Kategorie: Südwest

  • Pyrénées-Orientales: Feuer in der Nähe von Perpignan zerstört 150 Hektar Vegetation

    Pyrénées-Orientales: Feuer in der Nähe von Perpignan zerstört 150 Hektar Vegetation

    220 Feuerwehrleute kämpften die ganze Nacht gegen die Flammen und sind derzeit noch immer vor Ort, um ein erneutes Aufflammen des Feuers zu verhindern. Glücklicherweise hat der Wind nachgelassen.

    Das Feuer in der Nähe der Gemeinde Calce im Département Pyrénées-Orientales, 15 Kilometer nordwestlich von Perpignan, ist „stabilisiert“, berichtet Oberst Eric Belgioïno, der Chef der Feuerwehr des Départements, am Sonntagmorgen, 31. Juli, gegenüber France Bleu Roussillon.

    Das Feuer brach am Samstag gegen 16 Uhr aus und breitete sich sehr schnell aus. Es zerstörte 150 Hektar Vegetation und wurde von einem ‚Tramontana‘-Wind mit Böen von bis zu 50 km/h angeheizt. Am Sonntagmorgen beruhigte sich der Wind.

    „Der südliche und der nördliche Teil des Feuers sind unter Kontrolle“, aber es gibt noch Glutherde an Stellen, die „für die Feuerwehr nur schwer zugänglich sind“, so Eric Belgioïno. Bis zu 370 Feuerwehrleute waren am Samstag im Einsatz. 220 von ihnen verbrachten die Nacht vor Ort. Sie bleiben weiterhin mobilisiert, „um die Waldränder zu behandeln und jeglicher Gefahr eines Wiederaufflammens des Feuers am Sonntag vorzugreifen“.

  • Reiseverkehr: Am Samstagmittag wurden 862 Staukilometer gezählt

    Reiseverkehr: Am Samstagmittag wurden 862 Staukilometer gezählt

    Über 860 km kumulierte Staus wurden laut Bison Futé am Samstag gegen Mittag gemessen.

    Bison Futé zufolge wurden am Samstag gegen Mittag Staus von insgesamt mehr als 860 Kilometern Gesamtlänge gezählt. An diesem Wochenende kreuzen sich Urlauber auf der Rückreise und solche, die sich auf den Weg zu ihrem Urlaubsort für die August-Ferien machen. Heimreisende und Abreisende standen gegen Mittag Uhr landesweit in Staus, die insgesamt eine Länge von 862 km hatten, wie Bison Futé auf seiner Website berichtet. Das ist etwas weniger als ein Jahr zuvor (880 km). Wie üblich war der Verkehr im Rhonetal Richtung Mittelmeer besonders belastet, mit mehr als 150 km Stau. In Richtung Süden beträgt die Fahrzeit Lyon-Orange 5 Stunden 20 Minuten statt normalerweise eineinhalb Stunden. Aus Richtung Süden beträgt die Fahrzeit Orange-Lyon 02:20 statt 01:30 Stunden. Auf der A7 nehmen die Behinderungen im Vergleich zum Vormittag wieder ab: 49 km Staus gegenüber 141 km um die Mittagszeit. Weiter südlich bleibt die A9 mit 85 km Staus eine der am stärksten betroffenen Strecken. Die A10, die den Großraum Paris mit Bordeaux verbindet, ist mit 105 km Stau am späten Vormittag ebenfalls stark überlastet.

  • Feuer im Departement Aude entlang der Autobahn A61

    Feuer im Departement Aude entlang der Autobahn A61

    Ein Feuer entwickelt sich derzeit entlang der Autobahn A61 im Departement Aude. Die Feuerwehrleute, die von Canadair- und Dash-Löschflugzeugen unterstützt werden, versuchen, das Feuer unter Kontrolle zu bringen, das sich mit dem Wind in Richtung des Alaric-Gebirges ausbreitet.

    Da die Vegetation aufgrund der sehr hohen Temperaturen und des fehlenden Regens immer trockener wird, ist die Brandgefahr in Frankreich und insbesondere im Süden des Landes sehr hoch.

