Kategorie: Frankreich

  • Trockenheit: In Cannes werden die Straßen jetzt mit Brauchwasser gereinigt

    Trockenheit: In Cannes werden die Straßen jetzt mit Brauchwasser gereinigt

    Um das trinkbare Wasser zu schonen, verwenden die Mitarbeiter der Stadtverwaltung von Cannes nun Brauchwasser, um die Straßen der Stadt zu reinigen.

    Die Reinigung der Strassen mit Trinkwasser ist in Cannes (Alpes-Maritimes) vorbei. Seit einigen Tagen verwenden die Angestellten der Stadtverwaltung Abwasser. „Das ist viel besser für die Umwelt“, sagt ein städtischer Angestellter gegenüber dem Sender France 2. Für die Straßenreinigung werden in Cannes jeden Tag etwa 25 m3 Wasser verbraucht, das sind 25.000 Liter. Auch Bäume und Gärten werden jetzt mit Abwasser bewässert. „Brauchwasser ist gut“, meint eine Bewohnerin. Eine andere macht sich allerdings Sorgen über ein mögliches Gesundheitsrisiko.

    Trinkwasser wird eingespart
    Die Stadtverwaltung versichert, dass es kein Risiko gibt. In einer Wasseraufbereitungsanlage werden regelmäßig Analysen durchgeführt. Das Wasser wird in mehreren Schritten aufbereitet, bis alle Schadstoffe entfernt sind. Nach dem Einsatz von ultraviolettem Licht ist das behandelte Wasser kristallklar und frei von Bakterien und Viren. Eine Million Kubikmeter Trinkwasser werden so eingespart werden können. Das aufbereitete Abwasser wird auch für das Waschen der Schiffe im Hafen von Cannes verwendet.

  • Tod von Nahel: Vergangene Nacht verlief ohne größere Zwischenfälle – Frankreich beruhigt sich

    Tod von Nahel: Vergangene Nacht verlief ohne größere Zwischenfälle – Frankreich beruhigt sich

    Emmanuel Macron kündigte ein „Notstandsgesetz“ an, um die Reparaturen in den Städten zu beschleunigen, die in der vergangenen Woche von den Unruhen besonders betroffen waren. Eine Woche nach dem Tod des 17-jährigen Nahel, der bei einer Verkehrskontrolle in Nanterre (Hauts-de-Seine) von einem Polizisten erschossen wurde, scheint in Frankreich langsam wieder Ruhe einzukehren. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch, den 5. Juli, wurden in ganz Frankreich „nur“ 16 Personen festgenommen, davon sieben in Paris und im Großraum Paris. Nach tagelangen Krawallen wurden in der vergangenen nacht keine größeren Zwischenfälle gemeldet, abgesehen von 116 kleineren Feuern auf öffentlichen Straßen. In der Nacht wurden außerdem acht Gebäude angezündet oder beschädigt und 78 Fahrzeuge in Brand gesetzt. In ganz Frankreich wurden innerhalb einer Woche 3.625 Personen in Polizeigewahrsam genommen, darunter 1.124 Minderjährige. Von diesen Personen mussten 990 bereits vor Gericht erscheinen und 380 wurden inha…

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  • Vermögensrangliste 2023: Wer sind die 10 reichsten Menschen in Frankreich?

    Vermögensrangliste 2023: Wer sind die 10 reichsten Menschen in Frankreich?

    Das Wirtschaftsmagazin Challenges wird am Donnerstag, 6. Juli, seine jährliche Rangliste der 500 reichsten Menschen Frankreichs veröffentlichen.

    Wer sind die reichsten Männer und Frauen in Frankreich? Das Wirtschaftsmagazin Challenges veröffentlicht seine 28. Rangliste der 500 reichsten Menschen. Wenig überraschend führt Bernard Arnault, der Vorstandsvorsitzende des Luxusgüterkonzerns LVMH, die Rangliste an. Sein Vermögen ist um mehr als 50 Milliarden gewachsen und übersteigt zum ersten Mal die 200-Milliarden-Euro-Grenze. Die Luxusgüterindustrie, ein Aushängeschild der französischen Wirtschaft, ist in den Top 10 stark vertreten.

    Zwischen 2022 und 2023 hat sich die Rangliste relativ wenig verändert. Bernard Arnault blieb an der Spitze. Nur die Plätze 2 und 3 sowie 9 und 10 haben innerhalb eines Jahres die Plätze getauscht. Nur eine Frau ist in den Top 10 vertreten: Françoise Bettencourt-Meyers wurde zur reichsten Frau der Welt.

