Kategorie: Südost

  • Tödlicher Brand bei Lyon: Drei Jugendliche nach Feuerdrama angeklagt

    Tödlicher Brand bei Lyon: Drei Jugendliche nach Feuerdrama angeklagt

    Der verheerende Brand in einem Wohnhaus im Großraum Lyon beschäftigt Frankreich weiter mit voller Wucht. Gut zwei Wochen nach dem Feuerinferno in Décines-Charpieu hat die Justiz nun drei junge Tatverdächtige im Alter zwischen 16 und 18 Jahren angeklagt. Die Ermittler gehen inzwischen klar von vorsätzlicher Brandstiftung aus — und der Fall trägt alle Züge eines eskalierten Milieukonflikts rund um den Drogenhandel. Das Feuer war am 11. Mai im Viertel Le Prainet ausgebrochen, einem dicht besiedelten Wohngebiet im Osten der Millionenmetropole Lyon. Innerhalb kürzester Zeit fraßen sich die Flammen durch das siebenstöckige Gebäude. Schwarzer Rauch quoll aus Fenstern und Treppenhäusern, Bewohner schrien um Hilfe, manche standen auf Balkonen fest wie in einer Falle. Drei Menschen verloren in jener Nacht ihr Leben. Unter den Opfern befanden sich zwei Männer im Alter von 28 Jahren sowie eine 61-jährige Frau. Einer der jungen Männer sprang offenbar aus dem Fenster, um den Flammen zu entkommen — e…

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  • Der ernste Glanz von Cannes

    Der ernste Glanz von Cannes

    An der Croisette lag in diesem Jahr ein anderer Ton in der Luft. Weniger Champagnerknistern, weniger kalkulierter Glamour, weniger jener alte Cannes Zauber, bei dem Stars in schwarzen Limousinen aussteigen und Fotografen wie ein Maschinengewehrgewitter losrattern. Stattdessen wirkte das 79. Filmfestival oft wie ein großes Nachdenken über eine Welt, die aus den Fugen geraten ist.

    Und mittendrin: Cristian Mungiu.

    Der rumänische Regisseur erhielt für seinen Film Fjord die Goldene Palme — zum zweiten Mal nach seinem triumphalen Sieg 2007 mit 4 Monate, 3 Wochen und 2 Tage. Ein Moment, der nicht bloß cineastische Geschichte schrieb, sondern auch erstaunlich gut zu diesem seltsamen Festival passte. Denn Mungius Kino interessiert sich nie für einfache Wahrheiten. Seine Figuren stolpern durch moralische Nebelzonen, durch gesellschaftliche Spannungen und ideologische Minenfelder. Genau dort scheint gegenwärtig auch Europa zu stehen.

    Fjord erzählt von einer rumänisch norwegischen Familie, streng religiös, isoliert, innerlich angespannt. Als der norwegische Kinderschutz eingreift, beginnt ein Konflikt, der weit über familiäre Fragen hinausweist. Wer schützt hier eigentlich wen? Und wo endet Fürsorge, wo beginnt kulturelle Bevormundung?

    Mungiu inszeniert diese Fragen mit jener stillen Präzision, die sein Markenzeichen bildet. Keine großen Ausbrüche. Kein moralischer Vorschlaghammer. Stattdessen Blicke, Schweigen, kleine Gesten — wie Risse im Eis eines Fjords, die erst harmlos aussehen und plötzlich ganze Landschaften verschieben.

    Das Publikum in Cannes reagierte beinahe ehrfürchtig. Man spürte während der Vorführung diese seltene Festivalstille, bei der niemand hustet, niemand flüstert, niemand aufs Handy schaut. Kino als kollektive Konzentrationserfahrung. Gibt es dafür heute überhaupt noch viele Orte?

    Dabei wirkte die gesamte Preisverleihung wie ein Spiegel der Gegenwart. Zahlreiche Filme beschäftigten sich mit Krieg, Identität, Migration oder politischer Gewalt. Fast jeder zweite Wettbewerbsbeitrag schien von einer tiefen gesellschaftlichen Nervosität durchzogen. Das Kino schaut derzeit nicht weg. Es bohrt hinein.

