Kategorie: International

  • Gebet für Papst Franziskus: Kardinäle beten Rosenkranz in Rom

    Gebet für Papst Franziskus: Kardinäle beten Rosenkranz in Rom

    Die Gesundheit von Papst Franziskus ist weiterhin ein zentrales Anliegen der katholischen Kirche. Am Montagabend versammelten sich Kardinäle, Geistliche und Gläubige auf dem Petersplatz, um gemeinsam den Rosenkranz für den erkrankten Pontifex zu beten.

    Leichte Verbesserung, aber weiterhin ernsthafte Lage

    Laut einer offiziellen Mitteilung des Vatikans bleibt die Prognose der Ärzte vorsichtig, doch es gibt erste Anzeichen einer leichten Besserung. Die Atemprobleme des 88-jährigen Papstes haben sich etwas stabilisiert, und auch die Laborwerte zeigen eine positive Tendenz. Dennoch bleibt die Situation ernst.

    „Es gab heute keine asthmatischen Atemnotanfälle, und einige Laborwerte haben sich verbessert. Die Überwachung der milden Niereninsuffizienz gibt keinen Anlass zur Sorge. Die Sauerstofftherapie wird fortgesetzt, allerdings mit leicht reduzierter Zufuhr“, hieß es in der Erklärung.

    Trotz seiner gesundheitlichen Beschwerden setzt Franziskus seine Arbeit fort. Am Montagvormittag empfing er die Eucharistie, und am Nachmittag nahm er seine gewohnten Aufgaben wieder auf. Sogar ein Telefonat mit dem Pfarrer von Gaza ließ er sich nicht nehmen – eine Geste, um seine Verbundenheit mit den Menschen in der von Konflikten gezeichneten Region zu zeigen.

    Ein Rosenkranz für den Heiligen Vater

    Aus Solidarität mit dem Pontifex kamen am Montagabend zahlreiche Gläubige auf dem Petersplatz zusammen. Unter der Leitung von Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin beteten sie den Rosenkranz für die Gesundheit von Papst Franziskus.

    „Die in Rom lebenden Kardinäle, zusammen mit allen Mitarbeitern der Römischen Kurie und der Diözese Rom, werden sich um 21 Uhr auf dem Petersplatz versammeln, um für die Gesundheit des Heiligen Vaters zu beten“, hieß es in der offiziellen Ankündigung.

    Diese Gebetsversammlung war nicht nur eine spirituelle Unterstützung für Franziskus, sondern auch ein Zeichen der weltweiten Anteilnahme. Viele Gläubige in verschiedenen Ländern haben sich dem Gebet angeschlossen – sei es in Kirchen, zu Hause oder über digitale Übertragungen.

    Ruhepause im Krankenhaus, aber weiterhin medizinische Betreuung

    Auch in der Nacht blieb die Lage des Papstes stabil. „Die Nacht verlief gut; der Papst hat geschlafen und ruht sich aus“, teilte der Vatikan mit. Dennoch bleibt die Niereninsuffizienz ein Thema, das eng überwacht wird. Die Sauerstofftherapie wird weiterhin mit hoher Durchflussrate über eine Nasenkanüle verabreicht, um die Lungenfunktion zu unterstützen.

    Am Sonntag hatte Franziskus Bluttransfusionen erhalten, nachdem bei ihm eine niedrige Thrombozytenzahl festgestellt wurde. Dies geschah im Rahmen der Behandlung seiner beidseitigen Lungenentzündung, die ihn seit dem 14. Februar im Gemelli-Krankenhaus in Rom festhält.

    Ein Papst, der trotz Krankheit präsent bleibt

    Trotz seiner gesundheitlichen Herausforderungen bleibt Papst Franziskus geistlich aktiv. Am Sonntag verfolgte er die Messe zum „Jubiläum der Diakone“ in der Petersbasilika. Die von ihm vorbereitete Predigt wurde von Erzbischof Rino Fisichella verlesen, da der Papst selbst nicht anwesend sein konnte.

    Diese Einsatzbereitschaft zeigt einmal mehr den Charakter des Kirchenoberhaupts. Selbst mit 88 Jahren und gesundheitlichen Rückschlägen hält Franziskus an seiner Mission fest. Er hat bereits in jungen Jahren gesundheitliche Herausforderungen gemeistert – in seinen Zwanzigern wurde ihm aufgrund einer schweren Pleuritis ein Teil der Lunge entfernt. Seine Widerstandskraft scheint ihm bis heute erhalten geblieben zu sein.

