Kategorie: Südwest

  • Frankreich: Historische Hitzewelle hat Dutzende von Rekorden purzeln lassen…

    Frankreich: Historische Hitzewelle hat Dutzende von Rekorden purzeln lassen…

    Bei einer außergewöhnlichen späten Hitzewelle in diesem Sommer wurden in Frankreich Dutzende von Hitzerekorden gebrochen. Ein Phänomen, das nach Ansicht von Klimaforschern aufgrund der globalen Erwärmung in Zukunft vor allem in der südlichen Hälfte Frankreichs immer öfters eintreten wird.

    Acht Tage, in denen Südfrankreich unter einer Hitzeglocke fast erstickte. Das Land hat eine außergewöhnliche Hitzewelle hinter sich, die ganz Südeuropa erfasst hatte, mit Dutzenden von Temperaturrekorden und mehreren aufeinanderfolgenden Tagen über 40°C. Eine so spät im Sommer noch nie dagewesene Situation, die eine Folge der globalen Erwärmung ist.

    der Süden Frankreichs erlebte von Montag bis Donnerstag, den 24. August, die vier heißesten Tage, die jemals nach einem 15. August verzeichnet wurden. Der nationale Wärmeindikator (Tagesdurchschnitt über 30 repräsentative Wetterstationen im französischen Mutterland und auf Korsika) erreichte am Donnerstag mit 27,8 °C seinen Höhepunkt.

    „Es ist unbestreitbar, dass das, was wir derzeit erleben, ein Phänomen ist, das bereits eine Auswirkung des Klimawandels ist“, sagte Lauriane Batté, Klimatologin bei Météo-France, am Donnerstag gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

    Die achttägige Hitzewelle, die am 17. August begann und 25. August endete, wird in Frankreich in die Annalen eingehen.

    Sie kann zawr nicht an die dreiwöchige Hitzewelle von 2006 heranreichen, auch nicht an die zweiwöchige Hitzewelle von 2003, die bislang intensivste, und auch nicht an die Rekorde von 2019 (landesweit heißester Tag mit 29,4 °C im Durchschnitt und landesweiter Rekord mit 46 °C in Vérargues im südlichen Hérault). Das Besondere ist diesmal der späte Zeitpunkt. Seit 1947 wurden in Frankreich nur sieben Hitzewellen nach einem 15. August gemessen, alle im 21. Jahrhundert. Und die von 2023 ist eindeutig die heisseste gewesen.

    Simulationen des zukünftigen Klimas unter Berücksichtigung der anhaltenden Treibhausgasemissionen zeigen eine erhöhte Wahrscheinlichkeit von Hitzewellen zu Beginn und am Ende des Sommers, warnen Klimatologen.

    Vor 1989 traten Hitzewellen im Durchschnitt einmal alle fünf Jahre auf. Seit 2000 treten sie jedes Jahr auf.

    Dass 2023 nicht die schlimmste aller Hitzewellen war, liegt auch daran, dass das nördliche Drittel Frankreichs relativ verschont blieb, mit teilweise hohen, aber keinen sehr hohen Temperaturen.

    In den südlichen zwei Dritteln des Landes, über denen sich die Hitzekuppel stabilisierte, fielen jedoch Dutzende von Rekorden, die oft aus dem Jahr 2003 stammten: 43,2°C in Carcassonne, 42,4°C in Toulouse, 42,6°C in Auch (Südwesten), 42,7°C in Orange (Süden) oder 41,4°C in Lyon-Bron (östliche Mitte).

    „Diese Periode, mit Höchstwerten von insbesondere über 40°C, ist im Südosten und dann im Südwesten vergleichbar mit den Temperaturen, die während der historischen Hitzewellen im August 2003 und Juni 2019 gemessen wurden“, stellte Météo-France am Donnerstag fest.

    Die symbolische Marke von 40°C, die in den 1960er Jahren und im darauffolgenden Jahrzehnt in Frankreich nur einmal gemessen wurde, wird inzwischen häufig überschritten. Die Schwere einer Hitzewelle lässt sich auch an den Tiefsttemperaturen ablesen, wenn die Kühle der Nacht ausbleibt.

    Die Nächte waren in der vergangenen Woche im Süden mit Temperaturen, die sich in mehreren Städten an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen deutlich über 25 °C hielten, extrem heiß. So stellte Menton (Südost) mit 30,4 °C einen nationalen Rekord für Tiefstwerte auf.

