Kategorie: Tourismus

  • Gironde: Zwei Menschen ertrinken innerhalb nur weniger Stunden

    Gironde: Zwei Menschen ertrinken innerhalb nur weniger Stunden

    Am Sonntag starben zwei Menschen im Südwesten Frankreichs. Am Morgen ertrank ein 54-jähriger Mann in Soulac-sur-Mer im Departement Gironde. Am Abend wurde in Lacanau eine Mutter von der Strömung mitgerissen, als sie versuchte, ihren beiden Kinder zu Hilfe zu kommen.

    Sie sind es gewohnt, den Ozean zu zähmen und kennen seine Gefahren genau. Am Sonntag, dem 13. August, ist es fast 21 Uhr, als zwei Surfer einer Mutter zu Hilfe eilen. Die Station der Rettungsschwimmer ist bereits seit zwei Stunden geschlossen. „Wir sahen den Familienvater, der wie verrückt versuchte, seine Frau zu finden, die in den Wellen herumirrte. Wir sind instinktiv direkt ins Wasser gesprungen“, erzählt einer der beiden Surfer auf dem Sender France 2.

    „Wir hätten auch sterben können“
    Nachdem sie versucht hatte, ihre beiden Kinder zu retten, geriet die 50-Jährige in eine gefährliche Strömung, was sie das Leben kostete. „Zum Glück kam uns ein Bademeister zu Hilfe (…) Wir hätten auch sterben können“, sagen die beiden Surfer.

    Am Wochenende hatte die Präfektur der Region Nouvelle-Aquitaine die Atlantikküste wegen der Gefahr von gefährlichen Strömungen in höchste Alarmbereitschaft versetzt. Sie rief zu extremer Wachsamkeit auf.

    Am Morgen des Sonntags konnte ein 54-jähriger Mann nicht mehr gerettet werden nachdem er zum Baden ins Meer gegangen war, obwohl der Strand nicht bewacht war. Auch er wurde Opfer einer gefährlichen Strömung, gegen die er machtlos war.

  • Eltern vergessen ihr Kind auf einer Autobahnraststätte und bemerken dies erst nach 45 Minuten

    Eltern vergessen ihr Kind auf einer Autobahnraststätte und bemerken dies erst nach 45 Minuten

    Unaufmerksame Eltern vergaßen ihr elfjähriges Kind am Sonntag, dem 13. August, auf einer Autobahnraststätte im Departement Mayenne. Sie bemerkten erst nach 45 Minuten Fahrt, dass ihr Kind fehlte.

    Ein eher ungewöhnliches Versehen ereignete sich am Sonntag, dem 13. August, in der Region Mayenne. Die Gendarmen des Departements wurden am späten Nachmittag zu einer Autobahnraststätte an der A81 gerufen. Ein 11-jähriges Kind war dort von seinen Eltern vergessen worden, berichtet der Sender France Bleu Mayenne.

    Es dauerte ganze 45 Minuten, bis die Eltern schließlich bemerkten, dass sie etwas vergessen hatten und schließlich umkehrten.

    Bis zur Rückkehr seiner Eltern wurde das Kind von beamten der lokalen Gendarmerie betreut, wo die unaufmerksamen Eltern es wohlbehalten abholen konnten.

    Ein ähnliches Missgeschick passierte im Februar 2022 im Departement Vaucluse, als die Gendarmen des Autobahnabschnitts Orange am Ende des Tages einen 14-jährigen Jungen allein auf der Raststätte Roquemaure in der Nähe der Autobahn A9 entdeckten. Auch hier hatten die Eltern nicht bemerkt, dass der Jugendliche nach einer Pause auf dem Rastplatz nicht wieder in das Fahrzeug gestiegen war. Die Eltern hatten ihre Fahrt in Richtung Montpellier fortgesetzt, wobei das Handy des Teenagers im Auto geblieben war.

    Die Gendarmen hatten über soziale Netzwerke Kontakt zu Freunden des Paares aufgenommen, die daraufhin den Vater und die Mutter des jungen Mannes benachrichtigten.

  • Luftverkehr in Frankreich: Air France nur noch 2. Fluggesellschaft nach Volotea

    Luftverkehr in Frankreich: Air France nur noch 2. Fluggesellschaft nach Volotea

    Das nationale Aushängeschild Air France ist nicht mehr die Nummer eins im Lande. Air France wird von Volotea überholt, einer spanischen Billigfluggesellschaft, die inzwischen mehr inländische Ziele in Frankreich anbietet.

