Kategorie: Südwest

  • Erschütternde Bilder vom Verschwinden des Schnees auf den Gipfeln der Pyrenäen

    Erschütternde Bilder vom Verschwinden des Schnees auf den Gipfeln der Pyrenäen

    Zwei Aufnahmen, die im Abstand von vier Jahren gemacht wurden, belegen die Auswirkungen der globalen Erwärmung auf das Pyrenäenmassiv, insbesondere auf den Cirque de Gavarnie in den Hautes-Pyrénées.

    Der symbolträchtige fast 3.000 Meter hohe Cirque de Gavarnie in den Hautes-Pyrnées scheint im Sommer 2022 keinen Schnee mehr zu haben.

    Ein Phänomen, das leider immer häufiger auftritt, weil die globale Erwärmung in den Pyrenäen und auf der ganzen Welt immer weiter fortschreitet. Die von einem Sentinel-2-Satelliten aufgenommene und von MétéoPyrénées veröffentlichte Aufnahme zeigt zwei Fotos des Cirque de Gavernie, die aus demselben Blickwinkel und zur selben Jahreszeit aufgenommen wurden, jedoch mit einem großen Unterschied: Der Schnee ist zwischen 2018 und 2022 vollständig verschwunden.

    Auswirkungen der globalen Erwärmung
    Der Schuldige: die globale Erwärmung. Im Sommer 2022 folgte eine Hitzewelle auf die nächste, eine heftiger als die andere. In einigen Gletschern der Pyrenäen verschwand der Schnee mit alarmierender Geschwindigkeit.

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    Bereits im vergangenen Jahr hatte MétéoPyrénées einen Vergleich des Cirque de Gavarnie veröffentlicht, diesmal über ein Jahrhundert hinweg. Auf den Fotos ist der Cirque im Jahr 1921 und 100 Jahre später im Jahr 2021 zu sehen. Auch in 2021 war der Schnee bereits fast vollständig verschwunden.

    Der Gavarnie ist ein Zeugnis der globalen Erwärmung, die seit Jahrzehnten voranschreitet. Im September letzten Jahres bescheinigte eine Abteilung der Europäischen Kommission, dass die Gletscher in den Pyrenäen „zwischen 2011 und 2020 23,2% ihres Eisvolumens verloren haben“. Und es wurde betont, dass sie „in den nächsten zwei Jahrzehnten aufgrund des Klimawandels verschwinden könnten“.

    Gletscher sind bedroht
    Aufgrund der hohen Temperaturen in diesem Sommer gelten die Gletscher in den Pyrenäen als bedroht. Während der letzten Hitzeperioden konnten die Temperaturen auch in 2.000 Metern Höhe auf 26 °C ansteigen.

    „Im Jahr 2000 gab es noch 50 Gletscher, heute sind es nur noch 25. Die eingeleitete Schmelze ist unaufhaltsam. Die Pyrenäengletscher haben nur noch etwa 20 Jahre vor sich“, bedauert Pierre-René Moraine, Glaziologe und Spezialist für das Pyrenäenmassiv, gegenüber France3. Neben der Hitzewelle haben in diesem Jahr auch die mit Saharasand beladenen Regenfälle die Eisschmelze verstärkt.

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    Was wird also in 20 Jahren von den Pyrenäengletschern übrig bleiben? Die Prognosen sind nicht gut, höchstwahrscheinlich sind sie dann einfach verschwunden. Einige Glaziologen hoffen, dass ihr Verschwinden das Ökosystem nicht übermässig erschüttern wird, da die Gletscher der Pyrenäen fast 1.000 Mal kleiner sind als die der Alpen.

  • Brände: Großbrand im Département Hérault beunruhigt die Anwohner

    Brände: Großbrand im Département Hérault beunruhigt die Anwohner

    In der Nähe von Gignac im Departement Hérault entsteht ein weiterer grosser Waldbrand. Zwei nahe beieinander liegende Brände brachen am Dienstagmorgen, dem 26. Juli aus und haben bereits über 800 Hektar Land verwüstet.

