Kategorie: Umwelt

  • Louis Vuitton Boutique von Umwelt-Aktivisten mit oranger Farbe beschmiert

    Louis Vuitton Boutique von Umwelt-Aktivisten mit oranger Farbe beschmiert

    Die Aktivisten fordern größere Investitionen in die thermische Sanierung von Gebäuden.

    Am Montagnachmittag, 2. Oktober in Paris, mitten in der „Fashion Week“, versammelten sich Neugierige und Modefans auf den Champs-Elysées vor dem Hauptsitz von LVMH und dem angrenzenden Geschäft kurz vor der geplanten Modenschau, als drei Umweltaktivisten der Gruppe Dernière Rénovation die Fassade mit einer besonders auffälligen orangefarbenen Farbe besprühten. 

    Die Polizei griff innerhalb von Sekunden ein und verhaftete die Aktivisten, die auf ihren T-Shirts eine Aufschrift in schwarzer Schrift trugen: „Ihr Egoismus tötet“. Eine illegale, aber legitime Aktion, wie Simon, einer der Aktivisten, meint und erklärt: „Die LVMH-Gruppe und insbesondere Kering sind Meister bei der Steuerflucht. Die Steuerflucht in Frankreich beläuft sich auf 15 Milliarden Euro pro Jahr, und unsere Forderung besteht darin, 12 Milliarden Euro pro Jahr in Projekte zur thermischen Gebäudesanierung zu stecken.“

    „LVMH hat Blut an den Händen“
    Diese Forderung sei alles andere als nur eine Anekdote. „Heute ist der Bausektor der drittgrößte Posten bei den Treibhausgasemissionen“, sagt der Aktivist.

    „Es gibt 5 Millionen ungenügend isolierte Unterkünfte in Frankreich, das betrifft ungefähr 12 Millionen Menschen und es gibt jedes Jahr 2.200 Todesfälle, die direkt auf schlechte Wohnbedingungen zurückzuführen sind.“ Das sagt Umwelt-Aktivist Simon gegenüber dem Sender Franceinfo.
    Bessere thermische Isolierung war Bestandteil des Maßnahmenkatalogs des Bürgerkonvents für das Klima und wurde von der Regierung bisher nur ungenügend angegangen, weshalb es zu der illegalen, aber für die Aktivisten von Dernière Rénovation legitimen Aktion kam. Eine Aktion, die nicht verhinderte, dass die Louis Vuitton-Modenschau stattfand – in einem Saal, der mit orangefarbenem Polyethylen ausgekleidet war…

    Draußen vor der Tür führte der Influencer Jeremstar eine weitere Protestaktion durch. Mit Kunstblut bedeckt, in einer Verkleidung als „gehäutete Schlange“, lief er über einen Laufsteg und rief: „Ihre Handtaschen und Accessoires lassen Tiere leiden. LVMH hat Blut an den Händen!“

  • Französisches Überseedepartement Guadeloupe wegen Sturm Philippe unter Warnstufe Rot

    Französisches Überseedepartement Guadeloupe wegen Sturm Philippe unter Warnstufe Rot

    Die Schulen in Guadeloupe, einem französischen Überseedepartement im südlichen Karibischen Meer, bleiben am Dienstag geschlossen und ein Krisenstab wurde eingerichtet.

    Guadeloupe wurde am Montagabend, dem 2. Oktober, wegen der Gefahr starker Regenfälle und Gewitter auf die Warnstufe Rot gesetzt, wie Météo-France in seinem neuesten Bericht mitteilte. Die Schulen in Guadeloupe werden laut Präfektur am Dienstag geschlossen bleiben. Die Präfektur teilte außerdem mit, dass ein Krisenstab eingerichtet worden sei.

