Kategorie: Tourismus

  • Rio-Paris-Absturz: Generalstaatsanwaltschaft legt Berufung gegen Freispruch von Air France und Airbus ein

    Rio-Paris-Absturz: Generalstaatsanwaltschaft legt Berufung gegen Freispruch von Air France und Airbus ein

    Das Pariser Strafgericht hatte am 17. April die beiden Unternehmen von der Anklage freigesprochen und festgestellt, dass zwar „Fehler“ begangen worden seien, aber „kein sicherer Kausalzusammenhang“ mit dem Unfall „nachgewiesen werden konnte“.

    Die Pariser Generalstaatsanwaltschaft kündigte am Donnerstag, dem 27. April, an, dass sie gegen den Freispruch von Airbus und Air France im Fall des Absturzes der Rio-Paris-Maschine Berufung einlegen werde. Das Gericht hatte die beiden Unternehmen am 17. April freigesprochen und festgestellt, dass zwar „Fehler“ begangen worden seien, aber „kein sicherer Kausalzusammenhang“ mit dem Unfall „nachgewiesen werden konnte“.

    Der europäische Flugzeughersteller und die französische Fluggesellschaft wurden nach der Katastrophe im Jahr 2009, bei der 228 Menschen ums Leben kamen, wegen fahrlässiger Tötung angeklagt. Mit der Berufung gegen den Freispruch will die Generalstaatsanwaltschaft „die gesetzlich vorgesehenen Rechtsmittel voll ausschöpfen“, wie sie in ihrer Pressemitteilung erklärt.

    Allerdings hatte auch die Staatsanwaltschaft in ihrem Schlussplädoyer zum großen Bedauern der Nebenkläger keine Strafe für die beiden Gruppen gefordert. Dieses Gerichtsverfahren dauert bereits mehr als ein Jahrzehnt, mit einer vorübergehenden Einstellung des Verfahrens im Jahr 2019 und schließlich einem vom Berufungsgericht in Paris angeordneten Prozess im Jahr 2021.

  • Proteste gegen Rentenreform: Flugverkehr am 1. Mai in Frankreich voraussichtlich stark beeinträchtigt

    Proteste gegen Rentenreform: Flugverkehr am 1. Mai in Frankreich voraussichtlich stark beeinträchtigt

    Die Generaldirektion für Zivilluftfahrt (DGAC) rechnet für den 1. Mai mit einem besonders störungsreichen Tag auf den französischen Flughäfen. Die Behörde rechnet damit, dass an diesem erneuten Tag der Mobilisierung gegen die Rentenreform zwischen 25% und 33% der Flüge ausfallen werden. Zwischen 25 und 33% der Flüge auf den größten französischen Flughäfen wurden annulliert: Der Flugverkehr wird am Montag, dem 1. Mai, aufgrund der Teilnahme der Fluglotsen an der Streikbewegung gegen die Rentenreform voraussichtlich stark beeinträchtigt sein. Die Generaldirektion für Zivilluftfahrt (DGAC) hat die Fluggesellschaften am Mittwoch, dem 26. April, aufgefordert, auf ein Drittel ihres Flugplans in Paris-Orly und ein Viertel in Roissy-Charles-de-Gaulle zu verzichten, um den Verkehr und die verfügbaren Fluglotsen in Einklang zu bringen. Die Arbeitsniederlegungen, zu denen die Gewerkschaften aufgerufen hatten, um gegen die Mitte April verabschiedete Rentenreform zu mobilisieren, werden auch zahlre…

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  • Flughäfen: Ende der langen Wartezeiten bei der Sicherheitskontrolle?

    Flughäfen: Ende der langen Wartezeiten bei der Sicherheitskontrolle?

    Ein neuer Scanner wird bald wertvolle Minuten bei Sicherheitskontrollen einsparen, da Flugpassagiere nicht mehr gezwungen sind, gewisse Dinge aus dem Gepäck zu holen. Die Technologie soll nach den Olympischen Spielen 2024 in Frankreich eingeführt werden.