    Studien sagen voraus, dass sich die Erwärmung in den sowieso schon heißen Regionen Frankreichs noch weiter verstärken wird, angefangen beim Mittelmeerraum und dem Rhône-Tal (Südosten) sowie dem Garonne-Tal (Südwesten).

    Unabhängig davon, wie sich die Treibhausgasemissionen entwickeln, wird sich die Anzahl der Hitzewellen in Frankreich bis zum Ende des Jahrhunderts in einem optimistischen Szenario verdoppeln oder sogar um das Drei- bis Vierfache ansteigen, wenn das derzeitige CO2-Emissionsniveau beibehalten wird.

  • Marseille, Nîmes, Toulouse: Wieder Tote und Verletzte bei Schiessereien

    Marseille, Nîmes, Toulouse: Wieder Tote und Verletzte bei Schiessereien

    An diesem Wochenende gab es wieder Tote und Schwerverletzte in Südfrankreich.

    Marseille: Junger Mann im 14. Arrondissement erschossen

    Der junge Mann ist kurz vor 4 Uhr morgens in der Nacht von Freitag auf Samstag in der cité des Rosiers im 14ᵉ Arrondissement von Marseille Opfer einer Schießerei geworden.

    Ein 18-jähriger Mann wurde in der Nacht von Freitag auf Samstag, den 26. August in der Cité des Rosiers im 14. Arrondissement von Marseille erschossen. Dies berichtete der Sender Radio France und bestätigte damit eine Meldung des Senders BFM TV. Der 18-Jährige war kurz vor 4 Uhr morgens Opfer einer Schießerei geworden.

    Der junge Mann war der Polizei unter anderem bereits wegen Drogenhandels bekannt.

    Die zweitgrößte Stadt Frankreichs war in den letzten Wochen Schauplatz zahlreicher Morde vor dem Hintergrund eines Machtkampfes zwischen rivalisierenden Banden um die Kontrolle des Drogenhandels. Seit Anfang des Jahres kamen in Marseille bei diesem Bandenkrieg bereits mehr als 30 Menschen ums Leben, die Staatsanwältin von Marseille, Dominique Laurens, spricht von einem „Blutbad“.

    Nîmes: 15-Jähriger mit Messerstichen am Hals, 26-Jähriger mit Schussverletzungen

    Vier Opfer in weniger als einer Woche. Am Samstagabend, dem 26. August, wurde in Nîmes (Gard) ein 15-jähriger Jugendlicher niedergestochen. Die Tat ereignete sich gegen 19.15 Uhr im Stadtzentrum von Nîmes, wie Franceinfo berichtet. Der Jugndliche wurde am Hals getroffen und in ein Krankenhaus gebracht. Seine Verletzung ist jedoch nicht lebensbedrohlich.

    Der Jugendliche war auf der Straße unterwegs, als zwei Personen, die auf einem Motorroller saßen, auf ihn einstachen und dann flüchteten, so der Sender BFMTV.

    In der Nacht von Samstag auf Sonntag wurde ausserdem ein 26-jähriger Mann im Viertel Mas de Mingues mit einer Schusswaffe verletzt, als er gerade seinen Wagen geparkt hatte. Er wurde nur leicht am Schulterblatt verletzt und konnte nach kurzer Behandlung wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden. Zeugen zufolge schossen zwei vermummte Personen gegen 2 Uhr morgens auf den Mann, als er am Steuer seines Autos saß, anschliessend konnten sie flüchten.

    Die Stadt Nîmes ist seit mehreren Tagen Schauplatz von Gewalttaten vor dem Hintergrund des Drogenhandels. Am Montag, dem 21. August, wurde ein 10-jähriger Junge bei einer Schießerei im Stadtteil Pissevin getötet, als er mit seinem Onkel im Auto nach Hause fuhr. Zwei Tage später starb ein 18-jähriger Jugendlicher ebenfalls durch Schüsse.

    Innenminister Gérald Darmanin, der am Freitag Nîmes besuchte, kündigte Polizeiverstärkungen „mindestens bis zum Ende des Jahres“ an.

    in der Nähe von Toulouse: Drei Schüsse, einer davon in den Kopf – 18-Jähriger ringt mit dem Tod

    Das Opfer wurde auf einem Parkplatz in einem Wohngebiet in Pibrac, etwa 15 km von Toulouse entfernt, aufgefunden. Sein Zustand ist lebensbedrohlich.