    Viele kennen bisher weder ihre Flugzeuge noch ihren Namen. Dennoch dominiert die spanische Billigfluggesellschaft Volotea den französischen Himmel mit 61 Inlandsstrecken gegenüber 58 von Air France. Auf der Strecke Paris-Tarbes hat Volotea die französische Fluggesellschaft vollständig ersetzt. Für einen Hinflug verlangt Volotea ab 45 Euro. Seit ihrer Ankunft vor 11 Jahren verfolgt die Billigfluglinie die Strategie, die großen Städte zu verbinden, die von Air France vergessen und zugunsten von Zugverbindungen vernachlässigt wurden.

    Ein Beispiel: Nantes-Montpellier dauert mit dem Flugzeug 1 Stunde und 20 Minuten, mit dem Zug dagegen sieben Stunden. Dasselbe lässt sich auf die Strecke Bordeaux-Straßburg anwenden, wo die Reise mit dem Flugzeug 1 Stunde und 35 Minuten dauert, mit dem Zug dagegen fünf Stunden. „Sie haben es geschafft, eine Nische zu finden, in der sie ultra-aktiv sind. Deshalb sind sie bei der Anzahl der Strecken an die Spitze gerückt, aber nicht unbedingt beim Verkehrsaufkommen“, erklärt Luftfahrtberater Xavier Tytelman. Kritik an Volotea gibt es vor allem wegen immer wieder zu beobachtender großer Verspätungen.

  • Neue Ausweispapiere: Einige Franzosen müssen wegen langer Bearbeitungszeiten auf Auslandsreisen verzichten

    Neue Ausweispapiere: Einige Franzosen müssen wegen langer Bearbeitungszeiten auf Auslandsreisen verzichten

    Einige Franzosen waren in den letzten Monaten gezwungen, ihre Reisepläne zu ändern, weil sie nicht rechtzeitig ihre Ausweispapiere erhalten haben. Im Département Essonne etwa haben sich die Fristen für die Ausstellung von Ausweispapieren seit Januar mindestens verdoppelt.

    Ein französisches Ehepaar plante seine Hochzeitsreise auf die Inselgruppe Santorin (Griechenland). Sie hatten für die Reise den Monat Mai gewählt. Ihre Hochzeitsreise fand schlussendlich jedoch in ihrem Wohnzimmer statt, da sie nicht rechtzeitig ihre Ausweispapiere erhalten hatten. „Man hatte uns eine Wartezeit von etwa vier Wochen angekündigt“, sagt die Frau auf dem Sender France 2. Fünf Monate später haben sie allerdings immer noch keine Papiere. Im Departement Essonne sind sie bei weitem nicht die Einzigen, denen das so ergangen ist. Die Fristen für die Erteilung von Papieren haben sich seit Januar mindestens verdoppelt.

    Im Rathaus von Montgeron (Essonne) kennt das Standesamt auch große Verzögerungen. Rechtzeitig Papiere zu bekommen, bedeutet Glück zu haben. In diesem Rathaus warten noch 800 Anträge auf Erledigung. „Das Rathaus hat mit der Präfektur Kontakt aufgenommen und versucht, die Situation zu verbessern. Es ist sehr kompliziert“, erklärt Françoise Nicolas, stellvertretende Bürgermeisterin von Montgeron. Antwort der Präfektur Val-de-Marne: „Etwa 15 zusätzliche Beamte wurden ab Beginn der Sommerperiode eingestellt (…) Andere Zentren werden zur Verstärkung des Zentrums von Créteil (Val-de-Marne) eingesetzt.“ Manche Behörden warten allerdings auf das Ende der Sommerperiode, um wieder angemessene Fristen zu erreichen.

  • Sommersaison: Trauriger Monat Juli für die französische Tourismusbranche

    Sommersaison: Trauriger Monat Juli für die französische Tourismusbranche

    Die französische Tourismusbranche ist besorgt über einen Mangel an Touristen während des Monats Juli 2023. Das launische Wetter, vor allem in Nordfrankreich, ist aber nicht der einzige Grund.

    In Hyères (Var) werden die Touristen gezählt, bevor sie an Bord des Schiffes gehen. Offensichtlich sind es dieses Jahr weniger als früher, vor allem auf der Fahrt nach Porquerolles. Die Tourismusbranche hat das so noch nie erlebt. In Montpellier (Hérault) war die Lage ähnlich. Eines der Hotels im Stadtzentrum ist fast leer. „Für heute Abend sind wir fast leer. Wir haben nur 11 elf Zimmer von 35 Zimmern vermietet“, erklärt der Manager.

