Kategorie: Südost

  • Lozère: Starke Schneefälle blockieren Dutzende Autofahrer auf der A75

    Lozère: Starke Schneefälle blockieren Dutzende Autofahrer auf der A75

    Im Süden des Zentralmassivs bringen starke Schneefälle den Verkehr auf der Autobahn A75 zum erliegen.

    Meteo France hatte es angekündigt: Im Zentralmassiv sind am Sonntag erhebliche Schneefälle aufgetreten.

    Die Folge: Die Verkehrsbedingungen auf der A75, die Béziers mit Clermont-Ferrand verbindet, sind sehr schlecht. Mehrere Dutzend Autofahrer steckten zu Beginn des Nachmittags nördlich von Saint-Chély-d’Apcher, etwa 1 km von der Raststätte Lozère entfernt, fest. Auf einem anderen Teil der Autobahn ist der Verkehr nur auf einer Spur möglich.

    Die Webcams auf der Website inforoute48.fr zeigen, dass die Hauptverkehrsachsen des Departements schneebedeckt sind. Der Schnee hält sich auch am Boden. Die Bewohner des Departements Lozère sind es zwar gewohnt, auf Schnee zu fahren, dennoch ist grosse Vorsicht geboten.

    Ein Wolkengebiet, das vom Mittelmeer aufsteigt, hat den Osten des Languedoc, das untere Rhonetal und die Provence reichlich bewässert und 40 bis 80 mm, örtlich bis zu 100 mm Niederschlag gebracht. Im Departement Lozère wurde Schnee ab 800 m Höhe erwartet und eine Dicke von 20 bis 40 cm Pulverschnee in 1.000 m Höhe vorhergesagt.

    Das Niederschlagsgebiet wird in der Nacht von Sonntag auf Montag nach Korsika und Italien abziehen.

  • Drôme: 21-jähriger Mann in Vereinshaus in Bourg-lès-Valence erschossen

    Drôme: 21-jähriger Mann in Vereinshaus in Bourg-lès-Valence erschossen

    Ein vermummter Mann betrat gegen 22 Uhr das Gebäude und schoss in Richtung des jungen Mannes.

    Nach dem Tod eines Mannes in Bourg-Lès-Valence, der am Samstagabend, dem 3. Dezember, erschossen wurde, wurde eine Untersuchung eingeleitet, berichtet France Bleu Drôme Ardèche.

    Das Opfer war 21 Jahre alt, so die ersten Ermittlungsergebnisse, die France Bleu Drôme Ardèche veröffentlichte. Der junge Mann sah in einem Vereinshaus in Bourg-Lès-Valence fern, als ein vermummter Mann gegen 22 Uhr das Gebäude betrat und auf ihn schoss. Anschließend flüchtete der Täter auf dem Rücksitz eines Motorrollers, der von einem Komplizen gefahren wurde.

    Die Ermittlungen wurden von der Kriminalpolizei übernommen.

  • Wasser in französischen Flüssen trotz Klimawandel besser als vor 30 Jahren

    Wasser in französischen Flüssen trotz Klimawandel besser als vor 30 Jahren

    Das Wasser in den Flüssen Süd- und Ostfrankreichs hat sich laut der Wasseragentur Rhône-Méditerranée-Corse in den letzten 30 Jahren sichtbar verbessert.

    Die Wasserbehörde Rhône-Méditerranée-Corse warnt, dass der Kampf um die Wasserqualität, die sich zwar in den letzten 30 Jahren in Süd- und Ostfrankreich deutlich verbessert hat, durch den Klimawandel mit seinen Dürreperioden und starken Regenfällen immer schwieriger wird.

    Der Generaldirektor der Agentur, Laurent Roy, erklärte am Freitag auf einer Pressekonferenz in Montpellier: „Es gibt seit 1990 eine deutliche Verbesserung, die vor allem auf bessere Klärsysteme und einen geringeren Einsatz von Schadstoffen zurückzuführen ist.“

    „Aber mit der globalen Erwärmung leiden die Lebensräume. Mehr Hitze bedeutet mehr Verdunstung und mehr Konzentration von Schadstoffen in den Flüssen“, betonte der Experte.

    „Wir müssen stärker und schneller handeln. Es ist, als würden wir auf einem Laufband in die entgegengesetzte Richtung laufen: Wir kommen zwar voran, aber unsere Ziele sind schwerer zu erreichen“, fügte Laurent Roy hinzu.

    Seine Behörde, die dem Umweltministerium untersteht, entnimmt jedes Jahr Millionen von Proben aus Flüssen, Seen und dem Grundwasser in einem großen Gebiet, das ein Viertel Frankreichs abdeckt, von Burgund (Nordosten) über die Alpen (Osten) und das Rhône-Tal (Süden) bis zum Roussillon (Südwesten) und auf Korsika.