    Der Sturm, der laut Météo-France in der Nacht und am Dienstagmorgen an der Küste des Überseedepartements vorbeiziehen wird, verursacht bereits seit etwa 1 Uhr MEZ (19 Uhr Ortszeit) sehr starke Regenfälle und lokale Überschwemmungen auf dem Archipel. Die „sintflutartigen Regenfälle setzen sich derzeit auf dem gesamten Archipel fort“, so die Meteorologen, die zu äußerster Vorsicht raten. Es wird mit einer Regenmenge von 200 bis 300 mm innerhalb von 24 Stunden gerechnet.

    Der Wind weht aus Süd-Südwest mit 40 bis 50 km/h, vor allem am Meer und auf den Höhen jedoch warnt die Météo France vor stärkeren Böen von bis zu 70 km/h, die mit starken Regenschauern auftreten können. Nach Angaben örtlicher behörden hat der Regen bereits einige Straßen zerstört, und es kam zu Erdrutschen und umgestürzten Bäumen.

    In den sozialen Netzwerken kursieren zahlreiche Videos, die verschiedene Orte in Guadeloupe, insbesondere im Süden von Basse-Terre, zeigen, die völlig überschwemmt sind. Die Bilder erinnern an den Sturm Fiona, der das Gebiet in der Nacht vom 15. auf den 16. September 2022 überschwemmt hatte und ein Todesopfer forderte.

  • Touloulse: Mann trifft mitten in der Nacht auf eine 1.50 m lange Python in seiner Wohnung

    Touloulse: Mann trifft mitten in der Nacht auf eine 1.50 m lange Python in seiner Wohnung

    Ein Mann aus Toulouse rief vergangene Nacht die Feuerwehr: Eine 1.50 m lange Python war durch das Fenster in seine Wohnung eingedrungen.

    Ein riesiger Schrecken für den Bewohner eines Wohnhauses in Toulouse. Mitten in der Nacht, gegen 3 Uhr morgens, entdeckte er eine Python in der Toilette seiner Wohnung. Verängstigt kontaktierte er gegen 3 Uhr morgens die Feuerwehr.

    Der Mann hatte in der Nacht ein Fenster seiner Wohnung offen gelassen und die Python nutzte diese Gelegenheit, um in die Wohnung am Boulevard des Platanes am Ufer der Garonne, einzudringen.

    Die Python-Schlange war 1,50 m lang. Sie konnte von den Spezialisten des Tierrisikoteams der Feuerwehr eingefangen werden und in einer Tierklinik abgegeben werden.

    In letzter Zeit häufen sich Vorfälle dieser Art im Süden Frankreichs.

  • Klima: Klage gegen TotalEnergies wegen fahrlässiger Tötung

    Klima: Klage gegen TotalEnergies wegen fahrlässiger Tötung

    Eine Klage gegen den französischen Total-Konzern wurde von mehreren Umweltorganisationen eingereicht, die den Ölkonzern der fahrlässigen Tötung beschuldigen.

    Eine Klimabombe – so bezeichnen die Gegner eines Projekts von TotalEnergies in Uganda das Vorhaben des französischen Ölmultis. Dort soll inmitten eines Wildreservats Öl gefördert werden, ebenso wie auch bei anderen Projekten des Ölkonzerns. Vier Verbände beschlossen nun, eine Klage gegen den Konzern einzureichen. „Total gehört zur Spitzengruppe derer, die hartnäckig auf der Zerstörung der Atmosphäre beharren“, erklärt William Bourdon, Anwalt der Verbände.

    Es ist das erste Mal, dass gegen Total eine Klage wegen fahrlässiger Tötung eingereicht wurde. Hintergrund sind die verheerenden Brände, das Schmelzen der Gletscher, aber auch die jüngsten Hitzewellen. Auf Anfrage erklärt TotalEnergies, dass es noch „keine Kenntnis von dieser Klage hat und nicht weiß, worauf sie abzielt“. Jedes neue fossile Projekt ist eine Bedrohung für das Klima, so die Klimaforscherin Yamina Saheb gegenüber Franceinfo.

