Kategorie: Südwest

  • „Ein paar Zentimeter weiter und es wäre aus gewesen“: Kugel eines Jägers bleibt im Beifahrersitz stecken

    „Ein paar Zentimeter weiter und es wäre aus gewesen“: Kugel eines Jägers bleibt im Beifahrersitz stecken

    Ein Auto, das in der Dordogne auf einer Landstraße fuhr, wurde von einer Kugel eines Jägers getroffen. Die Kugel durchquerte den Kofferraum und landete auf dem Beifahrersitz.

    Die Jagdsaison hat im September wieder begonnen. Obwohl die Jagden in der überwiegenden Mehrheit ohne Zwischenfälle verlaufen, kommt es jedes Jahr wieder zu Unfällen. Zuletzt geschah ein solcher Jagdunfall am Sonntag, dem 22. Oktober, in La Chapelle-Aubareil in der Dordogne.

    Ein Mann fur auf einer Landstraße, als er einen lauten Knall hört. Er hält sofort an und stellt fest, dass sich im hinteren Kofferraum seines Peugeot 307 ein Loch befindet. Eine Kugel trat in den Kofferraum ein und landete dann in der Rückenlehne des Beifahrersitzes. Durch die Wucht des Aufpralls zersplitterte die Heckscheibe des Fahrzeugs in tausend Stücke.

    „Er setzte zurück und schrie die Jäger an“, berichtete seine Ehefrau Sylvia gegenüber der Zeitung Sud Ouest. „Er war sehr erschüttert, er zitterte. Ein paar Zentimeter und er wäre tot gewesen“. Sie wünscht sich, dass der Vorfall bekannt wird, „keineswegs um Hass zu schüren“, sondern um zu sagen: „Das kann passieren“ – mehr Vorsicht ist geboten.

  • A69: Frankreich will in Zeiten der Klimakrise unbedingt neue Autobahnen bauen – ist das sinnvoll?

    A69: Frankreich will in Zeiten der Klimakrise unbedingt neue Autobahnen bauen – ist das sinnvoll?

    Am Montag, dem 16. Oktober, bekräftigte die französische Regierung, den Bau der neuen Autobahn A69 „bis zum Ende“ durchzuführen. Die Autobahn, die Castres mit Toulouse verbinden soll, würde laut Verkehrsminister Clément Beaune von einer „sehr großen Mehrheit“ der örtlichen Bürgermeister unterstützt. Dennoch fand am 21. und 22. Oktober eine weitere Demonstration gegen das Projekt auf der Baustelle statt. Unter verschiedenen Umweltaktivisten und Wissenschaftler wird die neugeplante Autobahn heftig kritisiert. Nach den Zahlen auf der Projektwebsite soll die Autobahnbaustelle zwischen Castres und Toulouse 53 km lang werden. Davon werden 9 km neu gestaltet, 44 km sind wirklich Neubaustrecke. Auf der Strecke werden täglich durchschnittlich 8.000 PKW „und fast 900 Schwerlastfahrzeuge“ erwartet. So gesehen scheint das Projekt nicht im Sinne der Ziele Frankreichs zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen vor dem Hintergrund der Klimakrise zu sein. Ein weiterer umstrittener Punkt ist der eventu…

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  • Baum fällt auf Auto: Großvater stirbt vor den Augen seiner Enkel und seiner Frau

    Baum fällt auf Auto: Großvater stirbt vor den Augen seiner Enkel und seiner Frau

    Ein 61-jähriger Mann wurde am Mittwochmittag in Chancelade in der Dordogne von einem umstürzenden Baum am Steuer seines Wagens erschlagen. Seine Enkelkinder und seine Frau mußten die schreckliche Szene miterleben.

    Wie viele Großeltern hat auch ein Ehepaar aus der Dordogne während der Herbstferien seine Enkelkinder zu Besuch. Am Mittwochmittag, dem 25. Oktober, wollten sie einen Ausflug machen. Der Großvater setzte sich ans Steuer und hat seinen siebenjährigen Enkel auf dem Rücksitz. Seine Frau folgt ihm mit einem zweiten Auto und zwei weiteren Enkelkindern.

    Kurz vor 13 Uhr fuhren die beiden Fahrzeuge auf der Route des Carrières in der Gemeinde Chancelade (Dordogne), als plötzlich eine etwa 20 Meter hohe Eiche auf das Auto des Großvaters stürzte. Der 61-jährige Mann ist auf der Stelle tot. Der siebenjährige Enkel auf dem Rücksitz wird schwer verletzt. Im zweiten Fahrzeug sitzen seine Frau und die beiden Enkelkinder, die das Drama hilflos miterleben.

