Kategorie: Südost

  • Lyon: Klempner findet menschliche Hände und einen Fuß im Abflussrohr

    Lyon: Klempner findet menschliche Hände und einen Fuß im Abflussrohr

    In Saint-Priest in der Nähe von Lyon wurden menschliche Überreste von einem Klempner entdeckt, als er eine Verstopfung in einem Abflussrohr beseitigen wollte.

    Eine grausame Entdeckung. Am Dienstagabend, 17. Januar, fand ein Klempner, der in Saint-Priest im Departement Rhône an der Beseitigung einer Verstopfung arbeitete, menschliche Überreste in einem Abflussrohr eines Wohnhauses. Zwei Hände, ein Fuß und Fleischstücke wurden in den Leitungen gefunden, berichtet die Zeitung Lyon Mag.

    Eine Bewohnerin hatte den Klempner bestellt, weil sie seit dem Vortag ihre Toilette nicht mehr benutzen konnte, berichtet die Zeitung Le Parisien.

    Der Arbeiter alarmierte sofort die Ordnungskräfte. Als die Polizisten vor Ort eintrafen, entdeckten sie in einem Mülleimer vor dem Eingang des Gebäudes eine Elektrosäge.

    Die Staatsanwaltschaft Lyon leitete umgehend eine Untersuchung wegen vorsätzlicher Tötung ein. Eine mit den Ermittlungen vertraute Quelle sagte dem Sender TF1-LCI, dass es sich aufgrund der Spuren von Fessellungen an den Händen des Opfers um eine Freiheitsberaubung gefolgt von einem Mord handeln könnte.

    Die Kriminalpolizei in Lyon hat die Ermittlungen übernommen.

  • Der älteste Mensch der Welt, die Französin Schwester André, starb gestern mit 118 Jahren

    Der älteste Mensch der Welt, die Französin Schwester André, starb gestern mit 118 Jahren

    Die älteste Frau der Menschheit, die Französin Schwester André in Toulon, starb in der Nacht von Montag auf Dienstag, den 17. Januar.

    Das Paradies konnte nun nicht mehr länger auf sie warten: Die älteste Frau der Menschheit, Schwester André aus Frankreich, starb am Dienstag, dem 17. Januar, im Alter von 118 Jahren, nachdem sie ein Leben geführt hatte, das bis zum Schluss von Hilfsbereitschaft gegenüber anderen Menschen und ihrem grossartigen Humor geprägt war. Wenige Tage vor ihrem 119. Geburtstag „ist sie um 2 Uhr morgens gestorben. Wir sind alle sehr traurig, aber sie wollte es, es war ihr Wunsch, zu ihrem geliebten Bruder zu gehen. Für sie ist es eine Befreiung“, sagte David Tavella, Kommunikationsbeauftragter des Pflegeheims Sainte-Catherine-Labouré in Toulon (Südfrankreich) an der Mittelmeerküste, wo Schwester André lebte, gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

    Seit mehreren Jahren zeigte die am 11. Februar 1904 in Alès (Südfrankreich) als Lucile Randon geborene Frau eine gewisse Müdigkeit: Sie wollte sich „aus dieser Angelegenheit zurückziehen“. Aber „der liebe Gott hört mich nicht“, hatte sie der Agentur AFP im Januar 2022 in einem Interview anvertraut. An einen Rollstuhl gefesselt und annähernd blind, bedauerte Schwester André, dass sie zum Schluss weniger mobil war und ihre Fähigkeiten teilweise verloren hatte. „Sie sagte im April 2022, als sie zur Ältesten der Menschheit ernannt wurde, nachdem die Japanerin Kane Tanaka im Alter von 119 Jahren gestorben war: „Man sagt, dass Arbeit tötet. Bei mir war das ganz anders, meine Arbeit hat mich am Leben gehalten.“

    Es gibt keine offizielle Stelle, die den „Ältester Mensch“ vergibt, aber Statistik-Experten waren sich einig, dass Schwester André bislang die älteste lebende Person war, deren Familienstand überprüft werden konnte. Auch das Guinness-Buch der Rekorde hat diesen Rekord bestätigt.

    In ihrem Altersheim in Toulon liebte sie es, ein wenig Schokolade zu knabbern und ein Glas Portwein zu trinken. Ihr Leben fing jeden Morgen mit einer Messe an. Sie erschien immer in ihren Ordenskleidern zu den Gottesdientsen, mit einem blauen Haartuch.

