Kategorie: Umwelt

  • Alpes-Maritimes: Ein Feuer verwüstet 10 Hektar und zwingt 54 Personen zur Evakuierung

    Alpes-Maritimes: Ein Feuer verwüstet 10 Hektar und zwingt 54 Personen zur Evakuierung

    In den Hügeln von Colomars, oberhalb von Nizza (Alpes-Maritimes), brach am Samstag, dem 1. April, ein Feuer aus. Zehn Hektar Land gingen in Flammen auf. Ein Mann, der verdächtigt wurde, das Feuer gelegt zu haben, wurde festgenommen.

    Den ganzen Tag über kämpften die Feuerwehrleute am 1. April gegen ein Feuer in der Nähe von Nizza (Alpes-Maritimes). Das um 3 Uhr morgens ausgebrochene Feuer breitete sich auf einer Fläche von 10 Hektar aus und bedrohte Wohnhäuser. Ein Wasser-Hubschrauber wurde zur Unterstützung eingesetzt. In der Nacht mussten 54 Personen evakuiert werden. Einige fanden in einem Tennisclub Zuflucht. „Ich habe versucht zu bleiben, aber die Polizei wollte nicht, sie haben angefangen, alle zu evakuieren“, berichtet ein Mann auf dem Sender France 2.

    Komplizierte Wetterbedingungen
    Die Bewohner konnten im Laufe des Samstages wieder in ihre Häuser zurückkehren. Unterdessen begann auf steilen Wegen eine mühsame Arbeit für die Feuerwehrleute: die Fahrt zu den betroffenen Waldgebieten, um ein Wiederaufflammen des Brandes zu verhindern. Doch die Wetterbedingungen sind schwierig. „Wir hatten nicht viel Niederschlag und die Pflanzen sind trocken“, erklärt Hauptmann Patrice Alberti, der Kommandant der eingesetzten Feuerwehren. Am Samstagabend wurde der Brand unter Kontrolle gebracht. Ein Obdachloser wurde festgenommen. Er soll ein Feuer entzündet haben, um sich aufzuwärmen.

  • Spanien: Weit über hundert Brände im Norden des Landes gemeldet

    Spanien: Weit über hundert Brände im Norden des Landes gemeldet

    Nordspanien wird von Bränden heimgesucht, die wahrscheinlich durch Brandstiftung ausgelöst wurden. In den letzten Stunden wurden mehr als 100 Brände gelegt. Die Behörden machen Terroristen verantwortlich. Die Brände werde durch starke Winde angefacht, was zur Evakuierung von mehreren hundert Menschen geführt haben.

    Einer Anwohnerin ist verzweifelt, sind die Flammen doch nur noch wenige Meter von ihrem Haus in der Hauptstadt Asturiens entfernt. Seit Freitag, dem 31. März, mussten mehrere hundert Menschen evakuiert werden, weil in der Region heftige Waldbrände wüten. „Sie haben uns hier brennen lassen, wir haben die ganze Nacht gewartet, niemand ist gekommen“, schimpft eine Anwohnerin. Die Rettungskräfte sind überfordert, da die Brände derzeit besonders zahlreich sind. Die Feuerwehrleute dringen immer tiefer in das Inferno ein.

    160 gleichzeitige Brände
    Zu beiden Seiten der Straße werden die Bäume von den Flammen zerfressen. Der tobende Wind treibt die Glut weiter. Eine zusätzliche Schwierigkeit vor dem Hintergrund einer großen Trockenheit, die die Ausbreitung der Flammen begünstigt. Es wurden zeitweilig sogar 160 gleichzeitige Bränden verzeichnet. Der Präsident der Region spricht von einer kriminellen Aktion und sogar von einem „terroristischen Akt“. Spanien ist seit der 2. Hälfte des Monats März von Bränden betroffen. In der Region Valencia brannten bereits fast 5.000 Hektar Wald ab.

  • Frankreich: Sturm Mathis fordert zwei Todesopfer in der Region Grand Est

    Frankreich: Sturm Mathis fordert zwei Todesopfer in der Region Grand Est

    In der Region Grand Est starben am Freitag zwei Menschen aufgrund von umstürzenden Bäumen, was durch den Sturm Mathis verursacht wurde. Tornados verursachten Schäden in den Departements Indre und Vienne.

    Zwei Männer starben am Freitag, dem 31. März, in den Vogesen und im Elsass durch umstürzende Bäume, Folgen des Sturms Mathis, wegen dem in der Nacht in 23 Departements die Wetterwarnstufe Gelb galt.