    Besonders deutlich zeigte sich das beim russischen Regisseur Andrey Zvyagintsev. Als er für Minotaur den Grand Prix entgegennahm, richtete er einen offenen Appell an Wladimir Putin und forderte das Ende des Kriegs gegen die Ukraine. Für einen Moment wirkte der Saal nicht mehr wie ein Festivalpalast, sondern wie ein politisches Forum. Manche applaudierten zögerlich, andere sofort. Einige standen auf.

    Cannes erinnerte plötzlich an jene Jahrzehnte, in denen Filmfestivals noch als geistige Kampfzonen galten — ein bisschen chaotisch, ein bisschen größenwahnsinnig, aber voller Haltung.

    Auch die übrigen Preise fügten sich in dieses Bild. Valeska Grisebach erhielt für The Dreamed Adventure den Jury Preis. Ihr Film über Migration und Kriminalität an Europas Außengrenzen erzählt von Menschen, die nirgendwo richtig dazugehören. Die Regiepreise gingen geteilt an Paweł Pawlikowski und das spanische Duo Los Javis. Selbst bei den Schauspielpreisen setzte die Jury auf Gemeinschaft statt auf den klassischen Starkult.

    Fast hatte man den Eindruck, Cannes wolle das Prinzip des Einzelgenies bewusst relativieren. Weg vom Mythos des allmächtigen Regisseurs, hin zum Ensemble, zum gemeinsamen Erzählen. Vielleicht auch ein Zeichen der Zeit.

    Natürlich gab es weiterhin die ikonischen Momente: Barbra Streisand auf dem roten Teppich, Peter Jackson mit leicht zerzaustem Bart, Blitzlichter über der Croisette. Doch selbst diese Szenen trugen diesmal einen melancholischen Unterton. Als würde das Festival spüren, dass die Welt außerhalb des Kinosaals längst lauter geworden ist als jeder rote Teppich.

    Und genau deshalb erscheint Mungius Sieg so folgerichtig.

    Denn Fjord liefert keine einfachen Antworten. Der Film weigert sich hartnäckig, klare Täter und Opfer zu präsentieren. Stattdessen zeigt er moderne Demokratien als fragile Gebilde voller Widersprüche. Toleranz kippt in Überheblichkeit. Schutz verwandelt sich in Kontrolle. Freiheit kollidiert mit moralischen Erwartungen.

    Das klingt theoretisch. Bei Mungiu fühlt es sich jedoch erschreckend konkret an.

    Eine Szene bleibt besonders hängen: Ein norwegischer Beamter sitzt schweigend am Küchentisch der Familie, während draußen Schneeregen gegen die Fensterscheiben peitscht. Niemand schreit. Niemand eskaliert. Und trotzdem liegt in dieser Stille mehr Bedrohung als in manchem Actionfilm. Tja, genau solche Momente kann nur großes Autorenkino erzeugen.

    Vielleicht erklärt gerade das den Erfolg von Fjord. Der Film erzählt nicht bloß von Norwegen oder Rumänien. Er erzählt von einem Europa, das sich selbst nicht mehr ganz versteht. Von Gesellschaften, die permanent über Werte sprechen und dabei oft vergessen, wie kompliziert Menschen eigentlich sind.

    Cannes zeigte in diesem Jahr deshalb weniger Eskapismus als Sehnsucht — Sehnsucht nach Orientierung, nach Empathie, nach einer Sprache jenseits ideologischer Schützengräben.

    Ob das Kino diese Rolle tatsächlich erfüllen kann?

    Vielleicht nicht allein. Aber für einige Stunden im dunklen Saal gelingt ihm etwas, das der politischen Debatte oft misslingt: Es zwingt Menschen dazu, anderen wirklich zuzusehen.

    Ein Artikel von M. Legrand

  • Kommentar: Die Republik der roten Teppiche — und der permanenten Unsicherheit

    Kommentar: Die Republik der roten Teppiche — und der permanenten Unsicherheit

    Es gibt kaum einen Ort, der Frankreich im Jahr 2026 präziser beschreibt als die Croisette in Cannes. Während in Paris Minister über Sparprogramme debattieren, Kraftstoffpreise erklären und neue Haushaltslöcher rechtfertigen, flanieren an der Côte d’Azur Influencer mit diamantbesetzten Handtaschen über rote Teppiche, flankiert von schwer bewaffneten Polizisten. Cannes ist längst mehr als ein Filmfestival. Es ist ein politisches Symbol geworden — vielleicht sogar das ehrlichste Bild der französischen Gegenwart.