    Doch die Frage bleibt: Wie lange kann der Papst noch in diesem Tempo weitermachen? Die katholische Kirche und Millionen Gläubige weltweit beten weiter für seine Genesung.

    Von C. Hatty

  • USA und Russland stimmen gemeinsam gegen UN-Resolution zum Ukraine-Krieg

    USA und Russland stimmen gemeinsam gegen UN-Resolution zum Ukraine-Krieg

    Am dritten Jahrestag der russischen Invasion in die Ukraine kam es zu einem bemerkenswerten Ereignis in der internationalen Diplomatie: Die Vereinigten Staaten unter der Trump-Administration stimmten gemeinsam mit Russland gegen eine von Europa unterstützte Resolution der Vereinten Nationen, die die russische Aggression verurteilte. Diese Entscheidung markiert eine signifikante Wende in der US-amerikanischen Außenpolitik gegenüber der Ukraine und hat weltweit für Aufsehen gesorgt.

    Die von europäischen Staaten eingebrachte Resolution mit dem Titel „Förderung eines umfassenden, gerechten und dauerhaften Friedens in der Ukraine“ wurde in der UN-Generalversammlung mit 93 Ja-Stimmen, 65 Enthaltungen und 18 Nein-Stimmen angenommen. Neben Russland und Belarus zählten auch Nordkorea und die USA zu den Ländern, die gegen die Resolution stimmten. Bemerkenswert ist, dass viele der Nein-Stimmen von autoritär regierten Staaten kamen.

    Der Text der Resolution betont, dass der Krieg mit der russischen Invasion am 24. Februar 2022 begann, und erinnert daran, dass alle Staaten gemäß der UN-Charta verpflichtet sind, auf die „Androhung oder Anwendung von Gewalt gegen die territoriale Integrität oder politische Unabhängigkeit eines Staates“ zu verzichten.

    Guy Verhofstadt, Präsident der Europäischen Bewegung International, äußerte auf X (ehemals Twitter) seine Empörung: „Ein historischer, beschämender Moment in der US-Geschichte, da sie bei der UN mit Belarus und Russland stimmen.“ Er fügte hinzu: „Der Wildhüter ist zum Wilderer geworden.“

    Parallel dazu brachte die US-Regierung eine eigene Resolution mit dem Titel „Der Weg zum Frieden“ ein. Dieser dreiseitige Entwurf vermied es, Russland als Aggressor zu benennen, und konzentrierte sich stattdessen auf die Forderung nach einem schnellen Ende des Konflikts. Nachdem europäische Staaten Änderungsanträge einbrachten, die Russland als Aggressor bezeichneten, enthielten sich die USA bei der Abstimmung über ihre eigene Resolution.

    Im UN-Sicherheitsrat wurde die ursprüngliche US-Resolution jedoch angenommen. Russland, China und die USA stimmten dafür, während die fünf europäischen Mitglieder – Frankreich, Großbritannien, Griechenland, Dänemark und Slowenien – sich enthielten. Dies führte dazu, dass erstmals eine Resolution zum Ukraine-Krieg verabschiedet wurde, die Russland nicht als Aggressor benennt und keinen Rückzug russischer Truppen fordert, sondern lediglich ein rasches Ende des Krieges anmahnt.

    Unter der vorherigen Administration von Präsident Joe Biden galten die USA als entschlossener Verbündeter der Ukraine und unterstützten ähnliche Resolutionen im vergangenen Jahr. Der Kurswechsel unter Präsident Donald Trump, der auf ein schnelles Ende des dreijährigen Krieges drängt, hat jedoch zu Kritik geführt. Insbesondere die Aussage, dass die Ukraine nicht erwarten könne, ihre Grenzen von vor 2014 zu behalten, und dass ein Friedensabkommen keine NATO-Mitgliedschaft für Kiew vorsehen werde, sorgte für Besorgnis.

    Präsident Trump machte zudem falsche Aussagen über den Krieg, indem er behauptete, die Ukraine habe den Konflikt begonnen, und Präsident Wolodymyr Selenskyj als Diktator bezeichnete, obwohl in der Ukraine aufgrund des Kriegsrechts derzeit keine Wahlen abgehalten werden können.

