Kategorie: Frankreich

  • Unwetter: Tornado trifft Saint-Sulpice-La-Forêt in der Bretagne

    Unwetter: Tornado trifft Saint-Sulpice-La-Forêt in der Bretagne

    Im Departement Ille-et-Vilaine verursachten stürmische Winde am Sonntag große Schäden.

    Am Sonntag, dem 8. Januar, fegten heftige Winde über die Bretagne. Dächer wurden heruntergerissen und ein Teil des Dachstuhls einer denkmalgeschützten Scheune wurde vom Wind weggerissen. Einige Bewohner mussten das Dach ihres Hauses in aller Eile notdürftig reparieren, um einigermassen geschützt schlafen zu können. Ein Tornado zog über die Gemeinde Saint-Sulpice-La-Forêt (Ille-et-Vilaine) hinweg. „Draußen bewegte sich alles, es gab einen großen Krach“, schildert eine Anwohnerin auf dem Sender France 2.

    Seit Montagmorgen sind die Gemeindearbeiter vor Ort, um aufzuräumen und mit Kettensägen Bäume zu fällen, die umzustürzen drohen. Einige Meter weiter muss ein aufgerissenes Wohnhaus abgesichert werden. „Es geht so schnell und es ist so unberechenbar“, kommentiert die Besitzerin schockiert. Glücklicherweise sind keine Verletzten zu beklagen. Der Schaden ist nur materiell. Der Bürgermeister von Saint-Sulpice-La-Forêt wird in den nächsten Stunden bei den Behörden die Anerkennung des Status der Naturkatastrophe beantragen.

  • Wird Indochine wegen dem Rassemblement National nicht am Festival Les Déferlantes teilnehmen?

    Wird Indochine wegen dem Rassemblement National nicht am Festival Les Déferlantes teilnehmen?

    Die französische Band Indochine droht, nicht am Festival Les Déferlantes teilzunehmen, wenn das Festival nach Perpignan umzieht, einer Stadt, in der die Mairie von einem RN-Bürgermeister geleitet wird. Die Gruppe Indochine droht, ihren Auftritt beim Festival Les Déferlantes im Juli in den östlichen Pyrenäen abzusagen. Das festival soll aus logistischen Gründen nach Perpignan verlegt werden, einer Stadt, die von dem RN-Bürgermeister Louis Aliot geleitet wird. Die rechtsextreme Partei ihrerseits kritisiert eine „sektiererische und respektlose“ Positionierung der Musiker. Die drohende Absage hat eine große Polemik ausgelöst. „Wir wurden vor vollendete Tatsachen gestellt, dass das Festival Les Déferlantes, bei dem wir am 8. Juli auf dem Programm stehen, in Perpignan statt an dem ursprünglich geplanten Ort stattfinden wird“, postete die Band Indochine am Wochenende auf ihren Social-Media-Konten. Die Musiker von Indochine sind bekannt dafür, dass sie sich gegen rechtsextreme Ideen engagieren…

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  • Umwelt : Danone wird von mehreren NGOs wegen Plastikverschmutzung verklagt

