Kategorie: Tourismus

  • Wo man im Südwesten Gold finden kann

    Wo man im Südwesten Gold finden kann

    Frankreich ist reich an Gegenden, die sich für die Suche nach Gold eignen. Vor allem die Region Okzitanien ist mit ihren zahlreichen Flüssen ein geeigneter Ort, um den so begehrten Flitter und Glitter zu entdecken.

    Ist es möglich, in Frankreich Gold zu finden? Journalisten von Futura-sciences erklären jetzt, dass es wirklich so ist. Die Flüsse sind die besten Orte, um Gold zu finden, und im Südwesten gibt es viele Flüsse, die sich für Goldfunde eignen. Gold kann in kleinen Partikeln in einigen Flüssen im Zentralmassiv, im Jura, in der Bretagne und in Okzitanien gefunden werden.

    Futura-sciences berichtet, dass das Armorikanische Massiv „mit seinen sehr alten geologischen Formationen und dem Vorhandensein von Vulkangestein“ die Region in Frankreich ist, in der Abenteurer am ehesten Gold finden könnten. Da es jedoch in eingeschlossener Form (in Felsen) vorkommt, ist es recht schwierig, es zu entdecken und abzubauen.

    Die Departements, in denen es am einfachsten ist, Gold in Flüssen zu finden, sind die Ardèche, der Hérault und der Gard. Die Flüsse in diesen drei Departements erodieren das Cevennenmassiv, das reich an Lagerstätten ist, was das Auffinden von Goldflitter erleichtert. Schließlich ist laut Futura-sciences auch das Zentrum der Pyrenäen eine bevorzugte Region für Goldsucher, da man dort in fast allen Flüssen Gold finden kann.

  • Feuer: Rauchverbot im Auto im südfranzösischen Langlade

    Feuer: Rauchverbot im Auto im südfranzösischen Langlade

    Seit Beginn des Jahres sind in Südfrankreich bereits fast 340 Brände ausgebrochen. In Langlade, einem von Pinienwäldern umgebenen Dorf im Departement Gard, erließ der Bürgermeister jetzt eine Verordnung, die das Rauchen im Auto verbietet. Damit soll verhindert werden, dass durch weggeworfene Zigaretten am Straßenrand Feuer verursacht werden. Gelbe Flächen und verdorrte Pflanzen: Zwei potenzielle Brandherde, die den Bürgermeister von Langlade im Departement Gard dazu veranlassten, eine Verordnung zu erlassen, die das Rauchen im Auto verbietet. Ziel: Vermeidung des achtlosen Wegwerfens von Zigarettenstummeln, die zum Ausbruch eines Feuers führen könnten. Wer erwischt wird, muss mit einem Bußgeld von 15 Euro rechnen. Die Maßnahme wird von den Einwohnern recht positiv aufgenommen. „Es ist eine viel bewaldete gegend, also finde ich es sehr gut“, sagt ein Mann gegenüber dem Sender France 3. Der bis zum 31. Juli gültige Erlass sieht auch ein Rauchverbot rund um mehrere Sportanlagen vor, die s…

    [wtr-time]

    Der weitere Text ist unseren Abonnenten vorbehalten.


    Warum ein Abo? Weil guter Journalismus seinen Preis hat.

    Information mag frei zugänglich sein – aber Journalismus ist kein Selbstläufer. Recherchen, Interviews, Faktenchecks und Einordnungen erfordern Zeit, Expertise und Verantwortung.

    Wer unabhängige, fundierte Berichterstattung will, muss sie ermöglichen. Werbefinanzierung allein reicht nicht – sonst entscheiden Klickzahlen über Inhalte.

    Ein Abonnement ist kein Eintrittsgeld, sondern ein Bekenntnis: zur Qualität, zur Unabhängigkeit und zu einer informierten Öffentlichkeit.

    Information ist frei. Journalismus kostet. Und genau deshalb lohnt sich ein Abo.


    Abo-Light – das Monatsabonnement zum schlanken Preis

    Alle Artikel für 0,50 € pro Woche. Das Abo wird monatlich mit 2 € abgerechnet und ist monatlich kündbar.

    Monatsabonnement buchen…


    Premium-Abo – das Jahresabonnement mit wertvollen Add-Ons

    Alle Artikel für 0,38 € pro Woche. Das Abo wird jährlich mit 20 € abgerechnet und ist jährlich kündbar.

