Kategorie: Gesellschaft

  • King Charles III. in Frankreich: Höhepunkte des gestrigen Tages

    King Charles III. in Frankreich: Höhepunkte des gestrigen Tages

    Am Abend des Mittwoch, den 20. September, war das Staatsdinner in Versailles der Höhepunkt des Besuchs des britischen Königspaares. Der Sender Franceinfo bietet einen Blick zurück auf die Höhepunkte des gestrigen Tages. Bei typisch englischem Wind steigt das englische Königspaar am Mittwoch, dem 20. September, aus seinem Airbus. Es ist 14 Uhr, als Charles und Camilla französischen Boden betreten und von der Premierministerin Elisabeth Borne begrüßt werden. Das Königspaar stieg anschließend in einen Bentley und fuhr zu den Champs Élysées, wo Brigitte und Emmanuel Macron auf den königlichen Besuch warteten. Die Zuschauer waren begeistert. King Charles und Präsident Macron entzündeten die Flamme an der Gedenkstätte des Unbekannten Soldaten unter dem Triumphbogen, während die Republikanische Garde die Marseillaise anstimmt und die Patrouille de France und die Royal Air Force den Himmel bunt färben. Emmanuel Macron hat Mühe, seinen Stolz neben dem König zu verbergen, der eher stoisch ersche…

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  • Hälfte aller Franzosen laut Umfrage gegen legale Einwanderung nichteuropäischer Menschen in die EU

    Hälfte aller Franzosen laut Umfrage gegen legale Einwanderung nichteuropäischer Menschen in die EU

    Laut einer Umfrage des Think Tanks Confrontations Europe und des Viavoice-Instituts, die in zehn europäischen Ländern durchgeführt wurde, äußern sich die Franzosen am kritischsten eine legale Einwanderung von nicht-europäischen Bevölkerungsgruppen in die EU. Jeder zweite Franzose ist gegen die legale Einwanderung nicht-europäischer Bevölkerungsgruppen in die Europäische Union (EU). Dies geht aus den Ergebnissen einer europaweiten Umfrage hervor, die von dem Think Tank Confrontations Europe und dem Institut Viavoice initiiert und unter den Einwohnern von zehn EU-Ländern durchgeführt wurde, wie der Sender Franceinfo am Mittwoch, dem 20. September, meldete. Nur 12% der befragten Franzosen sind „voll und ganz“ für die legale Einwanderung nichteuropäischer Bevölkerungsgruppen in die EU, 29% „eher“ dafür, während 30% der befragten Franzosen „eher“ dagegen sind und 20% „voll und ganz“ dagegen. 9% gaben keine Stellungnahme ab. Laut dieser Umfrage sind die französischen Einwohner von allen befragten Europäern mit am kritischsten gegenüber der legalen Einwanderung von Nicht-EU-Bürgern in die EU: 78% der Spanier sind dafür, 76% der Italiener, 70% der Rumänen, 56% der Griechen, 49% der Schweden, 48% der Deutschen, 46% der Belgier und Polen und 43% der Ungarn. Was die Freizügigkeit von EU-Bürgern innerhalb der EU-Länder betrifft, so sind die Rumänen, Italiener, Spanier und Griechen am positivsten eingestellt – mehr als 9 von 10 befürworten es, während die Belgier (75 %), Franzosen und Schweden (71 %) etwas zurückhaltender sind. In allen befragten europäischen Ländern ist die Mehrheit der Bevölkerung der Ansicht, dass es in ihrem Land und in Europa zu viel Einwanderung gibt, mit Ausnahme von Griechenland. Dort sind nur 45 % der Meinung, dass es in ihrem Land zu viel Einwanderung gibt, für Europa sehen es 38 % so. In Rumänien sind 53 % der Meinung, dass es in Europa zu viel Einwanderung gibt, aber nur 38 % meinen das für Rumänien. Die Deutschen (74 %), die Italiener (73 %) und die Franzosen (71 %) sind am stärksten der Ansicht, dass es in ihrem jeweiligen Land zu viel Einwanderung gibt. Es sind auch diese Länder, die zusammen mit Ungarn am stärksten der Meinung sind, dass die Einwanderung in Europa zu hoch ist (73% in Deutschland, 69% in Frankreich und Ungarn und 68% in Italien). Aus der Umfrage geht allerdings auch hervor, dass die Europäer nur wenig über die Einwanderung auf dem Kontinent wissen. Die Umfrage offenbart die große Bedeutung der Medienberichte zum Beispiel über die Fahrten von Migranten über das Mittelmeer. Im Jahr 2022 sind etwa 2 Millionen Menschen legal in die Europäische Union eingewandert – diese Zahl ist zwei Dritteln der Europäer unbekannt oder wird überschätzt. In den befragten Ländern gaben weniger als 3 von 10 Menschen eine richtige Antwort auf diese Frage, wobei ein großer Teil überhaupt keine Antwort wußte. Für 8 von 10 befragten Ländern ist der Hauptvorteil der Einwanderung in die Europäische Union die Bereitstellung von Arbeitskräften für unqualifizierte Berufe. Danach folgen das Bevölkerungswachstum in alternden Ländern (erste Antwort in Spanien, aber auch in den anderen Mittelmeerländern Italien und Griechenland weit verbreitet) und die Bereitstellung von qualifizierten Arbeitskräften (erste Antwort in Deutschland). Angesichts der Herausforderung, die die Migrationsströme nach Europa in den nächsten fünf Jahren darstellen werden, haben die Europäer unterschiedliche Prioritäten: Für Frankreich, Ungarn, Polen und Griechenland wird von den befragten Menschen als erste politische Maßnahme die Verstärkung der Grenzkontrollen an den Grenzen der EU-Länder genannt (begleitet von einer Verstärkung der Grenzkontrollen an den Grenzen der Herkunftsländer der Migranten). In Spanien, Rumänien und Schweden ist die Förderung der sozialen Integration von Zuwanderern durch Sprache, Bildung, Arbeit und Wohnraum zuerst erwünscht, während in Deutschland und Italien insbesondere eine zahlenmäßige Verteilung der Zuwandererbevölkerung auf die EU-Länder gefordert wird.
  • Papst Franziskus in Marseille: Die Migrantenfrage wird im Mittelpunkt der päpstlichen Botschaft stehen

