Kategorie: Umwelt

  • Meurthe-et-Moselle: Grundwasser durch Munition aus dem Ersten Weltkrieg verunreinigt

    Meurthe-et-Moselle: Grundwasser durch Munition aus dem Ersten Weltkrieg verunreinigt

    Mehr als ein Jahrhundert später hat der Erste Weltkrieg immer noch Auswirkungen auf unsere Umwelt und möglicherweise auch auf unsere Gesundheit. Damals wurden Millionen Tonnen Munition über die Böden verteilt. Viele dieser Munitionen enthielten Perchlorat, ein schädliches Molekül, dessen Spuren heute noch im Leitungswasser zu finden sind.  In Meurthe-et-Moselle schreckt die Wasserverschmutzung jedoch nicht viele ab. „Ich fülle es in Flaschen ab und lasse es stehen. Ich trinke nur dieses Wasser, das ist kein Problem“, sagt ein Einwohner gegenüber dem Sender France 3. Am Col de la Chapelotte, einer fast vergessenen Front des Ersten Weltkriegs, tragen die Böden ein schmutziges Vermächtnis in sich, nämlich das der alten Munition und einiger ihrer Bestandteile wie etwa Perchlorat. Auf dem Col de la Chapelotte tobte der Stellungskrieg mit Tausenden Granaten und Minen. Verschmutzung der Böden“Sie hatten damals die Idee, an diesen Orten, wo es ein Bergrelief gibt, Stollen unter der Erde z…

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  • Frankreich: Gewaltsame Zusammenstöße bei Anti-Wasserreservoir-Demonstration in Sainte-Soline

    Frankreich: Gewaltsame Zusammenstöße bei Anti-Wasserreservoir-Demonstration in Sainte-Soline

    In Sainte-Soline in Westfrankreich kam es zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen der Polizei und Demonstranten, die gegen ein Projekt zum Bau von „Mega-Reservoirs“ protestierten. Mehrere Tausend Menschen hatten sich trotz eines Versammlungs-Verbots und des Einsatzes eines großen Polizeiaufgebots mobilisiert. Gendarmen und Demonstranten wurden verletzt. Bei einer organisierten Versammlung gegen die „Mega-Reservoirs“ im Departement Deux-Sèvres kam es am Samstag, dem 25. März, zu gewalttätigen Auseinandersetzungen. Tausende Menschen versammelten sich bei der verbotenen Demonstration. Bei den gewaltsamen Auseinandersetzung wurden sowohl Gendarmen als auch Demonstranten verletzt. Premierministerin Elisabeth Borne verurteilte auf Twitter einen „unerträglichen Ausbruch von Gewalt“ und machte „die Unverantwortlichkeit der radikalen Diskurse, die diese Handlungen fördern“ verantwortlich.

    Nach einer letzten Zählung der Staatsanwaltsc…

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  • Umstellung auf Sommerzeit: weniger Schlaf, aber mehr Sonne!

    Umstellung auf Sommerzeit: weniger Schlaf, aber mehr Sonne!

    Die Umstellung auf die Sommerzeit findet dieses Jahr in der Nacht von Samstag, dem 25. März, auf Sonntag, 26. März, statt. Bei den bals erwarteten sommerlichen Temperaturen freuen sich besonders die Gastronomen darauf. In den Straßen von Menton oder Nizza (Alpes Maritimes) liegt bereits ein Hauch von Sommer in der Luft. Auf den Strandpromenaden schlürfen die Anwohner ihren Kaffee und warten auf die Umstellung auf die Sommerzeit. In der Nacht von Samstag, 25. auf Sonntag, 26. März werden die Zeiger wie jedes Jahr seit 1976 um eine Stunde vorgestellt. Das bedeutet eine Stunde weniger Schlaf, aber auch eine Stunde mehr Sonnenschein. Das bringt allerdings manche Menschen jedes Jahr wieder ziemlich durcheinander. Deshalb beginnen viele schon Tage  vor der Umstellung damit, ihren Lebensrhythmus an die Sommerzeit anzupassen. Noch immer keine Einigung zwischen den EU-Mitgliedsländern. Die einzigen, die sich uneingeschränkt freuen, sind die Restaurantbesitzer. Längere Tage bedeuten mehr Gäste. Die Zeitumstellung hätte eigentlich nach 2021 auslaufen sollen. Die Entscheidung wurde von der Europäischen Union allerdings vertagt, da sich die Mitgliedsländer bisher nicht einigen konnten, ob dauerhaft Winterzeit oder Sommerzeit eingeführt werden soll.
  • Spanien: Notstand angesichts von Dürre und Bränden

    Spanien: Notstand angesichts von Dürre und Bränden

    Im März 2023 wird Spanien bereits von einer gewaltigen Dürreperiode und heftigen Bränden heimgesucht. Für den Premierminister ist dies ein weiterer Beweis für die Dringlichkeit des Klimaschutzes. 