    Das Premium-Jahres-Abo bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    Jahresabonnement buchen…


    Lebenslang – das Premium-Abo für immer

    Für eine einmalige Zahlung für nur 36 €. Unbegrenzter Zugriff – ein Leben lang.

    Das Premium-Abo-Lebenslang bietet unbegrenzten Zugriff auf unseren individuellen Reiseplaner.

    Und regelmässig wechselnde ausgewählte E-Books zum kostenlosen Download.


    „Abo-Lebenslang“ buchen…


     

     

  • Gard: Ein Stier dringt in ein Haus ein und verletzt den 87-jährigen Bewohner schwer

    Gard: Ein Stier dringt in ein Haus ein und verletzt den 87-jährigen Bewohner schwer

    Am Freitag, dem 1. Juli, drang in Moulézan (Gard) ein Stier während eines traditionellen Stiertreibens in ein Wohnhaus ein. Er verletzte den 87-jährigen Bewohner des Hauses, der jetzt im Krankenhaus von Nîmes auf der Intensivstation liegt. Wie die Zeitung Midi Libre berichtet, ist ein Stier während des traditionellen Stierlaufs am Freitag, dem 1. Juli, in Moulézan im Departement Gard ausgebrochen. Das Tier kletterte die Treppe eines Hauses im Dorf hinauf und traf dabei die Bewohner und Zuschauer, die sich dort befanden, um das Rennen der Camargue-Stiere in der Strasse zu verfolgen. Die Zuschauer kamen wie durch ein Wunder nur leicht verletzt und mit dem Schrecken davon, fast alle erlitten nur kleine Prellungen und Kratzer. Der Stier drang jedoch weiter in das Innere des Gebäudes, in dem sich ein Ehepaar in den Achtzigern aufhielt, vor. Nachdem er das Haus von einer Seite zur anderen durchquert hatte, traf er auf den 87-jährigen Besitzer des Hauses. Dieser wurde von dem wütenden Stier schwer verletzt und liegt derzeit im CHU in Nîmes auf der Intensivstation.
  • Wie man auch diesen Sommer bei Zug- und Flugtickets sparen kann

    Wie man auch diesen Sommer bei Zug- und Flugtickets sparen kann

    Mit den Sommerferien steigen auch die Preise für Zug- und Flugreisen. Hier einige Tipps, um die besten Preise zu finden.

    Egal, ob Sie sich für den Zug oder das Flugzeug für Ihren Sommerurlaub entscheiden, die Preise könnten sehr hoch sein. Hier sind einige Tipps, wie man trotzdem Geld sparen kann.

    Flexibilität bei den Daten
    Flexible Buchungsdaten zu haben, ist nicht immer möglich, kann aber ein Vorteil sein, um die günstigsten Angebote zu finden. Vermeiden Sie etwa Abreisen am Freitagabend, am Samstag und Rückreisen am Sonntagabend.

    Vorteilskarten
    Speziell bei Zugreisen sollten Sie einen Blick auf die Vorteilskarten der SNCF (Jugendliche, Erwachsene, Senioren) werfen, die den Preis für die zweite Klasse im TGV deutlich ermässigen. Und: Wenn Sie sich etwas mehr Zeit für die Reise nehmen können, denken Sie an den TER mit seinen Festpreisen, ohne die bestehenden regionalen Ermäßigungskarten zu vergessen. Wenn man den teureren TGV meiden möchte, gibt es auch das wesentlich günstigere Angebot „Ouigo train classique“.

    Stellen Sie Preisvergleiche an
    Was das Flugzeug betrifft, sollte man unbedingt Online-Vergleichsportale (Google Flight, Kayak…) nutzen, auf denen man die Preise über mehrere Tage hinweg durchblättern kann. Einige Websites sind auch auf Preisfehler und Sonderangebote der Airlines spezialisiert, wie z. B. VoyagesPirates oder SecretFlying.

    Flexibilität bei den Flughäfen
    Den Flughafen zu wechseln kann eine Menge Geld sparen. Dies kann insbesondere dann von Vorteil sein, wenn man zwischen Flughäfen auf beiden Seiten einer Grenze nutzen kann, da jedes Land seine eigenen Gebühren hat. Achten Sie auch auf Flughäfen, von denen bekannte Billigflieger abfliegen. Und wenn Sie nicht unter Zeitdruck stehen, kann es die Preise auch senken, wenn Sie einen Zwischenstopp in Kauf nehmen.