    Der Großvater war bereits tot, als die Feuerwehrleute aus Périgueux und Brantôme eintrafen. Der siebenjährige Enkel wurde aufgrund der Schwere seiner Verletzungen in die Notaufnahme des Klinikums in Bordeaux gebracht.

    Der umgestürzte Baum stand auf einem Privatgrundstück. Vor einigen Wochen hatte der Bürgermeister der Gemeinde dem Besitzer des Grundstücks per Einschreiben geschrieben, dass es nicht wie vorgeschrieben ausreichend gepflegt werde, berichtet der Sender France Bleu Périgord. Der Baum war offensichtlich ohne äussere Einwirkungen, wie etwa eine starke Windböe, einfach umgefallen.

    Die Staatsanwaltschaft von Périgueux hat beschlossen, eine Untersuchung einzuleiten, um zu prüfen, ob ein strafrechtliches Fehlverhalten des Grundstückseigentümers vorliegt. Sollte dies der Fall sein, könnte der Straftatbestand der fahrlässigen Tötung erfüllt sein.

  • Russisches U-Boot mit dem Spitznamen „Das schwarze Loch“ vor der französischen Küste gesichtet

    Russisches U-Boot mit dem Spitznamen „Das schwarze Loch“ vor der französischen Küste gesichtet

    Ein mit Marschflugkörpern bestücktes russisches U-Boot ist am vergangenen Sonntag vor der französischen Küste gesichtet. Es wurde von der französischen Marine begleitet und bewacht.

    Die B-265 Krasnodar ist eines der modernsten U-Boote der russischen Marine. Da U-Boot passierte am Sonntag, dem 22. Oktober, die französische Küste. Begleitet wurde es von dem Hochseeschlepper Sergey Balk.

    Die beiden russischen Militärschiffe waren letzte Woche von der spanischen Marine in der Nähe von Mallorca, einer der Inseln des Balearen-Archipels im Mittelmeer, gesichtet worden. Sie wurden außerhalb der spanischen Hoheitsgewässer von der Spanischen Marine bis vor die Küste von Gallizien im Nordwesten Spaniens begleitet, berichtet die Tageszeitung El Periodico.

    Vor Galicien übernahm die französische Marine die Aufgabe, die B-265 Krasnodar auf ihrem Weg zurück an der französischen Küste entlang in den Atlantik zu begleiten. Nachdem das russische U-Boot im Ärmelkanal angekommen war, griff die britische Royal Navy ein, um das Militärschiff in der Straße von Pas-de-Calais zu überwachen. Die belgische Marine übernahm daraufhin mit einem ihrer Patrouillenboote, wie das belgische Verteidigungsministerium mitteilte. Der endgültige Bestimmungsort des russischen U-Boots soll ein Hafen in der Ostsee sein.

    Kein russisches U-Boot mehr im Mittelmeer?
    Die B-265 Krasnodar wurde von den Russen im Schwarzen Meer eingesetzt. Nun kann aber kein Schiff der russischen Schwarzmeerflotte mehr ins Mittelmeer einlaufen: Die Türkei hat ihre Meerengen geschlossen, in Umsetzung des Montreux-Abkommens, das ihr erlaubt, im Konfliktfall den Zugang zum Schwarzen Meer zu sperren. Laut dem belgischen Militäranalysten Frederik Van Lokeren soll es keine russischen U-Boote mehr im Mittelmeer geben. Ein von der Zeitung Var-Matin befragter Offizier, der anonym bleiben wollte, sagte: „Die Tatsache, dass sich kein russisches Tauchboot mehr im Mittelmeer befindet, ist ein Zeichen dafür, dass ihnen die Luft ausgeht. Inzwischen kann man eine Ermüdung der russischen Marine seit Beginn des Krieges in der Ukraine feststellen“.

    Dieses russische U-Boot der dritten Generation wurde 2019 vom Stapel gelassen. Mit einer Geschwindigkeit von 20 Knoten kann es bis zu 300 Meter tief tauchen und hat eine Reichweite von 45 Tagen. Es ist mit vier Kalibr-Angriffsraketen, einer Waffe, die von der russischen Marine bereits gegen die Ukraine eingesetzt wurde, 18 Torpedos und 24 Minenwerfern bewaffnet. Die US-Marine nennt es aufgrund seiner Fähigkeit, nicht von Sonaren entdeckt zu werden, „Das schwarze Loch“.