    Ein 18-jähriger Mann wurde in der Nacht von Freitag auf Samstag in Pibrac, Haute-Garonne, durch Schüsse schwer verletzt, wie die Staatsanwaltschaft von Toulouse und die Feuerwehr berichteten.

    Das Opfer wurde von drei Kugeln getroffen, eine davon in den Kopf, wie der Feuerwehr-Rettungsdienst berichtete, der am Samstag gegen 2 Uhr alarmiert wurde. der 18-Jährige wurde in ein Krankenhaus gebracht und schwebt in Lebensgefahr.

    Laut der Zeitung La Dépêche wurde der Mann in der Nähe des Gymnasiums Nelson-Mandela auf einem Parkplatz vor der Wohnanlage „Les jardins de Coustayrac“ in der Gemeinde mit rund 8.000 Einwohnern, etwa 15 km von Toulouse entfernt, gefunden.

    Das Opfer war der Justiz bisher nicht bekannt, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte, die eine Untersuchung wegen versuchten Mordes eingeleitet hat.

  • Toulouse: Ein Mann hat sich auf einem Friedhof angezündet – er schwebt in Lebensgefahr

    Toulouse: Ein Mann hat sich auf einem Friedhof angezündet – er schwebt in Lebensgefahr

    Rettungskräfte wurden am späten Donnerstagvormittag in Toulouse zu einem Mann gerufen, der sich selbst angezündet hatte, um sich umzubringen.

    Feuerwehrleute und ein Ärzteteam versuchten am Donnerstagmorgen, einen 33-jährigen Mann zu retten, der sehr starke Verbrennungen erlitten hatte. Nach ersten Erkenntnissen befand sich der Mann auf dem Friedhof Terre-Cabade in Toulouse. Er soll sich mit einer brennbaren Flüssigkeit übergossen haben, bevor er sich vor den Augen von Zeugen selbst anzündete.

    Die Feuerwehr erhielt am Donnerstagmorgen um 11.13 Uhr einen ersten Notruf.

    Der Mann wurde zunächst vor Ort von Notärzten medizinisch versorgt und anschließend in die Abteilung für schwere Verbrennungen im Krankenhaus Rangueil transportiert. Nach Angaben der Feuerwehr ist das Leben des Mannes in Gefahr.

    Die Polizei und Staatsanwaltschaft haben eine Untersuchung eingeleitet.

  • Frankreich: Mit 44,4°C im Departement Gard wurden auch am Donnerstag neue Temperaturrekorde aufgestellt

    Frankreich: Mit 44,4°C im Departement Gard wurden auch am Donnerstag neue Temperaturrekorde aufgestellt

    In der Hitzewelle, die sich seit mehreren Tagen über die Südhälfte Frankreichs gelegt hat, wurden sehr hohe Temperaturen registriert. Die lokal gemessenen Werte überschritten am Donnerstag in Okzitanien teilweise die 44°C-Marke.

    Zwischen dem 23. und 24. August wurden laut der Beobachtungsstelle Keraunos in Frankreich nicht weniger als 100 Hitzerekorde gebrochen.

    Laut dem Sender France 3 wurde am Donnerstag in Salindres im Departement Gard eine Höchsttemperatur von 44,4 °C gemessen (der bisherige Rekord lag bei 44 °C im Jahr 1947), dicht gefolgt von Siran im Gard (44,2 °C) und Xaintrailles im Lot-et-Garonne mit 43,2 °C, einem seit 1952 nicht mehr gemessenen Wert.

    In Belis im Departement Landes erlebten die Bewohner am Mittwoch 42,9 °C, was den bisherigen Rekord aus dem Jahr 2019 übertraf. Auch in den Pyrénées-Atlantiques wurden am Donnerstag 41,9 °C gemessen.

    Die heissen Tage sind mit extrem warmen Nächten verbunden, „mit Temperaturen, die sich über 25 °C halten, wie in Nizza, Menton, Narbonne, Toulouse oder Bordeaux“, so Météo France. Bei einer solch extremen Hitzewelle werden die in den betroffenen Gebieten lebenden Menschen auf eine harte Probe gestellt.