  • Wetter in Frankreich: Regenschauer am Dienstag und Temperaturrückgang um 5 bis 10°C

    Wetter in Frankreich: Regenschauer am Dienstag und Temperaturrückgang um 5 bis 10°C

    Nach zwei sonnigen und außergewöhnlich warmen Tagen kündigt sich für Dienstag, den 3. Oktober, unbeständiges Wetter an. Die Regenschauer überqueren das Land und die Temperaturen gehen um 5°C bis 10°C zurück.

    Ab Dienstag, dem 3. Oktober, ändert sich das Wetter. Während mehr als 300 Wetterstationen am Sonntag und Montag für einen Anfang Oktober mit bis zu 35°C Temperaturrekorde verzeichneten wird der Himmel heute bedeckter und das Wetter insgesamt viel weniger warm werden.

    Ab Dienstagmorgen erstreckt sich ein Wolkenband vom Südwesten bis zur belgischen Grenze mit vielen Wolken aber nur relativ wenig Niederschlag.

    Im Laufe des Tages wird es wieder trocken mit einigen Aufhellungen von der Gironde bis zur Bretagne und den Hauts-de-France. Der Wind wird an den Küsten des Ärmelkanals spürbar bleiben. Von der Hauts-de-France bis zum Grand Est kann der Wind sogar Böen bis zu 70 km/h erreichen. In der Landesmitte wird es einige Tropfen geben. Am Abend kann es zwischen Savoyen und dem Elsass zu starken Niederschlägen kommen.

    Die Höchsttemperaturen gehen mit 18 bis 22°C in einem großen nordwestlichen Viertel deutlich zurück; 21 bis 27°C in anderen Gebieten; bis zu 28 bis 31°C in der Provence.

    Ab Mittwoch werden nach Auflösung der Wolkenfelder wieder schöne Aufhellungen zu sehen sein. Ab Donnerstag wird in ganz Frankreich die Sonne scheinen. Eine neue und für den Monat Oktober ungewöhnliche Wärmeperiode ist ab Sonntag bis Dienstag nächster Woche angekündigt. Die Temperaturen können auch dann wieder um 5°C bis 8°C über den normalen Werten der Saison liegen.

  • Vogelgrippe: Frankreich will ab diesem Montag 64 Millionen Enten impfen

    Vogelgrippe: Frankreich will ab diesem Montag 64 Millionen Enten impfen

    Angesichts der Vogelgrippe, die in den letzten Monaten Dutzende Millionen Enten getötet hat, beginnt Frankreich am Montag, dem 2. Oktober, mit einer groß angelegten Impfkampagne für das Federvieh. Die vorbeugende Impfung von Enten wird in Betrieben mit mehr als 250 Tieren zur Pflicht.

    Als einziges Land in Europa beginnt Frankreich am Montag mit der Impfung von Entenküken gegen die Vogelgrippe, in der Hoffnung, eine neue Welle dieser für die Vögel tödlichen Viruserkrankung zu verhindern, die in den letzten Jahren zur Einschläferung von Dutzenden Millionen Tieren geführt hat. Die Tierärzte haben bereits Impfstoffe in ihren Praxen erhalten und können ab Montag impfen. Die Hoffnung isrt, dass die Impfung es ermöglicht, große Ansteckungswellen in den Zuchtbetrieben zu vermeiden.

    Angesichts der wiederholten Krisen durch die Vogelgrippe, die gemeinhin als aviäre Influenza bezeichnet wird, hat Frankreich beschlossen, ab dem 1. Oktober die Schutzimpfung in Betrieben mit mehr als 250 Enten zur Pflicht zu machen. Die Enten wurden gezielt ausgewählt, da sie besonders anfällig für das Virus sind. Sie scheiden das Virus in die Umwelt aus, noch bevor sie Symptome zeigen, was eine Ausbreitung begünstigt.