    Umwelt : Danone wird von mehreren NGOs wegen Plastikverschmutzung verklagt

    Der Molkereikonzern Danone soll Maßnahmen ergreifen, um seine Plastikproduktion, die zu den höchsten der Welt gehört, zu reduzieren. Eine Gruppe von NGOs verklagt den französischen Joghurt- und Wasser-Multi Danone, um ihn zu zwingen, weniger Plastik zu produzieren, und so die Natur weniger zu belasten. ClientEarth, Surfrider Foundation Europe und Zero Waste France fordern vor Gericht, dass Danone dazu verurteilt wird, seinen Ausstieg aus dem Plastik zu planen. Die NGOs erachten die bisherigen Bemühungen des Konzerns als unzureichend. „Wir sind uns bewusst, dass dies nicht von heute auf morgen geschehen kann, aber es muss heute beginnen“, wird Antidia Citores, Sprecherin der NGO-Gruppe, zitiert. Die Organisationen leiteten dieses Verfahren in Frankreich auf der Grundlage eines Gesetzes aus dem Jahr 2017 über die „Sorgfaltspflicht“ ein, das große französische Unternehmen dazu verpflichtet, die Einhaltung grundlegender Menschenrechte und des Umweltschutzes bis hin zu ihren Zulieferern in der ganzen Welt zu überprüfen. Diese „Sorgfaltspflicht“ wird zunehmend von Verbänden genutzt, um Großkonzerne zu verklagen und umstrittene Aktivitäten in die Medien zu bringen, wie z. B. den Energiekonzern TotalEnergies wegen eines Ölprojekts in Uganda und Tansania oder die Bank BNP Paribas wegen der Finanzierung neuer Öl- und Gasprojekte. Danone war Ende September zunächst von der NGO-Gruppe zusammen mit acht Schwergewichten der Lebensmittelindustrie und des Einzelhandels (Auchan, Carrefour, Lactalis…) abgemahnt worden. Die Gruppe hat nur Danone verklagt, ein weiterer Schritt in einem Verfahren, das den Weg für eine Anhörung vor einem Pariser Gericht ebnen soll. „Der Dialog mit den anderen Unternehmen ist noch im Gange. Es ist nicht ausgeschlossen, dass auch sie vor der französischen Justiz zur Rechenschaft gezogen werden“, sagte einer der Anwälte der NGOs gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Danone macht den Anfang, sagen die NGOs, insbesondere weil der Konzern die Plastikverschmutzung nicht in seinem Umweltplan erwähnt, obwohl er laut der Bewegung „Break free from plastic“ zu den zehn größten Plastikverschmutzern der Welt gehört, hinter Coca Cola, Pepsico oder Nestlé. Danone zeigte sich in einer ersten Reaktion gegenüber der Nachrichtenagentur AFP „sehr überrascht“ über den Schritt. Das Unternehmen sieht sich „seit langem als Pionier im Umgang mit Umweltrisiken“.
  • Nach sechs Wochen fällt endlich Schnee in den Skigebieten der Pyrenäen

    Nach sechs Wochen fällt endlich Schnee in den Skigebieten der Pyrenäen

    Es fiel Schnee, endlich, das erste Mal seit mehr als fünf Wochen. Schnee, auf den die Skigebiete der Pyrenäen so lange gewartet haben. Die ersten Flocken fielen gestern am Ende des Tages und die Schneefallgrenze lag am Montagmorgen bei 1.500 m Höhe und könnte noch ein wenig tiefer fallen.

    Seit dem 25. November hatte es nicht mehr geschneit. Vor ein paar Tagen gab es ein wenig Schnee, aber seit eineinhalb Monaten ist eigentlich nichts mehr passiert. In den Wintersportorten der Pyrenäen ist ein breites Lächeln auf den Gesichtern der Wintersportler und der Eiheimischen zu sehen. Dank einer Abkühlung, die am Sonntag die Schnee-Regen-Grenze auf 2.000m sinken ließ, wurden die Hänge in den Pyrenäen am späten Sonntagabend und in der Nacht zum Montag deutlich weißer. Die Skistationen und die Gipfel wurden winterlich dekoriert, allerdings sind die Täler der Gebirgskette von den Schneefällen kaum betroffen.

    „Die ersten Schneefälle traten bereits am Samstag im Grenzgebiet auf“, erläutert Thomas Bouffon, Prognostiker und Schneeforscher bei Météo France in Tarbes. Am Montagmorgen wurden in 1.800 m Höhe zwischen 5 und 10 cm gemessen, wie zum Beispiel in La Mongie. Météo France erwartet bis zum Ende des Tages etwa 10 cm auf 1.800 m mit einer Schneefallgrenze, die sich auf 1.300 m stabilisiert.

  • Französische Regierung will Ende Januar neue Regelungen für Wassernutzung bekannt geben

    Französische Regierung will Ende Januar neue Regelungen für Wassernutzung bekannt geben

    Zu den ehrgeizigen Zielen des neuen Wasserplans, den die Regierung ankündigen will, gehört wohl auch eine bessere Wiederverwendung von Abwasser.  Dem französischen Umweltministerium sitzt die Erinnerung an den Sommer 2022 noch im Nacken. In einigen Dörfern kam kein Tropfen Wasser mehr aus den Wasserhähnen und es kam in ganzen Regionen zu Wasserrationierungen, die Grundwasserspiegel erreichten bisher ungesehene Tiefststände. Franceinfo meldete am Montag, dem 9. Januar, dass die Regierung Ende des Monats einen großen Wasserplan verkünden will. Darin sind unter anderem Ankündigungen gegen Lecks in den Wasserversorgungsnetzen vorgesehen. Außerdem soll im Frühjahr eine große Präventionskampagne gegen die Verschwendung von Wasser gestartet werden. Das wichtigste Thema wird jedoch eine neue Regelung für die Nutzung von Wasser sein. Derzeit wird Abwasser nach der Aufbereitung einfach weggeschüttet, obwohl es zur Bewässerung von Grünflächen, für bestimmte Anbauflächen, zur Straßenreinigung und …