    In einigen Monaten wird es am Flughafen Paris-Orly wahrscheinlich nicht mehr nötig sein, zwei Stunden vor seinem Flug anzukommen. Dank eines Scanners, der sich derzeit in der Testphase befindet, kann viel Zeit bei den Sicherheitskontrollen eingespart werden. Es ist nicht mehr nötig, gewisse Dinge aus dem Handgepäck zu nehmen, seinen Laptop oder seine Toilettenflüssigkeiten extra aufs Band zu legen. Es wird also Schluss sein mit den Warteschlangen, wenn jeder sein Handgepäck auf das Laufband leert. Die Maschine liest in 3D und ermöglicht es den Beamten, viel genauer zu sehen, was sich in den Taschen befindet. Flüssigkeiten werden nicht mehr auf 100 ml beschränkt sein, da die intelligente Maschine endlich wirklich Sprengstoff erkennen kann.

    Im Ausland ist die Wartezeit um 30% bis 50% gesunken.
    Zwar muss man sein Handgepäck nicht mehr ausräumen, dafür aber immer noch seine Uhr und seinen Gürtel ablegen und seine Taschen leeren, denn der Scanner, unter dem die Reisenden hindurchgehen, bleibt unverändert. Die ersten Ergebnisse nach sechs Monaten Testphase sind vielversprechend. „Die Tests zeigen, dass man pro Person etwa 30 Sekunden einspart, also ein Drittel der Vorbereitungszeit. Am Ende hat man mehr als ein Drittel weniger manuelle Durchsuchungen, was eine weitere Einsparung von zwei bis drei Minuten pro Durchsuchung bedeutet“, argumentiert Edward Arkwright, Executive General Manager der Pariser Flughäfen, gegenüber dem Sender France 2. Die neuen Maschinen, die eine Million Euro pro Stück kosten, werden allerdings erst nach den olympischen Spielen in Paris in Orly und Roissy flächendeckend eingesetzt. In anderen Ländern, in denen die Maschinen bereits heute im Einsatz sind, versichern die Behörden, dass die Wartezeit an den Sicherheitskontrollen um 30 bis 50 % gesunken ist.

  • Im Departement Gard spüren Autos der Post mit Kameras Schlaglöcher auf

    Im Departement Gard spüren Autos der Post mit Kameras Schlaglöcher auf

    In Sommières oder auch in Aigues-Mortes hat eine Tochtergesellschaft der Post die Autos der Postboten mit Kameras ausgestattet, um den Gemeinden eine neue Dienstleistung anzubieten: eine Diagnose des Zustands der Straßen in Echtzeit.

    Sie sind sechs Tage die Woche im ganzen Land unterwegs. Die gelben Autos der Postboten gehören in den Städten und Dörfern Frankreichs zum Landschaftsbild. Und genau das hat jetzt Geoptis, eine Tochterfirma der Post dazu veranlasst, eine neue Dienstleistung für Gemeinden zu entwickeln: die Diagnose des Zustands der Straßen. Heute macht Eve Dussaud, Postzustellerin in Aigues-Mortes (Gard), ihre übliche Runde und hat auf dem Dach ihres Autos eine Kamera montiert: „Es ist eine gute Sache, an der Verbesserung der Gemeinde mitwirken zu können, denn diese Straßen benutzt man und man ist froh, wenn sie auch in gutem Zustand sind“, sagt sie vor der Kamera von France Télévisions.

    Die Stadtverwaltung von Aigues-Mortes hat den Dienst in Anspruch genommen, um eine Bestandsaufnahme ihrer Straßen zu machen und so die notwendigen Arbeiten und das Budget zu planen. „Die Bilder werden an städtische Mitarbeiter, gesendet, die hinter ihrem Computer alle Bilder analysieren, um Straßenschäden festzustellen, aber auch, um gegebenenfalls Stadtmobiliar georeferenzieren zu können“, erklärt Hugo Villet, Ingenieur bei Geoptis.

