Kategorie: Südwest

  • Emmanuel Macron spricht mit Bürgern in Barbazan-Debat (Hautes-Pyrénées)

    Emmanuel Macron spricht mit Bürgern in Barbazan-Debat (Hautes-Pyrénées)

    Der wiedergewählte Präsident der Republik Emmanuel Macron reist am Freitag, dem 29. April, in die Hautes-Pyrénées. Der Journalist Christophe Gascard berichtet für France 2 aus Barbazan-Debat. Am Freitag, dem 29. April, ist Staatspräsident Emmanuel Macron in den Hautes-Pyrénées unterwegs. Der Journalist Christophe Gascard berichtet aus Barbazan-Debat (Hautes-Pyrénées), und erklärt, dass die nächste Regierung vielleicht erst in zehn Tagen bekannt gemacht wird: „Der Staatschef gibt sich vom Druck der Medien unberührt. Er will sich Zeit nehmen, um sich zu beraten, sich zu treffen, und das tut er auch in diesem Ort in den Hautes-Pyrénées, dieser kleinen Gemeinde mit 3.400 Einwohnern.“ „Die Gelegenheit, den Puls des Landes zu fühlen“ Diese Reise in die Hautes-Pyrénées ist für Emmanuel Macron „eine Gelegenheit, den Puls des Landes zu fühlen und sich mit den gewählten Bürgermeistern über das Thema ländlicher Raum oder Kaufkraft auszutauschen“, so der Journalist weiter. „In der Umgebung des Prä…

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  • Tödlicher Unfall: Deutscher Autofahrer wegen fahrlässiger Tötung angeklagt

    Tödlicher Unfall: Deutscher Autofahrer wegen fahrlässiger Tötung angeklagt

    Nach ersten Erkenntnissen der Ermittlungen fuhr der Lieferfahrer schneller als die auf diesem Autobahnabschnitt zulässige Höchstgeschwindigkeit. Der deutsche Autofahrer, der verdächtigt wird, am Mittwoch, dem 27. April, auf der Autobahn A43 bei Ruy-Montceau im Département Isère einen tödlichen Unfall verursacht zu haben, wurde wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung angeklagt und unter gerichtliche Aufsicht gestellt, berichtet France Bleu Isère am Freitag, dem 29. April. Lesen Sie auch: Deutscher Autofahrer überfährt im Isère zwei Autobahnarbeiter – ein Toter In Polizeigewahrsam erklärte der Pharmalieferant, dass er auf dem Weg von Frankfurt in Deutschland nach Madrid in Spanien und zurück gewesen sei. Er war am Montag in Deutschland aufgebrochen, am Dienstag in Spanien angekommen und dann wieder nach Deutschland zurückgekehrt. Am Mittwochmorgen um 5:30 Uhr hatte er nach einer Schlafpause gerade die Fahrt fortgesetzt, als sich der Unfall ereignete. Der 61-Jährige sagte, er habe die Sicherheitsmarkierung auf diesem Autobahnabschnitt zwischen Chambéry und Lyon zwar gesehen, sei aber trotzdem gegen die Metallbarriere geprallt, hinter der sich Mitarbeiter des Autobahnbetreibers APRR/AREA befanden. Ein 54-jähriger Autobahnmitarbeiter starb, ein 60-jähriger wurde per Hubschrauber in das Krankenhaus von Lyon geflogen und ein dritter, 32 Jahre alt, wurde in das Krankenhaus von Bourgoin-Jallieu gebracht. Der deutsche Fahrer hingegen blieb unverletzt. Nach ersten Erkenntnissen der Ermittlungen fuhr der Lieferant schneller als die auf diesem Autobahnabschnitt zulässige Höchstgeschwindigkeit. Diese war aufgrund der Präsenz von Streckenarbeitern auf den Fahrbahnen auf 50 km/h herabgesetzt. Der Verdächtige war bei einem ersten Screening positiv auf Kokain getestet worden, wurde dann aber bei zwei weiteren Untersuchungen negativ getestet.
  • Tigermücke: 88% der Bevölkerung Okzitaniens lebt in betroffenem Gebiet

    Tigermücke: 88% der Bevölkerung Okzitaniens lebt in betroffenem Gebiet

    Die Periode der verstärkten Überwachung der Tigermücke beginnt am 1. Mai, informiert die regionale Gesundheitsbehörde von Okzitanien und erinnert an die zahlreichen Reflexe, die man haben sollte, um die Ausbreitung des Schädlings zu begrenzen. Fast 90% der regionalen Bevölkerung sind betroffen.

