Kategorie: International

  • Klima: 2015-2022 sind die wärmsten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen

    Klima: 2015-2022 sind die wärmsten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen

    Die Jahre 2015-2022 sind auf dem besten Weg, die acht wärmsten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen zu werden, warnte die Weltwetterorganisation am Sonntag in einem Bericht, der eher einer „Chronik des Klimachaos“ gleicht.

    „Während die COP27 beginnt, sendet unser Planet ein Signal der Not“, kommentierte UN-Generalsekretär Antonio Guterres in einer Botschaft aus Sharm el-Sheikh in Ägypten, wo zwei Wochen lang die internationale Klimakonferenz stattfindet.

  • Emmanuel Macron über die Besteuerung von Superprofiten aus dem Ölgeschäft

    Emmanuel Macron über die Besteuerung von Superprofiten aus dem Ölgeschäft

    Auf der COP27 am 7. November wurde Staatspräsident Emmanuel Macron von Nathan Méténier, einem jungen Klimaberater der UNO, interviewt. Sie sprachen über die Superprofite der Ölkonzerne und die Verteilung des Reichtums. „Total erwirtschaftet in Frankreich nicht einen Cent an Mehrgewinn. Der gesamte Mehrprofit des Konzerns ist international.“ Das sagte Emmanuel Macron in seinem Interview am Rande der COP27 am Montag, dem 7. November. Die UNO-Konferenz, die dieses Jahr in Sharm el-Sheikh in Ägypten stattfindet, soll die Erreichung der Beschlüsse des Pariser Abkommens beschleunigen und die Staaten dazu bringen, dass sie ihre in der Vergangenheit gemachten Versprechen einhalten. Der französische Präsident wurde von Nathan Metenier, einem jungen Klimaberater der Vereinten Nationen, interviewt. „Sie wissen, wie sehr wir uns alle mit der Inflation abmühen. Es ist egal, wo man steht. (…) Warum tun wir uns nicht alle zusammen und fordern, dass die fossilen Energieunternehmen nicht so viel Prof…

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  • 2.04 Milliarden Dollar! Kalifornier/in gewinnt den größten Jackpot aller Zeiten

    2.04 Milliarden Dollar! Kalifornier/in gewinnt den größten Jackpot aller Zeiten

    Der Rekord-Jackpot von 2,04 Milliarden Dollar beim amerikanischen Powerball wurde geknackt! Das Gewinnerticket wurde in Altedena, Kalifornien, verkauft.

    Ein Spieler aus Kalifornien hat 2,04 Milliarden Dollar in der Lotterie gewonnen, wie die offizielle Powerball-Website am Dienstag bekannt gab, ein Weltrekord. Es gab in den gesamten USA nur einen einzelnen Gewinnschein mit den Zahlen 10, 33, 41, 47, 56 und der Zusatzzahl 10, so die Powerball-Lotterie.

    „Die kalifornische Lotterie produziert den ERSTEN Milliardär in ihrer Geschichte!“, twitterte die California Lottery am Dienstag und teilte mit, dass das „Glückslos bei Joe’s Service Center in Altadena verkauft wurde“.

    Der oder die Gewinner/in muss sich nun entscheiden, ob er/sie gesamten Betrag in Zahlungen über drei Jahrzehnte hinweg erhalten möchte, oder ob er mit einer einmaligen Zahlung in Höhe von 997,6 Millionen US-Dollar zufrieden ist.

    Bis zur Nacht von Montag auf Dienstag hatten 40 aufeinanderfolgende Ziehungen keinen Gewinner des Jackpots hervorgebracht, was den Gewinnbetrag auf die gigantische Summe von über zwei Milliarden Dollar ansteigen ließ. Die Ziehung, die ursprünglich für Montagabend geplant war, musste um einige Stunden verschoben werden, da die Lotterie in einem der teilnehmenden Staaten mehr Zeit für die Verarbeitung ihrer Daten benötigte, so ein Tweet der kalifornischen Lotterie am Dienstag.

    Die Chance, den Jackpot mit einem Ticket für zwei Dollar zu gewinnen, lag bei nur 1 zu 292,2 Millionen. Zum Vergleich: Die Wahrscheinlichkeit, von einem Blitz getroffen zu werden, liegt nach Angaben der US-Gesundheitsbehörden bei eins zu einer Million.

