Kategorie: Frankreich

  • 33 Jahre später gesteht ein Mann den Mord an seiner Frau

    33 Jahre später gesteht ein Mann den Mord an seiner Frau

    Es waren die Kinder, deren Mutter 1989 auf mysteriöse Weise verschwand, die den Fall wieder ins Rollen brachten.

    Im September 2021 melden sich zwei Personen bei der Gendarmerie von Bellême, einer Gemeinde mit 1.500 Einwohnern im Departement Orne. Es handelt sich um einen Bruder und eine Schwester, die das Verschwinden ihrer Mutter melden wollen.

    Die Besonderheit: Die Ereignisse liegen 32 Jahre zurück. Sie erzählen den Ermittlern, dass ihre Mutter 1989 auf mysteriöse Weise verschwand, als die Kinder gerade einmal sechs Monate und drei Jahre alt waren. Damals hatte ihr Vater ihnen erzählt, dass die Mutter aus freien Stücken die Familie verlassen habe.

    Angesichts des unerklärlichen Verschwindens leitete die Staatsanwaltschaft von Alençon im Oktober 2021 eine Voruntersuchung ein. Die ersten Elemente „weisen auf eine Reihe von Indizien hin, die darauf hindeuten, dass die junge Mutter damals nicht aus freien Stücken gegangen ist“, so eine Erklärung der Staatsanwaltschaft. Der Verdacht richtete sich auf ihren Mann, der heute 62 Jahre alt ist.

    Grabungen in der Region Perche
    Laut der Zeitung Ouest-France während ihrer Vernehmungen bei den Kindern Erinnerungen wieder hoch, in denen ihr Vater einege Male davon sprach, die Mutter getötet zu haben. Zum Zeitpunkt der Tat hatte der Ehepartner „jedem, der es hören wollte, erzählt“, dass seine Frau einen Liebhaber hatte und dass sie mit diesem abgehauen sei, so die Regionalzeitung.

    Am 30. Mai 2022 wurde der Mann nun festgenommen und in Polizeigewahrsam genommen. Bei seiner ersten Vernehmung gestand er die Tat und gab zu, seine Frau damals erwürgt zu haben, so die Staatsanwaltschaft. Bisher ist der Verbleib der Leiche jedoch noch unklar. In der vergangenen Woche begannen die Ermittler in der Gegend rund um die Orte Perche und Bêlleme Grabungen und Durchsuchungen, um die Leiche der Frau zu finden. Der 62-jährige Familienvater wurde 33 Jahre nach der Tat angeklagt.

  • Wer darf in Frankreich Waffen tragen und besitzen?

    Wer darf in Frankreich Waffen tragen und besitzen?

    Diese Woche forderte US-Präsident Joe Biden den US-Kongress auf, den Verkauf von Sturmgewehren einzuschränken. Aber wie sieht es in Frankreich aus? Wer hat das Recht, Waffen zu besitzen und zu tragen?

    Es gibt nur wenige Personen, die in Frankreich Waffen tragen dürfen. Es sind Ordnungskräfte, wobei man zwischen im Dienst und außer Dienst unterscheiden muss. Im Dienst sind es die Ordnungskräfte im Allgemeinen, Stadtpolizisten, Umweltpolizei, Feldhüter, die Soldaten von Vigipirate.

    Und dann gibt es noch Personen, deren körperliche Unversehrtheit sehr ernsthaft und klar erkennbar bedroht wird und die sich gegen einen Bodyguard entschieden haben. Das gilt zum Beispiel auch für Richter und Staatsanwälte. Es gibt in Frankreich nur sehr wenige Richter, die eine Waffe tragen, aber einige Antiterror-Richter sind ständig bewaffnet.

    Seit 2017 gibt es ausserdem bewaffnete Sicherheitsbeamte, die nach einer entsprechenden Ausbildung eine besondere Zulassung zum Tragen einer Waffe erhalten. Es gibt zwei Arten von bewaffneten Sicherheitsbeamten, nämlich solche, die für die Bewachung bestimmter Orte, eingesetzt werden, und Sicherheitsbeamten, die als zugelassene Leibwächter arbeiten.

