Kategorie: Tourismus

  • Umwelt: Unberührte Naturgebiete locken Besucher in die Camargue

    Umwelt: Unberührte Naturgebiete locken Besucher in die Camargue

    Der Süden Frankreichs dürfte mit einer der schönsten Naturregionen Frankreichs, der Camargue, in der mehrere Gemeinden mit dem Label Grand Site de France ausgezeichnet sind, im Sommer viele Touristen erleben.

    Manchmal wird sie auch die kleine Camargue genannt, aber sie hat alles, was eine große Camargue ausmacht. Die Camargue gardoise, die das Label „grands sites de France“ trägt, zieht jedes Jahr zwei Millionen Besucher an. Der Tour Carbonnière auf der Straße nach Aigues-mortes beherbergte vor 700 Jahren eine Mautstelle. Heute empfängt er Touristen. „Es ist herrlich, der gut ausgestattete Turm mit einem sehr schönen Panorama“, freut sich eine Touristin auf dem Sender France 3. Das Baudenkmal wurde renoviert und ein Pfad auf Stelzen gebaut, um die Natur zu schützen.

    Persönlicher und individueller Empfang
    „Wir wollen keinen Massentourismus, wir werden uns um einen persönlichen Empfang bemühen“, erklärt Maeva David, Projektleiterin des Grand Site de France. Auf den 50 Hektar zwischen der Rhône und dem Meer bilden die Natur und die menschlichen Aktivitäten eine einzigartige Identität, die durch das Label Grand Site de France anerkannt und ausgezeichnet wird. Dafür bedurfte es allerdings jahrelanger Aufwertungsmaßnahmen wie zum Beispiel vor den Stadtmauern von Aigues-Mortes. Die alten hässlichen Parkplätze sind aus der Landschaft verschwunden und jetzt hinter grünen Sträuchern verborgen.

  • Der Sicherheitsgurt in unseren Autos feiert seinen 50. Geburtstag

    Der Sicherheitsgurt in unseren Autos feiert seinen 50. Geburtstag

    Das Anlegen des Sicherheitsgurts im Auto ist seit 50 Jahren Pflicht. Dennoch hat fast einer von vier Verkehrstoten in Frankreich den Gurt nicht angelegt. 

    An Bord eines Autos befinden sich vier Dummys für einen Sicherheitstest. Vorne ist einer von ihnen nicht angeschnallt, hinten ist eine Kinderattrappe falsch angeschnallt und hat den Gurt unter dem Arm platziert. In der Versuchshalle wird das Fahrzeug mit 50 km/h gegen eine Wand gefahren. Das Ergebnis: Die nicht angeschnallte Person auf dem Vordersitz ist schwer gegen das Armaturenbrett geprallt und währe wahrscheinlich durch den Aufprall gestorben. Auf der Rückbank ist der Kopf des nicht angeschnallten Kindes ebenfalls gegen den Sitz vor ihm geprallt. Es ist daher sehr wahrscheinlich, dass es bei solch einem Aufprall sterben oder sehr schwere Verletzungen erleiden würde.

    28% schnallen sich bei kurzen Fahrten nicht an.
    Der Crashtest wurde durchgeführt, um an die Bedeutung des Sicherheitsgurts zu erinnern. Im letzten Jahr hatten 24% der im Auto getöteten Personen ihren Gurt nicht angelegt. Diese Zahl ist im letzten Jahr gestiegen. Die Anschnallpflicht wurde in Frankreich 1973 auf den Vordersitzen und 1990 auf den Rücksitzen eingeführt. Aber Studien zeigen, dass heute 28 % der Autofahrer zugeben, dass sie sich auf kurzen Fahrten manchmal nicht anschnallen.

  • Gewitter: 10 Stunden Verspätung für SNCF-Reisende zwischen Paris und Toulouse wegen umgestürzter Bäume

    Gewitter: 10 Stunden Verspätung für SNCF-Reisende zwischen Paris und Toulouse wegen umgestürzter Bäume

    Nach starken Gewitterstürmen stürzten zahlreiche Bäume auf die Gleise zwischen Agen und Montauban, wodurch der Verkehr zahlreicher Züge, die zwischen Paris und Toulouse sowie zwischen Bordeaux und Marseille verkehrten, beeinträchtigt wurde. Es war eine lange Nacht für gestrandete Reisende.