    Auf den ersten Blick wirkt alles wie immer: Champagnerempfänge, Designerroben, Superyachten, Luxushotels. Die internationale Elite zelebriert sich selbst in einer Kulisse aus Blitzlicht und Dekadenz. Doch hinter dem Glanz liegt eine Nervosität, die inzwischen fast greifbar geworden ist. Frankreich präsentiert sich der Welt wie ein alter Aristokrat, der noch einmal seinen schönsten Smoking trägt, obwohl das Schloss längst Risse bekommt.

    Die Sicherheitsvorkehrungen rund um das Festival gleichen inzwischen einer Mischung aus Hochsicherheitszone und Militärparade. Straßen werden abgesperrt, Taschen kontrolliert, Kameras überwachen jeden Winkel. Nicht ohne Grund: Luxusuhren-Diebstähle gehören mittlerweile fast folkloristisch zum Cannes-Ritual. Kaum vergeht ein Festival ohne Berichte über geraubte Richard Mille, Rolex- oder Patek-Philippe-Modelle. Das Verbrechen ist dabei nicht bloß kriminelle Randnotiz. Es ist Teil der Inszenierung geworden. Der Luxus zieht seine eigenen Schatten an.

    Frankreich wirkt in diesen Tagen wie ein Land, das gleichzeitig protzen und sich verstecken will.

    Während Präsidenten und Minister in Sonntagsreden gesellschaftlichen Zusammenhalt beschwören, demonstriert Cannes eine andere Realität: jene einer Gesellschaft, deren oberste Schichten sich in abgeschirmten Zonen bewegen, während draußen die Unsicherheit wächst. Man könnte es fast als republikanischen Feudalismus bezeichnen. Innen: Kaviar, Couture und Kryptowährungen. Außen: Polizeisirenen, soziale Spannungen und ein Staat, der zunehmend überfordert erscheint.

    Besonders grotesk wird dieses Schauspiel durch die allgegenwärtige Social-Media-Maschinerie. Cannes ist heute weniger Filmfestival als globale Content-Fabrik. Schauspieler, Models und Influencer produzieren pausenlos Bilder einer künstlichen Perfektion, die mit dem Alltag der meisten Franzosen ungefähr so viel zu tun hat wie Versailles mit einer Vorstadtsiedlung in Marseille.

    Selbst die Filme geraten dabei oft zur Nebensache. Entscheidend ist nicht mehr das Kino, sondern die Sichtbarkeit. Wer trägt welches Kleid? Wer küsst wen auf welcher Yacht? Wer postet den viralen Moment des Abends? Cannes ist das Frankreich der Gegenwart im Zeitraffer: ein Land, das sich obsessiv selbst betrachtet, während es seine strukturellen Probleme kaum noch lösen kann.

    Natürlich war Frankreich immer ein Land der Inszenierung. Ludwig XIV. verstand die Macht des Spektakels besser als jeder moderne Kommunikationsberater. Die Grande Nation lebte stets auch vom Mythos ihrer kulturellen Überlegenheit. Doch früher stand hinter der Inszenierung wenigstens ein politisches oder wirtschaftliches Fundament. Heute scheint oft nur noch die Kulisse übrig zu bleiben.

    Denn parallel zum Glamour wächst die gesellschaftliche Erschöpfung. Die Staatsverschuldung steigt, die öffentlichen Dienstleistungen geraten unter Druck, Schulen und Krankenhäuser kämpfen mit chronischer Unterfinanzierung. In vielen Vorstädten herrscht ein Gefühl permanenter Entkopplung vom republikanischen Versprechen. Und dennoch sendet Cannes jedes Jahr dieselbe Botschaft aus: Frankreich will weiter glänzen, koste es, was es wolle.

    Gerade darin liegt die eigentliche Tragik.