    Tymofiy Mylovanov, ehemaliger Berater von Präsident Selenskyj, interpretierte die Entscheidung der USA, mit Russland zu stimmen, als bewusste Provokation. Auf X schrieb er: „Das ist nicht mehr nur Rhetorik oder politisches Theater. Das sind Taten, die wenig Raum für Interpretation lassen. Das ist ein direkter Mittelfinger an den Rest der demokratischen Welt.“

    Vor der Abstimmung in der Generalversammlung appellierte Dorothy Camille Shea, interimistische Geschäftsträgerin der USA, an die Staaten, für den US-Resolutionsentwurf zu stimmen, der ein „dauerhaftes Ende des Krieges“ fordert. Sie betonte: „Das ist es, was jetzt gebraucht wird. Eine einfache, historische Erklärung der Generalversammlung, die nach vorne blickt, nicht zurück. Eine Resolution, die sich auf eine einfache Idee konzentriert: den Krieg zu beenden. Ein Weg zum Frieden ist möglich.“

    Barbara Woodward, die britische UN-Botschafterin, erklärte im Sicherheitsrat, dass kein Land mehr Frieden wünsche als die Ukraine, aber die Bedingungen für den Frieden entscheidend seien. Sie betonte: „Die Bedingungen des Friedens müssen eine Botschaft senden, dass Aggression sich nicht auszahlt. Deshalb kann es keine Gleichsetzung zwischen Russland und der Ukraine in der Art und Weise geben, wie dieser Rat über diesen Krieg spricht.“

    Die jüngsten Entwicklungen verdeutlichen die wachsenden Spannungen zwischen den USA und ihren europäischen Verbündeten hinsichtlich des Umgangs mit dem Ukraine-Konflikt. Während Europa weiterhin auf eine klare Verurteilung der russischen Aggression drängt, scheint die Trump-Administration einen Kurs einzuschlagen, der auf eine Annäherung an Russland abzielt, selbst auf Kosten der bisherigen transatlantischen Einheit.

    Von Andreas Brucker

  • Macrons diplomatische Offensive: Europas Rolle in den Ukraine-Friedensverhandlungen

    Macrons diplomatische Offensive: Europas Rolle in den Ukraine-Friedensverhandlungen

    Am Montag, dem 24. Februar 2025, traf der französische Präsident Emmanuel Macron in Washington D.C. mit US-Präsident Donald Trump zusammen, um über mögliche Friedenslösungen für den anhaltenden Konflikt in der Ukraine zu beraten. Dieses Treffen markiert einen bedeutenden Schritt in den transatlantischen Beziehungen und wirft die Frage auf, inwieweit Europa seine Position in den Verhandlungen stärken kann. Wiederannäherung und diplomatische Bemühungen Die Begegnung im Weißen Haus verlief in einer Atmosphäre der Wiederannäherung. Beide Staatsoberhäupter zeigten sich freundlich und tauschten sogar einige Scherze aus. Im Mittelpunkt der Gespräche stand die Beendigung des Krieges zwischen Russland und der Ukraine, wobei Trump seine Ambitionen als Friedensstifter betonte. Er hob hervor, dass Europa eine führende Rolle in den Verhandlungen und der Sicherheit der Ukraine übernehmen solle, und kündigte an, Präsident Wolodymyr Selenskyj bald im Weißen Haus zu empfangen. Einigung auf europäische …

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  • Die besondere Beziehung zwischen Donald Trump und Emmanuel Macron im Kontext des Ukraine-Krieges

    Die besondere Beziehung zwischen Donald Trump und Emmanuel Macron im Kontext des Ukraine-Krieges

    Am Montag, dem 24. Februar 2025, trafen sich US-Präsident Donald Trump und der französische Präsident Emmanuel Macron in Washington, um über einen möglichen Friedensschluss im Ukraine-Konflikt zu beraten. Dieses Treffen unterstreicht die komplexe und oft widersprüchliche Beziehung zwischen den beiden Staatsoberhäuptern, die von freundschaftlichen Gesten bis hin zu erheblichen politischen Differenzen reicht. Ein freundschaftlicher Beginn Die Beziehung zwischen Trump und Macron begann vielversprechend. Im Juli 2017 war Trump Ehrengast bei der französischen Nationalfeier am 14. Juli in Paris. Ein Jahr später, im April 2018, während Macrons erstem Staatsbesuch in Washington, betonte Trump die enge Verbindung zwischen den beiden: „Wir haben eine besondere Beziehung.“ Diese Aussagen spiegelten eine Phase wider, in der beide Führer bemüht waren, trotz unterschiedlicher politischer Ansichten Gemeinsamkeiten zu betonen. Wachsende Differenzen Trotz des vielversprechenden Anfangs traten bald Mein…

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  • UNO lehnt US-Resolution zum Ukraine-Krieg ab: Ein diplomatischer Balanceakt

    UNO lehnt US-Resolution zum Ukraine-Krieg ab: Ein diplomatischer Balanceakt

    Am dritten Jahrestag der russischen Invasion in die Ukraine erlebte die internationale Diplomatie einen bemerkenswerten Schlagabtausch. Die Generalversammlung der Vereinten Nationen stimmte über zwei konkurrierende Resolutionen ab, die unterschiedliche Ansätze zur Beendigung des Konflikts verfolgten.

