Kategorie: Südwest

  • Covid-19: Forscher aus Toulouse entdecken, wie der Körper die Vermehrung des Virus blockiert

    Covid-19: Forscher aus Toulouse entdecken, wie der Körper die Vermehrung des Virus blockiert

    Forscher aus Toulouse haben gerade eine Schlüsselentdeckung für das Verständnis der Verbreitung von Covid-19 im Körper gemacht. Sie zeigen, dass ein Rezeptor im Immunsystem als Lockvogel für das Virus dient und seine Vermehrung sabotiert, indem er den Tod der infizierten Zelle bewirkt. Die Arbeit wurde in der Zeitschrift Molecular Cell veröffentlicht.

    Was passiert, wenn die Zellen in Nase, Rachen und Lunge mit dem SARS-CoV-2-Virus infiziert werden? Das wollten Forscher des IPBS (Institut für Pharmakologie und Strukturbiologie) in Toulouse herausfinden.

    „Wenn eine Zelle infiziert wird, stirbt sie und verhindert somit, dass sich das Virus ausbreitet. Wenn jedoch zu viele Zellen sterben, kommt es parallel zur Unfähigkeit des Organs, sich richtig zu reparieren, zu einer Überentzündung, die zur Zerstörung des Organs führen kann. Man muss also die Mechanismen des Zelltods bei der Infektion verstehen, um sie wirksam anzusprechen, entweder durch Aktivierung oder Hemmung“, fasst Etienne Meunier, Leiter des Teams „Pathogenerkennung und -beseitigung“, zusammen. „Wir wollten herausfinden, was in den Lungenzellen als Reaktion auf SARS-CoV-2 den Zelltod auslösen kann. Dabei sind wir völlig zufällig auf den NLRP1-Rezeptor gestoßen“.

    Wenn der Rezeptor aktiviert wird, stirbt die Zelle und hindert das Virus daran, sich zu vermehren.
    NRP1 ist ein Inflammasom, ein Proteinkomplex des menschlichen Immunsystems, der reagiert, wenn er eine Gefahr erkennt. Laut der Arbeit des Teams aus Toulouse verhält sich der NLRP1-Rezeptor während der Infektion von Atemwegszellen mit SARS-CoV-2 wie eine Falle. Das SARS-CoV-2-Virus entwickelt sich im Körper, indem es mithilfe der Protease, einer Art viraler Schere, in der jeweiligen Wirtszelle neue infektiöse Viruszellen entewickelt, die sich dann wiederum verbreiten und neue Zellen im Körper infizieren. Gleichzeitig entschärft SARS-CoV-2 die Abwehr der Wirtszelle, so dass es sich ohne große Gefahr vermehren kann. „Durch den NLRP1-Rezeptor, der sich wie ein Lockvogel verhalten hat, indem er das Verhalten der Proteine des SARS-CoV-2-Virus nachahmte, tritt jedoch der umgekehrte Effekt ein: NLRP1 wird für die befallene Zelle toxisch“.

    Mit anderen Worten, dieser Rezeptor „sabotiert“ die Zelle, um dem Virus entgegenzuwirken: „Die Zelle stirbt und verhindert so die Vermehrung des Virus. Dies ist laut der Forscher tatsächlich bei 85% der Menschen, die sich mit Covid-19 anstecken, der Fall“. Dieser geplante Zelltod wird jedoch problematisch, wenn er, anstatt die Infektion zu kontrollieren, zu einer Hyperinflammation führt.

    Der NLRP1-Rezeptor ist also der Schlüssel beim Schutz des Körpers vor dem Virus und gleichzeitig auch das Element, das eine starke Entzündung und damit die potentielle Zerstörung der Lunge auslösen kann.

    Étienne Meunier und sein Team werden ihre Forschung an menschlichen Zellen fortsetzen, um mehr über NLRP1 zu erfahren. Auch soll geprüft werden, ob bestimmte Moleküle NLRP1 – da, wo nötig – hemmen können. NLRP1 kann auch bei Hautkrankheiten, Hauttumoren, Asthma, Allergien und neurodegenerativen Erkrankungen beteiligt sein.

