Kategorie: Gesellschaft

  • Neues Einwanderungsgesetz: Demonstrationen am Sonntag in ganz Frankreich geplant

    Neues Einwanderungsgesetz: Demonstrationen am Sonntag in ganz Frankreich geplant

    In rund 100 französischen Städten werden mehrere Demonstrationszüge stattfinden, um den Präsidenten der Republik aufzufordern, das geplante neue Einwanderungsgesetz, das die Politik Frankreichs insbesondere in Bezug auf eingewanderte Studierende und Arbeitnehmer/innen verschärft, wieder rückgängig zu machen. Französische Bürger gehen gegen das umstrittene neue Einwanderungsgesetz auf die Straße. In Bordeaux, Nantes und Paris wurde für Sonntag, dem 21. Januar, zu Demonstrationen aufgerufen, um die Rücknahme des Einwanderungsgesetzes zu fordern, das Ende Dezember unter chaotischen Umständen vom Parlament verabschiedet wurde. Die Demonstranten hoffen, mit ihrem Protest Einfluss auf Präsident Emmanuel Macron nehmen zu können. Der Verfassungsrat am 25. Januar über die Konformität des Textes mit der französischen Verfassung entscheiden. Laut der Website 21janvier.fr, auf der die geplanten Aktionen verzeichnet sind, wurden 164 Demonstrationen in 95 französischen Departements festgelegt. „In u…

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  • Einwanderung: Zahl der irregulären Einreisen in die EU war 2023 auf dem höchsten Stand seit 2016

    Einwanderung: Zahl der irregulären Einreisen in die EU war 2023 auf dem höchsten Stand seit 2016

    Die Zahl der irregulären Einreisen in die Europäische Union stieg laut der Grenzschutzagentur Frontex im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 17%.

    Die irregulären Einreisen in die Europäische Union haben im Jahr 2023 „erheblich zugenommen“, so die Europäische Grenzschutzagentur Frontex in ihren am Dienstag, dem 16. Januar veröffentlichten Jahresdaten. Die Zahl illegaler Migranten erreichte im vergangenen Jahr den höchsten Stand seit 2016. Und seit drei Jahren steigt sie stetig an.

    Die Europäische Grenzschutzagentur Frontex zählte im Laufe des Jahres 2023 mindestens 380.000 irreguläre Einreisen in die Europäische Union, den höchsten Stand seit sieben Jahren. Die meisten Exilbewerber versuchen, Europa über das Mittelmeer zu erreichen. So nehmen 41% von ihnen die Gefahr einer Mittelmeer-Überquerung von der libyschen oder tunesischen Küste nach Malta oder Italien in Kauf.

    80% der Migranten sind Männer.
    Die zweithäufigste Route führt über den westlichen Balkan: Serbien, Albanien, Bosnien. Diese Route ist nach wie vor sehr frequentiert, auch wenn die Zahl der Migranten, die sie nutzen, rückläufig ist. Die östliche Mittelmeerroute, von der Türkei zur griechischen Küste ist die dritte bevorzugte Route für Flüchtlinge vor allem aus Syrien und Afghanistan. Syrien, Afghanistan und Guinea sind laut Frontex die Herkunftsländer von mehr als einem Drittel der aufgegriffenen Migranten. 80% dieser Personen seien Männer, 10% Frauen und 10% Minderjährige.

    Das zentrale Mittelmeer ist die gefährlichste maritime Migrationsroute der Welt. Mehr als 22.600 Menschen sind dort laut den Vereinten Nationen in den letzten zehn Jahren ums Leben gekommen. Das Flüchtlingshilfswerk der UNO hat allein im vergangenen Jahr 3.760 Tote oder Vermisste im Mittelmeer gezählt. Die Dunkelziffer könnte weitaus höher sein.