    Die Nacht war lang für einige Nutzer der SNCF. Am Dienstagabend wurden mehrere Departements im Südwesten Frankreichs von heftigen Gewittern heimgesucht. Die Stürme wehten so stark, dass zwischen Agen und Montauban zahlreiche Bäume auf die Gleise fielen und den Verkehr auf mehreren Zuglinien behinderten. Reisende, die am Dienstagabend kurz nach 17 Uhr in Paris abfuhren und gegen 21.30 Uhr Toulouse erreichen sollten, kamen schließlich erst um 8 Uhr am Mittwochmorgen an.

    Ab 19.45 Uhr wurde der Zugverkehr in diesem Bereich komplett unterbrochen, auch alle TER-Züge fielen aus. Dies war auch der Beginn einer langen Wartezeit für die Reisenden in den beiden TGVs, die zwischen Paris und Toulouse verkehrten, sowie in den drei Intercités, die Marseille mit Bordeaux verbanden.

    „Bäume sind auf die Gleise gefallen und wir haben die Züge in den Bahnhöfen von Marmande, Agen oder Montauban anhalten lassen. Viele Bäume sind umgestürzt und unsere Mitarbeiter mussten sogar Bäume auf den Straßen zerschneiden, um an die Gleise zu gelangen, die unzugänglich waren. Die Gleise wurden erst in der Nacht, gegen 3.30 Uhr, geräumt. Danach mussten wir Überprüfungen durchführen, um sicherzustellen, dass alles gesichert war“, sagte ein Sprecher der SNCF Okzitanien.

    Normalerweise werden unter solchen Umständen Busse gechartert, um die Fahrgäste abzuholen und sie zu ihren Zielbahnhöfen zu bringen. „Aber kein Verkehrsunternehmen hat in dieser Nacht Busse geschickt, auch der Verkehr auf den Straßen war sehr kompliziert. Die Wartezeit war lang, aber ruhig, die Menschen haben verstanden, dass es sich um ein Wetterereignis handelte“, fuhr der Sprecher fort und berichtete, dass die Reisenden im Laufe der Nacht mit Wasser und Lebensmitteln versorgt wurden.

    Die Züge kamen daher mit erst mit vielen Stunden Verspätung an ihren Endstationen an. Fast zehn Stunden waren es für den Zug Paris-Toulouse. Manche Anschlusszüge wurden aufgehalten, damit auch umsteigende Reisenden ihre Fahrt zu Ende bringen konnten, und für die betroffenen Reisenden wurde von der SNCF ein Erstattungsverfahren eingeleitet.

  • Mit Bestellung von Air India über 250 Flugzeuge erreicht Airbus 826 Verkäufe während Le Bourget Flugmesse

    Mit Bestellung von Air India über 250 Flugzeuge erreicht Airbus 826 Verkäufe während Le Bourget Flugmesse

    Die indische Fluggesellschaft schloss eine Bestellung von 250 Airbus-Flugzeugen ab. Eine Mischbestellung von Mittelstreckenflugzeugen A320 und Langstreckenflugzeugen A350. Der Verkauf erreicht einen Listenpreis-Wert von 70 Milliarden US-Dollar.

    Nach dem historischen Auftrag der indischen Fluggesellschaft IndiGo, der am ersten Tag der Messe bekannt gegeben wurde, legte Airbus am Dienstag mit einem weiteren Megaauftrag nach. Der lang erwartete große Auftrag der Fluggesellschaft Air India umfasst 250 Flugzeuge. Air India bestellt 140 A320 NEO, 70 A321 NEO sowie 40 Langstreckenflugzeuge des Typs A350, davon 34 der größten Version (A350-1000).

    826 Bestellungen in zwei Messetagen.
    Der Wert der Bestellung erreicht zum Listenpreis 70 Milliarden US-Dollar. Allerdings gibt es bei solchen Großaufträgen oft erhebliche Rabatte, die von den großen Flugzeugherstellern Airbus oder Boeing eingeräumt werden.