    In nur wenigen Sekunden gehen die verdorrten Bäume in Flammen auf. Der anhaltende Wind facht das Feuer an, das sich in der Nähe von Gignac im Departement Hérault immer weiter ausbreitet. Bereits über 800 Hektar Garrigue und Wald wurden unter den besorgten Blicken der Bewohner verwüstet. „Es hat ein riesiges Ausmaß angenommen, innerhalb von Minuten hat es sich ausgebreitet, das ist beeindruckend“, berichtet ein Anwohner auf France Télévisions. „Hier hat es noch nie gebrannt, nie. Und dann gleich mit einer solchen Intensität“, sorgt sich eine andere Anwohnerin.

    Das Feuer breitet sich weiter aus
    Alles begann am Dienstagmorgen, dem 26. Juli, als zwei Brände gleichzeitig in Gignac und Saint-Bauzille-de-la-Sylve ausbrachen, zwei Gemeinden im Departement Hérault, die nur wenige Kilometer voneinander entfernt liegen. Am Nachmittag vereinigten sich die beiden Brände und bildeten ein einziges grosses Feuer. Am Dienstagabend breitete sich der Brand weiter nach Osten aus. „Das Thema für uns ist heute die Stabilisierung des Feuers an seiner linken Flanke, die trotz aller Bemühungen immer weiter voranschreitet“, fasst Oberstleutnant Sylvain Besson, stellvertretender Direktor der Feuerwehr, zusammen.

  • Brände in der Gironde: Die Düne von Pilat ist ab Mittwoch wieder geöffnet

    Brände in der Gironde: Die Düne von Pilat ist ab Mittwoch wieder geöffnet

    Die Präfektur des Departements Gironde genehmigte die Öffnung der Dune du Pilat ab Mittwoch, 27. Juli. Der Zugang wird jedoch vorerst nur mit Bussen möglich sein.

    Nach 15 Tagen Schließung wird die Düne von Pilat wieder geöffnet werden können. Die Präfektin des Departements Gironde hat beschlossen, dass Besucher ab Mittwoch, dem 27. Juli, wieder auf das Gelände dürfen.

    Die Düne war seit dem 13. Juli aufgrund der Brände, die mindestens 7.000 Hektar in der Gegend von La Teste-de-Buch verwüstet hatten, geschlossen. Die Öffnung wird jetzt unter besonderen Bedingungen stattfinden: Der Zugang wird bis auf weiteres nur kontrolliert mit Bussen möglich sein.

    Zugang zu den verbrannten Gebieten bleibt verboten
    „Da es zu diesem Zeitpunkt keine ausreichende Sicherheit gibt, bleibt der Zugang zu den verbrannten Gebieten weiterhin verboten“, so die Präfektur in einer Pressemitteilung am Dienstag. Die Sicherungsarbeiten sind noch im Gange und die Departementstraße 218, die La Teste-de-Buch mit Biscarosse verbindet, bleibt „bis zur vollständigen Sicherung der Fahrbahn und der Umgebung“ geschlossen.

    Die Düne von Pilat ist der größte Touristenmagnet der Region Nouvelle-Aquitaine und erlebt jedes Jahr etwa zwei Millionen Besucher.

  • Es brennt im Hérault: 120 Hektar nach zwei Brandausbrüchen in der Nähe von Montpellier verbrannt

    Es brennt im Hérault: 120 Hektar nach zwei Brandausbrüchen in der Nähe von Montpellier verbrannt

    Etwa 120 Hektar sind bereits verbrannt und zahlreiche Feuerwehrleute sind in der Gegend von Aumelas im Departement Hérault im Einsatz. Vorsorglich werden bereits Evakuierungen durchgeführt.

    Im Departement Hérault, in der Nähe von Montpellier, wurden am Dienstag, dem 26. Juli, zwei verschiedene Feuerausbrüche gemeldet. Die Feuerwehr ist im Gebiet des Plateaus von Aumelas in der Gemeinde Gignac im Einsatz. Bis zum frühen Nachmittag brannten dort bereits rund 120 Hektar ab. Das Feuer wird durch starken Wind angeheizt und breitet sich aufgrund der sehr trockenen Vegetation in der Region schnell aus.

    Die Feuerwehr setzte sofort 200 Feuerwehrleute aus Montpellier und Lodève ein. Sie werden von drei Canadair-Löschflugzeugen unterstützt, die ihre Wassertanks am Salagou-See unweit des Brandortes auffüllen.

