Kategorie: Südwest

  • Luftverschmutzung durch Wüstenpartikel aus der Sahara: Fünf Departements in Südfrankreich betroffen

    Luftverschmutzung durch Wüstenpartikel aus der Sahara: Fünf Departements in Südfrankreich betroffen

    Seit Dienstag wird mit der Ankunft einer mit Wüstenpartikeln angereicherten Luftmasse, der Hitze, dem Straßenverkehr und der Industrie vor starker Luftverschmutzung in allen Küstengebieten Südwestfrankreichs gewarnt. Es wird mal wieder vor Partikelverschmutzung der Luft aus der Sahara-Wüste gewarnt. In Verbindung mit der Hitze hat dies deutliche Auswirkungen auf die Luftqualität. „Atmo Okzitanien“ registrierte am Dienstag und Mittwoch eine erhöhte Luftverschmutzung durch Schwebestoffe in den Departements Aude, Gard, Haute-Garonne, Hérault sowie in den Pyrénées-Orientales. Die Verschmutzung wird sich am Mittwoch in den Departements Gard und Hérault fortsetzen, so die Beobachtungsstelle für Luftqualität. Zu den Wüstenpartikeln kommen noch die Feinstaub-Partikel aus dem Straßenverkehr und der Industrie. Zu beachten ist, dass aufgrund der Wetterbedingungen – starke Sonneneinstrahlung, hohe Temperaturen – auch die Ozonkonzentrationen relativ hoch sind, ohne jedoch die kritische Warnschwelle…

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  • Französischer Wirtschaftsminister weiht neue Montagelinie für den Airbus A321 in Toulouse ein

    Französischer Wirtschaftsminister weiht neue Montagelinie für den Airbus A321 in Toulouse ein

    Wirtschaftsminister Bruno Le Maire hat am Montag eine neue Montagelinie für den Airbus A321 in Blagnac eingeweiht. Sie beschäftigt bereits 450 Mitarbeiter und wird das erste Flugzeug bereits im Jahr 2023 ausliefern. Das Werk Jean-Luc Lagardère hat ein zweites Leben begonnen. Der Airbus-Standort, an dem bis Ende 2021 der A380, das größte zivile Flugzeug der Welt, montiert wurde, erhielt am Montag Besuch von vier Ministern, die sich an der Seite von Airbus-Chef Guillaume Faury über die neuen Aktivitäten informierten. Im Werk Jean-Luc Lagardère in Blagnac wird nun der A321 gebaut, dessen erstes Exemplar stolz hinter der Tribühne stand. „Ich habe den A350 geliebt, ich werde den A321 lieben“, sagte Bruno Le Maire bei der Einweihungsfeier, an der rund 1.000 Gäste teilnahmen. Mehr als 1.000 Arbeitsplätze Der A321 ist derzeit das meistverkaufte der Airbus-Reihe. Der Flugzeughersteller aus Toulouse hat 6.000 Bestellungen in seinen Büchern, davon 4.000 in der Version A321 mit 180 bis 240 Sitzen….

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  • Pyrénées-Atlantiques: Zehn Tonnen schwerer Buckelwal tot am Strand

    Pyrénées-Atlantiques: Zehn Tonnen schwerer Buckelwal tot am Strand

    Der Wal musste mit einem Bagger zerlegt werden, um abtransportiert werden zu können.

    Ein zehn Tonnen schwerer Buckelwal strandete am Samstagabend, dem 8. Juli, gegen 22.30 Uhr am Strand von Embruns in Bidart im Département Pyrénées-Atlantiques, zwischen Saint-Jean-de-Luz und Biarritz, wie France Bleu Pays Basque am Sonntag berichtete. Die Stadtverwaltung brauchte mehr als zwei Stunden, um ihn zu evakuieren.

    Der Wal musste mit einem Bagger zerlegt werden: „Zum Glück ist er an einer Stelle gestrandet, die für Maschinen zugänglich ist!“, sagte der Bürgermeister von Bidart gegenüber dem Sender France Bleu Pays Basque an. Er bedauert, dass nicht früher etwas unternommen wurde, obwohl das Tier in den letzten Tagen mehrfach vor der Küste gesichtet worden war.

    Der Buckelwal, der 10 Meter lang und 10 Tonnen schwer ist, wird derzeit fachmännisch gelagert, bis Analysen durchgeführt werden, um festzustellen, ob er krank war oder von einem Schiff vor der Küste gerammt wurde.