    Denn Cannes zeigt nicht bloß Reichtum. Es zeigt die panische Angst vor Bedeutungsverlust. Frankreich klammert sich an seine Rolle als kulturelle Weltmacht mit derselben Intensität, mit der es wirtschaftlich und geopolitisch an Einfluss verliert. Das Festival wird dadurch zu einer Art nationalem Spiegelkabinett: wunderschön ausgeleuchtet, aber voller Verzerrungen.

    Die Ironie könnte kaum größer sein. Während der Staat über Einsparungen diskutiert und Bürgern Verzicht predigt, werden in Cannes Hotelsuiten für fünfstellige Summen pro Nacht gebucht. Während Gewerkschaften gegen soziale Härten protestieren, feiern Tech-Millionäre auf Megayachten vor der Küste. Und während Innenminister vor wachsender Kriminalität warnen, posieren Stars öffentlich mit Schmuckstücken, die mehr kosten als das Jahreseinkommen vieler Franzosen.

    Cannes ist deshalb nicht bloß ein Festival. Es ist ein Symbol der westlichen Gegenwart — aber in Frankreich wirkt dieses Symbol besonders scharf. Vielleicht weil das Land historisch immer den Anspruch hatte, Gleichheit und gesellschaftliche Würde zu verkörpern. Genau deshalb wirken die Widersprüche dort brutaler als anderswo.

    Man sieht in Cannes ein Frankreich, das sich selbst nicht mehr ganz traut. Ein Land, das gleichzeitig bewundert werden und sich verteidigen muss. Hinter jedem roten Teppich stehen Sicherheitsbarrieren. Hinter jeder Luxusfassade lauert die Angst vor dem Absturz. Hinter jedem Instagram-Post liegt die Verzweiflung, relevant zu bleiben.

    Und vielleicht erklärt genau das die eigentümliche Atmosphäre dieser Tage an der Côte d’Azur: Diese Mischung aus Schönheit und Anspannung, aus Reichtum und Unsicherheit, aus Glamour und latenter Krise.

    Cannes glänzt noch immer. Aber inzwischen glänzt es wie eine kostbare Vase, die bereits feine Sprünge bekommen hat.

    Ein Kommentar von Andreas M. Brucker

  • Luxusuhren, Prominente und organisierte Diebstähle — Cannes zeigt seine dunkle Seite

    Luxusuhren, Prominente und organisierte Diebstähle — Cannes zeigt seine dunkle Seite

    Wenn in Cannes die Kameras blitzen, die Limousinen im Schritttempo über die Croisette rollen und Schauspieler mit Sonnenbrillen größer als ihre Filmrollen aus Nobelhotels kommen, wirkt die Côte d’Azur für wenige Tage wie eine Parallelwelt. Alles glänzt. Alles funkelt. Und genau das zieht inzwischen nicht nur Fotografen an. Rund um das diesjährige Filmfestival häufen sich Berichte über spektakuläre Diebstähle von Luxusuhren. Betroffen sind Millionäre, Produzenten, Influencer und Unternehmer — Menschen also, die ihren Wohlstand sichtbar am Handgelenk tragen. Rolex, Patek Philippe oder Richard Mille gelten längst nicht mehr bloß als Uhrenmarken. Sie funktionieren wie kleine mobile Vermögen. Leicht transportierbar, extrem wertvoll und auf dem Schwarzmarkt begehrt wie Goldbarren. Die französischen Behörden sprechen inzwischen offen von professionell organisierten Tätergruppen. Keine Gelegenheitstäter, keine spontanen Überfälle. Vielmehr Teams mit klarer Arbeitsteilung, die während des Festi…

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  • Gorbio – Zwischen Bergdorfromantik und wilden Seealpen

    Gorbio – Zwischen Bergdorfromantik und wilden Seealpen

    Ein Stadtführungs-Entwurf für einen Tag in Gorbio – durch enge Gassen, vorbei an uralten Kapellen, zum imposanten Schloss und hinauf zu Aussichtspunkten über das Meer.