    Für die Gruppe La Poste ist dieser neue Service Teil der Strategie der notwendigen Diversifizierung ihrer Aktivitäten, um dem ständigen Rückgang des Briefverkehrs entgegenzuwirken. „Unser Briefgeschäft ist seit vielen Jahren stark rückläufig, daher suchen wir heute nach neuen Tätigkeiten für unsere Mitarbeiter, um die Arbeitsplätze unserer Briefträger zu sichern“, erläutert Philippe Zancki, Betriebsleiter Rhône Camargue bei La Poste. Im Jahr 2008 wurden noch 18 Milliarden Briefe von der Post befördert, 2022 haben die Briefträger nur noch 7 Milliarden Briefe zugestellt.

  • Drachenfestival in Berck-sur-Mer: Fahrzeug rast in die Menschenmenge

    Drachenfestival in Berck-sur-Mer: Fahrzeug rast in die Menschenmenge

    In Berck-sur-Mer, im Département Pas-de-Calais, raste am Sonntag ein Auto in umstehende Passanten. Elf Personen wurden verletzt, vier davon schwebten in Lebensgefahr.

    In Berck-sur-Mer (Pas-de-Calais) brach Panik aus. Um ca. 18.30 Uhr fuhr ein Fahrzeug in eine Gruppe von Passanten. Kurz darauf sicherte die Polizei den Ort und die Feuerwehr kümmerte sich um die Opfer. Die Stadt feierte das internationale Drachenfest. Das Stadtzentrum war mit Schaulustigen überfüllt. In der Rue de l’Impératrice beschleunigte das Fahrzeug plötzlich und rammte nach Angaben von Zeugen etwa zehn Passanten. „Ich habe gesehen, wie ein Auto genau dort angerast kam und Leute überfahren hat“, bestätigt ein Zeuge auf dem Sender France 2. Insgesamt wurden elf Personen verletzt, vier davon schwebten in Lebensgefahr.

    Untersuchung wurde eingeleitet
    Nach Angaben der Staatsanwaltschaft befindet sich ein Mann immer noch in Lebensgefahr. An der Unfallstelle flüchteten sich zahlreiche verängstigte Passanten in die umliegenden Geschäfte. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft handelt es sich bei dem Fahrer um einen 76-jährigen behinderten Mann. Er habe die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren und sich zwischen dem Brems- und dem Gaspedal vertan. Er wurde weder positiv auf Alkohol noch auf Drogen getestet. Er selbst befindet sich amSonntagabend im Krankenhaus. Der Fahrer soll in den nächsten Tagen zu den Umständen des Unfalls vernommen werden. Es wird eine Untersuchung wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet.

  • Paris: Der Boulevard du périph wird 50 Jahre alt

    Paris: Der Boulevard du périph wird 50 Jahre alt

    Die Ringautobahn der französischen Hauptstadt ist ein Albtraum für Autofahrer und wird oft verunglimpft. Ein Stadtplanungsbüro träumt sogar davon, sie in eine grüne und mit Wohnungen besiedelte Fläche zu verwandeln.

    Le Periph ist wie ein alter Freund, den man in Paris hegt und pflegt, aber auch oft verflucht. Die 35 Kilometer lange Ringstraße, die die Hauptstadt umgibt, wird 50 Jahre alt. Bei einem Fahrkurs gerät die 25-jährige Mathilde, obwohl sie bereits ihren Führerschein hat, in Panik. Umgeben von Autos und Zweirädern gibt sie auf dem Sender France 2 zu, dass sie an einem bestimmten Punkt das Lenkrad einfach loslassen und wegrennen wollte. Diese Straße steht auch für 17 Jahre riesige Baustellen zwischen 1956 und 1973, drei Milliarden Euro wurden damals für Bauarbeiten ausgegeben.