    Am Freitagmittag wurde ein 19-jähriger Mann auf einem Rastplatz in der Nähe seines Fahrzeugs von einem umstürzenden Baum tödlich getroffen. Am Abend wurde ein weiterer junger Mann in den Zwanzigern auf einer Straße südlich von Mulhouse im Département Haut-Rhin von einem Baum erschlagen, wie die Polizei der Stadt mitteilte und damit einen Bericht der Zeitung L’Alsace bestätigte. Seine Beifahrerin wurde „in ernstem Zustand“ ins Krankenhaus eingeliefert.

    Der Sturm Mathis verursachte auch in anderen Departements große Schäden, insbesondere im Departement Indre, wo die Stadtverwaltung von Buzançais von einem „Tornado“ berichtete. Das Wetterphänomen, das laut einem Sprecher des Rathauses „sehr kurz und sehr beeindruckend“ war, betraf zwar nur einige Straßen in der 4.500 Einwohner zählenden Gemeinde, doch die Schäden waren beträchtlich. Die Stadtverwaltung zählte mindestens 150 betroffene Häuser.

    Im Departement Vienne verursachte ein weiterer Tornado Schäden im Dorf Saint-Jean-de-Sauves, wie die Präfektur mitteilte. Einige Häuser verloren ihre Dächer, ein Altenheim und eine Schule wurden ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen.

    In der Region Hauts-de-France beeinträchtigte der Sturm Mathis den Zugverkehr zwischen Lille und Douai sowie auf mehreren Strecken von und nach Valenciennes aufgrund von Oberleitungsproblemen, die vor allem durch umstürzende Bäume verursacht wurden. In der Region Pas-de-Calais wurden am Freitag in Radinghem Windböen von bis zu 130 km/h gemessen.

    Fünf Departements des Alpenmassivs wurden ausserdem auf Lawinenwarnung Gelb gesetzt, während die Küstenfront der Departements Gironde, Landes und Pyrénées-Atlantiques als überschwemmungsgefährdet eingestuft wurde.

  • Marseille: Ein Wolfsrudel auf den Anhöhen der Stadt

    Marseille: Ein Wolfsrudel auf den Anhöhen der Stadt

    Ein Wolfsrudel hat sich auf den Anhöhen von Marseille (Bouches-du-Rhône) angesiedelt. Die unmittelbare Nähe zu den Einwohnern wirft die Frage nach einem verträglichen Zusammenleben auf.

    Die Einwohner von Marseille (Bouches-du-Rhône) haben neue Nachbarn. Ein Wolfsrudel hat sich im Parc des Calanques angesidelt. Die unmittelbare Nähe zu der Stadt und ihren Bewohnern wirft die Fragen auf und bringt Probleme mit sich. Ranger Nicolas Rossignol kennt das Rudel, das sich auf den Anhöhen von Marseille niedergelassen hat, am besten. Er sucht jede Woche nach Beweisen für ihre Anwesenheit. Nicolas Rossignol kontrolliert regelmäßig die sechs Fotofallen, um die Wege der Wölfe so gut wie möglich zu verfolgen. Heute leben sieben Wölfe im Park des Calanques.

    Die Wolfsfamilie hat sich inmitten eines Militärgbiets niedergelassen, das kaum von Menschen besucht wird. Dort findet sie Ruhe und reichlich Wild. „Die Art etabliert sich dauerhaft in dem Gebiet. Uns fehlte in dieser Region ein großes Raubtier. Die Nahrungskette ist jetzt geschlossen“, erklärt Nicolas Rossignol auf dem Sender France 2. In La Penne-sur-Huveaune, einer angrenzenden Gemeinde, sind einige Bewohner über die Nähe des Wolfs besorgt, wie Sylvie Politi, eine Besitzerin von Ziegen, die schon von den Wölfen angegriffen wurden. Seit diesem Angriff nimmt die Gemeinde die Dienste eines Försters in Anspruch. Dieser leistet insbesondere pädagogische Arbeit mit den Jugendlichen der Gemeinde. Ein solcher Dialog ist notwendig, um den bösen Wolf zu entmystifizieren.

