Kategorie: Südwest

  • Traditionelle Lerchenjagd: Gericht setzt Genehmigung der Regierung erneut aus

    Traditionelle Lerchenjagd: Gericht setzt Genehmigung der Regierung erneut aus

    Ministerielle Erlasse hatten es Jägern in den Departements Gironde, Landes, Lot-et-Garonne und Pyrénées-Atlantiques Anfang Oktober erlaubt, mehr als 100.000 dieser Wildvögel zu jagen. Gleiche Klage, gleiches Ergebnis. Der Staatsrat setzte am Freitag, dem 21. Oktober, die von der Regierung in einigen Departements erteilten Genehmigungen für traditionelle Lerchenjagden aus und gab damit den Tierschutzverbänden recht, die der Regierung vorwarfen, den Jägern ein Geschenk machen zu wollen.

    Der Richter für einstweilige Verfügungen des Staatsrats, der von der Liga für Vogelschutz (LPO) und der Organisation One Voice angerufen worden war, befand, dass die von der Regierung am 4. Oktober erlassenen Verordnungen gegen europäisches Vogelschutzrecht verstoßen könnten und somit „ernsthafte Zweifel an ihrer Rechtmäßigkeit“ bestünden, wie aus der von der Nachrichtenagentur AFP eingesehenen Entscheidung hervorgeht. „Der Staatsrat fügt Emmanuel …

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  • Feuerameisen: Zum ersten Mal wurden die gefährlichen Insekten auch in Frankreich entdeckt

    Feuerameisen: Zum ersten Mal wurden die gefährlichen Insekten auch in Frankreich entdeckt