    Hitzewarnung Rot in 17 Departements bis Freitagmorgen.
    Glücklicherweise prognostiziert die Wetterbehörde, dass die hohe Wärmebelastung am Freitag um 6 Uhr enden wird. Innerhalb von 24 Stunden werden die Temperaturen um 10 Grad sinken – was dann immer noch warm ist – , bevor das Thermometer von Freitag auf Samstag erneut fallen wird. An manchen Orten werden die Temperaturen innerhalb von 48 Stunden um 20 Grad sinken.

  • Hitzewelle: In Toulouse wurde am Mittwoch die 42 °C-Marke überschritten – neuer Rekord

    Hitzewelle: In Toulouse wurde am Mittwoch die 42 °C-Marke überschritten – neuer Rekord

    Météo France registrierte an der Station Blagnac (Haute-Garonne) am Mittwoch um 15 Uhr eine Lufttemperatur von 41,3 °C. Damit wurde der bisherige Rekord von 40,7 °C vom 4. August 2003 überschritten. Um 17 Uhr lag die Temperatur dann schon bei 42,3 °C. Und laut den Daten der Wetterstationen von Toulouse Métropole war es am Mittwoch um 17:30 Uhr in Toulouse im Stadtteil La Cépière 42,7 °C heiss.

    Nach 20 Jahren wurde am Mittwoch, dem 23. August, im Großraum Toulouse ein neuer Hitzerekord aufgestellt, wie Météo France mitteilt. „Die Temperaturen stiegen bis auf 41,3 °C um 15 Uhr in Blagnac. Der bisherige Rekord stammte vom 4. August 2003, als die Lufttemperatur 40,7 °C erreichte. Auch in Saint-Félix-Lauragais wurde heute der Hitzerekord gebrochen, es wurden 40 °C überschritten, der bisherige Rekord datiert vom 25. Juli 2006 mit 38,1 °C“, meldete Jean-Frédéric Bondet, Beratungsprognostiker im interregionalen Zentrum von Météo France am Mittwoch kurz nach 15 Uhr.

    Nur zwei Stunden später, um 17 Uhr wurden in Blagnac 42,3°C gemessen und damit laut Météo France „der Hitzerekord für alle Monate seit 1947 in Blagnac pulverisiert“.

    Das Departement Haute-Garonne, das nach Juni 2022 zum zweiten Mal unter „roter“ Hitzewarnung steht, hat am Mittwoch, 23. August, überall im Departement eine Reihe von Hitzerekorden zu verzeichnen gehabt. Das wird sich möglicherweise auch am Donnerstag, dem 24. August, fortsetzen, bevor am Abend einige Gewittern erwartet werden.

    Um 17:30 Uhr am Mittwoch betrug die Temperatur laut den Daten der Wetterstationen von Toulouse Métropole in Toulouse im Stadtteil La Cépière 42,7°C.

    Neben den Höchstwerten am Tag wurden in der Nacht auch noch nie zuvor erreichte Temperaturen verzeichnet. Am kühlsten waren noch die 25 °C in Saint-Félix-Lauragais, während die höchste jemals gemessene Tiefsttemperatur bis dahin bei 23,2 °C am 16. Juli 2022 lag. In Blagnac lag der Rekord bei 24,1 °C, nicht weit entfernt vom absoluten Rekord von 24,6 °C.

    Die Nacht war besonders heiß, um Mitternacht wurden in Blagnac 30,7 °C und in Francazal 30 °C gemessen. In der kommenden Nacht wird es sicherlich ähnlich sein, denn erst ab Freitag sollen die Temperaturen wieder sinken.

  • Gefängnis in Perpignan: Gericht verurteilt französischen Staat wegen Unmenschlichkeit

    Gefängnis in Perpignan: Gericht verurteilt französischen Staat wegen Unmenschlichkeit

    Die Belegungsrate im Gefängnis von Perpignan liegt bei 280 % bei den Männern. Das Verwaltungsgericht von Montpellier verurteilt den französischen Staat nun wegen „unmenschlicher und erniedrigender Behandlung“.

    Das Verwaltungsgericht in Montpellier verurteilt den französischen Staat wegen „unmenschlicher und erniedrigender Behandlung“ der Insassen im Gefängnis von Perpignan, berichtete am Mittwoch, dem 23. August der Sender France Bleu Roussillon. Das Gericht entschied am Dienstagabend, 22. August, dass der Zustand der Räumlichkeiten und die Haftbedingungen das Leben der Häftlinge sowie ihr Recht, nicht misshandelt zu werden, verletzen.