    Das kumulierte Vermögen der reichsten Menschen wird auf 1.170 Milliarden Euro geschätzt, was 45% des BIP (Bruttoinlandsprodukt) Frankreichs entspricht und einen noch nie dagewesenen Wert darstellt. Im Jahr 2009 betrug dieser Wert „nur“ 194 Milliarden!

    Die Rangliste
    10 – Emmanuel Besnier und seine Familie (Lactalis – Lebensmittelindustrie): 13,5 Mrd.
    9 – Pierre Castel und seine Familie (Castel Frères – Weine und Biere): 14 Milliarden
    8 – Gérard Mulliez und seine Familie (Groupe Mulliez – Einzelhandel): 20 Milliarden.
    7 – François Pinault und seine Familie (Kreing – Luxus, Wein, Dienstleistungen): 31,2 Mrd.
    6 – Laurent, Marie-Hélène, Thierry Dassault und Familie (Dassault Gruppe – Industrie, Digital, Wein und Medien): 32 Mrd.
    5 – Rodolphe Saadé und seine Familie (CMA CGM – Transportwesen): 39 Mrd.
    4 – Françoise Bettencourt Meyers und ihre Familie (L’Oréal – Kosmetik): 77,2 Mrd.
    3 – Alain und Gérard Wertheimer und ihre Familie (Chanel – Luxusgüter) : 100 Milliarden
    2 – Familie Hermès (Hermès International – Luxusgüter) : 137,8 Milliarden.
    1 – Bernard Arnault und seine Familie (LVMH – Luxus, Einzelhandel und Wein): 203 Milliarden Euro.

    Das Wirtschaftsmagazin Challenges ist ab Donnerstag, den 6. Juli 2023 am Kiosk erhältlich.

  • Unruhen in Freankreich: Macron kündigt Notstandsgesetz zur Beschleunigung des Wiederaufbaus an

    Unruhen in Freankreich: Macron kündigt Notstandsgesetz zur Beschleunigung des Wiederaufbaus an

    Bei seinem Treffen mit rund 250 Bürgermeistern der Städte, die in den letzten Tagen von den Unruhen betroffen waren, kündigte der Staatschef an, dass ein Notstandsgesetz eingebracht werden soll, um die Reparaturen der zerstörten Gebäude, Verkehrsmittel und Stadtmobiliar zu beschleunigen. Emmanuel Macron kündigte am Dienstag vor Bürgermeistern von Städten, die in der letzten Woche von den Unruhen betroffen waren, einen Entwurf für ein „Notstandsgesetz“ an, um die Reparaturen nach den Zerstörungen, die sich gegen Gebäude, Stadtmobiliar und Verkehrsmittel richteten, zu beschleunigen. „Wir haben ein Problem mit den Fristen. Wir werden ein Notstandsgesetz vorlegen, um die Fristen zu umgehen, ein beschleunigtes Verfahren zu haben, um schnell wieder aufbauen zu können“, sagte der Staatschef auf dem Treffen mit den Bürgermeistern. Der Präsident versprach auch eine Begleitung der Gebietskörperschaften, um die kaputten Videoüberwachungsgeräte „sehr schnell reparieren zu können“, sowie finanziell…

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  • Tod von Nahel: „Ein Verrückter, er hat geschossen“… die letzten Worte des Teenagers

    Tod von Nahel: „Ein Verrückter, er hat geschossen“… die letzten Worte des Teenagers

    Der Beifahrer, der sich im Fahrzeug des 17-jährigen Nahel befand, sprach jetzt über das schreckliche Drama, das sich am Dienstag, dem 27. Juni ereignet hat. Er beschreibt die letzten Momente des jungen Nahel.

    Am Montag, dem 3. Juli, berichtete der dritte Mitfahrer auf der Rückbank des gelben Mercedes, den der junge Nahel steuerte, über den Tod des 17-Jährigen am 27. Juni dieses Jahres. Der gerade 14 Jahre alt gewordene Beifahrer – mit Spitznamen Adam – wurde in Polizeigewahrsam genommen und von den Polizeikräften befragt.