    Die Vogelgrippe, die in Amerika, Europa, Afrika und Asien weit verbreitet ist, hat Frankreich von 2015 bis 2017 und dann seit Ende 2020 heftig betroffen. Das Virus, das früher im Gefolge von Zugvögeln eintraf, ist in Europa endemisch geworden, dezimiert Seevogelkolonien und beeinträchtigt die lokale Produktion von Eiern und Geflügelfleisch. Auch Säugetiere können infiziert werden. In Finnland wurden Fälle auf 26 Pelztierfarmen festgestellt, wie die europäische Gesundheitsbehörde Efsa am Donnerstag berichtete. Südafrika, einer der größten Geflügelproduzenten auf dem afrikanischen Kontinent, wird derzeit vom schwersten Vogelgrippeausbruch in seiner Geschichte heimgesucht und befürchtet, dass nun die Hühner und Eier ausgehen werden.

    Seit Juli gab es keine Ausbrüche in französischen Geflügelfarmen mehr. Wenn ein Fall bekannt wird, wird das Geflügel vollständig geschlachtet, auch in nahegelegenen Betrieben werden vorbeugende Euthanasiemaßnahmen durchgeführt, die Produktion wird nachhaltig gestört und die wirtschaftlichen Verluste häufen sich. Diesen Kreislauf hofft die Regierung mit dem Impfstoff jetzt zu durchbrechen. Züchterverbände schätzen die Zahl der Enten, die bis zum Sommer 2024 geimpft werden müssen, auf etwa 60 Millionen, wobei zwei Dosen pro Tier verabreicht werden sollen. Achtzig Millionen Dosen wurden bisher beim Hersteller Boehringer Ingelheim bestellt. Die erste Dosis wird zehn Tage alten Entenküken injiziert. Die ersten geimpften Enten werden im Dezember voll immunisiert sein, wobei zu hoffen ist, dass die Seuche nicht schon vorher zuschlägt.

    Züchter kritisieren, man hätte schon im Juni impfen müssen, um einen maximalen Schutz zu erreichen.

    Grundsätzlich wird die Impfung einen enormen Vorteil haben, erklärt Marie-Pierre Pé, Direktorin des Branchenverbands für Stopfleber Cifog: Wenn ein Ausbruch der Vogelgrippe entdeckt wird, müssen geimpfte Entenfarmen in der Nähe nicht mehr geräumt werden, d. h. die gesunden Tiere werden nicht mehr eingeschläfert.

    Die französischen Geflügelfachleute hoffen auf eine positive Reaktion der Exportmärkte, die einem Land, das impft, oft misstrauisch gegenüberstehen, weil das Virus auf niedrigem Niveau weiter zirkulieren könnte. Ein Beamter des japanischen Landwirtschaftsministeriums sagte jedenfalls schon, Tokio werde die Einfuhr von französischen Geflügelprodukten aussetzen, wenn die Impfung beginnt.

  • Frankreich: Elektroautos setzen sich bisher nicht gegen Autos mit Verbrennungsmotor durch

    Frankreich: Elektroautos setzen sich bisher nicht gegen Autos mit Verbrennungsmotor durch

    Elektrofahrzeuge sind in den Augen der Franzosen weniger autonom und auf dem Gebrauchtwagenmarkt weniger verfügbar, weshalb sie sich in Frankreich nur schwer durchsetzen können. Im Gegensatz dazu sind Dieselfahrzeuge weiterhin sehr beliebt.

    Auto mit Verbrennungsmotor oder Elektroauto? Mit 61 Jahren zögert Pierre nicht. Er ist schon immer Dieselautos gefahren und steht zu dieser Entscheidung. „Ich habe einen Diesel-SUV gekauft. Der Vorteil ist, dass ich, wenn ich voll tanke, 1.000 Kilometer damit fahre“, sagt er gegenüber dem Sender Franceinfo. Aber der Preis für Diesel an der Tankstelle steigt. Das ist jedoch für ihn kein Problem, da er der Meinung ist, dass sein Auto wenig verbraucht. Ahmed hingegen hoffte, in seinem elektrischen Nutzfahrzeug, das er für seine Baufirma gekauft hatte, das ideale Modell zu finden.

