Kategorie: Umwelt

  • Somme: Die Gemeinde Ault von Küstenerosion bedroht

    Somme: Die Gemeinde Ault von Küstenerosion bedroht

    Unwetter haben die Küsten untergraben. In Ault, im Departement Somme, ist ein weiterer Teil der Klippen eingestürzt. Ein beeindruckender Erdrutsch, der Sicherheitsprobleme aufwirft und ein ganzes Viertel des Ortes isolieren könnte.

    In Ault (Somme) bietet die Siedlung Bal Air einen atemberaubenden Blick auf die Klippen. Leider ist diese malerische Lage aber sehr riskant. Ein Teil der Klippen ist nämlich eingestürzt. „Wir bekommen SMS mit Fotos: ‚Am Wochenende ist ein Teil der Klippe abgestürzt’“, berichtet eine Bewohnerin auf dem Sender France 3. Ein anderer erzählt: „Als ich ein Kind war, habe ich Minigolf gespielt. Der Minigolfplatz, er ist jetzt abgestürzt. Die Klippen weichen zurück, das ist nicht zu leugnen“.

    Alain Schibler ist der Baubeauftragte der Gemeinde. Am Montag, dem 27. März, kam er mal wieder in den betroffenen Ortsteil, um das Ausmaß der Schäden zu begutachten. „Wenn die Klippe abstürzt, könnte sie einen Teil der Straße mitreißen. Wenn ein Teil der Straße mitgerissen wird, wird das Viertel isoliert, weil man es nicht mehr mit dem Auto erreichen kann“, erklärte Alain Schibler. Die Stadtverwaltung forderte dringend die Hilfe des staatlichen geologischen und bergbaulichen Büros an, um die Risiken genau zu bewerten.

  • Hautes-Alpes: Stürmischer Empfang für Emmanuel Macron

    Hautes-Alpes: Stürmischer Empfang für Emmanuel Macron

    Zum ersten Mal seit zwei Monaten fährt Emmanuel Macron am Donnerstag, dem 30. März, in eine französische Region. Am Morgen erwartete ihn im Departement Hautes-Alpes ein lautes Empfangskomitee, das von Ordnungskräften flankiert wurde. Schon vor der Ankunft des Präsidenten spitzte sich die Stimmung am Donnerstagmorgen, dem 30. März, im Departement Hautes-Alpes zu. Emmanuel Macron hatte das Thema Wasser gewählt, um mal wieder in eine französische Region zu reisen. Das Empfangskomitee, etwa 200 Personen, wollte jedoch weniger über Wasser und eher über die Renten sprechen. „Macron sucht einen Ausweg aus dieser Krise und er sucht nach anderen Themen“, kritisierte ein Mann auf dem Sender France 3.  Die Demonstranten mussten in einem eng begrenzten Gebiet bleiben und kamen daher nicht mit dem Präsidenten in Kontakt. Wenige Tage nach den Protesten in Sainte-Soline (Deux-Sèvres) zu den Mega-Wasserbecken werden die Ankündigungen des Präsidenten von einigen auch zur Wassernutzung sehnlichst e…

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  • Emmanuel Macron stellt in den Hautes-Alpes den mit Spannung erwarteten „Wasserplan“ vor

    Emmanuel Macron stellt in den Hautes-Alpes den mit Spannung erwarteten „Wasserplan“ vor

    Emmanuel Macron stellt am Donnerstag im Departement Hautes-Alpes einen mit Spannung erwarteten Plan vor, der die Bewirtschaftung der durch den Klimawandel bedrohten Ressource Wasser in Frankreich verbessern soll.  Für seine erste regionale Reise seit zwei Monaten wählte Emmanuel Macron am Donnerstag, dem 30. März, das Département Hautes-Alpes, um einen mit Spannung erwarteten Plan zur Verbesserung des Wassermanagements vorzustellen, einer Ressource, die durch Dürren und die globale Erwärmung bedroht ist. Die Reise in die Berggemeinde Savines-le-Lac am Serre-Ponçon-See findet vor dem Hintergrund eines besonders trockenen Winters statt, der die Herausforderungen der globalen Erwärmung verdeutlicht. „Mit dem Klimawandel hat sich der Wasserkreislauf in Frankreich in den letzten Jahrzehnten stark verändert“, betont der Elysée-Palast und nennt verschiedene Dürreperioden wie im Jahr 2022, den sinkenden Grundwasserspiegel und veränderte Regenrhythmen. „Diese Veränderungen betreffen zahlreiche …

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  • Rouen: Wildschweine siedeln sich in den Gärten an

    Rouen: Wildschweine siedeln sich in den Gärten an

    Auf den Anhöhen von Rouen im Département Seine-Maritime verwüsten immer öfter Wildschweine die Gärten. Die Bewohner sind von der Situation genervt.