    Vermeiden Sie Optionen
    Ein weiterer Trick, um die Ausgaben zu optimieren, ist, Tickets mit möglichst wenigen Optionen zu buchen, z. B. ein Ticket ohne Aufgabegepäck. Vorausgesetzt, Sie wissen, wie man mit leichtem Gepäck reist!

  • Streik an diesem Mittwoch bei der SNCF: Was Reisende heute erwartet

    Streik an diesem Mittwoch bei der SNCF: Was Reisende heute erwartet

    Für diesen Mittwoch wurde bei der SNCF ein Streik angekündigt. Mehrere Gewerkschaften fordern eine allgemeine Lohnerhöhung. Die Streikbewegung wird Züge regional und überregional beeinflussen.

    Am Vorabend des offiziellen Beginns der Schulferien wird bei der SNCF gestreikt. der Streik begann schon am Dienstag, dem 5. Juli, um 19:00 Uhr und soll bis Donnerstag, 7. Juli, um 8:00 Uhr dauern. Die Streikbewegung betrifft das gesamte Netz: TGV, Fernzüge, TER und RER.

    Die Gewerkschaften riefen zum Streik auf, um Lohnerhöhungen angesichts der galoppierenden Inflation zu fordern. Die Gewerkschaften schließen eine Verlängerung des Streiks, sollten die Gespräche mit dem Management scheitern, nicht aus.

    TGV und Ouigo
    Die SNCF kündigt den Verkehr von 3 von 4 TGV Inoui auf der Nord- und Atlantikachse, 3 von 5 TGV Inoui auf der Ostachse und 4 von 5 TGV Inoui auf der Südostachse an. 2 von 3 Ouigo sollten in Betrieb sein.

    Intercity-Züge
    1 von 3 Zügen ist im Intercités-Zugnetz geplant. Auf den Strecken Nantes-Lyon, Nantes-Bordeaux und Toulouse-Hendaye wird heute kein Intercity-Zug erwartet. Auch die Intercity-Nachtzüge sind fast vollständig annulliert.

    TER im Südwesten
    Die SNCF kündigt an, dass das TER-Netz im Südwesten „sehr gestört“ sein wird. Die Liste der fahrenden Züge kann hier eingesehen werden. Die SNCF Nouvelle-Aquitaine will den Verkehr von 2 von 5 Zügen (inklusive Busse) aufrecht erhalten.

    RER
    RER A fährt normal. Auf der RER B verkehren heute 3 von 4 Zügen für den südlichen Teil und 1 von 2 Zügen für den nördlichen Teil. Die Verbindung zum Gare du Nord wird aufrechterhalten. RER C wird mit 1 von 2 Zügen bedient werden. Auf den Linien RER D und RER E wird nur 1 von 3 Zügen fahren.

  • Streik: Verkehr am Mittwoch auf den TER-, TGV- und Ouigo-Linien der SNCF gestört

    Streik: Verkehr am Mittwoch auf den TER-, TGV- und Ouigo-Linien der SNCF gestört

    Die vier grössten Gewerkschaften der SNCF – CGT, Unsa, SUD-Rail und CFDT – haben zu einem Streik aufgerufen, um angesichts der in die Höhe schießenden Inflation Lohnerhöhungen durchzusetzen. Rund ein Viertel der TGV-Züge sollen ausfallen.

    Der TER-Verkehr wird am Mittwoch, dem 6. Juli, durch einen Streik stark beeinträchtigt werden. Etwa ein Viertel der TGV-Züge wird auch ausfallen. Und das am Vorabend der Sommerferien, wie SNCF Voyageurs mitteilte.

    Nur 2 von 5 TER sollen verkehren: Die Details für jede Region sollen noch präzisiert werden. Bei den TGVs sollen 3 von 5 Zügen auf der Ostachse, 3 von 4 Zügen auf der Nord- und Atlantikachse und 4 von 5 Zügen auf der Südostachse verkehren. 2 von 3 Ouigo-Zügen sollen aufrechterhalten werden, während der internationale Verkehr (Eurostar, Thalys, Lyria) laut SNCF Voyageurs „fast normal“ laufen soll.