  • Klima: Zahl der Flüge mit Privatjets nimmt stark zu – Frankreich schneidet besonders schlecht ab

    Klima: Zahl der Flüge mit Privatjets nimmt stark zu – Frankreich schneidet besonders schlecht ab

    Im Jahr 2022 ist die Zahl der Flüge mit Privatjets in Frankreich und Europa stark angestiegen. Laut einem neuen Bericht von Greenpeace Central and Eastern Europe ist die Zahl der Flüge mit Privatjets im letzten Jahr um ganze 64% gestiegen. Eine weitere beunruhigende Tatsache ist, dass sich die Emissionen von Privatjets zwischen 2021 und 2022 mehr als verdoppelt haben und damit die durchschnittlichen jährlichen CO2-Emissionen von 550.000 Einwohnern der Europäischen Union übersteigen. Laut Greenpeace waren von den 572.806 Flügen, die im Jahr 2022 stattfanden, 55% kurze oder sehr kurze Reisen von weniger als 750 km, die leicht mit dem Zug hätten durchgeführt werden können. Frankreich schneidet besonders schlecht ab. Wie die Greenpeace berichtet, befinden sich vier französische Strecken unter den Top 4 der 10 europäischen Strecken, die von Privatjets am häufigsten beflogen werden: Paris-London, Nizza-London, Paris-Genf und Paris-Nizza. Im Jahr 2022 war Frankreich das Land mit den meisten P…

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  • Sturm Mathis: Ein Toter – Tornados und Tausende Haushalte ohne Strom

    Sturm Mathis: Ein Toter – Tornados und Tausende Haushalte ohne Strom

    Das Opfer starb am Freitag in Lothringen. Rettungskräfte hatten vergeblich versucht, den jungen Mann zu reanimieren.

    Ein 19-jähriger Mann starb, nachdem am Freitag, dem 31. März, in Senones (Vogesen) ein Baum auf einem Rastplatz umgestürzt war. Eine Folge der „starken Winde“, die durch den Sturm Mathis verursacht wurden. Im Laufe des Tages musste in 80 französischen Departements die Warnstufe Gelb oder Orange ausgerufen werden. Am Freitagabend galt für 67 Departements noch die Wetterwarnung Gelb.

    Der junge Mann war auf einem Rastplatz in der Nähe seines Fahrzeugs unterwegs, als er von einem umstürzenden Baum getroffen wurde. Feuerwehr und Notarzt versuchten vergeblich, den jungen Mann wiederzubeleben. Ein Hubschrauber wurde ebenfalls mobilisiert, aber der 19-Jährige verstarb noch am Unfallort.

    Tausende Haushalte ohne Strom
    Der Sturm Mathis verursachte auch andere Schäden. Die Stadtverwaltung von Buzançais (Indre) berichtete von einem „Tornado“. Die Feuerwehr musste in der Gemeinde 55 Mal wegen umgestürzter Bäume, eingestürzter Schornsteine und abgedeckter Dächer ausrücken. Auch eine Schule war betroffen, es gab zum Glück aber keine Verletzten. Im Departement Vienne verursachte ein weiterer Tornado im Dorf Saint-Jean-de-Sauve Schäden ohne Verletzte, wie die Präfektur mitteilte. Einige Häuser verloren ihre Dächer, ein Altenheim und der Innenhof einer Schule wurden in Mitleidenschaft gezogen.

    12.500 Haushalte waren in der Region Burgund-Franche-Comté nach dem Durchzug des Sturms Mathis ohne Strom, wie Franceinfo am Freitagabend von dem Stromanbieter Enedis erfuhr. Drei Viertel des nördlichen Teils Frankreichs waren von Zwischenfällen im Stromnetz betroffen.

  • Pyrénées-Orientales: Landwirte stark von der Dürre betroffen

    Pyrénées-Orientales: Landwirte stark von der Dürre betroffen

    Im Departement Pyrénées-Orientales leiden die Landwirte unter Wassermangel. Das Departement befindet sich seit Juni 2022 ununterbrochen im Dürrealarm.

    Zu Fuß durch das Flussbett des Agly: François Toute Blanquet, Direktor des Syndicat mixte du bassin versant de l’Agly (Syndikat des Einzugsgebiets des Flusses Agly), hat so etwas zum Ende des Winters noch nie gesehen. Jede Woche besucht er die ausgetrockneten Wasserläufe. Seit Juni 2022 herrscht in den Pyrénées-Orientales ununterbrochen Dürrealarm. Die Knappheit muss verwaltet werden. Im Departement fließt in der Hälfte der Bewässerungskanäle kein Wasser mehr. Diejenigen, die Privatpersonen versorgen, werden per Präfekturerlass geschlossen. In diesem Jahr ist die Wasserführung des Flusses viel geringer als sonst. Nur die Profis dürfen Wasser entnehmen, aber nur an zwei von vier Tagen.

