Kategorie: Gesellschaft

  • Streik gegen die Rentenreform: Fast ein Drittel aller Flüge fällt am Dienstag in Frankreich aus

    Streik gegen die Rentenreform: Fast ein Drittel aller Flüge fällt am Dienstag in Frankreich aus

    Die Gewerkschaften haben für Dienstag, den 6. Juni, zu einer weiteren Streikaktion gegen die Rentenreform aufgerufen. Die Generaldirektion für Zivilluftfahrt (DGAC) forderte die Fluggesellschaften auf, am Dienstag, den 6. Juni, ein Drittel ihrer Flüge in Paris-Orly zu streichen, da die Fluglotsen an einem Streik gegen die Rentenreform teilnehmen werden. Solche präventiven Streichungen wurden auch für jeden fünften Flug von oder zu den Flughäfen Lyon, Marseille, Nizza, Toulouse, Bordeaux und Nantes verlangt, erklärte die DGAC in einer am Donnerstag, dem 1. Juni, veröffentlichten Erklärung und warnte, dass weitere „Störungen und Verspätungen“ wahrscheinlich seien.

    Die Gewerkschaftsgruppe, der acht Gewerkschaften und fünf Jugendorganisationen angehören, hatte am 30. Mai in einem Kommuniqué geschrieben: „Wir werden nicht aufgeben: Gemeinsam, vereint und entschlossen, um die Rücknahme der Reform zu gewinnen und für den sozialen Fortschritt…

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  • Bildung: Französischer Rechnungshof empfiehlt bessere Förderung sozialer Integration in Privatschulen

    Bildung: Französischer Rechnungshof empfiehlt bessere Förderung sozialer Integration in Privatschulen

    Der Rechnungshof fordert insbesondere die Unterzeichnung von entsprechenden Verträgen zwischen privaten Einrichtungen und den jeweiligen Schulämtern. In seinem Bericht, der am Donnerstag veröffentlicht wurde, ist der Rechnungshof der Ansicht, dass „die Beziehungen zwischen Staat und privaten Einrichtungen grundlegend erneuert werden müssen“. Er empfiehlt mehrere Maßnahmen, um mehr soziale Integration in den Privatschulen zu fördern. Die Feststellung des Rechnungshofs ist eindeutig: Privatschulen sind weniger integrativ als öffentliche Schulen. Die Weisen der Rue Cambon empfehlen beispielsweise, dass die 7.500 Privatschulen und ihre jeweiligen Schulämter entsprechende Verträge unterzeichnen sollen, mit dem Ziel, dass die Schulämter die vom Bildungsministerium zugewiesenen Mittel – acht Milliarden Euro pro Jahr – vor dem Hintergrund einer besseren Integration neu verteilen. Da es derzeit keine Verwaltungs- und Finanzkontrolle gibt, liesse nichts darauf schließen, dass die öffentlichen Ge…

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  • Extinction Rebellion: Spektakuläre Aktion der Aktivisten wegen der Untätigkeit im Klimaschutz

    Extinction Rebellion: Spektakuläre Aktion der Aktivisten wegen der Untätigkeit im Klimaschutz

    Aktivisten der Gruppe „Extinction Rebellion“ haben am Donnerstagmorgen ein Banner an der Mediathek in Toulouse aufgehängt, um die Untätigkeit gegen die globale Erwärmung anzuprangern.

    „Forum 0 Ambitionen – 100 % Greenwashing“. Diese groß geschriebene Botschaft war am Donnerstagmorgen auf einem Banner zu lesen, das am Torbogen der Mediathek José-Cabanis im Marengo-Viertel in Toulouse aufgehängt wurde.

    Die Umweltaktivisten von Extinction Rebellion kletterten am heutigen Donnerstag kurz nach 8 Uhr morgens an der Fassade des Gebäudes hoch und hängten das Transparent auf, um „fünf Jahre Untätigkeit“ zwischen COP21 und COP26 anzuprangern. Die Aktivisten, verstehen sich als Anhänger des zivilen Ungehorsams.