  • Okzitanien: Drei Menschen ertranken an nur einem Tag in den Departements Hérault und Pyrénées-Orientales

    Okzitanien: Drei Menschen ertranken an nur einem Tag in den Departements Hérault und Pyrénées-Orientales

    Drei Männer sind am Samstag, dem 8. Juli, in Südfrankreich ertrunken. Die Feuerwehr rät Urlaubern zu mehr Vorsicht.

    Ein schwarzer Samstag gleich zu Beginn der Sommerferien. Zwei Menschen ertranken am Samstag, dem 8. Juli, in Le Barcarès und Canet-en-Roussillon im Département Pyrénées-Orientales, wie France Bleu Roussillon meldete. Eine dritte Person wurde ebenfalls tot in Frontignan im Departement Hérault aufgefunden, berichtet France Bleu Hérault. Eine schlimme Bilanz für den ersten Tag der Sommerferien.

    In Le Barcarès ereignete sich der Unfall am Samstag gegen 11.30 Uhr. Nach ersten Erkenntnissen der Ermittlungen bekam ein 81-jähriger Mann aus dem Elsass im Wasser einen Schwächeanfall. In Canet-en-Roussillon wurden umfangreiche Mittel eingesetzt, um einen 17-jährigen Jugendlichen zu finden, der mit einem Freund schwimmen gegangen war. Der Freund hatte Alarm geschlagen. Der 17-Jährige wurde schließlich ertrunken aufgefunden und konnte nicht mehr reanimiert werden. Das Opfer stammte aus der Nähe von Paris und machte mit seinem Sportverein Urlaub an der Küste. Nach ersten verfügbaren Informationen wurden beide Opfer von der Brandung und der Strömung ins Meer gespült. Die Feuerwehr rät den Urlaubern dringend zu mehr Wachsamkeit und Vorsicht.

    Auch in Frontignan im Departement Hérault ertrank am Samstagnachmittag ein etwa 50-jähriger Mann, wie France Bleu Hérault berichtete. Trotz des schnellen Eingreifens der Rettungskräfte konnte auch er nicht wiederbelebt werden.

  • Mutter und Söhne am Flughafen Blagnac mit 3,5 Kilogramm Kokain am Körper festgenommen

    Mutter und Söhne am Flughafen Blagnac mit 3,5 Kilogramm Kokain am Körper festgenommen

    Zwei Brüder im Alter von 22 und 28 Jahren sowie ihre 57-jährige Mutter werden des Drogenschmuggels verdächtigt. Gegen die drei Personen, die am Mittwoch und Donnerstag von der Gebietsdirektion der Kriminalpolizei in Toulouse festgenommen wurden, wird jetzt Anklage erhoben.

    Gegen die beiden Männer und ihre Mutter, die verdächtigt werden, 3,5 Kilogramm Kokain von Brasilien nach Frankreich transportiert zu haben, wurde Anklage erhoben. Der Staatsanwalt beantragte Untersuchungshaft für die beiden Brüder im Alter von 22 und 28 Jahren und ihre 57-jährige Mutter. Sie wurden alle am Samstagabend inhaftiert. Die Söhne der Frau sind Wiederholungstäter.

    Die Polizeioperation begann bereits am 5. Juli mit einem Anruf der Drogenermittler (OFAST) aus Nanterre (92). An diesem Tag warnen die Pariser Polizisten ihre Kollegen in Toulouse, dass ein Passagier auf einem Flug aus Brasilien mit großer Wahrscheinlichkeit Kokain bei sich haben wird. Die Beschreibung wird an die gesamte Abteilung weitergegeben, die am späten Nachmittag in die Ankunftshalle des Flughafens Toulouse-Blagnac ausrückt. Wie erwartet ist der Flug pünktlich und auch die erwartete Person erscheint. Der Drogenkurier reist jedoch nicht allein, seine Mutter begleitet ihn. Der Schmuggler wird zunächst unauffällig überwacht und schließlich kontrolliert, nachdem er seinen Koffer abgeholt hat. Die ersten Abtastungen durch die Beamten zeigen abnormale Formen unter der Kleidung des Mannes und seiner Mutter, doch die beiden Verdächtigen sind schlagfertig. Sie geben an, unter Rückenschmerzen zu leiden und deshalb zahlreiche Schmerzpflaster auf ihre Körper geklebt zu haben. Nach einer Überprüfung stellt die Kriminalpolizei allerdings fest, dass sie mehr als 3,5 Kilogramm Kokain an den Körper geklebt mit sich führen. Genug für eine sofortige Verhaftung.