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  • 230 Kilo Kokain auf einem Bauernhof im Jura – wie internationale Drogenkartelle Frankreichs Provinz entdecken

    230 Kilo Kokain auf einem Bauernhof im Jura – wie internationale Drogenkartelle Frankreichs Provinz entdecken

    Ein alter Bauernhof, eine ruhige Landstraße, Felder bis zum Horizont – und mittendrin fast 230 Kilogramm Kokain. Was wie der Stoff eines Kriminalromans klingt, beschäftigt seit Wochen Ermittler in Frankreich, Deutschland und Mexiko. Im kleinen Ort Montmirey-le-Château im französischen Jura stießen Fahnder auf eine der größten Drogenmengen der vergangenen Jahre in Ostfrankreich. Vier Verdächtige sitzen inzwischen in Untersuchungshaft. Der Fall zeigt eindrucksvoll, wie professionell und international moderne Drogennetzwerke inzwischen arbeiten. Die Kokainlieferung soll ihren Weg von Cancún in Mexiko über den Flughafen Frankfurt nach Frankreich genommen haben. Deutsche Zollbeamte entdeckten die Ware zunächst am Frankfurter Flughafen. Fast 230 Kilogramm Kokain, verteilt auf 192 Pakete – ein Straßenverkaufswert von mehreren Millionen Euro. Danach rückte die französische Seite der Ermittlungen in den Mittelpunkt. Die Spur führte schließlich in den Jura. Dort, fernab großer Städte und weit we…

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  • Cannes zwischen Kino und Machtpolitik

    Cannes zwischen Kino und Machtpolitik

    An der Croisette glitzern die Kameras, Designerroben rauschen über rote Teppiche, Champagner fließt in Strömen — und doch liegt über dem Filmfestival von Cannes in diesem Jahr eine eigentümliche Schwere. Statt über Goldene Palmen, große Regiedebüts oder die nächste Sensation aus Hollywood spricht di…

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  • Ein Strand für den Mythos: Cannes ehrt Brigitte Bardot

    Ein Strand für den Mythos: Cannes ehrt Brigitte Bardot

    An der Croisette glitzert das Mittelmeer wie eh und je. Sonnenbrillen spiegeln Palmen, Fotografen lauern auf den nächsten großen Auftritt – und nun trägt einer der bekanntesten Strände der Stadt einen Namen, der seit Jahrzehnten untrennbar mit Cannes verbunden ist: Brigitte Bardot. Der frühere Stran…

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  • Wenn die Straßen dunkel bleiben: Kupferdiebstähle verunsichern Villeurbanne

    Wenn die Straßen dunkel bleiben: Kupferdiebstähle verunsichern Villeurbanne

    Es beginnt oft ganz plötzlich. Eine Straße liegt im Dunkeln, wenige Stunden später der nächste Straßenzug. In Villeurbanne, der direkten Nachbarstadt von Lyon, sorgt derzeit eine Serie von Kupferdiebstählen für wachsende Unruhe. Ganze Wohnviertel verlieren nachts ihre Straßenbeleuchtung — mit Folgen, die weit über einen technischen Defekt hinausgehen. „Wenn man zu Fuß unterwegs ist, muss man aufpassen“, sagen inzwischen viele Bewohner. Der Satz klingt banal, trifft aber einen Nerv. Denn fehlendes Licht verändert den Alltag unmittelbar. Eltern holen ihre Kinder lieber mit dem Auto ab, ältere Menschen vermeiden nächtliche Wege, Radfahrer tasten sich vorsichtiger durch Kreuzungen. Wo sonst Straßenlaternen Orientierung geben, entstehen plötzlich dunkle Lücken. Und Dunkelheit macht etwas mit einer Stadt. Nach Angaben der Stadt wurden bereits rund zehn Kilometer Kupferkabel gestohlen. Zeitweise waren etwa fünfzig Straßen betroffen. Die Täter gehen offenbar gezielt vor: Sie öffnen Schächte, s…

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  • Wenn die Provence wandert

    Wenn die Provence wandert

    Die Provence riecht im Frühsommer nach wildem Thymian, warmem Stein und Lavendel. Doch noch bevor die ersten Urlauber ihre Kameras zücken, kündigt ein anderes Geräusch die neue Jahreszeit an: das dumpfe Läuten unzähliger Glocken. Dann ziehen Tausende Schafe durch enge Gassen, vorbei an Cafés, alten Brunnen und staunenden Kindern. Die Transhumance verwandelt Orte wie Saint-Rémy-de-Provence […]

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