    Mit diesem neuen Auftrag hat Airbus 801 während der Luftfahrtmesse im französischen Le Bourget bereits Bestellungen von sechs Fluggesellschaften erhalten, die ihre Käufe bestätigt oder bekannt gegeben haben: Flynas (dreißig A320 NEO), Philippin Airlines (neun A350), Qantas (neun A220), Air Mauritius (drei A350), IndiGo (500 A320) und Air India (250 Flugzeuge). Am Dienstagabend kam noch eine Bestellung über 25 A321 NEO von der mexikanischen Low-Cost-Fluggesellschaft Volaris hinzu, womit Airbus seit Beginn der Luftfahrtmesse in Le Bourget 826 Flugzeuge verkauft hat.

  • Führerscheinreform: Frankreich senkt Mindestalter ab 2024 auf 17 Jahre

    Führerscheinreform: Frankreich senkt Mindestalter ab 2024 auf 17 Jahre

    Premierministerin Elisabeth Borne bestätigte am Dienstag, dem 20. Juni, eine Meldung aus der vergangenen Woche: Das Mindestalter für den Erwerb des Führerscheins wird in Frankreich ab 2024 auf 17 Jahre gesenkt. Der Führerscheinerwerb für junge Menschen wird reformiert. Wie letzte Woche angekündigt, wird eine Maßnahme zur Senkung des Mindestalters auf 17 Jahre ergriffen, wie Premierministerin Elisabeth Borne soeben bekannt gegeben hat. „Ab Januar 2024 wird es möglich sein, den Führerschein ab 17 Jahren zu erwerben und ab 17 Jahren zu fahren“, anstatt erst ab 18 Jahren und unter den gleichen Bedingungen wie derzeit, erklärte die Premierministerin gegenüber dem Online-Medium Brut und betonte, dass diese Maßnahme „einen echten Mehrwert“ darstellen würde, insbesondere für junge Menschen in der Ausbildung. Die Forderung nach einer Senkung dieses Mindestalters ist ein wiederkehrendes Thema. Letzten Monat erst hatte die Republikanische Partei einen Gesetzesvorschlag in der Nationalversammlung …

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  • Vermisstes Unterseeboot nahe der Titanic: Der Franzose Paul-Henri Nargeolet ist an Bord

    Vermisstes Unterseeboot nahe der Titanic: Der Franzose Paul-Henri Nargeolet ist an Bord

    Die Behörden wurden am Wochenende vom Betreiber des U-Boots, OceanGate Expeditions, über das Verschwinden des U-Boots informiert. An Bord befinden sich fünf Personen, darunter ein Franzose, der Titanic-Spezialist Paul-Henri Nargeolet.

    Die US-amerikanische und kanadische Küstenwache setzte am Dienstag, dem 20. Juni, die Suche nach einem kleinen Touristen-U-Boot fort, das mit fünf Personen an Bord vermisst wird. Das Tauchboot hatte sich auf den Weg gemacht hatten, um das Wrack der Titanic in einer abgelegenen Region des Atlantiks vor der Küste Nordamerikas zu besuchen. Unter den Passagieren befindet sich auch ein Franzose: Paul-Henri Nargeolet.

    Eine militärische Ausbildung
    Der aus dem Departement Haute-Savoie stammende und heute 77-jährige Tiefseeforscher absolvierte den ersten Teil seiner Karriere als Marineoffizier. Er war Kommandant der Taucher und Minenräumer in Cherbourg (Ärmelkanal, Nordwestfrankreich) und wurde anschließend U-Boot-Pilot bei der Groupe d’intervention sous la mer, die der französischen Marine untersteht. Von dort aus wechselte er zur Meeresarchäologie, wo er im Rahmen der Vereinigung Groupe de recherche d’archéologie navale mehrere Schiffswracks entdeckte und untersuchte.

    Eine Leidenschaft für die Titanic
    Der eigentliche Wendepunkt in seiner Karriere trat 1986 ein, als er Leiter der Tiefsee-U-Boote des französischen Forschungsinstituts für die Nutzung des Meeres (Ifremer) wurde.