    Ein gigantisches, noch immer außer Kontrolle befindliches Feuer-Inferno verschlingt Teile Südspaniens in der Provinz Castellón. Es handelt sich um ein typisches Sommer-Feuer. Aber wir befinden uns mitten im März. 3.000 Hektar sind bereits von den Flammen zerstört worden. Knapp 500 Feuerwehrleute und etwa 20 Wasserbomber versuchen den riesigen Brand zu kämpfen, aber das sind nur Tropfen auf den heißen Stein angesichts der immensen Größe des Feuers. Das Feuer brach vorgestern, am 23. März, in der Nähe der Region Valencia aus.

    Anhaltende Trockenheit
    Angefacht durch starke Winde und eine Temperatur von fast 35 °C, überquerte das Feuer die Straßen und bedroht die Städte. 1.500 Einwohner mussten bereits evakuiert werden. Dies ist der erste große Brand des Jahres und eine Folge der dramatischen Dürre in Südspanien, die seit mehreren Monaten andauert. Es zeichnen sich wüstenartige Landschaften ab. In Katalonien hat ein ausgetrockneter See die eine Kirche und mehrere Häuser wieder vollständig zum Vorschein gebracht, von denen früher in trockenen Jahren nur der Glockenturm zu sehen war.

  • Streik der Müllabfuhr: Noch immer fast 10.000 Tonnen Müll in den Straßen von Paris

    Streik der Müllabfuhr: Noch immer fast 10.000 Tonnen Müll in den Straßen von Paris

    Obwohl die Müllverbrennungsanlagen rund um Paris am Freitag wieder geöffnet wurden, warten in der Hauptstadt immer noch fast 10.000 Tonnen Müll auf ihre Abholung. Trotz der Öffnung der Müllverbrennungsanlagen liegen noch immer fast 10.000 Tonnen Müll in den Straßen von Paris, berichtete die Stadtverwaltung am Freitag, dem 24. März, gegenüber dem Sender France Bleu Paris. Der zuständige Beigeordnete Bürgermeister Nicolas Nordman beschreibt ein „System der Embolie“. Letzte Woche streikten noch 6% der Pariser Müllabfuhrarbeiter, eine Quote, die inzwischen laut Emmanuel Grégoire, dem ersten Stellvertreter der Pariser Bürgermeisterin, auf 25% gestiegen ist. Die Stadtverwaltung zwangsverpflichtet weiterhin Mitarbeiter, um an diesem Freitag 158 Müllwagen zirkulieren zu lassen, 10 % mehr als in den vorangegangenen tagen. Doch diese Anstrengungen reichen nicht aus. Die Situation bleibt laut Stadtverwaltung weiterhin sehr schlecht….

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  • Korsika: Die berühmten Klippen von Bonifacio sind von Erosion bedroht

    Korsika: Die berühmten Klippen von Bonifacio sind von Erosion bedroht

    Bonifacio (Corse-du-Sud) und seine hohen Klippen, die vom Wind geformt und vom Meer ausgehöhlt wurden, ziehen seit Jahrzehnten viele Touristen an. Jetzt hat die natürliche Erosion diese Klippen brüchig gemacht und die Einwohner sind gezwungen, ihre Häuser zu verlassen.

    Vom Meer aus gesehen zeigt Bonifacio (Corse-du-Sud) seine ganze Pracht. Seine Kalksteinklippen sind mit einer Höhe von 106 m einzigartig. Ein Naturschatz, der einst den Ruf der Gemeinde begründet hat und heute ihre große Anfälligkeit zeigt. Die Zitadelle droht an einigen Stellen einzustürzen. Zwei Gebäude dürfen bereits nicht mehr betreten werden. „Ich wurde von einem Tag auf den anderen aus meinem Haus vertrieben. Ich hatte zwei Monate Zeit. Ich habe einen Brief erhalten, in dem mir mitgeteilt wurde, dass ich die Räumlichkeiten verlassen muss“, beklagt einer der beiden Eigentümer auf dem Sender France 3.

