Kategorie: Frankreich

  • Sie geben nicht auf: In Paris protestieren die Gelbwesten wieder gegen die Politik von Emmanuel Macron

    Sie geben nicht auf: In Paris protestieren die Gelbwesten wieder gegen die Politik von Emmanuel Macron

    Nach Angaben des Innenministeriums nahmen am Samstag, dem 7. Januar, in Frankreich 4.700 Personen an Protesten der Gelbwesten teil, davon etwa 2.000 in Paris. Ein eher zaghafter Protest drei Tage vor der Präsentation der Rentenreform. Am Samstag, dem 7. Januar, gingen die Gelbwesten in mehreren französischen Städten wieder auf die Straße, um gegen die Inflation, die Anwendung des Artikels 49-3 in der Nationalversammlung oder die bevorstehende Rentenreform zu protestieren. Nach Angaben des Innenministeriums marschierten etwa 4.700 Menschen in Frankreich, davon 2.000 in Paris. Diese Zahl ist weit entfernt von den grossen Protesten im Herbst 2018.

    Die Forderungen zur Stärkung Kaufkraft bleiben die gleichen wie im Jahr 2018, hinzu kommt heute die Kritik an der bevorstehenden Rentenreform, die der Bewegung laut Jamel, einem der Organisatoren, neuen Schwung verleihen könnte: „Wir verlieren nicht die Motivation. Auf wir haben auf…

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  • Solidarischer Lebensmittelladen berechnet Einkäufe ja nach Einkommen der Kunden

    Solidarischer Lebensmittelladen berechnet Einkäufe ja nach Einkommen der Kunden

    In einem solidarischen Lebensmittelladen in Niort bezahlt man seine Einkäufe entsprechend seinem Einkommen. Es werden drei Tarife angeboten, der günstigste liegt bei einem Rabatt von 60%. Wie funktioniert das? In einem Lebensmittelgeschäft in Niort (Deux-Sèvres) ist es möglich, seine Einkäufe nach d…

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  • Seine-Saint-Denis: Mann beim Verlassen einer Bar in Aulnay-sous-Bois erschossen

    Seine-Saint-Denis: Mann beim Verlassen einer Bar in Aulnay-sous-Bois erschossen

    Ein etwa 50-jähriger Mann wurde am Freitagabend beim Verlassen einer Bar in Aulnay-sous-Bois (Seine-Saint-Denis) „durch einen Kopfschuss getötet“ – eine regelrechte Hinrichtung. Das berichtete die Staatsanwaltschaft von Bobigny am Samstag , dem 7. Januar, und bestätigte und damit eine Meldung der Website Actu 17. Zur Zeit gibt es noch keine Festnahmen. Die Tat ereignete sich gegen 18 Uhr im Stadtzentrum der nördlich von Paris gelegenen Gemeinde an der Ecke der Straßen Marceau und Duclos, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Das Opfer verließ gerade eine Bar, als es durch den Schuss tödlich in den Kopf getroffen wurde. Trotz des schnellen Eintreffens der Rettungskräfte verstarb der Mann noch vor Ort. Die Kriminalpolizei hat Ermittlungen wegen Mordes aufgenommen. Angesichts der Vorgehensweise bei der Tat wird die These einer Abrechnung in Betracht gezogen. Das Opfer soll der Justiz bereits bekannt sein. Laut der Zeitung Le Parisien soll es sich bei dem Opfer um Abderrazak Dahmani handeln. Dahmani ist der Justiz bereits bekannt. Er wurde unter anderem 2012 zusammen mit zwei weiteren Komplizen vom Schwurgericht des Departements Val-d’Oise wegen der Entführung und neuntägiger Freiheitsberaubung des Chefs einer Baufirma in Garges-lès-Gonesse (Departement Val-d’Oise) verurteilt. Die Entführer des Unternehmers, die als falsche Polizisten verkleidet waren, hatten 350.000 Euro Lösegeld für seine Freilassung gefordert. Das Kommando war zu acht bis dreizehn Jahren Haft verurteilt worden.
  • Frankreich-Spanien: Geschlossene Grenzposten

