Kategorie: Südost

  • Departement Gard: Ein Tornado fegt durch das Dorf Poulx

    Departement Gard: Ein Tornado fegt durch das Dorf Poulx

    Am Montag, dem 30. Oktober, fegte ein Tornado durch das Dorf Poulx im Departement Gard. Glücklicherweise forderte er keine Opfer, doch der materielle Schaden war beträchtlich.

    Ein Haus wurde in Poulx, im Departement Gard, regelrecht von einem Tornado weggefegt. Das Dach der Terrasse ist eingestürzt und das Dach des Hauses wurde komplett weggerissen. Im Inneren konnte die Besitzerin Huguette Jamot nur noch die Schäden verfolgen, die sich immer weiter ausbreiteten. Sie war am Montag, dem 30. Oktober, zu Hause, als der Tornado kam. Am Dienstagmorgen ist die Anwohnerin immer noch schockiert. „Es war wie eine Apokalypse. (…) Es stimmt, ich lebe, aber es sind 20 Jahre unseres Lebens, die in 30 Sekunden verschwunden sind“, sagt sie auf dem Sender France 2.

    In der 4.100 Einwohner zählenden Gemeinde sind immer noch zwei Straßen gesperrt und etwa 20 Häuser betroffen. In einem Garten entwurzelte der Tornado einen Baum, der auf das Haus von den Nachbarn fiel. „Ich war schockiert, als ich ankam. Wir haben kaum geschlafen“, berichtet eine Frau. Die Stadtverwaltung möchte, dass die Gemeinde als Ort einer Naturkatastrophe anerkannt wird. Hohe Sachschäden, aber der Tornado hat zum Glück keine Verletzten oder gar Tote gefordert.

  • Ehepaar verkauft afrikanische Maske an einen Trödler für 150 € – dieser verkauft sie für 4 Millionen € weiter…

    Ehepaar verkauft afrikanische Maske an einen Trödler für 150 € – dieser verkauft sie für 4 Millionen € weiter…

    Fast jeder hat schon einmal davon geträumt, einen Schatz in den Tiefen seines Kellers oder auf dem Dachboden zu finden. Genau das ist einem Rentnerpaar in Frankreich passiert. Bei dem Schatz handelte es sich um eine Fang-Maske aus Gabun. Sie wurde für 150 Euro an einen Trödler verkauft, war aber in Wirklichkeit über 4 Millionen Euro wert.

    Die Geschichte endet am Dienstag, dem 31. Oktober, vor dem Gericht in Alès. Vor zwei Jahren räumte ein älteres Ehepaar sein Ferienhaus im Departement Gard, um es zum Verkauf anzubieten. In einer staubigen Abstellkammer fanden die Rentner eine alte afrikanische Maske, die sie von einem Vorfahren, der Gouverneur in Gabun war, geerbt hatten.

    Sie beschlossen, die Maske loszuwerden, und wenden sich an einen Trödler. Der Verkaufspreis, auf den man sich einigt, beträgt 150 Euro. Allerdings lesen sie einige Monate später in der Zeitung, dass diese – äußerst seltene – Maske anschliessend für 4,2 Millionen Euro versteigert wurde. „Meine Mandanten sind vom Stuhl gefallen“, erzählt der Anwalt des Paares, Frédéric Mansat-Jaffré, gegenüber dem Sender Franceinfo. „Die Maske befand sich in einer Abstellkammer… Meine Mandanten haben ihr keine Aufmerksamkeit geschenkt“, so der Anwalt.

    Wusste der Trödler von Anfang an, welchen Wert die Maske wirklich hatte? Nachdem das Paar vergeblich versucht hatte, mit dem Trödler einen finanziellen Ausgleich auszuhandeln, beschloss es schließlich, Klage gegen den Trödler einzureichen. Die Rentner hoffen, die Millionen aus dem Verkauf der Maske, die sich nun in den Händen eines reichen ausländischen Sammlers befindet, zugesprochen zu bekommen.

    „Ein schändlicher Zirkus“, meint nun auch das „Kollektiv Gabon Okzitanien“. „Das ist eine Beleidigung für unser Volk. Heute wird diese Maske für Geld zur Schau gestellt, während sie für uns eine Seele darstellt, die nicht wie Vieh oder Spielzeug ausgestellt und verkauft werden sollte“, erklärt dessen Vorsitzende Solange Boizeau.