    Am frühen Donnerstagnachmittag, dem 28. Juli, wurde die Feuerwehr zu einem Feuer in den Corbières im Departement Aude, das entlang der Autobahn A61 ausgebrochen war, gerufen. Das Feuer brach gegen 14 Uhr nördlich der Fahrbahn auf dem Seitenstreifen der Fahrtrichtung Narbonne-Toulouse aus, kurz hinter der Autobahnraststätte Corbières in Capendu. Das Feuer soll laut der Zeitung L’Indépendant ausgebrochen sein, nachdem der Reifen eines Lkw geplatzt war.

    Mit dem Wind gelang es dem Brand, auf die andere Seite der Autobahn zu springen, wo sich die Flammen in Richtung des Alaric-Gebirges ausbreiten. Es wurden mehrere Bodeneinheiten der Feuerwehr eingesetzt sowie 4 Canadair- und zwei Dash-Löschflugzeuge eingesetzt. Um 15 Uhr haben laut L’Indépendant bereits zwischen 4 und 5 Hektar Vegetation gebrannt. Mindestens 100 Feuerwehrleute sind vor Ort.

    Das Feuer beeinträchtigt den Verkehr auf der A61 in beiden Richtungen stark. In Richtung Narbonne wurde die Raststätte Corbières Sud aus Sicherheitsgründen geschlossen. Der Verkehr fließt auf der Höhe des Brandes nur auf jeweils einer Spur pro Fahrtrichtung. Der Rückstau beträgt 7 km in jede Richtung. Der Autobahnbetreiber Vinci rät, den Bereich unbedingt zu meiden.

  • Pyrénées-Orientales: Mini-Tornado erschreckt Urlauber auf dem Strand von Argelès-sur-Mer

    Pyrénées-Orientales: Mini-Tornado erschreckt Urlauber auf dem Strand von Argelès-sur-Mer

    Starke Winde führten dazu, dass sich am Donnerstag, dem 28. Juli, am Strand von Argelès-sur-Mer ein Mini-Tornado aus Sand bildete. Ein seltenes Wetterereignis, das die zahlreichen anwesenden Urlauber in Erstaunen und Schrecken versetzte.

    Die Bilder stammen nicht aus einem Hollywood-Blockbuster, sondern vom Facebook-Konto eines Urlaubers in Argelès-sur-Mer im Departement Pyrénées-Orientales. Wie in einem Katastrophenfilm fegte ein Sandtornado über den Strand dieses im Sommer bei Touristen beliebten Badeortes hinweg. Die Zeitung L’Indépendant berichtete, dass das seltene Wetter-Phänomen, das sich am Donnerstag, dem 28. Juli, ereignete, nur kurz auftrat und es nur einige Leichtverletzte gab.

    Augenzeugen berichten, dass der Tornado zahlreiche Dinge vom Strand in die Luft gerissen habe, insbesondere ein zusammenklappbares Zelt, das auf über 80 Meter Höhe gerissen worden sei. Jean-Luc Bartoli aus Argelès-sur-Mer berichtete der Zeitung L’Indépendant, dass der Tornado gegen 16.45 Uhr aufgetreten sei. Er sei dann innerhalb von „drei Minuten“ über den Strand gezogen.

    Grosser Schrecken, kleiner Schaden. Wie man in dem von einem Internetnutzer veröffentlichten Video sehen kann, wurden alle Urlauber auf dem vollbesetzten Strand von dem plötzlichen Ereignis überrascht, aber nur vier Leichtverletzte mussten von den Rettungskräften versorgt werden – vor allem wegen Prellungen, die durch umherfliegende Sonnenschirme verursacht wurden.

  • Trotz Flugticket wird Familie in Toulouse nicht an Bord gelassen – ohne Erklärung

    Trotz Flugticket wird Familie in Toulouse nicht an Bord gelassen – ohne Erklärung

    Vergangene Woche konnten Claire, ihre Tochter, der Onkel und die Tante ihr Flugzeug in Toulouse nicht besteigen, ohne zu wissen, warum. Um sich Gehör zu verschaffen, erzählt die Mutter der Familie jetzt, was ihnen widerfahren ist.