    Zum ersten Mal wurden jetzt die berüchtigten kleinen Feuerameisen auch in Frankreich gesichtet. Wo kommen sie her? Wasmannia auropunctata, auch „Elektrische Ameise“ oder „Kleine Feuerameise“ genannt, wurde jetzt zum ersten Mal auf dem französischen Festland nachgewiesen. Ursprünglich stammt sie aus Südamerika. Die „kleine Feuerameise“ ist extrem invasiv. „Ursprünglich stammt sie aus Südamerika und ist jetzt überall zu finden“, kann man bei Dr. Audrey Dussutour, Forschungsdirektorin am CNRS in Toulouse und Autorin des Buches L’Odyssée des fourmis (Die Odyssee der Ameisen), nachlesen. „In Westafrika, auf Galapagos, in den USA, in Polynesien oder erst kürzlich in China“. Bisher war diese Art nur einmal in Europa beobachtet worden, und zwar in der Gegend von Malaga in Spanien. Anfang September identifizierte Olivier Blight, Forscher am Institut méditerranéen de biodiversité et d’écologie an der Universität Avignon, die Art formell in Südfrankreich, und zwar in Toulon. „Wir hatten es dort bereits mit einer Superkolonie zu tun, daher gehen wir davon aus, dass sie seit über einem Jahr hier ist“, erklärt er. Die Ameise wurde wahrscheinlich bei einem Pflanzentransport eingeschleppt. Eine mikroskopisch kleine Ameise, die schmerzhaft sticht Die rot gefärbte Ameise ist mikroskopisch klein. Sie ist nur einen Millimeter groß. Sie ist problematisch, denn im Gegensatz zur Argentinischen Ameise, einer anderen invasiven Ameise, die man in Frankreich schon sehr lange kennt, sticht sie. Ihr Stich löst ein brennnesselähnliches Gefühl aus, nur stärker und es kann 2-3 Stunden anhalten. Eine weitere Besonderheit ist, dass diese Ameise keine sehr komplizierten Nester baut. Sie kann auf allem nisten, was ein bisschen warm und schattig ist. Unter einem Felsen, in Laubstreu, in einem Mooshaufen, aber auch in Steckdosen, Fahrzeugen, Paletten, Möbeln, Müllhaufen usw. Sie können andere Insekten auslöschen Solange sie nicht dominant ist, ist die kleine Feuerameisen nicht allzu aggressiv. Sobald sie aber dominant wird, wird sie gegenüber Ameisen einer anderen Art sehr aggressiv. Durch ihren Stich kann sie andere Insekten töten. In Neukaledonien „hört man in manchen Wäldern, in die sie eingedrungen ist, kein einziges Insektengeräusch mehr“, so Olivier Blight. Gefährlich für Haustiere und Allergiker Wasmannia auropunctata ist auch für Haustiere gefährlich. Es gibt Berichte über Erblindungen bei Haustieren, weil sie von den Ameisen in die Augen gestochen wurden. Bei Menschen sind die Stiche schmerzhaft. Auf den Kaffeeplantagen in Kolumbien ist das bereits eine Katastrophe. Die elektrische Ameise kann bei Allergikern einen anaphylaktischen Schock auslösen, was in manchen Fällen Lebensgefahr bedeutet. Sie sind in der Lage, sich selbst zu klonen Feuerameisen haben ein besonderes Fortpflanzungssystem. Sie können sich sexuell fortpflanzen, also ein Männchen mit einem Weibchen, aber auch asexuell. Was beutet, dass sie sich klonen können. Dadurch können sie relativ leicht in neue Gebiet eindringen und sich dort vermehren – ein Tier reicht dafür aus. Ein weiteres besonderes Merkmal ist, dass diese Ameisen thermotolerant sind. Bei Temperaturen zwischen 1°C bis 43°C können sie aktiv sein. Die globale Erwärmung hilft ihnen bei der Ausweitung ihres Lebensraums: Je höher die Mindesttemperaturen sind, desto besser können sie sich an ein lokales Klima anpassen. Sie können ganze Landschaften verwüsten Da ihre Nistdichte pro Hektar enorm ist, kann das ganze Landschaften verwüsten. Durch den Angriff auf andere Insekten zerstört die Feuerameise die Artenvielfalt in ihrem Nistgebiet. Dadurch wird eine Art zugunsten einer anderen vernichtet, was zwangsläufig zu einem gefährlichen Ungleichgewicht führt. In ganzen Landstrichen kann das katastrophal sein. Auch der Mensch trägt seinen Teil zur Verbreitung des Insekts bei: Die Urbanisierung und die landwirtschaftlichen Flächen haben Nischen geschaffen, in denen sich diese Ameisen leichter ansiedeln können. Kosten in Millionenhöhe Die Eindämmung der Feuerameise ist mit enormen Kosten verbunden. In Queensland, Australien, das diese Art seit 2006 besiedelt hat, mussten bereits 30 Millionen Dollar für die Bekämpfung der Wasmannia auropunctata aufgewendet werden.
  • Frankreich und Spanien stoppen MidCat-Pipeline zugunsten eines „Korridors für grüne Energie“

    Frankreich und Spanien stoppen MidCat-Pipeline zugunsten eines „Korridors für grüne Energie“

    Der spanische Regierungschef Pedro Sanchez und der französische Präsident Emmanuel Macron gaben bekannt, dass sie das Projekt „MidCat“, eine Gaspipeline zwischen dem französische Südwesten und Katalonien, aufgeben werden. Frankreich, Spanien und Portugal wollen stattdessen eine Unterwasserpipeline errichten, um grüne Energie zwischen Barcelona und Marseille zu transportieren. Frankreich, Spanien und Portugal gaben am Donnerstag, dem 20. Oktober, bekannt, dass sie sich darauf geeinigt haben, das MidCat-Projekt durch eine Unterwasser-Pipeline zwischen Barcelona und Marseille zu ersetzen, die zunächst Gas und später grünen Wasserstoff transportieren soll. Das ursprünglich 2003 gestartete MidCat-Projekt (Abkürzung für Midi-Catalogne) sollte die Gasnetze Frankreichs und Spaniens durch eine 190 Kilometer lange Pipeline verbinden, die von Hostalric nördlich von Barcelona durch die Pyrenäen nach Barbaira östlich von Carcassonne führen sollte. „Wir haben uns darauf geeinigt, das MidCat-Projekt…

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  • Und wieder weht der Wind Sand aus der Sahara nach Frankreich

    Und wieder weht der Wind Sand aus der Sahara nach Frankreich

    Erneut könnte Saharasand Anfang der Woche den Himmel über Frankreich verschleiern, besonders im Südwesten.