    Es handelt sich um eine Maske, die bei geheimen Riten des Ngil-Volkes verwendet wird, um „Gerechtigkeit zu üben“, erklärt Solange Boizeau. „Wenn es in unseren Dörfern Verbrechen oder Probleme gab, die die Menschen nicht lösen konnten, wurde der Ngil-Chef des Dorfes angerufen und diese Maske half, die Gerechtigkeit wiederherzustellen. Und jedes Mal kam diese Maske aus geheimen Ecken des Dorfes, um den Täter zu befragen, es war die Maske, die die Wahrheit ans Licht brachte“, erklärt Solange Boizeau, die die Rückgabe des Kunstwerks an Gabun fordert: „Diese Maske stand nicht zum Verkauf, sie wurde zur Zeit der Kolonialisierung gestohlen.“

    Der Anspruch Gabuns auf die Maske könnte später Gegenstand eines weiteren Gerichtsverfahrens sein, da der Verein Gabon Occitanie sowie der Staat Gabun nach eigenen Angaben die Justiz eingeschaltet haben. Diese „Maske der Gerechtigkeit“, die Picasso und Modigliani inspiriert haben soll, bleibt also vorerst in den Händen ihres letzten Käufers. Bisher wurden weltweit nur etwa zehn ähnliche Masken gefunden.

  • Zwei Männer vor einer Shisha-Bar in Pont Saint-Esprit im Gard mit Schüssen aus Kalaschnikows getötet

    Zwei Männer vor einer Shisha-Bar in Pont Saint-Esprit im Gard mit Schüssen aus Kalaschnikows getötet

    Zwei Männer im Alter von 24 und 25 Jahren wurden in der Nacht von Samstag auf Sonntag in Pont Saint-Esprit im Departement Gard erschossen, zwei weitere Personen wurden schwer verletzt.

    In Pont Saint-Esprit im Departement Gard kam es in der Nacht von Samstag auf Sonntag zu einer Schießerei. Es gab zwei Tote und zwei schwer verletzte Personen. Es fielen Schüsse aus einer oder mehreren Kalaschnikow-Gewehren. Bei den beiden Toten handelt es sich um zwei Männer im Alter von 24 und 25 Jahren.

    Die vier Männer verließen gemeinsam um 2 Uhr morgens eine Shisha-Bar in Pont Saint-Esprit, als sie unter Beschuss genommen wurden. Die Bar hatte ihre Türen bereits geschlossen – die Fassade wurde von Kugeln durchsiebt.

    Wie die Zeitung Actu Métropolitain berichtet, wird die Spur einer Abrechnung unter Drogenhändlern von den Ermittlern bevorzugt. Drei vermummte und bewaffnete Männer hatten das Feuer eröffnet, schrieb die Zeitung Midi Libre. „Die Schüsse kamen aus einer Gruppe von vermummten Personen, die direkt auf die Anwesenden feuerten“, bevor sie „in einem Fahrzeug“ flüchteten, erklärte die Staatsanwältin von Nîmes, Cécile Gensac.

    Einer der beiden getöteten Männer war der Justiz wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz und Zuhälterei bereits bekannt. Der zweite Opfer war den Behörden und der Justiz bisher unbekannt.

    Die beiden verletzten Männer wurden in ernstem Zustand in die Universitätsklinik von Nîmes eingeliefert.

  • Unwetter in Frankreich: Schwere Schäden in den Regionen Var und Ardèche

    Unwetter in Frankreich: Schwere Schäden in den Regionen Var und Ardèche

    In der Nacht vom 23. auf den 24. Oktober ergossen sich sintflutartige Regenfälle über die Regionen Var und Ardèche. Am gestrigen Dienstag stellen die Bewohner die Schäden fest.

    Das Ausmaß der Schäden vermittelt einen Eindruck von der Stärke des Windes und der Niederschläge. Es war 5 Uhr am Dienstag, den 24. Oktober, als die Bewohner von Vidauban (Var) von einem ohrenbetäubenden Lärm geweckt wurden. Eine Mutter hatte gerade noch Zeit, sich mit ihrem Sohn in Sicherheit zu bringen. „Plötzlich ist mein Erkerfenster explodiert. Ich hatte das Gefühl, dass die Hälfte des Hauses weg war“, erzählt sie noch immer schockiert auf dem Sender France 2. Das Haus ist unbewohnbar. Die Familie musste evakuiert werden. Insgesamt waren etwa 30 Häuser in der Gegend schwer betroffen.