    Kein Verkehr auf der Strecke Toulouse-Hendaye.
    Der Nahverkehr in der Ile-de-France dürfte ebenfalls stark beeinträchtigt sein, nur jeder zweite Zug auf den RER-Linien B, C, D und E sowie auf den Transilien-Linien J, L, N, R und U wird verkehren. Viele Intercités dürften ausfallen, im Durchschnitt einer von drei Zügen, und auf den Strecken Nantes-Bordeaux, Nantes-Lyon oder Toulouse-Hendaye wird überhaupt kein Zugverkehr stattfinden. Alle Nachtzüge fallen am Mittwochabend aus, mit Ausnahme des Nachtzugs von Paris nach Nizza.

  • Abgebrochener Gletscher in den italienischen Alpen: Rom macht die globale Erwärmung verantwortlich

    Abgebrochener Gletscher in den italienischen Alpen: Rom macht die globale Erwärmung verantwortlich

    Der Abbruch eines Gletschers in den italienischen Alpen, bei dem mindestens sieben Menschen getötet und acht verletzt wurden, steht laut dem italienischen Premierminister Mario Draghi in Zusammenhang mit der globalen Erwärmung.

    Der Einsturz eines Teils des Marmolada-Gletschers, des größten Gletschers in den italienischen Alpen, ist definitiv auf die globale Erwärmung zurückzuführen. Dies bestätigte der italienische Premierminister Mario Draghi am Montag, dem 4. Juli, einen Tag nach der Katastrophe, die mindestens sieben Tote und acht Verletzte gefordert hat. Vierzehn Personen wurden von ihren Angehörigen als vermisst gemeldet, doch ob sie sich zum Zeitpunkt des Gletscherabbruchs wirklich vor Ort befanden, ist nicht bestätigt.

    Temperaturrekord auf dem Gipfel
    Die Katastrophe, die sich einen Tag nach einem Temperaturrekord von 10°C auf dem Gipfel des Gletschers inmitten einer Hitzewelle auf der italienischen Halbinsel ereignete, sei „zweifellos“ mit der „Verschlechterung der Umwelt und der Klimasituation“ verbunden, sagte Mario Draghi, der den Familien der Opfer seine „Unterstützung“ aussprach. Die Rettungskräfte setzten Drohnen mit Wärmebildkameras ein, in der Hoffnung, mögliche Überlebende in den Eis- und Geröllmassen zu lokalisieren, wie der Bürgermeister der Ortschaft Canazei, Giovanni Bernard, der Nachrichtenagentur AFP sagte. Nur drei der sieben Opfer konnten bisher identifiziert werden, ihre Nationalität wurde von den Behörden nicht bekannt gegeben.

    Beschleunigtes Abschmelzen
    Der Gletscher brach in der Nähe des Ortes Punta Rocca ein, entlang der Wanderroute, die zum Gipfel führt. Die Tragödie „ist die Folge der aktuellen Wetterbedingungen, d. h. einer frühen Hitzeperiode, die mit der Problematik der globalen Erwärmung zusammenhängt“, erklärte Professor Massimo Frezzotti von der naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität Roma Tre gegenüber der Agentur AFP. „Die Schmelze hat sich in den Alpen beschleunigt. Wir hatten einen extrem trockenen Winter mit einem Niederschlagsdefizit von 40 bis 50 Prozent. Die aktuellen Bedingungen des Gletschers entsprechen Mitte August, nicht Anfang Juli“, so der Forscher.

    „Es ist das erste Mal, dass ich so etwas sehe“
    „Aufgrund dieser sehr hohen Temperaturen hat sich eine Wasseransammlung unter dem Gletscher gebildet, die schlussendlich auch den Einsturz verursacht hat“, sagte der 56-jährige Paolo Talmon, Besitzer des Marmolada-Gletschergasthauses, gegenüber der Agentur AFP. „Ich lebe seit 50 Jahren hier und es ist das erste Mal, dass ich so etwas gesehen habe“.

  • Alaska: Spektakuläre Kollision eines Kreuzfahrtschiffes mit einem Eisberg (Bericht France 2)

    Alaska: Spektakuläre Kollision eines Kreuzfahrtschiffes mit einem Eisberg (Bericht France 2)

    Ein lautes Knirschen, ein Beben und Passagiere, die feststellen, dass ihr Kreuzfahrtschiff gerade einen Eisberg gerammt hat. Das ereignete sich in der Nähe eines Gletschers in Alaska (USA). Glücklicherweise sind die Schiffsrümpfe seit der Titanic viel stabiler geworden.