    Die Forscher hoffen, bald eine Möglichkeit zu finden, die Wirkung von NLRP1 kontrollieren und beeinflussen zu können.

  • Europa: Eine beispiellose Hitzeperiode

    Europa: Eine beispiellose Hitzeperiode

    Seit über einem Monat liegen die Temperaturen weit über den Normalwerten. Für manche ein willkommenes Vergnügen, das sie zum Baden oder für ein Eis nutzen. Für die Obst- und Gemüsebauern stellt das jedoch ein großes Problem dar.

    Mitten im Mai herrscht bereits Hochsommer. 32°C in Bordeaux, zum Glück gibt es das Meer. In Limoges hingegen kühlt man sich bei 31°C so gut es geht ab, ebenso wie in Besançon, wo die Eisdiele vorzeitig ihren Dienst aufgenommen hat. In Toulouse findet man so gut wie möglich sein Gleichgewicht. Es herrschen 33°C, aber die Boule-Spieler sind da: „Du hast Lust zu spielen, es ist stärker als die Hitze und wir sind im Schatten, also ist es trotzdem angenehm“ meint einer der Speielr gegenüber Franceinfo. Mit 38 aufeinanderfolgenden Tagen über den normalen Temperaturen bricht Frankreich seinen bisherigen Wärmerekord für den Frühling. Und das ist ein Problem für den Erdbeerbauern, der gezwungen ist, zwei Drittel seiner Früchte wegzuwerfen, da sie zu schnell reifen: „Heute sind wir gezwungen, alle zwei Tage zu pflücken, weil die Erdbeeren schneller reifen, als sie verkauft werden können“.

    Auf dem Weg zu immer wärmeren Temperaturen
    Auch Spanien hat mit einer für die Jahreszeit ungewöhnlichen Hitzewelle zu kämpfen. In einigen Städten im Süden herrschen 42°C und dieser Monat könnte der heißeste des Jahrhunderts in dem Land auf der iberischen Halbinsel werden. „Das nordafrikanische Klima verschiebt sich nach Südeuropa. Wir werden Mitte des Jahrhunderts längere und intensivere Dürreperioden und natürlich höhere Temperaturen haben“, erklärt Ruben del Campo, Sprecher der spanischen Wetterbehörde. Mit dem Klimawandel könnte das Außergewöhnliche zur Normalität werden, warnen Wissenschaftler.

  • Fall Jubillar: Deutscher Wahrsager versichert, den genauen Ort von Delphines Leiche zu kennen

    Fall Jubillar: Deutscher Wahrsager versichert, den genauen Ort von Delphines Leiche zu kennen

    Pendel, Tarotkarten oder Hellsehen – Hellseher aller Art wollen Delphine Jubillar, die seit Dezember 2020 vermisste Krankenschwester aus dem Tarn, finden. Jetzt bietet ein Deutscher den Ermittlern seine Hilfe an und gibt sich überzeugt, dass er weiss, wo die Leiche der jungen Mutter aus Cagnac-les-Mines versteckt ist.

    Unter der Erde, in der Nähe eines Baumes? Auf dem Grund eines Brunnens oder eines Flusses im Tarn? Am Rande der umfangreichen Suche der Gendarmerie nach der Leiche von Delphine Jubillar, der Krankenschwester, die in der Nacht vom 15. auf den 16. Dezember 2020 in Cagnac-les-Mines verschwunden ist, mischen sich nun auch Wahrsager in die Ermittlungen ein und wollen der Justiz helfen. Es sind Wahrsager, Esoteriker, Therapeuten oder Heiler und sie behaupten, über eine spezielle Gabe zu verfügen. Alle werden von der gleichen Obsession getrieben: die Leiche der jungen Frau zu finden, deren Ehemann Cédric Jubillar, sich seit dem 18. Juni 2021 in Untersuchungshaft befindet. Der 34-jährige Cédric weist allerdings jede Beteiligung an dem Verschwinden seiner Frau zurück.