    Der junge Mann verfasste daraufhin einen Brief, der an die Zeitung Le Parisien gerichtet war. Es ist Adams Vater, der den Journalisten diesen Brief übergab. In diesem Schreiben berichtet der junge Beifahrer über die letzten Momente von Nahel, der bei einer Verkehrskontrolle in Nanterre, einem Vorort von Paris, von einem Polizisten aus nächster Nähe erschossen wurde. Der 14-jährige Junge erklärte, dass er an diesem Tag auf dem Weg zum Collège war, um eine Prüfung abzulegen. Auf dem Weg traf er Nahel, der einen gelben Mercedes fuhr: Dieser bot ihm an, ihn mit dem Auto zu seiner Prüfung zu fahren. „Mein Sohn wusste nicht, dass Nahel keinen Führerschein hatte und dass er noch minderjährig war“, erklärte Adams Vater gegenüber Le Parisien. Der Schüler setzte sich auf den Rücksitz des Fahrzeugs, da der Beifahrersitz von einem anderen Freund Nahels besetzt war.

    „Er ist ein Verrückter, er hat geschossen“
    Das Fahrzeug wird kurz darauf von Polizisten für eine Kontrolle angehalten. Zwei Polizisten, die der Abteilung öffentliche Ordnung und Verkehr (DOPC) angehören, forderten Nahel auf, den Motor des Fahrzeugs auszuschalten. „Nahel wollte nicht anhalten“, berichtet Adam in seinem Brief. Der gelbe Mercedes lieferte sich daraufhin eine Verfolgungsjagd durch die Straßen von Nanterre. Schließlich blieb das Fahrzeug in einem Verkehrsstau stehen. Die beiden Polizisten postierten sich auf Höhe der linken Vordertür neben dem Fenster von Nahel.

    „Die Polizisten […] richteten ihre Waffen auf Nahel“, berichtet Adam weiter. Laut dem 14-Jährigen erhielt Nahel „drei Schläge“ und versuchte, „seinen Kopf zu schützen“. Der Schüler behauptet, dass einer der Polizisten Nahel gewarnt habe, „dass er ihm eine Kugel in den Kopf schießen würde“. In seinem Schreiben erklärt Adam, dass Nahels Fuß „wahrscheinlich aus Panik die Bremse losgelassen hat, als er versuchte, sich zu schützen“. Das Auto mit Automatikgetriebe „fuhr von selbst weiter“. Laut Adam hat einer der Polizisten „seinem Kollegen gesagt, er solle schießen. Dann ging der Schuss los“. Der Junge schreibt, er habe in dem Moment nicht verstanden, dass sein Freund getroffen wurde: „Nahel, nachdem er die Kugel abbekommen hatte, sagte er: Das ist ein Verrückter, er hat geschossen“. Das Fahrzeug beschleunigte daraufhin „schlagartig“ und prallte gegen Straßenmobiliar. Nahel lag regungslos in seinem Sitz: „Es gab kein Blut, aber er war auf die Seite geneigt“, beschreibt Adam.

    Der Schüler versucht daraufhin, aus dem Fahrzeug auszusteigen. Er wird sofort von den beiden Polizisten festgenommen. Auf online verbreiteten Videos ist zu sehen, wie einer der Polizisten ihn zu Boden wirft: „Ich habe meine Hände gehoben, damit er nicht auf mich schießt. Ich lag auf dem Boden. Ich sagte (dem Polizisten), dass ich nichts getan habe, und er sagte: Halt die Klappe. Und er hat mir Handschellen angelegt“, berichtet Adam. Der Schüler wird von den Polizisten abgeführt. Gleichzeitig sieht er, dass sein Freund eine Herzmassage erhält. Der Junge hörte, wie einer der beiden Polizisten seinem Kollegen sagte, dass er „nicht hätte schießen sollen, weil sie weiter hinten eine Straßensperre errichten wollten“. Adam wurde schließlich in Polizeigewahrsam genommen. Am späten Nachmittag des 27. Juni wurde der Gewahrsam wieder aufgehoben. Adam ist von den Geschehnissen gezeichnet: „Ich weiß, dass er leidet. Er hat Aussetzer. Er schläft im Moment sehr schlecht“, sagt der Vater gegenüber der Zeitung Le Parisien.