    Im 6. Stock der Mediathek von Toulouse findet vom 1. bis 3. Juni ein von der Toulouse School of Economics (TSE) organisiertes Forum zum Thema „Das Gemeinwohl retten, Opfer und Chancen“ statt, bei dem sich zahlreiche Wirtschaftsmanager, Akteure aus Verbänden oder gewählte Vertreter um den Nobelpreisträger Jean Tirole versammeln, um „Antworten auf die Herausforderungen zu finden, denen sich der Planet gegenübersieht“.
    Kurz nach Beginn der Aktion waren sowohl die Stadtpolizei als auch die Nationalpolizei vor Ort.

  • Französische Gefängnisse waren am 1. Mai mit 73.162 Häftlingen zu 120,2% überbelegt

    Französische Gefängnisse waren am 1. Mai mit 73.162 Häftlingen zu 120,2% überbelegt

    In den Strafvollzugsdiensten von Paris sind mit 13.454 relativ gesehen die meisten Häftlinge in Gefängnissen.

    73.162 Menschen waren am 1. Mai 2023 in französischen Gefängnissen inhaftiert. Diese Zahl ist im Jahresvergleich um 3% gestiegen, wie aus den Zahlen hervorgeht, die das Justizministerium am Dienstag, dem 30. Mai auf seiner Website veröffentlichte.

    Die Zahl von 73.162 Häftlingen in französischen Gefängnissen ist ein Rekord. Am 1. Mai 2022 lag sie bei 71.038 und am 1. Mai 2021 bei 65.384. Bei eigentlich nur 60.867 verfügbaren Plätzen in französischen Gefängnissen klettert die Überbelegungsrate auf 120,2 %. In manchen Haftanstalten steigt die Überbelegung sogar auf 142,9 %.

    In Paris ist die Zahl der Häftlinge am höchsten.
    67.310 Personen sind im französischen Mutterland und 5.852 in den Überseegebieten inhaftiert. In der interregionalen Direktion der Strafvollzugsdienste (DISP) von Paris ist die Zahl der Häftlinge mit 13.454 am höchsten, in der interregionalen Direktion von Dijon mit 4.749 am niedrigsten.

    Im Gegensatz dazu ist die durchschnittliche Überbelegung in der Region Toulouse mit 135,6 % am höchsten und in der DISP Straßburg mit einer Überbelegung von 100,2 % am niedrigsten.

  • Kampf gegen Belästigung: Gérald Darmanins Flyer-Kampagne wird in sozialen Netzwerken verspottet

    Kampf gegen Belästigung: Gérald Darmanins Flyer-Kampagne wird in sozialen Netzwerken verspottet

    Der französische Innenminister hatte es bereits AnfangMai angekündigt: Ab dem heutigen Dienstag werden fünf Millionen Flyer zur Sicherheit von Frauen im öffentlichen Raum von Polizisten und Gendarmen verteilt. Die Initiative löste in den sozialen Netzwerken Spott und Gelächter aus. Belästigung auf der Straße ist ein Thema, das für die Sicherheit der Frauen in Frankreich im Jahr 2023 von immer größerer Bedeutung geworden ist. Laut dem jüngsten Bericht des Hochkommissariats für Gleichberechtigung haben acht von zehn Frauen Angst, abends allein nach Hause zu gehen. Und diese Feststellung hat den obersten Polizisten Frankreichs, Innenminister Gérald Darmanin, auf den Plan gerufen, der Anfang Mai den Start einer großen Operation für die Sicherheit von Frauen ankündigte. Ab Dienstag, dem 30. Mai, werden nun fünf Millionen Flyer von den Ordnungskräften verteilt, um das Übel der Belästigung von Frauen auf der Straße einzudämmen. Diese Aktion hat allerdings viel Kritik und Spott hervorgerufen. …

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  • La Baule: Bürgermeister Frank Louvrier wird mit dem Tod bedroht