    In Deutschland ist Michael Schneider eine bekannte Persönlichkeit auf dem Gebiet der Hellseherei. Die Polizei in Deutschland hat sich bereits mehrmals an Schneider gewandt, der seine Dienste auch im Zusammenhang mit dem Fall der kleinen Maddie, die 2007 in Portugal verschwunden war, angeboten hat. „Wenn ich mir das Foto einer vermissten Person ansehe, kann ich feststellen, ob sie tot oder lebendig ist“.

  • Wetter im Süden: Am Samstag und Sonntag werden neue Hitzerekorde erwartet

    Wetter im Süden: Am Samstag und Sonntag werden neue Hitzerekorde erwartet

    Am Wochenende wird das Wetter im Südwesten Frankreichs wieder sehr heiß werden. Die Temperaturen werden weit über 30°C liegen. Ab Montag werden sie sinken.

    Sie mögen es heiß? Dann werden Sie sich an diesem Wochenende in Südfrankreich wohl fühlen. Die Temperaturen sollen weit über die 30°C-Marke klettern. Das Wochenende verspricht sehr heiß zu werden.

    Ab diesem Samstag wird die Sonne fast ohne Wolken in allen Departements der Region scheinen. Die erwarteten Höchsttemperaturen liegen bei 34°C in Castres, 33°C in Albi und Cahors, 32°C in Toulouse, Rodez und Auch, 31°C in Montauban und Agen, 30°C in Tarbes, Pau und Saint-Gaudens, 29°C in Carcassonne und 27°C in Narbonne. Auch im Departement Alpes Maritimes und der Region Nizza werden bis zu 33°C erwartet.

    Am Sonntag, 22. Mai, wird die Sonne den ganzen Tag über in allen Departements des Südens meist uneingeschränkt scheinen. Erst zum Ende des Tages wird sich der Himmel über dem Vorgebirge der Pyrenäen , im Lot und im Norden des Aveyron verschleiern.

    Die erwarteten Höchsttemperaturen liegen bei 35°C in Tarbes und Foix, 34°C in Albi, Castres und Cahors, 33°C in Toulouse, Rodez, Montauban und Auch, 32°C in Pau und Agen, 30°C in Carcassonne und 28°C in Narbonne.

    Am Sonntagabend können sich teils starke Gewitter im Westen Frankreichs entwickeln und bis Montagabend das ganze Land überqueren. Die Mittelmeerregionen bleiben davon verschont.

    Eine deutliche Abkühlung von Westen her wird am Montag zu spüren sein, mit Temperaturen, die kaum der Jahreszeit entsprechen oder sogar unter den normalen Werten liegen. Eine Rückkehr zu normalen Temperaturen für die Jahreszeit wird für den Donnerstag von Christi Himmelfahrt erwartet.

  • Spanien hebt Covid-19-Kontrollen an der Grenze zu Frankreich auf

    Spanien hebt Covid-19-Kontrollen an der Grenze zu Frankreich auf

    Die spanischen Behörden werden ab Donnerstag von Personen, die auf dem Landweg aus Frankreich nach Spanien einreisen, keinen Nachweis über eine Covid-19-Impfung, einen Test oder eine Genesung mehr verlangen. Die Nachricht wurde am Mittwoch im offiziellen spanischen Staatsanzeiger BOE bekannt gegeben und tritt am darauffolgenden Tag, am Donnerstag, dem 19. Mai 2022, in Kraft. Seit 26 Monaten verlangte die spanische Gesetzgebung von den Grenzbeamten, von allen Personen über 12 Jahren, die mit dem Auto, dem Zug oder zu Fuß aus Frankreich nach Spanien einreisen, einen Covid-Gesundheitspass zu verlangen. In Wirklichkeit aber waren die Grenzübergänge zwischen Spanien und Frankreich nicht immer besetzt, und die Covid-19-Kontrollen wurden während der Pandemie nur sporadisch durchgeführt. Anders als beim Flugverkehr, für den Spanien auch heute noch Covid-19-Beschränkungen für Reisende aus Frankreich vorsieht. In Zeiten hoher Infektionsraten wurden die Grenzkontrollen auf beiden Seiten zwar vers…