    Seit sechs Monaten haben sich Wildschweine mitten in einem Wohngebiet auf den Anhöhen der Stadt Rouen (Seine-Maritime) eingenistet. Die Anwohner sind entnervt. „Sie drehen alles um. Sie fressen die Blumen. Sie legen die Bäume um“, beklagte sich Guy Billard, ein Anwohner, vor der Kamera des Senders France 3. Mitten am Tag lassen sich die über hundert Kilo schweren Tiere auf den Rasenflächen und Terrassen der Anwohner nieder. In 20 Jahren hat Guy Billard so etwas noch nie gesehen. Er fragt sich: „Müssen wir uns mit einem Gewehr bewaffnen und schießen? Dann wird innerhalb einer Stunde die Polizei hier sein“.

    Palisaden sollen aufgestellt werden
    Nur wenige Meter entfernt stellt Lilas Ferrar das gleiche fest. Sie sagt: „Sie fressen. Sie laufen herum (…) Sie haben alles aufgewühlt. Ich habe eines verjagt und das war ein riesiges Schwein.“ Mindestens ein Dutzend Häuser im dem Viertel wurden von den Wildschweinen besucht. Auf Anfrage teilte die Stadtverwaltung von Rouen mit, dass bald Palisaden aufgestellt werden sollen, um die Routen der Tiere umzulenken. Außerdem wird derzeit eine Studie durchgeführt, um die Wildschweinpopulation in der Umgebung von Rouen zu schätzen.

  • Bis zu 30°C am Mittwochnachmittag! Wo wird es am heißesten sein?

    Bis zu 30°C am Mittwochnachmittag! Wo wird es am heißesten sein?

    Der Mittwoch, 29. März 2023, verspricht ein sehr milder Tag in Frankreich zu werden. Milde Temperaturen werden sich in der Nordhälfte Frankreichs durchsetzen. Im Südwesten wird es sogar recht warm werden.

    Werden die Höchsttemperaturen am Mittwochnachmittag in Frankreich auf heiße 30°C steigen? Das ist durchaus möglich! Im Laufe des Tages werden im Südwesten Temperaturen von 25°C bis 28°C erwartet. Dank des Windes und des Föhneffekts am Fuße der Pyrenäen könnte das Thermometer örtlich sogar über 30°C anzeigen.

    La Chaîne Météo meldet, dass in Bordeaux die ersten 25°C dieses Jahres erwartet werden. Normalerweise werden dort im Durchschnitt um den 9. April solche Temperaturen gesehen. In Paris werden heute die ersten 20°C des Jahres erwartet. Die ausgesprochen milden Temperaturen werden nicht nur den Süden, sondern ganz Frankreich betreffen.

    Von 5°C auf 10°C in 24 Stunden.
    Der Temperaturanstieg wird innerhalb von 24 Stunden recht beeindruckend sein, mehrere Städte sollen von 5°C auf 10°C zulegen. In Paris wird die Temperatur von 11°C am Dienstagnachmittag auf 21°C am Mittwochnachmittag steigen.

    Im Südwesten erwartet Meteo France 28°C in Pau, 27°C in Tarbes, 25°C in Auch, 24°C in Albi, Castres und Foix, 23°C in Montauban, Agen und Cahors, 22°C in Toulouse und Rodez.

  • Wetter: Am Mittwoch werden bis zu 30 Grad im Südwesten erwartet

    Wetter: Am Mittwoch werden bis zu 30 Grad im Südwesten erwartet

    Nach einem Wochenende mit Schauern, einem kalten Montag und einem kalten Dienstag wird am Mittwoch, dem 29. März, im Südwesten Frankreichs eine Hitzespitze erwartet.

    Im März ist das Wetter immer wechselhaft. Diese Woche zeigt das deutlich. Während laut La Chaîne Météo für den Dienstagmorgen, 28. März, noch mit Frost zu rechnen ist, hält der morgige Mittwoch eine Hitzespitze für den Südwesten Frankreichs bereit.