    Die Inflation ist schuld
    Für die Fachleute ist es nicht ganz einfach, diesen Mangel an Touristen zu erklären. „Im Moment war es sehr ruhig, aber jetzt kommt es langsam“, sagt ein Barkeeper gegenüber dem Sender France 3. Im Süden Frankreichs war das Wetter zu heiß, im Norden nicht warm genug, aber das reicht nicht aus, um das Debakel zu erklären. Der Grund könnte eher bei den Preisen zu suchen sein. Die Inflation verändert tatsächlich die Gewohnheiten der Touristen. „Wenn man mittags isst, geht man mit Sandwiches los und nicht in ein Restaurant“, erklärt ein Tourist.

  • Bombendrohung: Eiffelturm nach dreistündiger Schließung für die Öffentlichkeit wieder geöffnet

    Bombendrohung: Eiffelturm nach dreistündiger Schließung für die Öffentlichkeit wieder geöffnet

    Nach zweistündiger Schließung und einem Einsatz des Bombenkommandos aufgrund einer Bombendrohung am Nachmittag des 12. August wurde der Eiffelturm nach 3 Stunden wieder für die Öffentlichkeit geöffnet.

    Die drei Stockwerke des Eiffelturms wurden am Samstag für fast zwei Stunden evakuiert und die Sprengstoffexperten der Polizei suchten wegen einer Bombendrohung nach verdächtigen Dingen, wie die Betreibergesellschaft des Eiffelturms (Sete) berichtete.

    „Die Polizei ist vor Ort, die Bombenexperten sind vor Ort“, hatte eine Sprecherin der Sete am Samstagmittag erklärt und damit eine Meldung des Senders BFMTV bestätigt. „Es ist ein übliches Verfahren in dieser Art von Situation“, hatte sie betont.

    Die Evakuierung, die um 12:15 Uhr begann, betraf alle drei Stockwerke des Monuments, einschließlich des Turmrestaurants, sowie den Vorplatz, fügte die Sprecherin hinzu. Der Verkehr der umliegenden Strassen wurde umgeleitet.

    Gegen 15.30 Uhr wurde Entwarnung gegeben und das Wahrzeichen von Paris wieder für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die letzte Bombendrohung, die eine Evakuierung des Turms zur Folge hatte, war im September 2020 aufgrund eines anonymen Anrufs bei der Polizei erfolgt.

    Damals hatte „ein Mann angerufen, „Allah Akbar“ gerufen und erklärt, dass er den Eiffelturm „in die Luft jagen“ werde“, so die Polizei im Jahr 2020. Im Jahr 2022 zählte das symbolträchtigste Bauwerk von Paris mehr als 5,8 Millionen Besucher.

  • Straßenverkehr: Im Juli sanken in Frankreich die tödlichen Unfälle um 10%

    Straßenverkehr: Im Juli sanken in Frankreich die tödlichen Unfälle um 10%

    Insgesamt starben im Juli 2023 auf Frankreichs Strassen 305 Menschen, was einem Rückgang von 10% im Vergleich zum Juli 2022 entspricht, wie die Sécurité Routière am Freitag, dem 11. August bekannt gab.

    Dieser Rückgang der Todesfälle auf den französischen Straßen um 10% im Juli folgte auf Rückgänge von 5% im Juni, 19% im Mai und 13% im April. Nach vorläufigen Feststellungen der nationalen interministeriellen Beobachtungsstelle für Straßenverkehrssicherheit (ONISR) waren unter den 305 getöteten Personen 136 Autofahrer und 84 motorisierte Zweiradfahrer.

    Die Beobachtungsstelle zählte außerdem 1.558 Schwerverletzte, was einem Rückgang von 7% im Vergleich zum Juli 2022 entspricht. Eine Zahl, die ebenfalls unter der im Jahr 2019, einem Jahr vor der Pandemie, verzeichneten liegt.

    Die Todesfälle junger Erwachsener im Alter von 18-24 Jahren ist in den letzten 12 Monaten ebenfalls zurückgegangen: 522 junge Menschen starben, das sind 5 % weniger als in den vorangegangenen 12 Monaten und 5 % weniger als im Jahr 2019.