    An einigen Stellen in Aumelas kommt das Feuer den Häusern gefährlich nahe und ist zum Teil nur noch wenige hundert Meter von den Häusern entfernt. Etwa 30 der Häuser werden derzeit vorsorglich evakuiert.

  • Gironde: Tourismusbranche hofft nach den Bränden auf die Rückkehr der Urlauber

    Gironde: Tourismusbranche hofft nach den Bränden auf die Rückkehr der Urlauber

    Seit Montag, dem 25. Juli, ist das Feuer in Landiras nach 13-tägigem Kampf endlich unter Kontrolle. Der Schaden ist jedoch sowohl ökologisch als auch wirtschaftlich gross: Viele Touristen haben ihren Aufenthalt in der Gironde abgesagt. Die Tourismusbranche hofft, dass die Augusturlauber ihre Ferien in der Region nicht stornieren.

    An der Strandpromenade von Arcachon beginnt die Touristensaison dieses Jahr sehr langsam. Die Urlauber kehren nur ganz allmählich zurück, beruhigt durch die Tatsache, dass die Feuer unter Kontrolle sind. „Ich hatte keine Angst vor den Bränden, der Umweltverschmutzung und dem Rauch, im Gegenteil, wir müssen den Tourismus am Laufen halten“, meint ein Urlauber gegenüber France 2. „Die Feuerwehr hat super gut gearbeitet, jetzt müssen wir wiederkommen“, wirft eine andere Urlauberin ein.

    760 Millionen Euro fließen jedes Jahr durch den Tourismus in die lokale Wirtschaft.
    Eine Restaurantbesitzerin wartet ungeduldig auf die Rückkehr der Touristen, bis jetzt fehlt immer noch die Hälfte ihrer Kundschaft. „Normalerweise müssten wir eine voll besetzte Terrasse haben, aber jetzt ist niemand da“, beklagt sie. Ein Fahrradverleiher sieht in dieser Zeit eine Chance für zukünftige Touristen. „Es gibt weniger Leute, also ist es eine Gelegenheit, etwas ruhigere Ecken zu entdecken“, lädt Sylvain Presti, Geschäftsführer von „Dingovelos“, die Urlauber ein. Der Tourismus spült immerhin etwa 760 Millionen Euro in die Kassen der lokalen Wirtschaft.

  • Brände in der Gironde: Es wird noch Wochen dauern, bis sie vollständig gelöscht sind

    Brände in der Gironde: Es wird noch Wochen dauern, bis sie vollständig gelöscht sind

    Die Brände in Landiras und La Teste sind noch nicht vollständig gelöscht, breiten sich aber nicht mehr weiter aus. Dies bedeutet jedoch nicht, dass sie in wenigen Tagen wirklich gelöscht sein werden. Der Einsatz der Feuerwehr wird wahrscheinlich noch viele Wochen dauern.

    Die Feuerwehr ist davon überzeugt. Wenn es nicht bald zu heftigen Regenfällen kommt, wird das Feuer in Landiras erst in einigen Wochen vollständig gelöscht sein. Dasselbe Szenario gilt auch für das Feuer in La Teste.

    Die Brände in Landiras und La Teste breiten sich nicht weiter aus, aber die Feuerwehr bleibt weiterhin mobilisiert und wachsam. Die neuesten Zahlen sprechen von insgesamt mindestens 20.800 Hektar verbrannter Fläche.
    „Die Brände schreiten nicht mehr voran, es gibt keine Feuerfront mehr“, berichtet die Feuerwehr der Gironde. Dennoch gibt es immer noch heiße Stellen mit mit Glutnestern. Diese glühenden Stellen können jederzeit zu einem Wiederaufflammen des Feuers führen.

    Die Feuerwehr betrachtet das Feuer noch nicht als gelöscht, weil zum Beispiel starke Winde ein Wiederaufflammen des Feuers verursachen könnten.

    Wiederaufflammen des Feuers jederzeit möglich
    Nach Angaben der Feuerwehr zieht man es vor, die Brände als „eingedämmt“ zu bezeichnen. Die Brandbekämpfer arbeiten mit Luftaufnahmen und Satellitenfotos, mit denen sie die wichtigsten Glutnester in dem verbrannten Gebiet aufspüren können. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es mehrere Wochen dauern wird, bis die Brände als gelöscht gelten können.