    Starke Regenfälle in der Ardèche.
    Ein großer Baum fiel auf das Eingangstor eines Hauses. „Wir können nicht raus. Wir haben Experten angefordert, die kommen sollen. Aber sie können esrt morgen kommen, weil sie überlastet sind“, berichtet ein Mann. 300 Kilometer entfernt, in der Ardèche, waren es sehr heftige Regenfälle, die einen Teil des Dorfes Rochessauve verwüsteten. In weniger als einer Stunde fiel so viel Regen wie durchschnittlich in einem Monat, was mehrere Erdrutsche auslöste. Sechs Häuser sind seither nicht mehr mit dem Auto erreichbar. Etwa 15 Bewohner sitzen in ihren Häusern fest.

  • Unwetter an der Côte d’Azur: Abgelegene Dörfer in Alarmbereitschaft

    Unwetter an der Côte d’Azur: Abgelegene Dörfer in Alarmbereitschaft

    In der Nacht von Montag auf Dienstag, dem 24. Oktober, wurde in den Alpes-Maritimes erneut die Alarmstufe Orange für Gewitter und Überschwemmungen ausgerufen, nur vier Tage nach dem Sturm Aline. In einigen Dörfern des Departements hat sich der Alltag bereits weitgehend verändert.

    Nun müssen sie wieder zu Fuß über einen holprigen Weg aus Erde und Steinen gehen und ihre Einkaufstaschen und Kinder tragen. Ein Teil der provisorischen Straße, die nach dem Sturm Alex, der die Region Anfang Oktober 2020 heimsuchte, angelegt worden war, wurde am 20. Oktober 2023 während des Sturms Aline wieder weggeschwemmt. Die Bewohner des kleinen Dorfes Venanson (Alpes-Maritimes) sind erneut von der Außenwelt abgeschnitten. Kaum waren die Arbeiter an der Arbeit, um die Straße zu reparieren, wurden für Montagabend, 23. Oktober, neue starke Niederschläge angekündigt. Im Vesubie-Tal hätten die Bagger die Arbeiten spätestens am Mittwoch erledigt haben sollen. Die neuen Wetterwarnungen verzögern eine Rückkehr zum normalen Leben für die betroffenen Bewohner.

    Auch in Saint-Christophe-en-Oisans im Departement Isère waren die Bagger aktiv. Die Straße zum Dorf hatte unter dem Starkregen am 20. Oktober nachgegeben. Sie ist nun wieder befahrbar. Angesichts der angekündigten neuen Regenfälle mussten die Arbeiten im Flussbett jedoch beschleunigt werden. Von den rund 100 Einwohnern blieben nur sieben Personen im Dorf. Am Montagabend bereiteten sie sich mit Holz zum Heizen und für die Beleuchtung auf weitere Unwetter vor.

  • Sport: Surfen am Mittelmeer? Es ist möglich…

    Sport: Surfen am Mittelmeer? Es ist möglich…

    In den nächsten Tagen werden zum Beispiel in Palavas-les-Flots (Departement Hérault) Wellen von über zwei Metern Höhe erwartet. Dann ist es tatsächlich möglich, auch im Mittelmeer sehr sportlich zu surfen. Im Herbst begünstigen Wind und Temperaturschwankungen das Entstehen von hohen Wellen.

    Wenn man im Oktober in Palavas-les-Flots (Hérault) surfen will, muss man sich großen Herausforderungen stellen, mit Wellen, die leicht drei Meter hoch werden können, berichtet ein Surfer auf dem Sender France 2. Das bedeutet aber nicht, dass man zu anderen Jahreszeiten auf das Surfen verzichten müsste, aber das Gefühl ist mit den herbstlichen Wellen viel intensiver. Es gibt eine Technik, mit der man das Beste auch aus einer ruhigen See herausholen kann, ohne das Gleichgewicht zu verlieren. „Man wird versuchen, sich auf seinem Brett nach vorne zu bewegen, es gleiten zu lassen und auch diesen kleinen Wellen entspannt auf seinem Brett zu stehen“, erklärt ein Surflehrer.

    „Es gibt nur wenige Menschen, die glauben, dass es im Mittelmeer Wellen gibt“.
    Zwar ist es mit 50 Zentimetern Wellengang an diesem Tag nicht mit der Atlantikküste vergleichbar, aber im Herbst begünstigen der Wind und die Temperaturveränderungen das Entstehen von schönen hohen Wellen auch an der Mittelmeerküste. „Es gibt nur wenige Leute, die glauben, dass es am Mittelmeer Wellen gibt, aber hier sind wir ungefähr bis März, April unterwegs“, erklärt die Surflehrerin Cindy Jourdan. Die Surfsaison endet im Frühsommer, wenn sich das Mittelmeer beruhigt und die Touristen kommen. Bis dahin können sich die Liebhaber des sportlicheren Surfens an einem unruhigen Meer erfreuen. Nächste Woche werden in Palavas-les-Flots Wellen von über zwei Metern Höhe erwartet.