    Papst Franziskus in Marseille: Die Migrantenfrage wird im Mittelpunkt der päpstlichen Botschaft stehen

    Der Besuch von Papst Franziskus in Marseille (Bouches-du-Rhône) ab Freitag, dem 22. September, wird von vielen Menschen mit großer Spannung erwartet. Die Migrationsfrage wird wahrscheinlich im Mittelpunkt seiner Botschaft stehen. Zehn Jahre Pontifikat, 43 Reisen rund um die Welt, nach Afrika, Indien, Amerika und sogar, erst vor einem Monat, in die Mongolei. Aber noch nie hat Papst Franziskus Frankreich einen wirklichen Besuch abgestattet. Außer im Jahr 2014, als er kurze Zeit in Straßburg (Bas-Rhin) verbrachte, um im Europäischen Parlament eine Rede zum Thema Migration zu halten. Neun Jahre später wird immer noch die gleiche Migrantenfrage im Mittelpunkt seiner Botschaft stehen. In den Augen des Papstes kommt er nicht nach Frankreich, sondern nach Marseille, einer Stadt, die als Symbol für die Aufnahme von Ausländern gilt. In Notre-Dame de la Garde wird er einer Zeremonie zum Gedenken an die Menschen, die auf See gestorben sind, vorstehen. Am nächsten Tag will der Papst im Stade Vélodr…

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  • Besuch von König Charles III. in Frankreich: ein sehr enges Programm

    Besuch von König Charles III. in Frankreich: ein sehr enges Programm

    Der britische König Charles III. und seine Frau Camilla werden am Mittwoch, dem 20. September, ihren ersten dreitägigen Staatsbesuch antreten. Einzelheiten zum königlichen Programm.

    Frankreich empfängt den englischen König ab Mittwoch, dem 20. September, mit Fanfaren un Trompeten. Charles III. und Camilla werden auf dem Flughafen Orly landen und sofort zum Arc de Triomphe fahren, wo eine Zeremonie mit einem Überflug der Patrouille de France stattfindet. Anschließend werden sie mit dem französischen Präsidentenpaar die Champs-Elysées hinunterfahren: die Männer in einem Auto, die Ehefrauen in einem anderen. Um 15:50 Uhr dann werden Emmanuel Macron und Charles III. im Élysée-Palast zu einem Vier-Augen-Gespräch zusammenkommen, um aktuelle Themen zu besprechen. Am Mittwochabend ist ein Empfang mit mehr als 150 Gästen im Schloss von Versailles (Yvelines) geplant. Am Donnerstag wird Charles III. nach einer Rede auf Französisch im …

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  • Umfrage: Jeder zweite Franzose befürwortet Bau neuer Atomkraftwerke