    An Bonifacio knabbert der Zahn der Erosion. Drei Jahre lang wurden Sondierungen durchgeführt und Gutachten erstellt, die zwei 80 m hohe Verwerfungen zutage förderten. 25 Häuser am Rande der Klippen wurden als gefährdet identifiziert. Die Ankündigung erfolgte auf einer öffentlichen Versammlung. Um die Fragen der verängstigten Hausbesitzer zu beantworten, war eigens der Unterpräfekt Gaël Rousseau angereist. Der Staat verpflichtete sich, zusätzliche Studien zu finanzieren. „Wenn es eine starke Gefährdung mit einem hohen Risiko gibt, ist es wichtig, dass man rechtzeitig Maßnahmen ergreifen kann, um zu verhindern, dass die Bevölkerung in eine Risikoposition gebracht wird“, so der Unterpräfekt. Allerdings wird der Marktplatz, der im Juni 2022 per Präfekturerlass für den Zutritt gesperrt wurde, von den Anwohnern weiterhin frequentiert.

  • Eine „Geisterkirche“, die seit 1960 unter Wasser begraben war, taucht wegen der Trockenheit wieder auf

    Eine „Geisterkirche“, die seit 1960 unter Wasser begraben war, taucht wegen der Trockenheit wieder auf

    Eine Kirche, die seit 1960 unter dem Wasser des Sau-Stausees in Katalonien verborgen war, ist aufgrund der der derzeitigen Wasserknappheit nun wieder aufgetaucht.

    Sie war 63 Jahre lang unter dem Wasser verborgen. Die Kirche Sant Roma de Sau in der Nähe von Vilanova de Sau in Katalonien ist jetzt wie von Geisterhand wieder aus der Tiefe aufgetaucht. Der Grund dafür ist die derzeitige heftige Dürre in Spanien, die das Reservoir, in dem sich das Gebäude befand, ausgetrocknet hat.

    Der vollständig ausgetrocknete Stausee hat auch eine Handvoll weiterer Geisterhäuser wieder zum Vorschein gebracht, die im Jahr 1960, als sie vom Wasser bedeckt wurden, von ihren Bewohnern verlassen worden waren.

    Spitze der Kirche Sant Roma de Sau, als sie 2017 aus dem Wasser ragte. (Wikicommons)

    Die Spitze des Kirchturms war in den letzten Jahren schon einige Male wieder aufgetaucht, aber es ist bisher nie geschehen, dass alle umliegenden Häuser und die gesamte Kirche wieder auftauchten.

  • Charles III. in Frankreich: Arc de Triomphe, Abendessen in Versailles, Spaziergang in Bordeaux…

    Charles III. in Frankreich: Arc de Triomphe, Abendessen in Versailles, Spaziergang in Bordeaux…

    Auf seiner ersten Staatsreise als König wird Charles III. mit seiner Frau Camilla vom 26. bis 29. März nach Frankreich kommen.  Wie seine Mutter Königin Elisabeth II. im Jahr 1948, als sie noch eine Prinzessin war, wird Charles III. seine erste offizielle Reise außerhalb des Vereinigten Königreichs nach Frankreich unternehmen. Von Paris über Versailles bis nach Bordeaux wird er vier Tage in Frankreich verbringen und dabei einem genauen und umfangreichen Programm folgen.

    Begrüßung am Arc de TriompheCharles III. wird bereits am Sonntag, dem 26. März in Frankreich ankommen und seinen offiziellen Besuch am darauffolgenden Tag, Montag, dem 27. März in Paris beginnen. Der König wird vom französischen Präsidenten Emmanuel Macron empfangen und gemeinsam mit seiner Frau Camilla an einer Zeremonie am Arc de Triomphe teilnehmen. Er wird einen Kranz am Grab des unbekannten Soldaten niederlegen und anschließend die Champs-Élysées hinunter z…

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  • Dürre im Departement Pyrénées-Orientales: „Es muss regnen, es muss regnen“

