Kategorie: Tourismus

  • Insel Groix: Das verborgene Juwel vor der bretonischen Küste

    Insel Groix: Das verborgene Juwel vor der bretonischen Küste

    Manche Orte drängen sich nicht in den Vordergrund. Sie warten geduldig darauf, entdeckt zu werden. Die Île de Groix gehört genau zu diesen seltenen Flecken Erde. Nur wenige Kilometer vor Lorient erhebt sich die kleine Atlantikinsel aus dem Meer und begeistert mit schroffen Klippen, goldenen Sandstränden und einer Ruhe, die vielerorts längst verloren gegangen ist. Gerade einmal acht Kilometer lang und rund drei Kilometer breit, entfaltet sie eine erstaunliche Vielfalt – wild, ursprünglich und an sonnigen Tagen fast schon mediterran.

    Schon die Anreise stimmt auf das Kommende ein.

    Während die Fähre den Hafen von Lorient hinter sich lässt, weicht der Alltag langsam dem Gefühl von Freiheit. Nach rund 45 Minuten zeichnen sich die ersten Felsen am Horizont ab. Möwen begleiten das Schiff, der salzige Duft des Atlantiks liegt in der Luft und plötzlich scheint die Zeit ein wenig langsamer zu vergehen.

    Im Hafen von Port Tudy angekommen, empfängt Groix ihre Gäste ohne großes Spektakel. Kleine Fischerhäuser schmiegen sich an schmale Gassen, bunte Blumen schmücken Fassaden und vor den Cafés sitzen Einheimische, die das Leben mit wohltuender Gelassenheit genießen. Große Hotelkomplexe oder überfüllte Promenaden sucht man hier vergeblich. Genau das macht den Charme der Insel aus.

    Das wohl spektakulärste Naturwunder wartet an der Nordküste. Die Plage des Grands Sables zählt zu den ungewöhnlichsten Stränden Europas. Statt parallel zur Küste zu verlaufen, schiebt sich der helle Sandbogen weit ins Meer hinaus. Diese außergewöhnliche Formation verändert sich ständig. Winterstürme verlagern große Sandmengen und formen den Strand Jahr für Jahr neu. Die Natur übernimmt hier die Regie – kraftvoll, unberechenbar und faszinierend zugleich.

    An sonnigen Tagen funkelt das Wasser in leuchtenden Türkis und Smaragdtönen. Der feine Sand und das flach abfallende Ufer laden Familien zum Baden ein. Gleichzeitig finden Kajakfahrer und Stand up Paddler ideale Bedingungen. Wer früh am Morgen ankommt, erlebt den Strand fast für sich allein. Dann spiegeln sich Himmel und Meer in einer Ruhe, die beinahe unwirklich erscheint.

    Doch Groix besitzt viele Gesichter.

    An der Südküste verstecken sich kleine Buchten zwischen steilen Felsen. Port Saint Nicolas, Locmaria oder Les Sables Rouges erreicht nur, wer ein paar Schritte zu Fuß zurücklegt. Gerade deshalb blieb ihre Ursprünglichkeit erhalten. Hier begleitet oft nichts außer dem Wind, den Wellen und dem Ruf der Seevögel den Spaziergang. Wer wünscht sich nicht einen Strand, an dem die Natur den Takt vorgibt?

    Die Küste selbst präsentiert sich stellenweise dramatisch. Mächtige Granitfelsen ragen mehr als vierzig Meter über den Atlantik hinaus. Bei kräftigem Seegang schleudert die Brandung Gischt meterhoch gegen die Klippen. Das Schauspiel wirkt rau und zugleich beruhigend – als würde das Meer seit Jahrtausenden dieselbe Geschichte erzählen.

    Ein Paradies öffnet sich auch für Wanderer. Rund vierzig Kilometer markierte Wege führen entlang der Küste, durch Heideflächen und vorbei an kleinen Dörfern. Hinter jeder Kurve wartet ein neuer Ausblick auf das offene Meer oder das bretonische Festland. Im Frühjahr verwandeln blühender Ginster und violette Heide die Landschaft in ein farbenfrohes Gemälde. Ehrlich, da bleibt man automatisch öfter stehen als geplant.