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  • Franzosen trinken weniger – bleiben aber an der Spitze beim Alkoholgenuss

    Franzosen trinken weniger – bleiben aber an der Spitze beim Alkoholgenuss

    Auch wenn die Franzosen inzwischen immer weniger Alkohol trinken, bleibt Frankreich in der Gruppe der Länder mit dem höchsten Alkoholkonsum in Europa. Sind die Franzosen bald keine Genießer mehr? Den Zahlen zufolge trinken sie zumindest viel weniger als früher. Zwischen den 1960er Jahren und heute ist der Konsum um mehr als das 2,5-fache gesunken. „Dieser Rückgang lässt sich durch Warnungen der Wissenschaft, höhere Bildung und Prävention erklären. Man hat insbesondere gelernt, die Zusammenhänge zwischen Alkohol und Krankheiten zu erkennen“, wird Prof. Amine Benyamina, Leiter der Abteilung für Psychiatrie und Sucht am Hôpital Paul Brousse in Villejuif, von der Zeitung la Depeche du Midi zitiert. Frankreich ist jedoch mit 10,3 Litern reinem Alkohol pro Person und Jahr nach wie vor der Spitzenreiter unter den OECD-Ländern mit dem höchsten Alkoholkonsum. Laut Umfragen aus 2017 trinken 10% der Erwachsenen täglich. Es gibt auch eine Randgruppe von sehr starken Trinkern – etwa 10% der 18- bi…

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  • Strom- und Gaspreise: Auch Wohnungseigentümergemeinschaften sollen von Preisdeckel profitieren

    Strom- und Gaspreise: Auch Wohnungseigentümergemeinschaften sollen von Preisdeckel profitieren

    Olivier Klein, Minister für Wohnungswesen versicherte am Sonntag, dass auch diese Haushalte nicht mehr durchs Netz fallen werden. Er verwies dabei insbesondere auf die Sammelheizung oder die Stromkosten für Gemeinschaftsräume. Die Ankündigung erfolgte zwei Tage nach der Veröffentlichung der Massnahmen für sehr kleine Unternehmen, die 2023 in den Genuss eines Strom- und Gaspreisdeckels kommen werden. Der Minister für Wohnungsbau, Olivier Klein, kündigte am Sonntag, dem 8. Januar, jetzt an, dass eine ähnliche Maßnahme für Mehrfamilienhäuser mit den Gas- und Stromversorgern diskutiert werde. „Für Miteigentümergemeinschaften oder Vermieter, die zu teure Strom- oder Gasabonnements abgeschlossen haben, gibt es Gespräche, die mit den Energieversorgern geführt werden. Genauso, wie sie auch für kleine Unternehmen, etwa für Bäcker geführt wurden“, bekräftigte Olivier Klein am Sonntag auf Radio J. „Es ist das gleiche Prinzip, wir werden mit den Energieversorgern sprechen, um Preise zu finden, die…

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  • Energie: Gemeinde im Elsass heizt mit schnell nachwachsendem Miscanthus-Schilf

    Energie: Gemeinde im Elsass heizt mit schnell nachwachsendem Miscanthus-Schilf

    Bernwiller (Haut-Rhin) zahlte im Jahr 2022 insgesamt 30.000 Euro für Miscanthus und kann damit den Winter zu überstehen. Miscanthus ist nicht nur preiswerter als die meisten anderen Brennstoffe, sondern auch ein Garant für eine nachhaltige Versorgung.

    Die Pflanze sieht aus wie Schilf und wächst wie Unkraut. Miscanthus hat ausserdem viele positive Eigenschaften und ist in Bernwiller (Haut-Rhin) zu einem lokalen und umweltfreundlichen Brennstoff geworden. Im Dorf findet man Miscanthus neuerdings nahezu überall, neben und unter den Schuppen, in denen sie nach dem Häckseln von der Gemeinde gelagert wird. „Miscanthus ist ein bisschen wie Stroh“, beschreibt Patrick Baur, Bürgermeister von Bernwiller den neuen Brennstoff auf France 2. Dieser wird inzwischen den ganzen Winter über genutzt, um den Heizkessel der Stadt zu befeuern.