    Sechs Tage Urlaub verloren… Die 56-jährige Claire, ihre Tochter, der Onkel und die Tante fuhren letzte Woche zum Flughafen Toulouse-Blagnac, um das Flugzeug zu besteigen, das sie für einen vierwöchigen Familienurlaub nach Quito in Ecuador bringen sollte. Die Reise verlief jedoch nicht wie geplant. „Ich habe meine Tickets im März im Internet über die Fluggesellschaft Avianca gebucht und 5.000 Euro für vier Personen bezahlt. Wir sollten von Toulouse nach Madrid fliegen und dann einen weiteren Flug nach Bogotá nehmen, bevor ein letzter Flug nach Quito ging. Bald darauf erhielt ich eine E-Mail, in der mir eine Änderung des Flugplans mitgeteilt wurde, und dann nichts mehr, also machte ich mir keine Sorgen“, erzählt die Mutter einer Familie, die in Plaisance-du-Touch lebt. Einige Tage vor der Abreise konnte sie jedoch keine Bordkarte bekommen. Die Familie beschloss, zum Flughafen zu fahren, um die Situation vor Ort zu klären. „Das Bodenpersonal sagte uns, dass unsere Buchungsnummer nicht stimmte und dass sie mit solchen Problemen nichts zu tun hätten“, berichtet die Passagierin.

    Viele Minuten lang hoffte die Familie, dass es sich um einen kleinen Fehler handelte und alles schnell wieder in Ordnung kommen würde. „Das Bodenpersonal rief die Verantwortlichen an, verzögerte das Flugzeug um mehrere Minuten und versuchte, uns an Bord zu bekommen, aber das war unmöglich“, berichtet die 56-Jährige weiter. Die Familie kehrte also mit ihren Koffern enttäuscht nach Hause zurück.

    Dutzende von E-Mails verschickt
    Mehrere Tage lang verbrachte Claire stundenlang am Telefon bei dem Versuch, eine Antwort zu erhalten. Die beiden Fluggesellschaften, mit denen sie fliegen sollte, schoben sich gegenseitig die Schuld zu. „Ich konnte nur Callcenter erreichen und bekam nie eine Antwort“. Sechs Tage später schickte Claire Dutzende von E-Mails, bis sie endlich eine Antwort erhielt. „Ich habe Stunden damit verbracht, sie zu schreiben, damit alles klar ist, und ich habe sie in mehreren Sprachen verfasst“, erzählt sie. Und gerade als sie die Hoffnung aufgibt, erhält sie einen Telefonanruf. „Am Montag, dem 25. Juli, wurde ich angerufen und gefragt, ob ich am nächsten Tag an Bord gehen und nach Quito fliegen könne. Claire ärgert sich zwar über die sechs verlorenen Urlaubstage, relativiert aber auch. „Ich reise viel, also weiß ich, dass es Unwägbarkeiten gibt“.

    Sie möchte auf die Schwierigkeiten hinweisen, sich bei den Fluggesellschaften Gehör zu verschaffen. „Ich musste fast der ganzen Welt eine Nachricht schicken, um eine Antwort zu erhalten, das klingt verrückt und ist nicht normal. Ich sage mir, dass ich mit all den E-Mails, die ich geschickt habe, noch Glück hatte. Ohne das hätte ich meine Flugtickets im Wert von 5.000 Euro verloren“, ärgert sich die Frau aus Toulouse. Die beiden Fluggesellschaften haben bis heute nicht auf die E-mails und die Frage nach den Gründen dieses Problems geantwortet.

  • A61: Gefürchteter Verkehrskollaps auf der „Autobahn der Hölle“

    A61: Gefürchteter Verkehrskollaps auf der „Autobahn der Hölle“

    Da sich an diesem Wochenende das größte Verkehrsaufkommen des Jahres zwischen Toulouse und dem Mittelmeer ankündigt, werden Mega-Staus auf der Autobahn A 61, die schon unter normalen Umständen überlastet ist, befürchtet.