    Frankreich-Spanien: Geschlossene Grenzposten

    An der Grenze zwischen Frankreich und Spanien wurde eine Straße mit Felsblöcken versperrt, um illegalen Handel und illegale Einwanderung zu erschweren. Doch die Straßensperre erschwert insbesondere den Alltag der Menschen in der Region. Im Herzen der spanischen Pyrenäen ertönt die Stimme von Marta Carola. Es ist Fütterungszeit für ihre 300 Kühe, die in Halbfreiheit gehalten werden. Ihr Betrieb befindet sich nahe der französischen Grenze am Col de Banyuls (Pyrénées-Orientales), der durch Felsblöcke für den Verkehr gesperrt ist. Früher fuhr sie zweimal täglich über diese Straße, um ihre Produkte auf die andere Seite der Grenze zu liefern. „Das hindert uns daran, zu unserem Kunden zu gelangen.“ Jetzt muss sie grosse Umwege fahren, bedauert die Bäuerin auf dem Sender France 3. Durch die Blockade der Strasse verliert sie eineinhalb Stunden. Der Pass wurde durch einen Präfekturbeschluss zur Bekämpfung des Schmuggels oder der illegalen Einwanderung geschlossen. Diese Entscheidung erschwert da…

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  • Energiekrise: Kleinstunternehmen werden 2023 „im Schnitt nicht mehr als 280 Euro pro MWh“ zahlen

    Energiekrise: Kleinstunternehmen werden 2023 „im Schnitt nicht mehr als 280 Euro pro MWh“ zahlen

    Dies wird 600.000 kleine Unternehmen betreffen, versprach Wirtschaftsminister Bruno le Maire, als er diese Ankündigungen am Freitag machte. Eine neue Maßnahme der Regierung, um kleinen Unternehmen zu helfen, die mit der Energiekrise zu kämpfen haben. „Die Versorger garantieren allen Kleinstunternehmen, dass sie im Jahr 2023 im Durchschnitt nicht mehr als 280 Euro pro MWh für Strom zahlen werden“, kündigte der Wirtschaftsminister am Freitag, dem 6. Januar, nach einem Treffen mit den Stromversorgern an. Es handelt sich dabei um einen geglätteten Durchschnittspreis für das Jahr 2023. Die Massnahme wird laut Bruno Le Maire etwa 600.000 kleine Unternehmen in Frankreich betreffen. Um in den Genuss dieses Tarifs zu kommen, muss das Unternehmen ein Formular ausfüllen, das auf der Website impots.gouv.fr verfügbar gemacht wird. Darin muss das Unternehmen angeben, dass es eine Neuverhandlung seines Stromvertrags wünscht. Dieses Formular müsse dann an den Stromversorger geschickt werden, so der Wi…

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  • Bewegung der Gelbwesten: Neue Demonstrationen am 7. Januar

    Bewegung der Gelbwesten: Neue Demonstrationen am 7. Januar

    Die Gelbwesten haben sich für Samstag, den 7. Januar, in Paris und vielen anderen französischen Städten wieder zu Demonstrationen verabredet. Die Gelbwesten werden am Samstag, dem 7. Januar, wieder zu Kundgebungen in Paris und zahlreichen anderen französischen Städten zusammenkommen, die von dem Kollektiv „L’appel du peuple“ (Der Ruf des Volkes) initiiert wurden. Die Demonstranten protestieren unter anderem gegen die geplante Rentenreform und die hohen Lebenshaltungskosten. Einmalig für die Gelbwesten wurde bei der Polizeipräfektur von Paris eine Demonstration für diesen 7. Januar vorher angemeldet. Die Organisatoren sind „Gelbwesten und Wutbürger und Gelbwestenfrauen“ sowie die Gelbwestengruppen von Montreuil, Pantin, Belleville und Ecologie populaire. Sie haben sich in einem Kollektiv unter dem Namen „L’appel du peuple“ (Ruf des Volkes) zusammengeschlossen. https://twitter.com/GiletsJaunesFr_/status/1610320376646537217 Was sind die Forderungen der Demonstranten?Der Zweck der Demonstr…