  • Mittelmeer: Mehrere hundert Migranten sitzen noch immer auf Rettungsschiffen fest

    Mittelmeer: Mehrere hundert Migranten sitzen noch immer auf Rettungsschiffen fest

    Mehr als 230 Migranten befinden sich allein an Bord des Rettungsschiffs „Ocean Viking“ von SOS Méditerranée. Hunderte von Migranten saßen am Dienstag, dem 8. November, vor der Küste Italiens auf Hilfsschiffen fest, darunter auch das Schiff der NGO SOS Méditerranée, die Ocean Viking, deren Schicksal am Dienstagabend einen diplomatischen Streit zwischen Frankreich und Italien auslöste. Nach Tagen oder sogar Wochen auf See erhielten drei Ambulanzschiffe, die Migranten beim Versuch von der nordafrikanischen Küste nach Europa zu übersetzen, gerettet hatten, die Erlaubnis, in italienischen Häfen anzulegen. Rom erlaubte jedoch nur einem Teil der Geretteten, an Land zu gehen, sehr zum Missfallen der Hilfsorganisationen. 590 Personen konnten an Land gehen. Die Rise Above, ein Schiff der deutschen NGO Lifeline, konnte am Dienstagmorgen in Reggio Calabria, an der Südspitze des italienischen Stiefels, alle 89 Migranten an Bord von Bord gehen lassen. Sechs Migranten waren bereits am Sonntag aus med…

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  • Gastronomie: Britische Schaumweine wollen qualitativ mit französischen Champagnern konkurrieren

    Gastronomie: Britische Schaumweine wollen qualitativ mit französischen Champagnern konkurrieren

    Mit dem Klimawandel erlebt der englische Weinbau einen Aufschwung. Und man setzt alles daran, auf das Niveau des „So Famous French Champagne“ aufzusteigen.  Die Engländer lieben die Bläschen im Wein so sehr, dass das Vereinigte Königreich weltweit der zweitgrößte Konsument von französischem Cha…

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  • Italien: Einer Patientin wird erfolgreich ein 70 kg schwerer Tumor entfernt

    Italien: Einer Patientin wird erfolgreich ein 70 kg schwerer Tumor entfernt

    Der Tumor, der mehr als die Patientin wog, blockierte ihren Bauchraum und hinderte sie daran, normal zu atmen, da er ihre Lungen komprimierte. Die Operation war ein Erfolg und ein Novum in der medizinischen Literatur. Es ist eine Premiere in der Welt der Medizin. Eine junge italienische Frau wurde erfolgreich an einem 70 Kilogramm schweren Tumor in ihrem Bauch operiert. Dies gab das Molinette-Krankenhaus in Turin (Norditalien) am Dienstag, dem 1. November, in einer von der Nachrichtenagentur AFP veröffentlichten Erklärung bekannt. Der Tumor, der auf einen Eierstockkrebs zurückzuführen war, verstopfte den Bauch der Patientin und drohte, sie zu ersticken, indem er ihre Lungen zusammendrückte und sie daran hinderte, normal zu atmen. „Es gibt in der medizinischen Literatur keinen Präzedenzfall für eine Tumormasse mit einem solchen Gewicht. Sie wog mehr als die Patientin selbst“, erklärte das Krankenhaus in der Pressemitteilung. Die junge Frau war vor einigen Wochen in ernstem Zustand in die Notaufnahme des Molinette-Krankenhauses gekommen und künstlich beatmet worden, wie die italienische Zeitung La Repubblica berichtete. Die Chirurgen ließen zunächst 52 Liter Flüssigkeit abfließen, bevor sie den 25 kg schweren festen Teil des Tumors entfernten. Die Patientin erholte sich schnell und wurde bereits nach vier Tagen auf eine Diät- und Ernährungsstation verlegt. Inzwischen konnte sie wieder nach Hause entlassen werden.
  • Amazonas: In den ersten 6 Monaten in 2022 wurde 600.000 Fußballfeldern entsprechende Fläche entwaldet

    Amazonas: In den ersten 6 Monaten in 2022 wurde 600.000 Fußballfeldern entsprechende Fläche entwaldet