    In den Überseegebieten ist die Zahl der Verkehrstoten ebenfalls rückläufig: 17 Tote, ein Rückgang um 29 % im Vergleich zum Juli 2022. Die Zahl der Verletzten ist hingegen gestiegen: 359, ein Plus von 10%.

    „Das insgesamt rückläufige Unfallgeschehen im Juli darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Nutzer von sanften Mobilitätsformen auch Todesfälle zu verzeichnen haben“, darunter 22 Fußgänger und 25 Radfahrer, stellt Florence Guillaume, interministerielle Beauftragte für die Straßenverkehrssicherheit, fest.

    Mit 10 Toten unter den Nutzern von motorisierten persönlichen Fortbewegungsmitteln (EPDm), wie Roller, Einrad oder Hoverboards, „hält der Juli den traurigen Rekord für die schwerste Bilanz in dieser Kategorie“, so Florence Guillaume. Sie erinnert an die notwendige Einhaltung der Verkehrsregeln, Wachsamkeit und den Nutzen des dringend empfohlenen Tragens eines Helms. 41 Personen starben im letzten Jahr bei der Nutzung eines motorisierten persönlichen Fortbewegungsmittels (EPDm), was einem Anstieg von 46% im Vergleich zum Juli des Vorjahres entspricht.

  • Darum sollte man sein Ticket und seine Bordkarte nach einem Flug vernichten

    Darum sollte man sein Ticket und seine Bordkarte nach einem Flug vernichten

    Das Flugticket und die Bordkarte enthalten viele persönliche Informationen. Diese sind besonders in den Strichcodes enthalten.

    normalerweise denkt man nicht daran, sein Flugticket oder gar die Bordkarte nach einem Flug zu vernichte. Doch diese Dokumente enthalten sehr viele persönliche Informationen. Sicherheitsexperten raten, sie nicht nur einfach in den Müll zu werfen, sondern sie gründlich zu zerreißen, damit sie unleserlich werden, genau so, als wären es vertrauliche Dokumente.

    Wenn böswillige Personen Bordkarten einsammeln, können sie den darauf aufgedruckten Strichcode zu unlauteren Zwecken nutzen. Dieser enthält sehr viele private Informationen: Adresse, Telefonnummer, E-Mail-Adresse und sogar einige finanzielle Details. Ein Hacker könnte diese Daten sehr leicht entschlüsseln und verwenden.

    Seit einigen Jahren schon gibt es eine einfache und sichere Lösung: die Bordkarte auf dem Handy. Eine sehr sicherere und ausserdem umweltfreundliche Methode, wenn man sich damit auskennt und wohl fühlt.

    Ein Fehler, den man ganz sicher nicht machen sollte, ist es, ein Foto seiner Bordkarte vor dem Flug in sozialen Netzwerken zu veröffentlichen. Eine böswillige Person könnte dies nicht nur dazu nutzen, um an die persönlichen Informationen auf dem Strichcode zu gelangen, sondern auch, um Anschlussflüge oder den Rückflug zu ändern oder zu stornieren.

  • Brand in Wintzenheim: Ferienheim entsprach nicht den entsprechenden Sicherheitsvorschriften

    Brand in Wintzenheim: Ferienheim entsprach nicht den entsprechenden Sicherheitsvorschriften

    Dies erklärte die Vize-Staatsanwältin von Colmar, Nathalie Kielwasser, am Donnerstag. Je nach ihrer Aufnahmekapazität unterliegen diese Einrichtungen strengen Sicherheitsvorschriften.

    Am Tag nach dem Brand in einem Ferienheim in Wintzenheim (Haut-Rhin), bei dem elf Menschen ums Leben kamen, berichtet die Vize-Staatsanwältin von Colmar, Nathalie Kielwasser, am Donnerstag, dem 10. August, gegenüber dem Sender France Bleu Alsace, dass die Einrichtung nicht von der Sicherheitskommission für öffentlich zugängliche Einrichtungen (ERP) freigegeben worden sei.

    Für den Bau und den Betrieb von diesen Einrichtungen gelten je nach ihrer Aufnahmekapazität genaue Vorschriften. Sie unterliegen „Verpflichtungen in Bezug auf die Sicherheit vor Feuer und Panik“, heißt es auf der Website der Regierung, in Bezug auf Bau, Feueralarme, Sicherheitsregister und Kontrollen.

    Auf dem Sender Franceinfo erklärte die Sprecherin der nationalen Gendarmerie, Oberstin Marie-Laure Pezant, am Morgen des Donnerstags, dass die anstehenden Untersuchungen feststellen sollen, „ob das Gebäude in Ordnung war, ob alle Normen eingehalten wurden“.