    Wird die Ringstraße bald umgebaut?
    Und in einem halben Jahrhundert hat der Périphérique viele Geschichten erlebt. Wie etwa das Paar, das mit seinem Hochzeitszug die Fahrbahn blockierte. Manchmal wurde der Périphérique auch absichtlich für Filme gesperrt, zum Beispiel als Guillaume Canet und François Cluzet ihn im Jahr 2005 für die Dreharbeiten zu „Ne le dis à personne“ in Beschlag nahmen. Seitdem ist der Boulevard in die Jahre gekommen. Es fahren zu viele Autos und die Luftverschmutzung ist wegen der vielen Feinstaubpartikel viel zu hoch. In einem Stadtplanungsbüro träumt man jetzt davon, den Boulevard für den Verkehr zu schließen und umzubauen. Philippe Gazeau stellt sich vor, dass der Périphérique schon bald für Biodiversität stehen und von 50.000 Wohnungen bedeckt sein wird. Die Stadtverwaltung von Paris lehnt dies jedoch ab und plant stattdessen, eine Spur für Fahrgemeinschaften, Busse und Taxis zu reservieren.

  • Pariser Metro: Eine Frau stirbt, weil ihre Jacke in den Türen des Zuges stecken geblieben ist

    Pariser Metro: Eine Frau stirbt, weil ihre Jacke in den Türen des Zuges stecken geblieben ist

    Der geschockte Fahrer des U-Bahn-Zuges musste von Feuerwehr-Sanitätern betreut werden.

    Eine Frau ist am Samstag, dem 22. April, in der Station Bel-Air der Pariser Metro auf der Linie 6 ums Leben gekommen, wie Franceinfo am Sonntag von der RATP erfuhr. Der Verkehr wurde in beiden Richtungen zwischen den Stationen Daumesnil und Nation unterbrochen.

    Kurz nach 16 Uhr verließ die Frau eilig und im letzten Augenblick eine Bahn, wobei ihre Jacke eingeklemmt wurde, als sich die automatischen Türen schlossen. Als die U-Bahn wieder anfuhr, wurde ein Teil ihres Körpers unter den Zug gezogen, das Opfer konnte nicht mehr gerettet werden und wurde 20 Minuten später von der Feuerwehr für tot erklärt. Die Staatsanwaltschaft von Paris teilte mit, dass die Frau 45 Jahre alt war.

    Die Polizei führte bei dem U-Bahn-Fahrer einen Drogentest durch, der negativ ausfiel. Die RATP teilte auf Anfrage mit, dass „der schockierte Fahrer von der Feuerwehr betreut wurde“ und dass „die Opferhilfeeinheit sofort an den Unfallort geschickt wurde“. Die Pariser Staatsanwaltschaft teilte ausserdem mit, dass eine Untersuchung zur Ermittlung der genauen Todesursache eingeleitet wurde.

  • Urlaub 2023: Das sind die Wunschziele der Franzosen für diesen Sommer

    Urlaub 2023: Das sind die Wunschziele der Franzosen für diesen Sommer

    Mit dem Ende der Covid-Krise und den damit verbundenen Einschränkungen steht es den Menschen nun wieder frei, in diesem Sommer zu reisen, wohin sie wollen. 

    Endlich ein „normaler“ Urlaub für die Franzosen in diesem Sommer! Das Ende der Einschränkungen durch Covid-19, aber auch die Inflation werden die Trends für den Sommerurlaub 2023 bestimmen. Welche Reisemöglichkeiten, welches Budget und welche Reiseziele bevorzugen die Franzosen?

    Ausland: Eine Vorliebe für den Mittelmeerraum
    Die südeuropäischen Länder ziehen weiterhin viele französische Urlauber an. Jean-Pierre Mas, Präsident des Verbandes der französischen Reiseunternehmen, nennt Griechenland, Spanien, Italien, Tunesien und Marokko, als die Länder, die aufgrund ihres Klimas und ihrer günstigen Preise zu den bevorzugten Reisezielen dieses Sommers gehören werden. Auch wenn ein Drittel der Franzosen lieber im land bleiben möchte, geben laut IEFT, Managementschule für Tourismus, 70 % von ihnen an, dass sie im Sommer 2023 ins Ausland fahren möchten, gegenüber 43 % im Sommer 2022.