    Darf man als Privatperson in Frankreich ein Sturmgewehr besitzen?

    In Frankreich dürfen Privatpersonen auch Sturmgewehre besitzen. Diese dürfen jedoch nicht in Salven schießen können, sondern „Schuss für Schuss“ schießen. Sportschützen dürfen diese Art von Waffen besitzen, die in Frankreich als Waffen der Kategorie B bezeichnet werden. Als Sportschütze erhält man eine Genehmigung für den Besitz der waffe von der jweiligen Präfektur.

    Allerdings darf man eine „private“ Waffe nicht mit sich tragen, man darf sie lediglich zum und vom Schießstand transportieren und sie müssen sie zu Hause gesichert aufbewahrt werden. Um legal eine Waffe zu erwerben, muss  man sechs Monate in einem Schützenverein sein, darf keine Vorstrafen haben und es gibt regelmässig Leumundsprüfungen, die von der Polizei durchgeführt werden.

    Welche Vorschriften gelten für Jagdgewehre?

    Jäger haben die Erlaubnis, Jagdwaffen zu erwerben und sie bei der Jagd zu tragen oder zur Jagd zu transportieren. Auch Jäger müssen ihre Waffen bei der Präfektur anmelden, die eine Risikobewertung, eine polizeiliche Untersuchung und eine Leumundsprüfung durchführt, und falls es in der Vergangenheit, bis zu zehn Jahre früher, zu Anzeogen wegen vorsätzlicher Gewalt, Alkohol am Steuer oder ähnlichen Dingen gekommen ist, reicht das bereits aus, um die Waffen zu beschlagnahmen.

  • Junger Neonazi wurde in der Ardèche wegen geplantem Massenmordes festgenommen

    Junger Neonazi wurde in der Ardèche wegen geplantem Massenmordes festgenommen

    Der 20-jährige Angel B., der der Neonazi-Bewegung nahesteht, war auf der Suche nach einer Waffe. Er wurde am 3. Juni 2022 unter dem Verdacht, einen Massenmord geplant zu haben, festgenommen.

    Der 20-jährige Angel B, der in sozialen Netzwerken unter dem Pseudonym “HeinrichHimmler88“ bekannt ist, wurde am 3. Juni wegen geplanter terroristischer Straftaten angeklagt und in Untersuchungshaft genommen, wie die Zeitung Le Parisien meldete.

    Angel B. wird als instabiler junger Mann voller Ressentiments, der in der Nazi-Ideologie seine ideologische Heimat gefunden hatte, beschrieben. In Videos drohte er damit, “Juden, Schwarze, Frauen, die LGBT-Gemeinschaft“ anzugreifen. Am 31. Mai wurde er in der Ardèche von Ermittlern der Generaldirektion für Innere Sicherheit (DGSI) festgenommen, da man ihn verdächtigte, einen Massenmord geplant zu haben. Der Grund für den schnellen Zugriff war die „Suche nach einer Waffe“ des Verdächtigen, die auf eine unmittelbar bevorstehende Tat hindeutete.

    Etwas früher in der Woche und ohne Bezug zur Festnahme des Verdächtigen in der Ardèche durchsuchten 200 vermummte Gendarmen am Dienstag, dem 31. Mai, die Wohnungen von vier Personen in Straßburg, die der Neonazi-Bewegung nahestanden. Die Gendarmen beschlagnahmten „mindestens 120.000 Schuss Munition aller Kaliber, von denen viele für Kriegswaffen bestimmt sind“, so Oberstleutnant Yann Wanson von der Straßburger Fahndungsabteilung.

    Lesen sie auch: Kriegswaffen, Sturmgewehre – das Arsenal elsässischer Neonazis

    Nach der Operation wurden vier Personen in Polizeigewahrsam genommen und gegen zwei von ihnen wurde am 3. Juni von der Staatsanwaltschaft Mulhouse Anklage erhoben. Die verhafteten sind Mitglieder von Schützenvereinen und besassen Bücher, die den Holocaust leugnen und antisemitisch ausgerichtet sind.