    Im Frühjahr 2022 bereits hatte der Sand aus der Sahara mehrmals den Himmel über Frankreich ockerfarben gefärbt und die Autos mit einer charakteristischen Staubschicht versehen. Die aktuellen Wetterbedingungen könnten erneut zu diesem Phänomen führen, und zwar vor allem am Montag und Dienstag, wie La Chaîne météo berichtet.

    „Ein mäßiger Süd- bis Südostwind in Form von Föhn und Autan-Wind, der seit Sonntag von Nordafrika nach Südfrankreich aufsteigt, trägt Sand aus der Sahara-Wüste in die Atmosphäre. Der Wind aus Süd bis Südost transportiert den Saharastaub über Spanien und über die Pyrenäen nach Frankreich, meldet La Chaîne météo.

    Ganz Frankreich ist mehr oder weniger von diesem Sandniederschlag aus der Sahara betroffen, aber in Aquitanien und vor allem in den Pyrenäen wird das Phänomen am deutlichsten zu sehen sein, vor allem, wenn es wie vorhergesagt zu Gewitterschauern kommt.

    Aber trotz der möglichen Schauer ist das Wetter in diesem Herbst eher sommerlich. Die Temperaturen bleiben hoch und das mindestens bis Freitag, so die Vorhersage von Météo France. 20°C in Lille, 25°C in Tours, in Bordeaux wird es 28°C und in Toulouse 27°C geben, mit möglichen Spitzenwerten von 30°C im Landesinneren von Aquitanien oder am Fuße der Pyrenäen, werden erwartet.

  • Benzinknappheit: Region Okzitanien bietet Zugtickets am Wochenende für 1 Euro an

    Benzinknappheit: Region Okzitanien bietet Zugtickets am Wochenende für 1 Euro an

    Angesichts des Treibstoffmangels ergreifen einige Regionen Maßnahmen. In Okzitanien werden alle TER-Fahrkarten auf dem gesamten regionalen Streckennetz am Samstag und Sonntag, dem 16. Oktober zum Preis von einem Euro angeboten. Angesichts der Treibstoffknappheit hat Carole Delga, die Präsidentin (PS) der Region Okzitanien, für das Wochenende vom Samstag, dem 15. und Sonntag, dem 16. Oktober Zugtickets zum Preis von einem Euro eingeführt. „Um dafür sorgen, dass an diesem Wochenende mehr mit dem Zug gefahren wird, um den Treibstoff für diejenigen zu sparen, die nicht auf das Auto verzichten können, um zur Arbeit oder zum Studium zu fahren“, erklärte Delga. Die Maßnahme gilt generell für alle Züge, die von der Region verwaltet werden. Die Maßnahme wird von den Reisenden auf dem Bahnhofsvorplatz in Toulouse (Haute-Garonne) sehr positiv aufgenommen. „Das wusste ich nicht, aber es wird den Geldbeuteln der Leute gut tun“, sagt ein Mann auf France 3. „Man müsste das aber auf die Wochentage aus…

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  • Mutter klagt wegen Alkoholverkaufs an Jugendliche gegen Lidl – Sohn verunglückte deswegen tödlich

    Mutter klagt wegen Alkoholverkaufs an Jugendliche gegen Lidl – Sohn verunglückte deswegen tödlich

    Eine Mutter hat gegen Lidl geklagt, weil der Supermarkt ihrem minderjährigen Sohn Alkohol verkauft hat, berichtet der Sender RTL. Der Jugendliche verunglückte daraufhin tödlich auf der Straße. Im Mai 2021 kauften Kilian und sein Freund, beide minderjährig, im Lidl in Socoa in den Pyrénées-Atlantiques je eine Flasche Wodka. Die beiden Jugendlichen konsumierten den Alkohol und stiegen betrunken auf ihre Motorroller. Kilians Roller wird von dem seines Freundes gerammt. Daraufhin prallt er gegen einen Laternenmast und stirbt noch an Ort und Stelle. „Für mich hat die Lidl-Filiale ihre Arbeit nicht gemacht. Sie waren minderjährig, sie waren 16 Jahre alt und sie kauften zwei Flaschen Wodka. Sie haben die Personalien nicht überprüft, beide waren minderjährig“, beklagte sich die Mutter gegenüber RTL. Auf Anfrage von RTL wollte Lidl vor der Anhörung vor dem Strafgericht in Bayonne, die am 3. November stattfinden soll, keinen Kommentar abgeben.
  • Benzinknappheit: Züge zum Preis von 1 Euro am Wochenende auf dem gesamten liO-Regionalnetz in Okzitanien