    Dienstag, 28. März: Frost am Morgen, mild am Nachmittag.
    Im Nordwesten wird der Himmel ziemlich bewölkt sein, mit Regen und Wind entlang der Kanalküste. Überall sonst wird das Wetter sehr ruhig sein. Und nach der Frische und dem Frost am Morgen, insbesondere im Osten, wird es am Nachmittag überall südlich der Garonne sehr mild.

    Mittwoch, 29. März: Hitze im Südwesten.
    Die Regionen in der Nähe des Ärmelkanals bekommen Regen, der von einem starken Wind begleitet wird. Überall sonst wird das Wetter sehr ruhig sein. Der Wind aus südlichen Richtungen wird für milde Temperaturen sorgen, die sich am Nachmittag überall durchsetzen werden. Südlich der Garonne klettert das Thermometer zwischen Bordeaux, Biarritz und Toulouse auf bis zu 28°C oder mehr. In Paris könnte zum ersten Mal in diesem Jahr die 20°C-Marke geknackt werden.

  • Energieeffizienz: Bahnhöfe, Flughäfen und U-Bahnen werden nachts die Lichtwerbungen ausschalten

    Energieeffizienz: Bahnhöfe, Flughäfen und U-Bahnen werden nachts die Lichtwerbungen ausschalten

    Um Energie zu sparen, werden Flughäfen, Bahnhöfe und U-Bahnen in Frankreich zwischen 1 Uhr und 6 Uhr morgens die Lichtwerbungen ausschalten.

    Die Betreiber von Bahnhöfen, U-Bahn-Stationen und Flughäfen müssen sich ab Montag unter staatlicher Aufsicht verpflichten, bis Ende des Jahres die Lichtwerbung auszuschalten, wenn diese Orte für die Öffentlichkeit geschlossen sind, um diese Quelle des Energieverbrauchs zu reduzieren.

    In dem Bemühen, Energie zu sparen, schreibt ein Erlass der französischen Regierung vom Oktober vor, dass Lichtwerbung nachts zwischen 1 Uhr und 6 Uhr ausgeschaltet werden muss. Aber Flughäfen, Bahnhöfe und U-Bahn-Stationen, die auch Nachts betrieben werden können, bildeten eine Ausnahme.

    Um ihren Teil zu der von der Regierung geforderten „Energieeinsparung“ beizutragen, müssen nun auch die Betreiber dieser Infrastrukturen (insbesondere SNCF und Aéroports de Paris) und die Werbeagenturen (JC Decaux und Médiatransports) am Montagmorgen eine „Verpflichtungscharta“ unterzeichnen, wie aus den Ministerien für den Energiewandel und für Verkehr verlautete.

    In dem Dokument, das von der Nachrichtenagentur AFP eingesehen werden konnte, verpflichten sich die Unterzeichner, dafür zu sorgen, dass digitale Bildschirme und andere hintergrundbeleuchtete Plakate „während der Schließungszeiten für die Öffentlichkeit ausgeschaltet oder notfalls auf Standby geschaltet werden können“. Dazu müssen sie bis Ende des Jahres mit „Vorrichtungen, die eine Fernsteuerung ermöglichen“, ausgestattet werden, wie das Verkehrsministerium gegenüber der Nachrichtenagentur AFP erklärte.

    „Unsere Mitbürger würden es nicht verstehen, wenn die Lichtwerbung nicht mindestens zu den Schließungszeiten ausgeschaltet würde und wenn es hier keine Verpflichtung zur Sparsamkeit gäbe“, verlautete aus dem Ministerium. Beispielsweise verpflichtet sich die SNCF, den Stromverbrauch ihres Leuchtwerbeparks bis 2031 im Vergleich zu 2022 um 71% zu senken und die mit diesen Vorrichtungen verbundenen Kohlenstoffemissionen im selben Zeitraum um 45% zu reduzieren.

    Die nationale Agentur für Umwelt und Energie (Ademe) wies bereits im Jahr 2020 darauf hin, dass die 1.400 digitalen Pariser Werbebildschirme in der Metro und den Bahnhöfen „in einem Jahr so viel Strom verbrauchen wie 21 Schulen mit 10 Klassen“. Die jährlichen Treibhausgasemissionen dieser 1.400 Bildschirme seien „so hoch sind wie die Emissionen, die durch die Nutzung der Pariser Metro durch 20 Millionen Fahrgäste entstehen“.