    Ebenso beeindruckend zeigt sich die Tier und Pflanzenwelt. Mehr als zweitausend Pflanzenarten gedeihen auf der Insel, darunter seltene Orchideen und geschützte Küstenpflanzen. Kormorane, Möwen und zahlreiche andere Seevögel finden hier ideale Brutplätze. Mit etwas Glück durchbrechen sogar Delfine die Wasseroberfläche und sorgen für einen dieser Momente, die sich tief ins Gedächtnis einprägen. Gibt es eine schönere Überraschung während eines Inselausflugs?

    Auch die Geschichte von Groix erzählt vom Meer. Über viele Generationen lebten die Bewohner vom Fischfang. Besonders der Thunfischfang brachte der Insel einst Wohlstand und Ansehen. Zeitweise galt Groix sogar als wichtigster Thunfischhafen Frankreichs. Alte Fischerhäuser, bunt bemalte Boote und das Écomusée bewahren bis heute die Erinnerung an diese bewegte Vergangenheit und vermitteln einen lebendigen Eindruck vom harten Alltag früherer Generationen.

    Natürlich gehört gutes Essen zu jedem Aufenthalt dazu. Kleine Restaurants servieren fangfrischen Fisch, Austern, Muscheln sowie die berühmten bretonischen Galettes und Crêpes. Dazu passt ein Glas Cidre oder ein regional gebrautes Bier. Oft genügt schon ein Tisch mit Blick auf den Hafen, um den Abend vollkommen zu machen.

    Die beste Art, Groix kennenzulernen, führt über den Fahrradsattel. Viele Besucher verzichten bewusst auf das Auto und erkunden die Insel auf zwei Rädern. Gut ausgebaute Wege verbinden Strände, Aussichtspunkte und kleine Dörfer miteinander. Die kurzen Entfernungen laden dazu ein, immer wieder spontan anzuhalten, die Aussicht zu genießen oder einfach dem Rauschen des Meeres zuzuhören.

    Besonders in den frühen Morgenstunden und kurz vor Sonnenuntergang entfaltet die Insel ihre ganze Magie. Goldenes Licht legt sich über die Granitfelsen, während der Atlantik in warmen Rot und Orangetönen schimmert. In solchen Augenblicken versteht jeder Besucher, weshalb Groix für viele längst kein Geheimtipp mehr ist, sondern ein Ort, an den sie immer wieder zurückkehren.

    Die Île de Groix vereint spektakuläre Landschaften, außergewöhnliche Strände, eine beeindruckende Artenvielfalt und authentisches bretonisches Lebensgefühl auf engstem Raum. Wer die Bretagne einmal von ihrer stillen, ursprünglichen Seite erleben möchte, entdeckt hier eine Insel, die Herz und Sinne gleichermaßen berührt – fernab vom Massentourismus und doch voller unvergesslicher Eindrücke.

    Ein Artikel von M. Legrand

  • Das grüne Gold der Provence: Olivenöl als lebendiges Kulturerbe

    Das grüne Gold der Provence: Olivenöl als lebendiges Kulturerbe

    Die Provence ohne Olivenbäume? Kaum vorstellbar. Seit Jahrhunderten prägen ihre silbrig schimmernden Kronen die sanften Hügel, säumen alte Feldwege und verleihen der Landschaft ihren unverwechselbaren Charakter. Doch der Olivenbaum ist weit mehr als nur ein Teil der Kulisse. Er steht für Frieden, Beständigkeit und Widerstandskraft – Werte, die tief in der Geschichte Südfrankreichs verwurzelt sind. Aus seinen Früchten entsteht ein Produkt, das seinen Beinamen „grünes Gold“ mehr als verdient: hochwertiges Olivenöl. Es vereint Tradition, Handwerkskunst und Genuss auf einzigartige Weise. Wer einmal frisches Olivenöl direkt aus einer provenzalischen Ölmühle probiert hat, vergisst dieses Aroma so schnell nicht.

    Die Geschichte des Olivenbaums in der Provence reicht mehr als zweitausend Jahre zurück. Bereits die Griechen brachten ihn an die Mittelmeerküste, später entwickelten die Römer den Olivenanbau systematisch weiter. Das milde Klima mit heißen, trockenen Sommern und vergleichsweise sanften Wintern bietet ideale Voraussetzungen. Selbst der oft kräftige Mistral erfüllt eine wichtige Aufgabe: Er trocknet die Bäume nach Regenfällen und verringert dadurch das Risiko verschiedener Pflanzenkrankheiten.