    Benzinknappheit: Züge zum Preis von 1 Euro am Wochenende auf dem gesamten liO-Regionalnetz in Okzitanien

    Gute Nachrichten: Alle Zugtickets sind am Wochenende im gesamten regionalen liO-Netzwerk für 1€ zu haben. Angesichts der Treibstoffknappheit, die Frankreich seit mehreren Tagen heimsucht, hat die Präsidentin der Region Okzitanien, Carole Delga, am Donnerstag angekündigt, dass alle Fahrkarten für die liO-Regionalzüge am Wochenende des 15. und 16. Oktobers zum Preis von 1 € angeboten werden. Dieser Tarif ist bereits ab Donnerstag um Mitternacht gültig. „Diese außergewöhnliche Maßnahme soll es den Einwohnern Okzitaniens ermöglichen, während des Wochenendes Kraftstoff zu sparen, um in der kommenden Woche ihre Fahrten zwischen Wohnort und Arbeitsplatz zu gewährleisten“, erklärte die Regionspräsidentschaft in einer Pressemitteilung. Carole Delga rief außerdem zur unverzüglichen Wiederaufnahme des Dialogs auf, um einen schnellen Ausweg aus dieser Situation zu finden, die nun alle französischen Bürger und die Wirtschaftstätigkeit des Landes behindert. Für den Fall, dass die derzeitige Situatio…

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  • 80 cm langes Reptil auf Parkplatz eines Einkaufszentrums in Agen gefangen

    80 cm langes Reptil auf Parkplatz eines Einkaufszentrums in Agen gefangen

    Die Tierfeuerwehr des Departements Lot-et-Garonne musste am Einkaufszentrum Agen-Sud eingreifen, um das Tier einzufangen, das sich in den Motorraum eines Autos geflüchtet hatte.

    Grosser Schrecken für die Besitzer eines Autos, das auf einem Parkplatz des Einkaufszentrums Agen-Süd geparkt war. Als der Motor nicht anspringen wollte, entdeckten sie ein tierisches Problem: Ein Reptil hatte sich in den Motorraum geflüchtet. Nachdem die Motorhaube geöffnet wurde, kam der Kopf einer großen Echse zum Vorschein. Eine Art Waran, der etwa 80 cm lang war.

    Die alarmierte Feuerwehr schaltete die spezialisierte Einsatzgruppe (GOS) für Tierrisiken des Departements Lot-et-Garonne ein, um sich um das große Tier zu kümmern. Es gelang ihnen, das Reptil aus dem Motor des Autos zu ziehen, bevor sie es in einen Käfig stecken konnten.

    Nach einigen Nachforschungen identifizierte die Tierfeuerwehr 47 das Reptil als einen schwarz-weißen Tegu aus Argentinien. Derzeit wartet das Tier darauf, dass sein Besitzer sich zu erkennen gibt.

  • Tarn: 9 Tankstellen von der Präfektur beschlagnahmt und teilweise für die Öffentlichkeit geschlossen

    Tarn: 9 Tankstellen von der Präfektur beschlagnahmt und teilweise für die Öffentlichkeit geschlossen

    Neun Tankstellen im Departement wurden von der Präfektur des Tarn beschlagnahmt. Sie sind nun an bestimmten Uhrzeiten ausschließlich für bestimmte Fahrzeuge, die einen öffentlichen Auftrag erfüllen, geöffnet.

    Angesichts der Schwierigkeiten bei der Versorgung der französischen Tankstellen, die mit einer Streik-Bewegung zusammenhängen, die derzeit die Blockade einiger Raffinerien und Öldepots verursacht, ergreift die Präfektur des Departements Tarn eine drastische Maßnahme.

