Kategorie: Gesellschaft

  • Inflation: Franzosen beantragen aus Geldmangel immer häufiger Verbraucherkredite

    Inflation: Franzosen beantragen aus Geldmangel immer häufiger Verbraucherkredite

    Die Zahl der Verbraucherkredite in Frankreich ist im Jahr 2022 um 7,7 % gestiegen. Meist werden sie zweckfrei genutzt, nur um das Monatsende zu überbrücken und eine teurere Überziehung des Kontos zu vermeiden.

    Immer mehr Franzosen müssen sich verschulden, um am Ende des Monats über die Runden zu kommen, und entscheiden sich für sogenannte Verbraucherkredite. Die Zahl der Kreditanträge steigt weiter an – bis Ende 2022 waren es immerhin 360.000. Heute werden sie vor allem zur Bewältigung der Preissteigerungen eingesetzt.

    Die Zahl der Kredite stieg innerhalb eines Jahres um 15 %.
    In Toulouse (Haute-Garonne) nahm die Rathausangestellte Latifa vor einer Woche einen Verbraucherkredit auf, gerade um einen Teil ihrer Einkäufe bezahlen zu können. „Ich habe 1.000 Euro aufgenommen, um den Monat oder zwei Monate zu überstehen. Das Gehalt reicht nicht, alles ist zu teuer, man schafft es nicht“, klagt sie auf dem Sender France 2. In einem Geschäft für Haushaltsgeräte stieg die Zahl der Kredite für dringende Käufe innerhalb eines Jahres um 15 %. Aufgrund der steigenden Zinsen wird der jeweils geliehene Betrag allerdings geringer.

  • Gewalt gegen Ärzte in Frankreich in einem Jahr um 23% gestiegen – über 1.200 Fälle gezählt

    Gewalt gegen Ärzte in Frankreich in einem Jahr um 23% gestiegen – über 1.200 Fälle gezählt

    Die französische Ärztekammer meldet, dass Gewalt gegen Mitarbeiter des Gesundheitswesens stark zunehmen. Im vergangenen Jahr wurden mehr als 1.200 Angriffe oder Gewalttaten gezählt. Laut dem Observatorium für die Sicherheit von Ärzten, das vom Conseil national de l’Ordre des médecins eingerichtet wurde, wurden im Jahr 2022 sage und schreibe 1.244 Ärzte Opfer von Aggressionen und/oder Gewalt. Das ist ein Anstieg um 23 % im Vergleich zu 2021 (1.009 erfasste Fälle). In den letzten 20 Jahren lag der Durchschnitt bei 841 Vorfällen pro Jahr. Allgemeinmediziner waren die häufigsten Opfer (71% der Fälle), obwohl sie nur 43% des Berufsstandes ausmachen. Bei den anderen Fachrichtungen waren Psychiater, Kardiologen, Gynäkologen, Augenärzte und Arbeitsmediziner am stärksten gefährdet. Am häufigsten handelt es sich um Vorfälle im Zusammenhang mit der Verweigerung von Rezepten, Drohungen, Diebstahl oder versuchtem Diebstahl, körperlichen Angriffen und Vandalismus. In 10 % der Fälle stand der Vorfall…

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  • Cannes: Eine in Blau und Gelb gekleidete Frau beschmiert sich auf dem roten Teppich mit Kunstblut

    Cannes: Eine in Blau und Gelb gekleidete Frau beschmiert sich auf dem roten Teppich mit Kunstblut

    Eine in den Farben der Ukraine gekleidete Frau übergoss sich am Sonntag, dem 21. Mai, auf dem roten Teppich der Filmfestspiele in Cannes mit Kunstblut. Eine Frau in einem Kleid in den Farben der ukrainischen Flagge stürmte am Sonntagabend, dem 21. Mai, auf den roten Teppich der Filmfestspiele in Can…

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  • Armut: Einer von sechs Franzosen hat nicht genug zu essen

    Armut: Einer von sechs Franzosen hat nicht genug zu essen

    Laut einer aktuellen Studie geben 16 % der Franzosen an, dass sie nicht genug zu essen haben.

    In Asnières-sur-Seine im Departement Hauts-de-Seine kann ein Rentner angesichts der steigenden Preise und mit einem Einkommen von 1.200 Euro netto im Monat nicht auf zusätzliche Einkäufe verzichten. „Wenn man sieht, dass eine Packung Eier, die ich vor zwei, drei Jahren gekauft habe, weniger als drei Euro kostete, und heute sind wir hier bei fast sieben Euro“, erzählt ein Mann auf dem Sender France 2.