    Die Bedrohung durch Neo-Nazis wird in Frankreich sehr ernst genommen, denn seit 2017 wurden acht Anschlagspläne, die der Ultrarechten zugeschrieben werden, vereitelt und ein Dutzend Verfahren bei der Antiterrorismus-Staatsanwaltschaft in Paris eingeleitet.

  • Polizei vertreibt Passagiere in der Gare de l’Est in Paris nach einer Zugpanne mit Tränengas!

    Polizei vertreibt Passagiere in der Gare de l’Est in Paris nach einer Zugpanne mit Tränengas!

    Viele Passagiere eines liegengebliebenen Zuges wollten am Samstagabend am Gare de l’Est in Paris in Ersatzbusse steigen. Die Polizei trieb sie brutal mit Tränengas auseinander.

    Es ist eine Geschichte, die dem Image der französischen Polizei wieder einmal Schaden zufügt. Immer wieder steht die Polizei, insbesondere in Paris, wegen „Polizeigewalt“ in der Kritik. Die Ereignisse im Stade de France am Samstag, dem 28. Mai, während des Champions-League-Finales, wo Polizisten mit Einsatz von Tränengas die Fans zu bändigen versuchten, hatten zur Folge, dass die französische Polizei auch international ins Rampenlicht gerückt wurde.

    Am Samstagabend, dem 4. Juni, machten Bilder vom Pariser Gare de l’Est im Internet die Runde, auf denen zu sehen ist, wie Polizisten Tränengas in eine Menschenmenge sprühten, die in Busse einsteigen wollte.

    Laut dem Sender BFMTV war es eine Zugpanne, die das Problem auslöste. Anscheinend hatten zu viele Passagiere versucht, in die wartenden Ersatzbusse zu gelangen. Die Polizei setzte Tränengas ein, um die Passagiere zu zerstreuen.

  • Bilanz der Unwetter: 50.000 Blitzeinschläge, tote Frau in Rouen, Festivalbesucher evakuiert…

    Bilanz der Unwetter: 50.000 Blitzeinschläge, tote Frau in Rouen, Festivalbesucher evakuiert…

    Die heftigen Gewitter, vor denen Météo France Samstag, 4. Juni, warnte,  forderten in Rouen ein Todesopfer und zwei Schwerverletzte. Die heftigen Niederschläge, der Hagel und der Wind zogen wie vorhergesagt durch zahlreiche Regionen Frankreichs. Die Gewitter sollen am Sonntag laut Météo-France nachlassen.

    65 Departements waren auf Alarmstufe Orange – das hatte es in Frankreich noch nie gegeben. Die Gewitter zogen am Samstag über viele Regionen des Landes hinweg, begleitet von starken Niederschlägen, oft mit schwerem Hagel und starken Windböen. Die Gewitter waren sehr intensiv und erzeugten innerhalb von 24 Stunden etwa 50.000 Blitzeinschläge, wie Météo France meldet.

    Am Sonntagmorgen, 5. Juni, gab Innenminister Gérald Darmanin in einer Pressekonferenz bekannt, dass eine Person getötet und insgesamt 15 Personen verletzt wurden, zwei davon bfänden sich in einem ernsten Zustand. Unter ihnen sei auch ein 13-jähriges Mädchen, das sich „in einem kritischen Zustand“ befinde, so der Minister. Darmanin gab außerdem bekannt, dass 2.400 Feuerwehrleute in den betroffenen Gebieten etwa 3.500 Einsätze fahren mussten.

    Frau in Rouen getötet
    Die Unwetter forderten in Rouen ein Todesopfer: eine Frau in den Vierzigern. Als sie sich auf der Straße befand, wurde sie von einer Wasserwelle mitgerissen, zu Boden geschleudert und etwa 70 Meter mitgeschleift. Da sie unter einem Auto eingeklemmt wurde, konnte sie sich nicht mehr aufrichten und ertrank. Der LRM-Abgeordnete für Seine-Maritime Damien Adam berichtet von „einem wahren Wasserstrom“ in der Straße, in der das Opfer ums Leben kam. in der Region wurden mehrere Gemeinden überschwemmt.