    Nach bereits am Dienstag angekündigten Einschränkungen beim Verkauf von Kraftstoffen wurde am Mittwoch ein weiterer Präfekturerlass zur „Beschlagnahmung“ von Tankstellen veröffentlicht.

    Es handelt sich um insgesamt neun Tankstellen, die nun „ausschließlich für Fahrzeuge von Dienststellen oder Unternehmen, die eine öffentliche Aufgabe wahrnehmen“, in bestimmten Zeitfenstern zugänglich sind: montags bis freitags von 8 bis 11 Uhr und samstags und sonntags von 9 bis 11 Uhr.

    „Außerhalb dieser Zeiten dürfen diese Tankstellen nur dann für die Öffentlichkeit geöffnet werden, wenn ihr Kraftstoffbestand mehr als 40% beträgt“, heißt es im Text des Präfekturerlasses.

    Nachts, von 21 Uhr bis 6 Uhr, wird der Selbstbedienungs-Vertrieb abgeschaltet.

    Die neun betroffenen Tankstellen sind die von Carrefour Contact in Alban, Leclerc Portes d’Albi in Albi, Auchan in Aussillon, Total in Carmaux, Leclerc Siala in Castres, Intermarché in Gaillac, Carrefour Market in Lacaune, Intermarché in Lavaur und Total – Relais des Portes du Tarn in Saint-Sulpice.

  • Er war vermutlich schon seit letztem Winter tot: Leiche eines Mannes in seinem Haus entdeckt

    Er war vermutlich schon seit letztem Winter tot: Leiche eines Mannes in seinem Haus entdeckt

    Ein verwester Körper wurde von der Gendarmerie am vergangenen Wochenende im Zentrum der Gemeinde Villemur-sur-Tarn in der Haute-Garonne gefunden. Das Opfer soll schon mehrere Monate bevor die Leiche gefunden wurde, gestorben sein. 

    Die Gendarmerie von Villemur-sur-Tarn entdeckte am vergangenen Freitag, 30. September, in einem Haus in einer Sackgasse im historischen Zentrum der Gemeinde den verwesten Körper eines alten Mannes. Aufgrund eines Hinweises hatten die Gendarmerie, die Gemeindepolizei und die Feuerwehr einen Fensterladen und ein Fenster aufgebrochen und den grausigen Fund gemacht.

    Nach ersten Erkenntnissen könnte der Tod des Mannes bereits im letzten Winter eingetreten sein, die Heizung war noch eingeschaltet.

    Es wurde eine Untersuchung eingeleitet und die Leiche der Kriminalpolizei übergeben. Eine Autopsie wird durchgeführt, um die genauen Todesumstände zu ermitteln. Die Annahme eines natürlichen Todes erscheint aufgrund der ersten Hinweise als wahrscheinlich.

    Dass ein Verstorbener erst nach so langer Zeit gefunden wird, kommt in einer kleinen Gemeinde wie Villemur nicht häufig vor. Meist passieren solche Fälle in grossen Städten, in denen der Kontakt zwischen Nachbarn oft nicht mehr so eng ist. In diesem Fall handelt es sich um einen älteren Herrn, der kaum noch am Leben der Gemeinde teilnahm, den die Bewohner zwar kannten und ab und zu auf der Straße sahen, der aber ansonsten keinen engeren Kontakt mehr pflegte.

    Durch eine Verkettung unglücklicher Umstände hatte sich vor dem Auffinden niemand Sorgen um ihn gemacht. Der letzte bekannte Kontakt fand Ende der Weihnachtsfeiertage statt, als die Feuerwehr wegen eines harmlosen Sturzes in seine Wohnung gerufen wurde. Damals waren keine weiteren Untersuchungen erforderlich. Die Nachbarn waren damals allerdings der Meinung, dass der alte Mann in ein Krankenhaus oder in ein Pflegeheim gebracht worden war.

    Insgesamt war der Mann wohl zu einem Einzelgänger geworden und es kam wohl öfters vor, dass er einige Tage in seinem Haus blieb, ohne es zu verlassen. Aus diesen Gründen ist niemandem seine Abwesenheit aufgefallen.