    Die von den USA eingebrachte Resolution zielte auf ein rasches Ende des Krieges ab, vermied jedoch jegliche Erwähnung der russischen Aggression. Dieses Schweigen stieß auf breite Kritik, was dazu führte, dass die Generalversammlung den Entwurf änderte und klarstellte, dass Russland mit seiner Invasion gegen die UN-Charta verstoßen hat. In der abschließenden Abstimmung erhielt die geänderte US-Resolution 93 Ja-Stimmen, 8 Nein-Stimmen und 73 Enthaltungen. Bemerkenswert dabei: Die Ukraine stimmte mit „Ja“, die USA enthielten sich, und Russland votierte mit „Nein“.

    Parallel dazu brachte die Ukraine, unterstützt von europäischen Nationen, eine eigene Resolution ein, die den sofortigen Rückzug russischer Truppen forderte. Dieses Vorgehen offenbarte Spannungen zwischen den USA und der Ukraine, insbesondere nachdem Präsident Donald Trump eigenmächtig Verhandlungen mit Russland aufgenommen hatte, ohne Kiew oder europäische Verbündete einzubeziehen. Diese einseitige Diplomatie führte zu Besorgnis und Unmut in europäischen Hauptstädten.

    Präsident Trump verschärfte die Situation zusätzlich durch persönliche Angriffe auf den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, den er als „Diktator“ bezeichnete und fälschlicherweise beschuldigte, den Krieg provoziert zu haben. Selenskyj konterte, Trump befinde sich in einer „russischen Desinformationsblase“.

    Ein weiterer Streitpunkt zwischen Washington und Kiew ist der Vorschlag der USA, 50 % der ukrainischen Mineralressourcen als Gegenleistung für militärische Unterstützung zu erhalten. Selenskyj lehnte dieses Ansinnen entschieden ab und betonte, dass solche Forderungen die Souveränität und die wirtschaftliche Zukunft der Ukraine gefährden würden.

    Die europäischen Verbündeten, allen voran Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, bemühen sich, die transatlantischen Beziehungen zu stabilisieren und eine gemeinsame Strategie im Umgang mit Russland zu entwickeln. Macron betonte die Notwendigkeit einer entschlossenen Haltung gegenüber Moskau und warnte vor den Gefahren einer Politik der Beschwichtigung.

    Die jüngsten Entwicklungen werfen grundlegende Fragen zur Kohärenz und Zukunft der westlichen Allianz auf. Die unterschiedlichen Ansätze der USA und Europas im Umgang mit dem Ukraine-Konflikt könnten langfristige Auswirkungen auf die geopolitische Stabilität und die Glaubwürdigkeit internationaler Institutionen haben.

    Von Andreas Brucker

  • Trumps abrupter Kurswechsel in der Ukraine-Politik: Auswirkungen auf die Unterstützung Taiwans

    Trumps abrupter Kurswechsel in der Ukraine-Politik: Auswirkungen auf die Unterstützung Taiwans

    Die jüngsten, abrupten Änderungen in der US-amerikanischen Ukraine-Politik unter Präsident Donald Trump werfen Fragen hinsichtlich der zukünftigen Unterstützung Taiwans auf. Während China die Entwicklungen aufmerksam verfolgt, bleibt unklar, wie sich diese Verschiebungen auf die geopolitische Stabilität in Ostasien auswirken könnten.

    In den vergangenen Wochen hat Präsident Trump die bisherige US-Politik gegenüber der Ukraine grundlegend revidiert. Er äußerte fälschlicherweise, die Ukraine habe den Krieg initiiert, und stellte die Legitimität der Regierung von Präsident Wolodymyr Selenskyj infrage. Zudem leitete er direkte Gespräche mit Russland ein, was die traditionelle US-Strategie der Isolation Moskaus aufgrund seiner Aggressionen untergräbt. Diese Entwicklungen haben Besorgnis ausgelöst, dass China sich ermutigt fühlen könnte, seine territorialen Ansprüche gegenüber Taiwan offensiver zu verfolgen.