    Bei seiner Entscheidung stützte sich das Gericht auf den Jahresbericht der Generalkontrolleurin der französischen Haftanstalten, der am 11. Mai veröffentlicht wurde und in dem sie die „schuldhafte Trägheit“ des Staates angesichts der hohen Überbelegung der Gefängnisse in Frankreich kritisierte. Außerdem sagte die Generalkontrolleurin Dominique Simonnot im Juli im Sender France Bleu Roussillon, dass das Gefängnis in Perpignan „das schlimmste“ sei, das sie je besucht habe.

    Zu den problematischen Punkten gehört insbesondere die Belegungsrate. France Bleu Roussillon berichtet, dass die Belegung des Gefängniszentrums (das vor 36 Jahren gebaut wurde) bei den Männern 280 % beträgt. Mehr als 300 Häftlinge belegen dort die etwa 130 vorgesehenen Plätze. Einige schlafen auf Matratzen, die auf dem Boden liegen und von Bettwanzen befallen sind. Schimmel ist an den Wänden und in den Toiletten zu sehen, die häufig verstopft sind. Fenster sind zerbrochen und das Stromnetz gilt als defekt.

    Neben der Belegungsquote und den Haftbedingungen wies das Gericht auch auf die Misshandlung von Häftlingen im Disziplinarbereich hin. Während Matthieu Quinquis – der Anwalt der französischen Sektion der Internationalen Beobachtungsstelle für Gefängnisse (OIP) und einer der Anwälte, die das Verfahren initiiert hatten – behauptete, dass einige Aufseher „die Gefangenen erniedrigen, ihnen nicht jeden Tag ihr Essen geben und sie einschüchtern“, wies Johann Reig, Vertreter der Gewerkschaft Ufap-Unsa Justice in Okzitanien, diese Vorwürfe zurück: „Die Gefangenen in diesem Gefängnis gelten als gewalttätig, es ist sehr schwierig, dort zu arbeiten. Ausserdem werden die Gänge gefilmt, die Videos können angeschaut werden, um festzustellen, dass alles normal abläuft“.

    Der Richter fordert den Staat nun auf, eine Reihe von Sofortmaßnahmen zu ergreifen: Renovierungsarbeiten in den Zellen, Maßnahmen gegen die Brandgefahr sowie eine gründliche Untersuchung im Disziplinarbereich, um die Funktionsweise und das Verhalten der Aufseher zu überprüfen. In Bezug auf die Forderung der Kläger, dass keine neuen Häftlinge aufgenommen werden sollten, traf der Richter keine Entscheidung. Anwalt Matthieu Quinquis erklärt, dass „der Richter der Ansicht ist, dass es nicht in seiner Macht steht, die Inhaftierungen auszusetzen“. Eine Entscheidung, mit der er nicht einverstanden ist: „Wir werden die Frage daher in den nächsten Wochen vor den Staatsrat bringen“.

    Auf Anfrage von France Bleu Roussillon haben sich die Leitung der Strafvollzugsanstalt und das Justizministerium bislang nicht zu dem Urteil geäußert.

    Am Mittwoch, dem 16. August, hatten die Internationale Beobachtungsstelle für Gefängnisse (OIP) und die Vereinigung der Anwälte für die Verteidigung der Rechte von Gefangenen (A3D) das Verwaltungsgericht aufgefordert, eine Aussetzung neuer Inhaftierungen in der überfüllten Strafvollzugsanstalt Perpignan sowie eine Verbesserung der Haftbedingungen anzuordnen. Die beiden Verbände hatten daher beim Verwaltungsgericht Montpellier zunächst eine einstweilige Verfügung beantragt.

  • Frau kehrt aus dem Urlaub zurück – ein Fremder hat sich zwischenzeitlich bei ihr einquartiert

    Frau kehrt aus dem Urlaub zurück – ein Fremder hat sich zwischenzeitlich bei ihr einquartiert

    Eine Frau wurde bei ihrer Rückkehr aus dem Urlaub negativ überrascht. Während ihrer Abwesenheit hat sich ein Unbekannter in ihrer Wohnung einquartiert.

    Die Rückkehr aus dem Urlaub ist für diese Frau sehr schwer zu verkraften. Nachdem sie einige Wochen lang die Sonne genossen hatte, musste die 46-Jährige feststellen, dass sich jemand in ihrer Wohnung eingenistet hatte!