    Frankreich: Run auf das Meer
    Jean-Pierre Mas sagt voraus, dass in Frankreich die Badeorte bevorzugt werden. Die Franzosen wollen wieder ans Mittelmeer, an den Atlantik oder an die bretonische Küste.

    Wellness oder Abenteuer?
    Laut der Zeitung Ouest France bevorzugen 59 % der befragten französischen Reisenden einen Wellness-Aufenthalt. Einige andere bevorzugen einen kulturellen Aufenthalt im Ausland, wobei die nordischen Länder besonders beliebt sind. Jean-Pierre Mas erklärt, dass es einen echten Appetit auf die nordeuropäischen Reiseziele gibt: „Sie sind teurer, bieten aber eine große Kultur, die es zu entdecken gilt“.

    Chillen auf dem Land: Das Magazin Geo meldet unter Berufung auf eine Studie von Hotels.com, Expédia.fr und Abritel, dass die Franzosen die Ruhe auf dem Land, z. B. in renovierten Scheunen oder Bauernhäusern, zu schätzen wissen. Die Nachfrage nach ländlichen Reisezielen war in den Jahren 2021-2022 in Departements wie Indre, Moselle oder Oise bereits um 60 % gestiegen. Die Trends bestätigen, dass die Nachfrage auch in diesem Sommer stabil bleiben wird.

    Die Franzosen wollen ihr Budget unter Kontrolle halten
    AirJournal berichtet, dass französische Reisende aufgrund der Inflation für diesen Sommer ein Budget von etwa 2.339 € pro Person einplanen. Außerdem versuchen sie, so früh wie möglich zu buchen, um Rabatte für Frühbucher mitnehmen zu können.

    Die Franzosen verreisen immer seltener allein. Laut IEFT ziehen es nur 6 % der Franzosen vor, allein zu verreisen, während die große Mehrheit lieber zu zweit oder mit der Familie reist.

    Im aktuellen Umweltkontext wird der umweltbewusste und nachhaltige Tourismus in den Vordergrund gerückt. Die Franzosen wollen bei ihren Urlaubsreisen zunehmend einen umweltbewussten Ansatz verfolgen. Allerdings bleibt dies derzeit noch ein frommer Wunsch, denn der Flugverkehr wird voraussichtlich das gleiche Wachstum verzeichnen, das er schon 2019, also vor der Covid-Krise, verzeichnet hat. Seit Ender der Einschränkungen stieg die Zahl der Flüge laut ICAO, der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation, weltweit um 3,6 %.

  • Neue Autobahn Toulouse-Castres: Tausende Demonstranten und eine Mauer auf der RN 126

    Neue Autobahn Toulouse-Castres: Tausende Demonstranten und eine Mauer auf der RN 126

    Tausende Menschen demonstrierten gestern gegen die geplante Autobahn zwischen Toulouse und Castres. Höhepunkt der Proteste: der Bau einer Mauer mitten auf der RN 216 an der Ausfahrt von Soual.

    Am Ortsausgang von Soual (Tarn) kommt die Menge auf der RN 126 zum Stillstand. Eine kleine Gruppe von etwa zehn Männern, die meisten von ihnen vermummt und schwarz gekleidet, holt aus ihren Umhängetaschen Betonblöcke und Zement. Unter dem Jubel der bis zu  8.500 Demonstranten, die am 22. und 23. April an zweitägigen Protesten gegen den Bau einer Autobahn zwischen Castres und Toulouse teilnehmen, errichteten sie mitten auf der Straße eine etwa einen Meter hohe Mauer. Nachdem sie die Festigkeit der Mauer getestet hatten, sprühten zwei Jugendliche „L’A69 ne passera pas“ (Die A69 wird nicht durchkommen) darauf.