  • Tod von Nahel: Ein Dutzend Schulen wurden während der Unruhen ganz oder Teilweise zerstört

    Tod von Nahel: Ein Dutzend Schulen wurden während der Unruhen ganz oder Teilweise zerstört

    Insgesamt zählte das französische Bildungsministerium Beschädigungen an 243 Schulen. Der Bildungsminister verspricht, dass alle Schülerinnen und Schüler zu Beginn des neuen Schuljahres irgendwo untergebracht werden. Ein Dutzend Schulen wurden während der jüngsten Krawallnächte nach dem Tod des 17-jä…

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  • Tod von Nahel: Emmanuel Macron empfängt die Bürgermeister von 220 Gemeinden

    Tod von Nahel: Emmanuel Macron empfängt die Bürgermeister von 220 Gemeinden

    Die Polizei hat in der Nacht von Montag auf Dienstag, den 4. Juli, in ganz Frankreich 72 Personen festgenommen, verglichen mit 157 in der Nacht zuvor, wie das Innenministerium am Dienstagmorgen mitteilte. Damit steigt die Zahl der Festnahmen seit Beginn der Unruhen im Zusammenhang mit dem Tod des 17-jährigen Nahel auf 3.486. Nach den jüngsten Zahlen wurden in dieser Nacht 159 Fahrzeuge angezündet, 24 Gebäude beschädigt und vier Räumlichkeiten von Polizei, Gendarmerie oder Stadtpolizei angegriffenen. Das nächtliche Aufgebot der Vortage, d. h. etwa 45.000 Polizisten und Gendarmen, war beibehalten worden. Emmanuel Macron empfängt die Bürgermeister. Das Staatsoberhaupt wird am Dienstag die Bürgermeister von rund 220 Gemeinden, die im ganzen Land Opfer von Ausschreitungen geworden sind, empfangen. Mit dieser Konsultation der Kommunalpolitiker möchte der Präsident „eine sorgfältige und längerfristige Arbeit beginnen, um die Gründe, die zu diesen Ereignissen geführt haben, gründlich zu verste…

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  • Tod von Nahel: Hacker leaken persönliche Daten von mehr als 1.000 französischen Richtern

    Tod von Nahel: Hacker leaken persönliche Daten von mehr als 1.000 französischen Richtern

    Eine Gruppe von Hackern hat die persönlichen Daten von mehr als tausend Richtern und Staatsanwälten geleakt. Der 17-jährige Nahel wurde am Dienstag, dem 27. Juni in Nanterre bei einer Verkehrskontrolle von einem Polizisten getötet.

    Bei der Pariser Staatsanwaltschaft wurde am Montag eine Klage wegen „Angriffs auf ein automatisiertes Datenverarbeitungssystem“ eingereicht.

    Das Ministerium bestätigte ohne weitere Details, dass es sich um „alte Daten“ handele und dass „der Hackerangriff nicht auf die Server des Justizministeriums gerichtet war“.

    Geschäftliche E-Mails, Telefonnummern, Postadressen und sogar IBANs: Die Excel-Datei, die der Nachrichtenagentur AFP zugespielt wurde, enthält insgesamt persönliche Daten von 1.121 Richtern und Staatsanwälten, wie zum Beispiel die der derzeitigen Ministerin für Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern, Isabelle Rome. Einige der betroffenen Personen sind mittlerweile im Ruhestand. Aber die Datei enthält auch Namen von Richtern, die noch im Dienst sind, wie die AFP feststellte.

    Die Hackergruppe mit dem Namen KromSec hatte sich bereits am Sonntagabend auf ihrem Telegram-Kanal zu dem Angriff bekannt und gleichzeitig implizit auf die Unruhen verwiesen, die Frankreich seit fast einer Woche erschüttern. „Die weiteren Ereignisse in Frankreich werden darüber entscheiden, ob wir die Daten veröffentlichen oder nicht“, warnte die Hackergruppe.

    „Die französische Regierung muss den Rassismus aus ihren Polizeikräften ausmerzen, sonst wird das Anonymous-Kollektiv den Demonstranten zu Hilfe kommen“, twitterte KromSec am Sonntag. Die Hackergruppe entschied sich am späten Montagmorgen für die Veröffentlichung der Daten, als andere Hackerteams versuchten, die Urheberschaft für den Cyberangriff für sich zu beanspruchen und die Daten weiterzuverkaufen.

  • Unruhen nach Tod von Nahel: Hohe Kosten für Versicherungen und vandalisierte Geschäfte

    Unruhen nach Tod von Nahel: Hohe Kosten für Versicherungen und vandalisierte Geschäfte

    Das Wirtschaftsministerium beziffert die Zahl der Geschäfte, die seit Beginn der gewalttätigen Unruhen am Dienstag, dem 27. Juni, in Frankreich zerstört und geplündert wurden, auf 700. Dies ist jedoch nur eine vorläufige Bilanz. Die Rechnung wird sowohl für die Versicherer als auch für einige Versicherte sehr hoch ausfallen.