    So stellte die Agentur fest, dass die Metallkonzentration in den Flüssen innerhalb von 15 Jahren um das Sechsfache und die Phosphorkonzentration seit dem Verbot von Phosphaten in Waschmitteln um das Zehnfache gesunken ist.

    Die Hälfte aller Wasserläufe, die zum Mittelmeer führen, sind „in gutem Zustand“, schätzt die Agentur, deren Kriterien von der chemischen Qualität des Wassers bis zur Menge der vorhandenen Fische reichen.

    Für die vier Departements in Okzitanien, die an das Mittelmeer grenzen (Gard, Hérault, Aude und Pyrénées-Orientales), liegt dieser Anteil der Wasserläufe „in gutem Zustand“ etwa bei 48%, so Roy. „Innerhalb von sechs Jahren wollen wir in Okzitanien 67% Wasser von guter Qualität erreichen“, erläuterte der Direktor der Wasserbehörde.

    Er betonte aber auch, dass pharmazeutische Substanzen, Steroide, Hormone und Kosmetika, die zu Hunderten in den Flüssen gefunden werden, der Agentur zunehmend Sorgen bereiten.

    Um die Verschmutzung zu verringern, hat sich die Behörde außerdem mit Landwirten in einem Versuchsprogramm für „Zahlungen für Umweltleistungen“ (Payments for Environmental Services, PES) engagiert. Eine Möglichkeit, Landwirte, von denen einige laut Laurent Roy bereits „sehr motiviert“ sind, dazu zu bewegen, sich einer umweltfreundlicheren Landwirtschaft zuzuwenden.

  • Tour de France: Die Ankunft des Rennens wird 2024 ausnahmsweise Nizza sein

    Tour de France: Die Ankunft des Rennens wird 2024 ausnahmsweise Nizza sein

    Die Ankunft der Tour de France 2024 wird wegen der Olympischen Spiele in Nizza (Alpes-Maritimes) und nicht in Paris stattfinden. Die Freude der Bewohner von Nizza nach dieser Ankündigung ist gross.

    Aufgrund der Olympischen Spiele 2024 wird die Tour de France in Nizza (Alpes-Maritimes) und nicht wie gewohnt in Paris ankommen. Eine tolle Nachricht für die südfranzösische Stadt, wo im Jahr 2020 bereits das traditionelle Radrennen starten durfte. Die Journalistin Audrey Lalli, berichtete am Donnerstag, dem 1. Dezember, per Live-Schaltung aus Nizza.

    Eine Premiere nach 111 Jahren
    „Es ist das erste Mal nach 111 Jahren, dass die Ankunft nicht in Paris, sondern auf der Promenade des Anglais stattfindet“, sagte die Journalistin. Dieser Ort, der bei Touristen etwas weniger bekannt ist als die Champs-Élysées, wird bei diesem weltweit bekannten Sportereignis viele tausende Schaulustige anziehen.

  • In Avignon sterben zwei junge Männer unter Kalaschnikow-Kugelhagel

    In Avignon sterben zwei junge Männer unter Kalaschnikow-Kugelhagel

    In Avignon wurden zwei Menschen durch Schüsse getötet. Ersten Ermittlungen zufolge wurden die 18 und 22 Jahre alten Opfer mit einer Kalaschnikow-Maschinenpistole getötet. 

    Zwei junge Männer im Alter von 18 und 22 Jahren wurden am Mittwochabend, dem 30. November, in Avignon erschossen, offenbar durch Schüsse aus einem automatischen Gewehr vom Typ Kalaschnikow, wie am Donnerstag aus Polizei- und Justizquellen bekannt wurde. Die Schießerei ereignete sich kurz nach 23 Uhr im Viertel Saint-Jean, das für Drogenhandel bekannt ist, meldete die Zeitung La Provence. Mehrere Personen flüchteten nach den Schüssen in einem Fahrzeug, das später ausgebrannt in der Gemeinde Monteux zwischen Avignon und Carpentras gefunden wurde.

    „Es ist leider nicht das erste Mal, dass Avignon solche Dramen im Zusammenhang mit Abrechnungen aus dem Drogenmilieu erleben muss“, stellte die sozialistische Bürgermeisterin von Avignon, Cécile Helle, fest und verwies auf den Tod eines Teenagers Ende Oktober.

    Im Departement Vaucluse und insbesondere in Avignon kam es in den letzten Monaten zu mehreren ähnlichen Taten. Erst im Oktober wurde ein 16-jähriger Teenager in einem anderen Problemviertel Avignons, Monclar, erschossen worden. In demselben Viertel waren Ende Mai 2021 zwei Männer im Alter von 20 und 34 Jahren erschossen worden, „offensichtlich im Kontext eines Bandenkriegs im Zusammenhang mit dem Drogenhandel“, wie die Justiz damals feststellte.