    Agrobusiness-Unternehmen, die vom brasilianischen Ex-Präsidenten Jair Bolsonaro unterstützt werden, holzen das Amazonasgebiet im Eiltempo ab. Die NGO Greenpeace Frankreich hat sich vor Ort ein Bild von dem Ausmaß der Schäden gemacht…

    Eric Moranval ist Kampagnenleiter für Wälder bei Greenpeace Frankreich. Er setzt sich unter anderem dafür ein, dass die Europäische Union den Import von Produkten stoppt, die mit der Abholzung von Wäldern in Verbindung stehen. Zum ersten Mal wird sich der Umweltaktivist vor Ort begeben, um mit eigenen Augen zu sehen, wie der Amazonas verbrannt wird. Agrobusiness-Firmen, die ihr Vermögen mit Palmöl, Soja, Vieh, Kakao, Kaffee und Holz machen, tun ihr Bestes, um möglichst viel Land zu gewinnen, indem sie es verbrennen und die Ur-Bevölkerung vertreiben.

    All diese Hektar Wald sind eigentlich Eigentum der indigenen Bevölkerung, uraltes Land, das die lokalen Gemeinschaften mit Hilfe von NGOs wie Greenpeace Brasilien zurückerobern wollen.

    „Gewalt ist leider allgegenwärtig“
    Die von einem Kamerateam des Senders France 2 begleitete Expedition beginnt in Manaus, der Hauptstadt des Bundesstaates Amazonas, im Herzen des Primärwaldes. Eric Moranval von Greenpeace trifft sich mit Rômulo, dem NGO-Korrespondenten in Brasilien. Brasilien gehört zu den Top 3 der gefährlichsten Länder für Umwelt- und Menschenrechtsaktivisten. Die Aktivisten benutzen gepanzerten Geländewagen, denn sie fahren in das Grenzgebiet der Entwaldung, wo Gewalt allgegenwärtig ist.

    „Hier ist die Karte von Amazonien, auf der wir alle Gebiete sehen können, die in den letzten sechzig Tagen abgebrannt sind“, erklärt ein brasilianischer Aktivist Eric Moranval. Das System kombiniert Bilder von gefährdeten Orten mit künstlicher Intelligenz, um das Ausmaß der verbrannten Gebiete zu lokalisieren und zu messen.“ Rômulo erläutert: „Die Karte, die wir hier haben, zeigt das, was wir den Abholzungsbogen nennen. Und die ersten sechs Monate dieses Jahres 2022 waren die schlimmsten, die wir je erlebt haben. Wir schätzen sie auf etwa 4.000 Quadratkilometer. Diese Zahl ist schwer vorstellbar … aber wir reden hier von 600.000 Fußballfeldern in nur sechs Monaten!„

  • China: Angestellte und Touristen nach Covid-19-Fall in Vergnügungspark eingesperrt

    China: Angestellte und Touristen nach Covid-19-Fall in Vergnügungspark eingesperrt

    China setzt seine Null-Covid-Politik fort. Als am Montag, dem 31. Oktober, in einem Vergnügungspark in Shanghai ein positiver Fall entdeckt wurde, blieben Tausende von Menschen unter strenger Aufsicht vor Ort eingesperrt.

    Nachdem am Montag, dem 31. Oktober, in einem Vergnügungspark in Shanghai ein Fall von Covid-19 entdeckt worden war, saßen Tausende Touristen fest. Am Dienstagmorgen machten die Attraktionen den Teststationen Platz. Mehr als 30.000 Besucher saßen fest und wurden von Sicherheitsleuten bewacht. „Sie können erst nach draußen gehen, wenn Sie ein negatives Ergebnis des PCR-Tests vorliegen haben“, verkündete eine Stimme aus einem Lautsprecher.

    Einige Familien warteten fast bis Mitternacht auf ihre Ergebnisse. Andere, die bereits nach Hause zurückgekehrt waren, wurden in den nächsten drei Tagen dreimal getestet. Die Null-Covid-Politik setzt sich in China fort, so auch in Zhengzhou, der größten Fabrik von Foxconn. Der iPhone-Hersteller hat dort seit über zwei Wochen die Arbeiter in den Produktionshallen eingesperrt. Aufgrund der Angst vor dem Virus und dem Mangel an Nahrung haben sich einige zur Flucht entschlossen. Schätzungen zufolge sind immer noch 230 Millionen Menschen in China im Lockdown.