    Blitzeinschlag in ein Haus in Seine-et-Marne
    Ein Blitz schlug am Samstagabend in Nanteuil-lès-Meaux im Département Seine-et-Marne in ein Haus ein. Videos in sozialen Netzwerken zeigen, wie das Dach von den Flammen verwüstet wird.

    Weinbaugebiet Armagnac stark geschädigt
    In den Departements Landes und Gers waren es insbesondere die Gewitter am Freitagabend, die große Schäden verursachten. Sie trafen das Weinbaugebiet Armagnac, wo sie die Reben verwüsteten. Die Weinbauern meldeten Hagelkörner mit einem Durchmesser von mehreren Zentimetern. Schätzungen zufolge sind zwischen 4 und 5.000 Hektar Weinberge betroffen. Im Departement Gers wurden mehrere zehntausend Hektar Obst und Gemüseanbauflächen beschädigt. In Labastide-d’Armagnac (Landes) schätzt der Bürgermeister Alain Gaube, dass zwischen 70 und 90% der Weinberge verloren sind.

    40.000 Festivalbesucher in der Region Ile-de-France evakuiert
    Wegen der Gewitter wurden am Samstagabend die Konzerte des Festivals „We love green“ in Vincennes bei Paris abgesagt. 40.000 Menschen mussten aus den Bois de Vincennes evakuiert werden. Die Evakuierung verlief nach Angaben der Organisatoren ruhig und geordnet. „Die Evakuierung der 40.000 Festivalbesucher ist ruhig verlaufen“, sagte Marie Sabot, die Initiatorin und Leiterin des Festivals, am Samstagabend auf dem Sender BFMTV. Die Festivalbesucher erhalten ihr Geld zurück.

    30.000 Pfadfinder in Chambord in Sicherheit gebracht
    Auf der Domaine national de Chambord (Loir-et-Cher) mussten 30.000 Pfadfinder aus ganz Frankreich, die sich anlässlich des Pfingstwochenendes hier versammelt hatten, in Sicherheit gebracht werden, ein Drittel davon im Schloss selbst. Das Gewitter zog gegen 16.30 Uhr vorbei. Es dauerte nur ein paar Minuten, aber es war relativ stark und Windböen haben viele Zelte der Pfadfinder zerstört. Zehntausend Jugendliche im Alter von 8 bis 12 Jahren wurden in Zusammenarbeit mit der Präfektur im Schloss in Sicherheit gebracht. Die Älteren wurden in eine weniger betroffene angrenzende Gegend gebracht.

    15.000 Haushalte ohne Strom
    In ganz Frankreich waren am Sonntagmorgen laut dem Stromnetzbetreiber Enedis noch 15.000 Haushalte ohne Strom.

  • Emmanuel Macron bestätigt Verlängerung des Tankrabatts von 18 Cent im August

    Emmanuel Macron bestätigt Verlängerung des Tankrabatts von 18 Cent im August

    In einem Interview mit der Zeitung La Dépêche du Midi bestätigte Emmanuel Macron, dass der Rabatt von 18 Cent auf Kraftstoffe im August verlängert wird.

    Emmanuel Macron bestätigte die Verlängerung des Tanrabatts, der eigentlich bis Ende Juli befristet war. Der Präsident bestätigte in einem Interview mit der Zeitung La Dépêche du Midi, dass der Rabatt von 18 Cent auf Kraftstoffe auch im August gelten werde. der Tankrabatt ist Teil der Maßnahmen, die von der Regierung eingeführt wurden, um die Kaufkraft der Franzosen zu stützen.

    der Präsident kündigte regelmäßige Regierungstreffen zum Thema Kaufkraft an. Es sollen Maßnahmen zur Senkung der Kraftstoffpreise, insbesondere für Benzin, und eine Regelung für Vielfahrer ab diesem Herbst, wie bereits von Bruno Le Maire angekündigt, auf den Weg gebracht werden.