    Dürre im Departement Pyrénées-Orientales: „Es muss regnen, es muss regnen“

    Man sei „mit der intensivsten, ausgedehntesten und stärksten Dürre“ konfrontiert, „die man je erlebt hat“, so die Verwaltung der Wasserstaudämme des Departements. Der Minister für den ökologischen Übergang Christophe Béchu will im Rahmen des am Mittwoch, dem 22. März, vorgestellten neuen Plans zur Wassersparsamkeit Vorschläge zur Verbesserung des Wassermanagements machen. Es werden rund 50 Maßnahmen erwartet. In den Pyrénées-Orientales, einem der am stärksten von der Dürre betroffenen Departements, erwartet man mit Spannung die Vorschläge des Ministers. In der Region herrscht bereits eine erhöhte Alarmsituation mit mehreren restriktiven Maßnahmen für Privatpersonen und Kommunen, da die ausbleibenden Niederschläge eine Wiederauffüllung des Grundwassers verhindern, was eine ganze Reihe von Folgen hat. Ein Einwohner sagt gegenüber Radio France hinsichtlich des Wasserstandes des Staudamms von Caramany im Agly-Tal: „Für uns ist das katastrophal, denn ich habe den Staudamm in den letzten 20 Jahren noch nie so niedrig gesehen“. Heute fasst der Stausee nur noch 8,7 Millionen Kubikmeter Wasser gegenüber 19,5 Millionen im gleichen Zeitraum in normalen Jahren, erläutert Magali Trillat, die Leiterin der Verwaltung der Wasserstaudämme im Departement Pyrénées-Orientales: „In der Situation, in der wir uns heute befinden, können wir ohne zusätzliches Wasser kaum einen ganz kleinen Durchfluss flussabwärts aufrechterhalten, um die Umwelt zu befriedigen und ein wenig Trinkwasser in den ersten Gemeinden zu gewinnen“. „Das Departement ist mit der intensivsten, ausgedehntesten und stärksten Dürre konfrontiert, die es je erlebt hat“, sagt Magali Trillat, Leiterin der Abteilung Wasserstaudämme im Departement Pyrénées-Orientales gegenüber franceinfo. Der mit Regenwasser betriebene Staudamm ermöglicht normalerweise die Bewässerung der gesamten landwirtschaftlichen Ebene flussabwärts bis zum Meer. Und wenn es in den nächsten Wochen nicht regnet, „ist es das erste Mal, dass er vielleicht nicht zu seinem eigentlichen Zweck gelangt, nämlich die Bewässerung in diesem Sommer zu unterstützen“, fügt Magali Trillat hinzu. Alles tun, um kein Wasser zu verschwenden Wenn man zu Fuß zum Ufer des Agly hinuntergeht, liegt das Flussbett trocken. „Es ist ausgetrocknet, es gibt noch ein paar nicht sehr große Pfützen“, stellt Olivier Richaud, der Verwalter des Fischereiverbands des Departements Pyrénées-Orientales, fest. Er befürchtet lokale Angelverbote, wenn die Situation anhält, hofft aber auf einen besseren Ausgang. „Wir müssen positiv bleiben. Wir hatten am vergangenen Samstag die Eröffnung des Forellenangelns. Die Angler konnten im oberen Teil der Einzugsgebiete angeln. Ich hoffe also, dass das Angeln weiterhin in einigen Bereichen möglich sein wird“. Etwa 60 km entfernt, in der tausendjährigen Stadt Villefranche-de-Conflent: Seit einem Monat fließt dort wieder Trinkwasser. Die Bewohner waren seit November ohne städtisches Wasser, nachdem ein Rohrbruch aufgetreten war. „Wir werden es aber nicht zu lange aufdrehen, um nichts zu verschwenden“, erklärt der Bürgermeister Patrick Lecroq. Für den täglichen Bedarf ließ er Wasser aus La Têt, dem Fluss, der durch die bereits auf niedrigem Niveau liegende Gemeinde fließt, pumpen. Für Trinkwasser musste der Brunnen der Gemeinde tiefer gegraben werden, um wieder auf das mittlerweile abgesunkene Grundwasser zu stoßen. Seine Angst: dass er trotzdem wieder versiegen könnte. Also hat er sich mit der Nachbargemeinde ein System zur gemeinsamen Nutzung des Wassers ausgedacht. Aber die Kosten für das Projekt sind gigantisch: 1 Million Euro. „Das ist mehr als das Gesamtbudget eines Jahres“. Heute hofft er nur auf eine Sache. „Es muss regnen, es muss regnen“, fleht der Bürgermeister von Villefranche-de-Conflent.
  • Weltwassertag: 10 erstaunliche Zahlen über den Wasserverbrauch in Frankreich

    Weltwassertag: 10 erstaunliche Zahlen über den Wasserverbrauch in Frankreich

    Mittwoch, der 22. März 2023, ist der Weltwassertag. Wie viel Wasser verbraucht Frankreich? Wie viele Kilometer Wasserleitungen gibt es in Frankreich? Wie viel Regen fällt jedes Jahr? Hier sind 10 bemerkenswerte Zahlen über das Wasser in Frankreich.