  • Frankreich: Mit „Sozialleasing“ kann man jetzt ein Elektroauto für 100 Euro im Monat leasen

    Frankreich: Mit „Sozialleasing“ kann man jetzt ein Elektroauto für 100 Euro im Monat leasen

    Diese neue Regelung begleitet unter bestimmten Bedingungen französische Haushalte bei dem Umstieg von einem Fahrzeug mit Verbrennungsmotor auf ein Elektrofahrzeug. Es war eine der Maßnahmen, die Emmanuel Macron im letzten Präsidentschaftswahlkampf versprochen hatte: das Sozialleasing, d. h. der Zugang zu einem Elektroauto schon für 100 Euro im Monat. Der Staatschef hat es am Dienstag, den 16. Januar, noch einmal betont: Er möchte die Franzosen bei dem ökologischen Wandel begleiten. Die vom Staat am 1. Januar eingeführte Regelung ermöglicht es den einkommensschwächsten Haushalten, von einem Fahrzeug mit Verbrennungsmotor auf ein Elektrofahrzeug umzusteigen, indem sie ein neues Auto entweder als LOA, d. h. mit Kaufoption, oder als LLD, d. h. als Langzeitmiete für mindestens drei Jahre, leasen. Die Kosten betragen zwischen 100 € und 150 € pro Monat. Um das Sozialleasing zu erhalten, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Man muss volljährig sein und einen Wohnsitz in Frankreich na…

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  • Demografie: Warum bekommen die Franzosen immer weniger Kinder?

    Demografie: Warum bekommen die Franzosen immer weniger Kinder?

    Seit dem Zweiten Weltkrieg wurden in Frankreich noch nie so wenige Kinder geboren. Nur etwa 678.000 Babys wurden im Jahr 2023 geboren. Warum aber bekommen die Franzosen weniger Kinder?

    Das Département Landes verzeichnet eine historisch niedrigere Geburtenrate. Die kleine Julia wurde am Freitag, dem 12. Januar, in der Entbindungsstation des Krankenhauses von Mont-de-Marsan (Landes) geboren. Für das Jahr 2023 wurden etwa 1.000 Geburten verzeichnet, im Jahr 2022 waren es noch 1.200. Kristelle, die 32-jährige junge Mutter sagt auf dem Sender France 2, dass Frauen und Paare inzwischen später in ihrem Leben eine Familie gründen. „Vielleicht geben die Leute dem Beruf, dem Ausgehen und den Hobbys den Vorzug“, sagt sie. Auch der aktuelle geopolitische Kontext bereitet den werdenden Eltern Sorgen.

    Ein Rückgang der Geburtenrate in ländlichen Gebieten.
    „Das ist vor allem sozioökonomisch bedingt. Kinder sind teuer“, analysiert Dr. Sophie Defert, Leiterin der Entbindungsstation im Krankenhaus von Mont-de-Marsan gegenüber France 2. Im Jahr 2023 sank die Geburtenrate in in Frankreich auf insgesamt etwa 678.000 Geburten, so wenige wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr. Im Departement Landes, das von diesem Phänomen besonders betroffen ist, sank die Geburtenrate um sage und schreibe 14 %, ähnlich wie in anderen ländlichen Departements wie Gers und Lot-et-Garonne.

  • Demografie: 678.000 Babys im Jahr 2023 geboren – die niedrigste Zahl seit dem Zweiten Weltkrieg

    Demografie: 678.000 Babys im Jahr 2023 geboren – die niedrigste Zahl seit dem Zweiten Weltkrieg

    Die neueste demografische Bilanz des französischen Statistikinstituts Insee verzeichnet am 1. Januar 68,4 Millionen Einwohner in Frankreich.

    Frankreich hatte am 1. Januar 2024 68,4 Millionen Einwohner, wie aus der am Dienstag, dem 16. Januar veröffentlichten Bevölkerungsbilanz 2023 des französischen Statistikamtes Insee hervorgeht. Dies entspricht einem Anstieg von 0,3% im Vergleich zum Vorjahr.

    Das Insee erklärt, dass es neben dem Rückgang der Geburten im Jahr 2023 weniger Todesfälle gab. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr etwa 678.000 Babys geboren, das sind 6,6 % weniger als 2022 und fast 20 % weniger als 2010, als der letzte Geburtenhöhepunkt erreicht wurde. Es ist das erste Mal in Frankreich seit dem Zweiten Weltkrieg, dass so wenige Kinder geboren wurden.

    Demgegenüber starben in Frankreich im Jahr 2023 nur etwa 631.000 Menschen, 6,5% weniger als 2022. Dieser Rückgang folgte auf drei Jahre mit hoher Sterblichkeit, die insbesondere auf die Covid-19-Epidemie zurückzuführen war. Zu beachten ist, dass etwa 66,1 Millionen Einwohner im französischen Mutterland und etwa 2,3 Millionen in den fünf Überseedepartements leben.