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  • Toulouse: 25-Jähriger schwebt nach Messerangriff in Lebensgefahr

    Toulouse: 25-Jähriger schwebt nach Messerangriff in Lebensgefahr

    Die Polizei hat Ermittlungen wegen versuchten Mordes eingeleitet. Ein 25-jähriger Mann soll am Sonntag, 15. Mai, in Toulouse eine tätliche Auseinandersetzung mit einem Bekannten gehabt haben. Die Schlägerei endete in einem Blutbad.

    Ein 25-jähriger Migrant wurde durch einen Messerstich schwer verletzt. Um 21.45 Uhr am Sonntagabend bricht in der Avenue des Minimes in Toulouse eine heftige Schlägerei zwischen zwei Männern aus.

    Der Angreifer ist mit einem Messer bewaffnet, das Opfer mit einem Besenstiel. Der unausgeglichene Kampf endet in einem Blutbad, als der 25-Jährige Migrant in der Achselhöhle von dem Messer getroffen wird. Er bricht zusammen und der Täter flüchtet.

    Das Opfer und sein Agressor kennen sich.
    Ein Zeuge verständigt sofort die Rettungskräfte. Als die Feuerwehr eintrifft, ist der Zustand des Verletzten besorgniserregend. Sein Leben scheint in Gefahr zu sein. Die Rettungskräfte bringen ihn in den Schockraum des Purpan-Krankenhauses in Toulouse, wo kurz darauf einer Notoperation unterzogen wird.

    Offensichtlich kannten sich das Opfer und der Angreifer. Sie hatten in der Vergangenheit bereits mehrere Meinungsverschiedenheiten. Die Polizei sucht einen Verdächtigen, der derzeit auf der Flucht ist.

  • Totale Mondfinsternis: In der kommenden Nacht erleben wir einen „Blutmond“

    Totale Mondfinsternis: In der kommenden Nacht erleben wir einen „Blutmond“

    Am Montag, dem 16. Mai, findet gegen 5:30 Uhr morgens eine totale Mondfinsternis statt. Dann schiebt sich die Erde zwischen Vollmond und Sonne. Der Mond wird eine rosa-orange Farbe annehmen, weshalb dieses seltene Phänomen auch Blutmond genannt wird.

    Frühaufsteher und Astronomiefans aufgepasst: Ein relativ seltenes Ereignis findet in der kommenden Nacht am Himmel statt. Eine totale Mondfinsternis wird am Montag, 16. Mai, ab 5:30 Uhr (MEZ) über Europa zu beobachten sein. Die letzte Mondfinsternis gab es am 21. Januar 2019.

    In der Nacht wird der Mond in den Schatten der Erde treten, die dann die Strahlen der Sonne verdeckt. Es wird eine perfekte Ausrichtung zwischen unseren drei Hauptgestirnen geben: die Sonne, die Erde und der Mond liegen auf einer Achse. In Frankreich beginnt die Sonnenfinsternis um 3:30 Uhr mit einem Eintritt des Mondes in den Halbschatten, bevor er gegen 5:30 Uhr völlig im Dunkeln liegen wird. Dieses Phänomen ist nur deshalb so spektakulär, weil am Montag Vollmondtag ist.

    In Frankreich wird die totale Sonnenfinsternis genau 84 Minuten dauern, zwischen 5:29 Uhr und 6:54 Uhr, mit einem Maximum um genau 6:11 Uhr. Dann wird die Mondscheibe vollständig orange-rot sein. Der Mond wird dann nur noch von den Sonnenstrahlen beleuchtet, die von der Erdatmosphäre abgelenkt auf ihn fallen.