    Die Zahlen, die Bison futé für dieses Wochenende Ende Juli vorhersagt, sollten viele Urlauber davon abhalten, am Samstag oder Sonntag auf die Reise zu gehen. Auch wenn sie ihre Rückkehr aus dem Urlaub vorverlegen oder ihre Abreise verschieben müssen.

    Es lohnt sich wirklich, darüber nachzudenken, wenn man die Autobahn A 61 zwischen Toulouse und dem Mittelmeer befahren muss, die keine Sommerferien braucht, um sich in eine Hölle für die Autofahrer zu verwandeln. Am Rande des Departements Haute-Garonne, zwischen Avignonet und Castelnaudary, sorgen die Arbeiten zur Erweiterung auf zwei Mal drei Spuren, die derzeit wegen eines finanziellen Streits zwischen dem Konzessionär Vinci und dem Unternehmen SPIE-Batignolles zum Stillstand gekommen sind, fast ständig für Staus. Selbst an normalen Tagen.

    Die Verzögerungen verwandeln sich in Megastaus, sobald der Verkehr dichter wird, oder noch schlimmer, wenn es zu Unfällen kommt. So mussten Familien am Tag nach dem 14. Juli zwei lange Stunden in überhitzten Autos ausharren, bevor sie Carcassonne erreichten, während andere mehr als vier Stunden brauchten, um nach Narbonne zu gelangen. Die A 61 ist zu einer echten Urlauber-Falle geworden, was dem betreiber Vinci durchaus bewusst ist, ohne dass er jedoch darauf verzichten will, den vollen Preis für die Mautgebühren zu verlangen. Man hätte man sich eine Geste für die Nutzer dieser sehr problematischen Verkehrsachse gewünscht. Carole Delga, Präsidentin der Region Okzitanien, hatte eine Gratisnutzung während der Sommerzeit angeregt. Vinci blieb jedoch unnachgiebig.

    Auf der A 61 zahlen die Autofahrer weiterhin den vollen Preis für schnelle Fahrt, die ihnen nicht gewährt wird – ganz im Gegenteil…

    Unterdessen kündigt Vinci an, dass der Verkehr ab Freitag 11 Uhr bis Sonntagabend in Richtung Narbonne stark belastet sein wird, wobei Spitzenwerte am Samstag und Sonntag zwischen 8 und 15 Uhr in beiden Richtungen und am Sonntag bis zum frühen Abend in Richtung Toulouse erwartet werden. Auch am Montag, dem 1. August, wird zwischen 10.00 und 16.00 Uhr starker Verkehr in Richtung Mittelmeer erwartet. Man kann mit Monsterstaus rechnen…

  • 90% der Waldbrände sind auf menschliche Aktivitäten zurückzuführen

    90% der Waldbrände sind auf menschliche Aktivitäten zurückzuführen

    Der Juli 2022 kündigt sich bereits als Rekordmonat an, was die Größe der verbrannten Fläche und die Anzahl der Brände in Frankreich betrifft. Die Zahlen von 2021 werden bei weitem übertroffen. In den meisten Fällen sind die Ursachen der Brände menschengemacht. 

    Am Dienstag, dem 26. Juli, begannen im Departement Hérault zwei Feuer fast gleichzeitig und trafen dann am Nachmittag aufeinander. Eine Frau alarmierte gegen 10:30 Uhr die Feuerwehr. Sie ist Besitzerin eines Ferienhauses, das sich in der Nähe der beiden Feuerausbrüche befindet, die etwa 1,5 km voneinander entfernt liegen. Laut dem Bürgermeister von Saint-Bauzille-de-la-Sylve (Hérault), Grégory Bro, haben die Ermittler bei den beiden Brandherden eine Vorrichtung gefunden, mit der Glut transportiert werden kann.