    1,68 Kinder pro Frau
    Die durchschnittliche Kinderzahl pro Frau liegt bei 1,68 Kinder. Eine sinkende Zahl nach den 1,79 Kindern pro Frau im Jahr 2022. Bei seinem letzten Höchststand im Jahr 2010 lag dieser Index bei 2,03. Um wieder so niedriges Niveau wie 2023 zu finden, muss man bis in das Jahr 1993-1994 zurückgehen.

    Die Kinderzahl sinkt 2023 für Frauen aller Altersgruppen, auch für Frauen im Alter von 30 Jahren oder älter, die in den Jahren vor der Gesundheitskrise nicht oder kaum von einem Rückgang der Geburtenrate betroffen waren. Das Insee stellt außerdem fest, dass das Durchschnittsalter bei der Mutterschaft im Jahr 2023 wie im Jahr 2022 31,0 Jahre beträgt, gegenüber 29,5 Jahren zwanzig Jahre zuvor.

    Eine weitere Erkenntnis, die in der demografischen Bilanz auftaucht, ist die Lebenserwartung der Männer, die zum ersten Mal 80 Jahre erreicht. „Im Jahr 2023 beträgt die Lebenserwartung bei der Geburt 85,7 Jahre für Frauen und erreicht zum ersten Mal 80,0 Jahre für Männer“. Mit 242.000 Eheschließungen bleibt die Zahl der Ehen auch 2023 auf einem hohen Niveau. Die Zahl der im Jahr 2022 geschlossenen Ehen lag bei knapp 210.000.

  • Médecins du Monde kritisiert „deutliche Verschlechterung“ für Obdachlose in Frankreich

    Médecins du Monde kritisiert „deutliche Verschlechterung“ für Obdachlose in Frankreich

    Ein etwa 50-jähriger Mann, der seit mindestens 20 Jahren auf der Straße lebte, starb am 2. Januar in einem Krankenhaus in Paris. Ein weiterer Mann, der etwa 60 Jahre alt wurde und seit zehn Jahren auf der Straße lebte, starb am 9. Januar in der französischen Hauptstadt. Die Organisation Médecins du Monde fordert die französische Regierung auf, endlich „das Ausmaß der Dringlichkeit zu erkennen“. Die Organisation Médecins du Monde (MDM) kritisierte am Dienstag, dem 16. Januar, eine „deutliche Verschlechterung“ der Situation von auf der Straße lebenden Menschen in Frankreich und berichtete von mindestens zwei toten Obdachlosen in Paris seit Beginn des Jahres 2024. Ein etwa 50-jähriger Mann, der seit 20 Jahren auf der Straße lebte, starb am 2. Januar im Krankenhaus. Ein anderer Mann, der etwa 60 Jahre alt war und seit zehn Jahren auf der Straße lebte, starb am 9. Januar auf dem Place de la République. „Die Straße tötet, die Straße macht krank, wir schlagen Alarm, damit diese Todesfälle auf…

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  • Künstliche Intelligenz wird eines Tages die Menschheit beherrschen – das glauben 35% der Franzosen

    Künstliche Intelligenz wird eines Tages die Menschheit beherrschen – das glauben 35% der Franzosen

    Künstliche Intelligenz ist dabei, sich in allen Bereichen unseres Alltags durchzusetzen. Das französische Umfrageinstitut Ifop wollte wissen, was die Franzosen zu dieser digitalen Revolution sagen.

    Es wird viel darüber gesprochen, es macht neugierig und beunruhigt, und ab 2024 wird künstliche Intelligenz immer mehr in unser Leben treten. Wer fürchtet sie? Wer nutzt sie? Eine Umfrage des Instituts Ifop für learnthings.fr und die auf Daten spezialisierte Agentur FLASHS hat die Einstellung der Franzosen gegenüber der Künstlichen Intelligenz untersucht. Die Ergebnisse zeigen ein gemischtes Bild. Die Umfrage zeigt, dass 35 % der Franzosen glauben, dass die künstliche Intelligenz eines Tages die Menschheit beherrschen wird.