    Ein Jahr zuvor hatte ein Team unter der Leitung des amerikanischen Wissenschaftlers Robert Ballard in Zusammenarbeit mit dem Institut Ifremer das Wrack der Titanic gefunden. Ab 1987 tauchte Paul-Henri Nargeolet an Bord des französischen U-Boots Nautile selbst zur dem Wrack der Titanic. Im Laufe der Jahre folgten Dutzende von Tauchgängen, bei denen unter anderem mehrere hundert Gegenstände aus der Tiefe geholt wurden. Der letzte Tauchgang fand im Sommer 2021 statt, wie Paul-Henri Nargeolet in einem langen Interview auf der Website des Museums La Cité de la Mer in Cherbourg berichtete. „Bei unserem letzten Tauchgang im vorderen Teil der Titanic, ohne jegliche Strömung, was sehr selten ist, konnten wir zum ersten Mal Teile des Wracks aus einem ganz anderen Blickwinkel betrachten, was den Tauchgang besonders interessant machte“.

    Leiter des Forschungsprogramms eines amerikanischen Unternehmens.
    Paul-Henri Nargeolet wurde 2007 Direktor des Forschungsprogramms der Firma RMS Titanic/Phoenix International, der das Wrack gehört. Er nahm an mehreren Suchkampagnen nach vermissten Schiffen und 2010 sogar nach dem Airbus A330-203 teil, der auf dem Flug von Rio nach Paris über dem Meer abgestürzt war.

  • Frankreich will das Problem des „Übertourismus“ angehen

    Frankreich will das Problem des „Übertourismus“ angehen

    Die französische Regierung stellte am Sonntagabend einen Plan zur Regulierung der Touristenströme vor, die zu bestimmten Zeiten des Jahres die beliebtesten Touristenorte überschwemmen. Unter anderem soll eine „nationale Beobachtungsstelle für die wichtigsten Touristenorte“ eingerichtet werden.

    Ist das weltweit beliebte Reiseziel Frankreich vom „Übertourismus“ betroffen? Die Regierung will das Problem jedenfalls jetzt angehen. Nach Ansicht der Fachleute fehlt es dem Land an einer echten Diagnose und einer Strategie zur Entwicklung des Tourismus, die es ermöglichen würde, die Urlauberströme besser zu verteilen.

    Die Regierung stellte am Sonntagabend einen Plan zur Regulierung des Tourismus vor, der zu bestimmten Zeiten des Jahres die beliebtesten urlaubs- und Ausflugsziele überschwemmt. Und damit wird Tourismus manchmal eine Bedrohung für die Umwelt, die Lebensqualität der Bewohner und eine negative touristische Erfahrung der Reisenden.

    Um das Phänomen besser analysieren zu können, soll ein „nationales Observatorium für bedeutende Tourismusstandorte“ eingerichtet werden, wie Olivia Grégoire, die stellvertretende Ministerin für Tourismus, jetzt ankündigte. Außerdem soll ein praktischer Leitfaden erstellt werden, in dem die Begriffe „Übertourismus“, „Überfüllung“ und „Besucherspitzen“ definiert werden, um ein gemeinsames Analyseraster zu schaffen.

    Eine Kommunikationskampagne soll einen besser auf alle Gebiete verteilten Vier-Jahreszeiten-Tourismus fördern, aber auch gute Praktiken in den Bereichen Energie-, Wasser- und Abfallmanagement vermitteln. Es soll eine Arbeitsgruppe mit Influencern eingerichtet werden, damit diese nicht ausgerechnet nur den unerwünschten Massenbesuch von Sehenswürdigkeiten wie den Mont-Saint-Michel, Étretat oder der Calanques von Marseille fördern.

    „Übertourismus“, „Hypertourismus“, „Overtourism“ oder „Tourismophobie“: Diese Begriffe bezeichnen „tatsächliche oder vermeintliche Sättigungsphänomene“ im Zusammenhang mit der Überfüllung durch Touristen, heißt es in einem aktuellen Bericht der Alliance France Tourisme, in dem Fachleute aus der Branche Wege zur Regulierung vorschlagen.

    In Frankreich konzentrieren sich nach Angaben der Regierung 80 % der Tourismusaktivitäten auf nur etwa 20 % des Landes. „Es muss auf nationaler Ebene eine echte Anstrengung unternommen werden, um die Urlauber dazu anzuregen, auch andere Regionen zu entdecken“ als beispielsweise die Côte d’Azur oder die Küste des Baskenlandes, „Frankreich ist reich genug an Landschaften und Kultur“, meint Didier Chenet, Präsident des Verbands der Hotels und Restaurants Frankreichs (GHR).

