Kategorie: Südost

  • Frankreich: Pfandleiher kennen keine Krise

    Frankreich: Pfandleiher kennen keine Krise

    Vor dem Hintergrund einer starken Inflation ist das Pfandleihgeschäft zu einer Alternative zum Bankkredit geworden. Das Profil der Kunden verändert sich.

    In Toulon im Departement Var kommt eine Frau, um sich im Pfandleihhaus einen kleinen, für sie lebenswichtigen Betrag abzuholen. „Ich brauche das Geld, um die Rechnungen zu bezahlen, die Miete, alles, sonst kommen wir nicht über die Runden. Seit Jahren komme ich, wenn ich etwas brauche, um meinen Schmuck abzugeben“, sagt sie auf dem Sender France 3. Angesichts schwieriger Monatsenden bringen immer mehr Kunden ihren Schmuck oder andere Wertgegenstände in ein Pfandleihhaus, um im Gegenzug Bargeld zu leihen.

    Ein Anstieg der Aktivität um 10%.

    Beim Crédit Municipal von Toulon stiegen die Pfandkredite um 10%, wobei sich das Profil der Kunden verändert. „Nicht wenige Geschäftsleute, die aus verschiedenen Gründen nicht mehr von ihrer Bank mit Krediten bedient werden. Das ist eine Kundschaft, die wir früher überhaupt nicht kannten“, erklärt Gilles Fabre, Generaldirektor des Crédit Municipal de Toulon. Mit dem Pfandleihgeschäft können Beträge zwischen 10 und 30.000 Euro zu einem Zinssatz von 3% geliehen werden. Die jeweilige Laufzeit wird mit dem Kunden vereinbart.

  • In Toulouse bereitet eine Konservenfabrik Gourmetgläser aus unverkauftem Obst und Gemüse zu

    In Toulouse bereitet eine Konservenfabrik Gourmetgläser aus unverkauftem Obst und Gemüse zu

    Die Konservenfabrik Boc’Alenvers aus Toulouse hat eine Lösung gefunden, um unverkauftes Obst und Gemüse für dem Müll zu retten. Sie verwandelt Produkte, die Gefahr liefen, weggeworfen zu werden, in Gourmet-Konserven. Die Firma Boc’Alenvers hat sich vor über einem Jahr die Aufgabe gestellt, Gemüse un…

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  • Biodiversität: Das Mittelmeer ist in Gefahr

    Biodiversität: Das Mittelmeer ist in Gefahr

    Um zu versuchen, das zu retten, was von den Lebewesen neben uns noch übrig ist, begann am Mittwoch, dem 7. Dezember, in Montreal die COP15. Um die Dringlichkeit der Herausforderungen dieser neuen COP zu veranschaulichen, blickt France Télévisions auf den heißen Sommer zurück, der die Temperatur des Mittelmeers lokal auf bis zu 30 Grad ansteigen ließ.

    Das Mittelmeer steht vor einer neuen Bedrohung, die heimtückisch und still heranschleicht. In diesem Sommer waren die Unterwasserfauna und -flora Rekordtemperaturen von 30 Grad ausgesetzt. Welche konkreten Auswirkungen haben solche Hitzewellen im Mittelmeer? Um das herauszufinden, nimmt das Team von France Télévisions Kurs nach Süden, auf die Halbinsel Giens (Var). Inmitten von Schwärmen von Schwarzkopfbrassen, einer verspielten Muräne befinden sich Gorgonien (den Korallen des Mittelmeers), die ihre schönen roten Verzweigungen verloren haben. Die Polypen, die Tentakel, mit denen sie sich ernähren, sind fast verschwunden.

    Etwa 50 Arten sind bereits vollständig aus dem Mittelmeer verschwunden
    Taucher hatten bereits 2003, während der vorangegangenen Hitzewelle, ein großes Gorgoniensterben beobachtet, allerdings nicht in diesem Ausmaß. Seit Anfang August müssen die Berufstaucher hilflos mit ansehen, wie sich vor ihren Augen eine ökologische Katastrophe abspielt. „Die Sorge um alles, was an Fauna an den Felsen befestigt ist, ist dadurch begründet, dass es der Anfang der Nahrungskette ist“, betont der Taucher Jérôme Palmer. Gorgonien, Fische, Algen und Mollusken – etwa 50 Arten sind bereits aus dem Mittelmeer verschwunden. Aber die fast tropischen Temperaturen des Meeres ziehen auch neue Arten an, die oft durch das Ballastwasser von Schiffen eingebracht werden.