    Alles Anfang August. Die 46-Jährige fährt, wie viele andere Franzosen auch, in den Urlaub, um auf andere Gedanken zu kommen. Dieser Urlaub dauerte nur etwas mehr als zehn Tage. Am 22. August kehrt die Bewohnerin von Tournefeuille im Westen von Toulouse nach Hause zurück. Als sie dort ankommt, erlebt sie eine böse Überraschung: Eines ihrer Fenster ist aufgebrochen. Sie denkt natürlich sofort, dass es sich um einen Einbruch handelt, aber nach einer kurzen Untersuchung ihrer Wohnung kommt ein ganz anderer Verdacht auf. Die Frau findet bei der Überprüfung der Wohnung in einem der Zimmer zahlreiche Kleidungsstücke eines Mannes, die bei ihrer Abreise natürlich noch nicht da waren. Daher kommt die Frau zu dem Schluss, dass sich während ihrer Abwesenheit ein Fremder bei ihr eingenistet hat.

    Nur wenig später bestätigt sich der Verdacht, denn eine Person betritt das Grundstück! Die empörte Frau fordert den Mann auf, das Gelände sofort zu verlassen, aber der Hausbesetzer weigert sich. Schließlich verständigt sie die Polizei. Die Polizisten nehmen den Mann schließlich fest. Der 24-jährige Obdachlose wird derzeit im Zentralkommissariat verhört. Die Bewohnerin will voraussichtlich eine Anzeige erstatten.

  • Montpellier: 28-jährige Frau mit mehreren Messerstichen getötet – 16-Jähriger festgenommen

    Montpellier: 28-jährige Frau mit mehreren Messerstichen getötet – 16-Jähriger festgenommen

    Auf das Opfer wurde nach ersten Erkenntnissen der Ermittlungen etwa zehnmal eingestochen, zunächst in einem Auto und dann auf der Straße.

    Eine 28-jährige Frau wurde in der Nacht von Montag auf Dienstag, den 22. August, in Montpellier mit mehreren Messerstichen getötet, berichtet der Sender France Bleu Hérault am Mittwoch. Ein 16-jähriger Verdächtiger wurde festgenommen.

    Die Tat ereignete sich im Viertel Pierre-Vives in der Stadt Montpellier. In einem Auto kam es wohl zu einer Auseinandersetzung zwischen der jungen Frau und dem Jugendlichen. Innerhalb und außerhalb des Fahrzeugs kam es dann zu den tödlichen Messerstichen. Das Opfer wurde schwer verletzt auf der Straße aufgefunden und in ernstem Zustand in ein Krankenhaus gebracht, wo die junge Frau einige Stunden später, am Dienstagabend, wegen ihrer schweren Verletzungen verstarb.

    Erste medizinische Untersuchungen deuten auf etwa zehn Messerstiche hin. Die Staatsanwaltschaft Montpellier meldete, dass für Mittwoch eine Autopsie angesetzt sei. Es wurden Ermittlungen wegen Mordes eingeleitet.

    Zum jetzigen Zeitpunkt sind die Gründe für die Tat nicht bekannt. Der mutmaßliche Täter flüchtete zunächst, konnte aber am Dienstagnachmittag festgenommen werden. Zwei junge Frauen, beide volljährig, wurden in diesem Fall ebenfalls in Polizeigewahrsam genommen. Sie meldeten sich spontan bei der Polizei, die sie der Beihilfe zum Mord verdächtigt. Die Frauen hatten nach Ansicht der Ermittler dem Verdächtigen bei der Flucht geholfen.

  • Hitzewelle: Bis zu 43 °C – wo wird es am Mittwoch in Frankreich am heißesten sein?

    Hitzewelle: Bis zu 43 °C – wo wird es am Mittwoch in Frankreich am heißesten sein?

    Während Frankreich eine der heißesten Wochen seiner Geschichte erlebt, werden die Temperaturen am Mittwoch, 23. August, wahrscheinlich ihren Höhepunkt erreichen. In einigen Gegenden könnten die Spitzenwerte sogar auf 43 °C steigen.

    In der heißesten Woche des Sommers 2023 brechen die Temperaturen in Frankreich jeden Tag neue Rekorde. Heute, am Mittwoch, dem 23. August, wird wohl der Höhepunkt dieser für die Jahreszeit außergewöhnlich heißen Woche erreicht.