    Zu den Lösungen gehören: „Ausweitung des Tourismusgebiets“, indem Touristen ermutigt werden, andere als die überlasteten Orte aufzusuchen, Werbung für weniger frequentierte Gebiete zu machen und diese mit neuen Routen und Sehenswürdigkeiten, einem besseren Angebot an Unterkünften, Restaurants und Dienstleistungen aufzuwerten.

    Es wird auch über restriktivere Maßnahmen diskutiert, wie der Einführung von Steuern, Eintrittsgebühren oder Tagesquoten: Vor den Toren von Marseille (im Südosten Frankreichs) wurde in der Calanque de Sugiton für fünf Jahre eine Reservierungspflicht für Besucher im Sommer eingeführt, und der Nationalpark der Calanques denkt über eine deutliche Begrenzung der Besucherzahlen auf den Frioul-Inseln nach.

    „Wir müssen die empfindlichen Lebensräume schützen, wir haben in 25 Jahren 30 % der Artenvielfalt verloren, aber was ich seit über 25 Jahren täglich sehe, ist, dass etwa 90 % unserer Gebiete den Großteil des Jahres nicht besucht werden“, bestätigt Didier Arino, Generaldirektor der Firma Protourisme, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

  • Die schlechten Gewohnheiten der Franzosen auf der Autobahn

    Die schlechten Gewohnheiten der Franzosen auf der Autobahn

    Laut einer Studie, die am Dienstag, den 20. Juni von der Sanef-Gruppe vorgestellt wurde, fahren französische Autofahrer auf Autobahnen immer noch zu schnell, lassen aber inzwischen etwas mehr Sicherheitsabstand.

    Französische Autofahrer fahren auf Autobahnen immer noch zu schnell, lassen aber etwas mehr Sicherheitsabstand, so eine Studie, die am Dienstag von der Sanef-Gruppe vorgestellt wurde. Für die Studie filmte Sanef den Verkehr Ende März 2023 auf einem Abschnitt der Autobahn A13 (Eure) in der Richtung Caen-Paris.

    „Die Geschwindigkeit bleibt auf dem höchsten Niveau seit der Gründung der Sanef-Beobachtungsstelle für das Verhalten auf Autobahnen“ im Jahr 2012, teilen die Autoren der Studie mit. 42 % der Fahrzeuge fuhren über der zulässigen Geschwindigkeit (130 km/h), gegenüber 38 % im Jahr 2018. Die Durchschnittsgeschwindigkeit liegt bei 128 km/h. Auf der linken Spur betrug die Durchschnittsgeschwindigkeit 137 km/h, also 7 km/h mehr als erlaubt.

    3% der beobachteten Fahrer auf allen Fahrspuren überschreiten sogar die 150 km/h-Marke. Nachts an Werktagen sind es sogar 51% der Fahrer, die über 130 km/h fahren. Der Sicherheitsabstand hat sich aber verbessert: 22 % der Fahrzeuge fahren zu dicht am Vordermann, gegenüber 29 % im Jahr 2022. An Wochenenden wird der Abstand jedoch weniger eingehalten: 26 % der Autofahrer halten nicht einmal einen Abstand von zwei Sekunden zwischen ihrem Fahrzeug und dem Vordermann ein.

    Eine schlechte Angewohnheit bleibt konstant: Mehr als ein Drittel der Fahrzeuge fährt auf der mittleren Spur, obwohl die rechte Spur frei ist, so die Beobachtungsstelle. Am Wochenende bleibt sogar mehr als jeder zweite Fahrer auf der mittleren Spur. Und das Blinken wird oft als eine Option betrachtet: 28 % der Fahrer geben kein Signal, wenn sie überholen, und 39 % unterlassen das Blinken, wenn sie wieder nach rechts einscheren.

    Die Beobachtungsstelle untersuchte auch das Verhalten von Lkw auf einem Abschnitt der Autobahn A1: 25,5 % der Fahrer hielten den vorgeschriebenen Abstand von 50 Metern zum vorausfahrenden Fahrzeug nicht ein. Und 4,3 % der Lkw machen Pausen sich auf dem Standstreifen und gefährden damit Autofahrer mit Pannen, Abschleppdienste und Autobahnmitarbeiter im Einsatz.