    Parallelen zwischen der Ukraine und Taiwan

    Sowohl Russland als auch China erheben historische Ansprüche auf benachbarte Territorien. Russland betrachtet die Ukraine als Teil seines Einflussbereichs, während China die selbstverwaltete Insel Taiwan als abtrünnige Provinz ansieht und eine Wiedervereinigung, notfalls mit militärischer Gewalt, anstrebt. Die jüngsten US-Politikänderungen gegenüber der Ukraine könnten daher in Peking als Signal interpretiert werden, dass Washington möglicherweise auch in Bezug auf Taiwan seine Unterstützung zurückfahren könnte.

    Russell Hsiao, Geschäftsführer des Global Taiwan Institute in Washington, äußerte, dass Trumps unvorhersehbares Verhalten gegenüber der Ukraine in Taiwan Zweifel an der Verlässlichkeit der US-Unterstützung wecken könnte. Dennoch glaubt er nicht, dass Chinas Präsident Xi Jinping vorschnelle Entscheidungen treffen wird, da Trumps Unberechenbarkeit eine genaue Prognose erschwert.

    Schwankende US-Positionen zu Taiwan

    Während seiner ersten Amtszeit genoss Trump in Taiwan Popularität aufgrund seiner harten Haltung gegenüber China und der Intensivierung der US-Taiwan-Beziehungen. Das US-Gesetz verpflichtet die Vereinigten Staaten, Taiwan mit ausreichender militärischer Ausrüstung zur Verteidigung gegen eine Invasion vom Festland zu versorgen, wobei die Politik der „strategischen Ambiguität“ beibehalten wird, ob die USA im Ernstfall direkt eingreifen würden.

    In jüngster Zeit hat Trump jedoch Taiwan kritisiert und gefordert, dass die Insel für ihre militärische Verteidigung durch die USA zahlen solle. Zudem warf er Taiwan vor, der US-Halbleiterindustrie Geschäftsmöglichkeiten zu entziehen, und deutete die Einführung von Zöllen auf Halbleiterimporte an. Gleichzeitig hat seine Administration mehrere China-kritische Persönlichkeiten in Schlüsselpositionen berufen, darunter Außenminister Marco Rubio und Verteidigungsminister Pete Hegseth.

    Nach Treffen mit NATO-Verbündeten in Brüssel betonte Hegseth, dass ein möglicher Rückzug der US-Unterstützung für die Ukraine darauf abzielt, Ressourcen für den indo-pazifischen Raum zu konzentrieren und die Verteidigung Europas den europäischen Nationen zu überlassen. Diese Aussagen könnten in Peking als Hinweis darauf gewertet werden, dass die USA ihre Prioritäten neu ordnen und den Fokus verstärkt auf China legen.

    Reaktionen und mögliche Konsequenzen

    Die Verschiebung der US-Politik gegenüber der Ukraine hat bei europäischen Verbündeten Besorgnis ausgelöst. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron plant, Trump davon zu überzeugen, dass ein Nachgeben gegenüber Russland die Glaubwürdigkeit der USA gegenüber China untergraben könnte. Macron betonte, dass Schwäche im Umgang mit Präsident Putin nicht im Interesse der USA sei und die Position gegenüber China schwächen würde.

    Analysten wie Meia Nouwens vom International Institute for Strategic Studies in London weisen darauf hin, dass Pekings Hauptaugenmerk auf Hegseths Aussagen liegt, wonach die USA ihre Unterstützung für die Ukraine reduzieren könnten, um sich stärker auf den indo-pazifischen Raum zu konzentrieren. Dies könnte in China die Wahrnehmung verstärken, dass die USA ihre globalen Verpflichtungen neu priorisieren, was Auswirkungen auf die Stabilität in der Taiwanstraße haben könnte.

    Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass Peking diese Entwicklungen als Freibrief für aggressive Aktionen gegenüber Taiwan interpretiert. Die langfristigen strategischen Interessen sowohl der USA als auch Chinas bleiben bestehen, und beide Nationen streben danach, ihre nationale Stärke zu erhöhen, ohne dabei unnötige Risiken einzugehen.

    Insgesamt verdeutlichen die jüngsten Änderungen in der US-Außenpolitik die komplexen Wechselwirkungen zwischen verschiedenen globalen Konflikten und Allianzen. Während die unmittelbaren Auswirkungen auf Taiwan noch unklar sind, bleibt die Situation angespannt, und sowohl Verbündete als auch Gegner der USA beobachten die Entwicklungen aufmerksam.