  • Sport: Surfen am Mittelmeer? Es ist möglich…

    Sport: Surfen am Mittelmeer? Es ist möglich…

    In den nächsten Tagen werden zum Beispiel in Palavas-les-Flots (Departement Hérault) Wellen von über zwei Metern Höhe erwartet. Dann ist es tatsächlich möglich, auch im Mittelmeer sehr sportlich zu surfen. Im Herbst begünstigen Wind und Temperaturschwankungen das Entstehen von hohen Wellen.

    Wenn man im Oktober in Palavas-les-Flots (Hérault) surfen will, muss man sich großen Herausforderungen stellen, mit Wellen, die leicht drei Meter hoch werden können, berichtet ein Surfer auf dem Sender France 2. Das bedeutet aber nicht, dass man zu anderen Jahreszeiten auf das Surfen verzichten müsste, aber das Gefühl ist mit den herbstlichen Wellen viel intensiver. Es gibt eine Technik, mit der man das Beste auch aus einer ruhigen See herausholen kann, ohne das Gleichgewicht zu verlieren. „Man wird versuchen, sich auf seinem Brett nach vorne zu bewegen, es gleiten zu lassen und auch diesen kleinen Wellen entspannt auf seinem Brett zu stehen“, erklärt ein Surflehrer.

    „Es gibt nur wenige Menschen, die glauben, dass es im Mittelmeer Wellen gibt“.
    Zwar ist es mit 50 Zentimetern Wellengang an diesem Tag nicht mit der Atlantikküste vergleichbar, aber im Herbst begünstigen der Wind und die Temperaturveränderungen das Entstehen von schönen hohen Wellen auch an der Mittelmeerküste. „Es gibt nur wenige Leute, die glauben, dass es am Mittelmeer Wellen gibt, aber hier sind wir ungefähr bis März, April unterwegs“, erklärt die Surflehrerin Cindy Jourdan. Die Surfsaison endet im Frühsommer, wenn sich das Mittelmeer beruhigt und die Touristen kommen. Bis dahin können sich die Liebhaber des sportlicheren Surfens an einem unruhigen Meer erfreuen. Nächste Woche werden in Palavas-les-Flots Wellen von über zwei Metern Höhe erwartet.

  • Wetter: Tief Bernard bringt am Montag Regenschauer und starken Wind im Süden Frankreichs

    Wetter: Tief Bernard bringt am Montag Regenschauer und starken Wind im Süden Frankreichs

    Ein neues Tiefdruckgebiet wird am Montag und Dienstag Frankreich überqueren und gewittrigen Regen und starken Wind für den Süden des Landes bringen.

    Nach den Stürmen Babet und Aline folgt nun das Tief Bernard. Es wird von Portugal zur Nordsee aufsteigen und am Montag und Dienstag neue Unwetter über Frankreich bringen, und zwar mit Windgeschwindigkeiten, die sich gewaschen haben. Das Tief Bernard wird allerdings weniger stark sein als die beiden vorangegangenen Stürme.

    Der sogenannte Autan-Wind wird sich im Laufe des Montags zwischen Castres und Toulouse verstärken, mit Böen zwischen 90 und 100 km/h oder sogar mehr. Gleiches gilt für den Südostwind über dem Zentralmassiv. Auc in den Pyrenäen wird ein Südwind stürmisch über die Berggipfel wehen. Die stärksten Böen werden hier etwa 140 km/h erreichen. Am Montagnachmittag wird ein Seewind mit 80 km/h rund um den Golf von Lion wehen. Der Südwind wird sich im östlichen Zentrum Frankreichs ebenfalls verstärken und 90 bis 100 km/h erreichen.

    In der Region Midi-Pyrénées gibt es am Montag einige Auflockerungen. In der Region Languedoc-Roussillon sind am Montagmorgen einige Regenfälle angekündigt. Sie werden sich am Nachmittag und Abend zwischen den Cevennen und der Montagne noire verstärken. In der Nacht von Montag auf Dienstag werden die Regenfälle voraussichtlich heftig ausfallen und sich von den Cevennen bis in den Norden der Region Auvergne Rhône-Alpes und nach Burgund ausbreiten. Es könnten zwischen 50 und 100 Liter Niederschlag/m2 fallen. Zur gleichen Zeit wird eine Kaltfront von Westen her erwartet. Am Dienstagmorgen wird dann das gesamte südöstliche Viertel Frankreichs vom Regen betroffen sein. Für Mittwoch kündigt allerdings schon wieder die Sonne an.