    Untersuchungshaft beantragt
    Bei den Vernehmungen erklären die beiden Verdächtigen, dass sie eine Woche in Brasilien verbracht hatten, bevor sie gegen eine Bezahlung von jeweils 20.000 € als Drogenkuriere angeheuert wurden. Diese Version wird allerdings durch die Polizei in Frage gestellt. Die Ermittler sind davon überzeugt, dass der zweite Sohn der Frau, der in Castelnaudary wohnhaft ist, der eigentliche Empfänger der Ware ist. Er wurde am Donnerstag nur wenige Stunden nach seiner Mutter und seinem Bruder festgenommen. Nach den Anhörungen, die keine weiteren konkreten Hinweise ergaben, wurde das Familientrio am Samstag an die Staatsanwaltschaft Toulouse überwiesen. Am frühen Nachmittag eröffnete die Staatsanwaltschaft ein gerichtliches Ermittlungsverfahren und beantragte beim. zuständigen Richter Untersuchungshaft.

  • Mit einer Reise in die Pyrenäen zur Tour de France läutet Emmanuel Macron das Ende der Krise ein

    Mit einer Reise in die Pyrenäen zur Tour de France läutet Emmanuel Macron das Ende der Krise ein

    Emmanuel Macron reist am Donnerstag, dem 6. Juli, in die Pyrenäen. Er wird einem Teil der heutigen Etappe der Tour de France beiwohnen, nachdem er sich in Pau (Pyrénées-Atlantiques) mit gewählten Volksvertretern getroffen hat. Damit will der Staatschef wohl zeigen, dass die Krise der Krawalle und Unruhen vorbei ist. Der Präsident der Republik unternimmt am Donnerstag, dem 6. Juli, eine Reise in die Pyrenäen. Emmanuel Macron nimmt seinen normalen Terminkalender wieder auf. Letzte Woche war er wegen der Unruhen vorzeitig vom Europäischen Rat zurückgekehrt. Und auch der geplante Staatsbesuch in Deutschland wurde abgesagt. Während der Unruhen hat die einzige Reise des Staatschefs am Montagabend stattgefunden, „um die Polizisten in Paris zu unterstützen“. Ein Gespräch mit den lokalen AbgeordnetenIndem zur Tour der France reist, will Macron auf seine Art zeigen, dass die Krise nach den tödlichen Schüssen auf den 17-jährigen Nahel wohl vorbei ist. Am Vormittag traf sich Emmanuel Macron mit Fr…

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  • Aude: 130 Hektar verbrannt und 4 Feuerwehrleute verletzt – Bilanz des ersten Brandes nach Sommerbeginn

    Aude: 130 Hektar verbrannt und 4 Feuerwehrleute verletzt – Bilanz des ersten Brandes nach Sommerbeginn

    Gegen 11.45 Uhr am Mittwoch, 5. Juli, brach in der Gemeinde Montredon-des-Corbières in der Nähe von Narbonne im Departement Aude ein Feuer aus. Fast 300 Feuerwehrleute waren am Höhepunkt des Feuers im Einsatz.

    Die Feuerwehr im Departement Aude meldete einen großen Brand in der Gemeinde Montredon-des-Corbières. Um 18 Uhr am Mittwoch konnte das Feuer gestoppt werden. Aber erst, nachdem es 130 ha Vegetation verwüstet hatte. Die Feuerwehrleute mussten vor allem zwei sensible Punkte verteidigen, nämlich das Gewerbegebiet von Montredon und das Bergmassiv von Fontfroide.

    Nach Angaben des Service Départemental d’Incendie et de Secours de l’Aude (SDIS11) waren fast 300 Feuerwehrleute, untesrtützt von 6 Löschflugzeugen und 2 Löschhubschraubern, im Einsatz. Die Behörden empfahlen, die Gegend unbedingt zu meiden und den Rettungsdiensten den Zugang zu erleichtern.

    Laut der regionalen Tageszeitung l’Indépendant wurden die Departementsstraßen 613 und 224 für den Verkehr gesperrt. Zwei Hochspannungsleitungen seien ebenfalls außer Betrieb, erklärte die Feuerwehr. Ebenfalls laut l’Indépendant sollen vier Feuerwehrleute bei den Einsätzen verletzt worden sein und in das Krankenhaus von Narbonne gebracht worden sein.

    Es mussten keine Wohnhäuser evakuiert werden und es gab auch keine nennenswerten Schäden an Wohnhäusern und Infrastruktur durch die Flammen. Die Rettungskräfte haben die vergangene Nacht damit verbracht, die Flammen und Glutnester zu löschen und ein erneutes Aufflammen des Feuers zu verhindern, da in der Region ab Donnerstag mit starkem Wind und Hitze gerechnet wird.