    Autor: P. Tiko

  • Massen bei der Beerdigung des Hisbollah-Chefs Hassan Nasrallah im Libanon

    Massen bei der Beerdigung des Hisbollah-Chefs Hassan Nasrallah im Libanon

    Es war ein Anblick, der tief in das kollektive Bewusstsein der Hisbollah-Anhänger eingebrannt bleiben wird: Zehntausende Menschen, alle in Schwarz gekleidet, versammelten sich in Beirut, um Abschied von Hassan Nasrallah zu nehmen. Der langjährige Anführer der libanesischen Miliz wurde bereits im September bei einem israelischen Luftangriff getötet, doch die Hisbollah wartete mit der öffentlichen Trauerfeier bis zum nahezu vollständigen Rückzug der israelischen Armee aus dem Süden des Landes am 18. Februar.

    Am 23. Februar wurde nun der erste große öffentliche Aufmarsch der Organisation seit dem Waffenstillstand abgehalten – und er geriet zu einer Machtdemonstration.

    Ein Stadion in Schwarz gehüllt

    Die Cité Sportive, das große Sportstadion im Süden Beiruts, verwandelte sich in ein Meer aus schwarzen Gewändern und gelben Hisbollah-Fahnen. Das Stadion, das bis zu 78.000 Menschen fasst, war restlos gefüllt. Auch die Straßen rund um das Gelände waren mit Trauernden überfüllt. Dort wurden für die Männer 35.000 und für die Frauen 25.000 Sitzplätze bereitgestellt – doch selbst diese Kapazitäten reichten nicht aus.

    Inmitten der Menge bewegte sich ein Lastwagen, auf dessen Ladefläche sich die Särge von Hassan Nasrallah und seinem Nachfolger Hachem Safieddine befanden – auch Safieddine war in einem israelischen Angriff ums Leben gekommen.

    Die Menge schwieg nicht. Immer wieder erklangen Sprechchöre gegen Israel, das in den Augen der Hisbollah der Erzfeind bleibt.

    „Nasrallah bleibt in uns lebendig“

    Während die Beerdigungszeremonie ihren Lauf nahm, trat der neue Hisbollah-Chef, Naïm Qassem, vor die Öffentlichkeit. Seine Rede wurde live auf riesige Bildschirme übertragen.

    „Hassan Nasrallah bleibt in uns lebendig“, erklärte Qassem mit fester Stimme. Er machte deutlich, dass die Hisbollah ihren Kurs nicht ändern werde: „Wir werden diesen Weg weitergehen.“

    Noch während der Trauerfeier flog die israelische Luftwaffe in niedriger Höhe über Beirut. Eine bewusste Machtdemonstration oder eine Warnung? Die Menschen auf dem Platz ließen sich davon jedenfalls nicht beeindrucken. Ein Redner der Veranstaltung konterte direkt: „Der Lärm eurer Flugzeuge macht uns keine Angst.“

    Iranische Unterstützung und Kampfansage

    Auch von höchster iranischer Stelle kamen Worte der Solidarität. Ali Khamenei, der oberste Führer Irans, richtete sich in einer Botschaft an die versammelten Hisbollah-Anhänger:

    „Der Feind muss wissen, dass der Widerstand gegen Usurpation, Unterdrückung und Arroganz niemals enden wird“, so Khamenei. Eine kaum verhohlene Kampfansage an Israel.

    Die Beziehungen zwischen der Hisbollah und dem Iran sind tief verwurzelt – finanziell, ideologisch und militärisch. Die Beerdigung von Nasrallah wurde daher nicht nur zur Trauerveranstaltung, sondern auch zur politischen Kundgebung.

    Was bleibt nach der Beisetzung?

    Die Symbolkraft dieses Tages ist unbestreitbar. Nach Monaten des Krieges, nach schweren Verlusten für die Hisbollah und nach dem Rückzug Israels aus dem Südlibanon versammelten sich Zehntausende, um ihre Entschlossenheit zu zeigen.

    Aber wie geht es weiter? Wird die Hisbollah sich nach diesen Verlusten zurückziehen oder sich noch stärker in zukünftige Auseinandersetzungen verwickeln lassen?

    Die Antwort darauf wird die Region früher oder später bekommen.

    Von C. Hatty

  • Die Ukraine-Krise: Ein unbemerkter Klimakiller?

    Die Ukraine-Krise: Ein unbemerkter Klimakiller?