  • Bei Marseille: 33-jähriger Mann am Montagabend auf einem Parkplatz in Aubagne erschossen

    Bei Marseille: 33-jähriger Mann am Montagabend auf einem Parkplatz in Aubagne erschossen

    Erste Hinweise deuten auf eine Abrechnung im Drogenmilieu hin. Es wurde eine Untersuchung wegen „bandenmäßigen Mordes“ eingeleitet.

    Ein 33-jähriger Mann wurde am Montagabend auf dem Parkplatz einer Wohnanlage in Aubagne, in der Nähe von Marseille ( Departement Bouches-du-Rhône), erschossen, wie Franceinfo am Dienstag, 24. Oktober, meldete. Es wurde eine Untersuchung wegen „Mordes in einer organisierten Bande“ eingeleitet und der Kriminalpolizei in Marseille anvertraut, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte.

    Die Staatsanwaltschaft Marseille erklärte, dass „die Vorgehensweise auf eine Abrechnung hindeuten könnte“. Eine Polizeiquelle berichtet, dass der Mann gegen 23 Uhr von Kugeln des Kalibers 7,62 aus einer Kalaschnikow getroffen wurde, als er sich in seinem Auto auf dem Parkplatz der Residenz Bertagne in Aubagne befand.

    Opfer der Polizei bislang unbekannt
    Eine polizeiliche Quelle berichtet, dass nach dem Tod des Mannes 23 Patronenhülsen auf dem Boden gefunden wurden. Der oder die Täter, die die Schüsse abgegeben hatten, konnten bisher nicht festgenommen werden. Das Opfer sei der Justiz unbekannt, so die Quelle. Die Polizeipräfektur des Departements Bouches-du-Rhône bestätigte den Tod des Mannes und bezeichnete ihn als Opfer einer Schiesserei.

  • Wetter: Tief Bernard bringt am Montag Regenschauer und starken Wind im Süden Frankreichs

    Wetter: Tief Bernard bringt am Montag Regenschauer und starken Wind im Süden Frankreichs

    Ein neues Tiefdruckgebiet wird am Montag und Dienstag Frankreich überqueren und gewittrigen Regen und starken Wind für den Süden des Landes bringen.

    Nach den Stürmen Babet und Aline folgt nun das Tief Bernard. Es wird von Portugal zur Nordsee aufsteigen und am Montag und Dienstag neue Unwetter über Frankreich bringen, und zwar mit Windgeschwindigkeiten, die sich gewaschen haben. Das Tief Bernard wird allerdings weniger stark sein als die beiden vorangegangenen Stürme.

    Der sogenannte Autan-Wind wird sich im Laufe des Montags zwischen Castres und Toulouse verstärken, mit Böen zwischen 90 und 100 km/h oder sogar mehr. Gleiches gilt für den Südostwind über dem Zentralmassiv. Auc in den Pyrenäen wird ein Südwind stürmisch über die Berggipfel wehen. Die stärksten Böen werden hier etwa 140 km/h erreichen. Am Montagnachmittag wird ein Seewind mit 80 km/h rund um den Golf von Lion wehen. Der Südwind wird sich im östlichen Zentrum Frankreichs ebenfalls verstärken und 90 bis 100 km/h erreichen.

    In der Region Midi-Pyrénées gibt es am Montag einige Auflockerungen. In der Region Languedoc-Roussillon sind am Montagmorgen einige Regenfälle angekündigt. Sie werden sich am Nachmittag und Abend zwischen den Cevennen und der Montagne noire verstärken. In der Nacht von Montag auf Dienstag werden die Regenfälle voraussichtlich heftig ausfallen und sich von den Cevennen bis in den Norden der Region Auvergne Rhône-Alpes und nach Burgund ausbreiten. Es könnten zwischen 50 und 100 Liter Niederschlag/m2 fallen. Zur gleichen Zeit wird eine Kaltfront von Westen her erwartet. Am Dienstagmorgen wird dann das gesamte südöstliche Viertel Frankreichs vom Regen betroffen sein. Für Mittwoch kündigt allerdings schon wieder die Sonne an.

