Kategorie: Frankreich

  • Frankreich: Pfandleiher kennen keine Krise

    Frankreich: Pfandleiher kennen keine Krise

    Vor dem Hintergrund einer starken Inflation ist das Pfandleihgeschäft zu einer Alternative zum Bankkredit geworden. Das Profil der Kunden verändert sich.

    In Toulon im Departement Var kommt eine Frau, um sich im Pfandleihhaus einen kleinen, für sie lebenswichtigen Betrag abzuholen. „Ich brauche das Geld, um die Rechnungen zu bezahlen, die Miete, alles, sonst kommen wir nicht über die Runden. Seit Jahren komme ich, wenn ich etwas brauche, um meinen Schmuck abzugeben“, sagt sie auf dem Sender France 3. Angesichts schwieriger Monatsenden bringen immer mehr Kunden ihren Schmuck oder andere Wertgegenstände in ein Pfandleihhaus, um im Gegenzug Bargeld zu leihen.

    Ein Anstieg der Aktivität um 10%.

    Beim Crédit Municipal von Toulon stiegen die Pfandkredite um 10%, wobei sich das Profil der Kunden verändert. „Nicht wenige Geschäftsleute, die aus verschiedenen Gründen nicht mehr von ihrer Bank mit Krediten bedient werden. Das ist eine Kundschaft, die wir früher überhaupt nicht kannten“, erklärt Gilles Fabre, Generaldirektor des Crédit Municipal de Toulon. Mit dem Pfandleihgeschäft können Beträge zwischen 10 und 30.000 Euro zu einem Zinssatz von 3% geliehen werden. Die jeweilige Laufzeit wird mit dem Kunden vereinbart.

  • Trockenfutter und Katzenstreu – Produkte für Haustiere werden bis 2023 um 41% teurer

    Trockenfutter und Katzenstreu – Produkte für Haustiere werden bis 2023 um 41% teurer

    Die Preise für Trockenfutter und andere Produkte für Haustiere werden in Frankreich im Jahr 2023 stark ansteigen.

    Michel-Edouard Leclerc, Präsident der E. Leclerc-Einkaufszentren, kündigte an, dass die Preise für Tierprodukte im Jahr 2023 um 41% steigen werden. Schon im Jahr 2022 sind diese Produkte um 13% teurer geworden.

    Die Gründe dafür? Bei Trockenfutter liegt das an erheblichen Steigerungen der Produktionskosten, sagt Sébastien Crépieux, Gründer des Trockenfutterunternehmens Invers, gegenüber dem Sender RTL. Vor allem wegen des Anstiegs der Rohstoff- und Energiekosten sowie wegen eines Proteinmangels aufgrund der Vogelgrippe.

    Auch die Katzenstreu ist betroffen. Matthieu Lambeaux, Präsident von AgroBiothers, erklärt, dass sein Unternehmen mit einem Kostenanstieg von 90% konfrontiert sei. Dies führe zu einer Preiserhöhung für den Kunden „um 50%“.

    Diese Preiserhöhung schlägt sich direkt in Verhaltensänderungen der Tierbesitzer und sogar in der Aussetzung von Tieren nieder.

    Laut einer kürzlich durchgeführten Ifop-Umfrage gaben immerhin 30% der Tierbesitzer an, dass sie den Anteil des Haushaltsbudgets für die Bedürfnisse ihres Haustiers zu Lasten ihrer eigenen Bedürfnisse aufstocken werden.