    10% der Brände sind auf Brandstiftung zurückzuführen.
    In Frankreich gibt es durchschnittlich 4.040 Brandausbrüche pro Jahr, von denen 90% auf menschliche Aktivitäten zurückzuführen sind. Laut einem Bericht der Gendarmerie sind jedoch nur 10% der Brände direkt auf Brandstiftung zurückzuführen, während die anderen auf Ungeschicklichkeit oder Unvorsichtigkeit zurückzuführen sind. Ein Beispiel: Vor zwei Jahren wollte der Landwirt Gérald Le Grelle Baumstümpfe in einem sumpfigen Gelände verbrennen. Sehr schnell breitete sich ein Feuer aus, das 55 Hektar verwüstete und einen Schaden von 200.000 Euro verursachte. Da das Gericht von seinem guten Glauben überzeugt war, entschied es, ihn nicht mit einer Strafe zu belegen.

  • Warum man im Mittelmeer keine Angst vor Haien haben muss …

    Warum man im Mittelmeer keine Angst vor Haien haben muss …

    Etwa 50 Haiarten leben im Mittelmeer. Manchmal verirren sie sich sogar bis direkt an die Küsten, wie das Weibchen, das im April in Marseille gefilmt wurde. Die Angst vor Haien ist in der kollektiven Vorstellungswelt tief verwurzelt. Experten erklären jedoch, dass es dafür keinen Grund gibt.

    Das letzte Exemplar, das im April 2019 in französischen Mittelmeergewässern gesichtet wurde, war ein weiblicher Blauhai. Sie war trächtig und hatte sich für einige Tage in den Hafen von L’Estaque in Marseille zurückgezogen.

    Der Blauhai, auch Blaue-Haut-Hai genannt, wird regelmäßig im Mittelmeer – auch vor den Küsten Frankreichs – gesichtet. „Vor allem im Sommer gibt es Tausende von Blauhaien vor der Küste“, erklärt Nicolas Ziani, Meeresbiologe und Gründer der Groupe phocéen d’études des requins gegenüber France 3.

    „Sie bleiben an der Oberfläche, weil sie sehr empfindlich auf die Wassertemperatur und die Sonne reagieren. Man sieht sie in den Häfen und Buchten. Sie kommen in die Küstengewässer, um nach Nahrung zu suchen oder zu gebären. Jeden Sommer sieht man einen von ihnen in einem Hafen. Der Blauhai ist ein Opportunist, er wird von essbarem Müll angezogen“.

    Ungefährlich für den Menschen
    Der Blauhai ist für den Menschen ungefährlich. Das gilt für die meisten der 50 im Mittelmeer nachgewiesenen Arten, von denen die große Mehrheit ihren Lebensraum in der Tiefe nie verlässt. Einige Haie leben in einer Tiefe von bis zu 4.000 Metern.

    Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Mensch jemals ein Exemplar von ihnen zu Gesicht bekommt, ist gering. Die anderen, an der Meeresoberfläche lebenden Haiarten, werden von Experten als harmlos eingestuft und bewegen sich in der Regel sehr weit von der Küste entfernt im offenen Meer.

    Der einzige für den Menschen gefährliche Hai ist der Weiße Hai, und der ist so gut wie ausgestorben, nur in der Adria gibt es noch ein paar vereinzelte Exemplare. Im Jahr 2012 glaubte man, einen an der französischen Küste gesehen zu haben, aber es handelte sich um einen Mako-Hai und der ernährt sich nur von großen Fischen.

    Der Mako gehört zur Familie des Weißen Hais. Ein Prachtexemplar wurde von dem Taucherbiologen und Unterwasserfotografen Anthony Leydet eingefangen, der den Schnappschuss, der in den Gewässern des Nationalparks Calanques in der Nähe von Marseille aufgenommen wurde, auf seinem Instagram-Account geteilt hat:

    Die Haifischpopulation im Mittelmeer wird auf etwa 500 Tiere geschätzt. Unter ihnen gibt eine sehr große Vielfalt. Die meisten werden nicht größer als zwei Meter.

    In der Tiefsee leben auch größere Exemplare wie der großäugige Fuchshai, der Hammerhai oder der Riesenhai, ein völlig harmloser, wenn auch beeindruckender Plankton fressender Riese mit einer Länge von 10 Metern.