    149 Liter
    Jeder Franzose verbrauchte laut dem Observatoire des services publics d’eau et d’assainissement im Jahr 2020 durchschnittlich 149 Liter Trinkwasser pro Tag. Eine relativ stabile Zahl: 2014 lag sie bei 144,6 Litern. Im Jahr 1975 lag sie bei 106 Litern. Im Laufe eines Jahres verbraucht jeder Franzose durchschnittlich 54,3 m3 Wasser.

    39 %
    39 % des Wassers, das ein Haushalt verbraucht, dient der Körperhygiene , 24 % der Reinigung (Wäsche, Böden, Gießen), 20 % der Toilettenspülung und nur 1 % dem Trinken, so Eau de France.

    60 bis 80 Liter
    Das verbraucht man für eine Dusche, ein Bad benötigt 200 Liter, eine Waschmaschine 35 bis 60 Liter, ein Geschirrspüler 12 bis 16 Liter (fünfmal weniger als das Spülen des Geschirrs von Hand!), eine Toilettenspülung verbraucht 3 bis 6 Liter. Wer sein Auto mit dem Wasserschlauch wäscht, verbraucht etwa 200 Liter Wasser. Den Garten zu bewässern verbraucht 15 bis 20 Liter pro m². Für die Füllung des Swimmingpools werden sage und schreibe 60.000 bis 80.000 Liter benötigt! Natürlich sind das alles Durchschnittswerte, diedavon abhängen, wie lange man duscht oder wie groß der Pool ist.

    67 %
    67 % der Franzosen trinken täglich Leitungswasser, so eine Statistik der Website eaufrance.fr aus dem Jahr 2020. Im gleichen Zeitraum tranken 50 % täglich auch Wasser aus Flaschen, wie eine nationale Erhebung von CIEau/Kantar ergab.

    2,11 €/m3
    Der durchschnittliche Preis für Trinkwasser in Frankreich beträgt 2,11 €/m3. Hinzu kommen die Gebühren für die kollektive Abwasserentsorgung in Höhe von 2,19 €/m3. Der durchschnittliche Gesamtpreis beträgt also 4,3 €/m3 bei einer Verbrauchsgrundlage von 120 m3. Die Jahresrechnung der französischen Haushalte beläuft sich laut Eau de France im Durchschnitt auf 477,60 €.

    Zwei Drittel
    Zwei Drittel der Wassermenge, die in Frankreich für die Trinkwasserversorgung entnommen wird, kommt aus dem Grundwasser, so Futura Sciences. Es gibt einige Ausnahmen: Paris, dessen Wasser sowohl aus der Seine als auch aus der Marne stammt, Marseille, das sein Trinkwasser aus der Durance bezieht, oder Toulouse: Das Leitungswasser stammt dort sowohl aus der Garonne, dem Kanal von Saint-Martory, dem Lac de la Ramée als auch aus der Ariège.

    996.000 km
    Um zu den Wasserhähnen, den Waschbecken und den Duschen zu gelangen, legt das Trinkwasser viele Kilometer zurück. Insgesamt gibt es in Frankreich 996.000 km Trinkwasserleitungen! (Quelle: Mon réseau d’eau, 2021). Dieses Netz ist jedoch stark reparaturbedürftig: Von 5 Litern Wasser, die in die Leitungen eingespeist werden geht ein Liter durch Lecks verloren. Das entspricht Verlusten von etwa 20 %.

    33,9 %
    33,9 % der Trinkwasserversorgung in Frankreich werden von öffentlichen Betreibern wie etwa Stadtwerken verwaltet. Den Rest teilen sich private Betreiber: 33,8 % für Veolia, 19,3 % für Suez und 11,8 % für Saur, wie die Website Mon réseau d’eau berichtet.

    20 %
    Etwa 12 Millionen Menschen in Frankreich haben im Jahr 2021 episodisch oder regelmäßig Leitungswasser erhalten, das nicht den Qualitätsnormen entsprach, hat die Zeitung Le Monde auf der Grundlage von Daten der regionalen Gesundheitsagenturen aufgedeckt. Der Süden und Südwesten wies mit 5,1 % dabei noch die niedrigste Rate auf.

    512 Milliarden m3
    In Frankreich fallen nach der Klimanorm 1990-20108 durchschnittlich 930 Millimeter Niederschlag pro Jahr. Eine Wassermenge, die auf etwa 551,7 Milliarden Kubikmeter Wasser pro Jahr im Jahr 2018 beziffert wurde, wie die Statistiken von Météo France zeigen. 60% des Wassers kehrt über die Verdunstung in die Atmosphäre zurück, 40% fließen in das Grundwasser und in Flüsse.