    Die Unterkunft beherbergte insgesamt 28 Personen, von denen sich 16 in den oberen Etagen befanden, die vollständig abgebrannt sind. Laut dem stellvertretenden Bürgermeister von Wintzenheim war der Mietvertrag nur für 16 Personen unterschrieben worden.

  • Automobil: Elektroautos unter 25.000 € drängen auf den Markt

    Automobil: Elektroautos unter 25.000 € drängen auf den Markt

    Fiat, Citroën, Volkswagen, Renault – alle wollen die Nische der erschwinglichen Elektro-Stadtautos für sich beanspruchen. Der Kampf um die Marktanteile hat gerade erst begonnen…

    Der Markt für Elektroautos wird nicht unbedingt über die Reichweite, die Fähigkeit der Fahrzeuge, schnell aufgeladen zu werden, oder den Fahrspaß entschieden werden. Es ist der Preis der Fahrzeuge, um den sich ein intensiver Kampf zwischen den verschiedenen Herstellern entspinnen wird, bei dem es um das Auto für weniger als 25.000 € geht. Weit entfernt von Tesla, Porsche oder chinesischen Herstellern, die mit Preisen weit über diese Marke auf den Markt kommen, wird die Transformation des Automobilmarktes mit diesen Einsteigermodellen stattfinden.

    Autos, die das darstellen, was ein Elektroauto wirklich sein sollte: ein Stadtauto für die täglichen Fahrten und kein Tourenwagen oder SUV mit großer Batterie für lange Fahrten. Ein in Frankreich fahrendes Elektroauto wird während seiner gesamten Lebensdauer zwei- bis dreimal weniger CO2-Emissionen verursachen als ein vergleichbares Modell mit Verbrennungsmotor, vorausgesetzt, die Batterie hat eine angemessene Kapazität von unter 60 kWh. Mit einer größeren Batterie ist der Umweltnutzen nicht garantiert, da der Verbrauch aufgrund der Fahrzeugmasse und der Nutzungsbedingungen meist zu hoch liegt.

    Des Weiteren sind diese „kleinen“ Elektroautos für die Käufer oft relevanter, weil die für 2024 geplante Entwicklung des Kfz-Bonus, bei der der gesamte Produktionszyklus des Autos berücksichtigt wird, durchaus Vorteile bringen könnte.

    Aus diesem Grund haben sich die meisten Hersteller auf ein Wettrennen eingelassen, um schnellstmöglich das beste Modell für weniger als 25.000 € auf den Markt zu bringen. Renault hofft mit dem vollelektrischen R5, der 2024 auf den Markt kommen soll, ein Zeichen zu setzen. Neo-Retro verkauft sich gut – der Fiat 500 ist der Beweis dafür – und der Preis von 25.000 € dürfte Renault, das schon mit dem elektrischen Dacia Spring einen Hit gelandet hat, einen festen Platz in diesem Segment sichern.

    Doch die Konkurrenz wird hart sein. Nach dem Dieselgate-Skandal hat Volkswagen jetzt Gas gegeben und plant, bis 2026 zehn Elektromodelle auf den Markt zu bringen. Darunter ist auch der iD.2, ein kleiner Stadt-SUV. Der Preis für den iD.2, der 2026 auf den Markt kommen soll, wird voraussichtlich bei 25.000 € liegen, nachdem er zuvor sogar mit nur 20.000 € angegeben worden war.

    Auch Stellantis wird in den Markt einsteigen. Im Juni kündigte Citroën den e-C3 an, bei dem der Schwerpunkt auf Komfort gelegt wird und der eine Reichweite von über 300 km zu einem Preis von unter 25.000 € bieten wird. Am 5. August bestätigte Fiat gegenüber der Agentur Bloomberg, dass der elektrische Fiat Panda 2024 auf den Markt kommen werde, ebenfalls zu einem Preis von unter 25.000 €. Es gibt einen „echten Bedarf an erschwinglicheren Elektrofahrzeugen“, sagt Olivier François von Fiat.

    Die neuen europäischen elektrischen Stadtautos, die potenziell für die von Emmanuel Macron versprochene Miete von 100 € pro Monat in Frage kommen könnten, müssen sich jedoch gegen sehr starke Konkurrenten aus China behaupten. Die Marke Jiangnan bietet ihren U2 an, Leapmotor einen T03, der für 25.990 € auf den Markt kommen wird.