  • Céline Dion verschiebt Europatournee wegen „sehr seltener neurologischer Störung“

    Céline Dion verschiebt Europatournee wegen „sehr seltener neurologischer Störung“

    „Bei mir wurde kürzlich eine sehr seltene neurologische Störung namens Stiff-Person-Syndrom diagnostiziert, von der nur eine Person von einer Million betroffen ist“, teilte die Sängerin am Donnerstag in einem Video auf Instagram mit. Die Sängerin Céline Dion gab am Donnerstag, dem 8. Dezember, in ei…

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  • Europäisches Jagdflugzeug SCAF: Élysée begrüßt einen „großen Schritt nach vorne“

    Europäisches Jagdflugzeug SCAF: Élysée begrüßt einen „großen Schritt nach vorne“

    „Ja, wir haben eine Vereinbarung mit Airbus. Alle Blockaden sind aufgehoben“, sagte der CEO des französischen Industrieunternehmens Dassault Eric Trappier der Zeitung Le Figaro und erklärte, dass es „noch eine formelle Unterzeichnung der Verträge in einigen Tagen geben wird“. Dassault Aviation hat endlich bestätigt, dass ein wichtiger Schritt in Richtung des zukünftigen europäischen Kampfflugzeugs SCAF getan wurde. Nach intensivem deutsch-französischem politischen „Druck“, um dieses ebenso ehrgeizige wie teure Projekt zu retten. Am 25. November hatte Premierministerin Elisabeth Borne an der Seite von Bundeskanzler Olaf Scholz erklärt, dass „eine Einigung zwischen (den) Industriellen“ erzielt worden sei, die zu einem Prototyp des künftigen Luftkampfsystems SCAF führen sollen. Laut Trappier „können wir nun mit der Durchführung der neuen Studienphase, der sogenannten 1B-Phase, beginnen, die die Entwicklung eines Prototypen vorbereiten soll, der um 2029 fliegen sollte“. Die entsprechenden …

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  • Energiekrise: Französische Metzger sind besorgt

    Energiekrise: Französische Metzger sind besorgt

    Die französischen Metzger sind besorgt, weil ihre Kosten aufgrund der Energiekrise stark steigen. 80.000 von ihnen verwenden Kühlräume, die sehr energieintensiv sind.

    Wie bei vielen Handwerkern explodieren auch bei Metzgern die Energierechnungen. „Kühlvitrine rund um die Uhr, sieben Tage die Woche. Auch die Auslagen sind gekühlt, alles ist kalt“, erklärt Metzger Alain Colas auf dem Sender France 3. Auch der Kühlraum der Metzgerei muss ständig zwischen 0°C und 3°C gehalten werden. Alain Colas sieht seine Rechnung sprunghaft ansteigen – sie wird ab Januar 2023 von 700 Euro pro Monat auf 2.000 Euro steigen.

    Unzureichende Unterstützung
    Obwohl er staatliche Beihilfen erhalten hat, sagt Alain Colas, dass diese nicht ausreichen werden. „Man kann nicht von einem Tag auf den anderen eine dreifache Energierechnung wegstecken. Ich kenne nicht viele Unternehmen, die eine Liquidität haben, um einen solchen Schock zu überstehen“. Der Metzger fügt hinzu, dass der Anstieg der Energiekosten nicht der einzige Preisanstieg war, den er zu tragen hatte. Beispielsweise gingen die Preise für bestimmte Fleischsorten und Geflügel auch deutlich nach oben.

  • Von Dürren geschwächt: Ein Wald im Departement Cher stirbt

    Von Dürren geschwächt: Ein Wald im Departement Cher stirbt

    In Grossouvre im Departement Cher ist ein Wald aufgrund der anhaltenden Dürreperioden in großer Gefahr. Seine Bäume werden immer schwächer und die Genossenschaft der Eigentümer wird aktiv, um das Schlimmste zu verhindern.

    Die Sonne geht gerade erst auf und der Wald erwacht. An diesem Morgen ist ein eingespieltes Team gekommen, um den Wald zu inspizieren, und stellt das Ausmaß der Schäden fest. In diesem Wald sind die Bäume in Gefahr, sie verdursten langsam. Die wiederholten Dürreperioden haben die Rinde der Eichen beschädigt, was sie anfällig macht. „Wir sehen bestimmte, deutlich sichtbare Anzeichen am Stamm, wie z. B. Saftströme, die durch das Aufplatzen von Jahresringen entstehen“, erklärt Adrien Duriaux gegenüber France Télévisions.