  • Klima: Das Mittelmeer und der Atlantik erleben eine Meereshitzewelle

    Klima: Das Mittelmeer und der Atlantik erleben eine Meereshitzewelle

    Das Mittelmeer und der Atlantische Ozean werden immer wärmer. Das Phänomen erfreut die Badegäste, besorgt aber die Klimaforscher. Die Wassertemperaturen im Mittelmeer und im Atlantik sind in diesem Juni ungewöhnlich hoch.

    Es ist so heiß, dass die Badegäste am Strand von Larmor-Plage (Morbihan) nicht zögern, sich ins Wasser zu stürzen. „Ich glaube, heute hat das Wasser 20 Grad. Es sollte aber eigentlich bei 18 Grad oder sogar darunter liegen“, stellt eine Einwohnerin auf dem Sender France 3 fest. Das Phänomen ist im gesamten Nordatlantik zu spüren, wobei es in einigen Gebieten bis zu fünf Grad wärmer ist als die Durchschnittstemperatur.

    Mögliche Zunahme ozeanischer Hitzewellen.
    Die Erwärmung des Wassers betrifft auch das Mittelmeer. Taucher im Hafen von Montpellier (Hérault) spüren die Hitzewelle sogar in mehreren Metern Tiefe. „Es ist ziemlich tief, bevor man die kalte Wasserschicht findet“, sagt eine Taucherin. Im letzten Jahr stieg die Wassertemperatur sogar manchmal auf über 30 Grad. Die Hitzewellen im Meer beunruhigen die Wissenschaftler, die Sensoren ausgebracht haben, um die Temperaturen zu messen. Sie stellen einen dauerhaften Anstieg der Temperaturen und entsprechende Auswirkungen auf die Biodiversität fest.

    In seinem schlimmsten Szenario sagt der UNO-Klimarat IPCC eine bis zu 50-fache Zunahme der Hitzewellen in den Ozeanen voraus.

  • Hyperschallgleiter V-Max hinterlässt mysteriöse weiße Streifen am Himmel über dem Südwesten Frankreichs

    Hyperschallgleiter V-Max hinterlässt mysteriöse weiße Streifen am Himmel über dem Südwesten Frankreichs

    Am Montagabend testete Frankreich zum ersten Mal einen experimentellen Hyperschallgleiter mit dem Namen V-Max, der faszinierende Zickzackspuren am Himmel über dem Südwesten Frankreichs hinterließ.

    Bizarre weiße Streifen am Himmel wurden am Montag, dem 26. Juni, von zahlreichen Bewohnern des Südwestens beobachtet und warfen viele Fragen auf. Fotos, die am Abend in sozialen Netzwerken hochgeladen wurden, zeigten seltsame Wolken in Form von Zickzacklinien.

    Mehrere Stunden später lüftete die Direction générale pour l’Armement (DGA) das Geheimnis der sonderbaren Linien. Es handelte sich in Wirklichkeit um den ersten Test eines experimentellen Hyperschallgleiters, der von einer vom Testzentrum in Biscarosse abgefeuerten Höhenforschungsrakete abgeworfen worden war.

    Eine Geschwindigkeit von über 6.000 km/h
    Das VMaX (Experimental Maneuvering Vehicle) flog mit einer Geschwindigkeit von mehr als Mach 5, d. h. über 6.000 km/h, und manövrierte dabei, um die Abfangbemühungen eines potenziellen Gegners zu umgehen. VMaX hinterließ dabei eine ungewöhnliche Zickzackspur am Himmel.

    „Dieser erste Prototyp hatte zahlreiche technologische Innovationen an Bord. Sein Flugtest auf einer sehr anspruchsvollen Langstreckenflugbahn stellte eine völlig neue technische Herausforderung dar, die die Zukunft unserer nationalen Luftverteidigung vorbereitet“, bestätigte das Armeeministerium in einer Pressemitteilung.

    Frankreich läutet das Zeitalter der Überschallwaffen ein
    Das Projekt VMaX (Véhicule manœuvrant expérimental), das im Januar 2019 gestartet wurde, wird unter der industriellen Hauptverantwortung der ArianeGroup, dem Hersteller der Ariane-Raketen, durchgeführt. Es soll Frankreich in das Zeitalter der Hyperschallwaffen katapultieren.

    Drei der fünf ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrats, zu denen auch Frankreich gehört, sind bereits mit eigenen Programmen an diesem Wettrüsten beteiligt: die USA, China und Russland.