    Den Informationen von Météo France zufolge wird die Hitzewelle im Laufe des Tages in einigen Regionen wie dem Rhonetal, dem südlichen Zentralmassiv, im Westen Aquitaniens und in Okzitanien einen außergewöhnlichen Charakter annehmen. Die erwarteten Temperaturen in diesen Regionen liegen zwischen 40 und 42 °C, wobei örtlich mit bis zu 43 °C auch neue Hitzerekorde aufgestellt werden können.

    Von Météo France für Mittwoch, 22. August, vorhergesagte Temperaturen.

    Heute Morgen gegen 5 Uhr waren die gemessenen Tiefsttemperaturen mit etwa 25 °C in Lyon, 28 °C in Nizza und Menton außergewöhnlich hoch. Der Höhepunkt der Hitzewelle in Frankreich wird für heute erwartet. In mindestens 19 französischen Departements gilt ab Mittag die höchste Hitzewarnstufe.

    Im Großen und Ganzen wird es ein sonniger Tag in ganz Frankreich. Einige Wolken werden am Nachmittag im Westen des Landes auftauchen, bevor sie sich am frühen Abend über das ganze Land verbreiten werden. Im Gegensatz dazu wird die Nacht fast über ganz Frankreich sternenklar sein, mit Ausnahme der Bretagne, wo in der Nacht mögliche Gewitter erwartet werden.

    Im Südwesten wird der heutige Tag wieder extrem heiß. Der Vormittag ist geprägt von einer brennenden Sonne in der gesamten Region, die das Thermometer sehr schnell ansteigen lässt – und das schon am frühen Morgen. Am Nachmittag könnten in den nördlichen Teilen Südfrankreichs einige gewittrige Schauer auftreten. Die Höchsttemperaturen werden extrem hoch sein, in mehreren Städten wie Montauban, Carcassonne, Castres, Nîmes oder auch Toulouse wird die 42 °C-Marke erreicht. Der Temperaturrekord des heutigen Tages wird jedoch wahrscheinlich in Alès aufgestellt, wo am Nachmittag die Rekordmarke von 43 °C erreicht werden kann.

  • Montag war der heißeste jemals nach einem 15. August in Frankreich gemessene Tag

    Montag war der heißeste jemals nach einem 15. August in Frankreich gemessene Tag

    Frankreich erlebt in diesen Tagen die heißeste Woche des Sommers 2023. Météo France gab bekannt, dass Montag, der 21. August, der bisher heißeste Tag war, der je nach einem 15. August in Frankreich gemessen wurde.

    Frankreich erlebt derzeit die heißeste Woche des Sommers 2023. Die Hitzewelle betrifft derzeit mindestens zwei Drittel des südlichen Teils des Landes, und zwar mit einer für den Spätsommer rekordverdächtigen Intensität. Ab Mittag des 23. Augusts werden wahrscheinlich 20 Departements auf die Warnstufe „Rot“ wegen aussergewöhnlicher Wärmebelastung gesetzt. Météo France ruft die in diesen Regionen lebenden Menschen zu äußerster Wachsamkeit auf.

    Am Montag, dem 21. August, erlebte Frankreich den bisher heißesten Tag nach einem 15. August mit einem nationalen durchschnittlichen Wärmeindikator, der laut Météo France 26,63 °C erreichte. Ein Wert, der 5,8 °C über der Normalen für die Jahreszeit liegt – und der Höhepunkt der Hitzewelle ist noch nicht überschritten.

    Tatsächlich erreichten die Temperaturen in Frankreich für die Jahreszeit Rekordwerte, die örtlich die 40 °C-Marke überschritten. Am Montagnachmittag, dem 21. August, wurde um 17 Uhr in der Gemeinde Nyons im Departement Drôme eine Temperatur von 42,4 °C gemessen. Dies stellt den absoluten Rekord für diese Wetterstation dar.

    Extreme Werte für einen August, die in einigen Fällen sogar die bisherigen Rekorde der Hitzewellen von 2003 oder 2012 übertrafen. Beispielsweise stieg das Thermometer in Saint-Laurent-du-Pape in der Ardèche auf 41,9 °C, während der bisherige Rekord aus dem Jahr 2003 „nur“ 41 °C betrug.

    Ein weiteres Problem sind die Nächte. Auch nach Sonnenuntergang kühlt die Luft kaum ab und es wurden von Météo France für eine Augustnacht sehr hohe Temperaturen gemessen. Zur kühlsten Zeit des Tages wurden in Perpignan 29,1 °C und in Nizza 27 °C gemessen.