    Lesen Sie auch: Covid-19 in China: Eingeschlossene Arbeiter fliehen über Zäune aus der größten iPhone-Fabrik der Welt

  • Temperaturen in Europa steigen mehr als doppelt so schnell als im weltweiten Durchschnitt

    Temperaturen in Europa steigen mehr als doppelt so schnell als im weltweiten Durchschnitt

    Die Temperaturen in Europa sind in den letzten drei Jahrzehnten mehr als doppelt so stark angestiegen wie im weltweiten Durchschnitt. Dies ist der schnellste Anstieg aller Kontinente auf der Erde, warnt die UN. Auf dem europäischen Kontinent sind die Temperaturen seit 1991 im Durchschnitt um 0,5 Grad Celsius pro Jahrzehnt gestiegen, wie die Weltorganisation für Meteorologie der Vereinten Nationen und der Copernicus Climate Change Service der Europäischen Union in einem gemeinsamen Bericht feststellen. Infolgedessen haben die Alpengletscher zwischen 1997 und 2021 etwa 30 Meter an Eisdicke verloren, auch der grönländische Eisschild schmilzt rasch und trägt zum beschleunigten Anstieg des Meeresspiegels bei. Im vergangenen Jahr kam es in Grönland zu einer allgemeinen Schmelze und zu den ersten jemals aufgezeichneten Regenfällen in den höchsten Regionen. In dem UN-Bericht wird darauf hingewiesen, dass die Temperaturen in Europa unabhängig vom künftigen Ausmaß der globalen Erwärmung wahrsche…

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  • Die COP27 in Ägypten soll den Kampf für das Klima neu zu beleben

    Die COP27 in Ägypten soll den Kampf für das Klima neu zu beleben

    Die COP27 wird am Sonntag in Ägypten eröffnet und bringt etwa 200 Länder zusammen, um sie gegen die globale Erwärmung und ihre Auswirkungen zu mobilisieren. Die Treibhausgasemissionen müssen stark sinken, damit die Erwärmung auf 1,5°C begrenzt werden kann. Steuert die Welt auf eine Katastrophe zu?

    Die COP27 wird an diesem Sonntag in Ägypten eröffnet und bringt etwa 200 Länder zusammen, um sie gegen die globale Erwärmung und deren Auswirkungen zu mobilisieren. Die Treibhausgasemissionen müssen überall stark sinken, um die Erwärmung auf 1,5°C zu begrenzen.

    Rund 200 Länder treffen sich ab diesem Sonntag in Sharm el-Sheikh in Ägypten, um zu versuchen, dem Kampf gegen die globale Erwärmung und ihre Auswirkungen, die in einer gespaltenen und von anderen Krisen heimgesuchten Welt besonders zu spüren sind, neuen Schwung zu verleihen. Historische Überschwemmungen in Pakistan, wiederholte Hitzewellen in Europa, Wirbelstürme, Brände, Dürren… Der Kampf für das Klima ist eine „Frage von Leben und Tod, für unsere Sicherheit heute und für unser Überleben morgen“, betonte UN-Generalsekretär Antonio Guterres.

    Die 27. UN-Klimakonferenz (COP27), die am Sonntag für zwei Wochen beginnt, soll „den Grundstein für schnelleres und mutigeres Klimaschutzhandeln legen, jetzt und in diesem Jahrzehnt, was darüber entscheiden wird, ob der Kampf um das Klima gewonnen oder verloren ist“, mahnt Guterres. Die Treibhausgasemissionen müssen bis 2030 um 45% sinken, um überhaupt eine Chance zu haben, die Erderwärmung auf 1,5°C im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen. Das ist das ehrgeizige Ziel des Pariser Abkommens.

    Doch die derzeitigen Verpflichtungen der Unterzeichnerstaaten würden, auch wenn sie endlich eingehalten würden, zu einem Anstieg von 5-10% führen und die Welt bis zum Ende des Jahrhunderts bestenfalls auf einen Pfad von 2,4°C bringen. Weit entfernt von der Einhaltung des Hauptziels des Pariser Abkommens von weniger als 2°C im Vergleich zu einer Zeit, in der die Menschen anfingen, fossile Energieträger (Kohle, Öl oder Gas), in großem Stil zu verbrennen.