    Am 5. Mai 2021, war ein Polizist getötet worden, als er in der Nähe eines Drogenumschlagplatzes im Zentrum von Avignon im Einsatz war. Sein Tod hatte starke Emotionen und den Zorn der Polizeigewerkschaften ausgelöst. „Diese Morde (…) stellen eine Alarmschwelle dar, die alle öffentlichen Entscheidungsträger auf den Plan rufen muss“, betonte Avignons Bürgermeisterin Cécile Helle und äußerte ihre „Besorgnis über die Wiederholung von immer gewalttätigeren Straftaten in einigen unserer Stadtviertel“.

  • Bédoin (Vaucluse ): Leichen von zwei Babys in einer Tiefkühltruhe gefunden

    Bédoin (Vaucluse ): Leichen von zwei Babys in einer Tiefkühltruhe gefunden

    In einem Haus in der Gemeinde Bédoin im Departement Vaucluse wurden die Leichen von zwei Babys in einer Tiefkühltruhe gefunden. Eine 41-jährige Frau wurde in Polizeigewahrsam genommen. Der Tod der Kinder soll mehrere Jahre zurückliegen.

    Die Gendarmen des Departements Vaucluse machten am Donnerstag, dem 1. Dezember, eine schreckliche Entdeckung. In einer Tiefkühltruhe befanden sich die Leichen von zwei Babys. Eine 41-jährige Frau wurde in Polizeigewahrsam genommen. 

    Die Gendarmen wurden von einem Informanten benachrichtigt, berichtet der Sender France Bleu Vaucluse, ohne genauere Details. Sie entdeckten die Leichen von zwei Babys in einer Gefriertruhe in einem Wohnhaus in dem Dorf Bédoin am Fuße des Mont Ventoux. Eine Autopsie soll das Alter der Neugeborenen und den Zeitpunkt, an dem sie getötet und eingefroren wurden, genauer bestimmen. Der Tod könnte bis zu drei Jahre zurückliegen.

    Bei der Bewohnerin des Hauses handelt es sich um eine 41-jährige Frau. Es könnte sich bei ihr auch um die Mutter der Babys handeln, doch zur Bestätigung sind DNA-Analysen erforderlich.

    Die 41-jährige Frau wurde wegen Mordes an Minderjährigen in der Gendarmeriebrigade von Mormoiron im Departement Vaucluse in Polizeigewahrsam genommen. Anschließend wird ein Richter der Kriminalabteilung des Gerichtshofs in Avignon gerichtliche Ermittlungen einleiten.

    Gemeinde Bédoin im Departement Vaucluse
  • Energiekrise: Eine Gemeinde in den Alpes-Maritimes nutzt Olivenkerne zum Heizen

    Energiekrise: Eine Gemeinde in den Alpes-Maritimes nutzt Olivenkerne zum Heizen

    Olivenkerne werden dazu verwendet, um einen Teil der Gemeindegebäude in Le Broc, Alpes-Maritimes, zu heizen. Die Einsparungen für die Gemeinde betragen zwischen 3.000 und 5.000 Euro pro Jahr.

    In der Gemeinde Le Broc (Alpes-Maritimes) werden jetzt sogar Olivenkerne zum Heizen verwendet. In einer Mühle für Olivenöl werden die Kerne zerkleinert, um sie zu Brennstoff zu verarbeiten, und dann in einen Heizkessel geleitet. Da die Olivenmühle selbst sehr energieintensiv arbeitet, wird sie bereits seit einigen Jahren mit der Energie aus Verbrennung von Olivenkernen betrieben. Der Überschuss wird jetzt zum Heizen von Gemeindegebäuden verwendet. Die Einsparungen für die Gemeinde betragen zwischen 3.000 und 5.000 Euro pro Jahr.

    „Es geht nicht nur um finanzielle Einsparungen, sondern auch um die Idee, dass ein Produkt, das eigentlich Abfall ist, zu einem Rohstoff wird“, erklärt Philippe Heura, Bürgermeister von Le Broc. Die Kinderkrippe und die Bibliothek werden zum Teil mit Olivenkernen beheizt. Die Temperatur sei zufriedenstellend, sagt der Bürgermeister. 

  • Dürre: Im Departement Alpes-Maritimes macht die Zitronenernte Sorgen

    Dürre: Im Departement Alpes-Maritimes macht die Zitronenernte Sorgen

    Nach zwei trockenen Sommern fällt die Zitronenernte in Menton, Alpes-Maritimes, ungewöhnlich schlecht aus. Mit kleineren Früchten können die Erzeuger nicht mehr von der geschützten geografischen Angabe (IGP) profitieren.