    Sie ist wieder da. Die Tigermücke, die ihr Verbreitungsgebiet in Frankreich seit ihrem ersten Auftreten immer weiter ausgedehnt hat, wird in den nächsten Wochen wieder in den Gärten und auf den Terrassen im Südwesten auftauchen und den Menschen die Ankunft der schönen Tage teilweise verderben. Ab diesem 1. Mai beginnt wieder die Periode der verstärkten Überwachung dieser grossen Stechmücke, wie die regionale Gesundheitsagentur (ARS) von Okzitanien in einer am Donnerstag verbreiteten Pressemitteilung bekannt gab.

    Lesen Sie auch: Tigermücken auch im Oktober: Müssen wir uns daran gewöhnen?

    Bis zum 30. November wird „eine verstärkte Überwachung der Mückenpopulationen“ durchgeführt und gleichzeitig soll „eine Sensibilisierung der Personen, die in den Gebieten wohnen, in denen diese Mücken präsent und aktiv sind“, stattfinden. Außerdem wird eine verstärkte medizinische Überwachung der Fälle von Krankheiten, die diese Mücke übertragen kann (Chikungunya-Fieber, Dengue-Fieber, Zika usw.), von den Gesundheitsämtern eingeführt.

    Inzwischen sind in der Region Südwestfrankreich schon 1.964 von insgesamt 4.454 Gemeinden von der Besiedlung durch die Tigermücke betroffen. Während der Anteil der kolonisierten Gebiete nach diesem Kriterium nur 44% beträgt, verdoppelt er sich, wenn man ihn auf die Bevölkerung bezieht. So leben laut der lokalen Gesundheitsbehörde ARS heute fast neun von zehn Menschen in dieser Region (88%) in einem von der Tigermücke besiedelten Gebiet. Das sind laut ARS etwa 5,5 Millionen Menschen.

    Jedes Jahr breitet sich die Tigermücke in Frankreich ein Stückchen weiter nach Norden aus und besiedelt mittlerweile mehr als die Hälfte des Landes. Die Region Paris, der Grand-Est, die Region Pays de la Loire und sogar ein Teil der Region Hauts-de-France sind mittlerweile auch schon betroffen.

  • Lot-et-Garonne: Familienvater vor seinem Haus in Buzet-sur-Baïse mit Jagdgewehr erschossen

    Lot-et-Garonne: Familienvater vor seinem Haus in Buzet-sur-Baïse mit Jagdgewehr erschossen

    Ein 32-jähriger Familienvater wurde in der Nacht von Sonntag, 24. April, auf Montag, 25. April, in Buzet-sur-Baïse durch einen Kopfschuss getötet. Zwei Männer befinden sich in Polizeigewahrsam.

    Kurz nach Mitternacht am Abend des 24. April, dem Abend der zweiten Runde der Präsidentschaftswahlen, wurde Buzet-sur-Baïse zum Schauplatz eines Dramas. Ein 32-jähriger Mann wurde ins Visier genommen, als er sich vor dem Haus befand, das er mit seiner Familie bewohnte. Er wurde mit einer Kugel aus einer Jagdwaffe in den Kopf geschossen. Der Schütze befand sich nur wenige Meter von dem Familienvater entfernt.

    Nach ersten Informationen waren die Kinder und ihre Mutter keine direkten Zeugen des Mordes. Die Familie war auf dem Heimweg von einer Party. Jedoch verstarb das Opfer an Ort und Stelle vor ihren Augen. Feuerwehr und die Notärzte des Smur konnten ihn nicht mehr retten. Die Ordnungskräfte brachten die anderen Familienmitglieder in Sicherheit. In der Nacht wurden zwei etwa 30-jährige Männer in Polizeigewahrsam genommen.