    Mako, Heringshai, Weißer Hai, Bullenhai, Grimmiger Hai, Blauhäutiger Hai, Hammerhai, Grauer Hai, Dornhai, Gemeiner Zentriner, Gemeiner Kummerhai, Gemeiner Engelhai – diese 12 Arten aus dem Mittelmeer stehen auf der weltweiten Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Arten, die von Experten der International Union for Conservation of Nature (IUCN) erstellt wurde.

    Der Verein Longitude 181, der seit 2002 Sensibilisierungsmaßnahmen für die breite Öffentlichkeit durchführt, hat ein Poster mit den schützenswerten Arten des Mittelmeers veröffentlicht:

    Laut IUCN sind die Populationen von Blauhai, Gewöhnlichem Hammerhai, Weißem Hai, Schwarzem Hai und Gewöhnlichem Kummerhai zwischen 2007 und 2016 stark zurückgegangen.

    Dafür sind mehrere Faktoren verantwortlich, vor allem der Beifang in Netzen, Plastikmüll und die Schädigung ihres natürlichen Lebensraums durch den Menschen. Auch die langsame Fortpflanzung einiger Arten wirkt sich gegen sie aus. Weibchen des Weißen Hais erreichen ihre Geschlechtsreife erst mit 12 Jahren, sie bekommen nur wenige Junge und die Tragezeit dauert zwischen 7 Monaten und 2 Jahren.

    „Der Klimawandel und seine Auswirkungen auf das marine Ökosystem führen ebenfalls zu Veränderungen der Umwelt, die die Art bedrohen, indem sie die Verteilung der Populationen sowie die ihrer Beutetiere beeinflussen“, mahnt der WWF, der sich weltweit für das Überleben der Haie einsetzt.
    Im Mittelmeer sind 16 von 32 Arten einem hohen Aussterberisiko ausgesetzt, also die Hälfte!


    Ein schlechter Ruf
    Der Hai ist unbeliebt und es fällt schwer, Mitgefühl der breiten Öffentlichkeit für ihn zu wecken. Die Pappmaché-Kiefer des Film-Hais von Steven Spielberg haben Badegäste auf der ganzen Welt nachhaltig traumatisiert. Seit 1975 hält sich die Angst vor dem vermeintlichen Menschenfresser hartnäckig.
    Dabei sollen seit dem Mittelalter nicht mehr als 100 Angriffe auf Menschen im Mittelmeer gezählt worden sein. In Frankreich wurden in überhaupt nur fünf Angriffe gezählt. Der letzte Hai-Angriff fand 1989 in italienischen Gewässern bei einer Unterwasserjagd statt. Der Hai wurde durch die Nervosität und Verletzungen der Fische angelockt.

    Ein Schüchterner Bursche
    Bei einer zufälligen Begegnung mit einem Menschen ist es meist der Hai, der von beiden am meisten Angst hat. Der Hai ist scheu. 2012 wurde ein 5-Meter-Hai gesehen, der um ein Boot herumschwamm, als man sich ihm näherte, floh er. Beim Anblick eines Menschen suchen die meisten Haie ihr Heil in der Flucht.
    „Er interessiert sich nicht für den Menschen, es sei denn, er wird mit blutenden Fischen im Wasser geködert“, betont der Biologe Nicolas Ziani gegenüber France 3.

    Dennoch Tauchern und Schwimmern, die einem Hai begegnen, empfohlen, sich nicht zu nähern und nicht zu versuchen, den Hai zu berühren. Dies könnte ein Abwehrverhalten auslösen. Man weiß nie, wie ein Hai reagiert, wenn er gestresst oder verletzt ist.

    Regulatoren für andere Arten
    Wer einen Hai in den Küstengewässern der französischen Mittelmeerregionen beobachtet, sollte die Behörden und Tierschutzorganisationen alarmieren, da Haie für die Erhaltung der marinen Ökosysteme unerlässlich sind.