    Miscanthus erfordert keine Pflege.
    Bernwiller zahlte im Jahr 2022 100 Euro pro Tonne Miscanthus-Brennstoff: insgesamt etwa 30.000 Euro, um den ganzen Winter zu überstehen. Ein deutlich niedrigerer Preis als fossile Brennstoffe und ein Garant für eine stabilen und nachhaltige Versorgung. „Der Miscanthus wird bei uns auf unseren Grundstücken angepflanzt, wir ernten ihn, wir lagern ihn, also haben wir die ganze Produktion in der Hand. Und wir sind nicht von den Energiepreisen abhängig, wie es beim Heizöl oder beim Holz erlebt“, erklärt Bürgermeister Patrick Baur.

    Heute heizt das Dorf alle seine öffentlichen Gebäude und über 80 Wohnhäuser mit Miscanthus. Die Umstellung von Holzheizungen auf Miscanthus erfolgte schon vor mehr als 15 Jahren mit den ersten Anpflanzungen. Damals wollte man die Wasserressourcen schützen. „Die Idee war, eine Pflanze zu finden, die ohne jeglichen chemischen Input produziert werden kann. Also keine chemische Unkrautbekämpfung, kein Dünger“, erklärt Mathieu Ditnet, pensionierter Landwirt und ehemaliger Bürgermeister von Ammertzwiller. Ein weiterer Vorteil: Miscanthus wächst jedes Jahr nach, ohne irgendwelche Pflege zu erfordern.

  • Polemik um Omar Sy: Sind wir blind für das, was außerhalb Europas passiert?

    Polemik um Omar Sy: Sind wir blind für das, was außerhalb Europas passiert?

    Sonntag, 8. Januar: Kontroverse um Äußerungen des bekannten Schauspielers Omar Sy über die Kriege in der Ukraine und in Afrika. In einem Interview mit der Zeitung „Le Parisien“ wurde Omar Sy zum Krieg in der Ukraine befragt. Dabei sagte der Schauspieler Folgendes: „Die Ukraine war für mich keine grosse Offenbarung. Da ich Verwandte in Afrika habe, weiß ich, dass es dort immer Kinder im Krieg und zerbrochene Familien gab. Ich bin überrascht, dass die Menschen so betroffen sind. Heißt das, wenn es in Afrika ist, sind sie weniger betroffen“? Diese Äußerungen legen den Finger auf eine echte Voreingenommenheit in der französischen und europäischen öffentlichen Wahrnehmung. Es handelte sich aber um eine Aussage, mit der an den Schrecken des Krieges erinnert werden sollte. Omar Sy sagte das etwas später in dem Interview sehr deutlich: „Ein Krieg bedeutet, dass die Menschheit untergeht, selbst wenn er am anderen Ende der Welt stattfindet“. Die Zeitung Le Parisien legte im Übrigen Wert auf die …

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  • Emmanuel Macron in der Sendung „Rencontres du Papotin“ – Lachen und Emotionen

    Emmanuel Macron in der Sendung „Rencontres du Papotin“ – Lachen und Emotionen

    Emmanuel Macron war am Samstagabend Gast in der Sendung „Rencontres du Papotin“ auf France 2, wo dem Staatschef von einer Gruppe von Journalisten mit Autismus aus der Redaktion der Zeitung Le Papotin ungefiltert intime Fragen gestellt wurden. Es war ein mit Spannung erwarteter Moment im französischen Fernsehen. Das Interview mit Emmanuel Macron durch mehrere Journalisten, die an Autismus leiden, im Rahmen der Sendung „Les Rencontres du Papotin“ auf France 2 am Samstag, dem 7. Januar. Den Zuschauern wurden angesichts der ungefilterten Fragen der Teilnehmer einige intime, erstaunliche, lustige oder rührende Geschichten aus und rund um das Leben ihres Staatschefs geboten. Es ging auch um Politik, aber vor allem um Geld, Liebe, Angst, Kindheit, Lieder oder auch Poesie. Und während der ganzen Sendung duzte man sich. „Verdienst du viel Geld?“, fragt einer der Journalisten, die dem Präsidenten der Republik gegenüberstehen. „Um ehrlich zu sein, hatte ich mehr, bevor ich Präsident wurde“, erwid…

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