    „Sommerrabatt“ von TotalEnergies
    Auch der Vorstandsvorsitzende von TotalEnergies kündigte eine neue Maßnahme an, die die Kraftstoffrechnung der Autofahrer in diesem Sommer entlasten soll. In einem Interview mit der Zeitung La Dépêche du Midi hatte Patrick Pouyanné einen „speziellen Sommer“-Rabatt angekündigt, der ab Juli eingeführt werden soll. „Wir werden insbesondere den Urlaubern, die diesen Sommer in die Ferien fahren, mit einem Rabatt von zehn Cent an allen TotalEnergies-Stationen an den französischen Autobahnen helfen“.

  • Frankreich bestätigt 51 Fälle von Affenpocken

    Frankreich bestätigt 51 Fälle von Affenpocken

    Affenpocken: Die französische Gesundheitsbehörde teilte mit, dass es sich bei allen Fällen um Männer im Alter zwischen 22 und 63 Jahren handelte und dass nur einer von ihnen ins Krankenhaus eingeliefert werden musste und inzwischen wieder entlassen sei. Frankreich meldete seine ersten Fälle im Mai, und die vorerst letzte Zahl von 51 bestätigten Fällen wurde am Freitag gemeldet. Die US-amerikanischen Centers for Disease Control and Prevention erklärten am Freitag, dass ihnen weltweit mehr als 700 Fälle von Affenpocken bekannt seien, darunter 21 in den Vereinigten Staaten. Die französische Gesundheitsbehörde teilte ausserdem mit, dass es sich bei den Fällen ausschließlich um Männer im Alter zwischen 22 und 63 Jahren handelte und dass nur einer von ihnen ins Krankenhaus eingeliefert und wieder entlassen wurde. Die seltene Krankheit – die in der Regel nicht tödlich verläuft – äußert sich häufig durch Fieber, Muskelschmerzen, geschwollene Lymphknoten, Schüttelfrost, Abgeschlagenheit und ein…

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  • Schäden durch Hagel und Wind im Südwesten Frankreichs

    Schäden durch Hagel und Wind im Südwesten Frankreichs

    Golfballgroße Hagelkörner und starker Wind verursachten am Freitagabend große Schäden in Südwestfrankreich, insbesondere in den Departements Gers, Landes und Lot-et-Garonne.

    Am Freitagabend, dem 3. Juni, wurde Okzitanien bereits von zahlreichen Gewittern heimgesucht, die vor allem in den Departements Gers, Lot-et-Garonne, Lot und Landes schwere Schäden verursachten. Videos und Fotos in den sozialen Netzwerken zeigen Hagelkörner von teilweise mehr als 5 cm Durchmesser und starke Windböen.

    Besonders der Nordwesten des Departements Gers wurde gestern Abend getroffen, wobei es zwischen Cazaubon und Eauze zu Schäden kam. Es gab etwa 30 Feuerwehreinsätze aufgrund von Überschwemmungen und Hagelschäden. Auch die Weinberge blieben von den Unwettern nicht verschont.

    „Gewitter vom Typ Superzelle bildeten sich auf einer Achse, die sich von Südwesten nach Nordosten erstreckte“, meldet Agate Météo. In Nousse in den Landes war die Feuerwehr rund 60 Mal im Einsatz.

    Laut Guillaume Séchet, Meteorologe bei BFMTV, gab es am Freitag, dem 3. Juni, zwischen 18 Uhr und Mitternacht 18.000 Blitzeinschläge und innerhalb von 24 Stunden sogar etwa 35.000.

  • 60 Departements von Météo France am Samstag in Alarmstufe Orange versetzt – das gab es noch nie

    60 Departements von Météo France am Samstag in Alarmstufe Orange versetzt – das gab es noch nie

    Die Gewitter werden am Samstag, den 4. Juni, in den Regionen Okzitanien und Neu-Aquitanien sowie in weiten Teilen des Landes erwartet. Insgesamt 60 Departements wurden von Météo France in Alarmstufe Orange versetzt. Bereits am Freitagabend hatten Gewitter im Südwesten erhebliche Schäden verursacht.

    Meteo France hat am Samstagmorgen 60 Departements auf die Warnstufe Orange für Gewitter ab 16 Uhr gesetzt. Am Freitagabend erreichte eine erste Gewitterwelle am frühen Abend Südwestfrankreich. Besonders betroffen waren die Departements Lot-et-Garonne, Gers und Tarn-et-Garonne.