    Im Laufe der Jahrhunderte entstanden die typischen Trockensteinterrassen, die sogenannten Restanques. Sie schützen die Hänge vor Erosion und schaffen bis heute Platz für die Olivenhaine. Viele der knorrigen Bäume haben mehrere Generationen erlebt. Manche Familien pflegen dieselben Olivenbäume seit Jahrhunderten. Sie erzählen von harter Arbeit, Geduld und einer tiefen Verbundenheit mit der Heimat.

    Die Herstellung eines erstklassigen Olivenöls verlangt Erfahrung und Fingerspitzengefühl. Zwischen Oktober und Januar beginnt die Ernte. Je nach Sorte und gewünschtem Geschmack pflücken die Produzenten die Oliven früher oder später. Grün geerntete Früchte liefern ein Öl mit kräftigen, leicht herben Noten und einem Hauch von frisch geschnittenem Gras oder Artischocke. Reifere Oliven sorgen dagegen für weichere, fruchtigere Aromen.

    Nach der Ernte zählt jede Stunde. Die Früchte gelangen möglichst schnell in die Ölmühle, damit Frische und Qualität erhalten bleiben. Dort erfolgt die Verarbeitung meist im modernen Kaltpressverfahren. Diese schonende Methode bewahrt nicht nur die wertvollen Inhaltsstoffe, sondern auch die feinen Geschmacksnuancen, die jedes Olivenöl einzigartig machen.

    Die Provence besitzt mehrere charakteristische Olivensorten. Die Aglandau bringt intensive, leicht pfeffrige Noten hervor und erinnert geschmacklich an rohe Artischocken. Die Salonenque überzeugt mit einer angenehmen Milde, während die Grossane durch ihre sanften, fruchtigen Aromen besticht. Boden, Klima und die Erfahrung der Ölmüller verleihen jeder Ernte ihre eigene Handschrift. Genau darin liegt der besondere Reiz – keine Flasche schmeckt exakt wie die andere.

    Damit diese Qualität erhalten bleibt, tragen mehrere Olivenöle aus der Provence eine geschützte Ursprungsbezeichnung. Regionen wie das Vallée des Baux de Provence, Aix en Provence, Haute Provence oder Nizza stehen für streng kontrollierte Herkunft und traditionelle Herstellungsverfahren. Diese Auszeichnungen schützen nicht nur die Produzenten, sondern geben auch Verbrauchern Orientierung. Wer zu einem Olivenöl mit geschützter Herkunft greift, entscheidet sich für nachvollziehbare Qualität und regionale Identität.

    In der provenzalischen Küche spielt Olivenöl die Hauptrolle. Es verfeinert sonnengereiftes Gemüse, begleitet gegrillten Fisch, rundet Salate ab und bildet die Grundlage zahlreicher Klassiker wie Aioli, Tapenade oder Pistou. Dabei beschränkt sich seine Verwendung längst nicht auf kalte Speisen. Hochwertiges Olivenöl eignet sich hervorragend zum Braten und Garen, da es Hitze gut verträgt und den Gerichten zusätzliche Tiefe verleiht. Ist es nicht erstaunlich, wie wenige Tropfen den Geschmack eines ganzen Gerichts verändern können?

    Trotz seiner langen Geschichte steht der Olivenanbau heute vor großen Herausforderungen. Längere Trockenperioden, zunehmende Hitzewellen und unregelmäßige Niederschläge erschweren die Arbeit der Olivenbauern. Auch Pflanzenkrankheiten wie das gefürchtete Bakterium Xylella fastidiosa sorgen für große Aufmerksamkeit. Frankreich überwacht seine Olivenbestände deshalb besonders sorgfältig, um mögliche Ausbreitungen frühzeitig einzudämmen.

    Viele Betriebe reagieren mit innovativen Anbaumethoden, ohne ihre traditionellen Arbeitsweisen aufzugeben. Nachhaltige Bewässerung, biologische Landwirtschaft und eine schonende Bodenpflege gewinnen zunehmend an Bedeutung. So bleibt die jahrhundertealte Kulturlandschaft auch für kommende Generationen erhalten.

    Längst entdecken nicht nur Feinschmecker die Welt des Olivenöls. Zahlreiche Ölmühlen öffnen ihre Tore für Besucher und laden zu Führungen sowie Verkostungen ein. Dabei erfahren Gäste, wie aus der kleinen Olive ein hochwertiges Naturprodukt entsteht, lernen verschiedene Geschmacksrichtungen kennen und kommen direkt mit den Produzenten ins Gespräch. Gerade diese persönliche Begegnung macht den Reiz aus und vermittelt einen Eindruck davon, wie viel Leidenschaft in jeder Flasche steckt.