    „Sie sind endständige Raubtiere, sie fressen kranke und tote Tiere. Sie sind Schlüsselregulatoren für andere Arten“, sagt Nicolas Ziani, „man muss sie respektieren“.

  • Feuer im Hérault: Brand bleibt wegen des Windes gefährlich aber breitet sich nicht weiter aus

    Feuer im Hérault: Brand bleibt wegen des Windes gefährlich aber breitet sich nicht weiter aus

    Die Staatsanwaltschaft in Montpellier leitete eine gerichtliche Untersuchung ein und geht aufgrund der Art der Brandausbrüche von Brandstiftung aus.

    Das Feuer, das am Dienstag in den Gemeinden Saint-Bauzille-de-la-Sylve, Gignac und Aumelas ausgebrochen war, „schreitet nicht weiter voran, aber wir bleiben sehr wachsam“, sagte Eric Suzanne, der Unterpräfekt des Hérault, am Mittwoch, dem 27. Juli. Etwas früher am Morgen hatte Oberstleutnant Jérôme Bonnafoux, Sprecher der Feuerwehr des Departements Hérault, mitgeteilt, dass der Brand noch nicht unter Kontrolle sei. 

    1.000 Hektar Fläche verbrannt. Das Feuer in einem schwer zugänglichen Gebiet etwa 20 Kilometer von Montpellier entfernt inzwischen hat mehr als 1.000 Hektar mediterrane Vegetation erfasst, von denen 800 Hektar verbrannt sind, wie der Unterpräfekt Eric Suzanne erläuterte.

    Etwa 300 Personen wurden evakuiert. „Es gab keine Opfer“ und „keine Schäden“ an Gebäuden, sagte der Kommandant der Rettungsmaßnahmen, Oberst Sylvain Besson, am Dienstagabend. Fast 300 Personen wurden vorsorglich evakuiert und fast 700 Feuerwehrleute waren im Einsatz.

    Man geht von Brandstiftung aus. „Eine gerichtliche Untersuchung wurde wegen Verdachts der Brandstiftung eingeleitet“, sagte der Staatsanwalt von Montpellier, Fabrice Bélargent. „Wir denken, dass es kriminell ist, das ist katastrophal“, reagierte der Bürgermeister von Gignac, Jean-François Soto, und erinnerte daran, dass sich in der Nähe ein Natura-2000-Gebiet zur Erhaltung der Artenvielfalt befindet.

  • Gestern ein Held und heute von Abschiebung bedroht: Die unglaubliche Geschichte eines Migranten in Toulouse

    Gestern ein Held und heute von Abschiebung bedroht: Die unglaubliche Geschichte eines Migranten in Toulouse

    Nach Ansicht seiner Kollegen ein Held, für die Behörden jedoch ein Kandidat für die Abschiebung. Am Mittwoch, dem 20. Juli, rettete Mouktar, der in einem Lagerhaus in Toulouse beschäftigt war, einem Lieferanten das Leben. Zwei Stunden später wurde er von der Polizei festgenommen. Der 25-jährige Flüchtling aus dem Tschad, der keinen gültigen Aufenthaltstitel hat, läuft nun Gefahr, abgeschoben zu werden.

    Dies ist die Geschichte eines Mannes, der erst zum Helden wurde, aber nun abgeschoben werden soll. Hier die Fakten: Am Mittwoch, dem 20. Juli, kurz vor 7 Uhr morgens, lieferte ein Fahrer Waren im Lager der Versandwebsite „Rentreediscount.com“ in Toulouse ab. Die Website verkauft Schulbedarf und ist nur saisonal tätig. Im Juli und August arbeiten fast 400 Personen in dem Lager.

    Herzmassage
    Der Auslieferungsfahrer erleidet einen Schwächeanfall und bricht zusammen. Zwei Beschäftigte des Lagers kommen ihm zu Hilfe. Unter ihnen ist Mouktar. Dank der Herzmassage des 25-jährigen aus dem Tschad bis zum Eintreffen der Rettungskräfte kann das Opfer gerettet werden.