    Mondfinsternis heisst nicht, dass der Mond schwarz sein wird. Nein, er nimmt eine rosa oder orange Farbe an. „Das liegt daran, dass sich unsere Augen an das dunklere Licht anpassen. In Wirklichkeit ist das einzige Licht, das den Mond zu dieser Zeit erreicht, das Licht, das von der Erdatmosphäre gestreut wird“, erklärt Michelle Thaller, eine Wissenschaftlerin der NASA, gegenüber Euronews. Dieses Phänomen wird als „Blutmond“ bezeichnet.

    Eine totale Mondfinsternis kann gefahrlos mit bloßem Auge oder mit einem Fernglas beobachtet werden. Sie wird im Westen Frankreichs sogar noch besser zu sehen sein, da die Sonne dort etwas später aufgeht als im Osten des Landes. Die Finsternis wird auch von Teilen des amerikanischen und afrikanischen Kontinents aus zwischen Mondaufgang und Monduntergang zu beobachten sein.

    Die nächste totale Mondfinsternis über Frankreich wird für das Jahr 2029 erwartet.

  • Dürre: Feuerwehrleute im Departement Côte-d’Or befürchten große Waldbrände

    Dürre: Feuerwehrleute im Departement Côte-d’Or befürchten große Waldbrände

    Aufgrund der Trockenheit holen die Feuerwehren der Côte-d’Or bereits jetzt ihre Ausrüstung heraus, um sich auf Waldbrände vorzubereiten. Sie befürchten, dass es zu außergewöhnlichen Bränden kommen wird.

    Die Feuerwehr des Departements hat seit einem Jahr zwei Löschfahrzeuge CCF 13.000, die jeweils 13.000 Liter Wasser transportieren. „Noch vor fünf oder gar zehn Jahren hätten wir nie daran gedacht, ein solches Fahrzeug in der Côte-d’Or anzuschaffen“, sagt Régis Deza, Leiter des Rettungszentrums von Dijon gegenüber Franceinfo.

    Derzeit sind 14 französische Departements von Wasserknappheit betroffen und natürlich auch von den sehr hohen Temperaturen dieser Woche. Die Dürre ist weit verbreitet und dadurch das Brandrisiko hoch und im Departement Côte-d’Or befinden sich die Feuerwehrleute wegen der schweren Brandgefahr, die durch den Klimawandel noch verstärkt wird, in dauerhafter Alambereitschaft. Sie bereiten sich auf außergewöhnliche Waldbrände vor.

    Im Departement wurden die ersten Anzeichen des Klimawandels durch die Brände im Jahr 2015 deutlich. „Wir hatten es mit einem Waldbrand zu tun, der extrem groß war, etwa 100 Hektar, vor den Toren von Dijon“, erinnert sich der Oberstleutnant. Damals war die Feuerwehr gezwungen, Strategien der Brandbekämpfung zu befolgen, die man vorher nur bei großen Bränden in Südfrankreich anwenden musste.

    In Dijon bereiten sich die Feuerwehrleute jetzt darauf vor, zu erleben, was ihre Kollegen bisher nur im Süden erlebten. „Die heiße Zone und damit das Waldbrandgebiet wandern immer weiter nach Norden“, hat Régis Deza beobachtet.

    „Es wird geschätzt, dass wir in 10, 15 oder 20 Jahren ein Klima haben werden, das dem der Region Ardèche entspricht.“

    Zusätzlich zu den neuen Löschwagen hat die Feuerwehr der Côte-d’Or drei Drohnen mit Wärmebildkameras angeschafft. Damit sollen kleine Brände und Hotspots schneller ausfindig gemacht und die Fuerwehr schneller vor Ort gebracht werden. Der Kampf gegen diese neue Feuergefahr erfordert aber auch die Sensibilisierung der Landwirte, die manchmal für den Ausbruch von Bränden verantwortlich sind, und der Waldbesitzer, die die neue Gefahr bei der Pflege ihrer Wälder nicht ausreichend berücksichtigen.

    Bei Risikobetrachtungen für die Zukunft muss die globale Erwärmung berücksichtigt und eine Analyse des Waldes unter Berücksichtigung der Wasserressourcen sowie der verschiedenen Baumarten, die anfälliger für Brände sind, durchgeführt werden. Waldspezialisten wurden aufgefordert, eine Analyse der Waldgebiete zu erstellen, die am gefährdetsten sind.