    „Wenn wir nicht eingreifen, stirbt der Wald“
    Dieses Waldsterben beobachten die privaten Waldbesitzer mit Sorge, wie es auftrat und sich im Laufe der Jahre immer mehr verschlimmerte. „Seit zwei oder drei Jahren ist es erschreckend“, betont Marie-Jenny Davault, die eine Parzelle des Waldes besitzt. „Man sieht, wie die Eichen austrocknen.“. „Wenn wir nicht eingreifen, wird der Wald sterben“, pflichtet Benoit Rachez, stellvertretender Direktor der Genossenschaft Unisylva, bei. Die Eigentümergenossenschaft nutzt neue Ansätze, um das Phänomen einzudämmen.

  • Der Olivenbaum – mehr als ein Baum, eine Zivilisation

    Der Olivenbaum – mehr als ein Baum, eine Zivilisation

    Der Olivenbaum fasziniert die Menschen seit den frühesten Zeiten. Als Symbolbaum der mediterranen Zivilisationen bleibt er der König vieler Gärten im Süden, wo er die Menschen das ganze Jahr über mit seiner Schönheit beglückt.

    Der Olivenbaum ist mehr als nur ein Baum, er ist Symbol einer ganzen Zivilisation, nämlich der des Mittelmeerraums! Er findet in der Bibel, im Koran und in anderen antiken Texten häufige Erwähnung. Es ist sein Zweig, den die Taube zu Noah bringt, um das Ende der Sintflut anzuzeigen.

    Auf sonnigen Grundstücken mit luftigem, tiefgründigem und nicht zu feuchtem Boden, fühlt sich der Olivenbaum am wohlsten. Jeden Winter sollte man ihn gut düngen, aus dem Stamm wachsende Triebe entfernen und den Olivenbaum beschneiden, um das Geäst zu lüften. „Wenn ein Olivenbaum gut beschnitten ist, muss eine Schwalbe durch ihn hindurchfliegen können, ohne die Flügel zu beugen“, sagt ein Sprichwort.

    Der Formschnitt besteht darin, den Stamm kurz zu halten. Anschliessend kommt der Pflegeschnitt. Das unproduktive Holz muss entfernt werden. Das sind dunkle, stumpfe Äste, die die Stiele der im Vorjahr geernteten Oliven tragen. Aber auch die vertikalen Triebe, die sich in der Mitte des Baumes entwickeln und Schattenbereiche bilden, sollten weggeschnitten werden. Um einen ungepflegten Olivenbaum wieder produktiv zu machen, beschränkt man sich im ersten Jahr darauf, das tote Holz zu entfernen. Erst im zweiten Jahr kann er durch richtiges Beschneiden wieder eine luftige Form erhalten.

    Leider gibt es immer mehr alte Olivenbäume, die zu hohen Preisen zur Umpflanzung verkauft werden. Sie stammen meist aus der Rodung alter Plantagen. Das trägt zur Verarmung der Böden und Landschaften bei. Wer einen Olivenbaum will, der sollte auch akzeptieren, wie man ihn seit Jahrtausenden behandelt hat: Junge Bäume werden gepflanzt und der Mensch muss akzeptieren, dass sie in ihrem eigenen Tempo wachsen.

  • Energiepreise: Raynal et Roquelaure wird einen Monat lang schließen

    Energiepreise: Raynal et Roquelaure wird einen Monat lang schließen

    Der Lebensmittelkonzern Cofigeo, Eigentümer der Marke Raynal et Roquelaure, wird ab dem 2. Januar 2023 die Produktion an vier seiner acht Standorte in Frankreich vorübergehend einstellen. Eine Schockmaßnahme, um den steigenden Energiepreisen entgegenzuwirken.

    Cofigeo, Eigentümer der Marken William Saurin, Garbit, Raynal und Roquelaure, kündigte über seinen Präsidenten Mathieu Thomazeau die vorübergehende Einstellung von 80% seiner Produktion an.