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  • Strompreise: Kleine Unternehmen können jetzt die Verträge mit ihren Anbietern neu verhandeln

    Strompreise: Kleine Unternehmen können jetzt die Verträge mit ihren Anbietern neu verhandeln

    Die Regierung hat angekündigt, dass alle Unternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten ab sofort den Vertrag mit ihrem Stromversorger neu verhandeln können, sofern sie mehr als 280 Euro pro Megawattstunde zahlen. Werden die Stromrechnungen von Landwirten, Restaurantbesitzern oder auch Bäckern und Metzgern endlich sinken? Das hofft jedenfalls Julien Pedussel nach den Ankündigungen der Regierung am Donnerstag, dem 5. Januar. Der Bäcker sah seine monatliche Rechnung allein im Dezember auf fast 13.000 Euro ansteigen, gegenüber 1.000 Euro nur einige Monate zuvor. „Das kann eine gute Nachricht für die nächsten Rechnungen sein, wenn wir unsere Verträge neu verhandeln können“, sagt er gegenüber France Télévisions. Emmanuel Macron zeigt mit dem Finger auf die Energieversorger. Für alle kleinen und mittleren Unternehmen (TPE) hat die französische Regierung eine neue Regelung vorgestellt. Alle Unternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten, die einen Vertrag mit einem Preis von mehr als 280 Euro…

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  • Weihnachtsbäume als neue Waffe gegen die Erosion

    Weihnachtsbäume als neue Waffe gegen die Erosion

    Nachdem sie in französischen Wohnzimmern die Stars der Weihnachtszeit ware, sollen die Weihnachtsbäume jetzt die Küsten retten. In Gouville-sur-Mer in der Normandie werden die ausgemusterten Nadelbäume am Fuß der Dünen abgelegt, um so die Erosion zu bremsen.

    Seit drei Jahren nun schon bringen Einwohner von Gouville-sur-Mer (Manche) nach Weihnachten ihre Tannenbäume an den Strand. Das ist schon fast zu einer Tradition geworden. Einmal abgelegt, werden die Tausenden von Nadelbäumen dazu beitragen, die Düne zu verfestigen. „Es ist eine Sandfalle, das Meer steigt mit der Flut und der Sand wird in den Tannenzweigen gefangen, die mit Faschinen, früher für die Fischerei verwendeten Haken, befestigt werden“, erklärt Dominique Dujardin, Vorsitzender des Vereins „Le trait de côte“ (Der Küstenstreifen) gegenüber France Télévisions. Mit dieser Technik gewinnt die Düne jedes Jahr mehr als einen Meter Breite hinzu. Eine umweltfreundliche Lösung zur Bekämpfung der Dünenerosion, auf die der Bürgermeister der kleinen Gemeinde in der Normandie sehr stolz ist.

    „Fünf Meter Dünen wiederzugewinnen, und das alles nur mit Tannenbäumen, das ist unglaublich“.

    Im vergangenen Jahr wurden 2.000 Tannenbäume im Sand abgelegt und fanden so ein zweites Leben. Dieses Jahr möchten die Anwohner diese Menge noch übertreffen.