    51 % der befragten Franzosen äußerten sich besorgt über künstliche Intelligenz, 35 % stehen ihr gleichgültig gegenüber und nur 14 % zeigten sich begeistert von der Entwicklung dieser Technologie. Das Meinungsforschungsinstitut befragte insbesondere Arbeitnehmer, die von der Integration künstlicher Intelligenz in Arbeitsabläufe zwangsläufig stärker betroffen sind.

    Entgegen allen Erwartungen nutzen bereits viele künstliche Intelligenz am Arbeitsplatz, ohne ihre Vorgesetzten darüber zu informieren. 55 % der französischen Arbeitnehmer, die KI am Arbeitsplatz eingesetzt haben, taten dies also heimlich. Eine große Mehrheit möchte jedoch nichts von Künstlicher Intelligenz hören. 63 % der Arbeitnehmer möchten noch nicht einmal darin geschult werden. 68 % der Arbeitnehmer rechnen mit negativen Folgen durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz für ihr Unternehmen.

    Die größte Sorge der französischen Arbeitnehmer gilt dem Erhalt der Arbeitsplätze. Sie befürchten eine mögliche Streichung von Arbeitsplätzen durch den Einsatz künstlicher Intelligenz. Vier von zehn Arbeitnehmern sind der Meinung, dass KI irgendwann den Großteil ihrer Arbeit übernehmen wird. 27 % glauben sogar, dass dies bereits in den nächsten zehn Jahren geschehen wird.

  • Dom-Rep: Julio Iglesias am Flughafen festgenommen – Zoll findet 42 kg Lebensmittel in seinem Gepäck

    Dom-Rep: Julio Iglesias am Flughafen festgenommen – Zoll findet 42 kg Lebensmittel in seinem Gepäck

    Julio Iglesias wurde vom Zoll am Flughafen von Punta Cana kontrolliert. In seinen Koffern befanden sich 42 kg Lebensmittel, deren Einfuhr auf die Insel in der Karibik streng verboten ist.

    Julio Iglesias erlebte vor wenigen Tagen ein Abenteuer, auf das er gut hätte verzichten können. Der spanische Sänger wurde am 10. Januar am Flughafen von Punta Cana in der Dominikanischen Republik verhaftet, weil er eine große Menge an Lebensmitteln transportiert hatte, wie die spanische Zeitung Marca berichtete. In seinem Gepäck befanden sich 42 Kilogramm frische Lebensmittel.

    Erdbeeren, Kirschen, Tomaten, Rüben, Sellerie, Bohnen, Fleisch… Es reicht für ein ganzes Regiment. Tatsächlich ist es eine bekannte Gewohnheit des berühmten spanischen Sängers, auf seinen vielen Reisen zwischen seinen verschiedenen Wohnorten die Lebensmittel mitzunehmen, die er besonders mag.

    Doch dieses Mal, als Julio Iglesias von den Bahamas zurückkehrte, wurde sein Gepäck von den Flughafenbehörden beschlagnahmt und ein Teil seiner Lebensmittel von der Inspektionsabteilung für Pflanzenquarantäne des Landwirtschaftsministeriums konfisziert, wie die Zeitung La Vanguardia schreibt. Laut der dominikanischen Tageszeitung Listin Diaro hat die Dominikanische Republik die Gesundheitsinspektionen aufgrund der Ausbreitung eines Parasiten, der Mittelmeerfliege, die insbesondere in Punta Cana festgestellt wurde, vor einiger Zeit verstärkt.

    Der Fall hat sogar auf höchster Ebene für Aufsehen gesorgt. „Die Regel gilt nicht speziell für ihn oder für jemand anderen, sie gilt für alle“, rechtfertigte der Landwirtschaftsminister der Dominikanischen Republik, Limbert Cruz, das ruppige Vorgehen der Behörden.

  • Der älteste Franzose starb im Alter von 111 Jahren

    Der älteste Franzose starb im Alter von 111 Jahren

    Er hat seinen 111. Geburtstag am 6. Juni 2023 im Altersheim von Longué im Departement Maine-et-Loire gefeiert. André Ludwig, der als ältester Franzose galt, starb am 7. Januar, wie die Zeitung Le Courrier de l’Ouest berichtet. Der ehemalige kaufmännische Angestellte war seit 1972 im Ruhestand und hatte sich vor etwas mehr als sechs Jahren dazu entschließen müssen, sein Haus zu verlassen und in ein Altenheim zu ziehen. Sein Gesundheitszustand hatte sich in den letzten Monaten nach einer Operation am Oberschenkelknochen deutlich verschlechtert.