    „Nichts deutete auf eine solche Tragödie hin“. Am Montagmorgen, dem 25. April, drückte der Bürgermeister von Buzet, Jean-Louis Molinié, seine Überraschung und Trauer über den Mord aus. „Wie kann man sich so etwas Schreckliches vorstellen?“ Das Opfer war portugiesischer Staatsbürger, Landarbeiter und lebte mit seinen beiden Kindern und deren Mutter in einem kleinen Haus in der Rue De La Gravère im Herzen des Dorfes. Die Familie lebte seit zwei Jahren recht still und zurückgzogen in der Rue de la Gravère in einem gemieteten Häuschen. Die beiden Kinder gingen in der Gemeinde zur Schule.

    Die Gendarmerie muss nun noch die Motive des Schützen und seines Begleiters herausfinden, um erklären zu können, warum ein Familienvater mitten in der Nacht auf seiner Türschwelle erschossen wurde. Die Vernehmung der beiden Verdächtigen soll Licht in diese Tat bringen.

  • Ardèche: Fahrer und Beifahrer sterben bei Autorallye

    Ardèche: Fahrer und Beifahrer sterben bei Autorallye

    Die Ursache des Unfalls ist noch unbekannt. Eine Untersuchung wurde eingeleitet.

    Zwei Teilnehmer der Rallye Bassin Annonéen in der Ardèche starben am frühen Samstagabend, nachdem sie von der Straße abgekommen waren, wie France Bleu Drôme Ardèche berichtet. Der Unfall ereignete sich gegen 19 Uhr. Die Unfallursache ist laut den Organisatoren des Rennens noch unbekannt, aber das Wetter war am Samstag besonders regnerisch. Eine Untersuchung wurde eingeleitet.

    Der aus Savoyen stammende Fahrer Nathanaël Degrange und sein Beifahrer Benoît Surot, beide etwa 40 Jahre alt, verpassten eine Kurve und stürzten etwa 40 Meter in die Tiefe. Ihr Fahrzeug, ein Renault Clio 3 RS, geriet daraufhin in Brand.

    Nathanaël Degrange hatte seit 2004 an 80 Rallyes teilgenommen. Seit 2010 fuhr er mit seinem Beifahrer Benoît Surot zusammen. Rund 40 Feuerwehrleute und Polizisten waren im Einsatz. Das Rennen wurde auf Beschluss der Rallyeleitung abgebrochen.

     

    Nathanaël Degrange und Benoît Surot verlieren ihr Leben bei der Rallye du Bassin annonéen (Facebook | Benoît Surot)
  • Covid-19: Krankenhauseinweisungen im Südwesten nehmen zu

    Covid-19: Krankenhauseinweisungen im Südwesten nehmen zu

    Die neuesten Zahlen im Südwesten Frankreichs sind nicht gut, wie die Gesundheitsbehörden am Dienstag, 19. April, veröffentlichten. Die durchschnittliche Zahl der Neuinfektionen ist zwar leicht gesunken, die Zahl der Krankenhauseinweisungen ist jedoch ansteigend. 2.251 Personen werden derzeit in Krankenhäusern in Okzitanien stationär behandelt (74 Patienten mehr als am Freitag). 174 Patienten liegen auf Intensivstationen (5 mehr als am Wochenende). Innerhalb von vier Tagen sind 21 Patienten an Covid-19 verstorben. Insgesamt starben in der Region Okzitanien schon 7.464 Menschen in Verbindung mit einer Covid-19-Ansteckung. Die regionale Gesundheitsbehörde ARS berichtet, dass in den letzten vier Tagen durchschnittlich 9.384 positive Fälle pro Tag festgestellt wurden, d. h. insgesamt 65.691 Fälle vom 12. bis 18. April. Der Anteil der positiven Tests beläuft sich auf 33%. Die Inzidenzrate in Okzitanien lag im Durchschnitt bei 1.268 Covid-Fällen pro 100.000 Einwohner. „Die Krankenhauseinweisu…

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  • Autan-Wind: Die Sturmböen im März waren die stärksten seit vierzig Jahren!

    Autan-Wind: Die Sturmböen im März waren die stärksten seit vierzig Jahren!