    Eine so große Anzahl von Departements unter Warnstufe Orange, ist laut Experten noch nie vorgekommen. „Es ist das erste Mal, dass es so viele sind“, so Guillaume Séchet, Meteorologe bei dem sender BFMTV. „80% des Landes sind betroffen, das ist außergewöhnlich, vor allem im Juni“, so Patrick Marlière, Direktor von Agate Météo.

    Diese Gewitterepisode erfordert besondere Wachsamkeit, da ein hohes Risiko besteht: starker Hagelschlag, intensiver Regen und heftige Windböen, warnt Météo France. Die Meteorologen sagen voraus, dass sich nach einer kurzen Beruhigung am Samstagmorgen am Nachmittag in der Region Pays de Loire, der Normandie, der Ile de France, dem Zentralmassiv und dem Südwesten des Landes teils sehr heftige Gewitter entwickeln werden. Am Abend werden sie auf das Zentrum, Burgund, Lothringen, die Champagne und die Picardie übergreifen.

    Diese Gewitter werden von intensiven Regenfällen (lokal 40 bis 60 Liter pro m2 in kurzer Zeit), heftigen Windböen und Hagel begleitet. Vor allem im Südwesten und im Zentralmassiv besteht ein hohes Risiko für schweren Hagel.

    Örtlich starke Gewitter mit schwerem Hagel.

    Im Laufe des Tages und des Abends wird sich die Gewitterlage zunächst im Süden von Neu-Aquitanien und im Südwesten und dann in Richtung Zentrum und Zentralmassiv deutlich verschlechtern. Die Gewitter können dort lokal sehr stark sein und von heftigen Böen und schwerem Hagel begleitet werden. Zu Beginn der folgenden Nacht verlagern sich die Gewitter nach Norden, vom Zentralmassiv bis zum Pariser Becken und dem Burgund.

    Bei Tagesanbruch liegen die Tiefstwerte zwischen 11 und 16 Grad in der Nordhälfte, 15 bis 19 Grad in der Südhälfte und erreichen bis zu 22 Grad auf Korsika. Am Nachmittag wird es insgesamt noch warm, vor allem im Südosten mit 30 bis 34 Grad, aber nicht mehr als 19 bis 25 Grad in der Nähe der Kanal- und Atlantikküste. Sonst wird es allgemein 25 bis 29 Grad warm.

  • Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn bilden ab dem Wochenende eine seltene Konstellation

    Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn bilden ab dem Wochenende eine seltene Konstellation

    Fünf Planeten werden am Wochenende des 4. und 5. Juni vor Sonnenaufgang am Himmel zu sehen sein und bieten Himmelsbeobachtern die Gelegenheit, eine seltene Konstellation von Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn mit bloßem Auge zu sehen.

    Ab Freitag, dem 3. Juni, und den ganzen Monat Juni über werden Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn in einer Reihe ausgerichtet erscheinen. Merkur, der der Sonne am nächsten steht, wird am tiefsten am Horizont erscheinen, und Saturn wird am höchsten am Nachthimmel stehen.

    Sogar mit dem bloßen Auge sichtbar
    Um den besten Blick auf die Planeten-Konstellation zu erhaschen sollten Himmelsbeobachter in der nördlichen Hemisphäre etwa 30 Minuten vor Sonnenaufgang nach draußen gehen und sich einen Platz aussuchen, von dem aus man einen guten Blick auf den östlichen und südöstlichen Horizont hat. Die gleichen fünf Planeten werden vor Sonnenaufgang auch in der südlichen Hemisphäre zu sehen sein, aber die dortigen Astronomen müssen stattdessen einen Standort mit freiem Blick auf den östlichen und nordöstlichen Horizont wählen.

    Wenn der Himmel klar ist, sollten die Planeten hell genug sein, um sie mit bloßem Auge zu sehen. Merkur allerdings ist zu Beginn des Monats am schwächsten und daher ohne Fernglas etwas schwieriger zu entdecken.