    Das grüne Gold der Provence steht deshalb für weit mehr als ein hochwertiges Lebensmittel. Es erzählt von jahrtausendealter Kultur, von Menschen, die ihre Traditionen bewahren, und von einer Landschaft, deren Charakter untrennbar mit dem Olivenbaum verbunden bleibt. Jeder Tropfen trägt ein Stück Provence in sich – authentisch, aromatisch und voller Geschichte.

    Ein Artikel von M. Legrand

  • Versteckte Traumstrände vor Cannes: Die Lérins Inseln als stilles Paradies

    Versteckte Traumstrände vor Cannes: Die Lérins Inseln als stilles Paradies

    Nur wenige Minuten trennen die mondäne Promenade der Croisette von einer völlig anderen Welt. Während in Cannes Luxushotels, elegante Boutiquen und beeindruckende Yachten das Bild prägen, erwartet Besucher vor der Küste eine Landschaft voller Ruhe und Ursprünglichkeit. Nach einer kurzen Bootsfahrt eröffnen die Lérins Inseln eine Seite der Côte d’Azur, die viele Urlauber zunächst gar nicht erwarten. Statt dichter Strandreihen, lauter Musik und regem Treiben bestimmen glasklares Wasser, schattige Pinien und kleine, versteckte Buchten das Bild.

    Der kleine Archipel besteht vor allem aus zwei Inseln: Sainte Marguerite und Saint Honorat. Beide besitzen ihren ganz eigenen Charakter, doch eines verbindet sie. Sie laden dazu ein, den Alltag hinter sich zu lassen und die Natur in ihrer schönsten Form zu genießen.

    Sainte Marguerite ist die größere der beiden Inseln und ein echtes Paradies für Badegäste. Bereits unweit des Anlegers liegt der Strand Sainte Anne. Sein flach abfallendes Ufer und das ruhige Wasser machen ihn besonders für Familien attraktiv. Kinder planschen hier sicher im Meer, während Erwachsene den Blick auf das türkisblaue Wasser genießen.

    Wer lieber etwas mehr Abgeschiedenheit sucht, entdeckt entlang der Küste zahlreiche kleine Buchten. Besonders beeindruckend präsentieren sich die Dragon Buchten im Westen der Insel. Helle Kalkfelsen ragen dort direkt aus dem Meer empor, dazwischen wachsen Pinien, deren Äste bis fast ans Wasser reichen. Die Sicht unter Wasser fällt außergewöhnlich klar aus. Kein Wunder also, dass Schnorchler diesen Abschnitt besonders schätzen. Bunte Fische, Seegraswiesen und die faszinierenden Lichtspiele unter der Wasseroberfläche machen jeden Badestopp zu einem kleinen Erlebnis.

    Doch Sainte Marguerite bietet weit mehr als schöne Badeplätze.

    Ein Netz gut ausgebauter Wanderwege führt durch duftende Pinienwälder und vorbei an Eukalyptusbäumen bis zu den ruhigeren Spitzen der Insel. Besonders die Pointe du Batéguier und die Pointe Carbonel gelten als Geheimtipps. Selbst mitten im Sommer findet sich dort oft ein stilles Plätzchen, an dem nur das Rauschen der Wellen und das Zirpen der Zikaden zu hören sind. Wer früh am Morgen unterwegs ist, erlebt die Insel fast für sich allein. Genau das macht ihren besonderen Reiz aus.

    Auch geschichtlich besitzt Sainte Marguerite einen außergewöhnlichen Stellenwert. Hoch über der Küste erhebt sich das Fort Royal, dessen Mauern eng mit einer der geheimnisvollsten Figuren Frankreichs verbunden sind. Hier soll einst der berühmte Gefangene mit der eisernen Maske eingesperrt gewesen sein. Bis heute ranken sich zahlreiche Legenden um seine wahre Identität. Der Besuch der Festung verbindet Natur und Geschichte auf eindrucksvolle Weise.

    Nicht weit davon entfernt wartet eine weitere Besonderheit. Vor der Küste befindet sich ein Unterwasser Skulpturenpark. Mehrere monumentale Kunstwerke ruhen auf dem Meeresboden und lassen sich bereits mit Schnorchel und Taucherbrille entdecken. Zwischen den Skulpturen tummeln sich Fische und andere Meeresbewohner. Kunst und Natur verschmelzen hier auf überraschende Weise miteinander.