    Der Autan-Wind, der seit mehreren Tagen in der Region Toulouse, im Tarn und im Aude blies, erreichte in Castres eine Geschwindigkeit von über 120 km/h. Der März 2022 war ein besonders windiger Monat. So sehr wie seit 1981 nicht mehr.

    Im letzten Monat wehte der Autan-Wind in der Region Toulouse so stark wie seit 1981 nicht mehr: Im März 2022 gab es einen stärkeren Autan-Wind als in den letzten vierzig Jahren. Im gesamten Monat gab es in Toulouse acht Tage, an denen die 70 km/h überschritten wurden. Diese Zahlen liegen deutlich vor denen der Jahre 2013 und 2008, wo eine solche Windgeschwindigkeit nur an fünf Tagen überschritten wurde.

    Lesen Sie auch: Böen von bis zu 120km/h: Meteo France versetzt Tarn und Haute-Garonne in Alarmbereitschaft

    Es gab im letzten Monat lange Autan-Episoden. Der stürmische Wind wehte 7. bis 16. März und dann wieder vom 19. bis 30. März, also mehr als die Hälfte des Monats. Es gibt allerdings keinen erkennbaren Trend. 2021 war ein eher ruhiges Jahr, 2020 ein klassisches Jahr. Der als Autan bekannte Wind hat laut Klimatologen nichts mit dem Klimawandel zu tun.

    Derzeit versuchen Meteorologen eine Erklärung für das Wind-Phänomen des letzten Monats zu finden. In der Zwischenzeit gibt es für dei Bewohner des französischen Südwestens eine gute Nachricht: Der Wind sollte in den nächsten zehn Tagen nicht wiederkehren. Allerdings gibt es gibt keine Garantie dafür, dass er nicht im Laufe des Frühlings nochmals auftritt. Andererseits ist der Autan im Sommer eher selten. Er ist vor allem ein Phänomen der Zwischensaison.

  • Neue Sandwolke aus der Sahara: Welche Regionen werden am stärksten betroffen sein?

    Neue Sandwolke aus der Sahara: Welche Regionen werden am stärksten betroffen sein?

    Eine neue Sandwolke aus der Sahara trifft auf den Süden Frankreichs und wird sich in den kommenden Tagen voraussichtlich über das ganze Land ausbreiten.

    Mehrere Meteorologen sagten einen kräftigen Schirokko-Wind aus dem Süden voraus, der für diese neue Sand-Episode verantwortlich ist. Am 15. und 28. März war es zu ähnlichen Sahara-Sandwinden gekommen.

    Nach unterschiedlichen Vorhersagen wird wahrscheinlich das ganze Land von dieser neuen Sandwolke aus der Sahara betroffen sein. Das Phänomen hat seinen Ursprung in einem Tiefdruckgebiet, das sich „über dem zentralen Atlantik positionieren wird, während sich gleichzeitig ein Hochdruckgebiet von Algerien über Zentralfrankreich bis nach Deutschland ausdehnen wird“, meldet La Chaîne Météo.

    Lesen Sie auch: Wetter: Riesige Sandwolke aus der Sahara soll nächste Woche über Frankreich fegen

    Von Montag bis Mittwoch werden laut La Chaîne Météo vor allem die südlichen und westlichen Regionen Frankreichs von diesem Sandstaub aus der Sahara betroffen sein. „In Aquitanien und vor allem in den Pyrenäen wird das Phänomen am deutlichsten sichtbar sein: Der Schnee wird sich wieder mit einer ockerfarbenen Tönung überziehen“.

  • Airbus: Supervertrag über 80 A320neo

    Airbus: Supervertrag über 80 A320neo

    Am Montag, dem 11. April, gab Airbus die Bestellung von 80 Flugzeugen der A320neo-Familie bekannt. Das in Singapur ansässige Unternehmen BOC Aviation unterzeichnete einen festen Vertrag über zwanzig A320neo, fünfzig A321neo, die größere Version des erfolgreichen Single-Aisle-Flugzeugs von Airbus, und zehn Langstreckenflugzeuge vom Typ A321XLR.