  • Video von gequälten Pferden: Diese Schockbilder bringen Brigitte Bardot zum Weinen

    Video von gequälten Pferden: Diese Schockbilder bringen Brigitte Bardot zum Weinen

    Aktivisten der Brigitte-Bardot-Stiftung filmten Ende Oktober auf dem Tiermarkt in Maurs-la-Jolie im Departement Cantal eine Szene, in der Pferde misshandelt wurden.

    Szenen von Gewalt gegen Tiere. Diesmal nicht in einem Schlachthof, sondern auf dem Jahrmarkt in Maurs-la-Jolie im Departement Cantal. Aktivisten der Brigitte-Bardot-Stiftung filmten bereits am 27. Oktober mit versteckter Kamera mehrere gewalttätige Misshandlungen, wie die Zeitung Le Parisien am Donnerstagmorgen, 8. Dezember, veröffentlichte.

    Auf den Bildern sieht man Pferde, die zwischen Zäunen zusammengepfercht stehen und kurz darauf, auf Lastwagen getrieben werden. Pferdehändler wollen sie an den Schlachthof verkaufen. Die Pferde geraten in Panik, versuchen, über die Zäune zu klettern, treten sich gegenseitig nieder und erhalten heftige Schläge mit Stöcken auf die Kruppe und den Kopf. Die mit versteckter Kamera gefilmten Aufnahmen zeigen mehrere verletzte Tiere.

    Achtung: Das Video enthält schockierende Bilder.

    Für Brigitte Bardot sind diese Bilder unerträglich. „Ich habe geweint, ich konnte es nicht bis zum Ende anschauen“, sagt Brigitte Bardot in der Zeitung Le Parisien. Sie kündigt an, dass ihre Stiftung eine Klage „gegen diese Bastarde“ einreichen wird. Der ehemalige Filmstar erinnert daran, dass in Frankreich jedes Jahr immer noch mehr als 5.000 Pferde zum Verzehr geschlachtet werden.

    Der Präsident der Tiermärkte in der Auvergne, Roger Condamine, wurde von Journalisten kontaktiert und versicherte, dass er nie gesehen habe, dass Tiere misshandelt wurden, und verwies auf die systematische Anwesenheit von Tierärzten. Zur Brigitte-Bardot-Stiftung sagte er: „Die müssen aufhören, uns zu stören, diese Leute“.

    Es ist aber nicht das erste Mal, dass der Jahrmarkt in Maurs-la-Jolie von Tierschutzorganisationen kritisiert wird. Zwei Tierschutzorganisationen hatten dort 2006 und 2019 mit versteckter Kamera gedreht. In diesen Videos war bereits zu sehen, wie Pferde mit Stöcken geschlagen wurden. Seitdem scheint sich nichts geändert zu haben.

  • Jagdunfall im Departement Gard: Ein Jäger wird durch einen Schuss an der Schläfe verletzt

    Jagdunfall im Departement Gard: Ein Jäger wird durch einen Schuss an der Schläfe verletzt

    Ein 56-jähriger Jäger wurde am Sonntag, dem 4. Dezember, in Sauve im Departement Gard durch einen Schuss verletzt. Der Mann wurde  an der Schläfe verletzt und in ein Krankenhaus in Nîmes gebracht.

    Ein 56-jähriger Mann wurde am Sonntagnachmittag, dem 4. Dezember, in Sauve im Département Gard durch den Schuss eines anderen Jägers verletzt, wie die Zeitung Midi Libre berichtete.

    „Unglücklicher Schuss“
    Der Jäger wies eine große Kopfwunde an der Schläfe auf. Der Gendarmerie zufolge handelte es sich um einen Unfall zwischen zwei Jägern, der sich wegen eines „unglücklichen Schusses“ ereignet hatte.

    Der Schuss war nicht direkt auf das Opfer gerichtet, sondern ein Querschläger, der an einem Felsen abgeprallt war und den Mann getroffen hatte. Der Verletzte wurde in das Krankenhaus von Nîmes gebracht und schwebt nicht in Lebensgefahr.