  • Inflation: Das Ende des klassischen Kassenzettels wird erneut verschoben

    Inflation: Das Ende des klassischen Kassenzettels wird erneut verschoben

    Das ursprünglich für den 1. April geplante Ende der systematischen Ausgabe von Kassenbons wurde am Sonntag, dem 26. März, erneut verschoben. Ein neues Datum für den papierlosen Kassenzettel wird „Anfang der nächsten Woche“ von der Regierung bekannt gegeben werden.

    Das für den 1. April geplante Ende des systematischen Ausdrucks von Kassenzetteln wurde aufgrund der derzeitigen Inflation erneut verschoben. Die Regierung will Anfang der Woche ein neues Datum bekannt geben.

    „Es ist eine Verschiebung, das stellt die Berechtigung dieser vernünftigen Maßnahme, die auch umgesetzt werden wird, überhaupt nicht in Frage. Es ist nur so, dass wir pragmatisch sein und uns an den Kontext anpassen müssen“, teilte das Büro von Olivia Grégoire, der stellvertretenden Ministerin für den Handel, am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP mit, nachdem in der Presse über die Verschiebung berichtet worden war. „Wenn Sie eine Inflation von 15% in den Regalen haben und der Kassenbon für viele Franzosen ein Anhaltspunkt ist, schien es uns wichtig, diesen Anhaltspunkt zu erhalten“, bis „der Inflationshöhepunkt überschritten ist“, hieß es weiter.

    Das ursprünglich schon für den 1. Januar 2023 vorgesehene Ende des klassischen Kassenzettels  – außer auf ausdrücklichen Wunsch des Kunden – war bereits schon einmal aus den gleichen Gründen auf den 1. April verschoben worden. Die Abschaffung des Papier-Kassenzettels ist eine Folge des Gesetzes „Anti-Verschwendung und Kreislaufwirtschaft“, das 2020 verabschiedet wurde, und zielt darauf ab, die Abfallproduktion zu verringern. In Frankreich werden bisher jährlich fast 30 Milliarden Kassenbons ausgedruckt.

    Ein neues Datum soll „Anfang der Woche“ über ein Dekret im Amtsblatt bekannt gegeben, nachdem sich die Regierung zwischen den Daten 1. August und 1. September entschieden hat. Das Ministerium von Olivia Grégoire erklärte seinerseits, es sei „eher für das erste Datum“, also den August, „weil es den Menschen ermöglicht, sich daran zu gewöhnen, rechtzeitig vor größeren Einkäufe zum Zeitpunkt des Schulanfangs“. Angesichts der Preissteigerungen bei Lebensmitteln – insbesondere in großen Supermärkten – stößt diese im Namen der Ökologie ergriffene Maßnahme bei vielen Kunden noch immer auf Unverständnis. Viele Verbraucher konsultieren häufig direkt nach dem Einkauf ihren Kassenbon, um die Einzelheiten ihrer Einkäufe und deren Berechnung zu überprüfen.

    Umfragen haben festgestellt, dass über die Hälfte der Franzosen einen Bon in Papierform verlangen wollen.

  • Orléans: Regenwassersammler werden immer beliebter

    Orléans: Regenwassersammler werden immer beliebter

    Wasserknappheit wird zu einer großen Herausforderung und daher werden von den Gemeinden immer mehr Initiativen ins Leben gerufen, um die Bürger zu ermutigen, weniger Wasser zu verschwenden. In Orléans (Loiret) bietet die Metropole Unterstützung für die Anschaffung von Wassersammelgeräten an.

    „Das ist mein Regenwassersammler, den ich seit November 2022 habe“, freut sich Amélie auf dem Sender France 3. Hinter ihrem Haus fügt sich der Wassersammler nahtlos in die Umgebung ein. Er ist an die Dachrinnen angeschlossen und sammelt Regenwasser, das vom Dach kommt. 300 Liter können dort gespeichert werden, die sie zum Gießen ihrer Blumen und bald auch ihres Gemüsegartens verwenden kann, wenn die schönen Tage kommen. Über diese Anschaffung hat Amélie in letzter Zeit viel nachgedacht. Ihre Motivation ist vor allem ökologisch, sie will Wasser sparen.