    La Baule: Bürgermeister Frank Louvrier wird mit dem Tod bedroht

    Bürgermeister werden angegriffen und manchmal mit sogar dem Tod bedroht. Der Bürgermeister von La Baule, Franck Louvrier, erhielt Anfang Mai einen anonymen Brief, dem unter anderem Bilder eines Terroranschlags beigefügt waren. Er beschloss, mit seinem Gemeinderat darüber zu sprechen. Am Freitag, dem 26. Mai, fand in La Baule (Loire-Atlantique) die Stadtratssitzung statt, eine Bühne des gewöhnlichen politischen Lebens. Doch der Bürgermeister Franck Louvrier eröffnete den Gemeindevertretern, dass er eine Todesdrohung erhaltenn hatte. Eine Information, die die Anwesenden zutieftst erschütterte. Franck Louvrier zögerte zuerst, auf Transparenz zu setzen, um die Ermittlungen nicht zu gefährden, wie er sagte, aber entschied sich schließlich doch dafür, die Angelegenheit öffentlich zu machen, um seine Familie zu beruhigen. Jede Bedrohung öffentlich machen Franck Louvrier ist seit 2020 Bürgermeister und wird von allen gewählten Vertretern des Gemeinderats unterstützt. „Ich gehöre überhaupt nich…

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  • Pas-de-Calais: 13-jähriges Mädchen nimmt sich nach monatelangem Mobbing in der Schule das Leben

    Pas-de-Calais: 13-jähriges Mädchen nimmt sich nach monatelangem Mobbing in der Schule das Leben

    Im Departement Pas-de-Calais nahm sich eine 13-jährige Jugendliche das Leben. In einem Brief, den sie hinterließ, berichtete sie, was sie erlitten hatte, obwohl die Schule mehrfach gewarnt worden war. Vier Minderjährige wurden angeklagt.

    Vor den Türen der Schule in Vendin-le-Vieil (Pas-de-Calais) sind über mehrere Dutzend Meter mit Blumen und Hommagen bedeckt, mit Botschaften gegen Mobbing in der Schule und Fotos des Mädchens, das am 12. Mai dieses Jahres ein Opfer von Mobbing wurde. Lindsay war 13 Jahre alt, besuchte die vierte Klasse und hatte sich seit mehreren Monaten darüber beschwert, dass sie zur Zielscheibe mehrerer Mitschüler geworden war. Am Mittwoch, dem 24. Mai, wurde ein Trauermarsch organisiert. Unter den Teilnehmern befanden sich auch zahlreiche verstörte Mittelschüler.

    Mehrere Male von den Eltern alarmiert
    Die Eltern des Mädchens gaben an, die Schule mehrfach alarmiert zu haben. Das Rektorat erklärte, dass ein beschuldigter Schüler von der Schule ausgeschlossen wurde. Für den Vater einer Schülerin ist das nicht ausreichend: „Man hätte sich schon viel früher mobilisieren müssen (…) der Schulleiter wusste Bescheid.“ Gegen vier Minderjährige wurde Anklage erhoben.

  • 86% der Franzosen lehnen laut einer Umfrage Umweltzonen in Städten ab

    86% der Franzosen lehnen laut einer Umfrage Umweltzonen in Städten ab

    Die Einführung von Umweltzonen zur Bekämpfung der Luftverschmutzung in Ballungsgebieten stößt in der Bevölkerung auf eine „sehr geringe Akzeptanz“. 86% der Franzosen lehnen sie ab. Die Einrichtung von Umweltzonen (Low Emission Zones, LEZ) zur Bekämpfung der Luftverschmutzung in großen Ballungsräumen stößt auf starken Widerstand in der Bevölkerung, die eine Vertiefung der sozialen und territorialen Ungleichheiten befürchtet. Dies geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten Studie des Senats hervor. Noch nie hat eine Bürgerbefragung des Senats so viele Meinungen gesammelt: über 51.300 Antworten in weniger als einem Monat. Auch hat sie noch nie so viele negative Stellungnahmen erhalten. „Dies zeugt von den zahlreichen Bedenken, die diese Maßnahme bei den Franzosen hervorruft, auch wenn es sich um eine Konsultation handelt, die auf dem Prinzip der Freiwilligkeit beruht, und nicht um eine repräsentative Umfrage“, erklärte der Senator des Departements Alpes-Maritimes Philippe Tabarot (LR),…

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  • Mehr als 43.200 Minderjährige wurden 2022 in Frankreich als vermisst gemeldet

    Mehr als 43.200 Minderjährige wurden 2022 in Frankreich als vermisst gemeldet

    Anlässlich des Internationalen „Tags der vermissten Kinder“ am Donnerstag, dem 25. Mai, enthüllt das Innenministerium Zahlen über das Verschwinden von Minderjährigen in Frankreich.