    Preisunterschiede, die auch einer Mutter auffallen, die einen Nebenjob nach dem anderen hat und es sich trotzdem nicht leisten kann, in normalen Geschäften einzukaufen. „Früher war das nicht so, jetzt ist alles teuer geworden“. Ein Preisanstieg, der so hoch ist, dass die Mutter immer öfter auf bestimmte Produkte verzichten muss. Mit der Inflation und der Wirtschaftskrise ist die Zahl der notleidenden Menschen in Frankreich spürbar gestiegen. „Was die Anmeldungen betrifft, haben wir dieses Jahr schon 30 mehr als letztes Jahr zur gleichen Zeit, und es gibt jeden Tag neue Anmeldungen“, sagt Jacques Chabault, Leiter des Hilfszentrums Gennevilliers. Heute gibt laut einer Studie des Crédoc einer von sechs Franzosen an, nicht genug zu essen zu haben.

  • Angriffe auf Bürgermeister: Gewalttaten steigen im 1. Halbjahr 2023 deutlich an

    Angriffe auf Bürgermeister: Gewalttaten steigen im 1. Halbjahr 2023 deutlich an

    Der Bürgermeister von Saint-Brévin, Yannick Morez, wurde am Mittwochabend, 17. Mai, von der Premierministerin empfangen, eine Woche nachdem er seinen Rücktritt eingereicht hat. Nach Angaben des Innenministeriums wurden im ersten Halbjahr 2023 fast 900 Gewalttaten gegen französische Bürgermeister verübt. Zwei Bürgermeister aus dem Departement Eure-et-Loir fordern mehr Härte gegen die Täter. Sie sind seit 2020 Bürgermeister, der erste in Dreux (Eure-et-Loir), die zweite in einer nahe gelegenen Ortschaft. Pierre-Frédéric Billet, Bürgermeister von Dreux, hat in drei Jahren vier Drohungen erhalten. „Die bedeutendste Drohung war im September 2022, als ich ein Foto von einem Mann vor einem brennenden Haus erhielt, auf dem stand: Ich trainiere“. Eine Untersuchung läuft noch, aber in ihrem Alltag haben der Bürgermeister und sein Fahrer bereits ihre Gewohnheiten geändert. Pierre-Frédéric Billet ist der Meinung, dass er vom Staat ausreichend unterstützt wird, da die Polizei nun in der Nähe seines…

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  • Französische Autofahrer telefonieren viel zu oft am Steuer

    Französische Autofahrer telefonieren viel zu oft am Steuer

    Eine kürzlich von der Autobahnbetreibergesellschaft Vinci durchgeführte Umfrage über das Verhalten der Autofahrer zeigt, dass diese weiterhin viel zu oft ihr Handy am Steuer benutzen. Dies gilt insbesondere für junge Menschen, von denen jeder Vierte angibt, während der Fahrt sogar Videos anzuschauen.

    Eine Hand am Lenkrad, die andere am Telefon. Der Sender France 2 konnte diese Verhaltensweisen auf der Autobahn A67 beobachten. Die meisten Autofahrer geben zu, während der Fahrt zu telefonieren. „Man neigt dazu, jederzeit ins Internet zu gehen, auch während der Fahrt“, erklärt eine Autofahrerin. Laut einer vom Autobahnbetreiber Vinci in Auftrag gegebenen Studie geben 62 % aller Autofahrer an, während der Fahrt zu telefonieren. Das betrifft vor allem junge Fahrer, die besonders vernetzt sind.

    3 Punkte
    23 % der unter 35-Jährigen geben an, dass sie sogar Videos ansehen, wenn sie am Steuer sitzen. Diese Feststellung ist für den Autobahnbetreiber und die Gendarmerie sehr beunruhigend. Jede auf frischer Tat ertappte Person riskiert 3 Punkte auf dem Führerschein und eine Geldstrafe von 135 Euro. Während des gesamten Himmelfahrtswochenendes wollen die Gendarmen auf den französischen Autobahnen besonders auf die Handy-Nutzung achten. 

  • Angriff auf Großneffen von Brigitte Macron: Präsident spricht von „inakzeptablen“ und „unaussprechlichen“ Vorfällen

    Angriff auf Großneffen von Brigitte Macron: Präsident spricht von „inakzeptablen“ und „unaussprechlichen“ Vorfällen

    Acht Personen wurden verhaftet und in Polizeigewahrsam genommen. „Diesmal sind die Gegner zu weit gegangen“, schimpft Jean-Alexandre Trogneux. Sein Sohn Jean-Baptiste wurde am Montagabend in Amiens nach dem von dem Sender TF1 ausgestrahlten Interview von Emmanuel Macron angegriffen. Jean-Baptiste Trogneux ist der Großneffe von Brigitte Macron, der Frau des französischen Staatspräsidenten. Diese verurteilte am Dienstag „die Feigheit, die Dummheit und die Gewalt“ der Angreifer. Emmanuel Macron verurteilte seinerseits „inakzeptable und unaussprechliche Taten“. „Gewalt hat keinen Platz in der Demokratie (…) Keine Form von Gewalt ist gerechtfertigt“, bekräftigte er. „Etwa zehn Personen gingen nach der Fernsehansprache des Präsidenten zu unserem Geschäft in der Innenstadt von Amiens. Sie gehören zu einer Gruppe von Demonstranten, die sich regelmäßig vor dem Rathaus versammeln“, berichtete Jean-Alexandre Trogneux. Sein Sohn „wurde mit Fäusten geschlagen und getreten. Er hat Verletzungen am …