    Logischerweise wird der angekündigte starke Wind auch einen hohen Wellengang im Mittelmeerraum verursachen. Die Wellen könnten an den Küsten des Languedoc und des Roussillon mehr als 3 m hoch sein. Zu Beginn der Herbstferien sollten die Urlauber an der Küste besonders vorsichtig sein.

    Der Montagnachmittag steht im Südwesten allerdings noch unter dem Einfluss eines Föhneffekts, der Höchsttemperaturen in Perpignan von bis zu 28°C bringen wird. Meteo France erwartet 18°C in Rodez, 19°C in Tarbes und Pau, 20°C in Montauban, Agen, Cahors und Auch, 21°C in Toulouse, Foix, 23°C in Castres, 24°C in Albi, Carcassonne und Narbonne.

  • Drogenhandel: 2 T Cannabis mit Wiederverkaufswert von 10 Mill € in Toulouse beschlagnahmt

    Drogenhandel: 2 T Cannabis mit Wiederverkaufswert von 10 Mill € in Toulouse beschlagnahmt

    Großer Drogenfund der französischen Zollbeamten an der Mautstelle Nord in Toulouse (Haute-Garonne). Fast zwei Tonnen Cannabisharz wurden in einem Fahrzeug aus Spanien entdeckt.

    Am Freitag, dem 20. Oktober, gelang Zollbeamten an der Mautstelle Nord in Toulouse eine umfangreiche Drogenbeschlagnahme. In einem aus Spanien kommenden Fahrzeug wurden fast zwei Tonnen Cannabisharz gefunden. Der Einsatz des Zolls wurde aufgrund zuverlässiger Informationen über einen potenziellen Drogenkonvoi ausgelöst, wie die Zeitung Dépêche du Midi berichtete.

    Das Fahrzeug des Drogenkuriers wurd beim Passieren der Mautschranke angehalten. Bei der Durchsuchung des Wagens wurden 1,7 Tonnen Cannabisharz gefunden, was einem geschätzten Wiederverkaufswert von über 10 Millionen Euro entspricht. Der 24-jährige Fahrer, der den Behörden bereits wegen ähnlicher Vorfälle bekannt war, wurde in Polizeigewahrsam genommen.

    Aufgrund der Menge der beschlagnahmten Drogen übergab die Staatsanwaltschaft Toulouse die Ermittlungen an die interregionale Fachgerichtsbarkeit (JIRS) in Bordeaux, die auf die Bekämpfung der organisierten Kriminalität spezialisiert ist. Die laufenden Ermittlungen sollen versuchen, das endgültige Ziel der Drogenlieferung zu ermitteln.

  • Covid bei Kühen: Neue Krankheit versetzt Landwirte in Südwestfrankreich in Angst und Schrecken

    Covid bei Kühen: Neue Krankheit versetzt Landwirte in Südwestfrankreich in Angst und Schrecken

    Seit Anfang Oktober grassiert in Okzitanien die epizootische hämorrhagische Krankheit (EHD), auch COVID der Kuh genannt. Die Krankheit erschreckt die Viehzüchter und zwingt die Behörden zur Einrichtung von Sicherheitsbereichen, für den Menschen ist sie jedoch nicht gefährlich. Kühe mit Gewichtsverlust, Fieber und laufender Nase werden in ganz Frankreich immer häufiger beobachtet. Am vergangenen Freitag, dem 20. Oktober, war es das Departement Hérault, das von der Präfektur zu einer Sperrzone erklärt wurde. Insgesamt acht Gebiete in Frankreich sind von der seit Anfang Oktober grassierenden epizootischen hämorrhagischen Krankheit (EHD), auch „COVID der Kuh“ genannt, betroffen. Besonders viele Ausbrüche wurden im Südwesten Frankreichs gezählt, insbesondere in den Pyrenäen-Atlantik, den Haut-Pyrénéens, der Ariège und der Haute-Garonne. Die Krankheit breitet sich auch nach Norden aus, so dass nun auch Departements wie Gers und Tarn betroffen sind. Zur Zeit bestehen die vom Landwirtschaftsmi…

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  • Gymnasien in Toulouse, Blagnac und Colomiers wurden nach Bombendrohung evakuiert

    Gymnasien in Toulouse, Blagnac und Colomiers wurden nach Bombendrohung evakuiert

    Mindestens fünf Gymnasien in Toulouse, Colomiers und Blagnac wurden am Donnerstagmorgen evakuiert, nachdem sie Attentatsdrohungen erhalten hatten. Manche Quellen sprechen von insgesamt sechs Gymnasien.