    In Menton (Alpes-Maritimes) sind die Zitronenbauern sehr besorgt. Denn um die IGP, die geschützte geografische Herkunftsangabe, zu behalten, müssen die Zitronen einen Durchmesser von mindestens 55 mm haben. Ohne diese Herkunftsangabe ist es jedoch unmöglich, die Zitronen an bestimmte Branchen wie Konditoreien, Restaurants oder Hersteller von Konfitüren und Keksen als Spezialität zu verkaufen. Normalerweise erreichen nur etwa 10% der Früchte nicht diese Zertifizierung. In diesem Jahr könnten es 30% werden.

    Nach zwei aufeinanderfolgenden Dürrejahren sind die Schäfte der Zitronen kleiner geworden. „Das Leben eines Baumes verändert sich nicht in einer Saison, wenn es in zwei, drei Saisons nicht genug Wasser gibt, leidet die Frucht“, erklärt der Zitronenproduzent Antoine Mari auf dem Sender France 3. Er verzichtete darauf, weitere Bäume zu pflanzen. Angesichts des Klimawandels denken die Erzeuger der berühmten „Zitrone von Menton“ darüber nach, die Norm für den Mindestdurchmesser überarbeiten zu lassen und auf 45 mm zu verringern.

  • Sturm Alex: Das Vésubie-Tal trägt noch immer die Narben der Katastrophe von 2020

    Sturm Alex: Das Vésubie-Tal trägt noch immer die Narben der Katastrophe von 2020

    Im Jahr 2020 riss der Sturm Alex einen Teil des Ortes Saint-Martin-Vésubie in den französischen Seealpen mit sich. Zwei Jahre nach der Katastrophe liegen noch immer Überreste der zerstörten Gebäude im Fluss Vésubie.

    Die Vésubie (Alpes-Maritimes) ist heute nur noch ein kleiner Fluss, aber in seinem Bett findet man immer noch die Überreste der Gebäude, die während des Sturms Alex im Jahr 2020 weggespült wurden. Der rostige Tank der vom Wasser vollständig zerstörten Tankstelle in Saint-Martin-Vésubie ist nur ein Beispiel. Immer noch bemühen sich 200 Freiwillige in der Region, so viel Müll wie möglich einzusammeln.

    Solidarität der Freiwilligen
    Céline Laux kommt jedes zweite Wochenende aus Toulon (Var), um bei den Aufräumarbeiten zu helfen. Sie nimmt gerne die dreistündige Fahrt auf sich, wie viele andere Freiwillige des Vereins „Les week-ends solidaires“ ebenfalls. „Es erschien mir logisch, damals nach dem Sturm mitzuhelfen. Heute hat man sich daran gewöhnt, man kennt die Leute und es ist immer wieder schön, hierher zu kommen“, sagt sie gegenüber France Télévisions. Der gesammelte Müll wird anschliessend von Baggern und Kränen geborgen. Die Baustelle hat gigantische Ausmasse.

  • Brand in Wohnhaus in Nizza: 1 Toter, 14 Verletzte und 180 Evakuierte

    Brand in Wohnhaus in Nizza: 1 Toter, 14 Verletzte und 180 Evakuierte

    Ein heftiger Brand zerstörte am Freitag, dem 25. November, ein 13-stöckiges Gebäude in Nizza. Ein Mann kam ums Leben und 14 Personen wurden verletzt. Insgesamt mussten 180 Bewohner evakuiert werden.

    Am Freitag, dem 25. November, brannte in Nizza (Alpes-Maritimes) die Fassade eines 13-stöckigen Gebäudes. Die Bilanz: ein Toter, 14 Verletzte und 180 evakuierte Personen. Am Samstagmorgen kehrten die Bewohner zurück, um persönliche Gegenstände aus ihren Wohnungen zu holen. „Die Treppen fingen an zu schmelzen, die Geländer und Aufzüge auch, überall waren Flammen. Ich hatte noch nie in meinem Leben so viel Angst vor dem Tod“, sagt eine Frau gegenüber France Télévisions.

    „Wir konnten nicht mehr atmen“
    Am Freitagabend gegen 22 Uhr brach das Feuer in einem Sozialwohnungsbau im Norden von Nizza aus. Rund 80 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Fast eine Stunde lang harrte ein Mann mit seinem Papagei auf seinem Balkon aus. „Als Rauch in die Wohnung drang, habe ich schnell die Tür geschlossen, weil wir nicht mehr atmen konnten“, berichtet er. Das Feuer brach in der Wohnung des verstorbenen Mannes im dritten Stock aus.