    Nur 1,6 % der Gebrauchtwagen sind Elektrofahrzeuge
    Heute möchte Ahmed das Fahrzeug jedoch schon drei Monate nach dem Kauf wieder loswerden. Er entscheidet sich für ein ähnliches Modell, allerdings mit Dieselmotor, da die Reichweite viel besser ist als mit Elektroantrieb. Bei vielen Gebrauchtwagenhändlern werden nur Modelle mit Verbrennungsmotor angeboten. Sie haben einfach keine Elektrofahrzeuge zu verkaufen. Auf dem französischen Automobilmarkt sind zur Zeit Gebrauchtwagen sehr gefragt. Gebrauchte machen mehr als drei von vier Fahrzeugen aus, die in Frankreich verkauft werden. Mehr als die Hälfte von ihnen fährt mit Diesel und nur 1,6 % mit Elektroantrieb.

  • Frankreich: Wie lange soll die außergewöhnliche Hitzewelle im Oktober dauern?

    Frankreich: Wie lange soll die außergewöhnliche Hitzewelle im Oktober dauern?

    Hitzerekorde purzeln täglich. Die erneute Hitzewelle, die Frankreich seit einigen Tagen heimsucht, könnte mindestens noch bis nächste Woche anhalten.

    Wettervorhersagen sind nie wirklich zuverlässig, vor allem, wenn man die Trends für ein oder zwei Wochen betrachtet. Darauf weist auch Météo France hin, eine Fortsetzung der aktuellen Hitzewelle wird aber als sehr wahrscheinlich angenommen.

    Laut der Météo France dürfte die aktuelle Hitzeperiode ihren Höhepunkt zu Beginn dieser Woche erreichen, mit erwarteten Temperaturen, die in einem breiten Streifen des Landes vom Baskenland bis zum Elsass um sagenhafte 10 bis 11 °C über den jahreszeitlichen Normalwerten liegen. Im mittleren Westen Frankreichs sind es sogar 12 bis 14 °C.

    „Ein weiteres sommerliches Wochenende ist wahrscheinlich“.
    Am Dienstag könnte ein Regenband über das Land fegen und die Hitze vertreiben, so Météo France. Es wird jedoch erwartet, dass danach die Hochdruckwetterlage für den Rest der Woche zurückkehrt. Das Wetter wird als „sehr mild, oft sonnig, vor einem neuen, wahrscheinlich sommerlichen Wochenende“ beschrieben.

    „Nach einem für die Jahreszeit noch sehr warmen Beginn der nächsten Woche dürften die Temperaturen dann allmählich einige Grad fallen, aber immer noch deutlich über den jahreszeitlichen Normalwerten liegen“, sagt der Wetterdienst voraus. Im Westen des Landes könnte es schwül werden.

    „Diese Hitzeepisode führt uns zu Extremen, die in der Klimatologie des 20. Jahrhunderts undenkbar waren“, betont Météo France.

  • Heißer Oktober: Rekordwerte am Sonntag in der Haute-Garonne – vor allem in Toulouse und Umgebung

    Heißer Oktober: Rekordwerte am Sonntag in der Haute-Garonne – vor allem in Toulouse und Umgebung

    Dieser erste Tag im Oktober wurde bereits als sehr heiß angekündigt, vor allem im Südwesten. Die ersten Messungen um 14 Uhr bestätigten die Vorhersagen, wobei mehrere Hitzerekorde aufgestellt wurden.