  • Perpignan: Mann auf der Flucht, nachdem er seine Eltern verbrannt hat

    Perpignan: Mann auf der Flucht, nachdem er seine Eltern verbrannt hat

    Die Feuerwehrleute entdeckten den 50-jährigen Vater und die 71-jährige Mutter mit schweren Verletzungen. Bei einem der beiden Opfer ist „der Körper zu 80% verbrannt“, wie die Feuerwehr berichtet. Beide Opfer schweben in Lebensgefahr und wurden ins Krankenhaus eingeliefert.

    Ein etwa 30-jähriger Mann ist auf der Flucht, nachdem er in der Nacht von Samstag auf Sonntag kurz nach Mitternacht im Viertel Saint-Jacques in der Nähe des Stadtzentrums von Perpignan seine Eltern mit einem „selbstgebastelten Brandsatz“ lebensgefährlich verletzt hat, meldet Franceinfo am Sonntag unter Berufung auf Polizeiquellen.

    Die Feuerwehr war als erste am Tatort und entdeckte den 50-jährigen Vater und die 71-jährige Mutter mit extrem schweren Verletzungen. Bei einem der beiden Opfer ist „der Körper zu 80% verbrannt“, wie die Feuerwehr gegenüber France Bleu Roussillon erklärte. Beide Opfer schwebten in Lebensgefahr, als sie in das Krankenhaus von Perpignan gebracht wurden.en

    Der Sohn, der immer noch auf der Flucht ist, ist der Polizei bereits bekannt, wie Franceinfo berichtet. Er benutzte ein Brandbeschleuniger, „wahrscheinlich Benzin“, so die Feuerwehr.

  • Lebloser Körper einer Frau in einer Kühltruhe in der Nähe von Carcassonne entdeckt

    Lebloser Körper einer Frau in einer Kühltruhe in der Nähe von Carcassonne entdeckt

    Die 70-jährige Bewohnerin von Salsigne (Aude) wurde unter bislang ungeklärten Umständen leblos in einer Tiefkühltruhe entdeckt. Ersten Ermittlungen zufolge soll der Tod erst kürzlich eingetreten sein.

    Nachdem der leblose Körper einer 70-jährigen Frau in einer Tiefkühltruhe in ihrem Haus in Salsigne gefunden worden war, wurde am Samstag, dem 23. Juli, eine Untersuchung zur Todesursache eingeleitet. Die Staatsanwaltschaft Carcassonne, die eine Autopsie angeordnet hat, wollte in diesem frühen Stadium der Ermittlungen noch keine Einzelheiten zu der Entdeckung der Leiche bekannt geben.

    Die 70-Jährige wohnte seit einigen Jahren in dem kleinen Dorf Salsigne an den Hängen der Montagne Noire, nördlich von Carcassonne, in einem Haus im Herzen des Dorfes, nicht weit vom Kriegerdenkmal entfernt. Sie lebte dort mit ihrem Ehemann, der derzeit als Zeuge vernommen wird. Das Ehepaar hatte ihr Haus nach und nach renoviert und war in der Gemeinde bekannt: „Man grüßte sich, wenn man sich begegnete“, zitiert La Depeche du Midi einen Nachbarn.

    Der Tod der 70-Jährigen könnte in den letzten Stunden eingetreten sein. Die Frau wurde beim Einkauf an einem Fischstand gesehen, der am Freitagmorgen den Ort Salsigne besuchte. Die Leiche der Frau wurde am Samstagmorgen entdeckt.

  • Hitzewelle: Wo ist es am Sonntag am heißesten?

    Hitzewelle: Wo ist es am Sonntag am heißesten?

    Für Sonntag, den 24. Juli, wird in Frankreich erneut grosse Hitze erwartet.

    Der Sonntag wird überall von ruhigem und trockenem Wetter dominiert. Eine neue Hitzewelle wird in der Südhälfte Frankreichs erwartet, vor allem im Südosten, wo 13 Departements weiterhin unter orangefarbener Hitzewarnung stehen.