    Wenn wir an Krieg denken, kommen uns Bomben, Zerstörung und menschliches Leid in den Sinn. Doch wer denkt an das Klima? Seit drei Jahren hat der Krieg in der Ukraine so viel CO₂ in die Atmosphäre geblasen wie Österreich, Ungarn, Tschechien und die Slowakei zusammen in einem Jahr. Das sind unglaubliche 230 Millionen Tonnen CO₂ – eine gewaltige Klimabelastung, die kaum thematisiert wird.

    Eine unsichtbare Emissionsbombe

    Panzer, Kampfflugzeuge, Raketen – moderne Kriegsführung frisst Unmengen an fossilen Brennstoffen. Es überrascht also nicht, dass die Emissionen des Krieges im Jahr 2024 erneut um 31 % gestiegen sind.

    Ein besonders erschreckender Aspekt: 16,9 Millionen Tonnen CO₂ wurden allein durch Waldbrände im letzten Jahr freigesetzt. Diese Brände waren doppelt so häufig wie in den Jahren zuvor. Klar, die extreme Trockenheit hat eine Rolle gespielt. Doch viele Brände wurden durch den Krieg selbst ausgelöst – durch Bombardierungen, die Vegetation zerstören und Böden austrocknen.

    Zerstörung und Wiederaufbau – eine Endlosschleife

    Ein Krieg hört nicht auf, wenn die Waffen schweigen. Die Trümmer müssen beseitigt, Städte wieder aufgebaut werden. Dabei entstehen neue Emissionen: Beton, Stahl, Transport, Bauarbeiten – jede Phase des Wiederaufbaus belastet das Klima enorm.

    2024 war das erste Jahr, in dem die direkten Kriegsemissionen sogar die Emissionen durch den Wiederaufbau übertrafen. Ein alarmierendes Zeichen: Der Krieg wird intensiver, nicht schwächer.

    Ein weiterer Klimakiller: gezielte Angriffe auf Energieinfrastruktur. Raffinerien und Kraftwerke wurden zerstört, was eine zusätzliche Emissionssteigerung von 16 % verursachte. Und was passiert, wenn ein Kraftwerk ausfällt? Notstromaggregate springen ein – oft mit Diesel betrieben, noch klimaschädlicher als das ursprüngliche System.

    Muss Russland für den Klimaschaden zahlen?

    Die Wissenschaftler hinter der aktuellen Studie fordern, dass der Klimaschaden in künftige Friedensverhandlungen einfließt. Ein Novum in der Geschichte diplomatischer Konfliktlösungen.

    Konkret fordern sie, dass Russland für die verursachten Emissionen verantwortlich gemacht wird. Der finanzielle Schaden? Über 42 Milliarden Euro – berechnet anhand des „sozialen Kohlenstoffpreises“, der die wirtschaftlichen Kosten der Treibhausgasemissionen erfasst.

    Was bleibt nach dem Krieg?

    Selbst wenn der Krieg morgen enden würde – sein ökologischer Fußabdruck bleibt. Böden müssen saniert, Wälder wieder aufgeforstet, zerstörte Städte nachhaltig wiederaufgebaut werden. Ein Prozess, der Jahrzehnte dauern kann.

    Bleibt die Frage: Kann es so etwas wie einen „sauberen“ Krieg geben? Oder müssen wir akzeptieren, dass jeder bewaffnete Konflikt auch eine ökologische Katastrophe ist?

    Von Andreas M. B.

  • Emmanuel Macrons diplomatische Mission in Washington: Europas Interessen in der Ukraine-Krise verteidigen

    Emmanuel Macrons diplomatische Mission in Washington: Europas Interessen in der Ukraine-Krise verteidigen

    Am Montag, dem 24. Februar 2025, trifft der französische Präsident Emmanuel Macron in Washington mit US-Präsident Donald Trump zusammen, um die europäische Position im Ukraine-Konflikt zu stärken. Dieses Treffen findet vor dem Hintergrund von Trumps jüngster Annäherung an Russland statt, die in Europa Besorgnis ausgelöst hat. Seit Beginn des Ukraine-Krieges im Februar 2022 sind drei Jahre vergangen, und die diplomatischen Bemühungen zur Beendigung des Konflikts haben eine neue Dynamik erhalten. Präsident Trump hat in den letzten Wochen direkte Gespräche mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin aufgenommen, was zu Spannungen zwischen den USA und ihren europäischen Verbündeten geführt hat. Macrons Besuch zielt darauf ab, die europäische Perspektive in diesen Verhandlungen zu vertreten und sicherzustellen, dass die Interessen des Kontinents gewahrt bleiben. Europäische Sicherheitsinteressen im Fokus Macron betont die Notwendigkeit, die Sicherheit Europas in den Mittelpunkt der Verhan…