    Im Jahr 2021 hat Schwester André ohne grosse Probleme eine Covid-Ansteckung hinter sich gebracht und war so zu einem Symbol der Hoffnung geworden, was eine Flut von Briefen aus der ganzen Welt auslöste. Schwester André beantwortete fast alle Anfragen, nur nicht die nach Haarsträhnen oder DNA-Untersuchungen! Sie scherzte regelmäßig über den zu brechenden Rekord von Jeanne Calment, die 1997 im Alter von 122 Jahren auch in Südfrankreich in Arles starb. Nun bleibt Jeanne Calment die Person, die in der Geschichte der Menschheit nachweislich am längsten gelebt hat.

    Schwester André war in ihrer Jugend Gouvernante in Paris, bevor sie später in den Orden der Töchter der Nächstenliebe eintrat. Ihr Gedächtnis war bis zuletzt vollständig intakt und gerne teilte sie ihre vielen Erinnerungen, wie etwa den Verlust ihrer Zwillingsschwester Lydie oder ihre Ankunft in Paris.

    „Ich hatte bisher nur im Departement Gard gelebt, in einer kleinen, hässlichen Stadt, und nun kam ich in eine strahlende grosse Stadt. Ich kümmerte mich um zwei Kinder“. Sie war offiziell bis Ende der 1970er Jahre berufstätig und verbrachte dann 30 Jahre in einem Altenheim in Savoyen, wo sie sich um die Bewohner kümmerte, die oft jünger waren als sie selbst, bevor sie in die Einrichtung in Toulon kam, in der mehrere Ordensschwestern lebten. Sie freute sich immer auf den Besuch ihrer Groß- und Urgroßneffen oder des Bürgermeisters von Toulon, Hubert Falco, den sie sehr schätzte, vor allem, weil er einmal nicht gezögert hatte, auf die Knie zu gehen, um ihr die Schnürsenkel zu binden.

    Schwester André forderte ihre Mitmenschen unermüdlich dazu auf, „immer ohne Einschränkungen zu lieben, zu lieben, ohne eine Gegenleistung zu erwarten, denn wenn man andere liebt, wenn man auf andere zugeht, hat man keine Angst vor dem Unbekannten“. Denn wie sie sagte, gibt es zwei Ziele im Leben, nämlich „eine große Liebe zu teilen und bei seinen Bedürfnissen keine Kompromisse einzugehen“.

  • In Lyon können Passanten mit dem Smartphone Geld an Obdachlose spenden

    In Lyon können Passanten mit dem Smartphone Geld an Obdachlose spenden

    Franzosen haben immer weniger Bargeld bei sich. Das ist besonders schlecht Obdachlose, die auf der Strasse um Geld betteln. Studenten einer Ingenieurschule und ein Unternehmen aus Lyon haben jetzt ein bargeldloses Spendensystem mit dem Namen Vagadons entwickelt.

    Der Obdachlose Alexandre sitzt auf einer Fußgängerbrücke im Stadtzentrum von Lyon, die über die Saône führt. Er spricht Spaziergänger an. „Guten Tag, haben Sie schon von dem Vagadons-System für kontaktlose Spenden für Obdachlose gehört?“, fragt er. Auf einem Schild, das zu seinen Füßen liegt, steht der QR-Code, den die großzügigen Spender einscannen sollen. Der QR-Code ist mit einem Online-Pool verbunden und individualisiert. Jeder Obdachlose, der an diesem Test teilnimmt, hat seinen eigenen Code. Innerhalb einer Woche hat Alexandre auf diese Weise 150 Euro gesammelt. „So können auch Leute spenden, die kein Kleingeld haben. Abends kann ich eine Pizza oder einen guteEssen zu mir nehmen“, freut er sich gegenüber France Télévisions.

    Das Vagadons-System wurde von elf Studenten der ECAM LaSalle mit Hilfe des Unternehmens Dynergie, das auf Innovationsberatung spezialisiert ist, entwickelt. Vier Obdachlose erklärten sich sofort bereit, das System zu testen. Zurzeit verteilen noch die Studenten das gesammelte Geld an die Obdachlosen. Ziel ist es, in Zukunft eine autonomere Nutzung zu ermöglichen. „Das Ziel ist, dass der Obdachlose eine Prepaid-Karte oder ein Zahlungs-Armband hat, damit er in Geschäfte gehen und das gesammelte Geld ausgeben kann“, erklärt Angélique Gemeto, Studentin im fünften Jahr an der ECAM LaSalle.