    Am Donnerstagmorgen, dem 19. Oktober, wurden mindestens fünf Schulen im Großraum Toulouse nach Bombendrohungen evakuiert. Es handelte sich um Gymnasien, darunter die Schulen Stéphane Hessel, Toulouse-Lautrec und Ramond-Naves in Toulouse, Saint-Exupéry in Blagnac und das Gymnasium Victor Hugo in Colomiers.

    Mehreren Informationen zufolge haben diese Schulen besonders besorgniserregende Drohungen erhalten und ihr Evakuierungsprotokoll sofort eingeleitet. Einige Gymnasien sollen Drohungen von einem ehemaligen Schüler erhalten haben, der angab, dass er alles in die Luft sprengen wolle. Diese Informationen müssen allerdings noch überprüft werden. Vorerst wurden Mitglieder der Ordnungskräfte vor Ort eingesetzt, um die Schulen und die Umgebung zu sichern und vor allem dafür zu sorgen, dass alle Zweifel ausgeräumt werden, ob eine Bedrohung vorliegt oder nicht.

    Am Vortag war, neben 10 weiteren Flughäfen in Frankreich, bereits der Flughafen Toulouse Blagnac vollständig evakuiert worden, nachdem eine E-Mail eingegangen war, in der es hieß, dass sich eine Bombe im Inneren des Flughafengebäudes befände. Nach mehreren Stunden konnten die Passagiere das Terminal wieder betreten. Die meisten großen französischen Flughäfen waren am Mittwoch von diesen Warnungen betroffen, mit Ausnahme der beiden Pariser Flughäfen. Insgesamt „17 Flughäfen bedroht. 15 Flughäfen evakuiert. 130 gestrichene Flüge. Sehr viele Verspätungen“, schrieb Verkehrsminister Clément Beaune am Abend auf X.

  • Drei junge Gymnasiasten aus Südfrankreich wegen „Verherrlichung des Terrorismus“ verhaftet

    Drei junge Gymnasiasten aus Südfrankreich wegen „Verherrlichung des Terrorismus“ verhaftet

    Nachdem sie in sozialen Netzwerken und bei ihren Klassenkameraden entsprechende Nachrichten gepostet hatten, wurden drei junge Teenager von der Gendarmerie in Muret (Haute-Garonne) festgenommen.

    Drei Schüler des Gymnasiums Pierre d’Aragon in Muret im Departement Haute-Garonne werden wegen „Verherrlichung des Terrorismus“ strafrechtlich verfolgt. Die gerade einmal 15 Jahre alten jungen Männer wurden am Dienstagnachmittag, dem 17. Oktober, einem Jugendrichter vorgeführt. Es wird erwartet, dass sie in Kürze vor Gericht gestellt werden.

    Anfang letzter Woche, wenige Tage nach dem Angriff der Hamas in Israel, hatten die drei Jugendlichen in Posts auf den sozialen Netzwerken die Hamas verteidigt und gelobt. In den sozialen Netzwerken und auf der speziell für ihre Klasse eingerichteten Instagram-Seite sollen die drei Minderjährigen beispielsweise Bilder der Terrororganisation IS verbreitet haben, bevor sie drohten, selbst eine Tat zu begehen.

    Andere Schüler, die die besorgniserregenden Posts gelesen hatten, meldeten dies sofort den Mitarbeitern der Schule. Am Freitag, dem 13. Oktober, nach dem Tod des Lehrers Dominique Bernard in Arras (Pas-de-Calais) wurden die Posts bei der Gendarmen der Forschungsbrigade in Muret zur Anzeige gebracht. Aufgrund des aktuellen Kontexts nahmen die Gendarmen die drei Jugendlichen am Montag fest.

    Im Polizeigewahrsam gaben die Jugendlichen zu, die Texte gepostet zu haben. Sie sagten, dass sie ihre Nachrichten lediglich geschrieben hätten, um zu provozieren und „Humor“ zu zeigen. Die Ermittler zeigten sich von diesen Erklärungen allerdings nicht überzeugt. Noch weniger der Staatsanwalt, der beschloss, die drei nun vor Gericht zu bringen.

    Auch wenn die drei Verdächtigen keine Vorstrafen haben, werden ihre Persönlichkeitsprofile von den Ermittlern genauestens untersucht. In der Zwischenzeit könnten gegen die drei Gymnasiasten der 10. Klasse innerschulische Disziplinarmaßnahmen ergriffen werden.