  • Bouches-du-Rhône: Junge Frau erstochen – mutmaßlicher Täter festgenommen

    Bouches-du-Rhône: Junge Frau erstochen – mutmaßlicher Täter festgenommen

    Eine 22-jährige Frau wurde am Sonntag in dem Dorf Cabriès in der Region Bouches-du-Rhône mit mehreren Messerstichen getötet. Ein 26-jähriger Verdächtiger wurde festgenommen.

    Eine 22-jährige Frau starb am Sonntagabend, dem 5. Dezember, nachdem sie in Cabriès (Bouches-du-Rhône) von einem Mann mit mehreren Messerstichen verletzt worden war. Der Mann wurde in Polizeigewahrsam genommen.

    Das Opfer, das in der Einkaufszone Plan-de-Campagne zwischen Marseille und Aix-en-Provence arbeitete, erlitt am Sonntag gegen 21 Uhr „mehrere Messerstiche an verschiedenen Körperstellen“ und erlag kurz darauf seinen Verletzungen, wie der Staatsanwalt von Aix-en-Provence, Jean-Luc Blachon, mitteilte. „Das Opfer wurde in der Nähe seines Arbeitsplatzes niedergestochen. “

    „Der mutmaßliche Täter konnte an Ort und Stelle von den alarmierten Gendarmeriekräften festgenommen werden“, so der Staatsanwalt. Bei seiner Festnahme habe der 26-jährige mutmaßliche Täter „ein Messer in der Hand gehalten“. Er betonte jedoch, dass es sich nicht um einen Frauenmord in einer „ehelichen Beziehung“ handele.

  • Alpes-Maritimes: Die ungewöhnlichen Krippen des Dorfs Lucéram

    Alpes-Maritimes: Die ungewöhnlichen Krippen des Dorfs Lucéram

    In einem Dorf im Hinterland von Nizza werden jedes Jahr Hunderte von teils ungewöhnlichen Krippen aufgestellt.

    Die Krippe ist eines der Symbole der Weihnachtszeit. Das Dorf Lucéram (Alpes-Maritimes) und seine Einwohner stellen sie seit 25 Jahren in den Mittelpunkt. In jedem Winkel des mittelalterlichen, auf einem Felsvorsprung errichteten Ortes wird die Krippe neu erfunden. Die 83-jährige Désirée Vivaldi hat allein ein Dutzend der 500 in der Gemeinde ausgestellten Krippen gebaut. Eine davon, die sie gemeinsam mit ihrer Tochter gebastelt hat, wurde aus Holz und Moos hergestellt und schwimmt auf dem Wasser. „Ich liebe es, mein Dorf so geschmückt, schön und beleuchtet zu sehen, ich bin begeistert“, sagt sie auf dem Sender France 3.

    Jedes Jahr schlendern Tausende von Besuchern durch diesen so ungewöhnlich geschmückten Ort. Es gibt für jeden Geschmack etwas, von klassischen provenzalischen Krippen bis hin zu ganz ausgefallenen Krippen. Ein ehemaliger Bäcker des Dorfes hat zum Beispiel eine Krippe aus Teig gebaut. Für die Gemeinde ist dies keine religiöse, sondern eher kulturelle Tradition.

  • Omerta in den Alpes-Maritimes: In einem Dorf wird ein Einwohner gelyncht und alle schweigen

    Omerta in den Alpes-Maritimes: In einem Dorf wird ein Einwohner gelyncht und alle schweigen

    Mehr als einen Monat nach dem gewaltsamen Tod des 39-jährigen Jérémy Da Silva herrscht in dem Dorf L’Escarène (Alpes-Maritimes) eine regelrechte Omerta – kein Einwohner will über den Fall sprechen.

    Was geschah in L’Escarène (Alpes-Maritimes), einem Dorf mit 2.500 Einwohnern im Hinterland von Nizza? Am 12. Oktober wurde der 39-jährige Familienvater Jérémy Da Silva zusammengeschlagen. Er wurde schwer verletzt und starb 48 Stunden später im Krankenhaus. „Wir haben über eineinviertel Stunden auf die Feuerwehr und die Polizei gewartet“, erinnert sich seine Lebensgefährtin Olivia Elena gegenüber France Télévisions.