    Die erste Experimentierphase war für die Initiatoren sehr lehrreich. „Wir haben in einer Woche sehr viel gelernt. Erstens: Die Menschen sind bereit, bargeldlos zu spenden. Zweitens: Die durchschnittliche Spende wird höher. Sie liegt bei Vagadons bei vier Euro. Mit Bargeld liegt sie weit darunter“, erklärt Emmanuel Théry von der Firma Dynergie. Vor der endgültigen Einführung von Vagadons sind noch einige Experimente erforderlich. In den nächsten Monaten soll eine eigene App entwickelt werden.

  • Sturm Fien: 4 Departements im Frankreichs Südwesten unter Alarmstufe Orange – 17 in ganz Frankreich

    Sturm Fien: 4 Departements im Frankreichs Südwesten unter Alarmstufe Orange – 17 in ganz Frankreich

    Sturm Gérard zieht sich aus Frankreich zurück, Sturm Fien „wird sehr schnell von der Biskaya bis zum Mittelmeerbecken ziehen“, so Météo France.

    Nach Gérard peitscht nun auch Fien über Frankreich. Am Dienstagmorgen, dem 17. Januar, verhängte Météo-France für die Départements Aube, Yonne, Côte-d’Or und Haute-Marne die Warnstufe Orange für Schnee- und Eisglätte. Damit schließen sich diese Departements den Departements Cantal, Lozère, Ain, Isère, Savoie und Haute-Savoie an, die bereits von solchen Wetterphänomenen betroffen waren.

    Für Dienstag werden mit dem von Spanien kommenden Sturmtief Fien sehr starke Winde im Südwesten erwartet. Das Sturmtief wird sich „sehr schnell vom Golf von Biskaya bis zum Mittelmeerbecken“ ausdehnen so Météo-France. Die Departements Gers, Landes, Pyrénées-Atlantiques und Hautes-Pyrénées wurden auf die Warnstufe Orange für starke Winde gesetzt, zum Teil auch auf die Warnstufe Orange für Regen und Überschwemmung. Derzeit bereits herrschen an der Küste Aquitaniens Windgeschwindigkeiten von 120 bis 130 km/h.

    Im Departement Haute-Corse gilt die Warnstufe Orange für Regen und Überschwemmungen, im Departement Corse-du-Sud wird zusätzlich vor sehr hohen Wellen an den Küsten gewarnt. Auch im Departement Var herrscht Warnstufe Orange für sehr hohe Wellen und Überschwemmungen an der Küste.

  • Erschreckende Bilder eines brennenden Schulbusses in Nîmes – 10 Kinder konnten gerettet werden

    Erschreckende Bilder eines brennenden Schulbusses in Nîmes – 10 Kinder konnten gerettet werden

    Ein Bus mit Schulkindern geriet am Freitag, dem 13. Januar 2023, auf der Route de Sauve in Nîmes in Brand. Der Busfahrer konnte die Kinder evakuieren, bevor das Fahrzeug vollständig in Flammen aufging. Es gab keine Verletzten.

    Eine Katastrophe wurde nur knapp verhindert. Am Freitag, dem 13. Januar, geriet ein Schulbus in Nîmes im Departement Gard in Brand. Das Feuer brach mitten in der Fahrt aus, glücklicherweise gab es keine Verletzten.

    Die zehn Kinder und der Fahrer blieben unverletzt. Der Fahrer evakuierte die Schüler nur Minuten, bevor der Bus vollständig in Flammen aufging. Nachdem das brennende Fahrzeug leer war, rollte es noch etwa 20 Meter weiter und überfuhr dabei ein Wartehäuschen und eine Ampel, bevor es in der Umfassungsmauer eines Anwesens endete.

    „Es war ein bisschen wie im Krieg“
    In den sozialen Netzwerken kursiert ein Video, auf dem zu sehen ist, wie die Flammen den ganzen Bus erfassen und dicken schwarze Rauchwolken aufsteigen. Im Gespräch mit France Bleu Gard beschreibt ein Zeuge die Szene: „Es war ein bisschen wie eine Kriegsszene“. Dann erklärte er, dass „die Bremsen versagt haben“ und „die Reifen explodiert sind“.

    Wie die Zeitung Midi Libre berichtete, ereignete sich der Vorfall am frühen Freitagnachmittag gegen 13.30 Uhr auf der Route de Sauve, als der Bus zehn Schüler beförderte. 23 Feuerwehrleute und vier Löschfahrzeuge waren nötig, um den Brand zu löschen.