    Noch ruhiger wirkt die kleinere Nachbarinsel Saint Honorat.

    Hier bestimmt seit Jahrhunderten das Leben der Zisterziensermönche den Rhythmus des Tages. Das Kloster prägt die Insel bis heute. Weinberge, alte Kapellen und schmale Wege führen durch eine Landschaft, in der die Zeit scheinbar langsamer vergeht. Besucher begegnen immer wieder stillen Orten, die zum Verweilen einladen.

    Die Küsten unterscheiden sich deutlich von denen der größeren Nachbarinsel. Statt ausgedehnter Sandstrände dominieren flache Felsen und kleine Badeplätze direkt am Wasser. Viele Gäste kommen nicht wegen großer Strände hierher, sondern wegen der besonderen Atmosphäre. Wer sich auf einen der warmen Felsen setzt und über das glitzernde Meer blickt, versteht schnell, warum diese Insel als Ort der Ruhe gilt.

    Luxus sucht man auf beiden Inseln vergeblich und genau darin liegt ihr besonderer Charme. Große Hotelanlagen oder Einkaufsstraßen fehlen ebenso wie ausgedehnte Strandpromenaden. Stattdessen empfiehlt es sich, ausreichend Trinkwasser, ein kleines Picknick und festes Schuhwerk mitzubringen. Ein Schnorchel gehört ebenfalls ins Gepäck, denn die Unterwasserwelt zählt zu den schönsten der gesamten Region.

    Ein weiterer Schatz verbirgt sich unter der Wasseroberfläche. Rund um die Inseln wachsen ausgedehnte Posidonia Seegraswiesen. Sie dienen unzähligen Meerestieren als Lebensraum, produzieren Sauerstoff und schützen die Küsten vor Erosion. Aus diesem Grund stehen weite Bereiche unter besonderem Schutz. Für Boote gelten strenge Regeln beim Ankern, damit dieses empfindliche Ökosystem langfristig erhalten bleibt. So bleibt die außergewöhnliche Artenvielfalt auch für kommende Generationen bestehen.

    Wer bislang nur die bekannten Strände von Cannes kennt, erlebt auf den Lérins Inseln einen überraschenden Perspektivwechsel. Kaum legt das Boot ab, verschwinden Hochhäuser und Hotels langsam am Horizont. Wenige Minuten später bestimmen Pinienwälder, schroffe Küsten und das intensive Blau des Mittelmeers die Szenerie. Ist es nicht erstaunlich, wie nah zwei so unterschiedliche Welten beieinander liegen?

    Gerade diese Nähe macht den Reiz eines Ausflugs aus. Vormittags durch die eleganten Straßen von Cannes schlendern und wenig später in einer einsamen Bucht baden – schöner lässt sich die Vielfalt der Côte d’Azur kaum erleben. Wer einmal dort war, erzählt oft nicht zuerst vom roten Teppich oder den Luxusyachten, sondern von den stillen Buchten zwischen den Pinien. Und mal ehrlich, gibt es einen besseren Ort, um einfach die Seele baumeln zu lassen?

    Die Lérins Inseln beweisen eindrucksvoll, dass die französische Riviera weit mehr bietet als Glamour und internationale Filmfestivals. Nur einen Steinwurf von Cannes entfernt bewahrt sich die Natur ihre ursprüngliche Schönheit. Wer die Küste einmal von ihrer stillen Seite erleben möchte, findet hier ein kleines Paradies, das lange in Erinnerung bleibt.

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  • Fleur de Sel aus Aigues Mortes: Wenn die Salzernte zum Sommerereignis wird

    Fleur de Sel aus Aigues Mortes: Wenn die Salzernte zum Sommerereignis wird

    Jedes Jahr zieht ein besonderes Naturschauspiel zahlreiche Besucher in die mittelalterliche Stadt Aigues Mortes in der Camargue. Für wenige Wochen rückt dort eine jahrhundertealte Tradition in den Mittelpunkt: die Ernte der kostbaren Fleur de Sel. Was für Außenstehende zunächst wie das Abschöpfen einer dünnen Salzschicht wirkt, besitzt für die Menschen vor Ort eine weitaus größere […]

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  • Nonza – Die schwarze Perle des Cap Corse berührt mehr als nur die Augen