    „Wenige Sekunden“ für das Abfangen
    Die zunehmende Wirksamkeit der Raketenabwehrsysteme treibt die Mächte in der Tat dazu, immer schnellere Waffen und mit unvorhersehbaren Flugbahnen zu entwickeln, um die Abwehr zu überlisten.

    Frankreich führt bereits Studien zum Hyperschallantrieb im Rahmen der Modernisierung seines Arsenals zur nuklearen Abschreckung durch: Die ASN4G-Rakete (Luft-Boden-Kernwaffe der vierten Generation), die die ASMP-Rakete (Luft-Boden-Kernwaffe mittlerer Reichweite) ersetzen soll, könnte bald mit einem Hyperschallantrieb ausgestattet werden.

    Russland verfügt bereits über die Zirkon- und die Kinjal-Rakete, die 2018 von Wladimir Putin als „unbesiegbar“ vorgestellt wurde, von der aber laut Kiew mehrere Exemplare in der Ukraine abgeschossen worden sind.

    Der französische Hyperschall-Gleiter wird zunächst von einer Rakete oder einem Flugkörper in die Stratosphäre in fast 100 Kilometer Höhe katapultiert und dann abgeworfen, um mehrere tausend Kilometer weit gleiten zu können und dabei einer unvorhersehbaren Flugbahn zu folgen. Im Gegensatz zu einer ballistischen Rakete, deren Flugbahn vorhersehbar ist, ist bei einer Hyperschallwaffe „die Kombination aus Geschwindigkeit und Manövrierfähigkeit das, was für die Verteidigung unüberwindbar ist“, fasst ein Industrieller zusammen. Bei einem Flug von etwa zehn Minuten habe der Verteidiger nur „einige Sekunden Zeit, um eine solche Waffe abzufangen“, so der Experte.

  • „Er bekommt einen Faustschlag ins Gesicht“: Polizeigewalt im Zentralkommissariat in Toulouse

    „Er bekommt einen Faustschlag ins Gesicht“: Polizeigewalt im Zentralkommissariat in Toulouse

    Die Videokameras des Zentralkommissariats in Toulouse zeigen, wie ein Polizist einem Mann in Handschellen einen Faustschlag versetzt. Ein Verfahren wurde eingeleitet. Das Opfer wurde von den Taten, denen es verdächtigt worden war, inzwischen entlastet.

    0.40 Uhr Sonntag, 25. Juni 2023. Zentralkommissariat in Toulouse. Ein Mann sitzt mit Handschellen an eine Bank gefesselt und wartet auf die verlesung seiner Rechte. Er trägt eine Umhängetasche über der Schulter.

    Ein Polizeibeamter geht an ihm vorbei und schlägt ihm mit der Faust ins Gesicht. Der Mann sinkt zu Boden. Die auf die Bank gerichtete Kamera des Videoprotektors hat alles gefilmt.

    „Wir sehen hier Bilder von Polizeigewalt“, sagen Emmanuelle Franck und Alexandre Martin, die Anwälte des Mannes in Handschellen, bei der Anhörung im Schnellverfahren am Dienstag. Der Mann muss sich wegen Besitzes von Betäubungsmitteln vor Gericht verantworten.

    Ursprünglich wurde er wegen häuslicher Gewalt angeklagt, was jedoch eingestellt wurde. Später musste er sich wegen Morddrohungen gegen einen Polizisten verantworten. Diese Anklage wurde ebenfalls fallen gelassen, als die Bilder der Kameras gesichtet wurden.

    Dann kam das Kokain. „Um 0.40 Uhr hatte er noch seine Umhängetasche, der Polizist riss sie ihm weg“, beschreibt Anwalt Franck die Vorfälle. „Danach weiß man bis 1.25 Uhr nicht, was damit passiert. Da unterschreibt derselbe Polizist, ein Protokoll über den Fund von Betäubungsmitteln…“.

    Auch die Verlesung der Rechte in Polizeigewahrsam ist nichtig. „Sie soll um 0.40 Uhr stattgefunden haben, aber das ist nicht möglich, denn bei der Auswertung des Videos bekommt er um 0.40 Uhr einen Faustschlag ins Gesicht“, so die Anwältin. „Wir fordern Sie auf, das gesamte Verfahren aufzuheben“.

    Nach eingehender Beratung sprach das Gericht den Angeklagten, in dessen Strafregister bereits zahlreiche Verurteilungen verzeichnet waren, dann von allen Vorwürfen frei. Er wurde auf freien Fuß gesetzt. Seine Anwälte bestehen nun darauf, dass er einen Gerichtsmediziner aufsuchen darf, um die Folgen des Faustschlags beurteilen zu lassen.