    Die Feuerwehr des Departements Gard teilte auf Twitter mit, dass der „Bus völlig zerstört“ sei und „Straßenmobiliar und Begrenzungsmauern beschädigt“ worden seien.

    Bisher ist die Ursache des Brandes noch nicht bekannt.

    Die Feuerwehr löscht Schulbus, der in Nîmes (Gard) in Brand geraten ist. (©Sdis du Gard)
  • Wasserknappheit: 6 Gemeinden im Puy-de-Dôme werden noch immer mit Tankwagen versorgt

    Wasserknappheit: 6 Gemeinden im Puy-de-Dôme werden noch immer mit Tankwagen versorgt

    Beurières und fünf weitere umliegende Gemeinden im Département Puy-de-Dôme leiden unter einem Regendefizit von 45% in den letzten sechs Monaten. Die Quellen geben dort nur 10% der üblichen Wassermengen her.

    Normalerweise ist dies ein Tanklastwagen, der Milch transportiert. Doch seit einiger Zeit transportiert er vor allem Wasser, wie zum Beispiel in Beurières (Puy-de-Dôme). Mit seinem 120.000-Liter-Tank versorgt er bis zu viermal täglich das örtliche Wassernetz von sechs Gemeinden. Laut Gilbert Portail, dem Vorsitzenden des für Wasser zuständigen lokalen Zweckverbands, begann die Knappheit im August. Er spricht von einem Regendefizit von 45% in den letzten sechs Monaten.

    15.000 Euro pro Monat werden für Wasser ausgegeben.
    Seitdem geben die Quellen nur noch 10% der üblichen Mengen her. In der Umgebung nimmt die Vegetation den wenigen Regen, der derzeit fällt, auf, bevor er in das Grundwasser gelangen kann. Und um das auszugleichen, steigt die Rechnung der Gemeinden auf bis zu 15.000 Euro pro Monat. „Wenn es regnet oder schneit, ist es gut. Aber im Moment weiß ich nicht, wie wir das schaffen sollen“, sagt Gilbert Portail gegenüber dem Sender France 2. Insgesamt sind 1.100 Haushalte betroffen, die auch im Winter sehr auf ihren Verbrauch achten müssen.

  • Wasserknappheit: In Sainte-Maxime wird der Golfplatz mit wiederaufbereitetem Abwasser bewässert

    Wasserknappheit: In Sainte-Maxime wird der Golfplatz mit wiederaufbereitetem Abwasser bewässert

    Die Regierung arbeitet derzeit an neuen Regeln für die bessere Nutzung von wiederaufbereitetem Abwasser. Es könnte für die Straßenreinigung oder die Bewässerung kommunaler Blumenbeete verwendet werden.

    Um den Golfplatz von Sainte-Maxime im Département Var zu bewässern, muss nicht in das Grundwasser angezapft oder Wasser aus Flüssen gepumpt werden. Bereits seit 2006 werden die 90 Hektar des Golfplatzes mit Abwasser aus der städtischen Kläranlage bewässert. Zuvor wird es gefiltert, aufbereitet und in einem kleinen natürlichen See gelagert. „Die Kläranlage ist etwa 4 km Luftlinie vom See entfernt“, erklärt Thierry Gobino, Baudezernent von Sainte-Maxime auf dem Sender France 2.

    Der Golfplatz verbraucht 300.000 m³ Wasser pro Jahr. Der Direktor des Golfplatzes zahlt für das Wasser nur halb so viel, als wenn es Trinkwasser wäre. Hier hatte man im Sommer keine Probleme mit Trockenheit. Wenn die Regierung eine solche Praxis landesweit fördern möchte, müssen nach Ansicht des Direktors zunächst administrative Hemmnisse beseitigt werden. Heute produziert Frankreich jedes Jahr mehr als acht Milliarden m3 Abwasser. Nur 0,8 % davon werden wiederverwendet. In Spanien liegt die Quote bei 14%, in Israel bei 80%.

  • Isère: Gemeinde erhält Erbschaft – 68 Jahre nach dem Tod des Wohltäters

    Isère: Gemeinde erhält Erbschaft – 68 Jahre nach dem Tod des Wohltäters

    Entraigues im Département Isère wird nun endlich in der Lage sein, die Schule und den Kirchturm zu renovieren und Rechnungen zu bezahlen. Das kleine Dorf hat nach vielen Jahren endlich eine versprochene Erbschaft erhalten.