    Über die Reling des Kreuzfahrtschiffes gebeugt, trauen die Passagiere ihren Augen nicht: Das Schiff hat gerade einen Eisberg gerammt. Der Eisblock ragt nur einen Meter aus der Wasseroberfläche heraus, aber als er sich umdreht, sieht man die beeindruckende Grösse der Eismasse. Das Kreuzfahrtschiff mit 2.000 Passagieren an Bord war auf dem Weg nach Alaska (USA), als es den Eisberg rammte.

    Eisberge werden heutzutage mit Radarflugzeugen und per Satellit überwacht.

    Die Passagiere spürten einen Ruck und hörten ein lautes Geräusch. „Ich war überrascht, wie groß der Eisberg war. Zuerst sah er klein aus, aber dann wurde er immer größer, als er sich drehte“, sagte Benjamin Talbott, Passagier der Norwegian Sun. Kollisionen mit Eisbergen sind allerdings heute recht selten: nicht mehr als zwei pro Jahr werden gemeldet. Eisberge werden mit Radarflugzeugen und Satelliten überwacht. Eine internationale Patrouille ist damit beauftragt, sie zu orten und die Informationen an die Schiffe weiterzuleiten. Wenn es zu einer Kollision kommt, sind die Schäden jedoch oft schwerwiegend. Das Kreuzfahrtschiff musste zur Reparatur nach Seattle (USA) zurückkehren.

    Zum Zeitpunkt der Kollision herrschte sehr schlechte Sicht wegen Nebels.

  • Streik am Flughafen Roissy-CDG: Hunderte von Ferienflügen könnten ausfallen

    Streik am Flughafen Roissy-CDG: Hunderte von Ferienflügen könnten ausfallen

    Gestrichene Flüge, andauernde Streiks, Personalmangel… Am Pariser Flughafen Roissy-Charles-de-Gaulle wurde am Samstag aufgrund eines Streiks der Feuerwehr und der Angestellten der ADP-Gruppe jeder fünfte Flug annulliert. Der Streik könnte am kommenden Wochenende fortgesetzt werden, wodurch zahlreiche Urlaubsreisen gefährdet würden.

    Der Flughafen Roissy-Charles-de-Gaulle (CDG) ist mit einer großen Streikbewegung konfrontiert, die die Fluggesellschaften dazu zwingt, zahlreiche Flüge zu streichen. Dutzende von Flügen wurden bereits seit Samstagmorgen am Flughafen CDG präventiv gestrichen. Grund dafür war ein Arbeitskonflikt, bei dem es um die Löhne und Arbeitsbedingungen der ADP-Beschäftigten ging.

    Alles begann am Donnerstag, als die Feuerwehrleute am Flughafen Roissy-CDG streikten, um gegen ihre Bezahlung zu protestieren. Am Freitag schlossen sich ihnen andere Beschäftigte des ADP-Konzerns und Subunternehmen im Rahmen einer gewerkschafts- und berufsübergreifenden Bewegung an, deren Streik das ganze Wochenende über läuft. Die Generaldirektion für Zivilluftfahrt (DGAC) sah sich daher gezwungen, mehrere Start- und Landebahnen wegen Personalmangels zu schließen. Die Fluggesellschaften wurden angewiesen, 17% der Flüge, die in Roissy Charles-de-Gaulle ankommen oder von dort abfliegen, präventiv zu streichen. Am Freitag hatten die streikenden Angestellten sogar einen Demonstrationszug zwischen den verschiedenen Terminals des Flughafens CDG organisiert.

    Obwohl eine Lösung der Krise bereits in Sicht war, blieben die Verhandlungen am Freitag letztlich erfolglos. Sie drehten sich um die Gehälter innerhalb der mehrheitlich vom Staat kontrollierten ADP-Gruppe. Laut Daniel Bertone, Generalsekretär der CGT der ADP-Gruppe, forderten die Beschäftigten 6% mehr Lohn rückwirkend zum 1. Januar, um die Inflation auszugleichen. Die Geschäftsleitung hat 4% ab 1. Juli angeboten.

    Die Fluggesellschaften waren gezwungen, einen von fünf Flügen zu streichen. Air France kündigte die Streichung von rund 10% ihrer Kurz- und Mittelstreckenflüge an. Die Langstreckenflüge werden nicht betroffen sein. Bisher ist der andere Pariser Flughafen, Orly, nicht betroffen.