    Umfrage: Jeder zweite Franzose befürwortet Bau neuer Atomkraftwerke

    Das Institut de radioprotection et de sûreté nucléaire weist aber auch auf die wachsende Besorgnis der Franzosen über die Frage der Lagerung von Atommüll hin. 50% der Franzosen befürworten den Bau neuer Atomkraftwerke, ein Anstieg um sechs Punkte innerhalb eines Jahres, so eine Umfrage des Instituts für Strahlenschutz und nukleare Sicherheit (IRSN), die am Montag, dem 18. September veröffentlicht wurde. Seit mehr als 30 Jahren verfolgt das Institut die Wahrnehmung von Risiken nuklearer Energieerzeugung in der öffentlichen Meinung. Einer von vier Franzosen spricht sich strikt gegen neue Kernkraftwerke aus. Die Sichtweise der Franzosen hat sich in Bezug auf den Bau von Kernkraftwerken geändert. So sagen jetzt 65 % der Franzosen, dass „der Bau von Kernkraftwerken eine gute Sache ist“, was einem Anstieg um fünf Punkte entspricht, während 11 % (- 5 Punkte) damit nicht einverstanden sind. Die Unabhängigkeit der Energieversorgung ist für 43 % der Befragten ein wichtiges Argument für die Kerne…

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  • Mobbing: Nach Selbstmord der 15-jährigen Tochter klagen Eltern in Frankreich gegen TikTok

    Mobbing: Nach Selbstmord der 15-jährigen Tochter klagen Eltern in Frankreich gegen TikTok

    Die Eltern der 15-jährigen Marie, einer Jugendlichen aus dem Departement Bouches-du-Rhône, haben nach dem Selbstmord ihrer Tochter im Jahr 2021 nun Klage gegen TikTok eingereicht. Die junge Frau war auf TikTok wegen ihres Gewichts gemobbt worden. Die Klage ist eine Premiere in Frankreich. „TikTok tr…

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  • Selbstmord eines Schülers in Poissy: Die Eltern sind „empört und entsetzt“ über Brief der Schulleitung

    Selbstmord eines Schülers in Poissy: Die Eltern sind „empört und entsetzt“ über Brief der Schulleitung

    Nachdem Nicolas Eltern wegen der Schikanen, denen ihr Sohn in der Schule ausgesetzt war, Anzeige erstatten wollten, hat die Schulleitung in einem Brief das Verhalten der Eltern als „inakzeptabel“ kritisiert und auf die strafrechtlichen Risiken einer unrichtigen Anzeige verwiesen.

    „Wir waren empört und entsetzt, einen solchen Brief zu erhalten“. Die Eltern von Nicolas, dem Jugendlichen, der sich zu Beginn des neuen Schuljahres in Poissy (Yvelines) das Leben genommen hatte, kritisierten am Montag, dem 18. September, einen Brief, den sie von der Schulverwaltung erhalten hatten. Nachdem die Eltern wegen der Schikanen, deren Opfer ihr Sohn geworden war, Anzeige erstatten wollen, hat das Rektorat der Schule ihre Haltung als „inakzeptabl“ kritisiert und auf die strafrechtlichen Risiken einer unrichtigen Anzeige verwiesen.

    Die Mutter Béatrice gab an, dass sie noch nicht entschieden habe, ob sie tatsächlich Anzeige erstatten werde. „Bevor wir diese Entscheidung treffen, warten wir die Ergebnisse der Untersuchungen und die Maßnahmen ab, die von der Regierung ergriffen werden“, erklärte sie gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

    Die französische Premierministerin Elisabeth Borne bezeichnete den Ton des Schreibens als „schockierend“. „Dieses Schreiben ist eine Schande, eine wirkliche Schande“, erklärte seinerseits auch Bildungsminister Gabriel Attal, der eine administrative Untersuchung anordnete. Für die Mutter des Teenagers zeigen diese offiziellen Reaktionen, dass endlich die Belästigungen gegenüber ihrem anerkannt würden. Der 15-jährige Nicolas hatte sich am 5. September nach seinem ersten Schultag in einer neuen Schule das Leben genommen.