    „Wir sind am Tiefpunkt angelangt“
    Im Tal von Rivesaltes geht es ihnen dank eines Brunnens, der vor vielen Jahren gebaut wurde und jetzt wie ein Schatz gehütet wird, etwas besser. Jeden Morgen drücken sie die Daumen und messen die Wassermenge, die sie dreimal pro Woche abwechselnd untereinander aufteilen können. Seit 50 Jahren protokolliert der Obstbauer Joseph Sirach jeden Tag das Wetter, insbesondere wenn es in Rivesaltes regnet. „Seit ich die Aufzeichnungen mache, war es noch nie so tief gesunken. […] Wir sind am Boden“, sagt der Obstbauer. Er ist nicht sehr optimistisch für die Zukunft und niemand in der Familie will seine Nachfolge antreten. Das trockene Klima, das sich in der Region etabliert hat, wird voraussichtlich andauern.

  • Hautes-Alpes: Emmanuel Macron enthüllt seinen neuen Wasserplan

    Hautes-Alpes: Emmanuel Macron enthüllt seinen neuen Wasserplan

    Bei einem Besuch im Departement Hautes-Alpes skizzierte Emmanuel Macron am Donnerstag, dem 30. März, seinen „Wasserplan“, der unter anderem vorsieht, dass bis 2030 mindestens 10 % des Abwassers wiederverwendet werden sollen. Der Staatschef besuchte das Ufer des Sees von Serre-Ponçon, dem größten Süßwasserreservoir Westeuropas, um die Grundzüge seines neuen Wasserplans zu skizzieren. Alle Wirtschaftssektoren sollen in die Pflicht genommen werden, wobei ein erstes Ziel angestrebt wird. „Ich möchte dafür einen Kurs für unser Land mit einem Ziel für 2030 festlegen, das darin besteht, in allen Sektoren 10 % Wasser einzusparen“, erklärte Emmanuel Macron unter anderem. 180 Millionen Euro für die Reduzierung von Wasserlecks. Insbesondere soll ein Wasser-Ecowatt (ein Portal, das den Wasserverbrauch anzeigt) nach dem Vorbild des Energie-Ecowatts eingeführt werden, um das Bewusstsein der Bevölkerung zu schärfen. Außerdem sollen jährlich 180 Millionen Euro für die Reduzierung von Wasserlecks aufge…

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  • Streik der Müllabfuhr: In Le Havre stapeln sich weiterhin die Mülltonnen

    Streik der Müllabfuhr: In Le Havre stapeln sich weiterhin die Mülltonnen

    Am Mittwoch, dem 29. März, stapelten sich in Paris noch 5.800 Tonnen Müll in den Straßen. In den Tagen zuvor wurde die 10 000-Tonnen-Marke überschritten. Auch in anderen Städten halten die Müllsammler ihre Streiks aufrecht. In Rouen oder in Le Havre versuchen die Gemeinden, einem den Anwohnern drohenden Gesundheitsrisiko zu begegnen. Überall in den Straßen von Le Havre (Seine-Maritime) stapeln sich die Mülltonnen, auf manchen Gehwegen versperren sie den Weg komplett. Seit Beginn des Streiks sah ein Restaurant keine andere Wahl, als seinen Müll zum Leidwesen der Stammgäste sich auf der Straße anhäufen zu lassen. Seit Anfang der Woche hat die Gemeinde eines ihrer Arbeiterteams mobilisiert, um die dringendsten Probleme zu lösen. „Das ist immerhin der Anfang vom Ende, hoffe ich (…) es ist so schmutzig“, erklärte eine Frau auf dem Sender France 3. Die Gemeinde hat eingegriffen, um die Bevölkerung zu beruhigen und eine Verschlechterung der Gesundheitssituation zu verhindern. Auch private U…

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  • Dürre: Poolbesitzer in Südostfrankreich von Wasserbeschränkungen betroffen

    Dürre: Poolbesitzer in Südostfrankreich von Wasserbeschränkungen betroffen

    Der Südosten ist die Region Frankreichs mit den meisten privaten Swimmingpools. Aufgrund der Wasserbeschränkungen wegen der anhaltenden Dürre wird es für Poolbesitzer immer komplizierter, ihre Schwimmbäder mit Wasser zu füllen. Es gibt jedoch Lösungen, um den Wasserverbrauch auf ein absolutes Minimum zu beschränken. Im beschaulichen Örtchen Vence (Alpes-Maritimes) ist die Badesaison noch nicht eröffnet, aber […]

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