    Eine weitere Aktion im Herbst
    Ressourcen zu sparen, war auch das Ziel von Amelies Nachbarn Patrick. Um Privatpersonen dazu zu bewegen, es Patrick und Amélie gleich zu tun hat die Metropole Orléans (Loiret) Ende 2022 eine Hilfskampagne gestartet. Den Einwohnern wurden 50 Euro in Form von Einkaufsgutscheinen angeboten. Der Erfolg stellte sich sofort ein. Die 1.000 verfügbaren Gutscheine wurden innerhalb einer Woche abgeholt, ein Zeichen dafür, dass die Botschaft gut ankommt. Rund zehn Geschäfte in der Umgebung von Orléans nehmen an der Aktion teil. Auch die zweite Kampagne lief sehr gut. Die 1.500 Gutscheine waren in weniger als 24 Stunden vergriffen. Eine dritte Runde ist bereits für kommenden Herbst geplant.

  • Departement Landes: Bessere Schutzmaßnahmen gegen Überschwemmungen

    Departement Landes: Bessere Schutzmaßnahmen gegen Überschwemmungen

    Wie kann man sich vor den Überschwemmungen schützen, die durch den Klimawandel öfters eintreten könnten? Im Departement Landes läuft ein Versuch mit dem Namen Mirapi. Ziel ist es, die am stärksten gefährdeten Häuser ausfindig zu machen und den Bewohnern zu helfen, sich besser zu schützen.

    Es sind Bilder, die sich ins Gedächtnis einbrennen. Im Dezember 2021 und Januar 2022 steht ein Teil des Departements Landes mit den Füßen im Wasser. Innerhalb nur eines Monats erlebte der Süden des Departements zwei außergewöhnliche Hochwasser, die große Schäden verursachten. In den letzten Jahren sind diese Hochwasser häufiger geworden, und die Bewohner sind meist ratlos. „Das Wasser stand 1,50 Meter hoch, bis zu den Fenstern. Ich wusste zwar, dass es hier überschwemmungsgefährdet ist, aber ich finde, dass es uns hier gut geht“, erzählt Marcel Tiempé, ein Anwohner am Fluss Doure, gegenüber France Télévisions.

    Dank des Hilfsprogramms Mirapi, das für „Besserer Wiederaufbau nach Überschwemmungen“ steht, kann dieser Bewohner sein Haus durch Arbeiten, die zu 80 % vom Staat finanziert werden, besser schützen und sich auf künftige Überschwemmungen besser vorbereiten, um deren Folgen zu begrenzen. „Die Überschwemmung wird immer da sein, wir können sie nicht verhindern, aber wir werden versuchen, dafür zu sorgen, dass die Menschen weniger gefährdet sind, wenn sie eintritt. Wir werden die Rettung erleichtern und dafür sorgen, dass die Menschen so schnell wie möglich in ihre Wohnungen zurückkehren können“, erklärt Étienne Capdevielle, Leiter der Abteilung für Flussrisiken bei der Institution Adour, die das Projekt leitet.

    Für Privatpersonen und öffentliche Gebäude
    Das seit einem Jahr vom Staat versuchsweise eingeführte Projekt beginnt mit einer Diagnose der Anfälligkeit. Ein Experte untersucht die Wände auf Risse und überprüft auch die Belüftung. Anschließend werden die Arbeiten durchgeführt, die zu 80% vom Staat finanziert werden. Auch die Schule in Peyrehorade konnte von diesen Schutzmaßnahmen profitieren. Das Gebäude wurde 2018 vollständig überflutet, wodurch ein Schaden in Höhe von 150.000 Euro entstand. Es wurden Schutzmaßnahmen empfohlen. „Wenn wir rechtzeitig vor einer potenziellen Überschwemmung gewarnt werden, können je nach Höhe Dammbalken aufgestellt werden, die jeweils mit wasserdichten Dichtungen versehen sind“, erläutert Jean-Marc Lescoute, der Präsident des Gemeindeverbands Pays d’Orthe et Arrigans. 250 Häuser sind heute für diese Maßnahme angemeldet. Insgesamt kommen 77 Gemeinden für Mirapi in Frage. Anmeldungen sind noch bis zum 31. Mai möglich.