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  • Abhöraffäre: Ex-Präsident Nicolas Sarkozy wegen Bestechung und Einflussnahme zu drei Jahren Haft verurteilt

    Abhöraffäre: Ex-Präsident Nicolas Sarkozy wegen Bestechung und Einflussnahme zu drei Jahren Haft verurteilt

    Der ehemalige Staatschef war bereits in erster Instanz zu der gleichen Strafe verurteilt worden. Nicolas Sarkozy, dem ebenfalls für drei Jahre die bürgerlichen Ehrenrechte entzogen wurden, legt nun Kassationsbeschwerde ein. Die Entscheidung ist gefallen. der französische Ex-Präsident Nicolas Sarkozy wurde am Mittwoch, dem 17. Mai, im Berufungsverfahren wegen Bestechung und Einflussnahme zu drei Jahren Haft, davon ein Jahr ohne Bewährung, verurteilt. Der ehemalige Staatschef war bereits in erster Instanz zu der gleichen Strafe verurteilt worden, ein Novum für einen ehemaligen Präsidenten. Das Berufungsgericht in Paris legte fest, dass die Strafe zu Hause mit einer elektronischen Fußfessel abgeleistet werden soll. Nicolas Sarkozy wurde außerdem für drei Jahre seiner Bürgerrechte beraubt, wodurch er nicht mehr wählbar ist. Seine Anwälte kündigten umgehend an, dass er Kassationsbeschwerde einlegen werde. Die beiden Mitangeklagten des Ex-Präsidenten, sein langjähriger Anwalt Thierry Herzog …

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  • II. Weltkrieg: Ehemaliger Widerstandskämpfer spricht über Erschießung von 40 deutschen Soldaten

    II. Weltkrieg: Ehemaliger Widerstandskämpfer spricht über Erschießung von 40 deutschen Soldaten

    Nachdem er 79 Jahre lang geschwiegen hatte, enthüllte Edmond Réveil bei einem Treffen mit der Association nationale des anciens combattants sein grösstes Geheimnis: die Erschießung von etwa 40 deutschen Wehrmachtssoldaten und einer Gestapofrau im Juni 44 durch Widerstandskämpfer in der Corrèze.

    Mit 98 Jahren beschloss Edmond Réveil, ein ehemaliger französischer Widerstandskämpfer, zu sprechen, solange er es noch kann. Im Juni 1944 musste er als 18-Jähriger mit ansehen, wie seine Gruppe von Maquisards (Resistance) die gefangenen deutschen Soldaten hinrichtete. „Die Welt muss wissen, was passiert ist. Es ist eine historische Wahrheit“, sagt er heute. „Das Ereignis ist nicht glorreich, weil man nicht das Recht hatte, Gefangene zu töten“.

    In einem Massengrab verscharrt
    Die Hinrichtung wurde von den Widerstandskämpfern verübt, nachdem die deutsche Armee in der Region Massaker in Tulle (Corrèze) und Oradour-sur-Glane (Haute-Vienne) verübt hatte. „Sie bekamen den Befehl, sie zu töten, und der Hauptmann, der uns befehligte, weinte, als er es ihnen mitteilte. Er sprach mit jedem von ihnen einzeln, denn er war Elsässer und sprach sehr gut Deutsch“, erinnerte sich Edmond Réveil. Im Wald wurde ein Massengrab ausgehoben. Die deutschen Soldaten wurden dort in aller Eile beerdigt. Das Amt für Kriegsveteranen kündigte nach dieser Aussage an, den Wald zu durchsuchen, um den Soldaten fast 80 Jahre danach eine ordentliche Grabstätte zu bereiten.

  • Schauspieler Forest Whitaker bei der Einweihung eines Ausbildungszentrums in Seine-Saint-Denis

    Schauspieler Forest Whitaker bei der Einweihung eines Ausbildungszentrums in Seine-Saint-Denis

    Der amerikanische Schauspieler besuchte in Aubervilliers ein Ausbildungszentrum, das von seiner Stiftung Whitaker Peace & Development Initiative finanziert wird. Dort werden rund 60 Unternehmensgründer*innen kostenlos geschult und betreut. Der amerikanische Schauspieler Forest Whitaker, der für …

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