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  • Papst Franziskus weiterhin in kritischem Zustand – aber „es war eine ruhige Nacht“

    Papst Franziskus weiterhin in kritischem Zustand – aber „es war eine ruhige Nacht“

    Papst Franziskus, 88 Jahre alt, kämpft weiterhin mit einer schweren Lungenentzündung. Auch nach elf Tagen im Krankenhaus bleibt sein Zustand kritisch, doch laut dem Vatikan hat er die Nacht gut überstanden und ruht sich aus. Die Gläubigen auf der ganzen Welt beten für ihn – doch die Sorgen um seine Gesundheit und seine Zukunft als Oberhaupt der katholischen Kirche nehmen zu.

    Ein fragiler Gesundheitszustand und ein ungewisser Verlauf

    Der Vatikan hält sich mit Prognosen zurück. Der Papst leidet unter einer beidseitigen Lungenentzündung und wird weiterhin mit hochdosiertem Sauerstoff versorgt. Laut Ärzten sei sein Zustand aufgrund seines Alters und seiner gesundheitlichen Vorgeschichte – unter anderem einer chronischen Bronchitis – besonders besorgniserregend.

    Immerhin zeigen manche Werte eine leichte Besserung: Eine Anämie wurde durch Bluttransfusionen stabilisiert, und auch seine Thrombozytenzahl bleibt konstant. Allerdings haben aktuelle Tests eine beginnende Niereninsuffizienz festgestellt, die aktuell unter Kontrolle sei.

    Am Samstag hatte sich sein Zustand dramatisch verschlechtert. Eine langanhaltende asthmatische Krise führte dazu, dass er dringend zusätzlichen Sauerstoff benötigte. Gleichzeitig machten ihm hämatologische Probleme zu schaffen, die eine weitere Bluttransfusion erforderlich machten.

    Weltweites Gebet für den Papst

    Seit seiner Einlieferung am 14. Februar werden in Rom, Italien und weltweit Gebete für den Pontifex organisiert. Viele Gläubige posten Bilder von ihm in den sozialen Netzwerken, darunter oft das ikonische Foto, das ihn 2020 während der Pandemie alleine auf dem menschenleeren Petersplatz zeigt.

    Nicht nur religiöse Würdenträger, sondern auch zahlreiche Politiker haben ihre Unterstützung bekundet. Die Anteilnahme ist riesig – ein Zeichen dafür, wie tief Papst Franziskus die Menschen in seiner Amtszeit berührt hat.

    Vierte Krankenhauseinweisung seit 2021 – was bedeutet das für die Zukunft?

    Die aktuelle Erkrankung reiht sich in eine Serie gesundheitlicher Probleme ein, die den Papst in den vergangenen Jahren immer wieder geschwächt haben. Bereits 2021 musste er sich einer Darmoperation unterziehen, 2023 folgte ein weiterer Eingriff am Bauch. Zudem machen ihm seit Längerem starke Gehprobleme zu schaffen.

    Die erneute Krankenhauseinweisung wirft nun verstärkt die Frage auf, wie lange er noch in der Lage sein wird, das Amt des Papstes auszuüben. Zwar hat er selbst in der Vergangenheit angedeutet, dass er einen Rücktritt wie sein Vorgänger Benedikt XVI. nicht ausschließt, doch offiziell ist ein solcher Schritt bislang nicht geplant.

    Ein Problem: Das Kirchenrecht sieht keine klare Regelung für den Fall vor, dass ein Papst dauerhaft in seiner Entscheidungsfähigkeit eingeschränkt ist. Sollte sich sein Zustand verschlechtern, könnte es also zu einer unklaren Situation im Vatikan kommen.

    Wie geht es weiter?

    Der Papst bleibt vorerst im Krankenhaus unter strenger Beobachtung. Die Ärzte sind vorsichtig mit Prognosen – alles hängt davon ab, wie sein Körper auf die Behandlungen reagiert.

    Für die katholische Kirche und ihre 1,4 Milliarden Gläubigen bleibt es eine Zeit der Unsicherheit. Doch eines ist sicher: Die Welt schaut besorgt nach Rom und hofft auf eine baldige Genesung des Papstes.

    Von C. Hatty