr hohem” Tsunami-Risiko im Mittelmeerraum in den nächsten 30 Jahren

    Das UN-Präventionsprogramm „Tsunami Ready“ betrifft bereits die Stadt Alexandria in Ägypten und auch die griechischen Inseln Kos und Samos sind laut Bernardo Aliaga, Ozeanexperte im UNESCO-Büro, darin eingebunden.

    In Frankreich arbeitet die Stadt Cannes an dem Programm. Die lokalen Behörden sind sich der Gefahr bewusst und weisen die Anwohner sogar darauf hin, wie man sich im Falle einer Katastrophe verhalten sollte. „In Cannes betrifft das Tsunami-Risiko vor allem den unmittelbaren Küstenbereich. Gefährdet ist das Gebiet, das weniger als 5 Meter über dem Meeresspiegel liegt und im Flachland weniger als 200 Meter von der Küste entfernt ist“, heißt es auf der Website der Stadt Cannes.

    Es ist eine ernste Sache. Es wurde sogar eine „Charta über das Risiko von Tsunamis und Meeresüberflutungen in der Bucht von Cannes“ angefertigt. In dieser ist unter anderem zu lesen, dass in der Gegend zwei Tsunami-Warnübungen im Oktober 2017 und November 2018 durchgeführt wurden und dass ein Rundfunknetz „Cannes Alerte“ eingerichtet wurde.

    Nizza wurde 1979 von einer Flutwelle getroffen
    Das Département Alpes-Maritimes ist deshalb alarmiert, weil die Stadt Nizza bereits 1979 von einem Tsunami heimgesucht wurde. Aufgrund dessen kann man sich in der Stadtverwaltung vorstellen, dass Nizza genauso wie Cannes in den nächsten dreißig Jahren zu den Risikogebieten gehören kann. Die damalige Katastrophe wurde durch einen Erdrutsch am Flughafen von Nizza ausgelöst. Die Stadt Nizza sowie mehrere Wohnviertel an der Küste von Antibes wurden von einer 3,5 Meter hohen Welle überschwemmt. Die Bilanz: elf Tote und hohe Sachschäden.

    Insgesamt wird in Alpes-Maritimes alles getan, um sich auf eine Tsunami-Katastrophe vorzubereiten. Vor kurzem wurde am Flughafen von Nizza eine „Krisenmanagementübung“ organisiert, wie die Zeitung 20minutes berichtete, bei der „die Reaktionsmechanismen getestet“ werden sollten.

    Marseille könnte vom Tsunami-Risiko verschont bleiben. Das behauptete zumindest Michel Villeneuve, Geologe und ehrenamtlicher Forschungsdirektor am CNRS, in einem Artikel in La Provence im Jahr 2021: „Die Stadt Marseille, die in Nord-Süd-Richtung liegt und durch das Massiv der Calanques geschützt ist, wird eine Welle wahrscheinlich in Richtung Frioul vorbeiziehen sehen“, so der Experte.

    Andere Städte wie Cassis könnten hingegen die verheerenden Folgen eines Tsunamis mit voller Wucht zu spüren bekommen: „Buchten und tief liegende Landstriche verstärken die Wellen. So werden Buchten wie die von Cassis oder die flache Camargue die Auswirkungen eines Tsunamis im Vergleich zu einer geradlinigen und hohen Küste verstärkt erleben“, schrieb Michel Villeneuve in der Zeitung La Provence.