    André Ludwig wurde am 6. Juni 1912 in La Ferté-sous-Jouarre im Département Seine-Maritime geboren und hat in seinem langen Leben viel durchgemacht. Während des Zweiten Weltkriegs war er in Gefangenschaft geraten und anschließend nach Polen deportiert worden. Ihm gelang zwar die Flucht, aber er wurde in Berlin wieder gefasst. Später konnte André Ludwig nach einer weiteren Flucht nach Paris zurückkehren, um sich dort der Résistance anzuschließen.

    Seine Frau starb im Alter von 99 Jahren
    André Ludwig lebte mit seiner Frau bis zu deren Tod im Alter von 99 Jahren im Jahr 2012 zusammen. An seinem 110. Geburtstag hatte er der Zeitung Courrier de l’Ouest anvertraut, dass er seine Tochter aus den Augen verloren hat, als sie erst 20 Jahre alt war. „Ich habe sie nie wieder gesehen, das ist mein größter Schmerz“, sagte er. Er war bereits sehr geschwächt und sagte der Zeitung: „Mein größtes Vergnügen wird es sein, zu sterben. In einen langen Schlaf gehen“.

    Einen Tag nach dem 111. Geburtstag von André Ludwig im vergangenen Jahr war der zweitälteste Franzose im Alter von 110 Jahren gestorben. Auch Pierre Pineau stammte aus dem Departement Maine-et-Loire. Der älteste Mann Frankreichs ist nun wahrscheinlich Maurice Le Coutour aus Barfleur im Departement Manche. Maurice Le Coutour wird im Mai 2024 seinen 110. Geburtstag feiern.

    Bei den Frauen ist die 112-jährige Marie-Rose Tessier aus der Vendée die wohl älteste Frau in Frankreich. Sie wurde zur ältesten Französin, nachdem Ordensschwester André im Alter von 118 Jahren am 17. Januar 2023 verstorben war. Lucile Randon, so der richtige Name von Schwester André, galt ebenfalls als älteste bekannte Frau der Menschheit.

  • Prekarität: 2023 lebten in Frankreich 5.3 Millionen Menschen unterhalb der Armutsgrenze

    Prekarität: 2023 lebten in Frankreich 5.3 Millionen Menschen unterhalb der Armutsgrenze

    Im Jahr 2023 lebten laut dem Observatoire des inégalités etwa 8 % der französischen Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze, das sind 5,3 Millionen Menschen. Am stärksten von prekären Lebensverhältnissen betroffen sind Studierende und Frauen.

    Eine Person gilt in Frankreich als arm, wenn sie weniger als 940 Euro im Monat erhält, was der Hälfte des Durchschnittseinkommens der Franzosen entspricht. Im Jahr 2023 lebten laut dem Observatoire des inégalités 5,3 Millionen Menschen unterhalb dieser Armutsgrenze, das sind 8 % der Bevölkerung. Eine Zahl, die seit Mitte der 2000er Jahre stetig gestiegen ist. Dennoch gehört Frankreich zu den europäischen Ländern, denen es am besten gelingt, das Phänomen der Armut einzudämmen.

    Steigende Lebenshaltungskosten
    Die Verschärfung der Armut ist sowohl auf die Senkung der Einkommen und der Beihilfen im Jahr 2022 zurückzuführen, vor allem aber auf den Anstieg der Lebenshaltungskosten. Die Lebensmittelpreise sind bis 2023 um weitere 7 % und die Energiepreise um 23 % gestiegen. Armut betrifft zwar alle Altersgruppen, am stärksten betroffen sind jedoch junge Erwachsene zwischen 18 und 29 Jahren. Fast 50 % der Studierenden leben von weniger als 400 Euro im Monat. Auch Frauen gehören zu den am stärksten Betroffenen. Sie machen 57 % der von der Hilfsorganisation Secours catholique unterstützten Personen aus.