    Ab Mitte Oktober 2022 war es den Eltern von Nicolas klar geworden, dass ihr Sohn in der Schule schikaniert wurde, und sie hatten das pädagogische Team alarmiert. Mitte März 2023 erfuhren sie dann von seinem Psychologen, dass ihr Sohn bereits im Januar einen Selbstmordversuch unternommen hatte. „Da haben wir alles in Bewegung gesetzt, um unserem Sohn zu helfen: Treffen mit dem Schulleiter, Schriftwechsel usw.“, so die Mutter. Nach einem ersten Treffen mit dem Lehrpersonal schrieben die Eltern erneut einen Brief an den Schulleiter. Als Antwort erhielten sie nur das Schreiben, in dem sie vor einer Falschanzeige gewarnt werden. „Wir wissen immer noch nicht, ob gegen die verantwortlichen des Mobbings auch nur eine symbolische Strafe von der Schule verhängt wurde“, bedauert sie.

  • Bekämpfung der Armut: Vier Zahlen zeigen den Ernst der Lage in Frankreich

    Bekämpfung der Armut: Vier Zahlen zeigen den Ernst der Lage in Frankreich

    Die französische Regierung will ihren neuen „Solidaritätspakt“ vorstellen. Der Sender Franceinfo veröffentlicht einen Überblick über alarmierende Indikatoren. Nach mehreren Verzögerungen soll der neue Plan der Regierung zur Bekämpfung der Armut, der den Namen „Solidaritätspakt“ trägt, am Montag, dem 18. September, endlich vorgestellt werden. Vor dem Hintergrund der hohen Inflation, die seit Februar 2022 die Kaufkraft der Franzosen schmälert und durch den Krieg in der Ukraine bedingt ist, weckt die neue Strategie der Regierung zur Bekämpfung der Armut große Erwartungen. Dies gilt umso mehr, als sich mehrere Verbände in den letzten Monaten höchst alarmiert gezeigt haben. Auch wenn Wirtschaftsminister Bruno Le Maire „die Idee ablehnt, dass es eine Verarmung der französischen Gesellschaft gibt“, verschlechtern sich mehrere Indikatoren deutlich. 1: Die Quote der Einkommensarmut sinkt nicht. Diese Quote entspricht der Anzahl der Haushalte, die einen Lebensstandard von weniger als 60 % des mi…

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  • Charles III. und Camilla in Frankreich: Das Programm des Staatsbesuchs

    Charles III. und Camilla in Frankreich: Das Programm des Staatsbesuchs

    Der ursprünglich für März geplante Besuch des britischen Königs Charles III. war wegen der gewalttätigen Proteste gegen die Rentenreform in letzter Minute verschoben worden. Der britische Herrscher soll nun vom 20. bis 22. September zunächst nach Paris und dann nach Bordeaux reisen. König Charles III. und Königin Camilla werden zunächst von der französischen Premierministerin Elisabeth Borne begrüßt. Der Élysée-Palast hat bisher nicht bekannt gegeben, ob das britische Königspaar mit dem Flugzeug oder dem Zug anreisen wird. Emmanuel Macron und seine Frau Brigitte werden am Mittwoch, dem 20. September, in Begleitung des Königs und der Königin die Champs-Elysées hinuntergehen und ihnen zu Ehren ein Staatsdinner in der prestigeträchtigen Spiegelgalerie des Schlosses von Versailles geben, so der Élysée-Palast. Kurz vor 15 Uhr wird sich das Königspaar zum Triumphbogen begeben, um dort eine Zeremonie mit Entzündung der Flamme und Kranzniederlegung am Grab des Unbekannten Soldaten abzuhalten. …

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  • Gleichstellung in Frankreich: Laut Rechnungshof nur „begrenzte Fortschritte“

    Gleichstellung in Frankreich: Laut Rechnungshof nur „begrenzte Fortschritte“

    Der französische Rechnungshof kritisiert insbesondere „methodische Fehler“ der Politik in den Jahren von 2017 bis 2022. Der französische Rechnungshof hat festgestellt, dass es für das wichtige Vorhaben der ersten Regierungszeit Macron keine wirkliche Strategie gab. Der Präsident des Rechnungshofs, Pierre Moscovici, kommentierte am Donnerstag, dem 14. September, den Bericht seiner Institution über die Politik der Regierung hinsichtlich der Gleichstellung von Frauen und Männern in Frankreich. Trotz einer „unbestreitbaren Mobilisierung“ habe die Exekutive nur „begrenzte Fortschritte“ erzielt, was hauptsächlich auf „methodische Fehler“ zurückzuführen sei. Die Weisen des Rechnungshofs kritiserten auf eine „Vielfalt“ von Strategieplänen, die nicht durch einen übergeordneten Fahrplan konsolidiert wurden, was laut Rechnungshofpräsident Pierre Moscovici verhindert hat, dass dieses grundlegende Thema die Gesamtheit der Politik durchdringen konnte. Der Rechnungshof hat Maßnahmen identifiziert, di…

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