    Logischerweise wird der angekündigte starke Wind auch einen hohen Wellengang im Mittelmeerraum verursachen. Die Wellen könnten an den Küsten des Languedoc und des Roussillon mehr als 3 m hoch sein. Zu Beginn der Herbstferien sollten die Urlauber an der Küste besonders vorsichtig sein.

    Der Montagnachmittag steht im Südwesten allerdings noch unter dem Einfluss eines Föhneffekts, der Höchsttemperaturen in Perpignan von bis zu 28°C bringen wird. Meteo France erwartet 18°C in Rodez, 19°C in Tarbes und Pau, 20°C in Montauban, Agen, Cahors und Auch, 21°C in Toulouse, Foix, 23°C in Castres, 24°C in Albi, Carcassonne und Narbonne.

  • 71.000 Euro: Sozialversicherung des Departements Drôme verdächtigt einen Arzt der Veruntreuung

    71.000 Euro: Sozialversicherung des Departements Drôme verdächtigt einen Arzt der Veruntreuung

    Ein in Valence (Drôme) ansässiger Arzt wird verdächtigt, über fiktive Behandlungen mehrere zehntausend Euro veruntreut zu haben.

    Es waren einfach zu viele Rechnungen für einen einzigen Arzt. Das hat die Sozialversicherung alarmiert, die einen Allgemeinmediziner aus Valence (Drôme) jetzt verdächtigt, über fiktive Arzttermine und Behandlungen insgesamt 71.000 Euro in betrügerischer Weise berechnet zu haben, wie der Sender France Bleu Drôme Ardèche am Freitag, dem 20. Oktober, berichtete.

    Laut der Sozialversicherung des Departements Drôme verlangte der Arzt bei Arztterminen unter anderem die Gesundheitskarte (Carte Vitale) von Begleitpersonen. Der Arzt wurde inzwischen in Polizeigewahrsam genommen, bestreitet die Vorwürfe jedoch vehement. Er wird sich wahrscheinlich im Dezember 2024 vor dem Strafgericht in Valence verantworten müssen.

    Im Jahr 2022 schätzte die Direktion der Sozialversicherung in ihrer Jahresbilanz den Gesamtbetrag von Betrügereien dieser Art auf 1,7 Millionen Euro, wobei zwei Drittel des Betrugs auf Angehörige der Gesundheitsberufe entfielen.

  • Sturm Aline: Hohe Sachschäden in den Alpes-Maritimes

    Sturm Aline: Hohe Sachschäden in den Alpes-Maritimes

    Der Sturm Aline fegte am frühen Morgen über das Departement Alpes-Maritimes hinweg. Zum Glück gab es keine Todesopfer, aber es entstand hoher Sachschaden.

    In Saint-Martin-Vésubie (Alpes-Maritimes) riss ein kleiner Fluss, der sich in eine riesige Schlammlawine verwandelt hatte, am Freitag, dem 20. Oktober, Beton, Schutt und ganze Bäume mit sich. In der Stadt brach eine Brücke ein. Mehrere Straßen sind zerstört. Einige Wohnhäuser sind gefährdet. Etwa 250 Menschen wurden im Departement Alpes-Maritimes wegen des Sturms Aline evakuiert. Bei strömendem Regen und Windgeschwindigkeiten von fast 140 km/h hielten einige Äste von Bäumen nicht stand und stürzten auf Stromkabel. Bis zu 5.000 Haushalte waren daraufhin ohne Strom. Rettungskräfte versuchen seit Freitagvormittag, die Straßen wieder frei zu machen.

    Im Roya-Tal ist es unmöglich, in das Dorf Tende (Alpes-Maritimes) zu gelangen. Der Fluss ist über die Ufer getreten. Das Wasser ist in einige Häuser eingedrungen. Die Gemeinde war bereits vor drei Jahren von dem Sturm Alex schwer getroffen worden. Im gesamten Departement waren die Einwohner von der Präfektur per Handy-Broadcast angewiesen worden, in ihren Häusern zu bleiben. Die Schulen wurden geschlossen. Rund 1.000 Feuerwehrleute waren im Einsatz, ebenso über 500 Gendarmen. Für Betroffene wurden Unterbringungszentren eingerichtet. Am späten Freitagvormittag wurde die Warnstufe Rot wieder aufgehoben. Nach Angaben der Feuerwehr gab es glücklicherweise keine Opfer zu beklagen.

    In nur wenigen Stunden fiel in dieser Region die Regenmenge eines gesamten Monats.