    Vergeltung für einen Einbruch?
    Alles begann mit einem Einbruch im Dorf. Muguette Giocomini erzählt, dass sie zu Hause war, als sie einem Dieb gegenüberstand. Dieser habe sich erschrocken und sei dann mit ihrer Kreditkarte geflohen. Sie benannte Jérémy Da Silva, der sich seit einigen Monaten mit seiner Freundin im Dorf niedergelassen hatte, als den Dieb. Nachdem Muguette Giocomini mehrere Verwandte und Bekannte von ihrem Verdacht erzählt hatte, wurde der vermeintliche Einbrecher und Dieb Jérémy Da Silva laut einer Zeugin von „vielen jungen Leuten“ angegriffen und gejagt. Nach dem Tod von Jérémy Da Silva trauen sich nur wenige Einwohner von L’Escarène über den Vorfall zu sprechen. Eineinhalb Monate nach der Tat wurde noch niemand festgenommen.

  • Nizza: Ein des Mordes an zwei Obdachlosen verdächtigter Mann wurde von der Polizei neutralisiert

    Nizza: Ein des Mordes an zwei Obdachlosen verdächtigter Mann wurde von der Polizei neutralisiert

    Der Verdächtige wurde von den Ordnungskräften verletzt, nachdem er ein Messer gezogen hatte. Er wurde in ein Krankenhaus eingeliefert, befindet sich aber nicht in Lebensgefahr.

    Der Verdächtige des Mordes an zwei Obdachlosen, die am Mittwoch tot aufgefunden wurden, wurde am Sonntag, dem 4. Dezember, im Stadtzentrum von Nizza (Alpes-Maritimes) festgenommen, wie France Télévisions unter Berufung auf eine Polizeiquelle meldete. Es wurde bekannt, dass der Mann von der Polizei verletzt wurde, nachdem er ein Messer gezogen hatte. Er wurde ins Krankenhaus eingeliefert, befindet sich aber nicht in Lebensgefahr.

    Der Vorfall ereignete sich gegen Mittag des 2. Advents bei strömendem Regen, nur wenige Schritte vo der Place Masséna und dem Weihnachtsmarkt entfernt, der kurzzeitig geschlossen wurde. Der Mann wurde bereits seit mehreren Tagen wegen Mordes an 2 Obdachlosen gesucht, wie der erste stellvertretende Bürgermeister von Nizza, Anthony Borré, vor Ort mitteilte.

    Die Leichen der beiden Obdachlosen wurden in der Nähe eines besetzten Hauses in den Anhöhen von Nizza gefunden. Die Kriminalpolizei wurde mit einer Untersuchung wegen „zweifachen vorsätzlichen Mordes“ beauftragt.

  • Monsterkarambolage auf der A72 im Departement Loire: 1 Toter und Autobahn gesperrt

    Monsterkarambolage auf der A72 im Departement Loire: 1 Toter und Autobahn gesperrt

    Am frühen Montagmorgen kam es nördlich von Saint-Etienne auf der A72 zu einer großen Massenkarambolage. Eine Person kam dabei ums Leben. Etwa zwanzig Fahrzeuge waren beteiligt. Glatteis könnte die Ursache sein.

    Es war noch nicht hell am Montagmorgen, als sich um 6.15 Uhr auf der A72 nördlich von St-Etienne im Departement Loire kurz vor der Mautstelle Veauchette eine Massenkarambolage ereignete.

    Rund zwanzig Fahrzeuge wurden in eine Kettenkollision verwickelt.

    Nach einer ersten Bilanz gab es einen Toten, drei Schwerverletzte und sieben Leichtverletzte. Glatteis könnte die Ursache für diesen Unfall gewesen sein. Bison Futé hatte vor der Gefahr von Glatteis gewarnt.

    Es sind etwa 80 Feuerwehrleute und 35 Einsatzfahrzeuge am Unfallort. Der Rettungsdienst (SAMU) und die Gendarmerie snd vor Ort. In der Gemeinde Andrézieux-Bouthéon wurde eine Sammelstelle für am Unfall beteiligte Personen eingerichtet.

    Die A72 – die Verbindungsachse zwischen der A89 und Saint-Etienne – ist auf unbestimmte Zeit in beiden Fahrtrichtungen gesperrt. Am frühen Morgen hatten sich in der Gegend bereits weitere, weniger schwere Unfälle ereignet, heißt es auf dem Twitter-Account der A72.