    Die Haute-Garonne ist überhitzt, und sie ist bei weitem nicht die einzige Region. Während die um 17 Uhr am Sonntag, dem 1. Oktober, gemessenen Temperaturen sicherlich noch steigen werden, haben bereits die um 14 Uhr gemessenen Temperaturen mehr als 100 Hitzerekorde an verschiedenen Wetterstationen im ganzen Land, vor allem im Südwesten, aufgestellt.

    Das berichten jedenfalls mehrere Meteorologen in den sozialen Netzwerken, wie zum Beispiel François Jobard, der darauf hinweist, dass die Stadt Aurillac ihren bisherigen Hitzerekord für einen Oktober heute um mehr als 4 °C übertroffen hat.

    Auch an anderen Wetterstationen purzelten die bisherigen Rekorde, allen voran in Revel, wo um 14 Uhr 30,6°C gemessen wurden, oder in Toulouse-Blagnac mit 30,9°C. Mehrere Departements waren betroffen, wie die Gironde (Cazaux, 31,7°C) oder die Bouches-du-Rhône (30,5°C in Aix-en-Provence).

    Laut François Jobard, Meteorologe bei Météo France, brach die Station Mont Aigoual im Departement Gard ihren bisherigen Rekord bei den nächtlichen temperaturen. In der Nacht von Samstag auf Sonntag sank das Quecksilber nicht unter 14,6 °C. Der Mont Aigoual brach später am Tag logischerweise auch seinen Rekord bei den Höchsttemperaturen.

    Bis Ende des Tages könnte die Zahl der Wetterstationen mit neuen Hitzerekorden für einen Oktober noch viel größer werden. Um 15 Uhr waren bereits über 300 Stationen betroffen.

  • Rouen: Zwei unbewohnte Gebäude stürzen nach Großbrand ein

    Rouen: Zwei unbewohnte Gebäude stürzen nach Großbrand ein

    Das Feuer, dessen Ursache noch unbekannt ist, forderte nach Angaben der Stadtverwaltung keine Opfer. Die Gebäude, die aus den 1970er Jahren stammen, standen bereits seit 2018 leer.

    Ein Feuer hat am Samstagabend, dem 30. September, zwei leerstehende Gebäude in Rouen (Departement Seine-Maritime) zerstört. Die Gebäude stürzten ein, wie die Feuerwehr und die Stadtverwaltung in der Nacht mitteilten. Über der Stadt Rouen stiegen große Rauchfahnen auf. Das Feuer brach gegen 18 Uhr in einem stillgelegten achtstöckigen Gebäude aus und griff anschließend auf ein zweites stillgelegtes Gebäude über. Beide Gebäude stürzten ein, erklärte die Stadtverwaltung in einer Mitteilung, die in der Nacht von Samstag auf Sonntag verbreitet wurde.

    „Das Feuer scheint nun eingedämmt und die Gefahr einer Ausbreitung gebannt zu sein“, hieß es weiter. Das Feuer, dessen Ursprung noch unbekannt ist, forderte keine Opfer, so die Stadtverwaltung. Rund 130 Feuerwehrleute waren im Einsatz. „Diese Gebäude bestehen aus Stahl und Glas. In dem Feuer wurde der Stahl weich“, wird Thomy Chauvel, Kommandant der Feuerwehr, von der Tageszeitung Paris-Normandie zitiert.

    Die Gebäude aus Glas und Stahl, die aus den 1970er Jahren stammten und seit 2018 leer standen, enthielten Asbest. „Was die Toxizität der Rauchgase betrifft, so wurden während der gesamten Operation Messungen durch den Brand- und Rettungsdienst des Departements (SDIS) durchgeführt“, so die Stadtverwaltung. „Es wurde kein Grenzwert erreicht oder überschritten“. Weitere Analysen und Probenahmen werden ab Sonntag durchgeführt. Die Ergebnisse sollen innerhalb von 48 bis 72 Stunden vorliegen. Die Vor- und Grundschulen in der Nähe des Brandortes werden aus „Vorsorgegründen“ bis auf weiteres geschlossen bleiben.