    Es sind bisher nur geschätzte Zahlen: 250 Tabakläden, 250 Bankfilialen, etwa 200 Supermärkte und viele andere kleine Geschäfte. Es gibt noch keine genauen Zahlen, aber alle Opfer stellen sich bereits jetzt die Frage nach einer Entschädigung. Die Entscheidung ist nicht einfach, da es sich hier nicht um einen klassischen Schadensfall wie Brand- oder Wasserschäden handelt. Vandalismus ist ein ganz anderes Thema.

    Feuer und Diebstahl werden als Grundrisiken aufgeführt, die in der Regel von gewerblichen Versicherungsverträgen abgedeckt werden. Dies gilt jedoch nicht für die Betriebsverluste, die durch die Schließung der zerstörten Geschäfte entstehen. Die gleiche Situation gab es während der Covid-Pandemie, als Geschäfte und Restaurants auf Verlangen des Staates schließen mussten. Es gab keinen Schaden, nur eine administrative Verpflichtung, die aber zu Umsatzeinbußen führte.

    Laut dem Verband France Assureurs ist heute nur jedes zweite Geschäft gegen Betriebsverluste versichert, die durch eine längere Schließung verursacht werden. Also wird nur jedes zweite Geschäft, das seit Beginn der Gewalt von Plünderungen betroffen ist, für seine Betriebsverluste bis zur Wiedereröffnung entschädigt werden. Für die nicht versicherten Händler ist es bitter, da oft der Zeitpunkt der Wiedereröffnung nicht absehbar ist. Sie müssen zerbrochene Fensterscheiben austauschen und andere Schäden im Inneren reparieren. Dadurch und durch die Diebstähle wird bei vielen Geschäftsinhabern die Rechnung sehr hoch ausfallen. Nun erfolgt ein Appell des Wirtschaftsministers an die Versicherer, sich wohlwollend zu zeigen.

    Die Versicherungsbranche versichert zwar, dass sie nicht auf den Aufruf von Bruno Le Maire gewartet hat, um zu reagieren, aber die Sache ist nicht so einfach! Die Meldefristen zu verlängern ist eine Sache, die Selbstbeteiligungen zu senken ist wirtschaftlich gesehen eine andere. Alles hängt von den unterzeichneten Verträgen ab. Das gilt auch für Autos: Wessen Fahrzeug zerstört wurde, das mit einer Vollkaskoversicherung geschützt war, wird die Entschädigung automatisch und in voller Höhe erhalten. Bei allen anderen Verträgen, die keine spezielle Vandalismusversicherung enthalten, werden die Fahrzeughalter wohl auf den Kosten sitzen bleiben.

    Bei nicht gedeckten Schäden kann man sich immer noch an den Staat wenden, der zivilrechtlich für Schäden haftet, die aus Straftaten resultieren, die bei Unruhen begangen werden. Das sieht das Gesetz über innere Sicherheit vor, aber das Verfahren ist schwerfällig und dauert lange, bis es erfolgreich abgeschlossen ist.

  • Tod von Nahel: Warum werden Bürgermeister von Randalierern besonders ins Visier genommen?

    Tod von Nahel: Warum werden Bürgermeister von Randalierern besonders ins Visier genommen?

    Rathäuser und Bürgermeister waren in den letzten Tagen bevorzugte Ziele der Randalierer in Frankreich. Alles andere als ein Zufall? „150 Rathäuser oder kommunale Gebäude sind seit Dienstag angegriffen worden, ein Novum in der Geschichte des Landes.“ Der Präsident der Vereinigung der Bürgermeister Frankreichs (AMF) David Lisnard schlägt vor dem Hintergrund eines nationalen Flächenbrandes nach dem Tod des jungen Nahel am Dienstag, dem 27. Juni, Alarm. Da in den letzten Tagen eine deutliche Zunahme der Angriffe auf Bürgermeister und politische Vertreter zu verzeichnen war, rief David Lisnard Bürgermeister und Bürger dazu auf, sich am Montag um 12 Uhr vor den Rathäusern im ganzen Land zu versammeln. Seit dem Rücktritt des Bürgermeisters von Saint-Brévin (Loire-Atlantique) Yannick Morez Anfang Mai, auf dessen Haus ein Brandanschlag verübt worden war, herrscht in der politischen Klasse Frankreichs das Gefühl vor, dass eine Grenze überschritten wurde. „Die Bürgermeister stehen an vorderster F…

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