    Bis zu 39°C im unteren Rhonetal.
    Laut den Vorhersagen von Météo France wird es ab dem frühen Morgen des Sonntags in den meisten Regionen einen klaren Himmel geben. An der Küste des Ärmelkanals können ein paar Wolken vorhanden sein. Der Himmel über der Bretagne wird zunächst bedeckt sein, aber im Laufe des Tages werden sich Aufhellungen entwickeln. Die Sonne wird sich in den anderen Teilen des Landes durchsetzen und die Hitze wird im gesamten Süden dominant sein.

    Es werden zwischen 23 und 28°C in der Bretagne und an der Kanalküste erwartet, 29 bis 34°C in der Nordhälfte und bis zum östlichen Zentrum. Im Süden ist es wieder sehr heiß mit nicht weniger als 34°C und Spitzenwerten von 38/39°C im unteren Rhonetal.

    Auch im Südwesten ist es heiss
    35°C werden in Cahors, Carcassonne, Albi und Saint-Affrique erwartet, 34°C in Toulouse und 33°C Montpellier. In Saint-Céré, Castres und Nîmes werden Temperaturen um die 36°C erwartet und in Alès könnten sogar 37°C erreicht werden.

    © Météo France
  • Es brodelt im Baskenland: Mehrere Straßen blockiert – Aktionen am Flughafen Biarritz

    Es brodelt im Baskenland: Mehrere Straßen blockiert – Aktionen am Flughafen Biarritz

    10 Blockadepunkte wurden von den Demonstranten im Voraus bekannt gegeben, darunter das Rathaus von Bayonne, die Bahnhöfe von Biarritz und Mauléon und das Rollfeld des Flughafens von Biarritz.

    Fünf Demonstranten ketteten sich am Samstagmorgen gegen 10.30 Uhr zwischen Boucau und Bayonne an die Eisenbahngleise und blockierten den Zugverkehr, berichtet France Bleu Pays Basque, obwohl die Präfektur des Departements Pyrénées-Atlantiques ein Demonstrationsverbot erlassen hatte. Aktivisten der Vereinigung Bake Bidea führen eine Aktion zur „Blockade“ des Baskenlandes durch, um die Freilassung baskischer Gefangener, ehemaliger ETA-Mitglieder, zu fordern.

    Einige Demonstranten stürmten gegen 8.30 Uhr auf das Rollfeld des Flughafens Biarritz, wurden aber schnell von der Polizei abgedrängt, berichtete France Bleu. Andere Demonstranten wurden mit Strafen belegt, weil sie sich in der Nähe des Bahnhofs von Biarritz einem Versammlungsverbot widersetzt hatten. Anderen Gruppen gelang es, die Brücke der D810 zwischen Bidart und Guétary zu blockieren, etwa 400 Personen blockierten die Avenue du Maréchal Soult in Bayonne, während sich andere vor dem Rathaus von Bayonne versammelten.

    Ein grosses Polizeiaufgebot wurden insbesondere am Bahnhof und am Flughafen Biarritz eingesetzt, wo durch Kontrollen verhindert werden soll, dass die Demonstranten in das Terminal gelangen. Auf seiner Website fordert der Flughafen die Fluggäste auf, noch früher als sonst anzukommen, um die entstehenden Wartezeiten auszugleichen. „Es wird keine Busse und nur sehr wenige Taxis geben“, wies der Flughafen auf seiner Website hin.

    Sie fordern die Freilassung von zwei ehemaligen ETA-Mitgliedern.
    10 Blockadepunkte waren von den Organisatoren der Proteste bereits vor dem Verbot der Präfektur mitgeteilt worden, darunter das Rathaus von Bayonne, die Bahnhöfe von Biarritz und Mauléon sowie die Markthalle von Espelette oder der Parkplatz am Strand von Bidart.

    Mit diesen Blockaden soll die bedingte Freilassung von Ion Parot und Jakes Esnal erreicht werden. Diese ehemaligen ETA-Mitglieder wurden 1997 zusammen mit anderen Mitgliedern eines Kommandos, das unter anderem für den Anschlag auf die Garnison von Saragossa 1987 verantwortlich war, bei dem 11 Menschen, darunter sechs Kinder, getötet wurden, zu lebenslanger Haft verurteilt.