    Laut der offiziellen Preisliste von Airbus hat der Vertrag einen Wert von 10 Milliarden US-Dollar. Auch wenn Experten wissen, dass diese Summe aufgrund der zahlreichen Rabatte des europäischen Flugzeugherstellers nicht erreicht wird, ist der Deal zwischen dem Flugzeughersteller und dem Leasingunternehmen BOC Aviation ein „außergewöhnlicher“ Auftrag.

    BOC Aviation, ein Großkunde von Airbus.
    „Die Auslieferung aller Flugzeuge ist zwischen 2027 und 2029 geplant“, betonte BOC Aviation in einer Pressemitteilung. Die Zahl der Airbus-Flugzeuge bei dem Unternehmen wird damit auf 546 Flugzeuge ansteigen. BOC wird so zu einem der größten Kunden von Airbus.

    Der in Toulouse ansässige Flugzeughersteller kann seinen Nettoauftragsbestand seit Anfang 2022 fast verdoppeln: Ende März lag er bei 83 Flugzeugen, so die jüngsten Zahlen von Airbus. 2022 will das Unternehmen 720 Flugzeuge ausliefern, gegenüber 611 im Vorjahr. 7.900 Exemplare des A320neo sind bisher bestellt. Mehr als 2.100 davon wurden seit der Indienststellung dieses Flugzeugtyps vor sechs Jahren ausgeliefert, so der europäische Konzern.

  • Umweltverschmutzung in den Pyrenäen: Giftiger Chemie-Cocktail in Bergseen gefunden

    Umweltverschmutzung in den Pyrenäen: Giftiger Chemie-Cocktail in Bergseen gefunden

    151 chemische und toxische Moleküle wurden bei Wasseranalysen aus acht Bergseen in den Pyrenäen von Forschern eines Teams des CNRS in Toulouse gefunden. Diese Moleküle sollen von menschlichen Aktivitäten stammen.

    Es ist bekannt, dass die Ozeane und Flüsse durch menschliche Aktivitäten an manchen Orten stark verschmutzt sind. Trotz ihrer hochgelegenen Lage scheint das kristallklare Wasser der Bergseen der Pyrenäen von solchen Verschmutzungen nicht verschont zu bleiben. Ein Team des CNRS (Centre national de la recherche scientifique) hat jetzt in den Pyrenäen mehr als 150 chemische und toxische Moleküle nachgewiesen.

    Permethrin, Diazinon oder Benzothiazol… Diese Bezeichnungen stehen für einige der toxischen Substanzen (Pestizide, Insektizide und andere Fungizide), die im frischen und – im Prinzip – klaren Wasser von acht Bergseen in den Pyrenäen gefunden wurden. Ein Team von CNRS-Forschern des Labors für funktionelle Ökologie und Umwelt in Toulouse untersuchte die Zusammensetzung des kristallklaren Wassers dieser Seen, die zwischen 1.700 und 2.400 Metern über dem Meeresspiegel liegen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Lage der Seen fernab von industriellen Aktivitäten sie nicht vor Verschmutzung schützt.

    Luftverkehr, Viehzucht und Tourismus
    Insgesamt wurden bei den Analysen 151 chemische Substanzen gefunden. Und alle haben schädliche Auswirkungen auf die Population von Kleinstkrebsen, die normalerweise in diesen Gewässern leben. Das Ergebnis: Negative Auswirkungen auf das natürliche Gleichgewicht in diesen empfindlichen Umgebungen. Und die Umwelt im Allgemeinen.

    Unter anderem wurden Permethrin und Diazinon gefunden, die in der Viehzucht zur Bekämpfung der Blauzungenkrankheit eingesetzt werden. Die Verwendung dieser Mittel ist somit eine der Ursachen für die Verschmutzung dieser Seen. Die anderen, so die Hypothese der Forscher, könnten der atmosphärische Transport durch Regen von den Aktivitäten im Tal sein, und natürlich der Tourismus. Permethrin ist in einigen Insektenschutzmitteln enthalten. Diazinon wird als potentiell krebserregend für den Menschen eingestuft.

    Diese Ergebnisse geben Anlass zur Sorge um die Umwelt, aber auch um die menschliche Gesundheit, da das Wasser aus den Höhenlagen letztendlich in unser Leitungswasser gelangt.