    Eine mutige Tat, die vom Online-Shop öffentlich auf Twitter gelobt wurde.

    Doch nur zwei Stunden nach seinem Einsatz wird Mouktar an seinem Arbeitsplatz von der Polizei verhaftet. Der junge Mann wird in das Verwaltungsabschiebezentrum Cornebarrieu gebracht, da ers sich illegal in Frankreich aufhielt. Bereits im Februar 2022 teilte ihm die Präfektur des Departements Haute-Garonne mit, dass er in sein Heimatland abgeschoben werden solle. Ein Dokument, das der junge Mann nach eigenen Angaben nie erhalten hat.

    Als er festgenommen wird, ist Mouktar im Besitz einer „Bescheinigung über den Antrag auf Verlängerung seines Aufenthaltstitels“. Ein Dokument, das es ihm erlaubt, auf französischem Hoheitsgebiet zu bleiben und dort zu arbeiten, bis die Präfektur eine Entscheidung getroffen hat. Das Problem ist aber, dass dieses Dokument gefälscht ist. Es war eigentlich am 18. April 2022 abgelaufen, doch auf dem Dokument staht das Datum 18. Oktober.

    Gefälschtes Dokument
    Der Arbeitgeber wusste anscheinend nichts davon und ging davon aus, dass der Aufenthaltstitel ihres Mitarbeiters gültig ist. „Wenn wir ausländisches Personal einstellen, stellen wir eine Anfrage bei der Präfektur, um sicherzugehen, dass alles in Ordnung ist. Wenn sie nicht innerhalb von 48 Stunden antwortet, bedeutet das, dass alles in Ordnung ist“, erklärt Marie Lys, die Leiterin des Lagers.

    Das alles das ändert nichts an der Welle der Solidarität für den jungen Flüchtling: Dankbar für seinen Einsatz und gerührt von seiner Geschichte, haben Mouktars Kollegen eine Petition gestartet, damit er in Frankreich bleiben kann. Fast 150 Personen haben bereits unterschrieben.

    Am Freitagnachmittag, dem 22. Juli, wurde der Migrant dem Haftrichter im Justizpalast von Toulouse vorgeführt. Seine Pflichtverteidigerin, Rechtsanwältin Elfried Dupuy-Shabin, erklärte: „Es geht darum zu sehen, ob zwischen seiner Festnahme, den Bedingungen seiner Inhaftierung und dem laufenden Verfahren alles vorschriftsmäßig abgelaufen ist“.

    Die Anwältin aus Toulouse hatte Erfolg. Laut dem Richter gab es seitens der Präfektur der Haute-Garonne „einen offensichtlichen Fehler bei der Beurteilung der persönlichen Situation des Betroffenen“. Als Ergebnis könnte Mouktar bald wieder auf freien Fuß gesetzt werden. Es sei denn, die Staatsanwaltschaft legt Berufung ein.

    Laut der Anwältin aus Toulouse „hat seine mutige Tat zweifellos zu dieser Entscheidung beigetragen, ebenso wie die Unterstützung, die er von seinen Kollegen und seinem Arbeitgeber erhalten hat. Aber das ist natürlich nicht alles. Die Akte der Präfektur war schlecht ausgearbeitet.“

    Dennoch ist der Tschader noch nicht über den Berg. Er muss einen neuen Antrag auf Regularisierung stellen und kann derzeit nicht wieder in dem Warenlager in Toulouse arbeiten.

    Präzedenzfall Mamoudou Gassama
    Die Geschichte Mouktars ist dem Schicksal von Mamoudou Gassama nicht unähnlich. Im Jahr 2018 hatte der junge Malier, der sich damals auch illegal in Frankreich aufhielt, ein Kind vor einem tödlichen Sturz aus dem vierten Stock gerettet, indem er an der Fassade eines Pariser Gebäudes hochkletterte. Dank seiner mutigen Tat, die ihm den Spitznamen „Spiderman“ einbrachte, wurde er vom französischen Staatspräsidenten empfangen und erhielt eine Aufenthaltsgenehmigung.