    Das Jahr 2022 war in Frankreich durch einen starken Anstieg der Todesfälle auf Autobahnen gekennzeichnet, mit 166 erfassten tödlichen Unfällen, gegenüber 119 im Jahr 2021 und 140 im Jahr 2019 (2020 war durch die Pandemie geprägt). Auf allen französischen Straßen blieb die Bilanz im Vergleich zu 2019 mit 3.260 Todesfällen im Jahr weitgehend unverändert.

  • Schiffbrüchiger Abenteurer im Pazifik vier Tage nach Einstellung der Suche doch noch lebend gefunden

    Schiffbrüchiger Abenteurer im Pazifik vier Tage nach Einstellung der Suche doch noch lebend gefunden

    Aaron Carotta, ein Amerikaner, der in einem Ruderboot eine Weltumrundung versuchte, wurde seit dem 31. Mai gesucht.

    Die Hoffnung, Aaron Carotta noch lebend zu finden, schien geschwunden. Doch der in einem unbewohnten Gebiet im Pazifik gesuchte amerikanische Abenteurer wurde am Freitag, dem 16. Juni, von schließlich einem Öltanker gerettet, wie das Hochkommissariat der Republik in Französisch-Polynesien bekannt gab. Das Ende der offiziellen Suche war bereits am Montag beschlossen worden.

    Der Abenteurer hatte Südamerika verlassen, um mit einem Ruderboot, der Smiles, allein die Welt zu umrunden. Sein Notsignal war am 31. Mai ausgelöst worden, wurde danach jedoch nicht mehr empfangen. Neun Handels- und Freizeitschiffe hatten sich an der Suche beteiligt, die jedoch erfolglos blieb. Die Suche wurde eingestellt, da es „keine neuen Erkenntnisse“ zur Lokalisierung des Bootes gab.

    Fast 1.000 km vom nächsten Festland entfernt
    Am Donnerstag wurde der Notrufsender des Bootes jedoch erneut im Zuständigkeitsbereich des Joint Rescue Coordination Center (JRCC), das die Rettungsmaßnahmen in Französisch-Polynesien koordiniert, aufgefangen.

    Der Schiffbrüchige, der sich in einem Rettungsboot befand, wurde am Donnerstagnachmittag von einem US-amerikanischen Flugzeug, das nach ihm suchte, entdeckt und am Freitag von einem Öltanker aus seiner misslichen Lage gerettet. Aaron Carotta befand sich 950 km östlich der Inselgruppe der Marquesas, die zu Französisch-Polynesien gehört. Er ist gesund und munter.

  • Wohnsteuer in Frankreich: In vielen Gemeinden werden Zweitwohnsitze in Zukunft höher besteuert

    Wohnsteuer in Frankreich: In vielen Gemeinden werden Zweitwohnsitze in Zukunft höher besteuert

    Ein Dekret, das demnächst im Amtsblatt veröffentlicht wird, erlaubt vielen Gemeinden in Frankreich, die Wohnsteuer auf Zweitwohnungen zu erhöhen. Etwas mehr als 3.600 Gemeinden in Frankreich werden die Möglichkeit dazu haben. Ein Dekret, das in Kürze im Amtsblatt veröffentlicht wird, erlaubt es vielen Gemeinden, die Wohnsteuer auf Zweitwohnsitze zu erhöhen, um die herrschende Wohnungsnot zu bekämpfen. Viele Gemeinden – vor allem an der Mittelmeer- und Atlantikküste -, werden voraussichtlich die Wohnsteuer auf Zweitwohnsitze zu erhöhen. Das Dekret gibt etwa 3.680 Gemeinden die Möglichkeit, im Gemeinderat über eine Erhöhung der Wohnsteuer auf Zweitwohnungen zwischen 5 % und 60 % abzustimmen. Bisher hatten nur rund 1.000 Gemeinden die Möglichkeit dazu. Dabei handelte es sich unter anderem um Städte mit mehr als 50.000 Einwohnern, in denen ein „deutliches Ungleichgewicht zwischen Wohnungsangebot und -nachfrage“ festgestellt worden war. Dieses Ungleichgewicht musste zu „ernsthaften Schwieri…

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