    In dem Dorf Entraigues (Isère) mit 210 Einwohnern ist der Name Dr. Eyraud in aller Munde, aber nur wenige Einwohner wissen wirklich, wer er ist. Dr. Eyraud ist in Entraigues geboren und arbeitete als Journalist in Marokko. Er wurde 1954 in Casablanca ermordet. Dr. Eyraud wurde damals auf offener Straße durch mehrere Schüsse getötet. Er hinterließ ein Testament, in dem er sein Vermögen zwischen seiner Wahlheimat und seinem Geburtsort aufteilte. Es dauerte jedoch dann noch 68 Jahre, bis sein Besitz verkauft und das Geld endlich an seine Erben verteilt werden konnte.

    „Wir haben lange auf den Verkauf gewartet. In Marokko weiß man, dass es sehr lange dauert, etwas hereinzuholen, dass man Geduld haben muss. (…)“, sagte die Bürgermeisterin von Entraigues, Martine Simonnet, gegenüber dem Sender France 3. Das Erbe beläuft sich auf stolze 467.000 Euro, mehr als die Hälfte der Gemeindeeinnahmen des letzten Jahres. Das Geld soll für die Renovierung des Glockenturms der Dorfkirche und der besonders schlecht isolierten Dorfschule verwendet.

  • Marseille: Einwohner vertreiben Drogendealer aus ihrer Nachbarschaft

    Marseille: Einwohner vertreiben Drogendealer aus ihrer Nachbarschaft

    In Marseille haben es Bewohner geschafft, Drogendealer aus ihrem Viertel zu vertreiben. Nachdem sie eine Demonstration organisiert hatten, wechselten sie sich Tag und Nacht ab, um die Dealer daran zu hindern, sich in Strassen und Treppenhäusern niederzulassen.

    Die Geschichte begann im Gebäude H der Cité des Campanules im 11. Arrondissement von Marseille (Bouches-du-Rhône). Anfang Januar hatten sich dort vermummte Jugendliche niedergelassen, um Drogen zu verkaufen, und deshalb die Überwachungskameras des Gebäudes zerstört. Die Bewohner beschlossen, sich das nicht gefallen zu lassen. „Ab Mittag gehen wir runter, bis etwa 3 Uhr morgens. Wir wechseln uns alle ab und trinken Kaffee“, erklärt eine Bewohnerin auf dem Sender France 2.

    Um die Einrichtung eines sogenannten „Dealing Points“ zu verhindern, setzen die Anwohner auf ständige Präsenz. „Was wir befürchten, ist, dass sie Autos angreifen, dass sie Wohnungen angreifen“, bezeugt eine Frau und sagt, dass sie Angst vor Repressalien der Drogenhändler hat.

    Sylvain Souvestre, Bürgermeister (LR) des 11. und 12. Arrondissements von Marseille, ist gekommen, um die spontane Mobilisierung der Anwohner zu unterstützen. In der ganzen Siedlung wurden Plakate aufgehängt, die zur Wachsamkeit aufrufen, damit sich die Drogendealer nicht einnisten können.

  • Camargue: Winter im Rhythmus der rosa Flamingos und ihrer berühmten Pferde

    Camargue: Winter im Rhythmus der rosa Flamingos und ihrer berühmten Pferde

    Die Camargue ist eine wilde und geschützte Region im Süden Frankreichs, die auch für die berühmte Hochzeitsparade der Flamingos bekannt ist.

    Die Vögel sind das Wahrzeichen der Region und es gibt viele von ihnen im Parc du Pont de Gau, einem friedlichen Ort weit weg von der Zivilisation, an dem sie ihre Hochzeitsparade abhalten. Fotografen aus aller Welt kommen, um diesen Moment festzuhalten. Eine Schweizer Fotografin hat gerade 100 km zurückgelegt, nur um die Flamingos zu fotografieren. Touristen können hier die Flamingos in aller Ruhe aus nächster Nähe bewundern.

    Nur wenige Kilometer entfernt zieht ein anderer lokaler Star die Blicke auf sich. In den Arenen haben Reitvorführungen die Camargue-Rennen ersetzt. „Das Pferd ist das Wahrzeichen der Camargue“, sagt ein Mann auf dem Sender France 2. Die Spiele finden in traditioneller Kleidung statt. „Traditionell werden die vier Jahreszeiten weitergegeben (…), es ist eine eigene Identität, also müssen wir sie weitergeben, damit sie nicht verloren geht“, sagt die Reitlehrerin Caroline Mazoyer.