    Das Departement Côte-d’Or besteht zu einem Drittel aus Wald. Die Brandperiode reicht inzwischen von April bis Oktober, früher konzentrierte sie sich traditionell auf die Sommermonate Juli und August.

  • Hitze: Französische Atomkraftwerke bekommen Probleme

    Hitze: Französische Atomkraftwerke bekommen Probleme

    Aufgrund der Hitze und des Wassermangels musste die EDF die Stromproduktion drosseln, da die Atomkraftwerke Wasser aus Flüssen zur Kühlung verwenden. Bei Temperaturen über 30 °C funktioniert diese Kühlung nicht mehr.

    Wird die globale Erwärmung die Arbeit der Atomkraftwerke beeinflussen? Aufgrund der steigenden Temperaturen musste ein französischer Atomreaktor am Montag, 9. Mai, heruntergefahren werden. Es handelte sich dabei um das Kraftwerk Blayais, das an der Mündung der Gironde liegt. Diese Entscheidung der EDF war prophylaktisch. Um seine Produktionseinheiten zu kühlen, pumpt das Kraftwerk Wasser aus dem Fluss Garonne und leitet es wieder ab. In den letzten Tagen war die Temperatur des Flusses jedoch gestiegen. Da die EDF kein Wasser mit einer Temperatur von über 30 °C einleiten kann, musste einer der Reaktoren heruntergefahren werden.

    Auswirkungen auf die biologische Vielfalt
    Solche Entscheidungen kennt amn aus dem Sommer, aber bisher musste niemals mitten im Mai ein Reaktor abgeschaltet werden. „Das hat Auswirkungen auf die Biodiversität. Sowohl natürlich auf die Fische, die in der Mündung leben, als auch auf das Algenwachstum“, meint Patrick Mautin von der Umweltorganisation Sepanso gegenüber France 2. Aufgrund der fortschreitenden globalen Erwärmung könnten bald etwa zehn französische Reaktoren von solchen Abschaltungen betroffen sein.

  • Hitze: 30.8°C im Südwesten am Mittwochnachmittag

    Hitze: 30.8°C im Südwesten am Mittwochnachmittag

    Die Höchsttemperaturen stiegen am Mittwochnachmittag zum ersten Mal im Jahr 2022 in Okzitanien über 30°C.

    Sommerwetter schon zwei Monate vor den großen Ferien. Wie von Météo France vorhergesagt, stiegen die Höchsttemperaturen in Okzitanien am Mittwochnachmittag zum ersten Mal im Jahr 2022 auf über 30°C.

    In Auch wurden 31,7°C, in Albi 30,2°C und in Montauban 30°C gemessen. In Agen – in der benachbarten Region Nouvelle-Aquitaine – wurde es laut den Aufzeichnungen von MétéoCiel sogar bis zu 32,4°C heiß. Anderswo in Okzitanien waren es 30,1°C in Gourdon, 30°C in Tarbes, 29,3°C in Luchon, 29,3°C in Saint-Girons oder 29°C in Toulouse-Blagnac mit einem warmen Autan-Wind. Etwas erträglicher war die Hitze in Carcassonne mit 26,2°C, Rodez mit 26°C und Millau mit 24°C. In Montpellier waren es zur gleichen Zeit nur 20,6°C.

    Auch am Wochenende bleibt es heiß
    Der Mittwoch war der heißeste Tag der Woche. Am Donnerstag wird die Sonne weiterhin scheinen, aber der Himmel wird einen Teil des Tages verschleiert sein und die Temperaturen werden sinken. Es werden zwischen 24°C in Rodez und Foix und 27°C in Albi erwartet. Am Freitag wird das Wetter im Wesentlichen gleich bleiben.

    Am Wochenende steigen die Temperaturen wieder an und können in Südwestfrankreich erneut mehr als 30°C erreichen.