    Nonza – Die schwarze Perle des Cap Corse berührt mehr als nur die Augen

    Wer Korsika bereist, denkt häufig zuerst an feine Sandstrände, schroffe Gebirge und kleine Hafenstädte mit mediterranem Flair. Doch ganz im Norden der Insel wartet ein Ort, der aus diesem Bild heraussticht. Nonza, ein winziges Dorf an der Westküste des Cap Corse, besitzt eine Ausstrahlung, die sich kaum mit anderen Reisezielen vergleichen lässt. Hier treffen Geschichte, […]

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  • Eguisheim – Das märchenhafte Weindorf im Herzen des Elsass

    Eguisheim – Das märchenhafte Weindorf im Herzen des Elsass

    Wer zum ersten Mal nach Eguisheim kommt, spürt schon nach wenigen Schritten, dass dieser Ort seinen ganz eigenen Rhythmus besitzt. Die Hektik des Alltags scheint an den alten Stadtmauern abzuprallen, während in den schmalen Gassen das Klappern der Schuhe auf dem Kopfsteinpflaster und der Duft blühender Geranien den Takt vorgeben. Zwischen farbenfrohen Fachwerkhäusern, kleinen Brunnen […]

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  • Sommerurlaub in Xonrupt Longemer: Das Vogesendorf, das Frankreich neu entdeckt

    Sommerurlaub in Xonrupt Longemer: Das Vogesendorf, das Frankreich neu entdeckt

    Während an den Mittelmeerstränden im Juli und August kaum noch ein freier Quadratmeter Sand zu finden ist, zieht es immer mehr Franzosen in eine ganz andere Richtung. Statt flirrender Hitze, kilometerlanger Staus und überfüllter Promenaden rücken die Vogesen in den Mittelpunkt der Urlaubsplanung. Mittendrin liegt Xonrupt Longemer – ein beschauliches Bergdorf, das sich still und […]

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  • Die Tarasque von Tarascon: Eine Reise mitten hinein in das lebendige Mittelalter der Provence

    Die Tarasque von Tarascon: Eine Reise mitten hinein in das lebendige Mittelalter der Provence

    À Tarascon dans les Bouches-du-Rhône, chaque été, la ville réveille une légende vieille de plusieurs siècles : celle de la Tarasque, une créature terrifiante. C’est tout un pan du folklore provençal. Mais si le monstre n’avait jamais tout à fait disparu ?À Tarascon dans les Bouches-du-Rhône, chaque été, la ville réveille une légende vieille de […]

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  • Grignan – Renaissance, Lavendel und französische Lebenskunst in der Drôme provençale

    Grignan – Renaissance, Lavendel und französische Lebenskunst in der Drôme provençale

    Schon von Weitem zieht Grignan alle Blicke auf sich. Hoch oben auf einem Felsen thront das mächtige Renaissance Schloss über den hellen Natursteinhäusern des Dorfes und prägt die Landschaft der Drôme provençale wie kaum ein anderer Ort. Zwischen Lavendelfeldern, Weinbergen und Trüffelwäldern entfaltet sich ein Reiseziel, das Geschichte, Kultur und südfranzösische Lebensfreude auf besondere Weise […]

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  • Lavendel erlebt im Département Lot eine bemerkenswerte Renaissance

    Lavendel erlebt im Département Lot eine bemerkenswerte Renaissance

    Wer beim Stichwort Lavendel sofort an die Provence denkt, übersieht ein Stück fast vergessener Landwirtschaftsgeschichte. Auch im französischen Département Lot prägten die violett blühenden Felder über Jahrzehnte das Landschaftsbild. Nach dem nahezu vollständigen Verschwinden der Kultur in den 1970er Jahren kehrt der Lavendel nun Schritt für Schritt auf die Kalkhochflächen des Quercy zurück. Mehrere engagierte Landwirte greifen eine alte Tradition auf und verbinden sie mit modernen Ideen für eine nachhaltige Landwirtschaft. Besonders eindrucksvoll zeigt sich diese Entwicklung im Projekt „Les Bergers des Lavandes“. Fünf Schafhalter aus den Gemeinden Quissac, Blars, Soulomès und Lauzès beschlossen 2018, ihre Betriebe breiter aufzustellen. Neben der Schafhaltung pflanzten sie Lavendel, Thymian und Rosmarin an. Dahinter steckt ein klares Konzept: Die gesamte Wertschöpfung soll in eigener Hand bleiben – vom Anbau über die Ernte bis hin zur Destillation und Vermarktung der hochwertigen äther…

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