    Ab dem 2. Januar 2023 wird die Produktion an vier seiner acht Standorte in Frankreich angesichts der steigenden Energiepreise eingestellt.

    Die Geschäftsleitung erklärt, dass dies 80% ihrer Produktion ausmacht und dass die Maßnahme Auswirkungen auf 800 der mehr als 1.200 Beschäftigten des Konzerns haben wird, für die eine Vereinbarung über eine langfristige Teilzeitbeschäftigung gelten wird.

    Nach Angaben der Unternehmensleitung werden die Löhne und Gehälter wie während der Covid-Krise weitergezahlt.

    Energiekosten um das Zehnfache erhöht
    „Das Ziel ist, dass es so kurz wie möglich dauert“, aber „wir können nicht länger Inflationswellen erdulden, die uns schließlich überrollen“, sagte Firmenchef Mathieu Thomazeau. Diese Maßnahmen wurden ergriffen, um „dem spektakulären Anstieg der Energiekosten (Gas und Strom, die zum Kochen und Sterilisieren von Fertiggerichten benötigt werden) zu begegnen, die ab Jahresbeginn 2023 um das Zehnfache steigen werden“, so der Konzern, der Fertiggerichte herstellt und sie unter den Marken William Saurin, Garbit, Raynal et Roquelaure, Zapetti vermarktet, in einer Pressemitteilung.

    Hinzu kommt die Inflation bei Lebensmittel- und Industrierohstoffen, die von Cofigeo verwendet werden, insbesondere Rindfleisch, Schweinefleisch, Tomaten, aber auch Verpackungen und Transport, erklärt der Konzern weiter. Die betroffenen Standorte sind Pouilly-sur-Serre (02), Lagny-sur-Marne (77), Capdenac (12) und Camaret-sur-Aigues (84).

  • In Toulouse bereitet eine Konservenfabrik Gourmetgläser aus unverkauftem Obst und Gemüse zu

    In Toulouse bereitet eine Konservenfabrik Gourmetgläser aus unverkauftem Obst und Gemüse zu

    Die Konservenfabrik Boc’Alenvers aus Toulouse hat eine Lösung gefunden, um unverkauftes Obst und Gemüse für dem Müll zu retten. Sie verwandelt Produkte, die Gefahr liefen, weggeworfen zu werden, in Gourmet-Konserven. Die Firma Boc’Alenvers hat sich vor über einem Jahr die Aufgabe gestellt, Gemüse un…

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  • Stromausfälle: Menschen mit Atemgeräten machen sich Sorgen

    Stromausfälle: Menschen mit Atemgeräten machen sich Sorgen

    Nachdem im Rahmen der Energiekrise Stromabschaltungen in Betracht gezogen werden, machen sich Menschen mit Beatmugsgeräten Sorgen, da sie nicht zu den vorrangigen Stromkunden gehören. Vorübergehende Stromabschaltungen. Das sind Notfallszenarien, die der Staat in diesem Winter in Betracht zieht. Maximal zwei Stunden ohne Strom, die für den 62-jährigen Jean-Paul Vasseur, der von einem künstlichen Beatmungsgerät lebt, schwerwiegende Folgen haben könnten. „Das Gerät ist immer an den Strom angeschlossen, er ist natürlich unverzichtbar.“ Aber was tun, wenn der Strom ausfällt? „Niemand hat mir gesagt, dass ich mich irgendwo melden soll. Ich habe keinen Brief, keinen Anruf, keine E-Mail, nichts bekommen“, sagt Jean-Paul Vasseur gegenüber France Télévisions. Ein Protokoll wurde eingerichtetLaurent Méric, Sprecher der Stromgesellschaft Enedis, hatte am Montag, dem 5. Dezember, angekündigt, dass „Patienten mit Beatmungsgeräten nicht zu den von den Präfekturen festgelegten prioritären Kunden gehör…

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