    Ein Bündnis der Gewerkschaften FO, CGT, CFE, CGC hat auch am Flughafen Marseille-Provence einen Streik von Freitag bis Montag angekündigt, doch dort rechnet man nicht mit Annullierungen oder Verspätungen, da das Personal per Präfekturerlass zur Arbeit verpflichtet wurde.

    Am Flughafen Roissy CDG wurden neue Streikankündigungen für das Wochenende vom 9. bis 10. Juli eingereicht, wodurch viele Urlaubsreisen gefährdet sind.

  • Roissy: Tausende von Passagieren mussten ohne ihr Gepäck in den Urlaub fliegen

    Roissy: Tausende von Passagieren mussten ohne ihr Gepäck in den Urlaub fliegen

    Tausende von Passagieren starteten am Freitag, dem 1. Juli, ohne ihr Gepäck vom Flughafen Roissy-Charles de Gaulle. Ein technischer Fehler soll die Ursache dafür gewesen sein. 

    Dies ist eine der grossen Ängste vieler Fluggäste. Sie fliegen los und finden ihren Koffer bei der Ankunft am Flughafen nicht auf dem Förderband wieder. Dieses Missgeschick erlebten am Freitag, dem 1. Juli, Tausende von Fluggästen, die in Roissy-Charles de Gaulle gestartet waren.

    In dem Flughafen, der bereits von einem Streik betroffen war, führte ein technisches Problem dazu, dass Tausende von Gepäckstücken bis 17.00 Uhr am Freitag im Flughafen festsaßen. 50% der Passagiere seien auf insgesamt 15 Flügen ohne ihre Koffer abgereist, teilte Aéroports de Paris mit. „Etwa 50% der Passagiere sind ohne ihr Gepäck oder mit dem Gepäck einer anderen Person abgereist, was im Übrigen gegen die Sicherheitsvorschriften verstößt“, sagte Emmanuel Duchemin-Humbert, Vertreter der Gewerkschaft Force ouvrière Aéroports de Paris, auf dem Sender BFMTV.

    Was genau ist in Roissy passiert? Der Flughafen wurde von zwei technischen Pannen heimgesucht. Ein erster Ausfall betraf die Gepäcksortieranlage, als der Betrieb aufgenommen wurde. Hinzu kam ein Ausfall des Computersystems, von dem mehrere Fluggesellschaften am frühen Freitagmorgen betroffen waren, wie der die Zeitung Le Figaro berichtet. Die Flugzeuge starteten ohne das aufgegebene Gepäck, das in den verschiedenen Terminals verblieb.

    Es wurde die Zahl von 20.000 zurückgebliebenen Gepäckstücken genannt, was jedoch von Aéroports de Paris dementiert wurde. „Es gibt wahrscheinlich auch Gepäckstücke, die endgültig verloren gegangen sind“, meint die Gewerkschaft Force Ouvrière. Die Betreibergesellschaft dementierte auch hier und versicherte, dass die Rückverfolgbarkeit der Gepäckstücke gewährleistet sei und dass sie in drei oder vier Tagen an ihre Besitzer ausgeliefert werden sollten.

    Die Gewerkschaften am Pariser Flughafen erklärten, dass die technische Panne nicht „von Hand“ behoben werden konnte, weil nicht genügend Personal vorhanden war. Während des Jahreskongresses der Fnam (Fédération nationale de l’aviation et de ses métiers) Anfang Juni in Paris bezifferte der Präsident des Verbands der französischen Flughäfen den Personalmangel auf 15 bis 20 %. „Die französischen Flughäfen suchen verzweifelt mindestens 4.500 Mitarbeiter“, schätzte Didier Montégut, Generaldirektor der 3S Alyzia Group, eines Anbieters von Bodenabfertigungsdiensten für Fluggesellschaften. „Wir werden von anderen Arbeitgebern wie Amazon kannibalisiert“, sagte er gegenüber dem Sender BFMTV. Die Flughäfen Lyon oder Nantes seien besonders betroffen.

    Schwierige Arbeitszeiten und niedrige Gehälter: Wie das Hotel- und Gaststättengewerbe scheint auch die Welt der Flughäfen heute an mangelnder Attraktivität zu leiden. Auch Sicherheitsauflagen und behördliche Genehmigungen können die Einstellungsfristen verlängern.