    43.202 Minderjährige wurden 2022 in Frankreich als vermisst gemeldet, eine Zahl, die im Vergleich zum Jahr 2021 um 1,5% leicht gesunken ist, so ein Bericht der Behörden, der am Donnerstag, dem 25. Mai veröffentlicht wurde.

    Der Bericht wurde anlässlich des Internationalen Tages der vermissten Kinder veröffentlicht. Er weist darauf hin, dass die Zahl der verschwundenen Minderjährigen im Vergleich zum Vorjahr zwar leicht zurückgegangen ist, „aber immer noch auf einem sehr hohen Niveau liegt“. „Alle zwölf Minuten wurde ein Kind als vermisst gemeldet“, so der Bericht. Zu den wichtigsten Fakten gehört die Feststellung, dass die Zahl der Ausreißer unter 15 Jahren seit 2018 landesweit um 3,6 % gestiegen ist.

    Von den 43.202 Vermisstenmeldungen von Minderjährigen waren 41.158 Ausreißer, mehrheitlich Minderjährige über 15 Jahre, die meisten davon Jungen. „Der Hauptgrund für das Weglaufen ist nach wie vor ein Eltern-Kind-Konflikt und die große Mehrheit der Fälle – 71% – betrifft immer noch die Ausreißer“, heißt es in dem Bericht.

    Zusammenhang zwischen wiederholtem Weglaufen und sexueller Ausbeutung
    Hinzu kommen 544 Entführungen durch Elternteile, von denen 43% einen Umzug in ein fremdes Land betreffen. „Ganz überwiegend werden diese elterlichen Entführungen an Kindern unter 15 Jahren vorgenommen (94,1%), eine Zahl, die seit 2019 kontinuierlich ansteigt (+3,2%)“. Schließlich wurden 1.140 besorgniserregende Vermisstenfälle gezählt. „Die besorgniserregenden Vermisstenfälle betreffen mehr junge Mädchen (56%) als junge Jungen (44%), eine von Jahr zu Jahr relativ stabile Realität“, heißt es in dem Bericht weiter.

    Seit mehreren Jahren stellt die Fachbehörde für Vermisste Kinder einen zunehmenden Zusammenhang, insbesondere bei jungen Mädchen, zwischen wiederholtem Weglaufen und sexuellen Belästigungen fest. „Im Jahr 2022 ist dies bei einem Drittel der Fälle von Weglaufen, die Mädchen betreffen, erwiesen oder wird vermutet“.

    Die Telefonnummer 116 000 ist eine kostenlose europäische Notrufnummer, die rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche im Falle eines vermissten Kindes erreichbar ist. Die Betreuung durch die 116 000 wird während der gesamten Dauer des Verschwindens und bis zur Rückkehr des Kindes gewährleistet.

  • Die Renten von Frauen sind laut Rechnungshof in Frankreich 28% niedriger als die von Männern

    Die Renten von Frauen sind laut Rechnungshof in Frankreich 28% niedriger als die von Männern

    Im Durchschnitt erhielten Frauen in Frankreich im Jahr 2020, wenn man die Witwenrente und verschiedene Familienansprüche mit einbezieht, jeden Monat 1.400 Euro Rente, während Männer 1.955 Euro erhielten. Die Renten von Frauen in Frankreich sind um 28% niedriger als die von Männern. Dies berichtete der Rechnungshof am Mittwoch, dem 24. Mai, in seinem Jahresbericht über die Finanzierung der Sozialversicherung. Auf einer Pressekonferenz sprach Rechnungshof-Präsident Pierre Moscovici von einer „absolut schreienden Ungleichheit“. Dem Rechnungshof zufolge berücksichtigt dieser Unterschied von durchschnittlich 28 % die Witwenrenten. Ohne diese Summe, die nach dem Tod des Ehemannes oder Ex-Mannes ausgezahlt wird, vergrößert sich der Unterschied sogar auf 40%. „Die Rentenreform dürfte einen kleinen Effekt haben“, so der Präsident des Rechnungshofs, Pierre Moscovici, „aber nicht ausreichen, um diese beträchtlichen Unterschiede auszugleichen“. Frauen machen 90% der Empfänger von Witwenrenten aus….

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