    Mit der gegenwärtig verfolgten Politik drohen katastrophale +2,8°C. „Erbärmlich“, geißelt Antonio Guterres, der beklagt, dass das Klima durch die Covid-Epidemie, den Krieg in der Ukraine, die Wirtschafts-, Energie- und Nahrungsmittelkrisen in den Hintergrund gedrängt worden sei.

    Trotz der auf der COP26 eingegangenen Verpflichtungen haben nur etwa 20 Länder ihre Klimaziele erhöht und die UN sieht „keinen glaubwürdigen Weg“ mehr, um das 1,5°C-Ziel einzuhalten. Nach der formellen Eröffnung der COP27 am Sonntag werden am Montag und Dienstag mehr als 120 Staats- und Regierungschefs zu einem Gipfeltreffen erwartet, das den zweiwöchigen Verhandlungen einen Impuls verleihen soll. Ohne den chinesischen Präsidenten Xi Jinping allerdings und den US-Präsidenten Joe Biden, der erst am 11. November kurz auf der COP vorbeischauen wird.

    Die Zusammenarbeit zwischen den beiden größten Treibhausgasemittenten der Welt, China und USA, ist trotz ihrer angespannten Beziehungen von entscheidender Bedeutung. Daher werden sich Biden und Xi in der darauffolgenden Woche am Rande des G20-Gipfels in Bali zu einem Gespräch treffen. Die G20 sind für 80% der weltweiten Emissionen verantwortlich. Und ausgerechnet diese reichsten Länder werden beschuldigt, ihrer Verantwortung für ehrgeizige Ziele und die Unterstützung von Entwicklungsländern nicht gerecht zu werden. Der Unmut der ärmsten Länder, die nicht für die Erderwärmung verantwortlich sind, aber an vorderster Front von deren Auswirkungen betroffen sind, wird im Mittelpunkt der COP27 stehen.

    Das Versprechen der Länder des globalen Nordens, die Unterstützung für die Länder des globalen Südens bei der Reduzierung ihrer Emissionen ab 2020 auf 100 Milliarden US-Dollar pro Jahr zu erhöhen, wurde bisher noch nicht eingehalten. Und der Süden fordert nun eine zusätzliche Finanzierung, die die bereits erlittenen „Verluste und Schäden“ ausgleichen soll. Die Industrieländer zeigen sich jedoch sehr zögerlich und haben im letzten Jahr nur dem Beginn eines „Dialogs“ zu diesem Thema zugestimmt, der bis 2024 laufen soll. Sie mussten jedoch zustimmen, dass das Thema in Sharm el-Sheikh offiziell auf der Tagesordnung steht.

    „Alle sind sich einig, dass wir einen Weg brauchen, um das Problem zu lösen. Die Schwierigkeit liegt im Detail“, betonte Wael Aboulmagd, Sonderbeauftragter des ägyptischen Vorsitzes der COP27. „Der Erfolg oder Misserfolg der COP27 wird an einer Einigung über diese Finanzierungen für Verluste und Schäden gemessen werden“, warnte Munir Akram, pakistanischer Botschafter bei den Vereinten Nationen und Vorsitzender der G77+China, die mehr als 130 Schwellenländer und arme Länder vertritt.

    Ob man sich nun auf einen speziellen Mechanismus zur Finanzierung von „Verlusten und Schäden“ oder auf ein neues Ziel zur Zahlung der jährlich 100 Milliarden ab 2025 einigt oder nicht, der Finanzierungsbedarf geht in die „Milliarden von Milliarden“, so Michai Robertson, Verhandlungsführer der Allianz der kleinen Inselstaaten (Aosis), der meint, dass dies ohne den Privatsektor nicht möglich sein wird. Die Verantwortung des Privatsektors wird auch mit der Veröffentlichung des Berichts der UN-Expertengruppe, die Standards für die Bewertung der CO2-neutralen Ziele von Unternehmen, Städten, Regionen oder Investoren entwickeln soll, im Rampenlicht stehen. Denn „unsere Welt kann sich Greenwashing, Schein und Nachzügler nicht mehr leisten“, betont Antonio Guterres.