    Es ist eine effizientere Lösung als andere üblicherweise verwendete Techniken wie zum Beispiel die Geotubes, die 2017 am Strand installiert wurden, um einen vom steigenden Wasser bedrohten Campingplatz zu schützen. Diese riesigen, mit Sand gefüllten Plastiksäcke erwiesen sich als völlig unwirksam. „Schnell hat sich das Meer hinter die Rohre geschoben und die Düne ausgehöhlt. Auch wenn sie den Strand schützten, haben sich die grossen Säcke verformt und sind verrutscht“, stellte Béatrice Gosselin, Gemeinderätin in Gouville-sur-Mer, fest. Da sie durch die Gezeiten instabil und brüchig geworden waren, landeten Teile dieser riesigen Plastiksäcke im Meer.

  • Camargue: Winter im Rhythmus der rosa Flamingos und ihrer berühmten Pferde

    Camargue: Winter im Rhythmus der rosa Flamingos und ihrer berühmten Pferde

    Die Camargue ist eine wilde und geschützte Region im Süden Frankreichs, die auch für die berühmte Hochzeitsparade der Flamingos bekannt ist.

    Die Vögel sind das Wahrzeichen der Region und es gibt viele von ihnen im Parc du Pont de Gau, einem friedlichen Ort weit weg von der Zivilisation, an dem sie ihre Hochzeitsparade abhalten. Fotografen aus aller Welt kommen, um diesen Moment festzuhalten. Eine Schweizer Fotografin hat gerade 100 km zurückgelegt, nur um die Flamingos zu fotografieren. Touristen können hier die Flamingos in aller Ruhe aus nächster Nähe bewundern.

    Nur wenige Kilometer entfernt zieht ein anderer lokaler Star die Blicke auf sich. In den Arenen haben Reitvorführungen die Camargue-Rennen ersetzt. „Das Pferd ist das Wahrzeichen der Camargue“, sagt ein Mann auf dem Sender France 2. Die Spiele finden in traditioneller Kleidung statt. „Traditionell werden die vier Jahreszeiten weitergegeben (…), es ist eine eigene Identität, also müssen wir sie weitergeben, damit sie nicht verloren geht“, sagt die Reitlehrerin Caroline Mazoyer.

  • Immobilienmarkt: Preise in französischen Großstädten sinken

    Immobilienmarkt: Preise in französischen Großstädten sinken

    Seit dem letzten Sommer sind die Immobilienpreise in französischen Großstädten gesunken, was wohl vor allem auf die steigenden Zinssätze zurückzuführen ist.

    Stehen wir am Anfang eines Preissturzes auf dem französischen Immobilienmarkt? In den Großstädten war bereits im Dezember ein Rückgang zu verzeichnen. Laut dem Dachverband der Immobilienmakler Fnaim betrug der Preisrückgang in Paris 0,9%, in Nantes (Loire-Atlantique) 1,1% und in Lyon (Rhône) 1,7%. In Lyon kostet eine Dreizimmerwohnung 330.000 Euro. „Wir befinden uns in einer sehr ruhigen Straße, wir haben den vollen Charme der Holzbalken aber im Moment findet das keinen Käufer. Im Gegensatz zu vor sechs Monaten, wo man innerhalb weniger Wochen einen Käufer gefunden hätte“, klagt Immobilienmakler Stéphane Brousse gegenüber France Télévisions.

    Einige Wohnungen werden sogar unter Preis verscherbelt. Es gibt 500.000 Wohnungen mit energetische Altlasten in Frankreich, die ohne Renovierung nicht mehr vermietet werden dürfen. Zwangsläufig fällt ihr Wert. Eine 40 m2 große Wohnung in Paris wird für 344.800 Euro verkauft, der Preis ist zweimal gesunken. „Wie bei vielen Pariser Wohnungen gibt es eine nicht sehr gute Beurteilung und das macht den Käufern ein wenig Angst, da sie wissen, dass Arbeiten anstehen“, erklärt Sylvain Nouallet, Präsident von Orpi Paris. Der Anstieg der Zinssätze dürfte diesen Trend noch verstärken, da es für Käufer immer schwieriger wird, Kredite aufzunehmen. Der Wert einiger Wohnungen könnte im Jahr 2023 um bis zu 5% sinken.