    In der Folge warfen die Aktivisten zu Hunderten Bananenschalen auf den Asphalt, um zu signalisieren, dass sie alles tun würden, um das Straßenprojekt zu Fall zu bringen.

    Geoffrey Tarroux, einer der Anführer der A69-Gegner und Mitglied des Kollektivs „Voie libre“ (Freier Weg), ist der Meinung: „Die Mobilisierung ist außergewöhnlich. Jeder versteht, dass diese Autobahn ein historischer und ökologischer Unsinn ist und den wohlhabenden Klassen vorbehalten ist, da man 17 Euro für Hin- und Rückfahrt zahlen muss, um diesen Abschnitt zu befahren“.

    „Wir sind alle Ökoterroristen“
    Ein paar hundert Mitglieder der sogenannten „schwarzen Blöcke“ skandierten Anti-Polizei-Slogans, die von einem Großteil der Menge aufgegriffen wurden. Ein anderer Slogan war: „Wir sind alle Ökoterroristen“.

    Auf der Demonstration waren auch prominente nationale Politiker anwesend, die sich dem Protest anschlossen. Wie etwa Manuel Bompard von der Partei La France Insoumise oder Sandrine Rousseau, Abgeordnete der EELV (Grüne). „Es war wichtig für mich zu kommen, weil ich gegen dieses Projekt bin. Diese Autobahn ist völlig anachronistisch. Die Entwicklung eines Gebiets über die Straße und das Auto zu denken, in einer Zeit der Vernichtung der Artenvielfalt und der Klimaerwärmung, ist Unsinn! Die Leute, die heute so argumentieren, sind unverantwortlich“, ärgerte sich die Parlamentarierin.

    Auch der Abgeordnete François Piquemal äußerte sich ähnlich: „Diese Verbindung zwischen Toulouse und Castres stammt aus einer anderen Zeit. Dieses Projekt ist ein Ökozid, sozial ungerecht, und das alles nur, um 15 Minuten Fahrzeit zwischen Toulouse und Castres einzusparen.“

    Der Samstagabend wurde mit einer Reihe von Konzerten fortgesetzt, bevor am Sonntag der zweite Aktionstag stattfindet.

  • Schulferien: Was ist an diesem Wochenende auf den Straßen Frankreichs zu erwarten?

    Schulferien: Was ist an diesem Wochenende auf den Straßen Frankreichs zu erwarten?

    An diesem Wochenende sind alle Schulbezirke Frankreichs von den Frühjahrs-Schulferien betroffen. Wie lauten die Prognosen von Bison Futé für die großen Verkehrsachsen?

    Für das vierte Aprilwochenende, an dem alle Schulbezirke Frankreichs von den Schulferien betroffen sind, sind die nationalen Verkehrsprognosen recht gut.

    „Die Familienreisen werden fast alle Hauptverbindungsstrecken des Landes betreffen“, meldet Bison Futé. „Die Urlauber lassen sich jedoch Zeit mit der Abreise und kehren nicht in letzter Minute zurück. Diese zeitliche und räumliche Streuung sorgt dafür, dass sich die Überlastungserscheinungen auf den Straßen in Grenzen halten“.

    Samstag, 22. April
    Am Samstag, dem 22. April, wird es in der Region Île-de-France in Richtung der Mautstellen der Autobahnen A10 und A6 sowie auf der Autobahn A13 ab dem frühen Morgen zu Verkehrsbehinderungen in der Abreiserichtung kommen.

    In der Rückreiserichtung dürften die ersten Schwierigkeiten am frühen Nachmittag auftreten und sich auf das Rhonetal konzentrieren.

    Sonntag, 23. April
    Der Tag wird von Bison Futé auf nationaler Ebene sowohl in der Abreise- als auch Rückreiserichtung als grün eingestuft.

    Bison Futé